Traditionelles Bobotie

© EMF/ Janina Lechner

Quelle: Ivana Sanshia Ströde: Südafrika – Das Kochbuch:
Biltong, Bobotie und Chakalaka: über 90 authentische Rezepte für zu Hause

Fotos: Janina Lechner

Edition Michael Fischer

Preis: 30,– €

Ein Hackfleischbraten, der mit einer leckeren Milchkruste überbacken wird  am Ende wird daraus direkt ein sehr aromatischer und leckerer Seelenwärmer sagt Ivana Sanshia Ströde, die die Aromen mit der Muttermilch eingesogen hat und das können wir bestätigen!

Statt Toastbrot aus dem Supermarkt verwende ich lieber ein gutes Brot vom Lieblingsbäcker. Bei der Milch bin ich mit weniger ausgekommen. Es empfiehlt sich, die Milch nur nach und nach hinzuzugeben. Mango-Chutney hatten wir noch selbstgemacht im Kühlschrank.

Lieber waren mir auch die Kaffirlimetten-Blätter dann können es jedoch auch weniger als 4 sein, fand ich. Wenn Lorbeerblätter dann für mich eher die frische Variante.

Lecker war’s und eine tolle Erinnerung an zwei superschöne Urlaube in Südafrika. Und wenn ich Sehnsucht nach Kapstadt habe, werde ich immer wieder gerne dieses Rezept als authentisches kulinarisches „Trost-Pflaster“ einsetzen.

Zutaten (4 Personen):

1 grüner Apfel

(z. B. Granny Smith)

1 Zitrone

2 Zwiebeln

Sonnenblumenöl

(alternativ Butter)

1 Scheibe Toastbrot

125 ml Milch plus etwas

zum Einweichen (ich brauchte weniger Milch zum Einweichen)

1 kg Rinderhackfleisch

10 Mandeln

4 TL Currypulver

4 TL süßes Chutney

(z. B. Mango-Chutney,

alternativ Aprikosenkonfitüre)

2 TL Salz

1/2 TL schwarzer Pfeffer

1 TL gemahlene Kurkuma

1/2 TL gemahlener

Koriander

1/2 TL gemahlener

Kreuzkümmel

100 g Rosinen

2 Eier (Größe M)

Topping

4 Lorbeerblätter (alternativ

Limettenblätter)

125 ml Milch (sorgt hier für die schöne Kruste und passt von der Menge)

1 Ei (Größe M)

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Den Apfel waschen und raspeln und den Saft der Zitrone auspressen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Anschließend in Sonnenblumenöl anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. In der Zwischenzeit das Toastbrot 5 Minuten in Milch einweichen. Die Milch anschließend ausdrücken und das Brot zerdrücken. Nun die gebräunte Zwiebel, Hackfleisch, Mandeln, Brot und die restlichen Zutaten vermengen.

Die Hackfleischmischung in eine gefettete Auflaufform geben. Die Lorbeerblätter senkrecht in die Fleischmasse stecken. Den Auflauf nun 30 Minuten im heißen Ofen (Mitte) backen. Kurz herausnehmen, die Milch mit den Eiern verquirlen und über das Hackfleisch geben. Weitere 30 Minuten im Ofen backen.

Mit Gewürzreis (siehe S. 140), Sambal und einem Chutney deiner Wahl servieren.

Griechischer Auflauf mit Zucchini, Polenta, Fetakäse & Dill

© Laura Edwards

Quelle: Diana Henry: Aus dem Ofen
Einfache Gerichte schnell zubereitet

Fotos: Laura Edwards

Ars Vivendi

Preis: 28,– €

Himmlisch würzig und cremig – und ein kleiner aber ebenso köstlicher Ausflug nach Griechenland – fühlt sich so gut an in diesen bewegten Zeiten und schmeckt noch besser!

Dieses Rezept basiert auf einem griechischen Gericht, das sich für Diana Henry sehr vielversprechend anhörte – tatsächlich musste sie es sehr oft ausprobieren und abändern, bis ihr eine weiche Version gelang und der Auflauf nicht mehr einer Frittata glich. Definitiv ein Hauptgericht, zu dem sie oft nur Salat reicht und genauso haben wir das auch gemacht.

Zutaten (für 4 Personen als Hauptgericht
oder für 6 – 8 Portionen als Beilage):

1 kg Zucchini, in dicke

Scheiben geschnitten (à 2 cm)

3 EL Olivenöl

Meersalzflocken und

schwarzer Pfeffer aus der

Mühle

125 g Frühlingszwiebeln,

geputzt

5 Eier (Größe M), leicht

verquirlt

150 g Griechischer Joghurt

35 g mittelfeine Polenta

135 g Fetakäse, zerbröckelt

50 g Kefalotyri (griechischer

Hartkäse) oder Pecorino,

fein gerieben

3 Knoblauchzehen, fein

gerieben

20 g Dill, Spitzen gehackt,

grobe Stängel entfernt, plus

etwas mehr zum Servieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 190 °C (Umluft) vorheizen.

