Gemüse-Curry

(c) Andrea Thode, Hölker Verlag

Quelle: Stevan Paul: Meine grüne japanische Küche

Rezepte für jeden Tag

Fotos: Andrea Thode

Hölker Verlag

Preis: 32,– €

Curry auf Japanisch, hätte ich mir nie so lecker vorstellen können! Dieses Rezept kann geschmacklich viel mehr als ich es woanders schon gesehen und erlebt habe …. Gerade bei vermeintlich schlichten Klassikern zeigt sich, das Talent des Rezept-Entwicklers!

P.S. I go for Ingwer Sirup, denn preiswertes Mirin ist häufig nur Zucker – sehr einfach selber zu machen (Bio-Qualitäten erforderlich)! Statt einem Maiskolben habe ich Mini-Mais aus dem Asia-Laden verwendet. Dadurch verkürzt sich die Garzeit und bitte mit den Möhren beginnen. Die Mini-Maiskolben benötigen halbiert ca. 2 – 3 Minuten Garzeit.

Curry gehört in jeder Form zu den beliebtesten Alltagsgerichten in Japan. Es kam nicht aus Indien nach Japan, sondern erreichte das Land erstmals 1870 mit der Einführung von britischem Currypulver, das als europäisches Produkt feilgeboten wurde. Die japanische Küche versah das Curry mit ihrer ganz eigenen Note und so entstand ein fruchtig mildes Gericht – dicklich eingekocht, damit es sich besser mit Reis löffeln lässt (und ja, zum Curry gibt es auch in Japan einen Löffel). Japanisches „Karé“ ist eine echte Entdeckung. Ist ein bisschen Arbeit, lässt sich aber spitze vorbereiten.

Zutaten (für 4 Personen):

Zubereitungszeit: 45 Minuten

Für die Sauce

2 Zwiebeln

Salz

Pflanzenöl

2 TL mildes Currypulver

1 TL Garam Masala

20 g Mehl

2 EL Tomatenmark

500 ml kalte (!) Gemüsebrühe

100 ml Dashi

50 ml Sake

2 EL Ingwersirup (oder Mirin)

Saft von 1 Orange

2 Bundmöhren

100 g TK-Erbsen

1 Maiskolben

100 g Brokkoli

1 rote Paprikaschote

4 Blätter Chinakohl

8 kleine Shiitakepilze

Reis, gekocht

Lieblings-Tsukemono (s. S. 21)

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen, würfeln und salzen. In einem Topf in 3 EL heißem Öl hellbraun anbraten. Mit Curry und Garam Masala bestäuben, beides unterrühren. Dann mit dem Mehl bestäuben und unterrühren. Das Tomatenmark ebenfalls unterrühren. Kalte Brühe und Dashi mit einem Schnee besen einrühren, im Anschluss Sake, Ingwersirup und Orangensaft. Aufkochen und 5 Minuten offen sanft köcheln lassen. Vom Herd ziehen und salzen.

Die Möhren schälen und im Rangiri-Style schräg (70 Grad) in spitz zulaufende, mundgerechte „Dreiecke“ schneiden, dabei die Möhren nach jedem Schnitt in sich drehen. Möhren und Erbsen salzen. Den Maiskolben in reichlich Wasser ohne Salz 8 Minuten kochen (ohne Salz bleiben die Körner saftiger). Nach 2 Minuten die Karotten zugeben, nach 4 Minuten die Erbsen. Das Gemüse abgießen und kalt abschrecken. Den Mais in 6 Stücke schneiden.

Den Brokkoli in mundgerechte Röschen schneiden und salzen. Die Paprika von Samen und Scheidewänden befreien, in Stücke schneiden und salzen. Den Chinakohl waschen, vierteln und in mundgerechte Würfel schneiden, salzen. Die Shiitakepilze vom Stiel befreien und die Hüte halbieren. 4 EL Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen, Brokkoli und Paprika darin unter Rühren 3–4 Minuten scharf anbraten. Kohl und Shiitakepilze zugeben und weitere 3–4 Minuten braten. Alle Gemüse im Topf mit der Sauce verrühren, aufkochen und 6–8 Minuten offen köcheln lassen. Mit Reis und Lieblings-Tsukemono servieren (im Bild: Azia-Gurken s. S. 25). Varianten

Schmeckt auch gut mit anderen, saisonalen Gemüsen wie Kürbis, Zucchini, Lauch oder Blumenkohl. Wenn du mit den Garzeiten unsicher bist, koche oder brate das Gemüse deiner Wahl lieber separat und auf den Punkt. Die Sauce lässt sich auch solo zubereiten, leicht eingekocht und cremig püriert passt sie gut als Sauce zu Yakitori-Spießen und gegrilltem Gemüse (s. S. 168) oder zu Okonomiyaki-Pfannkuchen (s. S. 185).

Ein Gedanke zu “Gemüse-Curry

  1. Das gefällt mir sehr, liest sich lecker, muss ich nachkochen, zumal ich Ingwersirup angesetzt habe.
    LG Opa Reiner

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