Rote Rüben nach libanesischer Art

© Luna Kyung und Camille Oger
© Luna Kyung und Camille Oger

Quelle: Luna Kyung: Fermentieren leicht gemacht

Das umfassende Buch mit 150 Rezepten aus aller Welt

Fotos: Camille Oger

Stocker Verlag

Preis: 29,90 €

Wollte ich schon immer mal probieren, gibt es bei meinem Lieblings-Libanesen immer als Beilage zu Mezze, verblüffend einfach, lecker und so schön pink.

Kabees El Lift werden im Libanon und seinen Nachbarregionen gerne als Mezze, Häppchen, oder als Beilage zu Gegrilltem gereicht – ein wunderbares, einfach herzustellendes Gericht mit sehr hübscher Farbe, das garantiert auch jene lieben, die sonst keine großen Fans von Speiserüben sind. Das Rosa entsteht durch den Einsatz von Roten Rüben. Das sehr porenreiche Fruchtfleisch der Speiserüben nimmt Farbe rasch an. Die frischen, leichten, knackigen und sehr salzarmen Kabees El Lift lassen sich einfach in die europäische Küche integrieren. Sie eignen sich zum Beispiel gut als Ersatz für eingelegte Gurken.

Zutaten (Für 1 Glas mit 1 l):

700 g Speiserüben

40–70 g Rote Bete

2 Knoblauchzehen

1 Lorbeerblatt

Salzlake (4 %), bedeutet auf einen halben Liter  Wasser ca. 20 g Salz

Zubereitung:

Schält die Speiserüben und die Rote Bete und schneidet sie in 1 cm breite Streifen. Zerhackt den Knoblauch. Gebt alle Zutaten in ein Glas und legt das Lorbeerblatt dazu.

Bereitet die Lake zu; Ihr benötigen ca. 400 ml. Dazu wird das Salz aufgekocht und das Salz darin aufgelöst, die Lake sollte erst wieder abkühlen, bevor Ihr Sie weiter verwendet. Gießt die Lake in das Glas, legt ein Gewicht auf das Gemüse und verschließt das Glas luftdicht. Lasst die Zubereitung mindestens 3 Wochen fermentieren.

Anmerkungen

Je nachdem, wie farbintensiv das Ergebnis werden soll, verwenden Sie mehr oder weniger Rote Rüben. Der Fuchsia-Farbton auf dem Foto rechts wurde mit 70 g Roter Bete erzeugt.

Zubereitung: 15 min

Fermentierung: 3 Wochen und mehr

Haltbarkeit: mehrere Monate

 

Rote Bete nach ukrainischer Art

© Luna Kyung und Camille Oger

Quelle: Luna Kyung: Fermentieren leicht gemacht

Das umfassende Buch mit 150 Rezepten aus aller Welt

Fotos: Camille Oger

Stocker Verlag

Preis: 29,90 €

Wir lieben eingelegtes Gemüse bislang unangefochten als Spitzenreiter in der Beliebtheits-Skala: Salzgurken, das Rezept stammt noch von meiner Oma. Die erdige Note der Roten Bete mit ein bisschen Meerrettich-Schärfe Knoblauch und natürlich unverzichtbar Dill fanden wir aber auch sehr lecker, prima Beilage für die Feierabend-Stulle, wenn es mal schnell gehen soll. Die Autorin empfiehlt diese auch als Grundlage für ein ultimatives Borschtsch, bei ihr ohne Fleisch im Rezept. Als Gewicht bin ich ihrem Rat gefolgt und habe einen Gefrierbeutel mit Lake gefüllt und damit beschwert. Es empfiehlt sich dieselbe Konzentration wie beim Produkt zu verwenden, falls mal ein Beutel reißt.

