Davis: Südtoskana – die echte Küche

Davis: Südtoskana – die echte Küche

Authentische traditionelle Rezepte

Fotos: Lauren Bamford

Hölker Verlag

Preis: 29,95 €

Toskana, von einer Seite, die wir wirklich noch nicht gesehen haben – geht das überhaupt noch?

Wer ist die Autorin?

 Emiko Davis hat einen australischen Vater, eine japanische Mutter, verbrachte ihre Jugend in China, studierte in den USA und ließ sich auf all diese verschiedenen Kulturen ein, erlernte ihre Sprachen und auch ihre Art zu kochen. Seit über 10 Jahren ist sie nun in Italien zu Hause. Mit einem Koffer und dem Plan, drei Monate lang in einem Atelier für Radierungen zu hospitieren, kam sie als zwanzigjährige Kunststudentin nach Florenz. Ein paar Jahre später konnte sie ihrer Sehnsucht nach Florenz nicht mehr widerstehen und kehrte in die Stadt zurück. Sie lernte gründlich Italienisch machte eine Ausbildung zur Restauratorin, jobbte in einem Foto-Studio und lernte einen besonders charmanten Toskaner namens Marco kennen. Ihre Begeisterung für die italienische Küche veranlasste sie, eine Digitalkamera zu kaufen und 2010 einen Blog zu starten, in dem sie traditionelle toskanische Rezepte vorstellte. Nach einem längeren Aufenthalt in Porto Ercole (Maremma-Küste) in 2015 kehrte Emiko mit ihrer Familie nach Florenz zurück. Sie kocht immer noch begeistert und schreibt für ihre Kolumne über italienisches Essen bei der New Yorker Website Food 52 sowie für andere Publikationen. Dieses ist ihr zweites Kochbuch.

Ein Landstrich wird kulinarisch endlich entdeckt!

 Die Costa d’Argento (Silberküste) verdankt ihren Namen vermutlich dem silbrig schimmernden Sand ihrer Strände. Im Hinterland liegen das für seine heißen Quellen berühmte Saturnia und das mittelalterliche Pitigliano, das über ein reiches jüdisches Erbe verfügt. In dieser Region der Maremma, die näher an Florenz als an Rom liegt, entwickelte sich eine Küche, die weitgehend von Fischern, Jägern, Bauern und Rinderhirten beeinflusst wurde. Es ist eine Region, die reich an Geschichte ist, reich an Ressourcen, reich an Aromen, Düften und Rezepten – und vollkommen anders als die übrige Toskana. Die Küche der Maremma (Silberküste) ist bäuerlich und sehr, sehr saisonal! Alles was Wald, Meer & der Gemüsegarten oder die Bauern der Umgebung anbauen, landet ohne Umschweife direkt im Kochtopf.

Was gibt es denn?

 Gekochtes Wasser und mit allem was die Natur bietet wird für Genuss gesorgt…

Es geht um Eintöpfe, wie die berühmte Acquacotta, wörtlich übersetzt ist das gekochtes Wasser, oder besser „in Wasser gekocht“. Acquacotta ist vermutlich das bekannteste Gericht der Maremma.

Wildpilze, die frittiert oder als Polenta Crosstini serviert werden und sogar eine Seebrasse in den Backofen begleiten dürfen, selbstgemachte Liköre, wie einen Lorbeer-Rosmarin-Likör. Esskastanien, z. B. in der Gnocchi-Variante und natürlich Wildschwein-Gerichte. Entweder als Eintopf oder in einer überraschenden Schokoladen-Sauce, bei der auch Sultaninen, Pinienkerne Orangeat und Rotweinessig ihren großen Aufritt haben. Und wie könnte es anders sein, wenn das Meer gleich um die Ecke ist

Fisch satt!

