Shaking Salad Low Carb

shakingsaladlowcarb_cover_karinstoettinger_brandstaetterverlagKarin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 15,99 € (E-Book)

She makes your Salad savory!

 Wer sich wundert, ob ich noch der deutschen Sprache mächtig bin, ich denke schon, hier handelt es sich um eine Persiflage auf ein Fitness-/Ernährungs-Programm ( I make you…..) von einem fernsehbekannten Tanztrainer. So kann man es auch machen, sich quälen, verzichten und dafür noch viel Geld zahlen, es geht aber auch deutlich besser, Karin Stöttinger ist Shaking-Salad-Expertin und in ihrem zweiten Buch beschäftigt sie sich auch wieder damit, diesmal allerdings in der Low-Carb Variante.

Trendsetterin oder Geschmacksverliebte, für mich am liebsten beides!

 Weihnachten ist vorbei, die Hosen zwicken und die Brigitte-Diät tue ich mir nicht an. Diese Mini-Portionen sind absolut nichts für mich und Kalorien habe ich auch noch nie gezählt, da krieg ich extrem schlechte Laune und Familie und Kollegen würden ihre Probleme mit mir bekommen. Für Trends habe ich nur was über, wenn sie mir auch Lustgewinn versprechen und Low-Carb war ich bisher auch nicht. Das Leben ist kurz und ich will es genießen, auch wenn es schön wäre, dass die Hosen bald wieder richtig sitzen und es nicht bei jedem Schritt irgendwo kneift.

Gottseidank – kein Diät Guru, der mich zeigen will, auf was ich alles verzichten muss!

 Karin Stöttinger ist Bloggerin und für Geschmacksmomente bekannt. In einem Surfurlaub in Spanien machte sie die Bekanntschaft mit dem Shaking-Salad-Prinzip und es war Liebe auf den ersten Blick, seitdem tüftelt sie unentwegt an Rezepten und hat bereits erfolgreich ein Buch zum Thema veröffentlicht. Diäten sind auch nicht ihr Ding, den Neopren-Anzug kann man nicht beschummeln, der Dehnfaktor ist gleich null und auch im Hochzeitskleid wollte Karin eine gute Figur machen. Genießen und wenig bis gar keine Kohlehydrate in Verbindung mit Sport haben bei ihr sehr gut funktioniert.

Was ist drin?

– oder so taugst auch für mich!

Die Autorin präsentiert,  rund 60 Rezepte, ob vegetarisch oder vegan, mit Fisch, Fleisch oder süß als Dessert – bei diesen Salaten ist für jeden etwas dabei. Bewusst verzichtet wird nur auf stark kohlenhydrathaltige Zutaten. Es gibt Salate to-go, die zu allererst schmecken, toll aussehen und mit ebenso vielen raffinierten Dressings-Ideen optimal verfeinert werden, muss ja nicht nur Essig und Öl sein, wenn man seinen inneren Schweinehund ein wenig austricksen will, dann bitte mit Überraschung und Geschmack. Und wenn auch Schweinbauch und Würstl dabei sind, dann bin ich gerne dabei.

Salatbaukasten, oder diese Autorin denkt  praktisch und kann auch flexibel!

 Salate, die ihre besten Zeiten bereits hinter sich haben, können uns gestohlen bleiben, denn schlaffe Blätter, die bereits im Dressing ersoffen sind, bevor wir sie zu sehen bekommen, gibt es bei Karin nicht. Muss ja auch nicht sein, aber was tun, wenn man abends müde und hungrig aus dem Büro heim kommt. Salat waschen, schleudern und jetzt auch noch Dressing machen, bei mir eindeutig ein K.-o.-Kriterium, wo der Salat regelmäßig auf der Strecke bleibt.

Kantinen-Kalorien austricksen oder witzige Gästebewirtung im Glas, hier ist vieles möglich!

Dressing einfach mit dem Öl seiner Wahl und dem Zuckersatz den man selbst favorisiert vorbereiten, Salat waschen, schleudern und den weiteren Zutaten aus Karins spannenden Salat-Kreationen in Glasbehälter einfüllen und ab in den Kühlschrank oder auch gerne mit ins Büro, so lassen sich die geschmacksarmen Kantinen-Kalorien wunderbar austricksen oder auch auf witzige Art Gäste bewirten. Bei Karin Stöttinger freuen sich auch die Büro-Kollegen über leckere und spannende Salate in der Mittagspause und ihre Gäste fanden das persönliche Salat-Glas mit Namen nicht nur lecker, sondern auch sehr originell. Dressings gibt es dazu und jeder bedient sich einfach nach Lust und Laune und Lieblingsgeschmack.

Mal fünf gerade sein lassen, auch das gehört dazu!