Die Tradition, Rote Bete zu fermentieren, hat ihren Ursprung in ukrainisch-jüdischen Familien. Im 16. Jahrhundert hielt das schöne Wurzelgemüse mit der intensiven Farbe Einzug in die europäische Küche, den slawischen Raum eroberte es ein Jahrhundert später. Die Fermentierung Roter Rüben gab den Ukrainern die Möglichkeit, eine Ernte für den ganzen Winter haltbar zu machen. Doch nicht nur das: Sie konnten so auch sicherstellen, dass für das im Frühling stattfindende Pessach, eines der wichtigsten Feste im jüdischen Jahr, genug von dem nahrhaften Gemüse vorhanden war. Die Lake – im Ukrainischen Rossl – hat dieser Spezialität ihren Namen gegeben. Sie verleiht dem Gemüse eine angenehm leichte Säure, die es besonders bekömmlich macht.

Zutaten (für 1 Glas mit 1 l):

600 g rohe Rote Bete

30 g frischer Meerrettich

2 Knoblauchzehen

2 Dillzweige

12 g Meersalz

400 ml Wasser

Zubereitung:

Schält die Roten Rüben und schneidet Sie sie in 1 cm dicke Scheiben. Zerhackt den Meerrettich und Knoblauch. Legt alle Zutaten und die Dillzweige in das Glas.

Löst das Salz im Wasser auf. Füllt das Glas mit der Lake. Legt ein Gewicht auf das Gemüse und schließt das Glas. Wichtig ist, dass das Gemüse komplett mit Lake bedeckt ist, das Gewicht soll das einfacher machen.

Lasst die Zubereitung 1 bis 2 Tage bei Raumtemperatur und anschließend 15 Tage an einem kühlen Ort stehen. Die Zubereitung hält gekühlt mehrere Monate.

Zubereitung: 20 min

Fermentierung: 15 Tage

Haltbarkeit: gekühlt mehrere Monate

Fermentieren leicht gemacht

Unbenannt-2

Luna Kyung: Fermentieren leicht gemacht

Das umfassende Buch mit 150 Rezepten aus aller Welt

Fotos: Camille Oger

Stocker Verlag

Preis: 29,90 €

Fermentierung oder die schöne Schwester der Fäulnis!

Worum geht’s?

Es mag zwar nicht jedem gefallen, aber Fermentierung ist wirklich nur ein kontrollierter Prozess der Zersetzung. Vor 9000 Jahren von den Chinesen angewandt, blickt diese Kulturtechnik auf eine jahrtausendalte Tradition zurück. Manche Historiker vermuten sogar, dass das Interesse an der Fermentation der Gewinnung von Alkohol galt, als Schmerzmittel, Desinfektionsmittel und Droge einsetzbar, war dieser für die Menschen eine äußerst attraktive Substanz und so wurde das Wissens um dessen Herstellung von Generation zu Generation weitergeben. Die Idee Speisen zu fermentieren ist etwas jünger, doch blickt auch diese auf eine lange Geschichte zurück: Vor etwa 5000 Jahren wurde in Babylon schon Milch vergoren, die Ägypter kannten bereits vor 3500 Jahren Brot und die Gemüsefermentierung hat wahrscheinlich ihren Ursprung in China und ist ebenfalls tausende von Jahren alt. Unterschiedliche lokale Bedingungen, lokale Produkte und historische Gegebenheiten führten dabei weltweit zu einem großen Produktspektrum. Wem man allerdings genauer hinsieht, werden erstaunliche Parallelen bei den unterschiedlichen Rezepten in völlig gegensätzlichen Regionen unseres Globus erkennbar. Seit einigen Jahren, erlebt diese überlieferte Technik endlich wieder ein Revival, auch der weltweite Siegeszug des koreanischen Kimchi hat entscheidend dazu beigetragen. Immer mehr Menschen sind es leid, industriell fermentierte Produkte zu kaufen, die häufig zu viel Zucker und Salz beinhalten und deren Herstellung nur der Optimierung unterworfen wurde, um möglichst kostengünstig und in großen Mengen Produkte an den Verbraucher zu bringen. Viele von uns besinnen sich gerne auf Kindheitserinnerungen, wo von Omas und Müttern noch alles was im Sommer in Garten geerntet wurde, für den Winter konserviert wurde.

Fermentieren macht Spaß und lässt den stressigen Büroalltag vergessen!

