Bourbon Brownies

©Jenny Zarins/Comfort Food, Prestel Verlag

Quelle: Russel Norman: Comfort-Food oder gute Laune Küche aus New York

Prestel Verlag

Preis: 32,– €

 So gut, Kalorienzählen ist verboten!

Brownies konkurrieren mit Apfelkuchen um Platz eins der beliebtesten Desserts der Amerikaner. Auch in Deutschland  ist der Schokokuchen als Brownie bekannt und beliebt, in Großbritannien spricht man dagegen von „chocolate brownies“. Ein Brownie sollte saftig-feucht, aber fest sein. Leichtigkeit ist nicht das Ziel. Eine ordentliche Beigabe von Alkohol macht ihn sogar regelrecht schwer. Die Zubereitung beginnt bereits einen Tag im Voraus.

Zubereitung (für acht Stücke):

200 g getrocknete Feigen, in grobe Stücke geschnitten

150 ml Bourbon Whiskey

250 g ungesalzene Butter, gewürfelt, plus ein Stück zum Einfetten

200 g dunkle Kuvertüre, gehackt

100 g geschälte Walnüsse, grob gehackt

80 g Kakaopulver

65 g Mehl

1 TL Backpulver

200 g feinkörniger Zucker

4 mittelgroße Eier

Zum Anrichten Vanilleeis

Zubereitung:

Feigen über Nacht im Whiskey einweichen. Am nächsten Tag abgießen, den Whiskey für später aufbewahren.

Ofen auf 180 ºC vorheizen. Ein 20 × 30 cm großes Backblech einfetten und mit Backpapier auslegen.

Butter und Schokolade gemeinsam im Wasserbad schmelzen. Dann vom Herd nehmen und die Feigen und Walnüsse in die Masse geben.

In einer anderen Schüssel Kakaopulver, Mehl, Backpulver und Zucker vermischen. Alles zur Schokoladenmasse hinzufügen und gut unterrühren. In einem Messbecher die Eier aufschlagen, dann ebenfalls gut mit der Schokoladenmasse vermengen.

Teig auf das vorbereitete Backblech geben und mit der Rückseite eines Löffels verteilen. Im vorgeheizten Ofen 25 Minuten backen, Backblech einmal drehen und weitere 10 Minuten backen (oder so lange, bis an der Spitze eines hineingesteckten Messers kein Teig mehr kleben bleibt).

Backblech aus dem Ofen nehmen, Brownie mit einem Zahnstocher großflächig einstechen und in die Löcher den Whiskey der eingelegten Feigen träufeln. In acht gleich große Stücke schneiden und noch warm mit jeweils einer Kugel Vanilleeis servieren.

Apfelschnecken

©Simon Wheeler/AT-Verlag

Quelle: Hugh Fearnley-Whittingstall: Täglich Früchte

Fotos: Simon Wheeler

AT Verlag

Preis: 28,– €

Hefekuchen lieben wir heiß und innig, die Kombination von Äpfeln, Rosinen und Walnüssen toll. Mit Trockenhefe backe ich aber nicht so gerne, weil die Ergebnisse mit frischer Hefe einfach stabiler sind.

Dies ist Hugh Fearnley-Whittingstall’s Interpretation der klassischen Schnecken, die eine ideale Grundlage für die unwiderstehliche Kombination aus Äpfeln, Trockenobst, Nüssen und Gewürzen darstellen.

Zutaten (ergibt 12 Stück):

250 ml Vollmilch, lauwarm

2 TL Trockenhefe (bei mir ein ½ Würfel frische Hefe)

50 g feiner Kristallzucker

500 g Mehl

10 g feines Meersalz

100 g Butter, geschmolzen

1 mittelgroßes Ei, leicht verschlagen

35 g Butter, geschmolzen, für die Form

Für die Füllung:

3 Äpfel (insgesamt ca. 400 g)

25 g Butter

100 g Rosinen

75 g Walnüsse, grob gehackt

100 g feiner Kristallzucker

1 TL gemahlener Zimt

Zum Glasieren:

3 EL Aprikosenmarmelade, durch ein Sieb gestrichen

Zubereitung:

Die warme Milch mit der Hefe und dem Zucker gut verschlagen und etwa 15 Minuten ruhen lassen, bis sich Schaum bildet. Das Mehl in einer großen Schüssel mit dem Salz mischen. Die Hefemischung, die geschmolzene Butter und das Ei dazugeben und alles zu einem groben Teig zusammenfügen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 10 Minuten kneten, bis ein glatter, seidiger Teig entstanden ist. Da der Teig klebrig ist, die Hände mit etwas Mehl bestäuben, aber nicht mehr Mehl als nötig verwenden.

