Marokkanischer Hähnchensalat mit Aprikosen

© Tam West

Saftiges Hähnchenfleisch, würzige Marinade (Ich bin definitiv Piment-Fan geworden!) süße Aprikosen, verbunden durch ein wunderbar cremiges Dressing und on top crunchy Nüsse und ein bisschen Aroma-Kick durch die Kräuter. Das gefiel allen am Tisch wunderbar! Und ja Mayonnaise kann man auch selber machen.

Der König aller Hähnchensalate! Er ist eine vollwertige Mahlzeit, sieht wunderschön aus, schmeckt sensationell gut, macht viele Esser satt und ist, selbstverständlich, perfekt, wenn Gäste kommen. Es müssen nur ein paar kleine Dinge im Voraus zubereitet werden, der Rest geht dann sehr schnell. Wenn ihr möchtet, könnt ihr Reis statt Couscous verwenden – dann habt ihr auch ein glutenfreies Gericht. Und wenn ihr es etwas schärfer mögt, mischt ein paar Chiliflocken unter die Marinade.

Zutaten (für 6–8 Portionen):

 Aprikosen:

350 ml Orangensaft

50 g Honig

150 g getrocknete Aprikosen,

geviertelt

Hähnen und Marinade:

1 kg Hähnchenschenkelfilets

(ohne Haut und Knochen)

60 ml natives Olivenöl extra

3 TL gemahlener Kreuzkümmel

3 TL gemahlene Koriandersamen

2 TL Paprikapulver

2 TL gemahlene Kurkuma

je 1 Prise gemahlener Piment,

Ingwer und Muskatnuss

¼ TL gemahlener Zimt

je ½ TL schwarzer und weißer

Pfeffer aus der Mühle

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Salz

Pflanzenöl zum Braten

Dressing:

Blätter von 1 Bund Koriandergrün, frisch gehackt

60 g Naturjoghurt

60 g Mayonnaise (siehe unten)

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

Salz und schwarzer Pfeffer

aus der Mühle

Zum Fertigstellen:

100 g Mandel- oder

Pistazienkerne, grob gehackt

Salz

1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

Saft von 1 Zitrone

250 g Couscous

200–300 g Babyspinat

Blätter von 1 Handvoll Minze, frisch gehackt

Petersilienblättchen oder Koriandergrün zum Garnieren

Zubereitung:

Orangensaft und Honig in einem kleinen Topf erhitzen. Gut verrühren und die Aprikosen untermischen. In eine Schüssel oder einen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss füllen und im Kühlschrank 1 Stunde, besser über Nacht, kalt stellen. Vor dem Servieren abtropfen lassen.

Das Hähnchenfleisch mit den Zutaten für die Marinade sorgfältig in einer Schüssel vermengen und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.

Den Grill oder eine Pfanne vorheizen und fetten. Das Fleisch von einer Seite goldbraun anbraten. Dann wenden, die Temperatur auf mäßig-schwache Hitze reduzieren und das Hähnchen noch etwa 10 Minuten weiterbraten, bis es gar ist. Zwischenzeitlich ein weiteres Mal wenden. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, dann in Alufolie wickeln, beiseitelegen und 5–10 Minuten ruhen lassen.

Die Zutaten für das Dressing sowie 3 EL des Orangen-Aprikosen-Safts in einer kleinen Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Mandeln in einer kleinen Pfanne ohne Fett ein paar Minuten aromatisch rösten. Leicht salzen und beiseitestellen.

In einer kleinen Schüssel die Zwiebel mit einer ordentlichen Prise Salz und dem Zitronensaft mischen. Überschüssige Flüssigkeit kurz vor dem Servieren ausdrücken.

Den Couscous laut Packungsanweisung garen, bei Bedarf abgießen und in eine große Schüssel füllen. Mit Zwiebelringen, Spinat, Minze, den abgetropften Aprikosen und 2 EL Dressing vermischen. Auf einer Servierplatte anrichten.

Das warme Hähnchenfleisch in Scheiben schneiden und auf dem Couscous arrangieren. Den beim Ruhen ausgetretenen Saft über das Fleisch geben. Mit dem restlichen Dressing beträufeln und mit

gerösteten Mandeln und frischen Kräutern garnieren.

