Koreanisches Steak Tatar (Yukhoe)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Caroline K. Hwan: Einfach koreanisch!

Der entspannte Weg zu Kimchi, Bibimbap & Co.

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Hm, wie fein! Ich habe auf den knackigen Apfel vertraut. Zu oft habe ich mit Nashi-Birnen Pech gehabt und ein altes und mehliges Exemplar erwischt. Da sowohl Yuzu-Früchte als auch Meyer-Zitronen wirklich schwer zu kriegen sind, wenn man nicht in die Läden für Profis geht und die legen bei uns in Frankfurt leider nicht in der Innenstadt, habe ich auf den erfahrenen Süd-Früchte Importeuer aus der Frankfurter Kleinmarkthalle vertraut und stattdessen eine Amalfi-Zitrone gekauft. Das man Zwiebeln die Schärfe nehmen kann, wenn man sie in kaltes Wasser einweicht, wusste ich bisher nicht, wieder was gelernt!

Hier eine originelle koreanische Interpretation des Steak Tatar mit einer kräftigen Sesamnote. Verordnen Sie dem Fleisch samt Teller einen mindestens 15-minütigen Aufenthalt im Gefrierschrank – wer mag schon ein lauwarmes Steak Tatar? Dazu schmecken ganz hervorragend Lotuswurzelchips (siehe Seite 198).

Zutaten (für4 Portionen):

285 g Rinderfilet, ganz fein gewürfelt

½ Nashi-Birne oder Fuji-Apfel, in feine Streifen geschnitten

1 TL geriebene Schale von 1 unbehandelten Yuzu

(oder Meyer-Zitrone)

2 TL Yuzu-Saft (oder Meyer-Zitronensaft)

1 Frühlingszwiebel, schräg in Ringe geschnitten

1 EL ganz fein gehackte Zwiebel, 10–15 Minuten

in kaltem Wasser eingeweicht

1 TL zerstoßener Knoblauch

2 EL Sojasauce

1 EL geröstetes Sesamöl

2 Wachteleigelbe (oder Hühnereigelbe)

geröstete Sesamsamen zum Garnieren

Pinienkerne zum Garnieren

Gewürze

Salz und gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das gehackte Rinderfilet so darauf verteilen, dass sich die Stückchen nicht berühren, und (samt Teller zum Anrichten) 10–15 Minuten in den Gefrierschrank stellen.

Inzwischen die restlichen Zutaten, außer den Eigelben und der Garnitur, in einer Schüssel gründlich vermengen. Das angefrorene Fleisch dazugeben, sorgfältig untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Tatar auf dem eiskalten Teller anrichten und in der Mitte eine kleine Mulde hineindrücken. Dort die Eigelbe hin

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Einweichzeit: 10 – 15 Minuten

Gefrierzeit: 15 Minuten

 

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Scharfer geschmorter Tofu (Dubu Jorim)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Caroline K. Hwan: Einfach koreanisch!

Der entspannte Weg zu Kimchi, Bibimbap & Co.

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Knoblauch, Ingwer, Sojasauce, Sesam und getrocknete rote Chiliflocken, können auch aus geschmacklichen „Langweilern“ wie Tofu jede Menge machen. Es empfiehlt sich wirklich die Portionen nacheinander anzubraten.  Ebenso Feierabend wie Lunch-Box tauglich. Sehr gerne wieder!

Dieser Tofu wird zunächst in der Pfanne gebraten und dann in einer leicht pikanten Sojamischung geschmort. Köstlich als »Lunch-Paket« oder als Banchan.

Zutaten (für4 Portionen):

2 EL Traubenkernöl

1 Päckchen (400 g) extrafester Tofu,

in Scheiben geschnitten und abgetrocknet

1 TL zerstoßener Knoblauch

1 TL geriebener Ingwer

2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt

3 EL Sojasauce

1 TL geröstete Sesamsamen

1½ EL Zucker

1 EL Mirin

Gewürze

1 TL Gochugaru (getrocknete rote Chiliflocken)

 Zubereitung:

Das Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen, die Tofuscheiben nebeneinander einlegen – falls nötig, portionsweise vorgehen  – und 4–5 Minuten braten, bis sie von unten goldbraun sind. Wenden und die andere Seite 4–5 Minuten bräunen. In dieser Weise sämtlichen Tofu in der Pfanne braten.