Sardellen, atlantischer Bonito, Calamari, Muscheln, und so einiges mehr werden regelmäßig an Land gezogen. Sie landen als frittierte Sardellen oder als Ölsardinen in einem Fischsalat nach Grossetto-Art, einfach mit Salzkapern, Zitronensaft und Petersilie auf dem Teller. Dass der Fisch in dieser Salat-Variante aus der Dose kommt, stört weder die Köchin noch mich und ist in den heißen Sommermonaten eine prima Alternative, wenn es zu heiß zum Kochen ist. Überraschender Weise verstehen sich in dieser Küche Calamar und Seebrasse hervorragend mit Pilzen lerne ich. Das Kapitel mit den Fisch-Rezepten kommt gut weg im Kochbuch und ist eindeutig das Herzstück des Buches. Es zeigt ebenfalls, dass nicht nur in Frankreich oder Portugal formidable Fischsuppen gekocht werden.

Gemüse ohne viel Tara, aber in bester Qualität

Der Gemüsegarten liefert, Spinat, Artischocken und herrlich reife Tomate. Serviert wird wunderbar einfacher Toast mit Tomaten und Sardellenfilets, ein Artischocken-Omelett, Pizza mit Zwiebeln und Anchovis und jede Menge Pasta, z. B. als Zitronen-Tagliolini oder als Tortellini mit Ricotta.

Aus Feld und Stall

Die Bauern steuern Feldfrüchte bei, daraus wird z. B. die berühmte Dinkelsuppe gekocht oder es gibt schön deftige Rigatoni nach Butteri (Rinderhirten)-Art mit Suppengemüse, Pancetta und, Bratwurstbrät.

Süßes Finale, ohne ist ein italienisches Menü nicht denkbar

Ricotta-Birnen-Tarte, Esskastanien-Gugelhupf oder karamellisierte Feigen lassen grüßen, wenn die Lieblings-Jahreszeit von Emiko Davis beginnt: Der Herbst ist ihr lieber als laute und schrille Sommertage und das merkt man sehr genau an ihren Fotos und der Art wie sie diese Küche ganz persönlich begreift und interpretiert.

Fazit – oder was ist besonders?

Emiko Davis hat mit Artusi, dem Begründer der italienischen Nationalküche kochen gelernt. Ihre Rezepte sind immer eng mit der Geschichte einer Region verbunden und versuchen, diese kulinarisch neu zu beleben. Damit ist sie für mich sehr viel moderner als jedes beliebige andere Kochbuch zur italienischen Küche und zeigt wie wieviel Parallelen die italienische und die japanische Küche eigentlich haben. In diesem Buch wird durch und durch saisonal gekocht und es bleibt vom Ansatz her sehr klassisch. Der Autorin ist es wichtig, ihre Rezepte mit vielen Hintergrundinformationen einzuleiten, um die historische und saisonale Komponente noch deutlicher herauszuarbeiten. Ergänzt wird dies durch Fotos, die sowohl Gerichte wie Land und Leute farblich zurückgenommen zeigen und damit den klassisch-zeitlosen Aspekt noch unterstreichen können, den diese Autorin zu ihrem Markenzeichen gemacht hat. Ein Buch für Liebhaber und Fans des puren Genusses, für die saisonale Küche das höchste Glück auf Erden ist und die z. B. schon immer mal ausprobieren wollten, ob Pilze als Beilage zu einem Fischgericht funktionieren? Mir hat das Buch viel Spaß gemacht, weil es mir eine ganz neue Seite der toskanischen Küche präsentiert. Saisonal, regional ist hier kein Marketing-Gag, sondern Programm!

Vielen Dank als Übersendung als Rezensionsexemplar!

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Gaspacho

„©Hardie Grant Books, Richmond, Victoria/London, 2017, Text: Rebecca Seal, Fotografie: Steven Joyce, f. d. dt. Ausgabe: Dorling Kindersley Verlag, 2017

Quelle: Rebecca Seal: Lissabon- Rezepte aus dem Herzen Portugals

Fotos: Steven Joyce

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 24,95 €

Eine äußerst schlichte Version des berühmten Sommer-Klassiker, das von der Reife der Tomaten und einem Olivenöl bester Qualität lebt! Wir haben es noch mit ein bisschen Kräuterwürze in Form von frischen Koriander getoppt  und im Spanien-Urlaub gestaunt, wie toll an einem heißen Sommertag gerade so ein schlichtes Süppchen die Lebensgeister in der Mittagshitze noch mal wecken kann. Pfeffer und Croûtons hätten aber den Job auch allein gemacht, haben wir beim zweiten Teller gemerkt. Dankbar bin ich Ms. Seal für ihre zahlreichen Tipps, die Suppe sollte wirklich gut durchgekühlt auf den Tisch kommen!