Wir besitzen seit einigen Jahren, einen kleinen Obstgarten, der mich im Sommer an Wochenenden voll und ganz fordert, weil die Obstbäume mir so ans Herz gewachsen sind, das jede Frucht, die auf dem Kompost landet, mir in der Seele weh tut. Vor zwei Jahren haben wir das erste Mal mit der Hilfe eines befreundeten Winzers einen Pflaumenschnaps hergestellt und auch wenn es unglaublich viel Arbeit war, möchte ich diese Erfahrung nicht missen, weil es eine herrliche Entschleunigungs-Beschäftigung zum Büroalltag war. Inzwischen bringen Nachbarn und Verwandte den Überschuss ihrer Gartenernte vorbei, wir machen Gurken oder Pickles ein und auch Kimchi und Sauerkraut haben wir schon probiert. Besonders die eingelegten Salzgurken, haben mir deutlich vor Augen geführt, wie geschmacksneutral die industriell gefertigten Produkte daher kommen. Wer einmal ein Glas selbstgemachte Gurken gekostet hat, ist für immer gegen die schlecht und billig produzierte Supermarktware immun. Meine chinesische Schwägerin war neulich ganz erstaunt welche Unterschiede hier bestehen und hat gleich für die Sommerernte eine Bestellung bei uns aufgegeben. Ein schöneres Kompliment und mehr Ansporn kann es eigentlich nicht geben, wenn man sich regionaler Vielfalt und individuellem Geschmack verpflichtet fühlt und Geschmack nicht von der Industrie auf diktieren lassen möchte.

Wie sieht es aus?

Eine schöne großformatige Bibel liegt vor mir, die sowohl mit fröhlichen Farben als auch wertiger Ausstattung erfreut. Angenehm das hier auf jegliches Zuviel und Chichi bei den Rezeptfotos verzichtet wurde, das hätte dem Thema nicht wirklich gut getan. Das Layout unterstützt Lesbarkeit und wirkt sehr strukturiert und schmeichelt ein wenig mit Farbe und asiatischem Purismus. Insgesamt eine sehr gelungene Präsentation, meistens gibt es zu den Rezepten ansprechende Fotos.

Bei den Rezepten ist Vielfalt angesagt!

150 Rezepte aus aller Welt führen in die Vielfalt von vergorenen Produkten ein, unterteilt in die Rubriken:

Gemüse
Getreide & Hülsenfrüchte
Früchte & Blätter
Milchprodukte, Eier, Pilze & Algen
Saucen & Würzmittel
Getränke

geht die Reise von Sauerkraut und sauren Rüben über eingelegte Pilze auf polnische Art und russische Essiggurken bis hin zu türkischen Pickles, philippinischen Eiern und koreanischem Kimchi. Die Palette gesundheitsfördernder Rezepte beinhaltet auch Sauerteigbrot, Feigenchutney, selbst gemachtes Tomatenketchup und Sojasauce, Joghurt und Frischkäse, aber auch Getränke wie Kombucha, Kwass und Kokos-Limetten-Kefir.

Die Quellenangaben sprechen ebenfalls diese akribische Sprache, hier wurde eine Fülle von Material und weiterführender Literatur zusammengetragen, deren weitere Nutzung allerdings ein bisschen Englischkenntnisse voraussetzt, denn Fermentieren ist bei uns in den letzten Jahren eher stiefmütterlich behandelt worden.

Was gibt es denn?

Rote Tomaten nach russischer Art

Salvadorianisches Sauerkraut

In Miso eingelegter Spargel

Türkischer Gemüsemix

Wilde Blätter in Sojasauce

Reishäppchen mit Wildblättern

Kleine Zwiebeln in Granatapfelsaft

Gemüse Acar aus Le Réunion oder Malaysia

Indische Dosas

Bretonische Pfannkuchen

Koreanisches Reisgebäck

Kirschblätter in Salzlake

Salzerdbeeren

Fermentierte Butter nach marokkanischer Art

Getrocknetes Eigelb nach chinesischer Art

Chilipaste mit Joghurt (Gochujang)

Schottischer Karamell

Gewürzessig nach philippinischer Art

und vieles mehr…..

Wer sind die Autoren?

