Pad Ka Prao (Tulsi mit Aubergine)

© Claire Winfield
© Claire Winfield

Quelle: Jackie Kearney: VegAsia

Fotos Claire Winfield

Hölker Verlag

Preis 22,95 €

Ein wirklich klassisches und einfaches Thai-Gericht ist pfannengerührtes Tulsi. Spart nicht am Basilikum und verwendet die richtige Sorte*, denn europäisches Basilikum schmeckt anders. Die beste Version dieses Gerichts hat Jackie auf dem Nachtmarkt in Phitsanulok gegessen. Lecker und einfach, das Basilikum sollte aber definitiv aus dem Asia-Markt kommen. Die richtige Sorte heißt Kaprao und ist in gut sortierten Asia-Läden erhältlicht, wenn es auch nicht so bekannt und beliebt ist wie das Hopara-Basilikum (süßes Basilikum, das einen anis- und lakritzartigen Geruch hat und für mich hier ebenso gut funktioniert.) Und falls sich jemand wundert, wir fanden 4 Knoblauchzehen total OK hier, die Note des Gerichts ist knoblauchlastig, scharf und fischig durch die Austernsauce. Bei solchen aromastarken Zutaten, braucht es Partner, die da von der Intensität mitbieten können. Wem es zuviel ist, der nimmt halt weniger, für mich wäre das dann aber fad und entspricht nicht mehr der klassischen Rezeptvorlage.

Zutaten (für 2 Portionen):

EL Erdnuss- oder Pflanzenöl

1 Aubergine, längs halbiert, in 5 mm dicken Scheiben

4 Knoblauchzehen, geschält, zerdrückt

4 Frühlingszwiebeln, in Ringen

2 große rote Chilischoten, in feinen Ringen

3 – 4 EL helle Sojasoße

2 EL dunkle süße Sojasoße

2 EL vegetarische Austernsoße**

25 Blätter Tulsi (Kaprao oder indisches Basilikum)

*Kaprao hat einen Nelken- bis Pimentgeruch  („Indisches Basilikum“) und wird normalerweise häufig beiWok-Gerichten und zu gebratenem Fleisch mit viel Knoblauch verwendet. P:S. im Asia-Laden fragt man am besten nach Kaprao, der Begriff „Indisches Basilikum“ sorgt häufig für Irritationen und Missverständnisse.

** Austernsauce wird auf der Basis von Austernfleischextrakt hergestellt. Hinzu kommt Sojasauce, die mit Zucker, Knoblauch, Salz und Karamell eingekocht wird. Zusätzliche Bindung erhält die Austernsauce durch Mehl und Maisstärke. Es gibt auch eine vegetarische Variante der Austernsauce. Sie wird aus Shiitake-Pilzen hergestellt. Ich war hier allerdings nicht ganz so streng und habe die nicht vegane Sorte benutzt, die ich immer zu Hause habe.

Zubereitung:

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Aubergine bei mittlerer Temperatur rundherum goldbraun braten. Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Chilis zufügen und unter Rühren weitere 2 Min. braten. Soja- und Austernsoße zufügen und weitere 2 Min. braten. Vom Herd nehmen und abschmecken. Das Basilikum unterheben.

Mit gedämpftem Reis und je 1 EL Nam Prik Pao (thailändische Chilikonfitüre servieren. Auch dazu gibt es ein leckeres Rezept im Buch, ist aber auch als Chilipaste im Asia-Laden erhältlich.

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