Die restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Mischung über den gebratenen Tofu in die Pfanne gießen und noch 2–3 Minuten schmoren. Erneut portionsweise arbeiten, wenn nicht genug Platz in der Pfanne ist.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 15 – 20 Minuten

Einfach koreanisch!

Caroline K. Hwan: Einfach koreanisch!

Der entspannte Weg zu Kimchi, Bibimbap & Co.

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Worum geht’s?

 – oder „Nun esst bitte gut!“

 Die koreanische Küche hat es in den letzten Jahren geschafft,  die Aufmerksamkeit der Foodies auf aller Welt auf sich zu ziehen, obwohl diese lange als kompliziert und sperrig galt. Fermentation hat die meisten Menschen seit Jahrzehnten nicht mehr interessiert, doch mit dem wiedererwachten Interesse für diese uralte Konservierungsmethode, wuchs ebenfalls das Interesse der Kochbegeisterten für Kulturkreise, die bis heute sehr viel Wert auf traditionelle Kochtechniken und eine gesunde Ernährung legen. In Korea beginnt eine Mahlzeit, das lerne ich gleich im Vorwort mit den Worten „Nun esst bitte gut!“ Gesundheit ist Koreaner überaus wichtig!

Wer sind die Autoren?

Caroline K. Hwang wuchs im Herzen von Koreatown in Los Angeles mit den einfachen, aber köstlichen Gerichten ihrer Großmutter auf. Ihr Faible für die koreanische Küche hat sie von ihrer Großmutter, die mit der Familie lebte und für Caroline und ihren Bruder kochte, während die Eltern bei der Arbeit waren Ihre Gerichte waren einfach, aber immer nahrhaft und wohltuend und sie lehrte Caroline, dass Gradlinigkeit und gute Zutaten die Grundlage jeder guten Küche sind.

Nach dem Studium der Illustration gewann ihre Leidenschaft für das Kochen schließlich die Oberhand über ihre Karrierepläne. Auf Stellen als Hilfsköchin und Chef de Partie sowie als Betreiberin eines Supper Clubs folgte die Arbeit als Foodstylistin u.a. für das Food & Wine Magazine und Starbucks.

Lisa Linder hat für viele führende internationale Zeitschriften und Verlage die ganze Welt bereist. Sie hat mit Jamie Oliver, Peter Gordon und Alain Ducasse gearbeitet und Bücher für Giorgio Locatelli und Michel Roux fotografiert. Außerdem war sie als Kunstredakteurin für die australische Vogue.

Was ist drin?

 Ein Blick in Speisekammer und Vorratsschrank

Das meiste bekommt man problemlos, im Rezeptteil wird bei einigen Rezepten, aber noch mal ein bisschen authentisch nachgelegt…

 Zunächst gönnt uns die in Los Angeles beheimate Koreanerin einen Blick in die typische koreanische Speisekammer und den Vorratsschrank, dabei wird sehr schnell klar, koreanische Küche ist bei den Zutaten meistens sehr bescheiden. Vieles haben wir sowieso schon zu Hause: Soja- u. Fischsauce, geröstetes Sesamöl, Ingwer, Frühlingszwiebeln, und natürlich Knoblauch gehören unbedingt dazu. Ergänzt wird dies durch Fuji-Apfel oder Nashi-Birne, die Gerichten und Marinaden einen Hauch von Süße verleihen. Die Alternative Fuji macht sehr viel Sinn, denn Nashi-Birnen sind leider nicht immer topfrisch und saftig im Asia-Markt zubekommen, habe ich schon häufig festgestellt, wenn ich mal wieder auf eine mehlige und schon länger gelagerte Birne getroffen bin.