Eine Schale mit kühlendem Gaspacho kann an einem heißen Sommertag in Lissabon die Rettung sein. In die spanische Version dieser kalten Suppe gehört in der Regel Zwiebel, die in der portugiesischen Variante nicht üblich ist. Ältere Rezepte erwähnen eine Scheibe Brot vom Vortag, das in Wasser eingeweicht und mitpüriert wird, was der Suppe mehr Substanz und eine cremigere Struktur verleiht. Gelegentlich wird gewürfelter oder gebratener Schinken auf die Suppe gestreut.

Der beliebteste portugiesische Koch Londons, Nuno Mendes, hatte die originelle Idee, Gaspacho nicht zu pürieren und nicht als Suppe, sondern als Relish zu gegrilltem Fisch zu servieren.

Die schnellste Methode, Tomaten zu schälen, ist, sie mit einem scharfen Messer kreuzweise einzuschneiden und 30 Sekunden bis 1 Minute in kochendes Wasser zu tauchen. Dann lässt sich die Haut leicht entfernen.

Zutaten (Für 4 Portionen als Vorspeise oder für 2 als leichtes Mittagessen):

6 reife Tomaten, enthäutet und Samen entfernt

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

1 großzügige Prise Salz

4 EL natives Olivenöl extra guter Qualität, plus Öl zum Servieren

1 EL Weißweinessig

¼ TL getrockneter Oregano

½ Salatgurke, Samen entfernt

1 grüne Paprikaschote, halbiert, entkernt

1 TL frisch gepresster Zitronensaft

Eiswürfel

2 große Scheiben Brot guter Qualität vom Vortag, Kruste entfernt, gewürfelt

Zubereitung:

Tomaten, Knoblauch, Salz, 2 EL Olivenöl, Essig, Oregano, Gurke, Paprika und Zitronensaft im Mixer zu einer glatten Suppe pürieren. In eine Kanne oder Schüssel gießen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. Nach dem Kühlen eventuellen Schaum von der Oberfläche entfernen. Etwa 10 Minuten vor dem Servieren eine Handvoll Eiswürfel zur Suppe geben, damit sie zum Essen eiskalt ist. (Sollten sie beim Servieren noch nicht geschmolzen sein, wieder herausnehmen.)

Während die Suppe kühlt, die Croûtons zubereiten. In einer großen Bratpfanne das restliche Öl leicht erhitzen und die Brotwürfel unter häufigem Wenden hellbraun und knusprig rösten.

Die Suppe vor dem Servieren abschmecken, nach Geschmack eventuell noch Salz oder Essig zufügen. In Suppenteller füllen, in der Mitte die Croûtons verteilen und zum Schluss noch einen Schuss Olivenöl und etwas schwarzen Pfeffer darübergeben.

Marcellas Reissalat

© Tamin Jones

Quelle: Baxter/Vincent: LEON – Hundert Salate

Fotos: Tamin Jones

Dumont Buchverlag

Preis: 20,– €

Salat-Krönung, so macht auch ein Reissalat Spaß, den ich gedanklich schon in den 70iger kulinarisch beerdigt hatte – nicht nur in Ibiza, sondern auch in Frankfurt groß angekommen – obwohl der auch noch unverschämt gesund ist!

 John aß diesen Salat zum ersten Mal auf Ibiza und war absolut begeistert.