Den Teig in eine leicht eingeölte saubere Schüssel legen, mit Küchenfolie abdecken und zur doppelten Größe aufgehen lassen. Das dauert mindestens 1 Stunde, eher 2–3 Stunden (Ei und Butter bremsen die Aktivität der Hefe). Eine rechteckige Backform (ca. 25 × 30 cm) großzügig mit einem Teil der geschmolzenen Butter einfetten.

Für die Füllung die Äpfel schälen, entkernen und in ½ – 1 cm große Würfel schneiden. Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Äpfel 8–10 Minuten weich dünsten. Abkühlen lassen.

Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche leicht zu einem Rechteck von 45 × 30 cm ausrollen. Mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen, dabei an der entfernter liegenden Längsseite einen 2 cm breiten Rand frei lassen. Äpfel, Rosinen und Walnüsse darauf verteilen. Den Zucker mit dem Zimt mischen, die Füllung damit bestreuen. Den Teig von der Längsseite her einrollen. Die Enden gerade abschneiden, dann die Rolle in 12 gleich große Stücke schneiden. Diese mit der Schnittfläche nach oben in die Backform legen. Die Form mit Frischhaltefolie abdecken oder in eine große, saubere Plastiktüte schieben und den Teig an einem warmen Ort nochmals gut 1 Stunde gehen lassen, bis der Teig schön luftig aufgegangen ist.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Schnecken 25–30 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind. Die Marmelade mit einem Schuss Wasser verdünnt erwärmen. Die Schnecken damit glasieren, solange sie noch heiß sind.

Walliser Kartoffelkuchen

© Michael Schinharl für ZS Verlag

Quelle: Cornelia Schinharl: Alpenküche Vegetarisch

ZS Verlag

Preis: 24,90 €

Mit einem frischen Salat , für uns Endivie mit einer deutlichen Zwiebelnote, das passt hier als Kontrast recht gut finde ich, ein leckeres Abendessen, gerne wieder oder auch mal als Proviant für eine Wanderung, dann zupfe ich auch den Thymian wieder direkt vor Ort. Es gibt für mich kein größeres Vergnügen, als von Wanderungen Kräuter mitzubringen und diese dann am Abend in der Ferienwohnung direkt  zum Einsatz zu bringen. Nur beim Wermut-Kraut habe ich mir das diesmal im Wanderurlaub auf Teneriffa verkniffen, das hat am Wegesrand schon so geduftet, das wir vom Geruch schon gänzlich angeschickert waren.

 Fast in allen Alpenregionen werden Äpfel angebaut, ob in Südtirol, im Veltlin oder eben im Wallis. Mit Käse und Kartoffeln gehen sie eine besondere und feine Verbindung ein!

Zutaten (für 1 Springform 26 cm Ø):

400 g vorwiegend festkochende

Kartoffeln

Salz

300 g Mehl

125 g kalte Butter

75 ml Weißwein

1 dicke Stange Lauch

1 EL Butter

2 säuerliche Äpfel

200 g würziger Bergkäse

2 EL (Berg-) Thymianblättchen

Pfeffer aus der Mühle

1 Ei

100 g Sahne

1 Eigelb

1 EL Milch

Zubereitung:

Am Vortag die Kartoffeln mit der Schale waschen und in Salzwasser weich, aber nicht zu weich garen. Die Kartoffeln abgießen, ausdampfen und abkühlen lassen. Bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank legen.

Am nächsten Tag das Mehl mit 1 TL Salz mischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden, mit dem Wein dazugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Inzwischen den Lauch putzen, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, den Lauch dazugeben, mit Salz würzen und bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 5 Minuten dünsten.