Die Zucchinischeiben in einer großen Bratreine in einer Schicht nebeneinander auslegen. Mit 2 EL Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.

10 Minuten im Backofen braten. Dann die Frühlingszwiebeln zugeben und das restliche Öl darübergeben. Wieder in den Backofen schieben und weitere 10–15 Minuten backen. Die Zucchini sollten beim Einstechen mit einem scharfen Messer weich und die Frühlingszwiebeln leicht angebräunt sein. Die Hitze auf 170 °C (Umluft) reduzieren.

Alle anderen Zutaten in einer großen Schüssel zu einem flüssigen Teig vermengen und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse in eine Auflaufform füllen: Meine ist 27 x 20 x 5 cm groß und hat ein Fassungsvermögen von 1 Liter. Am besten ist eine Form aus Gusseisen oder Kupfer, da Metall die Wärme gut leitet. Den Teig über das Gemüse gießen und das Gericht 15–20 Minuten backen, bis es golden und fest bzw. souffléeähnlich ist. Mit Dill bestreuen und heiß oder warm servieren.

Diana Henry: Aus dem Ofen

Diana Henry: Aus dem Ofen
Einfache Gerichte schnell zubereitet

Fotos: Laura Edwards

Ars Vivendi

Preis: 28,– €

Best-of Ofen-Cooking alltagstauglich und sogar mit Gäste-Button

Wer schließt die Ofentür?

Diana Henry, in Nordirland aufgewachsen, ist eine der beliebtesten britischen Food-Autorinnen. Sie hat eine wöchentliche Kolumne im Sunday Telegraph, schreibt auch für BBC Good Food, Red sowie House & Garden und ist bei BBC Radio 4 regelmäßig auf Sendung. Für ihre journalistische Arbeit und ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise – so wurde sie unter anderem drei Mal von der »Guild of Food Writers« als »Cookery Journalist of the Year« ausgezeichnet (zuletzt im Jahr 2015) sowie zwei Mal bei den »Fortnum & Mason Food & Drink Awards« als »Cookery writer of the Year« (2013 und 2015). Im ars vivendi verlag erschienen bereits die Bücher Alle meine Hähnchen, Simple und Change your appetite.

Worum geht’s?

 Der Esstisch ist ein wichtiger Ort und der Backofen kann sein Freund und Helfer werden, wenn…

Im Wanderurlaub muss, die gebuchte Ferienwohnung zwingend für mich einen Backofen haben, dass weiß der Lieblingsmann ganz genau, ohne dieses Ausstattungsmerkmal kann mir die idyllischste Hütte gestohlen bleiben. Schon eine Weile erfreuen sich Kochbücher, die ausschließlich den Backofen als Zubereitungshelfer favorisieren großer Beliebtheit. Lecker und unkompliziert braten, garen oder überbacken und bevor es an den Tisch geht, ist der Abwasch schon erledigt, dass sind Argumente, die köstlich, alltags- und gästetauglich sehr überzeugend für diese Art der Zubereitung quasi mühelos punkten. Die Anzahl an Equipment, die sich in jedem Haushalt in Form von Blech, Bräter, Auflauf- und Backformen sowieso schon befinden, lässt noch viel Raum für eine Autorin, die jedes ihrer Thema gut durchdacht an den Alltag ihrer Leser anpasst und dafür steht, neben vielen neuen kulinarischen Erfahrungen, für viel Aroma zu sorgen. Leider gehen die meisten Kochbücher zum Thema nur eindimensional damit um und zeigen lediglich Rezepte, die auf dem Backblech zubereitet werden. Dabei walten jedoch in Form von Hitze rohe Kräfte und wenn es ebenfalls um den optimalen Garzeitpunkt geht, das Ganze noch durch ein Sößchen begleitet werden soll, ist eine umfassende und differenzierte Betrachtung der Möglichkeiten bei der Zubereitung im Backofen notwendig!

Es fing mit einem unkomplizierten und gleichwohl genialem Rezept an….

Antonio Carluccios Rezept für Hähnchenschenkel mit Babykartoffeln, roter Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin und Olivenöl war Ms. Henry’s erste Begegnung mit der entspannten Art des Zubereitens im Backofen und , dieses hat die kreative Kochbuch-Autorin nicht nur nachhaltig begeistert, sondern dazu veranlasst, im Laufe der Jahre ihr ganz eigenes Repertoire ähnlicher Gerichte zusammen zu stellen.