 Zutaten (für 2 Portionen):

50 g Rosinen

125 g brauner Jasmin-Reis oder Vollkornreismischung

50 g getrocknete Feigen, grob gehackt

50 g ganze blanchierte Mandeln, geröstet

2 EL frischer Koriander, fein gehackt

2 EL frische Minze, fein gehackt

1 TL Granatapfelsirup

1 Prise Cayenne-Pfeffer

2 EL Olivenöl, zum Servieren

1 großzügige Prise Sumach, zum Servieren

Kerne von ½ Granatapfel,

zum Servieren:

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Rosinen mit heißem Wasser bedecken, damit sie sich mit Flüssigkeit vollsaugen. Den Reis 30 Minuten in 250 ml siedendem Wasser oder entsprechend der Packungsanleitung bissfest garen. Gut abtropfen und abkühlen lassen. In einer großen Schüssel den Reis mit den Rosinen und den übrigen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit einer Prise Sumach und den Granatapfelkernen servieren.

Tipp: Die Rosinen mit heißem Wasser bedecken, damit sie sich mit Flüssigkeit vollsaugen. Den Reis 30 Minuten in 250 ml siedendem Wasser oder entsprechend der Packungsanleitung bissfest garen. Gut abtropfen und abkühlen lassen. In einer großen Schüssel den Reis mit den Rosinen und den übrigen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit einer Prise Sumach und den Granatapfelkernen servieren.

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Garzeit: 30 Minuten

Kategorie: Weizenfrei, Glutenfrei, Milchfrei, Vegetarisch, Vegan

LEON – Hundert Salate

Baxter/Vincent: LEON – Hundert Salate

Fotos: Tamin Jones

Dumont Buchverlag

 Preis: 20,– €

 Ein Buch für Salat-Fans und für alle, die das nur noch nicht wissen!

 Worum geht’s?

 Salat und noch mal Salat, allerdings kommen hier nicht nur „Grünfutter-Anbeter“, Vegetarier oder Veganer auf ihre Kosten! LEON steht für eine britische Fast-Food-Kette, die auf gesundes Essen setzt und auch die zahlreichen Unverträglichkeiten ihrer Gäste im Blick hat. Die Leon Gründer legen sehr viel pädagogischen Eifer an den Tag kümmerten sich um den „School Food Plan“ der britischen Regierung, der Koch- u. Ernährungslehre zum Schulfach machte und Schulkindern ein kostenloses Mittagessen in der Schule ermöglicht. Die LEON-Begründer haben weiterhin erfolgreich mit Co-Autoren Kochbücher veröffentlicht, die ihre Gäste auch zu Hause ermuntern sollen, gesundes Fast-Food (Schnell ist relativ, setzt bitte auf den Geschmack!) auf den Tisch zu bringen.

Wer kocht?

© Tamin Jones

 Jane Baxter ist Köchin und verbringt ihre Zeit mit Catering, Beratung zu Ernährungsthemen sowie damit, Food-Events in außergewöhnlichen Locations zu organisieren. Sie schreibt eine wöchentliche Kolumne im ›Guardian‹ und ist Autorin der bei DuMont erschienenen Bände ›LEON. Fast & Free‹ (2017) und ›LEON Fast Food. Vegetarisch‹ (2014).

John Vincent ist Mitgründer von LEON mit mittlerweile über fünfundvierzig Restaurants im Vereinigten Königreich. Er hat zusammen mit Henry Dimbleby den Bestseller ›LEON. Natürlich Fast Food‹ (2011), mit Kay Plunkett-Hogge ›LEON. Familie & Freunde‹ (2013) und mit Jane Baxter ›LEON. Fast & Free‹ (2017) geschrieben, die alle bei DuMont erschienen sind.

Was ist drin?

 Salat als Hauptdarsteller, der sich bei den Zutaten weltweit bedient…..

Hundert Salate haben es ins Buch geschafft: Es gibt Klassiker, die wir kennen und lieben oder die wir immer schon mal machen wollten. Salade Niçoise wird mit Radieschen und einem Tomatendressing  nach LEON Manier aufgepeppt.

Leon kann auch gesund geschmacklich punkten!