Die Äpfel vierteln, schälen und die Kerngehäuse entfernen. Die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Den Käse gegebenenfalls entrinden und grob raspeln. Die Kartoffeln pellen und in dünne Scheiben schneiden. Den Lauch mit den Äpfeln und dem Thymian mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zwei Drittel des Teiges abnehmen, zu einer Kugel formen und zwischen zwei Lagen Backpapier rund (32 cm Durchmesser) ausrollen. Die Springform mit dem Teig auslegen und dabei einen etwa 4 cm hohen Rand formen. Die Hälfte der Kartoffelscheiben einschichten, mit Salz würzen und mit etwas Käse bestreuen. Die Hälfte der Lauchmischung darauf verteilen und ebenfalls mit Käse bestreuen. Die restlichen Kartoffeln und den übrigen Lauch ebenso einschichten und mit Käse bestreuen. Das Ei mit der Sahne verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und darüber gießen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den restlichen Teig zu einem Kreis (26 cm Durchmesser) ausrollen, auf die Füllung legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Die Ränder gut andrücken. Den Kartoffelkuchen im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen.

Strauben

Quellen: Ilse König/Klara Monti/Inge Prader: Mini-Mania

Brandstätter Verlag

Preis: 19,90 €

Ich liebe Strauben, denn sie sind für mich mit dem Wanderurlaub in den Dolomiten verbunden. Die Mutter unseres Wirts dort, macht die spitze. Das Problem ist nur, danach ist man platt, die gehen wirklich nur als Nachtisch nach einer langen Wanderung. Die Minis haben mir viel besser gefallen, positiv dabei ist auch, dass viel weniger Öl zum Frittieren benötigt wird. In dieser Variante gerne wieder, herrlich mit einer Tasse Kaffee und dann unbedingt die Finger ……. Was die Technik angeht muss ich aber wohl noch ein wenig üben!

Zutaten (für 100 Stück/12 Portionen):

 Basis:

80 g Mehl

60 ml Milch

½ TL Zucker

1 Ei (M)

1 EL geschmolzene Butter

1 Schuss Aprikosenbrand

1 Prise Salz

Frittieröl

Topping:

Puderzucker

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben, mit Milch glattrühren, Zucker unterrühren. Teig 10 Min. ruhen lassen. Ei, Butter und Aprikosenbrand unterrühren. Salzen.

Teig in einen Spritzbeutel mit einer 3 mm großen Tülle füllen (statt eines Spritzbeutels alternativ einen Frischhaltebeutel nehmen und an einer Spitze ein passendes kleines Stück abschneiden). 3 Finger breit Öl in einer Pfanne stark erhitzen (es ist heiß genug, wenn am Stiel eines eingetauchten Holzlöffels Bläschen aufsteigen).

Teig in möglichst kleinen Spiralen, innen beginnend, in das Fett laufen lassen. Hitze leicht reduzieren. Strauben hellbraun backen, einmal wenden. Mit dem Schaumlöffel herausheben. Achtung, sie bräunen noch nach.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen, möglichst frisch servieren. Nach Geschmack kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Small is the new big!

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Ilse König/Klara Monti/Inge Prader: Mini-Mania

Brandstätter Verlag

Preis: 19,90 €

Worum geht’s – oder ganz wie es uns gefällt!

 Kleine Köstlichkeiten wie Tartelettes, Canapes & Co. stehen in der Gunst von Gästen – egal zu welchem Anlass – hoch im Kurs. Kein Wunder kleine Häppchen sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern garantieren jede Menge Überraschungen und Genuss und werden vielen Vorlieben gerecht: von süß bis salzig, cremig bis knusprig wird hier jeder nach seiner Fasson glücklich. Diese mundgerechten Bissen haben nicht nur das Talent, Vegetarier und Fleischesser, Gesundheitsfanatiker und Genießer mühelos ins Gespräch zu bringen, nein Minis sind perfekt für den Genuss ohne Reue, denn kleine Sünden sollten wir uns immer gönnen. Außerdem scheint es, dass sie häufig auch viel besser schmecken, als ein großes Stück und festlegen, ob wir nun süß oder salzig, vegetarisch oder nicht genießen wollen, müssen wir uns bei ihnen nicht, nein wir können nach Lust und Laune von einem zu anderen springen, ganz wie es uns gefällt.

Gästebewirtung 2.0 – ist das auch was für den Hausgebrauch?

