Dosa mit Kartoffel-Curry

© ZS Verlag/ Stefan Braun
© ZS Verlag/ Stefan Braun

Ouelle: Jutta Mennerich: Eat on the street

Fotos Stefan Braun

ZS Verlag

Preis: 19,99 €

Nirgendwo sonst in Europa gibt es wohl so viele indische Restaurants und Imbissläden wie in London. Kein Wunder, da Indien einst britische Kronkolonie war. Die kulinarischen Einflüsse zeigen sich bis heute und bereichern den Speisezettel auf der Insel. Dosa ist ein knuspriger, hauchdünner Pfannkuchen aus Linsen- und Reismehl, der vor allem in Südindien zum Frühstück oder als Abendessen gegessen wird. Dosas backt man auf einer gusseisernen Platte oder in einer großen Pfanne. Die Pfannkuchen gibt es mit und ohne Füllung, am bekanntesten ist Masala Dosa mit einem würzigen Kartoffelcurry.

Masala Dosa habe ich das erste Mal vor gut 20 Jahren in Goa gegessen, seitdem muss das immer sein, wenn es auf der Speise Karte angeboten wird. Selbst gemacht habe ich es leider noch nie, weil ich großen Respekt vor diesem indischen Crepe habe. Mit einer traditionellen würzigen Kartoffelfüllung, ergeben Dosas ein perfektes vegetarische Frühstück oder Mittagessen. Linsen- u. Reismehl kann man gut im Asia-Shop kaufen, alternativ selber mahlen z. B. in einer Kaffeemühle mit Schlagwerk oder noch besser in einer Getreidemühle. Die Herstellung der Dosas ist eine echte Kunst!Uum ehrlich zu sein, ich brauche hier sicherlich noch ein paar Übungsstunden, meine „hingen sehr“ an der Pfanne, deshalb habe ich Euch auch ein kleines Video herausgesucht, wie es Experten machen. Alternativ gibt es auch Rezepte, bei denen Reis und Linsen erst ca. 5 Stunden separat eingeweicht werden und diese dann anschließend mit ein wenig Wasser püriert und fermentiert werden. Das ist sozusagen der klassische Weg, der hier mit gemahlenen Mehlen und Joghurt ein wenig abgekürzt wird. Die Konsistenz des Teiges sollte dem eines Pfannkuchen-Teiges entsprechen, also ein gießbarer Teig.

 Zutaten (für 10 Portionen):

300 g Reismehl

100 g Linsenmehl

Salz

3 EL Joghurt

2 EL Ghee oder Butterschmalz

Kartoffelcurry:

 1 kg mehligkochende

Kartoffeln

1 Stück Ingwer (3 cm)

1 Chilischote

4 EL Kokosraspel

6 EL Ghee oder Öl

2 TL Senfkörner

2 TL Kreuzkümmelsamen

Salz

½ TL Zucker

1 TL gemahlene Kurkuma

2 EL gehackter Koriander

2 EL Butter

Zubereitung:

Am Vortag für die Dosas beide Mehlsorten mit 1 TL Salz in eine Schüssel geben und vermischen. 300 ml Wasser und Joghurt verrühren, zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag 1 EL Ghee in einer großen beschichtete Pfanne erhitzen. Etwas Teig in die Pfanne geben und einen dünnen Pfannkuchen backen. Er sollte goldbraun sein. Darauf achten, dass

er nicht zu dunkel wird. Auf diese Weise den ganzen Teig zu Dosas backen.

Die Pfannkuchen warm stellen.

Für das Curry die Kartoffeln 20 Minuten in Wasser garen, pellen und in Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und reiben, die Chilischote putzen und hacken. Beides mit Kokosraspeln und etwas Wasser zu einer Paste pürieren. Ghee in einem Topf erhitzen, Sen.örner und Kreuzkümmel dazugeben, unter Rühren leicht rösten. Die Kokospaste hinzufügen und gut

verrühren. Nach 1 Minute die Kartoffeln dazugeben, mit Salz, Zucker und Kurkuma würzen. Alles etwa 5 Minuten lang braten, dabei öfter umrühren. Die Dosas damit füllen, Koriander dazugeben. Dosas in der Mitte zusammenklappen und von beiden Seiten noch mal kurz in der Butter braten.

Dazu passt ein Kokosnuss-Chutney: 100 g Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett anrösten. 1 kleine Zwiebel schälen und fein hacken. 1 grüne Chilischote putzen und klein hacken. Zwiebel und Chili in 1 EL Sesamöl anbraten. ½ Bund Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter hacken. 200 g Joghurt, Koriander und Kokosraspel verrühren, die Zwiebelmischung und etwa 50 ml heißes Wasser dazugeben und pürieren. 1 EL Sesamsamen in einer Pfanne rösten. Unter das Chutney rühren und mit Salz würzen.

Fazit: An der Dosa-Produktion muss ich definitiv noch arbeiten, das ist Handwerk und will erlernt werden. Ich empfehle auch allen mit dem Wasser vorsichtig zu sein, wenn der Teig zu flüssig ist, hat man verloren. Ansonsten fanden wir es geschmacklich gut. Es macht aber auch in jedem Fall Sinn bei einem so komplizierten Rezept ein wenig Internet-Recherche zu machen, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie alles aussehen soll. Für meinen Geschmack ist eine Prise Backpulver hier auch nicht verkehrt, kurz vorm Ausbacken hinzu gegeben, kann das sicherlich noch mal was bringen.

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