Dhal

© Text: Emily Dobbs, Fotos: Issy Croker, Orion Publishing Group Ltd, f. d. dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

Quelle: Emily Dobbs: Das Sri-Lanka-Kochbuch

Fotos: Issy Crooker

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 24,95 €

Hocharomatische Angelegenheit, frische Curryblätter bringen das Dal geschmacklich noch mal weit nach vorn! Ich habe zum Glück, welche entdeckt, die sich tiefgefrorenen einzeln entnehmen lassen. Wer gerne nicht so scharf isst, wie wir, sollte die Menge an Chilipulver auf die Hälfte anpassen. Das Roti-Brot habe ich beim indischen Laden fertig gekauft , bei der  aktuellen Hitze-Periode erschien es mir einfach zu aufwendig, das selber zu machen. Dafür habe ich mich bei den Röstzwiebeln engagiert, die unbedingt dazu gehören und für süßlichen „Knusper“ sorgen und nur selbstgemacht Sinn machen.  Beim Büffelmilch-Labneh/-Quark habe ich mich ebenfalls gleich an die Alternative (Griechischer Joghurt, abgetropft) gehalten. Ein sehr leckeres Dal, dass wir von jetzt an häufiger zubereiten werden!

Dhal ist in Sri Lanka ausgesprochen beliebt zum Frühstück. Heißes Gewürzöl bringt für dieses Gericht den zusätzlichen Aromaschub. Reste von Dhal lassen sich mit etwas Wasser verdünnt als nahrhafte, wärmende Suppe genießen.

Pandan (in Sri Lanka rampa genannt) verströmt ein warmes zitrusartiges Aroma und wird sowohl für süße wie für salzige Speisen verwendet. Es lässt sich für die meisten Currys in diesem Buch einsetzen, vorausgesetzt, man findet die Blätter. Kleingeschnitten können sie im Gericht mitgegessen werden, am Stück belassen sollte man sie vor dem Verzehr wie die Zimtstangen entfernen. Erhältlich sind Pandanblätter im Asiamarkt oder im Internethandel. Pandan lässt sich nicht wirklich ersetzen; wer es nicht findet, lässt es einfach weg. Dieser Dhal hält sich einige Tage im Kühlschrank, außerdem lässt er sich gut einfrieren.

 Zutaten (für 4–6 Personen):

350 g rote Linsen

2 grüne Chilischoten

1 Stück Pandan (5 cm)

½ Knoblauchknolle, waagerecht

durchgeschnitten mit Schale

1 TL gemahlene Kurkuma

1 Zimtstange, einmal

durchgebrochen

1 Schalotte, geschält

400 ml Kokosmilch

2 TL Meersalz

175 g Spinat, gewaschen

1 TL Chilipulver

Für das Gewürzöl

1 EL Kokosöl

1 TL Senfsamen

1 Handvoll Curryblätter

Zum Servieren (nach Belieben):

Pol Roti (s. S. 32)

Büffelmilch-Labneh (s. S. 37)

oder Büffelmilchquark

Röstzwiebeln (s. S. 203)

Zubereitung:

Die Linsen in kaltem Wasser einweichen, unterdessen die weiteren Zutaten vorbereiten.

Die Linsen abgießen und in einem großen Topf mit 800 ml Wasser bedecken. Chilischoten, Pandan, Knoblauch, Kurkuma, Zimt und Schalotte dazugeben und bei schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Die Kokosmilch unterrühren und alles weitere 15 Minuten garen, bis die Linsen weich sind. Erst jetzt das Salz hinzufügen (gibt man es gleich mit hinein, werden die Linsen nicht richtig gar). Sobald die Linsen so weit sind, den Herd ausschalten, mit einer Küchenzange das Pandan, den Knoblauch und die Schalotte herausfischen und entsorgen. Abschließend den Spinat und das Chilipulver unter den Dhal ziehen.

Für das Gewürzöl in einer kleinen Pfanne das Öl erhitzen. Sobald es zu rauchen beginnt, die Senfsamen hineinstreuen, gleich darauf die Curryblätter zugeben. Das Öl über den Dhal gießen und mit den gewünschten Zugaben servieren.

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