Pasta & Sauce aus 1 Topf

Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin
Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin

Emilie Perrin: Pasta und Sauce aus 1 Topf

Fotos: Philippe Vaurés-Santamaria

Bassermann Verlag

Preis: 9,99 €

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„Manchmal soll es lecker schmecken und auch schnell gehen!“

 Worum geht’s?

 Unter der Woche ist bei uns immer viel los, wir verbringen die Wochenenden fast immer in unserem Wochenend-Häuschen, da muss es mit dem Kochen am Abend schnell gehen, besonders, wenn es bei mir mal im Büro länger geworden ist. Brot am Abend ist leider nicht so mein Ding, weil ich auch oft die Mittagspause ausfallen lasse und wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag mit meinem Liebsten genießen möchte. Allein schon deshalb gibt es bei uns in der Woche sehr häufig Pasta, seit einigen Wochen bin ich jetzt aber auf die „One-Pot-Pasta-Methode“ umgeschwenkt, die ursprünglich aus den USA kommt und aktuell überall im Netz großes Thema ist. Das ist für mich auch die perfekte Lösung im Wanderurlaub, um nach einem anstrengenden und ereignisreichen Tag noch schnell was Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Das Prinzip ist ebenso genial wie einfach: Die Nudeln werden mit allen anderen Zutaten gleichzeitig in einem Topf gegart und am Ende gibt es immer ein leckeres Pasta-Gericht, das schnell auf dem Tisch steht und sehr aromatisch schmeckt. Dass dann der Abwasch auch viel schneller erledigt ist, versteht sich von selbst, schließlich haben wir ja nur einen Topf für alles benutzt.

 Was ist drin?

 Die in Frankreich sehr bekannte Bloggerin, Emilie Perrin, hat jetzt passend zu diesem Trend ein Kochbuch mit 30 Rezepten im Bassermann Verlag veröffentlicht.

©Philippe Vaurés-Santamaria/Bassermann Verlag

Im ersten Teil des Buches finden wir viel traditionelles, wie z. B. „Pasta mit Cocktail-Tomaten und Pesto“, „Nudeltopf mit Speck und Brokkoli“, „Pasta mit Ziegenkäse, Haselnuss und Bratwurst“, alles deftig und herrlich aromatisch. Insgesamt ist dieses Kapitel auch das umfangreichste und enthält deutlich mehr Rezepte als die weiteren Kapitel „Aus aller Welt“ und „Vegetarisch“, wo mich der „feurige Bohnentopf“ und die Orecchiette mit Walnüssen und Gorgonzola sehr angesprochen haben.

Ergänzt wird das durch Tipps der Autorin, die übrigens kurze Nudelsorten bevorzugt und  zur Vorsicht mahnt bei der verwendeten Flüssigkeitsmenge, die sollte immer exakt abgemessen werden und auch Brühwürfel, Kräuter und Gewürze als zusätzliche Aroma-Verstärker empfiehlt. Ich verwende hier gerne, ein selbstgemachtes Brühpulver, das ich im letzten Herbst mit meinem Dörr-Automaten selbstgemacht habe. Falls das nicht zur Hand ist, würde ich Brühwürfel in jedem Fall sehr vorsichtig einsetzen, nachwürzen kann man immer. Nützlich fand ich auch die Übersicht mit „Mengen und Entsprechungen“, die hilft wenn Waage oder Messbecher mal nicht zur Hand sein sollten.

 Meine Erfahrungen:

 Besonders der Nudeltopf, aber auch die Pasta mit Ziegenkäse hat uns diese Woche schon sehr gut geschmeckt. Beide Rezepte waren in 30 bzw. 45 Minuten auf dem Tisch.

Kleine Bemerkung am Rande, bei „One-Pot-Pasta“ sind Aroma und Geschmack die wichtigsten Argumente, bitte erwarten Sie keine optischen Meisterwerke am Ende. Der eine oder andere farbliche Akzent, stellt sich da schon mal in den Dienst des großen Ziels und strahlt nicht mehr als wie eben kalt abgeschreckt und dann dem Gericht zugeführt.

Wer fühlt sich angesprochen?

 Für Vegetarier gibt es nicht ganz so viel Rezepte und besonders ambitionierte Hobby-Köche werden hier auch keine komplexen Rezepte finden, die sie so richtig fordern. Aber ehrlich gesagt, ist das für mich auch ein Widerspruch, bei „One-Pot-Pasta“ geht es um was ganz anderes, nämlich um aromatischen Geschmack trotz simpler Zubereitung und das Ganze auch mal ratzfatz. Eigentlich wollen wir das ja alle mal, egal wie ambitioniert wir sonst mit viel Zeit und Liebe am Herd stehen. Kochen ist ein sehr großes Hobby von mir, aber eben auch nicht mein einziges!

Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde es definitiv mit in den nächsten Wanderurlaub mitnehmen, da habe ich es nämlich gerne deftig, wenn wir nach einer anstrengenden Wanderung nach Hause kommen. Außerdem weiß man nie was man in einer Ferienwohnung an Equipment da hat.

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