Luna Kyung, in Frankreich lebende Koreanerin, ist Expertin auf dem Gebiet der Fermentierung von Soja und von Gemüse für Kimchi. Ihre Küchenexperimente präsentiert sie regelmäßig auf ihrem Blog etrangerecuisine.canalblog.com

Camille Oger, französische Journalistin und Fotografin, erkundet gerne die Kochtraditionen vor allem ostasiatischer Länder. Ihre Reportagen veröffentlicht sie unter anderem auf ihrem Blog www.lemanger.fr.

Spagat zwischen modernem Geschmack und vereinfachten Techniken gelungen!

Das schöne Buch von Luna Kyung schafft den Spagat zwischen althergebrachten Techniken und unserem modernem Geschmack und passt Rezepte geschickt an, weniger Zucker als Industrieprodukte, vereinfachte Techniken, so dass auch Miso und Gochuang-Paste zu Hause gelingen. Sie lässt sich was einfallen, denn beides ist ohne entsprechende Begleitung daheim fast nicht zu schaffen. Besonders selbstgemachte Misopaste, ist auch bei Fermentier-Profis ein gefürchteter Gegner, ihr Rezept greift kurzerhand auf nicht sterilisiertes Miso aus dem Bioladen zurück und reaktiviert und vermehrt die sich darin befindlichen Mikroorganismen. Als Koreanerin geht sie dabei auch gleich in die Vollen, denn das Rezept ist für 800 g Paste ausgelegt und verlangt 500 g nicht pasteurisiertes Bio-Hatcha-Miso.

Expertenwissen für koreanische und japanische Traditionen!

Beeindruckend ist ihre Kenntnis bei koreanischen und japanischen Traditionsrezepten. Das allein ist eigentlich schon den Kauf des Buches Wert, aber ebenso viel Tiefe attestieren ihr auch die osteuropäischen Rezepte, was mich persönlich sehr freut, denn auch hier kann man ebenso wie im asiatischen Raum die Wiege der Fermentation vermuten. Trotzdem glaube ich, ist das Buch etwas für Leser, die wirklich tief in das Thema einsteigen möchte, wer nur in das Thema reinschnuppern will, ist hier sicherlich gut begleitet, aber möglicherweise von der Rezeptauswahl erschlagen, es geht hier definitiv um mehr als Kimchi und Salzgurken und das ist auch gut so, denn Bücher mit so viel Expertenwissen vor allem bei den koreanisch asiatischen Rezepten gibt es in Europa bisher nicht. Abgerundet wird das ganze durch einen umfassenden Rundumblick und so bleiben auch amerikanische und europäische Traditionen zur Fermentierung nicht auf der Strecke.

Erst Technik, dann Rezepte, so kann ich mich in fremde Geschmackswelten einfühlen!

Die Autorin präsentiert zu den vielen Grundrezepten, häufig auch Ideen wie diese weitere Anwendung finden können, so wird neben einem Sauerkraut-Rezept auch ein polnisches geschmortes Sauerkraut mit Äpfeln und ein leckeres Rezept für Pierogi geliefert und die roten Bete nach ukrainischer Art sind eine unverzichtbare Basis für einen schmackhaften Borschtsch, hier ganz ohne Fleischeinlage. Das Rezept für ein pikantes Kimchi mit Kohl besticht zum einen mit einer sehr detaillierten und zum anderen mit einer sehr anschaulichen Anleitung außerdem liefert Luna Kyung noch eine vereinfachte Version, bei der der Kohl in Streifen geschnitten wird und deshalb nur 3 statt 10 Stunden in Salzlake eingelegt werden muss. Bei dieser Variante wird allerdings auf den Rettich verzichtet. Ein Rezept für Käse-Kimchi-Pfannkuchen ist eine prima Weiterverarbeitungsmöglichkeit. Beim Daikon nach japanischer Art, wo sich die geballte Kompetenz der koreanischen Bloggerin offenbart, wird weißer Rettich erst getrocknet und dann in Weizenkleie fermentiert, da Reiskleie in unseren Breiten nur schwer zu bekommen ist. Das Ergebnis ist ein knallgelber Takuan, wie es ihn in japanischen und koreanischen Lebensmittelläden zu kaufen gibt, hier allerdings mit weniger Salz und ein wenig mehr Zucker als im Traditionsrezept, so dass es unserem modernen Geschmack entspricht, ohne jedoch – wie beim Industrieprodukt – vordergründig nur nach Zucker zu schmecken. Der Takuan macht sich auch hervorragend im Kimbab (in Algen gerollter Reis) und so etwas wie eines der koreanischen Nationalgerichte.

