Tiroler Apfelstrudel

Final Countdown beim Strudel-Casting: Platz Nr. 1 geht an den “Tiroler Apfelstrudel“ aus dem Hause Peters in Berlin, die die saftigste Version über die Ziellinie geschoben haben – umhüllt von knusprig-buttrigem Mürbeteig – best Appel-Strudel ever!

Quelle: Peters: 365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Prestel Verlag

Preis: 30,– €

Tiroler Apfelstrudel ist ein Wochenend-Projekt, da er etwas »tricky« zuzubereiten ist. Der Strudel wird mit jeder Menge Äpfel gefüllt, was ihn schön fruchtig macht. Der Teig jedoch ist buttrig-zart und weiß manchmal nicht, wie er mit der üppigen Füllung umgehen soll – und reißt. Dann heißt es, einfach Ruhe bewahren. Die Risse mit einem Löffel wieder schließen, weiterbacken und alles wird gut. Dieser Strudel schmeckt so gut, dass ich ihn für viele unserer Dinner-Partys backe. Falls man die Zeit dazu hat, sollte man die Vanillesauce selber machen (Rezept Nr. 6).

Zutaten (Für 8–12 Personen):

Für den Teig

300 g Mehl

150 g Zucker

1½ TL Backpulver

1 TL gemahlener Zimt

1 Prise feines Meersalz

150 g kalte Butter

1 Ei, verquirlt

Für den Strudel

560 g geschälte und entkernte

säuerliche Äpfel, jeweils in 8 Spalten und quer in sehr dünne Scheiben geschnitten

85 g Rosinen

50 g Semmelbrösel, geröstet

1¼ EL frischer Orangenabrieb

2½ TL gemahlener Zimt

1½ TL frischer Zitronenabrieb

2 EL Kirschwasser

1 EL frisch gepresster Zitronensaft

1 EL frisch gepresster Orangensaft

Mark von ½ Vanilleschote, frisch herausgeschabt

50 g Zucker

1 Ei, verquirlt

Puderzucker

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Butter dazugeben und mit einem Messer in ganz kleine Stücke hacken, dann alles zügig zwischen den Fingern zu Krümeln verreiben. Das Ei dazugeben und alles mit dem Rührgerät (Knethakenaufsatz) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Den Teig zu einer dicken Scheibe formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 18 Minuten ins Gefriergerät legen.

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

Für den Strudel in einer großen Schüssel Äpfel, Rosinen, Semmelbrösel, Orangenabrieb, Zimt, Zitronenabrieb, Kirschwasser, Zitronensaft, Orangensaft sowie Vanille mit den Fingern vermengen.

Den Teig mit einem Nudelholz zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem 35 × 30 cm großen Rechteck ausrollen. Die obere Frischhaltefolie entfernen und durch ein Stück Backpapier ersetzen. Die Teigplatte wenden und die zweite Frischhaltefolie entfernen. Die Apfel-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei rundherum einen 2,5-cm-Rand frei lassen, dann 50 g Zucker über die Apfel-Mischung streuen. Mithilfe des Backpapiers eine der längeren Seiten der Teiges bis kurz hinter die Mitte über die Füllung klappen. Das Backpapier von der oberen Teigkante lösen und nun die gegenüberliegende Seite über die Teigkante klappen, dabei die Kanten mittig überlappen lassen; das Backpapier ganz ablösen. Teignaht und Teigenden an beiden Seiten des Strudels mit den Fingern gut zusammendrücken. Ein frisches Stück Backpapier auf den Strudel legen, den Strudel mit den Händen oben und unten fixieren, dann den Strudel samt Backpapier schnell wenden und auf ein Backblech legen. Die Oberseite zügig mit dem verquirlten Ei einpinseln und etwa 35–40 Minuten im Ofen backen, bis der Strudel goldbraun und knusprig ist. In den ersten 10 Minuten den Strudel im Auge behalten – wenn der Teig reißt, die Risse mit der Rückseite eines Löffels verschließen. Den Strudel herausnehmen, mindestens 15 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen und warm oder kalt servieren, bevorzugt mit warmer Vanillesauce.

7 Gedanken zu “Tiroler Apfelstrudel

  1. Das ist ein sehr schönes Rezept mit guten Zutaten. Ich habe mein Strudelrezept noch nicht gefunden/ entwickelt, weil es schwer ist die süße Österreichische Küche zu erreichen, doch aufgeben gilt nicht und das Teigreissproblem kenne ich nur zu gut 😉

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    1. Geht mir genauso und das Strudel-Rezept ist wirklich klasse! Ich mag Mürbeteig-Strudel sowieso lieber und zu Hause viel besser zu bewältigen, wenn man kein Experte für den klassischen Teig ist.

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