Neben dem unverzichtbaren China-Kohl (Kimchi) und Rettich (In Korea weniger erdig im Geschmack als der japanische Daikon und auch fester und knackiger in seiner Konsistenz) braucht es nur noch ein paar getrockneten Zutaten (Kombu, Meeralgen, Shiitake-Pilze) und die in Korea stets gesetzten Begleiter wie Chiliflocken (Gochugaru), Gochujang (fermentierte Würzpaste aus Klebereis und Chili) und gerösteten Sesam und schon lässt sich ganz einfach authentisch koreanisch kochen.

Ganz so unkompliziert bleibt es dann aber doch nicht durchgängig bei allen Rezepten. Mit Klettenwurzeln, unbehandelten Yuzu-Zitronen (geschmacklich eine Kreuzung aus Zitrone und Mandarine) wird es sehr authentisch und ebenfalls komplizierter, denn diese sind in Deutschland schon deutlich schwieriger zu besorgen. Wenngleich der makrobiotische Laden häufig bei den Wurzeln aushelfen kann und Yuzusaft problemlos im Asia-Laden im Regal steht, ist die Frucht bislang nur ein Liebling der Spitzenköche, entsprechend sind die Preise für Schalen und Früchte.

Das beim traditionellsten aller Kimchis aus Chinakohl (Baechu Kimchi) Wasserkresse und roter Blattsenf als Würzzutaten auftauchen macht diese Kreationen zwar sehr landestypisch, jedoch bei der Besorgung der Zutaten ebenso ein wenig herausfordernder. Deshalb sind mir die Variationen mit Schnittknoblauch und Frühlingszwiebeln als Würzgeber im Buch lieber.

Bei ihrem Rezept für eine Chrysanthemen-Suppe mit Sojabohnenpaste empfiehlt Caroline K. Hwan praktischerweise anstelle der authentischen herb-frischen Salatchrysanthemen, auf Spinat aus zu weichen.

Gemahlene Perilla-Samen, die für einen pikanten Schweinefleischtopf (Gamjataang) im Buch gesetzt sind, geben dem Eintopf eine schön nussige Note, sorgen außerdem für Bindung und werden dazu häufig zu einer Paste verrührt, lerne ich nach einer kleinen Google-Session im Netz. Für den Hinweis, dass es zur Not auch mit gemahlenem Sesam möglich gewesen wäre, eine solche Paste herzustellen, wäre ich allerdings dankbar gewesen, sonst, habe ich eine Packung Samen für 14,– im Küchenschrank rumstehen. Muss wirklich nicht ein.

Das Essen entspannt und lecker einleiten……

Mit knapp 20 Rezepten läutet Hwan diese Parade gekonnt und sehr entspannt ein. Sie beweist mit Rezepten für in Soja marinierte Aubergine (Gaji Namu), einen klassischen koreanischen Karoffel-Salat – ganz easy mit japanischer Kewpie Mayonnaise, eingelegten Shishito-Paprika (keine Angst das funktioniert ebenso mit den spanischen Pimentos de Padrón), pikant eingelegten Gurken und einer Version für Bratkartoffeln made in Korea (mit Soja, Zwiebel, Knoblauch, Reissirup und Sesamöl) wie köstlich und unkompliziert koreanische Tapas. Das Versprechen aus dem Untertitel ist also durchaus ernst gemeint und das gefällt mir ausnehmend gut! Mal schauen wie das so weiter geht…

Typisch koreanisch – das ist ihre Mission!

