Pizza Margherita für jeden Tag

© Deb Perleman
© Deb Perleman

Quelle:  Deb Perelman: Eine kleine Küche in New York

Berlin Verlag

Preis: 29,90 €

Pizza Margherita gehört nach Deb‘s Ansicht nach zu den tollsten Kunststücken, die man in seiner Küche zaubern kann; zum einen, weil zwischen der Margherita, die es in den meisten Pizzabuden gibt, und der Margherita, die man selber machen kann, ein himmelweiter Unterschied besteht, zum anderen, weil man sie nach eigenem Gusto gestalten kann, ganz so, wie man sie gern hätte. Hinzu kommt, dass sie denkbar unkompliziert ist; statt einer langen Liste spezieller Zutaten benötigt man lediglich eine Dose passierte Tomaten, etwas Käse sowie Mehl und Hefe, die man im Gefrierschrank vorrätig hat (denn dort gehört Hefe hin), um mit wenig Aufwand eine grandiose Pizza auf die Beine zu stellen.

Diese Pizza, das verspricht  sie, können Sie nach der Arbeit zu Hause im Nu zubereiten und schon knapp neunzig Minuten später genießen. Manchmal, wenn ihr nach Angeben zumute ist, dauert die Zubereitung bei ihr gerade mal 60 Minuten, doch sie rechnet  sie trotzdem immer 90 Minuten ein, um sich in der überschüssigen Zeit in Ruhe ein Glas Wein zu genehmigen. (Und eigentlich schafft sie es immer in 60 Minuten.)

Dieses Rezept hat einen Dauerplatz an ihrer Kühlschranktür, zur Erinnerung daran, dass es auf die ewige Frage »Was kann ich heute Abend bloß kochen, obwohl ich nichts Frisches eingekauft habe und auch keine Lust hat, jetzt noch mal loszuziehen . . .?« immer eine gute Antwort gibt.

Zutaten: (Ergibt eine rechteckige Pizza, 23 × 33 cm, die, zusammen mit einem großen Salat, für 2 Erwachsene und 1 Kleinkind reicht)

Maisgrieß zum Bestreuen

⅓ Tasse (85 g) passierte Tomaten

oder ½ Tasse (130 g) geschälte Tomaten aus der Dose, annähernd glatt püriert

Salz

Chiliflocken

1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt

einige Tropfen Rotweinessig (optional)

Prise Zucker (optional)

ein Pizzateig à 340 g, verarbeitungsfertig

Zutaten für den Teig, wenn man es eilig hat: (ergibt einen Teig à 340 g, ausreichend für eine dünne Rundpizza, Ø 30 cm, oder eine rechteckige Pizza, 33 × 23 cm)

½ Tasse warmes Wasser (43–46 °C)

1 ¼ TL Trockenhefe

1 ½ Tassen (190 g) Weiß- oder Brotmehl sowie Mehl für die Arbeitsfläche

1 TL Salz

Olivenöl zum Einfetten der Schüssel

115 bis 140 g Mozzarella, gerieben

(etwa 1 bis 1 ¼ Tasse), in Stückchen gezupft oder in sehr dünne Scheiben geschnitten

einige Blatt frisches Basilikum, in Stückchen gezupft

1 Handvoll geriebener Parmesan oder Pecorino Romano zum Bestreuen

Zubereitung Teig:

Die Rührschüssel mit Olivenöl einfetten, den Teig wieder in die Schüssel legen und mit Klarsichtfolie abdecken. In den vorgewärmten Backofen stellen und 30 Minuten gehenlassen, oder so lange, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat. Schüssel mit dem Teig herausnehmen und Backofen nun gegebenenfalls vorheizen, gemäß den Angaben in Ihrem Rezept. Backofen fünf Minuten lang bei 90 bis 110 °C (Umluft 70 bis 90 °C) anwärmen; dann wieder abschalten. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche (falls Sie ihn ausrollen wollen), eine Pizzaschaufel oder ein vorbereitetes Backblech geben und entsprechend Rezept weiterverarbeiten.

Zubereitung Pizza:

Backofen auf höchste Temperatur vorheizen. Eine Back- bzw. Bratenform mit hohem Rand (ihre misst 23 × 33 cm) mit Maisgrieß bestreuen und beiseitestellen. Tomaten, einige Prisen Salz, eine Prise Chiliflocken sowie Knoblauch in einem Schälchen verrühren. Nach Belieben abschmecken; etwas Essig oder eine Prise Zucker können für das Aroma passierter Tomaten mitunter Wunder wirken. Teig in der vorbereiteten Form platt drücken und auseinanderziehen, bis die Form ungefähr ausgefüllt ist — keine Sorge, der Teig kann ruhig unregelmäßig dick verteilt sein und braucht kein perfektes Rechteck zu bilden. Etwaige Löcher schließen. Tomaten auf dem Teig verteilen, dabei einen kleinen Rand lassen, und anschließend mit Mozzarella belegen. Pizza 7 bis 10 Minuten backen, bis der Käse blasig zerlaufen und ein wenig angebräunt ist. Mit Basilikum und Parmesan (oder Pecorino Romano) bestreuen und direkt in der Form in Stücke schneiden.

Anmerkung von Deb:

Lust auf zusätzlichen Belag? Dazu kommt jede Art Gemüse in Betracht, das gerade zur Hand ist — Spinat, Grünkohl, Rosenkohl, Paprika, Brokkoli, sogar abgetropfte Artischocken aus der Dose — und das, in dünne Scheiben geschnitten, auf der Pizza verteilt wird. Champignons sautiere ich gern kurz, ehe ich sie verwende, damit sie im Ofen nicht austrocknen. Mehr als ½ Tasse Belag würde ich allerdings nicht empfehlen, damit die Pizza nicht unnötig beschwert wird. Dünne Scheiben Prosciutto oder Salami verwende ich auch sehr gern, weil sie im Ofen schön knusprig werden.

Wir fanden es lecker und toll, dass die Autorin so detailverliebt ist, wenn es um das optimale Ergebnis mit möglichst wenig Aufwand geht!

 

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