„Veggie, lecker, anders – Christina kann das!“

978-3-7995-1039-4

Christina Hess: Christina macht was – Veggie. Lecker. Anders

Thorbecke Verlag

Preis: 19,99 €

Wie sieht es aus? 

Die Ausstattung des Buches ist hochwertig (Fadenheftung, beschichtetes Papier), schöner geschmackvoller weißer Einband, das Layout modern, ein Tick Retro und auch ein bisschen verspielt durch schöne Blattranken auf jeder Seite und im Deckel.

Worum geht’s? 

Christina Hess Büro-Fee bei der Justiz in Kassel ist eine Frau mit vielen Talenten: Auf ihrem Blog „Christina macht was“ sind seit 2012 leckere und eindrucksvolle vegetarische Gerichte präsentiert, die mich als ich im letzten Jahr dort beim Surfen gelandet bin, spontan begeistert und beeindruckt haben. Christina macht alle Fotos selbst und die sind unglaublich schön! Am Anfang habe ich sofort angenommen, dass sie Food-Stylistin oder Fotografin ist und habe mir gedacht, wow, das würde ich auch gerne können!

Christina ist seit 10 Jahren Vegetarierin, die Initialzündung passierte mit 14 Jahren, Mutter und Tochter Heß waren auf einer Fahrt zu entfernt lebenden Verwandten und Christina sah auf der Autobahn einen Tiertransporter nach dem anderen, parallel stand das Thema in der Schule an und noch auf der Autobahn hat Christina ihrer Mutter erklärt, dass sie von jetzt an vegetarisch essen wird.

Sicherlich nicht ganz einfach, denn Nordhessen ist nun mal eher für Würste als leckere und raffinierte vegetarische Ernährung bekannt.

Was ist drin? 

Das Buch gliedert sich in die folgenden Kapitel:

 Los geht es mit „Basics und Tipps“

 „Christina steht für was – oder keine halben Sachen!“

 Erstmal erklärt sie, was wichtig ist beim Backen und es gibt nützliche Informationen zu Hefe-/Mürbe- und Quark-Öl-Teig. Keine halben Sachen, genügend Hingabe, Zeit und Qualität bei den Produkten und Zubereitungstechniken sind ihr wichtig! Wunderbar endlich jemand, der mit einer klaren Meinung nicht hinter dem Berg hält! Wer jetzt denkt, dass man nur mit super Equipment und viel Geld los legen kann, der irrt, das ist nicht nötig, aber ein Brot mal schnell zwischen diversen Mails und Facebook-Nachrichten backen funktioniert halt auch nicht. Ebenso wichtig, sind qualitativ gute Zutaten, es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen echter gemahlener Vanille und schnödem Vanillezucker, aber arm werden wir dabei auch nicht.

„Vegan geht auch!“

Weiter geht es mit „Kopf: lecker & gesund“, nee, kein neuer Ernährungs-Trend, der mal wieder durch das Internet wabert, sondern einfach nur lecker und ausgewogen sind hier die Rezepte. Christina Hess weiß aber was die Internetgemeinde bewegt und belegt das sehr deutlich mit ihren Rezepten. Auch Veganer weltweit, sind hier herzlich eingeladen.

 Die „Nice-Cream“ (eine vegane Ice-Cream) werde ich definitiv probieren.

 „Der Blick über den Tellerrand – Sushi, Kimchi, Panir kein Problem!“

Christina Hess ist eine offene Person! In dem Kapitel „Nase: Exotisches“ zeigt sie für mich absolut authentisch, dass auch Nordhessen weltweit unterwegs sind. Sushi, Kimchi, Panir (indischer Käse) kein Problem! Christina macht mir Mut, denn ich sehe, es geht doch immer was, wenn jemand mit Offenheit, Liebe und Kreativität bei der Sache ist!

 Mein Favorit hier „Christinas Indisch“ (Nudeln mit Pilzen, Kokosnussmilch und Currypaste) hat toll geschmeckt und ging so schnell. Super Kreation, es muss nicht immer originalgetreu sein, sondern es braucht ein Händchen für Aromen!

 „Eine begnadete Bäckerin mit viel Herz!“

 Im Kapitel „Herz: Lieblingsrezepte“ präsentiert die Autorin alles was ihr am Herzen liegt, besonders die vielen verführerischen Kuchen und Torten-Rezepte haben mich hier sehr angesprochen.

 Die „Papaya-Scones“ und die „Chocolate-Cookie-Tarte“ haben mich spontan begeistert!

 „Wohlige Seufzer und glücklich satt!“

 Unter der Rubrik Bauch: Soulfood finde ich viele leckere Sachen, die meinen Bauch juchzen lassen.

 Hier habe ich mich spontan in die Rezepte für die „warm marinierten Zitronen-Oliven“ und „Christinas Mini-Burritos verliebt, da klebt jetzt der gelbe Nachkochzettel und lacht mich an.

„Zum Schluss haben die Hände auch noch was zu tun!“

Im Kapitel „Hände: Kneten und Backen“ zeigt Christinas noch mal eindrucksvoll, dass sie auch viele Ideen für herzhaftes Gebäck hat.

Mir gefällt, besonders das „Monkey-Bread“ und die „Overnight Cinnamon-Buns“ werden demnächst auch unser Sonntagsfrühstück adeln!

Mein Eindruck: Viele kreative Rezepte und Tipps, die zeigen, hier hat es jemand wirklich drauf!

Was ist besonders – oder die Macherin, ist es was zählt?

 Endlich mal ein innovatives vegetarisches Koch- u. Backbuch ohne falschen Dogmatismus, hinter dem eine echte Macherin mit hoher Glaubwürdigkeit steht, die ebenso inspirierende, kreative wie praxistaugliche Rezepte liefert und nicht irgendein am Rechner kreiertes Buch, das nur auf einer Trendwelle mitschwimmen will.

 Fazit: Für mich ein überzeugendes Buch nicht nur für Vegetarier, sondern auch für Backfans, das kreativ und praxistauglich ist und durch die außerordentliche Glaubwürdigkeit der Autorin und deren Kreativität überzeugt!

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