Benutzerfreundlichkeit mit Licht und Schatten!

Schön das die Rezepte für uns Leser anschaulich präsentiert werden, denn diese weisen mit Symbolen sowohl Zubereitungszeiten als auch die Dauer der Fermentierung und die Haltbarkeit prominent aus.

Was leider nicht so gut gemacht worden ist, diesem Buch fehlt ein Register und der Leser muss mit einem zugegebenermaßen sehr umfangreichen Inhaltsverzeichnis auskommen, besser als nichts, aber nicht optimal. Natürlich ist das viel Arbeit und die hat man hier offenbar gescheut, dass Buch verschenkt aber damit einiges Potential und das finde ich sehr schade.

Fazit oder für wen ist das was?

Das Buch bringt viel Potential mit, weil es das Thema in einer Ausführlichkeit präsentiert, wie ich es woanders, besonders auch im Netz in dieser komprimierten Form nirgendwo entdeckt habe. Man merkt die Autorin ist eine Expertin und zeichnet sich besonders bei den koreanischen und japanischen Rezepten aus, sie verfügt zudem über viel Detailwissen und ihr gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne genauso wie sie in der Lage ist, komplexe Rezepte auf ein Niveau für interessierte und ambitionierte „Neu-Fermentierer“ herunter zu brechen. Die Quellenangaben und Adressen machen es dem engagierten Leser leicht viel tiefer in das Thema einzusteigen. Insgesamt sehr gelungene Präsentation für Leser, die mehr wissen möchten, leider fehlt ein Register, das hätte das Buch für mich perfekt gemacht. Ein notwendiges und wichtiges Buch zum Thema, das sehr anschaulich ist, für mich ein Fall für Menschen, die umfassend in die Materie einsteigen wollen und definitiv kein Buch für Gelegenheits-Fermentierer. Was ich hier aber gerne als Kompliment verstehen möchte. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen!

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Ich bin dann mal weg…..

teide-national-park-1390948_1920_pixabay-com
Quelle: Pixabay.com

 

Kleine Blogpause, Mitte Februar geht es hier weiter.

Bis dahin genieße ich die freie Zeit und werde hoffentlich ein paar schöne sonnige Tage auf den Kanaren erleben und außerdem wird viel gewandert, damit ich dann am Abend so richtig zuschlagen kann!

Die Tipps von Joe https://joesrestandfood.wordpress.com/2016/11/18/frischer-fisch-in-der-schoenen-markthalle-in-santa-cruz-auf-teneriffa/ im Gepäck, wo es den besten frischen Fisch in Santa Cruz (Teneriffa) zu kaufen gibt. Lieben Dank noch mal! Und natürlich habe ich auch Kochbücher dabei, allerdings auf dem eBook-Reader und nur als Rezeptquelle für mich.

Bis dahin, liebe Grüße wir sehen uns hier hoffentlich im Februar wieder Ira!

Pistazien-Käsekuchen mit Aprikosen-Schoko-Ganache

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

Dieser Käsekuchen wird nicht gebacken und ist einfach herzustellen. Seinen knusprigen, süßen Boden aus Keksen bedeckt eine mit Kardamom aromatisierte Pistaziencreme. Für eine Geschmacksexplosion sorgt jedoch die fruchtige Schoko-Ganache auf der Creme. Manchmal sind Käsekuchen etwas zu süß und schwer, aber eine würzige Ganache wie diese verleiht ihnen Frische und Pep. Da im Moment keine Saison für Aprikosen ist, habe ich nur Mangos verwendet (insgesamt ca. 3 mit Deko, das hängt aber auch vom Gewicht ab) Crème double wurde hier wieder von mir durch Sahne ersetzt. Beim Kardamom, den ich sehr liebe; sollte man sich vorsichtig annähern, ich mahle den immer frisch und auch nicht zu fein. Tolle Idee, Schokolade, Mango und Kardamom passen wirklich hervorragend zusammen!

