Normannische Apfeltarte

© Marina Jerkovic/Brandstätter Verlag

Quelle: Theresa Baumgärtner: Backen in der Winterzeit

Einfach, liebevoll, natürlich

 Brandstätter Verlag

 Fotos: Marina Jerkovic

 Preis: 29,90 €

Eine Tarte ganz nach meinem Geschmack, fruchtig und zum Glück nicht so süß! Praktisch, im Teig statt Butter auch kalte Sahne zu verwenden. Apfelmus sorgt in diesem Rezept außerdem für viel mehr Aroma. Dieses Rezept hat mühelos die nächste Runde erreicht, gerne wieder genau so.

Dieser Kuchen erinnert mich an die feinen Köstlichkeiten in einem französischen Salon de The. Noch leicht warm, mit einem Klecks Sahne, ist diese Tarte unvergleichlich!

Zutaten (für eine Tarte Ø 28 cm):

 Für den Teig:

360 g Dinkelmehl, Type 630

1 Prise Meersalz

45 g Rohrohrzucker

1 abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone

225 g kalte Butter

50 ml kalte Sahne

Für das Apfelmus:

2 Äpfel

1 Prise Rohrohrzucker

nach Bedarf

Für den Belag:

1,25 kg Apfel

2 EL Zitronensaft

30 g Butter

30 g Rohrohrzucker

etwas Butter für die Tarteform

etwas Dinkelmehl für die Arbeitsfläche

Zubereitung:

Die Tarteform mit etwas Butter einfetten. Für den Teig das Mehl, das Salz, den Rohrohrzucker und die Zitronenschale in eine Rührschüssel geben. Die Butter in Würfel schneiden, hinzufugen und alles schnell mit der Hand zu feinen Streuseln vermischen. Zuletzt die Sahne dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsflache gleichmäßig in der Größe der Form ausrollen. Den Teig in die Form legen, dabei einen kleinen Rand formen.

Die Form für ca. 30 Minuten kalt stellen.

Für das Apfelmus die Äpfel schalen, das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden und in einen kleinen Topf geben. 2 EL Wasser dazugeben und die Apfel darin weich kochen. Nach Bedarf mit einer Prise Rohrohrzucker abschmecken. 170 g Apfelmus abwiegen und abkühlen lassen.

Für den Belag die Apfel schalen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch in feine Spalten schneiden. Die Spalten mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Butter in eine Pfanne geben, die Spalten darin leicht andünsten. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Den Mürbeteig gleichmäßig mit dem Apfelmus bestreichen und danach die Apfel dachziegelartig darauflegen. Mit dem Rohrohrzucker bestreuen und 30 Minuten goldbraun backen.

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Minzgelee

© Alan Benson

Quelle: Matthew Evans: Eingemacht

Fotos: Alan Benson

Edel Verlag

Preis: 16,95 €

Minze und Äpfel sind dieses Jahr geradezu reichlich im Garten vertreten. Wir waren froh, mit diesem Rezept gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und lecker war es auch.

Ein selbst gemachtes Minzgelee ist das Nonplusultra, der perfekte Begleiter zum Lamm. Es schmeckt besser als jegliches Fertiggelee und zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht künstlich grün eingefärbt ist.

Zutaten (ergibt etwa 1 kg):

1 kg Äpfel (Fallobst ist prima)

60 ml Apfelessig aus Cidre

500 g Zucker

1 großes Bund Minze, sehr fein gehackt

Vier 250-ml-Gläser spülen und sterilisieren (siehe Seite 10).

Zubereitung:

Tag 1: Die Äpfel grob in Stücke schneiden. Entkernen und Schälen ist nicht nötig, nur braune Stellen müssen herausgeschnitten werden. Die Äpfel in einen großen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken, etwa 1 Liter. Auf hoher Stufe zum Kochen bringen, dann die Äpfel auf kleiner Stufe eine Stunde köcheln lassen, bis sie weich sind. Dabei die Früchte mit einem Holzlöffel zerdrücken, damit sie auseinanderfallen.

Die Mischung in ein mit Passiertuch ausgelegtes Küchensieb geben, das über einer Schüssel hängt, und über Nacht abtropfen lassen.

