Walliser Kartoffelkuchen

© Michael Schinharl für ZS Verlag

Quelle: Cornelia Schinharl: Alpenküche Vegetarisch

ZS Verlag

Preis: 24,90 €

Mit einem frischen Salat , für uns Endivie mit einer deutlichen Zwiebelnote, das passt hier als Kontrast recht gut finde ich, ein leckeres Abendessen, gerne wieder oder auch mal als Proviant für eine Wanderung, dann zupfe ich auch den Thymian wieder direkt vor Ort. Es gibt für mich kein größeres Vergnügen, als von Wanderungen Kräuter mitzubringen und diese dann am Abend in der Ferienwohnung direkt  zum Einsatz zu bringen. Nur beim Wermut-Kraut habe ich mir das diesmal im Wanderurlaub auf Teneriffa verkniffen, das hat am Wegesrand schon so geduftet, das wir vom Geruch schon gänzlich angeschickert waren.

 Fast in allen Alpenregionen werden Äpfel angebaut, ob in Südtirol, im Veltlin oder eben im Wallis. Mit Käse und Kartoffeln gehen sie eine besondere und feine Verbindung ein!

Zutaten (für 1 Springform 26 cm Ø):

400 g vorwiegend festkochende

Kartoffeln

Salz

300 g Mehl

125 g kalte Butter

75 ml Weißwein

1 dicke Stange Lauch

1 EL Butter

2 säuerliche Äpfel

200 g würziger Bergkäse

2 EL (Berg-) Thymianblättchen

Pfeffer aus der Mühle

1 Ei

100 g Sahne

1 Eigelb

1 EL Milch

Zubereitung:

Am Vortag die Kartoffeln mit der Schale waschen und in Salzwasser weich, aber nicht zu weich garen. Die Kartoffeln abgießen, ausdampfen und abkühlen lassen. Bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank legen.

Am nächsten Tag das Mehl mit 1 TL Salz mischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden, mit dem Wein dazugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Inzwischen den Lauch putzen, gründlich waschen und in feine Streifen schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, den Lauch dazugeben, mit Salz würzen und bei mittlerer Hitze unter Rühren etwa 5 Minuten dünsten.

Die Äpfel vierteln, schälen und die Kerngehäuse entfernen. Die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Den Käse gegebenenfalls entrinden und grob raspeln. Die Kartoffeln pellen und in dünne Scheiben schneiden. Den Lauch mit den Äpfeln und dem Thymian mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zwei Drittel des Teiges abnehmen, zu einer Kugel formen und zwischen zwei Lagen Backpapier rund (32 cm Durchmesser) ausrollen. Die Springform mit dem Teig auslegen und dabei einen etwa 4 cm hohen Rand formen. Die Hälfte der Kartoffelscheiben einschichten, mit Salz würzen und mit etwas Käse bestreuen. Die Hälfte der Lauchmischung darauf verteilen und ebenfalls mit Käse bestreuen. Die restlichen Kartoffeln und den übrigen Lauch ebenso einschichten und mit Käse bestreuen. Das Ei mit der Sahne verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und darüber gießen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den restlichen Teig zu einem Kreis (26 cm Durchmesser) ausrollen, auf die Füllung legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Die Ränder gut andrücken. Den Kartoffelkuchen im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen.

Strauben

Quellen: Ilse König/Klara Monti/Inge Prader: Mini-Mania

Brandstätter Verlag

Preis: 19,90 €

Ich liebe Strauben, denn sie sind für mich mit dem Wanderurlaub in den Dolomiten verbunden. Die Mutter unseres Wirts dort, macht die spitze. Das Problem ist nur, danach ist man platt, die gehen wirklich nur als Nachtisch nach einer langen Wanderung. Die Minis haben mir viel besser gefallen, positiv dabei ist auch, dass viel weniger Öl zum Frittieren benötigt wird. In dieser Variante gerne wieder, herrlich mit einer Tasse Kaffee und dann unbedingt die Finger ……. Was die Technik angeht muss ich aber wohl noch ein wenig üben!