Kimchi natürlich der Klassiker schlechthin, widmet das Buch ein eigenes Kapitel und zeigt in einer geschmackvoll und nett illustrierten Anleitung wie man die Nationalspeise aus Chinakohl zubereitet. Beim China-Kohl hört für Lokals das Thema jedoch keinesfalls auf, sondern beginnt gerade erst, mit gewürfeltem Rettich (Kkaduki) oder gefüllten Einlegegurken (Oi Sobagi) und Schnittknoblauch (Buchu Kimchi) wird diese nationales Heiligtum weiter bespielt und landestypisch in Szene gesetzt. Wem das immer noch nicht reicht, dem werden 6 weitere Varianten, z B. mit Rosenkohl, Kohlrabi oder Blumenkohl angeboten.

#Suppen und Eintöpfe #Fleisch, Geflügel & Fisch, Nudeln und Reis sie lässt keine Klassiker aus

Koreaner sind Suppenkasper im Kapitel Suppen und Eintöpfe werden Klassiker wie Kimchi Jigae (Kimchi-Eintopf) Miyeok Guk (Meeralgensuppe, die in Korea gern stillenden Müttern serviert wird) authentisch aber mit weniger Zutaten und knappen Zubereitungsschritten präsentiert. Keine Angst Caroline K. Hwan zaubert den Geschmack Koreas gekonnt auf unseren Zungen, behilft sich jedoch dabei mit Grundrezepten, ums dies im Rahmen der Marschroute „easy peasy“, an die Leser zu bringen.

Kein Klassiker wird vergessen, Bibimbap. Bulgogi, und pikant marinierte Schweine-Rippchen schmecken genauso wie sie es sollen. Diese Expertin weiß immer genau was sie tut und wie es am Ende schmecken muss, allerdings wird bei den Zubereitungen davon ausgegangen, dass ihr die Techniken drauf habt, die Beschreibungen sind knapp.

Scharf geschmorter Tofu funktioniert sowohl in der Mittagspause, als ebenfalls bei uns nach Feierabend. Ebenso die koreanischen Chickenwings, die es meinem „Lieblings-Mann“ angetan hatten. Für Jeon (das sind Pfannkuchen) gibt es mal wieder viele Ideen (6), wie man diese in Szene setzt, wie ihr die perfekt rollt, da müsst ihr „Google“ fragen. Chips aus pochierter Lotuswurzel mit Togarashi sind die perfekte Alternative, wenn man es gesund und würzig möchte und der Asia-Laden, die Wurzeln im Angebot hat.

Probiert & Verputzt:

Scharfer geschmorter Tofu (Dubu Jorim)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Knoblauch, Ingwer, Sojasauce, Sesam und getrocknete rote Chiliflocken, können auch aus geschmacklichen „Langweiler“ wie Tofu jede Menge machen. Es empfiehlt sich wirklich die Portionen nacheinander anzubraten.  Ebenso Feierabend wie Lunch-Box tauglich. Sehr gerne wieder!

 

 

 

Koreanisches Steak Tatar (Yukhoe)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Hm, wie fein! Ich habe auf den knackigen Apfel vertraut. Zu oft habe ich mit Nashi-Birnen Pech gehabt und ein altes und mehliges Exemplar erwischt. Da sowohl Yuzu-Früchte als auch Meyer-Zitronen wirklich schwer zu kriegen sind, wenn man nicht in die Läden für Profis geht und die legen bei uns in Frankfurt leider nicht in der Innenstadt, habe ich auf den erfahrenen Süd-Früchte Importeuer aus der Frankfurter Kleinmarkthalle vertraut und stattdessen eine Amalfi-Zitrone gekauft. Das man Zwiebeln die Schärfe nehmen kann, wenn man sie in kaltes Wasser einweicht, wusste ich bisher nicht, wieder was gelernt!

Bo Ssam (Knuspriger Schweinebauch)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Austern zu Schweinebauch, das mag ungewöhnlich klingen passt aber perfekt und ist typisch koreanisch, häufig kommt die fischige Beilage als Austernsalat dazu. Für meinen Mann als Austernfan war es das reinste Vergnügen, obwohl ich keine 12 Stück erstanden habe. Denn ich habe lediglich eine probiert und mich dann an Kimchi & Co gehalten.

Fazit: – oder Touristen-Menü nein danke!