 Mit dem Begriff „Superfood“ kann man mich eigentlich jagen. Der ebenfalls in diesem Kapitel präsentierte gleichnamige Salat, der seit vielen Jahren schon im Menü der Restaurant-Kette fest gesetzt ist, war entsprechend ein Rezept, bei dem ich schnell weiter geblättert habe. „No way“ nicht mit mir war mein erster Gedanke, Brokkoli, Tiefkühlerbsen oder Gurken und dann auch Quinoa, verlockend geht anders für mich, dachte ich mir. Um es kurz zu machen, ich bin bei weitem keine Clean-Eating- Jüngerin trotzdem dieses Rezept von Jane Baxter hat mich überzeugt. Neben dem schon erwähnten Grünzeug kommt noch Avocado dazu und die Geheimwaffen Feta von guter Qualität, Petersilie, Minze und Leon-Röstkerne und das Ganze mit einer sehr stimmigen französischen Vinaigrette angerichtet. Wenn Superfood so klasse schmeckt, bin ich auch gerne dabei. Die Autoren versorgen die Gesund-Esser auch mit anderen Kreationen mit reichlich Quinoa und Kale-Anbeter kommen mit diversen Grünkohl-Kreationen ebenfalls voll auf ihre Kosten. Für mich gab es noch einen Reisalat aus Ibizia, der obwohl unverschämt gesund auch bei meinem Mann wegen seiner süß (Trockenfrüchte)-säuerlich (Granatapfel + Sumach) und Kräuter würzigen Note (Minze, Koriander) als Sommer-Feierabendküche Anklang fand, auch wenn er den zuvor probierten Salade Lyonnaise noch leckerer fand, er ist halt kein Gesund-Freak.

Fusion-Food und Gesundes geben sich die Klinke in die Hand

Neben den gesunden Optionen, die im zweiten Kapitel in dem es um den schnellen Salat-Teller geht, der in höchsten 20 Minuten serviert werden soll, auch wieder am Start sind, z. B. als Zucchini-Nudeln mit Pesto-Trapanese & geriebenen Ricotta-Salata, gibt es auch üppige Kreationen mit Meeresgetier (hier als Krabbensalat mit Grapefruit) und Fleisch (als belgisches Steak mit einer Beilage aus Radicchio, Chicorée und einer leckeren Senf-Mayonnaise.

Auf der Insel liebt man geräucherten Fisch

 Die Rezept-Ideen für die Lunch-Box sind alle für eine Person ausgerichtet, Baxter als britische Köchin liebt gesalzenen Fisch im Salat z. B. als eingesalzene Makrele mit Perl-Couscous und Dill oder auch in der Version als polnischer Kartoffelsalat mit Hering. Mir gefällt ihr supereinfaches Rezept für einen Salat aus Tomaten, Feta & Linsen, bei der sie auch Varianten mit beeriger Makrele oder mit Schweinshaxe anbietet.

Schnell schneller am schnellsten und beim Einkaufen ist Engagement gefragt….

 In den Kapiteln „Essen für Freunde und Familie“ präsentieren die Autoren spektakuläre und üppige  Ideen für die Familie und unsere Gäste. Die Zutatenlisten sind bei Frau Baxter grundsätzlich nicht kurz und deshalb wird auch mal getrickst und ein fertiges Brathähnchen  mit dem dazugehörigen Saft für einen fruchtigen Brot-Traubensalat mit Huhn verwendet. Ihre Kreationen legen allesamt Wert auf viel Geschmack und unterschiedliche Texturen bei den Zutaten, das bedeutet für Salat-Rezepte, dass man das in den allerwenigsten Fällen mit 5 Zutaten in 20 Minuten erledigen kann. Wer jedoch auf die zeitliche Komponente in der Küche Wert legt, sollte sich für meinen Geschmack darauf einrichten, dass es meistens doch ein bisschen länger dauert und die Zutaten mit Nichten alle im gut sortierten Supermarkt zu bekommen sind. Die Vorratskammer verlangt diverse Essig u. Ölsorten, getrocknete Früchte sowie Dattel- u. Granatapfelsirup, im Tiefkühler Erbsen, Bohnen und Edame, mehrere Getreidesorten, Asia-Spezialitäten, Gewürze und gute Konserven wie Piquillo-Paprikas, die letztendlich nur qualitativ sehr hochwertige geröstete Paprika im Glas sind, die man in meinen Augen jedoch problemlos mit selbstgerösteten Paprika ersetzten kann.