Arbeitszeit: 1 Stunde, plus

1–24 Stunden marinieren

Garzeit: 30 Minuten, plus

10 Minuten ruhen

Mayonnaise und Aïoli

Mayonnaise funktioniert ziemlich einfach mit dem Stabmixer, schaut einfach mal hier

Ich bin der Meinung, jede Hobbyköchin und jeder Hobbykoch sollte die Zubereitung dieser beiden beliebten Würzmittel beherrschen. Es ist nicht schwer, und wenn man sie selbst macht, hat man am Ende ein wirklich reines Produkt. Industriell produzierte Mayonnaise und Aïoli enthalten meist Konservierungsmittel, Stabilisatoren und minderwertiges Öl. Noch schlimmer: In »low fat« Produkten sind oft gemeine Stärke, Zellulosegel oder andere Zusatzstoffe enthalten, um die Textur der Vollfett-Varianten zu simulieren. Macht sie besser selbst und genießt das einzig Wahre.

In der Küchenmaschine Ei, Eigelb und Dijonsenf etwa 10 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse mixen. (Alternativ eine große Schüssel zuerst mit heißem Wasser füllen, um sie aufzuwärmen – so wird die Mischung besser andicken –, dann sorgfältig abtrocknen und die Zutaten hineingeben. Jetzt wird nur noch ein Schneebesen benötigt sowie Kraft und Ausdauer im Unterarm.)

Das Öl in einem Messbecher oder einer kleinen Kanne, aus dem/der es sich gut ausgießen lässt, bereitstellen. Die Küchenmaschine weiter laufen lassen und das Öl in möglichst feinem Strahl langsam in die Eiermasse gießen. Wird das Öl zu schnell untergemischt, emulgieren die Zutaten nicht, d.h. die Masse dickt nicht an. Nach etwa der Hälfte des Öls sollte die Masse andicken. (Wird die Mayonnaise per Hand aufgeschlagen, muss das Öl teelöffelweise zugefügt werden.)

Die zweite Hälfte des Öls kann etwas schneller zugefügt werden. Zum Schluss mit einem Teigschaber die Masse von den Innenseiten der Schüssel lösen und alles erneut kurz mixen. Es sollte eine sehr dickflüssige Mayonnaise entstanden sein. Den Zitronensaft untermischen und mit einer ordentlichen Prise Salz und Pfeffer abschmecken. Die fertige Mayonnaise lässt sich bis zu 2 Wochen in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. (Orientiert euch auch am Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier – bis dahin sollte die Mayonnaise auch in Ordnung sein.)

Aïoli

Aïoli wird im Grunde genommen genauso zubereitet wie die Mayonnaise, nur wird im ersten Schritt zusammen mit Eiern und Senf eine Zehe zerdrückter Knoblauch mit püriert. Für einen wärmeren, weniger scharfen Geschmack gerösteten Knoblauch verwenden.

Arbeitszeit: 20 Minuten

Ergibt etwa 400 g

Chelsas Tipp:

Das verwendete Öl macht das Endprodukt aus.

  • Traubenkernöl ist wegen seines neutralen Geschmacks eine gute Wahl. Für mehr Aroma ersetzt 60 ml davon durch natives Olivenöl extra.
  • Rapsöl ist neutral im Geschmack und daher gut für dieses Rezept geeignet. Nach Belieben könnt ihr die Hälfte durch leichtes Olivenöl ersetzen.
  • Ausschließlich Olivenöl (gilt auch für extra natives) zu verwenden macht sich gut, wenn man den  Geschmack von Olivenöl liebt, viele empfinden es in Mayo aber als zu streng.     Ich empfehle, es         1:1 mit neutralem Pflanzenöl zu mischen.

3 Gedanken zu “Marokkanischer Hähnchensalat mit Aprikosen

    1. Wir fanden es sehr lecker, wenn ihr es ähnlich seht, freut mich das, die Köchin aus Neuseeland hat es angerichtet und sie verzichtet – für mich zum Glück – auf Fertigkram!

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