Ein gelungener moderner Ausflug nach Korea, der auch optisch jede Menge zu bieten hat!

Man merkt sehr genau, hier weiß eine Autorin sehr genau wie es am Ende schmecken muss, wenn es vor allem authentisch bleiben soll. Es ist damit eines der wenigen koreanischen Kochbücher auf Deutsch, die alle koreanischen Klassiker  authentisch bedienen und da geht es nicht nur um Bulgogi, Kimchi & Co, sondern gibt es viel mehr zu entdecken. Allein die vielen Kimchhi-Variationen, zeigen, da hat jemand seinen Job so gemacht, dass es die koreaniche Grandma, sie dafür nicht schelten wird, sondern stolz auf ihre talentierte Enkelin ist.

Es setzt jedoch voraus, dass ihr Techniken beherrscht und auch mal Google zu Rate zieht, denn die Speisekammer ist nicht vollständig bestückt, einige landestypische Zutaten tauchen erst in den Rezepten auf. Dass ein saftiger Fuji-Apfel eine mehlige importierte Nashi-Birne als Zutat  sehr gut ersetzen kann, war eine fulminante neue Erkenntnis, die mir dieses Buch beschert hat.

Außerdem ein sehr geschmackvolles Buch zur koreanischen Küche, für alle, die das genauso gebrauchen können und sich nicht mit einem Touristen-Menü abspeisen lassen wollen. Alle anderen sollten sich überlegen, ob sie es sich vielleicht am Anfang einfacher machen, denn die Besorgung der landestypischen Zutaten oder das adäquate Ersetzen dieser, setzt entsprechend gut bestückte Quellen voraus und das jemand es auch genauso authentisch will und gebrauchen kann. Ich kenne persönlich wenige, die das genauso seriös hingekriegt haben und bei mir steht viel Korea im Regal…..

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Eingesalzene Zitronenschale

© Simon Wheeler/AT Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Restlos Gut

Fotos: Simon Wheeler

AT Verlag

Preis: 26,– €

Wieder was gelernt! Dass weiße der Biozitronen lässt sich mit verwenden, es schmeckt nicht bitter, sondern in ihm steckt genauso viel Vitamin C wie in den Früchten selbst. Natürlich fallen in einer Restaurant-Küche regelmäßig deutlich mehr ausgepresste Bio-Zitronen als zu Hause an. Deshalb lohnt es sich, zwei Vorräte zu kombinieren. Wenn ich Bio-Zitronen-Limonade ansetze, wird zum Resteverwerten der vermeintliche Abfall gleich zu eingesalzenen Bio-Zitronen weiterverarbeitet. Beim Salz habe ich weniger benötigt, weil ich kleinere Gläser (250 ml Fassungsinhalt), eingesetzt habe. Ebenfalls habe ich die Schalen fest in die Gläser gedrückt. Die Schalen sollten vor dem Verzehr wie der Resteverwerter aus England rät, unbedingt abgespült werden, sonst kann es schnell sehr salzig werden! Außerdem wichtig die Gläser dunkel und kühl lagern, notfalls im Kühlschrank und 1 mal pro Woche die Gläser schütteln, damit das konservierende Salz und der Zitronensaft immer wieder alle Schalen bedeckt!

Ich brauche so viel Zitronensaft zum Kochen, dass ich jede Menge Schalen übrig habe. Sie sind zu sauer, um sie in großer Zahl auf den Kompost zu geben, also musste ich mir eine andere Verwendung für sie einfallen lassen. Ich habe festgestellt, dass man die fleischigen Schalen gut auf  marokkanische Art einsalzen kann, genau wie ganze Zitronen, von denen ohnehin meistens das salzige Fruchtfleisch weggeworfen wird. Sie eignen sich für Tajine, für Salate – eigentlich für alles, wozu man auch eingelegte Zitronen verwenden würde. Verwenden Sie dafür unbehandelte (nicht gewachste) Früchte.

