Rosen-Honig-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

In Indien wird nach dem Essen oft gulkand serviert, eine Konfitüre mit Rosenblütenblättern. Sie wird meist in Betelnussblättern gereicht, ist ein würziger Munderfrischer und fördert die Verdauung. Dieser Kuchen ist inspiriert von dieser würzig-lieblichen Kombination. Mir gefällt, wie der Anis-Kick des Fenchels das Aroma des Rosenwassers ausbalanciert und seinem Geschmack Finesse verleiht. Durch die Fenchelsamen und Rosenblüten erhalten Creme und Glasur sowie der feste Honig-Mandel-Kuchenteig etwas überraschend Knuspriges. Wer keine Creme Double nimmt, sollte eine Mischung aus Mascarpone und geschlagener Sahne verwenden, wobei der Sahneanteil etwas höher sein kann. Ich persönlich fand hier aber die Creme Double passend, auch wenn das nicht ganz billig ist. Rosenwasser bitte nur von allerbester Qualität, da ist in meinen Augen der Asia-Shop nicht die beste Einkaufsquelle, die billigen Qualitäten schmecken recht schnell seifig. Rosenblätter habe ich mir in Bio-Qualität im Internet besorgt. Die Torte ist nicht nur richtig lecker, sondern macht auch noch was her, ohne die Gelegenheitsbäckerin, wie ich, zu überfordern.

Zutaten (ergibt 10 – 12 Stücke):

Für den Teig

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

100 g brauner Zucker

100 g klarer Honig

100 g Mehl

100 g gemahlene Mandelkerne

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

4 Eier (Größe L)

1 TL Rosenwasser

Für die Rosenmischung

20 g getrocknete Rosenblütenblätter

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett

geröstet

½ TL gemahlener Kardamom

4 EL feiner Zucker

Für die Füllung und Glasur

300 g Crème double

2 EL feiner Zucker

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett geröstet, leicht zerstoßen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Zwei Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel alle Zutaten für den Teig mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen 10 Minuten auskühlen, dann auf einem Kuchengitter völlig erkalten lassen.

Für die Rosenmischung alle Zutaten in einem Topf verrühren und bei niedriger Temperatur 2 – 3 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, vom Herd nehmen, noch einmal gut umrühren und zum Abkühlen beiseitestellen.

Für die Füllung die Crème double und den Zucker in einer Schüssel verschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Fenchelsamen unterziehen.

Zum Zusammensetzen der Torte einen Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und die Hälfte der Füllung darauf verstreichen. Mit der Hälfte der Rosenmischung bestreuen. Den zweiten Kuchen darauflegen, die übrige Creme darauf verstreichen und die restliche Rosenmischung darüberstreuen. Vor dem Servieren die Torte 10 Minuten bei Raumtemperatur durchziehen lassen.Sie hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

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5 Gedanken zu “Rosen-Honig-Torte

  1. Das scheint ein spannendes Backbuch zu sein, dass du da vorstellst, liebe IRA. Die Rezepte gefallen mir gut.
    Überhaupt wählst du jedes Mal interessante Kochbücher aus. Es macht wirklich Spaß, Deinem Blog zu folgen. Danke dafür, Wili

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    1. Vielen Dank, es macht Spaß sich mit einem Buch auseinanderzusetzen, nachzukochen und zu rezensieren, wenn man viel Neues erfährt und das ist hier der Fall! Das Thema ist total unterversorgt im Kochbuch-Bereich, was man ja nicht von sehr vielen Themen sagen kann. Ich schaue immer mal was den Kollegen auf der Insel gefällt, weil die oft noch viel innovativer und kreativer sind im Kochbuch-Bereich und habe wirklich schon gespannt auf die Übersetzung gewartet.

      Gefällt 2 Personen

      1. Stimmt, ich kenne bisher auch keine gute Sammlung orientalischer Back- und Süßspeisen. Dieses hier enthält ja bereits viele neue Rezepte, dabei wissen wir hier noch so wenig über die traditionelle Backkunst. Vielleicht ist das eine gute Idee für ein erstes Buch 😉
        Rezepte hätte ich genug. Würdest du mich bei einem solchen Projekt unterstützen?

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      2. Liebe Wili,

        ich habe das leider erst jetzt gesehen, hatte vor dem Urlaub und danach jede Menge Stress im Büro. Wenn ich Dir helfen kann gerne, ich bin allerdings keine Autorin und habe hier keinerlei Ambitionen, wäre in meiner aktuellen Lebensítuation auch einfach nicht zu schaffen. Ich rezensiere unheimlich gerne und sehe dabei jeden Tag, wie zeitaufwendig das ist, wenn ich meinen Lesern hier etwas bieten will und auch mir einen Gefallen tue und neben dem Kochen auch noch umfassende Recherche betreibe. Man stellt sich das ja nicht so vor, wenn man einen Blog anfängt und das ist ja auch gut so, sonst wäre es vielleicht gar nicht soweit gekommen.

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