Backen aus dem Obstgarten

Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Neue Kuchen braucht das Land!

 Worum geht’s?

 Planänderung oder back to her roots……

© Privat/Andrea Natschke-Hofmann

 Gebacken wird in meisten Haushalten entweder gar nicht und in einigen wenigen sehr viel. Bei Andrea Natschke-Hofmann und ihrem Blog Zimtkeks und Apfeltarte wird definitiv viel gebacken, die Bloggerin stammt aus einer Bäckerfamilie und lebt heute mit Mann und 3 Söhnen in der Nähe von Frankfurt. Als noch keine Kinder das Leben der Familie bereichert haben, hat Andrea mit ihrem Mann die Rezepte von Spitzenköchen in die Küche gelockt. Kindergeburtstage, Kindergarten-Basare haben jedoch zu einer Planänderung geführt und heute werden Familie und Freunde mit vielen leckeren Kuchen verwöhnt. Die Männer im Haus haben in jedem Fall gelernt, erst wird fotografiert und dann wird der Kuchen angeschnitten.

Sie liebt London, sie backt phantastischen Cheesecake!

Als London-Fan hegt sie eine Vorliebe für Scones und vor allem für Cheesecakes, die gibt es bei ihr in vielen Variationen als Frühlings-Variante z. B. als Limetten-Cheesecake oder im Sommer in einer britisch-italienischen Co-Produktion als Beeren-Tarte mit Lemon-Curd und Mascarpone.

Diese Frau sucht ständig nach neuen Ideen und auf ihre Rezepte ist Verlass!

 Frau Natschke-Hofmann ist keine die halbe Sache macht, alle Fotos zeigen, diese Bäckerin ist immer auf der Suche nach dem perfekten Ergebnis dem perfekten Foto. Es geht ihr jedoch nicht nur um dramatische Inszenierung, wie auf den zahlreichen Blogs, bei denen ich gerne schnell weiterklicke, wenn mal wieder mehrstöckige Tortenkreationen in den abenteuerlichsten Farben erscheinen, sondern wenn man ihre Rezepte liest und nachbäckt spürt man der Hang zur Perfektion kommt dem Rezept bzw. dem Geschmack zu Gute. Die modernisierten Klassiker wie Butterkuchen, in den ich mich in der Version als Stachelbeer-Butterkuchen gleich mal verliebt habe, werden durch modernes Trendgebäck wie z. B. Holunder-Mini-Gugl und Erdbeer-Donuts mit Erdbeer-Limes-Guss ergänzt, die für mich ein Zugeständnis an den Zeitgeschmack sind.

Endlich habe ich Back-Rezepte, die einwandfrei funktionieren und sehr lecker schmecken

 Zitronen-Joghurtkuchen: das war der erste Kuchen, der unter ihrer Regie meinen Backofen verlassen hat. Mein Mann hat gleich 3 Stücke verdrückt. Andreas Geheimwaffe für einen super-saftigen und lockeren Teig, griechischer Joghurt und Rapsöl im Teig. Das Ganze abgerundet mit einem dicken Guss aus Zitronensaft und Puderzucker, führt dazu, das um das letzte Stück schwer gekämpft und verhandelt wurde.

Schwarzwälder Naked Cake: Das ich keine „Torten-Fee „bin wissen die Stammleser meines Blogs inzwischen, beim Backen soll es bei mir unkompliziert zugehen, lecker schmecken, natürlich auch was hermachen, aber mit einem überschaubarem Aufwand und ohne große Bastelstunden. Volle Punktzahl! Buttermilch im Teig kann für jede Menge Fluffigkeit sorgen und die Füllung aus Sahne und Frischkäse gefällt mir ebenfalls deutlich besser als das Original, weil diese nicht so mächtig ist. Gebacken wird in einer Springform mit 20 cm Durchmesser, die haben wir auch zu zweit in 2 Tagen locker allein verputzt.

Außerdem wurde noch ein Stachelbeer-Butterkuchen Sommer fein gemacht.

Fazit: Andrea Natschke-Hofmann hat tolle Ideen Back-Klassiker lecker zu modernisieren, die in die Jahre gekommen sind und heute kaum noch jemanden vom Hocker reißen, entweder weil die Rezepturen viel zu mächtig sind, oder zu viel Erfahrung und Aufwand voraus setzten, die wir einfach nicht mehr haben, oder den wir uns nicht mehr nehmen wollen. Im Gegensatz zu meiner Mutter backe ich zwar regelmäßig, aber nicht mehr jedes Wochenende. Bei uns sitzen in der Regel auch nur noch 2 Personen an der Kaffeetafel und nicht 5 wie bei meiner Mama. Alles was ich probiert habe, war von beeindruckender Qualität, so dass sich am Ende noch um das letzte Stück gebalgt wurde. Ich habe zudem wirklich optimierte Rezepte erhalten, die durch viele Kniffe einfach noch besser waren als ich das von meiner Mama gewohnt bin. Das Layout des Buches hätte ich mir jedoch etwas moderner gewünscht, dass hätte die Botschaft des Buches noch deutlicher transportiert, die Rezepttitel waren mir einfach zu verspielt. Ich weiß, dass heute viele auf Mini Gugl & Co stehen, denke nur diese Rezepte wabern ja sowieso überall durchs Netz, die hätte es für mich im Buch nicht gebraucht und ich hätte gerne mehr von Frau Natschke-Hofmanns Kern-Kompetenz gesehen, die unverschämt leckere Modernisierung von „Backklassikern, aber dies ist schließlich einfach Geschmackssache. Jeden probierten Kuchen werde ich genauso wieder backen und selbstverständlich sind alle Rezepte in die Rubrik „Lieblingskuchen“ bei mir gewandert. – ich glaube ich werde jetzt doch häufiger wieder Samstags backen……

Vielen Dank als Übersendung als Rezensionsexemplar!

 

 

 

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