Fazit: Die etwas andere Salat-Küche – oder viel macht viel!

Insgesamt ist das Beschaffen der Zutaten für Leute, die gerne gut kochen und auf Fusion-Küche stehen, eine meisterbare Aufgabe, wenn diese nicht in „Hintertupfingen“ leben und gerne mal online bestellen, muss man in meinen Augen nicht in London wohnen, wenn man aus diesem sehr inspirierenden Buch Salate zubereiten will. Ich hatte als Fan der Fusion-Küche sowieso das meiste zu Hause stehen und weiche ebenfalls gern aufs Selbermachen aus. Dieses Buch gehört in jedem Fall in die Hände von Geschmacksverliebten weltoffenen Salat-Fans, die eine gut bestückte Speisekammer haben und neben Rezepten auch gerne selber experimentieren, dazu ist das Baukasten-Prinzip am Ende des Buches eine tolle Ideen-Quelle. Wem es um den Zeitaspekt beim Kochen geht, dem möchte ich das Buch nicht gerne empfehlen, der Begriff Fast-Food hat hier nichts zu suchen und ist für mich als Manko bei diesem wirklich tollen Salat- Buch identifizierbar- dessen Rezepte mir jedoch viel Neues in der Salatschlüssel gezeigt haben – dass immer überraschend war und uns toll gescheckt hat!

Jedoch muss ganz deutlich gesagt werden, hier wird bei den Zutaten auf das Prinzip „Viel macht viel!“ gesetzt, der Salat-Baukasten von Jane Baxter ist randvoll und wird ausschweifend bei den Zutaten eingesetzt, dazu braucht es mutige Nachkocher und Menschen, die nicht mit 3 – 6 Zutaten genug haben und sich für einen tollen Salat auch gerne mal zum länger schnippeln in die Küche stellen. Ich habe es sehr gerne gemacht, die Ergebnisse waren ebenso überraschend wie kulinarisch geglückt!

Vielen Dank als Übersendung als Rezensionsexemplar!

Stachelbeer-Butterkuchen

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Als gebürtige Norddeutsche kann ich an keinem leckeren Butterkuchen vorbeigehen. In dieser frisch-knusprigen Version kann ich diesem auch im Sommer nicht widerstehen! Auch die Kollegen aus im Büro haben kräftig zugeschlagen und nach dem Rezept gefragt.

Süß karamellisierte Mandeln treffen auf saure Früchtchen – mehr braucht es nicht!

Zutaten (für ein Backblech):

Hefeteig:

150 ml Milch

100 g Zucker

½ Würfel Hefe

500 g Mehl

100 g sehr weiche Butter

1 Ei

1 Prise Salz

Belag:

1 kg frische Stachelbeeren

100 g Butter

100 g brauner Zucker

1 TL Vanille-Extrakt

200 g Mandelblättchen

100 ml Sahne

Zubereitung:

Milch gut lauwarm erwärmen, Zucker und Hefe zufügen, umrühren und 10 Minuten angehen lassen. Inzwischen Mehl, Butter, Ei und Salz in eine große Rührschüssel oder Küchenmaschine geben. Milchmischung zufügen und mit den Knethaken für 3–4 Minuten zu einem geschmeidigen, glänzenden Hefeteig kneten. Zugedeckt für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Inzwischen Stachelbeeren waschen und verlesen. Backofen auf 180 °C (160 °C Umluft) vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Stachelbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Backofen für 15 Minuten backen.

Inzwischen die Butter schmelzen, dabei Zucker und Vanille zufügen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, Mandelblättchen und Sahne zufügen und erwärmen. Mandelmasse auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen und den Kuchen für weitere 30–40 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form etwas abkühlen, dann auf einem Gitterrost komplett auskühlen lassen. Schmeckt besonders lecker mit einem Klecks Sahne.