 Zutaten:

Mindestens ein Dutzend ausgepresste Zitronenhälften

Meersalzflocken

pro 5–6 ausgepresste Hälften Saft von ungefähr 1 Zitrone

Zubereitung:

 Zuerst ein großes Einmachglas sterilisieren: Dazu gründlich mit heißem Seifenwasser reinigen, gut abspülen und bei 100 Grad (Umluft 80 Grad) 10 Minuten in den Ofen stellen. Herausnehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Überschüssige Häutchen aus den Zitronenhälften kratzen, dann die Schalen samt weißer Innenschale in 1½ cm breite Stücke schneiden.

Eine etwa 2 cm dicke Schicht Meersalz in das sterilisierte Glas geben. Einen Teil der Zitronenschalen darauf verteilen und mit 1 cm Salz bedecken. Wiederholen, bis alle Schalen eingefüllt sind, dann mit einer weiteren 1 cm dicken Schicht Salz abschließen. Mit dem Zitronensaft übergießen.

Das Glas verschließen und 4 Wochen stehen lassen, dabei etwa einmal pro Woche schütteln. Anschließend können die Zitronenschalen verwendet werden.

Die Zitronenschalen zum Gebrauch mit einer Gabel aus dem Glas fischen. Unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen, dann fein hacken und in Salat, Tajine, Reisgerichte usw. rühren.

Tipps und Alternativen

Eingesalzene Orangenschale Diese Technik funktioniert auch gut mit Orangenschalen. Sie können sie genauso verwenden wie eingesalzene Zitronenschalen.

Zitruszucker

Dies ist eine weitere Möglichkeit, übrig gebliebene Schalen von Zitrusfrüchten zu verwenden, von denen nur der Saft benötigt wurde. Da sich die Schale vor dem Auspressen des Safts leichter abreiben lässt, denken Sie daran, dass zuerst zu tun.

Etwas feinen Kristallzucker gleichmäßig auf einem Stück Backpapier verteilen. Mit der feinstmöglichen scharfen Reibe die Zitrusschale möglichst ohne die weiße Schicht über den Zucker reiben. Einige Stunden trocknen lassen, dann das Papier zu einem Trichter formen und den Zucker samt Zitrusschale in einen luftdichten Behälter füllen. Er hält sich mehrere Monate und eignet sich sehr gut zum Backen oder zum Süßen von Kräutertees.

Zitronen-Vanille-Ricotta-Cheesecake

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Ricotta, Vanille Zitrone, Buddies, die sich perfekt verstehen verbrüdern sich für den ultimativen Cheesecake. Nichts für jeden Tag, sondern ein echtes „Schwergewicht“!

Quelle: Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90 €

Zutaten (ergibt 8 – 10 Portionen):

600 g Ricotta

250 g weicher Frischkäse

165 g feiner Backzucker

1 EL fein abgeriebene Zitronenschale

3 Eier

1 ½ EL Maisstärke

4 EL Zitronensaft

4 EL Rahm (Sahne)

1 TL Vanilleextrakt

Puderzucker und gemahlener Zimt zum Bestäuben

Für den Vanilleteig

150 g weiche Butter

160 g feiner Backzucker

1 Ei und 1 Eigelb

80 ml Rahm (Sahne)

1 TL Vanilleextrakt

450 g Mehl, gesiebt

1 ½ EL Backpulver

Zubereitung:

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Den Boden einer Springform (22 cm Durchmesser) mit Backpapier belegen. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät 6–8 Minuten schlagen. Ei und Eigelb einrühren. Rahm, Vanille, Mehl und Backpulver unterrühren. Den Teig zu einer Kugel formen und in zwei Portionen teilen. Eine Portion zwischen zwei Lagen Backpapier zu einem Rechteck (25 × 45 cm) ausrollen und kühl stellen. Den restlichen Teig nochmals halbieren und beide Portionen zwischen Backpapier zu zwei Kreisen (à 22 cm Durchmesser) ausrollen. Einen der Teigkreise kühl stellen, den anderen in die Form legen und 5 Minuten kühl stellen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen und 8–10 Minuten backen, bis er sich trocken anfühlt.

