Eingelegte gegrillte Paprikaschoten

© Helén Pe

Quelle: Lisa Eisenman Frisk Monica Eisenman: Speisekammer

Vorräte einfach selbstgemacht – über 350 Rezepte

 Hölker Verlag

Preis: 36,– €

Branntweinessig ist schlichtweg normaler Tafelessig, der Säureanteil liegt in der Regel bei 5 bis 10 %, seltener aber auch bei 12 bis 14 %, damit hat er einen deutlich höheren Säuregehalt als beispielsweise Weinessig (ca. 5 –6%). Ich habe deshalb einen Teil der Essigmenge durch weißen Balsamico ersetzt und auch den Zucker reduziert.  So war es für unseren Geschmack wunderbar! Gefreut habe ich mich auch, endlich eine Faustregel für die Mengenangaben bei der Einlegelake zu haben, das gibt mir Sicherheit und die Freiheit selbst kreativ zu werden. P.S. Wie das Foto zeigt, habe ich noch einiges vor aus diesem Buch!

Grundsätzliches:

Wenn man Lebensmittel in einer Lake aus Essig, Zucker, Salz, Wasser und Gewürzen einlegt, verlängert man dadurch ihre Haltbarkeit. Für gewöhnlich setzt sich die Lake aus einem Teil Branntweinessig, zwei Teilen Zucker und drei Teilen Wasser zusammen. Durch die Kombination von Säure, Zucker und Salz werden die Zutaten konserviert und erhalten gleichzeitig einen besonderen Geschmack. Eingelegtes Gemüse hält sich mehrere Monate oder sogar einige Jahre, sollte aber kühl und dunkel gelagert werden.

Tipps und Tricks:

Verwenden Sie hochwertige Zutaten ohne Faul- oder Druckstellen, denn schon winzige Spuren von beispielsweise Schimmel können das eingelegte Gemüse verderben (s. S. 66).

Einmachgläser oder Keramikgefäße sind zum Einlegen am besten geeignet, denn Essigsäure greift Aluminium- oder Edelstahloberflächen an. Um Schimmel und Bakterienbildung zu vermeiden, sollten die Behälter zuvor sorgfältig gereinigt werden (s. S. 66).

Verwenden Sie keinen selbst gemachten Essig, da Sie hier den genauen Säuregehalt nicht kennen. Die Säure ist bei der Konservierung sehr wichtig.

Ein exaktes Haltbarkeitsdatum für Eingelegtes anzugeben ist schwierig. Wenn die Zutaten in saubere Gläser gefüllt werden und man diese an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt, halten sie länger. Geöffnete Gläser sollten im Kühlschrank gelagert werden. Nehmen Sie Gurken niemals mit den Fingern aus dem Glas, denn so werden Bakterien übertragen und die Haltbarkeit wird verringert. Auch an abgeleckten Löffeln finden sich Keime, die nicht ins Glas gelangen sollten. Wenn der Inhalt aber gut aussieht, riecht und schmeckt, ist er mit großer Wahrscheinlichkeit auch essbar. Also, immer erst schauen, riechen und probieren!

Eingelegte gegrillte Paprikaschoten

Zutaten für eine (Menge von ca. 800 g):

2 rote Paprikaschoten

2 gelbe Paprikaschoten

2 orangefarbene Paprikaschoten

1 Knoblauchzehe, geschält

1 TL getrockneter Thymian oder 1 frischer Thymianzweig

Lake:

100 ml Branntweinessig (oder Tafelessig),
bei mir durch einen Teil weißen Balsamico ersetzt

160 g Zucker (bei mir weniger)

300 ml Wasser

 Zubereitung:

Den Backofen auf 250 °C vorheizen. Die Paprikaschoten halbieren und von Samen und Scheidewänden befreien. Die Hälften mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 20–25 Min. im Ofen rösten, bis die Schale schwarz geworden ist. In einen Gefrierbeutel geben, verschließen und etwas abkühlen lassen. Dann häuten, in breite Streifen schneiden und mit Knoblauch und Thymian in heiße, gut gesäuberte Einmachgläser geben. Die Zutaten für die Lake kochen, bis der Zucker aufgelöst ist. Die Paprika mit der heißen Lake bedecken, die Gläser verschließen und abkühlen lassen. Mindestens 1 Woche durchziehen lassen.

Haltbarkeit: (s. S. 92 oder oben unter Grundsätzliches)

Zeit: ca. 45 Min. + ca. 1 Woche