Zitronen-Joghurtkuchen

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Mein Mann hat gleich 3 Stücke verdrückt…..Andreas Geheimwaffe für einen super-saftigen und lockeren Teig, griechischer Joghurt und Rapsöl im Teig.

Ein einfacher Klassiker, perfekt abgerundet mit einem dicken Guss aus Zitronensaft und Puderzucker!

Zutaten (für eine Kastenform 24 cm):

250 g griechischer Joghurt

150 g Zucker

3 Eier

Abrieb von 2 Bio-Zitronen

1 TL Vanille-Extrakt

120 ml Rapsöl

225 g Mehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

Glasur:

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

3 EL Zitronensaft

150 g Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C (150 °C Umluft) vorheizen. Kastenform mit Butter ausfetten. Joghurt mit Zucker verrühren, Eier nach und nach dazugeben und weiterrühren. Zitronenschale abreiben und zufügen, ebenso Vanille-Extrakt und Rapsöl. Alles miteinander vermischen. Nun Mehl, Backpulver und Salz darübergeben und einrühren. Teig in die vorbereitete Form geben und für 50 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Bitte Stäbchenprobe machen. Kuchen 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Aus den Zutaten die Glasur zubereiten und den Kuchen damit bestreichen, nochmals für mindestens 20 Minuten trocknen lassen, dann servieren.

Schwarzwälder Naked Cake

 

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Das ich keine Torten-Fee bin wissen die Stammleser meines Blogs inzwischen, beim Backen soll es bei mir unkompliziert zugehen, lecker schmecken, natürlich auch was hermachen, aber mit einem überschaubarem Aufwand und ohne große Bastelstunden. Volle Punktzahl!

Dieses Törtchen ist entstanden, weil mir eine Schwarzwälder Kirschtorte viel zu mächtig ist. So gefällt mir der Klassiker nun sehr gut!

Zutaten (für eine Springform 20 cm):

Teig für (2 Böden)

125 g weiche Butter

200 g Zucker

3 Eier

3 EL Kakao

200 g Mehl

1 Pk. Backpulver

½ TL Natron

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

200 ml Buttermilch

Kirschfüllung:

500 g Kirschen

150 ml Kirschsaft

2 gestrichene EL Speisestärke

1 Zimtstange

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

Sahnemasse:

200 ml Sahne

2 EL Puderzucker

200 g Frischkäse

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

Kirschwasser nach Belieben

eine Handvoll angeröstete

Mandelblättchen

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C (160 °C Umluft) vorheizen.

Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, ein Ei nach dem anderen unterrühren. Kakao, Mehl, Backpulver, Natron und Vanillezucker mischen und abwechselnd mit der Buttermilch zum Teig geben, dabei weiterschlagen.

Backform fetten, Backpapier zuschneiden und hineinlegen. Den Teig in zwei Portionen teilen und die erste Hälfte in die Form geben. Im vorgeheizten Backofen für 30 Minuten backen. Bitte Stäbchenprobe machen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen. So nacheinander die beiden Böden backen.

Kirschen entkernen und mit Saft in einen Topf geben. 2 EL vom Saft abnehmen und darin die Speisestärke auflösen. Zimtstange und Vanillezucker zu den Kirschen geben und bei geringer Temperatur langsam erhitzen. Speisestärke zufügen und ganz kurz aufkochen, damit diese bindet. Sofort vom Herd nehmen und die Masse gut abkühlen lassen.

Inzwischen die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Frischkäse und Vanillezucker zugeben, vorsichtig rühren, bis sich die Zutaten vermischt haben. Kalt stellen.

Die Torte erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen. Wichtig dabei ist, dass alle Bestandteile gut ausgekühlt sind. Zunächst einen Boden auf die Tortenplatte aufsetzen und mit etwas Kirschwasser beträufeln. Etwa die Hälfte der Sahnemischung darauf verstreichen, dann die Hälfte der Kirschmasse daraufgeben. Nun mit dem zweiten Teil genauso verfahren. Abschließend noch mit angerösteten Mandelblättchen bestreuen. Sofort servieren.