Das Prinzip Puffer

© Nicola Walsh

Quelle: Matthias F. Mangold: Das Prinzip Kochen

Fotos Nicola Walsh

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 24,99 €

Geraspelte Kartoffeln oder andere Gemüse werden in der Pfanne zu knusprigen Fladen gebraten.

Der Prototyp Kartoffelpuffer: Sie werden auch Reiberdatschi oder Reibekuchen genannt und sind – außen kross und innen saftig – einfach unwiderstehlich. Beginnt man erst einmal, sie zu essen, ist ans Aufhören kaum noch zu denken.

Der Clou bei der Herstellung: Die rohen Kartoffeln direkt in ein Sieb raspeln, kräftig ausdrücken und dabei die Flüssigkeit in einer Schüssel auffangen. Die Kartoffelstärke setzt sich nun weißlich am Boden ab, und wir geben sie nach vorsichtigem Abgießen der übrigen Flüssigkeit wieder zu den Kartoffeln. Damit haften die Raspeln besser aneinander. Profis legen das Sieb vorher mit einem Mulltuch aus. So lassen sich die Raspeln noch leichter ausdrücken. Zum Braten Puffer portionsweise in heißes Fett geben und flach drücken. Sind sie zu dick, werden sie außen zu dunkel und sind innen noch nicht durch.

In der Hauptrolle: Kartoffeln. Mehligkochende enthalten mehr Stärke als festkochende, deshalb sind sie für Puffer besonders gut geeignet. Natürlich ist es clever (und schonend für die Fingerkuppen), mit eher größeren als kleineren Kartoffeln zu hantieren. So lassen sie sich schneller und leichter schälen und reiben. Für guten Zusammenhalt der Raspeln sorgt neben der Kartoffelstärke auch noch ein Ei. Der untergemischte Joghurt macht die Puffer etwas fluffiger und cremiger, er ist aber nicht unbedingt notwendig.

Zutaten:

1,2 kg mehligkochende Kartoffeln

2 EL Naturjoghurt

1 Ei

1 EL Speisestärke

Salz, Pfeffer

Muskatnuss

6 EL Öl

Zubereitung:

Naturjoghurt, Ei, Speisestärkepulver, Salz, Pfeffer und 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss zu den Kartoffeln geben und gut durchmischen.

Für die erste Portion Puffer 2 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. 2–3 Kleckse Kartoffelmasse in die Pfanne geben, mit dem Pfannenwender flach drücken und in 2–3 Min. an der Unterseite goldbraun braten. Dann die Puffer wenden und weitere 2–3 Min. braten. Fertige Kartoffelpuffer aus der Pfanne nehmen. Aus der übrigen Masse ebenso in jeweils 2 EL Öl weitere Kartoffelpuffer braten, bis alles aufgebraucht ist. Puffer am besten frisch aus der Pfanne essen.

Für meinen Test hatte ich mir vorgenommen, ich probiere all das aus, was ich sonst nicht selbst zu Hause mache. Die Puffer waren sehr gelungen, habe diese wie empfohlen gleich die doppelte Menge gemacht, lohnt sich einfach, die lassen sich wunderbar einfrieren. Von jetzt an nur noch selbstgemachte Kartoffelpuffer bei uns. Dazu die Puffer wie beschrieben zubereiten, allerdings nicht ganz durchbraten, höchstens knapp 2 Min. pro Seite. Dann aus der Pfanne nehmen, abkühlen lassen und in TK-Beuteln auf Vorrat einfrieren. Nach dem Auftauen einfach fertig braten – die Puffer schmecken dann wie frisch gemacht!

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2 Gedanken zu “Das Prinzip Puffer

  1. Habe Puffer aus meiner Kindheit auch vor ein paar Jahren für uns wiederentdeckt. Sie gehen übrigens ebenfalls vegan ohne Ei ziemlich gut, ebenfalls Möhrenraspeln passen klasse und dazu nicht nur Apfelmuss, sondern mal Räucherlachs und Kräutercrme probieren. Schmeckt einfach klasse 🙂

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