 Manchmal darf man auch mogeln, wir haben es hier schließlich mit einer Geschmacks-Setterin und nicht mit einem strengen Fitness-Trainer zu tun. In der Rubrik „Cheat Meals“ können wir auch mal über die Stränge schlagen, denn Low Carb ohne Cheat Meals, das ist ein bisschen wie Salat ohne Dressing, furchtbare Vorstellung. „Cheat Meals“ heißen bei Frau Stöttinger Schlemmermahlzeiten, mit denen Ihr die Low-Carb-Ernährung unterbrechen können, um ihren Stoffwechsel anzukurbeln und Gelüste auf all das stillen, was bei Low Carb tabu ist. Die Grundregel bei Karin lautet: Es gibt keine Regel, alles ist erlaubt. Wie häufig „Cheaten“ sinnvoll ist, ist individuell unterschiedlich, am besten nach dem eigenen Gusto entscheiden.

Kostprobe gefällig – oder was gibt es denn eigentlich?

 Bergkäse mit Rucola und Birne

Steinpilz-Frittata mit Pecorino und Basilikum-Sauerampfer-Salat

Chiogga-Rüben mit Pilzen und Brombeeren

Pizza-Gnocchi mit Champignons

Feigen-Sellerie-Salat mit Nüssen u. Holunderdressing

Jakobsmuscheln mit Himbeeren u.  Macadamianüssen

Thai-Gurkensalat mit gerösteten Erdnüssen, gebratenen Garnelen und Koriander

Mandelmehlkuchen mit Zitronenthymian

Pecannusscrumble mit Meerrettichcreme und Erdbeeren

Nürnberger Bratwürstchen mit weißen Bohnen

Zucchini-Paprika-Gemüse mit Speck u. Pfeffercrumble

Asia-Nudeln mit Aprikosen u. gebratener Hühnerbrust

Datteln mit Orange, Pomelo, Grenadinesirup und Schokoerde

Wo anfangen, bzw. wo aufhören, mir ist die Auswahl so schwer gefallen!

Was hat mich begeistert?

Genießen ist angesagt, Kalorienzählen war gestern!

 Karin Stöttingers Rezepte sind ungeheuer kreativ, ich habe eigentlich keins gefunden was mir persönlich nicht schmecken würde oder an langweilige und genussfeindliche Diät-Kost erinnert, denn ihr geht es wirklich um Geschmackserlebnisse, deshalb hat man gut daran getan hier auf Nährwert- oder Kalorienangaben zu verzichten, denn Karins Salate können überraschen und machen Spaß, optisch und kulinarisch sowieso. In erster Linie ist dieses Buch deswegen ein Genussbuch, es auf die Diätschiene zu reduzieren macht einfach keinen Sinn, dafür sind Karins Rezepte einfach zu spannend! Diese Rezepte sind allerdings auch manchmal komplex und fordern mal Einsatz,  Karin ist gemacksverliebt, deshalb kann man bedenkenlos jedes ihrer Rezepte seinen Gästen servieren, denn hier wird richtig gekocht und auf Fertigbrühen & Co. verzichtet, auch wenn das ein bisschen mehr Arbeit macht.

Jede Menge kreative Einfälle, alles kann, nichts muss!

 Als berufstätige Mutter denkt sie praktisch, vieles lässt sich wunderbar vorbereiten und ihre Ideen für Dressings sind nicht in Stein gemeißelt, sondern stellen nur Anregungen dar, die Bandbreite an Ölen ist groß, nichtsdestotrotz ist hier alles nur als Option gedacht, wer es nicht zu Hause hat, nimmt einfach eins das vorhanden ist, es werden auch viele Austausch-Tipps gegeben.

Für wen ist das was?

 Mir gefällt das Buch super und ich esse nicht nur Salatblätter oder bin eine Low-Carb-Fanatikerin, ich bin Genießerin und möchte es auch bleiben. Geschmack hat für mich die oberste Priorität und ich koche gerne, probiere auch oft was Neues aus und vermeide – wo es möglich ist – Fertigkram. Wenn ich dabei auch noch das eine oder andere Kilo abnehmen kann wunderbar, dazu sage ich nicht nein. Wer das für sich auch unterschreiben kann, ist hier richtig! Wobei ich die vielen kreativen Ideen von Karin beeindruckend finde, ich möchte das Buch deshalb keinesfalls auf ein Diät- oder Trendbuch reduziert wissen, in diesem Buch werdet Ihr auch noch Jahre nachdem der Trend schon wieder von einem anderen abgelöst worden ist, tolle Rezepte finden, die Ihr gerne immer wieder auch Euren Gästen servieren könnt. Ein bisschen Kocherfahrung und Muße ist von Vorteil, auch wenn uns die Autorin viele praktische Tipps zum Vorbereiten mit auf den Weg gibt.

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

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