Tag 2: Den aufgefangenen Saft abmessen. Es sollten etwa 700 ml sein; falls es nicht 700 ml sind, die Zuckermenge entsprechend anpassen. Den Saft mit dem Essig in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Dann den Zucker zugeben und rühren, bis er aufgelöst ist. Auf hoher Stufe zum Kochen bringen, dann 10 Minuten köcheln lassen, bis der Gelierpunkt erreicht ist (siehe Seite 18). Vom Herd nehmen und die gehackte Minze einrühren. In die vorgewärmten Gläser füllen und verschließen. Beim Abkühlen die Gläser mehrmals auf den Kopf und wieder zurück stellen, damit die Minze nicht auf den Boden sinkt und dort bleibt. Das Gelee bis zu ein Jahr im Vorratsschrank lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Feldsalat mit karamellisierten Ziegenkäse auf Apfel-Traminer Relish

© Kerstin Getto/Hölker Verlag

Quelle: Kerstin Getto/Natalie Lumpp: Food Love & Wine

Fotos: Daniela Haug/ Kerstin Getto

Die besten Rezepte zum Wein

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Eine unverschämt leckere Sache und eine tolle Vorspeise auch wenn Gäste mit am Tisch sitzen. Boskoop hat keine Saison, deshalb habe ich diesen mit einem Jonagold ersetzt und dann die Zuckermenge reduziert. Ich habe mir dieses wunderbare Rezept aber schon für die nächste Boskoop-Ernte vorgemerkt, denn es schreit geradezu nach einer Wiederholung.

Zutaten (für 4 Portionen):

Für das Apfel-Traminer Relish:

80 g brauner Zucker

100 ml Apfelessig

80 ml Traminer oder ein anderer lieblicher Weißwein

4 kleine Äpfel (z. B. Boskoop, ca. 400 g)

1 rote Zwiebel

1 rote Chilischote

1 EL Senfkörner

Salz und frisch gemahlener  schwarzer Pfeffer

Für den Feldsalat:

200 g Feldsalat

1 Schalotte

etwas Zitronensaft

4 EL trockener Riesling

2 EL neutrales Speiseöl

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 TL Honig

Für den Ziegenkäse:

4 Ziegenkäsetaler

2 TL brauner Zucker

Zubereitung:

Für das Relish Zucker, Essig und Wein in einen Topf geben. Die Äpfel schälen, entkernen, in fünf Millimeter große Würfel schneiden und sofort in die Essigmischung geben. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Die Chilischote längs halbieren, entkernen und ebenfalls fein würfeln. Senfkörner, Zwiebel- und Chiliwürfel in die Essigmischung geben. Unter Rühren kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Bei mittlerer Hitze ohne Deckel eine Stunde köcheln lassen, dabei immer wieder rühren. Das Relish sollte marmeladenartig einkochen und das Essigaroma verlieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Den Feldsalat putzen und waschen. Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Mit Zitronensaft, Riesling, Öl, Salz, Pfeffer und Honig in einer kleinen Schüssel zu einem Dressing verrühren.

Die Ziegenkäsetaler dünn mit dem Zucker bestreuen. Den Zucker mit dem Flambierbrenner oder unter dem Backofengrill karamellisieren. Zum Servieren den Feldsalat mit dem Dressing mischen und mit  Relish und jeweils einem Ziegenkäsetaler auf einem Teller anrichten. Dazu passt frisches Baguette.

 Tipp: Das Relish hält im Kühlschrank ca. 2 Wochen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Kochzeit: 1 Stunde

Rhabarber-Apfel-Punsch mit Nelken

©Laura Edwards

Quelle: Caroline Eden/Eleanor Ford: Samarkand

Fotos: Laura Edwards

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Sehr angenehm und herrlich erfrischend, bei der Zuckermenge, habe ich nach unserem persönlichen Geschmack, ein wenig Abstriche gemacht.

Kompot heißt dieses klare, erfrischende Getränk, für das eigentlich jede Frucht geeignet ist. Vor allem mit Kirschen, Beeren, Pflaumen und Pfirsichen ist dieser Fruchtpunsch in Russland, im Kaukasus, Tadschikistan und Osteuropa sehr populär. Man kann aber mit unterschiedlichen Kombinationen und Gewürzen experimentieren. Hier ist ein Rezept für Rhabarberfans. Mit den Früchten, die nach dem Abseihen zurückbleiben, lässt sich eine Tarte füllen oder man isst sie mit Joghurt.