 Hand aufs Herz, Fingerfood und Canapes, wer hat da nicht sofort die Befürchtung oje hoffentlich schaffe ich das  in der eigenen Küche? Irgendwie erscheinen dabei vor meinem geistigen Auge sofort Bilder von unglaublich schönen und filigranen Häppchen, adrett drapiert und bestimmt selbst gekauft und von Profis geschaffen. Klar finde ich die äußerst lecker und so viel passender und zwangloser für die nächste Party, aber bekomme ich das selbst ebenso hin, ohne dass ich Tage vorher in der Küche verbringe? Vorbereiten lassen sich diese leckeren kleinen Verführungen selbstverständlich schon viel besser, als das auf den Punkt frisch zu servierende Menü für die nächste Familienfeier oder den zwanglosen Abend mit einer illustren Gästeschar. Ich bin ehrlich, bei diesem kulinarischen Genre bekomme ich kalte Füße, ich bin weder Filigrantechnikerin noch möchte ich mich vor der nächsten Party Tage in der Küche verbarrikadieren und mit meinem Spritzbeutel verwachsen, entsprechend bin sehr gespannt, ob ich in Ilse König jetzt endlich eine kompetente Komplizin gefunden habe.

Was ist drin?

Frau König präsentiert sehr viele kleine Süden im Miniformat, entweder süß oder salzig und dirigiert uns mit einer spannende Motto-Reise, durch einen ganzen Himmel an kleinen Sünden zum Verwöhnen und Genießen, gerne auch in der gesunden Variante, mit aufregenden inneren Werten oder einfach easy peasy und Outdoor tauglich. Allen gemeinsam ist, dass mindestens eine Komponente gebacken wurde.

Partyküche im Zeitalter der Superlative – wie kriege ich das denn hin?

 Rasend einfach, rasend schnell und rasend gut
– mehr muss es gar nicht sein!

Hand hoch, wer das nicht möchte, bitte melden! Huch jetzt sehe ich aber gerade niemanden der sich hier als Spaßverderber oder als Schwarzseher outet. Wollen täten wir sie schon die Minis, aber wie kann das in der heimischen Küche als „One-Man/Woman-Show“ funktionieren? Und bitte schön so, dass alles ganz einfach vorzubereiten ist, wir nicht zu lange in der Küche stehen, sondern uns noch locker bevor die Gäste eintreffen,  ein Gläschen Sekt genehmigen können. Natürlich möchte ich auch, dass die Gäste später Schlange stehen, weil sie unbedingt das Rezept für die Citrus Cups mit den verschiedenen Curds, die Kirsch-Stracciatella Blossoms, die Bluecheese Cakelets, den Karottenkuchen XS, die Gravlax-Ladybirds, die Bocconotti mit ihrem leckeren Kern aus Nüssen und Schokolade, oder die super einfachen aber nicht minder köstlichen Nutty-Bites oder Käse-Crispies von mir wollen. Die verwöhnten Genießer unter meinen Gästen, möchte ich nicht mit Tomate-Mozzarella langweilen, sondern halte mich da lieber an die süßen Erdbeer-Caprese, aus Madeleine-Teig, gefüllt mit Frischkäsecreme und Erdbeere, und auch bei den Crostini-Chocolive-Chèvre oder den Diavoletti, das sind Tartelettes, die mit einer Füllung aus Erdbeer-Chili-Konfitüre begeistern können, ist für jede Menge Spannung auch bei den verwöhnten Gaumen gesorgt.

Viel Kreativität und ein Konzept sind der Schlüssel
– und mehr geht auch nicht!

 Die Eiermilch legende Wollmilch-Sau das wäre genau die Lösung gewesen, hier alle meine Anforderungen und Wünsche zu erfüllen, es geht aber auch anders: hier kreiert jemand mit viel, viel Kreativität jede Menge aufregende Häppchen-Ideen, die nicht nur gut schmecken, sondern genauso für Glamour und jede Menge Abwechslung auf dem Party-Buffet sorgen. Damit das funktioniert, greift die Autorin ebenso gerne mal auf die ready-made Teige aus dem Kühlregal zurück. Wer es dennoch nicht lassen kann, findet im Anschluss an die Mini-Parade einfache und praxistaugliche Rezepte, wie man Mürbe-/Blätter- und Hefeteig & Co. geling sicher selbst herstellen kann. Außerdem schöne Ideen für Füllungen in Form von Curds und Marmelade und selbstverständlich muss die Karamell- und die Tomatensauce für den Pizzateig nicht jedes Mal aus dem Supermarkt kommen. Mir gefällt ebenfalls, dass das Buch sogar ein Rezept für ein selbstgemachtes Jelly im Angebot hat, müssen ja nicht immer die langweiligen Gummibären sein. So kann ich mit meinem Lieblingsfruchtsaft selbst experimentieren, und als Cracker-Fan muss ich unbedingt Ilses Ideen für Crispies, Craquelins und Olivenöl-Cracker ausprobieren.

