Kuli-Kuli-Kabeljau mit pikanten Yamswurzelfritten

(c) DK Verlag/Ellis Parinder, Rezepte: Lopè Ariyo

Quelle: Lopè Ariyo: Hibiskus

Einfach köstlich nigerianisch kochen

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 19,95 €

Fish and Chips fand Lopè Ariyo schon immer klasse, und der Duft aus dem Fish-and-Chips-Laden auf dem Nachhauseweg von der Uni war immer eine große Verlockung. Manchmal konnte sie der Versuchung von knusprig ausgebackenem Fisch und essiggetränkten Chips einfach nicht widerstehen. Mit den Aromen von gerösteten Erdnüssen und Cayennepfeffer ist das hier ihre nigerianische Interpretation des britischen Klassikers.

Die Verarbeitung der Yams-Wurzeln erwies sich als sehr unkompliziert, die Knolle landet als dick geschnitten Pommes nach dem Blanchieren auf dem Backblech und bekommen durch Chilipulver ein bisschen Schärfe. Ich habe mich hierbei für ein koreanisches entschieden stand noch rum und hat prima gepasst.

Der Fisch wird mit getrockneten Kräutern, Zwiebel-Granulat und Selleriesalz aromatisiert und bekommt anschließend eine Buttermilch-Panade mit einer Mischung aus Weizen- und Erdnussmehl. Da kein Selleriesalz im Haus war, musste ich improvisieren…. Die Hunsrück-Küche ohne Supermarkt in Reichweite erfordert Kreativität, den Job des Selleriesalzes musste kurzerhand Schabzigerklee übernehmen und zeigte uns wie toll die Sellerie-Note zu getrocknetem Dill passt. Eine ganz neue Erfahrung, die mit vielen Vorurteilen aufräumen konnte, es müssen nicht immer frische Kräuter sein, um viel Geschmack zu genieren. Der Fisch war richtig klasse und kam saftig aus dem Ofen – für die Yams-Pommes habe ich weniger Zeit als angegeben gebraucht, sonst wären sie vermutlich zu trocken geworden. Umluft empfiehlt sich hier nicht!

Zutaten (für 4 Personen):

Erdnussöl, zum Einfetten

4 Kabeljaufilets

1 Ei (Klasse L)

200 ml Buttermilch, gemischt mit 1 EL Zitronensaft

Zitronenhälfte, zum Servieren

Für die Gewürzmischung

2 EL getrockneter Dill

2 EL getrocknete Petersilie

2 EL Zwiebelgranulat

2 EL Selleriesalz

2 TL Meersalzflocken

Für die Yamsfritten

800 g Yamswurzel, geschält, in dicke Stifte geschnitten

2 EL Kokosöl, zerlassen

2 EL Maniok- o. Weizenmehl

1 TL Cayennepfeffer

1 TL grob gemahlener schwarzer Pfeffer

Für die Kuli-Kuli-Panade

160 g Weizenmehl

4 EL geröstetes Erdnussmehl

2 EL Speisestärke

3 TL Zwiebelgranulat

2 TL gemahlener Ingwer

2 TL Salz

2 TL Cayennepfeffer

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Backpapier leicht mit Erdnussöl einfetten.

Für die Gewürzmischung alle Zutaten in einem tiefen Teller mischen. Die Fischfilets darin wenden. Überschüssiges Gewürz abklopfen. Die Filets auf einen Teller legen, mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Inzwischen für die Fritten Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Yamsstifte darin 5 Minuten kochen. In einem Sieb abtropfen lassen. Aufs vorbereitete Backblech geben und mit dem zerlassenen Kokosöl bestreichen.

Das Mehl in einer Schüssel mit Cayennepfeffer und schwarzem Pfeffer mischen. Die Yamsstifte darin wenden, bis sie gleichmäßig überzogen sind. Die Stifte wieder auf das Backblech geben und im vorgeheizten Ofen 40 Minuten knusprig backen.

Inzwischen für die Kuli-Kuli-Panade alle Zutaten in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Ei und Buttermilch verquirlen. Die Fischfilets zuerst durch die Buttermilch ziehen und kurz abtropfen lassen, dann in der Panade wälzen. Zu den Fritten aufs Backblech legen und 15 Minuten im Ofen goldbraun und gar backen.

Den Kabeljau sofort mit den Yamswurzelfritten und Zitrone zum Beträufeln servieren.

Zubereitung: 15 Min.

Backzeit: 15 Min.