Ricotta, Frischkäse, Zucker und Zitronenschale in einer Schüssel mit dem Handrührgerät 3 Minuten glatt rühren. Die Eier hinzufügen und gerade eben verrühren. Maisstärke und Zitronensaft in einer kleinen Schale glatt rühren. Rahm, Vanille und Maisstärkemischung zur Ricottamasse geben und gerade eben verrühren.

Den Springformrand dünn fetten. Das Teigrechteck längs halbieren und den Rand der Form damit auslegen; unten fest an den Teigboden drücken. Die Füllung auf dem Teigboden verteilen, den Teigrand umklappen. Mit dem zweiten Teigkreis bedecken. Den Kuchen 45 Minuten backen, dann mit Alufolie bedecken und weitere 30 Minuten backen. Im Kühlschrank erkalten lassen. Mit Puderzucker und Zimt bestäuben.

Kaffee-Energiekugeln

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Einfach unkompliziert, sehr lecker und mit Hay-Clou durch die gehackten mit schokoladeüberzogenen Kaffeebohnen, in denen die Kugeln gewälzt wurden.

Quelle: Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90€

Zutaten (ergibt 20 Stück):

18 weiche frische Datteln (360 g), entsteint

240 g Mandeln

25 g Kakaopulver

2 EL Tahini

1 TL Vanillepaste oder -extrakt

50 g fertig gekaufte Kaffeebohnen mit Schokoladen-Überzug, fein gehackt

Zubereitung:

Datteln, Mandeln, Kakaopulver, Tahini und Vanille in der Küchenmaschine (Blitzhacker) 2–3 Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Die gehackten Kaffeebohnen auf einer flachen Platte verteilen. Esslöffelgroße Portionen der Masse zu Kugeln formen, in den gehackten Kaffeebohnen wälzen und diese etwas festdrücken. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Tipp: Die Energiekugeln halten sich in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank bis zu 2 Wochen.

Zartbitter-Schokokuchen mit Salzbrezeln

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Erinnerte uns an eine dick-cremige unverschämt leckere Schokoladen-Mousse, hier mit salzigem Überraschungs-Crunch! Mächtig mit viel Schokolade, jedoch angenehm nicht zu süß.

 Quelle: Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90 €

Zutaten (ergibt 8 – 10 Portionen):

120 g Butter, zerkleinert

450 g Zartbitterschokolade, gehackt

4 Eier, getrennt

55 g feiner Backzucker

2 TL Meersalzflocken

50 g fertig gekaufte Mini-Salzbrezeln*

Zubereitung:

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Eine runde Springform (22 cm Durchmesser) mit Backpapier belegen. In einer großen Schüssel über einem heißen Wasserbad (die Schüssel sollte das Wasser nicht berühren) Butter und Schokolade unter Rühren zum Schmelzen bringen. Die Eiweiße mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Nach und nach unter Weiterrühren den Zucker hinzufügen und den Eischnee weitere 2–3 Minuten schlagen, bis eine dicke, glänzende Masse entstanden ist. Die Eigelbe und das Salz zur Schokoladenmischung geben und gut verrühren. Den Eischnee nach und nach in drei Portionen behutsam unter die Schokoladenmischung ziehen. Den Teig in die Form füllen und die Salzbrezeln darauf verteilen. 25–30 Minuten backen, bis der Kuchen am Rand durchgebacken (Stäbchenprobe machen) und die Mitte gerade eben fest ist. In der Form auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Dann 3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Den Kuchen aus der Form nehmen, auf eine Tortenplatte setzen und aufschneiden.

Tipp: Wenn Sie den Kuchen länger als 3 Stunden im Kühlschrank lassen, nehmen Sie ihn 1 Stunde vor dem Servieren heraus, damit er Raumtemperatur annehmen kann