Zutaten (ergibt einen Liter):

125 g Zucker (oder nach Geschmack)

3 große Rhabarberstangen, grob gehackt

1 Apfel, vom Kernhaus befreit und grob gehackt

4 Nelken

1 Zitrone, in Scheiben

geschnitten

Zum Servieren:

zerstoßenes Eis

Zitronenscheiben

Zubereitung:

1 l Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Zucker zugeben. Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann Rhabarber, Apfel und Nelken einrühren. Abdecken und 10 Min. köcheln lassen.

Vom Herd nehmen, Zitronenscheiben zugeben, abkühlen lassen und abgießen. Gut gekühlt mit Eis und Zitrone servieren.

Apfelschnecken

©Simon Wheeler/AT-Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Täglich Früchte

Fotos: Simon Wheeler

AT Verlag

Preis: 28,– €

Hefekuchen lieben wir heiß und innig, die Kombination von Äpfeln, Rosinen und Walnüssen toll. Mit Trockenhefe backe ich aber nicht so gerne, weil die Ergebnisse mit frischer Hefe einfach stabiler sind.

Dies ist Hugh Fearnley-Whittingstall’s Interpretation der klassischen Schnecken, die eine ideale Grundlage für die unwiderstehliche Kombination aus Äpfeln, Trockenobst, Nüssen und Gewürzen darstellen.

Zutaten (ergibt 12 Stück):

250 ml Vollmilch, lauwarm

2 TL Trockenhefe (bei mir ein ½ Würfel frische Hefe)

50 g feiner Kristallzucker

500 g Mehl

10 g feines Meersalz

100 g Butter, geschmolzen

1 mittelgroßes Ei, leicht verschlagen

35 g Butter, geschmolzen, für die Form

Für die Füllung:

3 Äpfel (insgesamt ca. 400 g)

25 g Butter

100 g Rosinen

75 g Walnüsse, grob gehackt

100 g feiner Kristallzucker

1 TL gemahlener Zimt

Zum Glasieren:

3 EL Aprikosenmarmelade, durch ein Sieb gestrichen

Zubereitung:

Die warme Milch mit der Hefe und dem Zucker gut verschlagen und etwa 15 Minuten ruhen lassen, bis sich Schaum bildet. Das Mehl in einer großen Schüssel mit dem Salz mischen. Die Hefemischung, die geschmolzene Butter und das Ei dazugeben und alles zu einem groben Teig zusammenfügen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 10 Minuten kneten, bis ein glatter, seidiger Teig entstanden ist. Da der Teig klebrig ist, die Hände mit etwas Mehl bestäuben, aber nicht mehr Mehl als nötig verwenden.

Den Teig in eine leicht eingeölte saubere Schüssel legen, mit Küchenfolie abdecken und zur doppelten Größe aufgehen lassen. Das dauert mindestens 1 Stunde, eher 2–3 Stunden (Ei und Butter bremsen die Aktivität der Hefe). Eine rechteckige Backform (ca. 25 × 30 cm) großzügig mit einem Teil der geschmolzenen Butter einfetten.

Für die Füllung die Äpfel schälen, entkernen und in ½ – 1 cm große Würfel schneiden. Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Äpfel 8–10 Minuten weich dünsten. Abkühlen lassen.

Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche leicht zu einem Rechteck von 45 × 30 cm ausrollen. Mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen, dabei an der entfernter liegenden Längsseite einen 2 cm breiten Rand frei lassen. Äpfel, Rosinen und Walnüsse darauf verteilen. Den Zucker mit dem Zimt mischen, die Füllung damit bestreuen. Den Teig von der Längsseite her einrollen. Die Enden gerade abschneiden, dann die Rolle in 12 gleich große Stücke schneiden. Diese mit der Schnittfläche nach oben in die Backform legen. Die Form mit Frischhaltefolie abdecken oder in eine große, saubere Plastiktüte schieben und den Teig an einem warmen Ort nochmals gut 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig schön luftig aufgegangen ist.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Schnecken 25–30 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind. Die Marmelade mit einem Schuss Wasser verdünnt erwärmen. Die Schnecken damit glasieren, solange sie noch heiß sind.