Grünes Rindercurry

© David Loftus

Eigentlich habe ich schon Ewigkeiten keine Thai-Currys mehr serviert. Dieses Rezept hat uns wieder auf den Geschmack gebracht. Herrlich aromatische Currypaste, bitte niemals im Asia-Laden aus industrieller Fertigung kaufen, denn die sind furchtbar!

 Die Kombination aus langen grünen Chilischoten und grünen Bird’s-Eye-Chilischoten erweist sich als geschickter Schachzug in Punkto Farbe und Schärfe, die hier jedoch deutlich und wie immer authentisch ist. Gerne wieder, ich habe mich gerade wieder in die Thai-Küche verliebt!

Quelle: Leela Punyaratabandhu: Bangkok – Rezepte und Geschichten aus dem Herzen Thailands

Fotos: David Loftus

Südwest Verlag

Preis: 36,– €

Dies ist das köstlichste grüne Rindercurry, das ich je zubereitet habe.  Es ist dicker als die meisten anderen grünen Currys, mit gerade so viel  Sauce, dass das Fleisch damit überzogen ist – khluk khlik, wie man in  Thailand sagt –, und mehr Kreuzkümmel. Es enthält kein Gemüse, noch nicht einmal Auberginen, damit sich der reine Geschmack von Rindleisch, Currypaste und cremiger Kokosmilch entfalten kann.  Obwohl das Curry leuchtend grün ist, ist es nicht sehr scharf, da die  Chilischoten entkernt werden. Deshalb darf es ruhig mit frischen grünen Chilischoten garniert werden. Ganz zum Schluss beträufle ich es noch mit etwas frischer Kokoscreme – grünes Rindercurry vom  Feinsten.

Zutaten (für 4 Portionen):

Für die Currypaste

1 EL Koriandersamen

1 EL Kreuzkümmelsamen

1 TL weiße Pfeferkörner

1 TL grobes Meersalz

1 EL Galgant, fein gehackt

1 EL Zitronengras, nur der violette Teil, in hauchdünne Ringe geschnitten

1 TL Kafirlimettenschale, fein gehackt

1 cm frische Kurkuma oder ½ TL gemahlene Kurkuma

1 TL thailändische Garnelenpaste

5 grüne thailändische lange Chilischoten, entkernt und grob gehackt

7 grüne Bird’s-Eye-Chilischoten, grob gehackt

1 EL Korianderwurzeln oder -stängel, fein gehackt

5 große Knoblauchzehen, abgezogen

25 g Schalottenscheiben

Für das Curry

150 g Kokoscreme + 75 g Kokoscreme zum Garnieren

115 ml Kokosmilch

1 kg schön marmoriertes Chuck- oder Rib-Eye- Steak ohne Knochen, im 40-Grad-Winkel zur Faser in mundgerechte Stücke geschnitten

2 TL Fischsauce

1 TL Palmzucker

4 Kafirlimettenblätter, leicht angedrückt und in kleine Stücke gezupft

grüne thailändische lange oder Bird’s-Eye-Chilischoten, entstielt und längs halbiert

5 g Thai-Basilikumblätter

Zubereitung:

Für die Currypaste die Koriander- sowie die Kreuzkümmelsamen in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 2 Minuten anrösten, bis sie zu duften beginnen. Mit den Pfefferkörnern im Mörser zu einem feinen Pulver mahlen. Zuerst das Salz und dann nacheinander Galgant, Zitronengras, Limettenschale, Kurkuma, Garnelenpaste, Chilischoten, Koriander, Knoblauch sowie Schalotten hinzufügen und alles nach und nach zu einer glatten Paste verrühren. Alternativ alle Zutaten außer Salz in die Küchenmaschine geben und dort verarbeiten.

Für das Curry die Paste mit der Kokoscreme in einen Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Temperatur so lange erhitzen, bis sich das Fett absetzt und die Paste zu duften beginnt. Das dauert nur 1 bis 2 Minuten.  Kokosmilch, Rindfleisch, Fischsauce sowie Zucker dazugeben, umrühren und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze 7 bis 8 Minuten garen, bis das Fleisch grau geworden ist. Mit Fischsauce und/oder Zucker abschmecken. Bei Bedarf noch etwas Wasser angießen, aber nur wenig: Wie oben beschrieben soll dieses Curry eher dicklüssig bleiben. Kafirlimetten-Blätter, halbierte Chilischoten und Basilikum unterrühren.

Das Curry kann sofort – zu Reis – serviert oder zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag aufgewärmt werden, dann schmeckt es sogar noch besser. Kurz vor dem Servieren mit einem Klecks Kokoscreme garnieren.