Ein paar Tipps hier und da, die können nicht schaden!

 Ilse König hat selbstverständlich noch ein paar Tipps für den maximalen Erfolg parat und erklärt kurz wie Backzeiten und Backtemperatur sich zu den Minis verhalten. Alle Rezepte sind in der für sie jeweils am besten geeigneten Form gebacken worden. Wenn Ihr die passende Form nicht besitzt, kann jede andere Form verwendet werden, ggf. müsst Ihr nur ein bisschen hinsichtlich Backtemperatur und -zeit tüfteln, auch ein wenig Improvisationsgeist kann in meinen Augen nicht schaden. Zur Mini-Grundausstattung gehören für Frau König nur 3 Formen: Mini-Muffins, Mini-Tartelettes und Mini-Pies, diese kommen im Buch in unterschiedlichen Größen zum Einsatz.

Fazit: Minis sind quasi die Königsdisziplin in der Küche, was hier mit Bravour,  sehr viel Kreativität und ausgesprochenem praktischem Verständnis an die Frau oder den Mann gebracht wird! Das ist für mich bisher einzigartig, mich holt das schöne Buch hier voll ab, dabei ich bin überhaupt keine Basteltante in der Küche und habe diese Spezies bisher gemieden wie der Teufel das Weihwasser, obwohl ich sehr gerne für Gäste selber koche. Hier kriege ich für mich das Maximale geboten und kann mir das ebenso sehr einfach machen, zusätzlich staune ich über die schönen Fotos, die mir gleichzeitig als Deko-Ideen dienen. Layout und Präsentation machen Spaß, sind nützlich und ich bin begeistert, über die vielen neuen herrlich unkomplizierten Ideen! Also ich kann jetzt auch Minis, wenn Ihr Lust habt auch dabei zu sein, einfach mal reinschauen, es lohnt sich, wenn Ihr Spaß an neuen Ideen und interessanten Kombinationen habt.

Herzlichen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Pistazien-Käsekuchen mit Aprikosen-Schoko-Ganache

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

Dieser Käsekuchen wird nicht gebacken und ist einfach herzustellen. Seinen knusprigen, süßen Boden aus Keksen bedeckt eine mit Kardamom aromatisierte Pistaziencreme. Für eine Geschmacksexplosion sorgt jedoch die fruchtige Schoko-Ganache auf der Creme. Manchmal sind Käsekuchen etwas zu süß und schwer, aber eine würzige Ganache wie diese verleiht ihnen Frische und Pep. Da im Moment keine Saison für Aprikosen ist, habe ich nur Mangos verwendet (insgesamt ca. 3 mit Deko, das hängt aber auch vom Gewicht ab) Crème double wurde hier wieder von mir durch Sahne ersetzt. Beim Kardamom, den ich sehr liebe; sollte man sich vorsichtig annähern, ich mahle den immer frisch und auch nicht zu fein. Tolle Idee, Schokolade, Mango und Kardamom passen wirklich hervorragend zusammen!

Zutaten (ergibt 10 –12 Stücke):

Für den Boden

300 g Vollkornbutterkekse

150 g flüssige Butter, plus etwas

zum Einfetten

Für die Pistaziencreme:

100 g Pistazienkerne

500 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

90 g Puderzucker, gesiebt

300 g Crème double

1 TL gemahlener Kardamom

Für die Ganache und Dekoration:

300 g reife Aprikosen, entsteint

150 g Mangopüree

50 g feiner Zucker

50 ml Wasser

2 TL Zitronensaft

250 g dunkle Schokolade

(mindestens 70 % Kakao), gehackt

25 g weiche Butter

4 feste Aprikosen, entsteint und

Geviertelt)

Für den Boden

300 g Vollkornbutterkekse

Ergibt 10 –12 Stücke

Zubereitung:

Für den Boden die Kekse in der Küchenmaschine zu feinen Krümeln mahlen. Die Butter hinzufügen und unterrühren. Eine Springform mit 23 cm Durchmesser einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen. Die Keks-Butter-Mischung auf dem Boden der Form festdrücken. Die Form kalt stellen und die Käsecreme zubereiten.