Was ist drin?

Tolle Rezepte und eine bis auf den i-Punkt genaue Rezept-Entwicklerin!

 In das Buch Aus dem Ofen von Dina Henry musste ich unbedingt reinschauen,  Ms. Henry hat bei mir mit ihren hocharomatischen Gerichten einen Stein im Brett.  Bei den Zutaten dafür bedient sich diese weltweit, um es spannend für unsere Gaumen zu machen. Ein weiteres Plus die Rezepte ihrer Kochbücher haben den Rezepte-TÜV immer schon hinter sich und sind hier detailliert bis auf die Größe der Auflaufform ausgearbeitet.

Aufbau und Didaktik gehen bei einem klasse Kochbuch immer Hand in Hand

Eigentlich geht es in einem Kochbuch ja um Rezepte, stimmt, aber ob dieses wirklich etwas anzubieten hat, entscheidet sich für mich gleich im Inhaltsverzeichnis. Da sollte bereits erkennbar sein, was es zu bieten hat. Leider lassen sich diese Chance viele Autoren entgehen und reihen ihre Rezepte in klassische Cluster und können damit wenig erklären, ob ihre Gedanken zum Thema zwischen abgestuften Aufwand, Vorlieben, Alltagskochen oder Gästebewirtung wirklich unterscheiden können. Bei Diana Henry erkenne ich ein System was ebenso zu den unterschiedlichen Zeit-Budgets in der Woche, dem Anlass und den unterschiedlichen Vorlieben und Geschmäckern der Interessenten passt.

Bei den allereinfachsten Rezepten, die nur einen Bräter oder ein Backblech erfordern, arrangiert man die Zutaten, würzt sie und schiebt sie dann einfach nur noch in den Backofen. Am anderen Ende der Schwierigkeitsskala – beispielsweise beim Gratin aus Räucherfisch mit Tomate und Kartoffeln – müssen die Kartoffeln in dünne Scheiben geschnitten, Sahne und die Milch erhitzt werden, bevor diese über den Fisch gegossen wird.

Los geht es mit einfachen Gerichten (Würstchen, Koteletts, Fischfilets & ähnliche Speisen), bevor wir zur Lieblingszutat (Hähnchenschenkel bis in alle Ewigkeit) der Autorin kommen,

weiter geht es mit Gemüse von Spargel bis Aubergine (dieses Kapitel widmet sich dem Frühjahrs- und Sommergemüse), bevor uns Henry‘s köstlichen Ideen mit roter Bete & Bittersalaten (Herbst- und Wintergemüse) in die kältere Jahreszeit begleiten. Besondere Aufmerksamkeit schenkt Diana Henry Getreide & Hülsenfrüchten (Weich Garen).

Für mich mein absolutes Lieblingskapitel und schön das hier wieder jemand praktisch und nicht dogmatisch unterwegs ist. Reis und Pasta als Beilage gart man besser auf als im Ofen. Praktischerweise werden die Garzeiten für die verschiedenen Reis- und Getreidesorten in diesem Kapitel gleich mit erklärt. Ein Service, der dieses Kochbuch sehr praxistauglich macht, wer hat nach einem stressigen Tag wirklich noch Lust sich das aus anderen Kochbüchern oder dem Netz als kleine Informations-Häppchen überall zusammen zu klauben?

Nach der Pflicht kommt dann die Kür, das Kapitel Wochenende, Feiertage besondere Anlässe (Braten, Geflügel & ganze Fische) serviert reichlich Ideen für die Zeiten, wo wir die Muße haben, Familie und Gäste mit Ofen-Kreationen glücklich zu machen. Und zum Schluss werden köstliche Desserts und Kuchen aus dem Ofen aufgeboten.

Was ist besonders? – Ich schätze Ihre Umsicht und Kreativität!

Dinah Henry ist meine ganz persönliche Ofen-Meisterin und das hat viele Gründe, zum ersten ihre Kreativität und Akribie, wenn es darum geht köstliche Optionen aus allen Herren Länder bei mir zu Hause auf den Tisch zu bringen. Ihre Kunst ist dabei die Optimierung für zu Hause und setzt sich damit deutlich von beliebigen Länder-Kochbüchern ab, bei dessen Rezepten, ich mir dass alles einzeln erarbeiten muss. Zudem liefern ihre Kochbücher und besonders dieses hier immer eine ungeheure Vielfalt… Heute noch kulinarisch in Griechenland, morgen in Italien übermorgen mit Kürbis saisonal kochen und erschmecken, wie phantastisch dieser sich mit asiatischen Zutaten wie Sojasauce, Ingwer, einem Hauch Schärfe (Chili) und kombiniert mit Süße (Honig) versteht.