Zutaten (ergibt 10 –12 Stücke):

Für den Boden

300 g Vollkornbutterkekse

150 g flüssige Butter, plus etwas

zum Einfetten

Für die Pistaziencreme:

100 g Pistazienkerne

500 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

90 g Puderzucker, gesiebt

300 g Crème double

1 TL gemahlener Kardamom

Für die Ganache und Dekoration:

300 g reife Aprikosen, entsteint

150 g Mangopüree

50 g feiner Zucker

50 ml Wasser

2 TL Zitronensaft

250 g dunkle Schokolade

(mindestens 70 % Kakao), gehackt

25 g weiche Butter

4 feste Aprikosen, entsteint und

Geviertelt)

Für den Boden

300 g Vollkornbutterkekse

Ergibt 10 –12 Stücke

Zubereitung:

Für den Boden die Kekse in der Küchenmaschine zu feinen Krümeln mahlen. Die Butter hinzufügen und unterrühren. Eine Springform mit 23 cm Durchmesser einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen. Die Keks-Butter-Mischung auf dem Boden der Form festdrücken. Die Form kalt stellen und die Käsecreme zubereiten.

Die Pistazien in der Küchenmaschine fein mahlen, aber nicht pulverisieren. Den Frischkäse und den Puderzucker in einer Schüssel zu einer weichen Creme verrühren, die Pistazien unterheben.

In einer anderen Schüssel die Crème double mit dem gemahlenen Kardamom schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Pistazien-Frischkäse-Creme unterheben, sodass alles gut vermischt ist. Die Masse auf den Keksboden in der Form geben, die Oberfläche glatt streichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen. Während der Kuchen durchkühlt das Fruchtpüree für die Ganache vorbereiten.

Die reifen Aprikosen mit dem Mangopüree, dem Zucker und dem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und dann auf niedriger Temperatur 10 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, den Zitronensaft gut untermischen, alles 5 Minuten abkühlen lassen und anschließend in der Küchenmaschine zu einer glatten Masse pürieren. Das Püree durch ein Sieb in eine saubere Schüssel streichen. 300 g des Pürees in einem Topf aufkochen.

Für die Ganache die gehackte Schokolade in eine Schüssel geben und das heiße Fruchtpüree darübergießen. Rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Butter hinzufügen und rühren, bis auch sie geschmolzen ist. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen, die Ganache über die Käsecreme gießen und den Kuchen erneut für mindestens 6 Stunden oder auch über Nacht in den Kühlschrank stellen. Zum Servieren den Kuchen aus der Form nehmen und mit den Aprikosenvierteln garnieren. Er hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

Rosen-Honig-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

In Indien wird nach dem Essen oft gulkand serviert, eine Konfitüre mit Rosenblütenblättern. Sie wird meist in Betelnussblättern gereicht, ist ein würziger Munderfrischer und fördert die Verdauung. Dieser Kuchen ist inspiriert von dieser würzig-lieblichen Kombination. Mir gefällt, wie der Anis-Kick des Fenchels das Aroma des Rosenwassers ausbalanciert und seinem Geschmack Finesse verleiht. Durch die Fenchelsamen und Rosenblüten erhalten Creme und Glasur sowie der feste Honig-Mandel-Kuchenteig etwas überraschend Knuspriges. Wer keine Creme Double nimmt, sollte eine Mischung aus Mascarpone und geschlagener Sahne verwenden, wobei der Sahneanteil etwas höher sein kann. Ich persönlich fand hier aber die Creme Double passend, auch wenn das nicht ganz billig ist. Rosenwasser bitte nur von allerbester Qualität, da ist in meinen Augen der Asia-Shop nicht die beste Einkaufsquelle, die billigen Qualitäten schmecken recht schnell seifig. Rosenblätter habe ich mir in Bio-Qualität im Internet besorgt. Die Torte ist nicht nur richtig lecker, sondern macht auch noch was her, ohne die Gelegenheitsbäckerin, wie ich, zu überfordern.