Die Pistazien in der Küchenmaschine fein mahlen, aber nicht pulverisieren. Den Frischkäse und den Puderzucker in einer Schüssel zu einer weichen Creme verrühren, die Pistazien unterheben.

In einer anderen Schüssel die Crème double mit dem gemahlenen Kardamom schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Pistazien-Frischkäse-Creme unterheben, sodass alles gut vermischt ist. Die Masse auf den Keksboden in der Form geben, die Oberfläche glatt streichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen. Während der Kuchen durchkühlt das Fruchtpüree für die Ganache vorbereiten.

Die reifen Aprikosen mit dem Mangopüree, dem Zucker und dem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und dann auf niedriger Temperatur 10 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, den Zitronensaft gut untermischen, alles 5 Minuten abkühlen lassen und anschließend in der Küchenmaschine zu einer glatten Masse pürieren. Das Püree durch ein Sieb in eine saubere Schüssel streichen. 300 g des Pürees in einem Topf aufkochen.

Für die Ganache die gehackte Schokolade in eine Schüssel geben und das heiße Fruchtpüree darübergießen. Rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Butter hinzufügen und rühren, bis auch sie geschmolzen ist. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen, die Ganache über die Käsecreme gießen und den Kuchen erneut für mindestens 6 Stunden oder auch über Nacht in den Kühlschrank stellen. Zum Servieren den Kuchen aus der Form nehmen und mit den Aprikosenvierteln garnieren. Er hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

Rosen-Honig-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

In Indien wird nach dem Essen oft gulkand serviert, eine Konfitüre mit Rosenblütenblättern. Sie wird meist in Betelnussblättern gereicht, ist ein würziger Munderfrischer und fördert die Verdauung. Dieser Kuchen ist inspiriert von dieser würzig-lieblichen Kombination. Mir gefällt, wie der Anis-Kick des Fenchels das Aroma des Rosenwassers ausbalanciert und seinem Geschmack Finesse verleiht. Durch die Fenchelsamen und Rosenblüten erhalten Creme und Glasur sowie der feste Honig-Mandel-Kuchenteig etwas überraschend Knuspriges. Wer keine Creme Double nimmt, sollte eine Mischung aus Mascarpone und geschlagener Sahne verwenden, wobei der Sahneanteil etwas höher sein kann. Ich persönlich fand hier aber die Creme Double passend, auch wenn das nicht ganz billig ist. Rosenwasser bitte nur von allerbester Qualität, da ist in meinen Augen der Asia-Shop nicht die beste Einkaufsquelle, die billigen Qualitäten schmecken recht schnell seifig. Rosenblätter habe ich mir in Bio-Qualität im Internet besorgt. Die Torte ist nicht nur richtig lecker, sondern macht auch noch was her, ohne die Gelegenheitsbäckerin, wie ich, zu überfordern.

Zutaten (ergibt 10 – 12 Stücke):

Für den Teig

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

100 g brauner Zucker

100 g klarer Honig

100 g Mehl

100 g gemahlene Mandelkerne

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

4 Eier (Größe L)

1 TL Rosenwasser

Für die Rosenmischung

20 g getrocknete Rosenblütenblätter

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett

geröstet

½ TL gemahlener Kardamom

4 EL feiner Zucker

Für die Füllung und Glasur

300 g Crème double

2 EL feiner Zucker

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett geröstet, leicht zerstoßen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Zwei Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel alle Zutaten für den Teig mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen 10 Minuten auskühlen, dann auf einem Kuchengitter völlig erkalten lassen.

Für die Rosenmischung alle Zutaten in einem Topf verrühren und bei niedriger Temperatur 2 – 3 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, vom Herd nehmen, noch einmal gut umrühren und zum Abkühlen beiseitestellen.

Für die Füllung die Crème double und den Zucker in einer Schüssel verschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Fenchelsamen unterziehen.

Zum Zusammensetzen der Torte einen Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und die Hälfte der Füllung darauf verstreichen. Mit der Hälfte der Rosenmischung bestreuen. Den zweiten Kuchen darauflegen, die übrige Creme darauf verstreichen und die restliche Rosenmischung darüberstreuen. Vor dem Servieren die Torte 10 Minuten bei Raumtemperatur durchziehen lassen.Sie hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.