Vegan Oriental

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Parvin Razavi: Vegan Oriental

NeunZehn Verlag

Preis: 19,95 €

„Gemeinsam Essen und die Vielfalt der Kulturen erleben!“

Worum geht’s? Der Köchin und Bloggerin (thx4cooking) Parvin Razavi ist es auf beeindruckend authentische Weise gelungen, die frische und abwechslungsreiche orientalische Küche in ein veganes Kochbuch zu transferieren. Egal ob als Hauptspeisen oder bei den traditionellen Mezze (Vorspeisen), in diesem Buch finden sich Gerichte, die leicht und spielerisch einen kulinarischen Bogen über die verschiedenen orientalischen Esskulturen spannen und mit zeitgenössischen Ansätzen verbinden.

Was ist drin? Den Leser erwarten die folgenden Länderküchen, die gleichzeitig die unterschiedlichen Kapitel darstellen:

Iran

Armenien

Syrien, Libanon &Jordanien

Ägypten

Marokko

Türkei

Die Rezepte sind ebenso lecker wie alltagstauglich und können meistens in weniger als 30 Minuten serviert werden. Die Zutatenliste ist wohltuend übersichtlich, was mir sehr gefallen hat. Jedes Kapitel wird durch eine schön gestaltetet Übersicht eingeleitet, die alle Speisen nach den unterschiedlichen Kategorien (Mezze, Hauptspeisen, Beilagen Desserts) mit Portionsangaben auflistet. Mezze sind viele verschiedene arabische Vorspeisen, die meistens kalt serviert werden und oft ohne Besteck, nur mit Fladenbrot gegessen werden, denn man lässt sich viel Zeit beim gemeinsamen Genuss. Mezze-Rezepte sind bei Parvin Razavi für 2-4 Personen ausgelegt, Hauptspeisen für 2, Beilagen für 4 und Desserts sogar für 6 – 8. Das leuchtet ein, denn Vorspeisen und Beilagen können auch schon mal kombiniert gegessen werden und bei Desserts macht es wirklich keinen Sinn auf zu kleine Portionen runter zu rechnen, das funktioniert meistens überhaupt nicht. Finde ich also ziemlich logisch, dass die Autorin hier diese Einteilung vorgenommen hat.

Bis auf Soja-Joghurt werden keine weiteren Soja-Produkte eingesetzt, viele Rezepte bestehen aus einem oder zwei Gemüsesorten und einer Beilage wie Bulgur oder Couscous, Reis etc. Angenehm pragmatisch und vor allem alltagsgerecht!

Den Rezepten vorangestellt sind einige Seiten Glossar, in dem typische Pflanzen, Gewürze etc. vorgestellt werden. Viele dieser Portraits sind mit sehr hübschen und außerordentlich geschmackvollen und ansprechenden Zeichnungen der jeweiligen Pflanze geschmückt. Danach folgt eine Aufzählung des botanischen Namens, der Familie, die Bezeichnungen in verschiedenen Sprachen und schließlich ein kleiner Text zu Geschichte, Vorkommen, Geschmack oder ähnlichem.

Die Konzentration auf absoluten Geschmack und die Schlichtheit der Rezepte haben mir ausgesprochen gut gefallen, endlich mal ein Kochbuch, dass den Gaumen nicht permanent mit den unterschiedlichsten Würzkombis überfordert, die zum Teil dann auch noch mit einander konkurrieren.

Lieblingsrezepte:

Rotes Auberginenmousse

Dicke Gerstensuppe

Gefüllte Auberginen mit Nuss-Granatapfel

Persischer Kräutereintopf mit Bohnen

Persischer Eintopf mit Schälerbsen und Kartoffelstreifen

und vieles mehr will noch ausprobiert werden, denn wie im Vorwort von der Autorin versprochen, handelt es sich bei „„Vegan Oriental““ um ein durch und durch alltagstaugliches Buch, das in keiner Beziehung überfordern will und wo man nicht bereits erheblich Zeit braucht, um den Einkauf zu erledigen.

Abschließend gibt es ein Rezeptregister, das alle Speisen in alphabetischer Reihenfolge auflistet.

Wer ist die Autorin? Parvin Razavi, Österreicherin mit persischen Wurzeln, lebt seit 1986 in Österreich. Geprägt durch ihre orientalische Großfamilie, war sie schon immer fasziniert von Gerüchen und Düften und experimentierte schon früh in der Küche. Seit 2010 schreibt Parvin Razavi unter „thx4cooking“ aus ihrem kulinarischen Leben einer autodidakten Bioköchin.

 Was ist besonders?  „Vegan Oriental“ ist ein Buch mit sehr vielen wunderschönen bunten Buntstift-Illustrationen von Henriette Artz, die mich ungeheuer angezogen haben, allein das Cover ist einfach traumhaft schön!

Die Rezepte sind alle mit Fotos bebildert, die geschmackvoll und schlicht daherkommen und zum Glück nicht das Gefühl vermitteln, dass man eine Speise so niemals selbst hinbekommt.

Fazit: * * * * * Hier passt alles ganz wunderbar zusammen, für mich ein sehr schönes und vor allem überzeugendes orientalisch-veganes Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle, weil es ebenso praxistauglich wie schön gemacht ist. Und uns vor allem ermutigt, es selbst zu probieren, weil es durch und durch und authentisch ist! Ich freue mich sehr, dass dieses schöne Buch den Weg in mein Kochbuchregal gefunden hat.

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