Was mir aber noch mehr bedeutet ist, wie detailgenau, Henry all ihre Rezepte ausgearbeitet hat, da wurde wirklich an alles gedacht! Wer sich an die vorgeschriebenen Größen für die verwendeten Formen oder Bleche hält, erlebt keine bösen Überraschungen,  z. B. dass die Sauce am Ende der Zubereitung der Hitze beugen musste.  Backofen kochen ist durchaus nicht trivial, wenn man auf optimale Konsistenzen Wert legt. Ms. Henry macht ihren Job hier nicht nur gut, sondern im Vergleich zu anderen Publikationen zum Thema, großartig! Alles aufs Blech, Tür zu und fertig funktioniert eben nur selten richtig köstlich!

In Kombination mit den vielen Tipps und Tricks der sehr vielseitigen Rezeptauswahl, die ebenfalls ein großes Herz für Vegetarier hat, hat mich dieses Ofen-Kochbuch auf ganzer Linie überzeugt, weil es schon mit seiner Gliederung zeigen kann, hier ist jemand bei Aufwand und Zeit-Budgets ganz nah an dem Alltag von Normalo-Kochern dran.Wenn man am Ende dann noch Gäste ohne Stress satt und glücklich bekommt, ist für mich das Optimum erreicht, was ich mir von einem sehr gutem Ofen-Kochbuch wünsche, das mit jedem Rezept meinen kulinarischen Horizont, den meiner Lieben und unserer Gäste köstlich erweitert. Dafür stelle ich mir dann liebend gerne die eine oder andere neue Zutat in die Speisekammer oder den Gewürzschrank.

Probiert & Verputzt:

Griechischer Auflauf mit Zucchini, Polenta, Fetakäse & Dill

Himmlisch würzig und cremig!

Gebackener Fenchel mit Chili & Parmesan

©Laura Edwards

Dreimal ja von uns! Wir lieben Fenchel, wir lieben Parmesan und haben es auch gerne mal ein wenig schärfer. Und vielen Dank für die Optimierung bei der Zubereitung, so absolut Feierabend tauglich!

 

 

 

 

Gebackener Reis mit grünen Oliven, Orange, Fetakäse & Dill

Risotto ist eine meine Lieblingsspeisen, leider aber auch eine Diva, die ständige Aufmerksamkeit fordert. Diese Alternative ist ebenso lecker wie unkompliziert! Ich freue mich zudem über weitere Anregungen, die ich gut gebrauchen kann, wenn wir unterwegs sind und mit dem auskommen müssen, was wir zu Beginn eingekauft haben.

Gebackener Kürbis & Tofu mit Sojasauce, Honig, Chili & Ingwer

©Laura Edwards

Toll, I love it! Obwohl ich normalerweise kein ausgewiesener Kürbis-Fan bin… Aber so lecker und würzig, ist uns der noch nicht untergekommen. P.S. Das asiatische Dressing muss unbedingt mit auf den Tisch -es lohnt sich!

 

 

 

 

Mit Cassis & Lorbeerblättern gebackene Birnen mit Brombeere

Genial, süße Birne trifft auf viel Aroma, ergänzt durch die süß-säuerliche Note der Brombeeren, die bei uns wild gesammelt wurden, eine tolle Kombination, die viel hermacht und deshalb in der Rubrik Gästebewirtung ganz oben auf meiner Dessertliste abgespeichert wurde! Perfekt dazu ein Klacks Crème fraîche oder griechischen Joghurt.

Fazit: Best-of Ofen-Cooking alltagstauglich und sogar mit Gäste-Button!

Ich mache es kurz, vor mir liegt das informativste und leckerste Buch was man sich gönnen kann, wenn man die Tradition der Auflauf- und Ofen-Küche neu beleben will! Es geht nicht leckerer und jedes Rezept ist unbedingt gästetauglich. Diana Henry hat außerdem für ihre sehr detailliert Herangehensweise und Zubereitungsbeschreibung und die vielen Varianten, die sie bei jedem Rezept außerdem aufzeigen kann, bei mir für dieses Werk, mindestens 3 Sonderpunkte verdient! Das Buch ist für jedermann geeignet, einzige Voraussetzung man sollte Spaß an Gewürzen und besonderen Zutaten haben, die man heute alle online bestellen kann. Ms. Henry rät übrigens zur Vorratshaltung und zu Sammelbestellungen. Tja die Frau kocht nicht nur spannend und köstlich, sondern denkt ungeheuer praktisch und dafür liebe ich Sie!

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!