Gias Zucchini-Polyphonie

© Elena Heatherwick/Knesebeck Verlag

Quelle: Olia Hercules: Kaukasis

Fotos: Elena Heatherwick

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Eine echte Neuentdeckung, von der die sonst manchmal recht langweiligen Zucchini enorm profitieren! Ich habe den ersten Test mit Johannisbeeren aus dem Garten gemacht, die sonst nur mein Mann isst. Inzwischen haben wir sogar einen Versuch mit angebratenen Pflaumen ziemlich gut gefunden. Eine tolle Möglichkeit, um die Saison zu feiern und dabei Gemüse mit Obst gekonnt zu vermählen.

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Zucchini mit Beeren zu kombinieren, aber das Gericht, das Gia in seinem Restaurant Pheasant’s Tears in Signagi für uns zubereitet hat, zählt zum Besten, was ich je gegessen habe. Wie ein georgisches polyphones Lied, das unseren an schlichte Popsongs gewöhnten Ohren dissonant erscheinen mag, war es vielschichtig wie die Farben und Düfte einer georgischen Landschaft. Jede Zutat kam mit ihrer besonderen Note zur Geltung und passte dennoch perfekt ins Gesamtwerk.

Zutaten (Beilage für 4 Personen):

4 EL Sonnenblumenöl

4 Schalotten oder kleine Zwiebeln, halbiert

2 Zucchini, in 2 cm dicke Scheiben geschnitten

5 Knoblauchzehen, der Länge nach halbiert

2 lange grüne Chilischoten, zerquetscht, dabei aber im Ganzen belassen

eine Handvoll frische Sauerkirschen und/oder Rote Johannisbeeren

Meersalzflocken und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

In einer großen Pfanne das Öl erhitzen, die Schalotten oder Zwiebeln dazugeben und auf mittlerer Stufe anbraten, bis sie weich sind. Wenn sie sich goldbraun zu verfärben beginnen, aus der Pfanne nehmen.

Die Zucchinischeiben in die Pfanne geben und auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Den Herd herunterschalten, den Knoblauch und die Chilischoten hinzufügen und alles großzügig würzen. 3 Minuten dünsten.

Ganz am Schluss die angebratenen Schalotten oder Zwiebeln mit den Sauerkirschen und/oder Roten Johannisbeeren in die Pfanne geben und die Herdplatte ausschalten. Bei Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Mit einem guten Sauerteigbrot servieren oder als Bestandteil eines größeren Festessens.

Advertisements

4 Gedanken zu “Gias Zucchini-Polyphonie

  1. Obwohl im Urlaub und mit leckerem portugiesischem Essen verwöhnt, lohnt es sich immer mal nachzusehen was es so schönes bei dir gibt.
    Und das scheint mir eine Wucht!
    Werde ich nach meiner Rückkehr an den heimischen Herd probieren.
    Bom dia da Portugal 🇵🇹
    Opa Reiner

    Gefällt mir

    1. Lieber Reiner, ich wünsche Dir noch einen schönen Urlaub und danke für Dir für Deinen Kommentar, es ist immer wieder schön, wenn man feststellt, dass es so viele gibt, die sich gerne mal auf was Neues einlassen.

      Gefällt mir

  2. Es ging mir genauso wie Dir, liebe Ira, und Zucchini und Beeren hätte ich auch nicht miteinander kombiniert. Hört sich aber total ansprechend an, und wenn mir das jemand servierte, würde ich es auch mit Neugier probieren.

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.