Street-Food: Homemade

Streetfood

Hülsmann/Buntenkötters: Street-Food: Homemade

Fotos Oliver Brachat

Hölker Verlag

Preis: 19,95 €

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„Kulinarische Weltreise gefällig?“

 Worum geht’s – oder Verbindungen schaffen?

 Street-Food, ist weltweit zur Zeit der Renner und beschreibt schlichtweg eine Form der Esskultur, die sich auf der Straße abspielt. An Ständen, in Garküchen oder Foodtrucks werden überall auf der ganzen Welt die vielfältigsten Gerichte frisch zubereitet und verkauft. An Sie und mich, an Menschen, die keine Lust zum Kochen haben, schnell in der Mittagpause was Leckeres auf die Hand mitnehmen wollen und auch an Touristen, die sich kulinarisch einfühlen wollen in den authentischen Geschmack ihres Reiselandes. Gerne vergessen wir dabei aber, dass auch die guten alten „Rievkooche“ (auch Reiberdatschi oder Kartoffelpuffer) und anderes dazu gehören. Nicht nur Falafel, Frühlingsrollen, Pakoras etc., die unser Fernweh wecken und uns an unvergessliche Urlaube und schöne Begegnungen mit Menschen verschiedenster Kulturen erinnern, sind Street-Food. „Pastéis de Nata“ (kleine Blätterteigtörtchen) sind bei mir immer mit einem wunderschönen Urlaub in Portugal verbunden und die indischen „Pakoras“ erinnern mich an längst vergangene Zeiten am Strand von Goa.

Wer sind die Autoren?

(c) Oliver Brachat
(c) Oliver Brachat

Die Köche Antonio Buntenkötter und Torsten Hülsmann, die seit 2014 auf den verschiedensten Street-Food Festivals zu finden sind, sind zwei Jungs die sich mit Leib und Seele der guten Küche verschrieben haben. Beides gelernte Köche und weltbereist, gelingt es ihnen mit kreativen Gerichten aus Asien die Street-Food-Festivals deutschlandweit aufzumischen, auf dem Street-Food-Festival im vergangenen Jahr in Köln haben die beiden sage und schreibe 550 Portionen verkauft. Wer mal schauen will, wofür die beiden so stehen, findet Antonio und Torsten auch unter „www.strassenkueche.de“ im Netz.

Oliver Brachat arbeitet als erfolgreicher Still-Life-Fotograf in seinem eigenen Studio in Düsseldorf. Als gelernter Koch und Patissier mit langjährigen Erfahrungen in der internationalen Gastronomie, schafft er mit seinem kreativen Auge außergewöhnliche Fotografien mit viel Liebe zum Detail. Sie sind vielfach preisgekrönt und erscheinen regelmäßig in renommierten Zeitschriften und in Kochbüchern.

Wie sieht es aus?

 Vor mir liegt ein schöner wertiger Einband im breiten A5-Format mit glänzender Prägeschrift, modern und bunt. Auf dem Titel sind gleich ein paar Gerichte zu sehen, die Lust machen weiter zu gucken.

Innen geht es weiter mit einem modernen Layout, besonders bei den Rezepten, sehr übersichtlich gemacht.

Ganzseitige Rezept-Fotos geschmackvoll und Gottseidank niemals überladen.

Das Buch ist fadengeheftet und verwendet hochwertiges beschichtetes Papier.

 Was ist drin – oder Street-Food, das glücklich macht!

 Los geht es mit einer kleinen Abhandlung über nützliche Küchenhelfer. Für mich gut gemacht, auch wenn hier Sachen wie Eismaschine oder Pizzastein erwähnt werden, die nicht in jedem Haushalt vorhanden sein werden. Bei Eimaschinen gibt es inzwischen aber recht günstige Einsteiger-Modelle und ein Pizzastein ist für ca. 20 € vieler Ortens im Netz zu bestellen und auch super beim Brotbacken. Das präsentierte Pizza-Rezept wird ganz normal im Backofen gebacken.

Weiter geht es mit knapp 70 Rezepten in den Kategorien „Basics“, „Street-Food”, “Salads & Sides”, Sweets”, “Drinks“ und komplementiert wird das ganze durch eine „Rezeptübersicht“ und ein „Register“

 Im Kapitel „Basics“ finden sich allerlei Ideen für Pickles, Dips, selbstgemachte Hot-Dogs, oder Schrippen, für die es dann im Kapitel „Street-Food“ weitere Einsatzmöglichkeiten gibt. Im Idealfall kann z.B. daraus ein leckeres Backfisch-Brötchen oder ein Schweinebraten im Brötchen werden.  Auch den präsentierten „Sweet-Chili-Dip“ fand ich lecker! Ich höre viele jetzt schon murren, dass die Literflasche doch für ca. 2,– € im Asia-Supermarkt zu bekommen ist,  ja das stimmt, geschmacklich liegen zwischen diesen beiden Produkten aber Welten. Es ist auch nicht schwer oder sehr langwierig diesen Dip selbst herzustellen, also warum sich dann nicht mal an dieses Rezept wagen?

 Die zweite Runde wird mit Street-Food Rezepten aus aller Herren Länder im gleichnamigen Kapitel eingeleitet. Hier tummelt sich neben vielen sehr inspirierenden asiatischen Kreationen, wie ein malaysisches „Chicken-Curry-Laksa“, auch vieles was unsere europäischen Nachbarn unter leckeren Snacks verstehen. Wem das schon zu weit von seinem kulinarischen Fokus entfernt ist, der findet auch ansprechende Rezepte für „Rievkooche“ und auch eine schmackhafte Gulaschsuppe und allerlei Klassiker mehr.

Insgesamt lässt die Zusammenstellung bei mir keine Wünsche offen, ich habe sehr viel gefunden, was mich ungeheuer anspricht,  als erstes ausprobieren musste ich natürlich die „Pakoras mit Mango-Chutney“ schon allein wegen der alten Zeiten. Sie sind mir dank der detaillierten Anleitung wunderbar gelungen und das Rezept hat wirklich Spaß gemacht.

Was ist besonders – oder es ist der Geschmack der zählt!

Erstmal meine Einschätzung vorweg, für mich ist das schöne Buch von Antonio und Thorsten ein sehr inspirierendes Buch zum Thema, genauso stelle ich mir einen gelungenen Titel zum Thema-Street-Food vor, der sich auch hinter der prominenten Konkurrenz nicht verstecken muss!

Wer allerdings eher jemand ist, der nicht jede Menge Zeit und Leidenschaft investieren möchte in die Ergebnisse, dessen Bewertung wird sicherlich anders ausfallen, denn die Rezepte erfordern auch ein wenig Einsatz.

Street-Food hat aber hierzulande überhaupt nichts mit lieblos und schnell hergestellten Snacks zu tun. Im Gegensatz zu asiatischen Garküchen und Strandbuden, bewegen sich die Protagonisten der Szene in Europa auf hohem Niveau. Damit ist nicht nur die Hygiene gemeint, sondern es geht diesen Menschen um Qualität und Geschmack und mich haben die Autoren damit vollends abgeholt. Wenn ich wenig Zeit habe gibt es halt Pasta.

 Fazit: Für mich ein sehr gelungenes Buch zum Thema-Street-Food, dass mir viele schöne Ideen liefert und sich meiner Meinung nach, auch mit der prominenten Konkurrenz messen kann!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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