Zutaten (ergibt 10 – 12 Stücke):

Für den Teig

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

100 g brauner Zucker

100 g klarer Honig

100 g Mehl

100 g gemahlene Mandelkerne

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

4 Eier (Größe L)

1 TL Rosenwasser

Für die Rosenmischung

20 g getrocknete Rosenblütenblätter

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett

geröstet

½ TL gemahlener Kardamom

4 EL feiner Zucker

Für die Füllung und Glasur

300 g Crème double

2 EL feiner Zucker

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett geröstet, leicht zerstoßen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Zwei Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel alle Zutaten für den Teig mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen 10 Minuten auskühlen, dann auf einem Kuchengitter völlig erkalten lassen.

Für die Rosenmischung alle Zutaten in einem Topf verrühren und bei niedriger Temperatur 2 – 3 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, vom Herd nehmen, noch einmal gut umrühren und zum Abkühlen beiseitestellen.

Für die Füllung die Crème double und den Zucker in einer Schüssel verschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Fenchelsamen unterziehen.

Zum Zusammensetzen der Torte einen Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und die Hälfte der Füllung darauf verstreichen. Mit der Hälfte der Rosenmischung bestreuen. Den zweiten Kuchen darauflegen, die übrige Creme darauf verstreichen und die restliche Rosenmischung darüberstreuen. Vor dem Servieren die Torte 10 Minuten bei Raumtemperatur durchziehen lassen.Sie hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

Mango-Kardamom-Kokos-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

Hier hat Chetna drei meiner liebsten Zutaten in Ihrem hübschen Festtagskuchen vereint – eine Augenweide auf jedem Esstisch. Durch seine frische Aromen-Kombination eignet er sich auch sehr gut für ein sommerliches Essen im Freien meint sie. Na, ja im Freien wollte ich diese sehr leckere Torte  bei den Temperaturen im Moment nicht genießen, Kardamom, liebe ich sehr und Mango auch, folglich war es klar, dass ich diese Torte unbedingt probieren musste. Ehrlich gesagt, habe ich ewig keine Torte mehr gebacken, mit der Deko habe ich es auch nicht so. Hier hat alles erstaunlich gut geklappt, sehr gut geschmeckt und auch noch super ausgesehen, ohne dass ich hier als nicht „Nicht-Deko-Tante“ groß ins Schwitzen gekommen bin, die gibt es bestimmt bald wieder. P.S. Creme Double kann getrost mit normaler Sahne ersetzt werden.

Zutaten (ergibt 8–10 Stücke):

Für den Teig:

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

175 g brauner Zucker

200 g Mehl

2½ TL Backpulver

1 Prise Salz

1 TL gemahlener Kardamom

4 Eier (Größe L)

40 g Kokosraspeln

2 EL Kokoscreme (Coconut Cream, aus der Dose oder dem Tetrapack)

Für die Füllung und Dekoration:

300 g Crème double (bei mir normale Sahne)

200 g Mascarpone

4 EL feiner Zucker

2 reife Mangos, entsteint und geschält

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 ° C vorheizen. Zwei runde Backformen mit einem Durchmesser von 18 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

Für den Teig in einer großen Schüssel die Butter, den Zucker, das Mehl, das Backpulver, das Salz, den Kardamom und die Eier mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Die Kokosraspeln und Kokoscreme unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen auskühlen lassen.

Für die Füllung die Crème double, den Mascarpone und den Zucker in einer Schüssel dick-cremig aufschlagen. Das Fruchtfleisch einer Mango in kleine Stücke schneiden und unter die Creme heben. Die andere Mango nach Belieben in Streifen oder Würfel schneiden.

Zum Zusammensetzen jeden Kuchen waagerecht in zwei gleich dicke Lagen schneiden. Eine Lage auf einen Servierteller legen und ein Viertel der Creme darauf verstreichen. Eine nächste Kuchenlage darauflegen, wieder Creme darauf verstreichen und so fortfahren, bis die letzte Kuchenschicht mit Creme überzogen ist. Diese mit Mangoscheiben oder -stücken garnieren. Die Torte vor dem Servieren 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Sie hält in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 4 Tage.