Zutaten (für 100 Stück/12 Portionen):

 Basis:

80 g Mehl

60 ml Milch

½ TL Zucker

1 Ei (M)

1 EL geschmolzene Butter

1 Schuss Aprikosenbrand

1 Prise Salz

Frittieröl

Topping:

Puderzucker

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben, mit Milch glattrühren, Zucker unterrühren. Teig 10 Min. ruhen lassen. Ei, Butter und Aprikosenbrand unterrühren. Salzen.

Teig in einen Spritzbeutel mit einer 3 mm großen Tülle füllen (statt eines Spritzbeutels alternativ einen Frischhaltebeutel nehmen und an einer Spitze ein passendes kleines Stück abschneiden). 3 Finger breit Öl in einer Pfanne stark erhitzen (es ist heiß genug, wenn am Stiel eines eingetauchten Holzlöffels Bläschen aufsteigen).

Teig in möglichst kleinen Spiralen, innen beginnend, in das Fett laufen lassen. Hitze leicht reduzieren. Strauben hellbraun backen, einmal wenden. Mit dem Schaumlöffel herausheben. Achtung, sie bräunen noch nach.

Auf Küchenpapier abtropfen lassen, möglichst frisch servieren. Nach Geschmack kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Small is the new big!

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Ilse König/Klara Monti/Inge Prader: Mini-Mania

Brandstätter Verlag

Preis: 19,90 €

Worum geht’s – oder ganz wie es uns gefällt!

 Kleine Köstlichkeiten wie Tartelettes, Canapes & Co. stehen in der Gunst von Gästen – egal zu welchem Anlass – hoch im Kurs. Kein Wunder kleine Häppchen sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern garantieren jede Menge Überraschungen und Genuss und werden vielen Vorlieben gerecht: von süß bis salzig, cremig bis knusprig wird hier jeder nach seiner Fasson glücklich. Diese mundgerechten Bissen haben nicht nur das Talent, Vegetarier und Fleischesser, Gesundheitsfanatiker und Genießer mühelos ins Gespräch zu bringen, nein Minis sind perfekt für den Genuss ohne Reue, denn kleine Sünden sollten wir uns immer gönnen. Außerdem scheint es, dass sie häufig auch viel besser schmecken, als ein großes Stück und festlegen, ob wir nun süß oder salzig, vegetarisch oder nicht genießen wollen, müssen wir uns bei ihnen nicht, nein wir können nach Lust und Laune von einem zu anderen springen, ganz wie es uns gefällt.

Gästebewirtung 2.0 – ist das auch was für den Hausgebrauch?

 Hand aufs Herz, Fingerfood und Canapes, wer hat da nicht sofort die Befürchtung oje hoffentlich schaffe ich das  in der eigenen Küche? Irgendwie erscheinen dabei vor meinem geistigen Auge sofort Bilder von unglaublich schönen und filigranen Häppchen, adrett drapiert und bestimmt selbst gekauft und von Profis geschaffen. Klar finde ich die äußerst lecker und so viel passender und zwangloser für die nächste Party, aber bekomme ich das selbst ebenso hin, ohne dass ich Tage vorher in der Küche verbringe? Vorbereiten lassen sich diese leckeren kleinen Verführungen selbstverständlich schon viel besser, als das auf den Punkt frisch zu servierende Menü für die nächste Familienfeier oder den zwanglosen Abend mit einer illustren Gästeschar. Ich bin ehrlich, bei diesem kulinarischen Genre bekomme ich kalte Füße, ich bin weder Filigrantechnikerin noch möchte ich mich vor der nächsten Party Tage in der Küche verbarrikadieren und mit meinem Spritzbeutel verwachsen, entsprechend bin sehr gespannt, ob ich in Ilse König jetzt endlich eine kompetente Komplizin gefunden habe.

Was ist drin?

Frau König präsentiert sehr viele kleine Süden im Miniformat, entweder süß oder salzig und dirigiert uns mit einer spannende Motto-Reise, durch einen ganzen Himmel an kleinen Sünden zum Verwöhnen und Genießen, gerne auch in der gesunden Variante, mit aufregenden inneren Werten oder einfach easy peasy und Outdoor tauglich. Allen gemeinsam ist, dass mindestens eine Komponente gebacken wurde.

Partyküche im Zeitalter der Superlative – wie kriege ich das denn hin?

 Rasend einfach, rasend schnell und rasend gut
– mehr muss es gar nicht sein!

Hand hoch, wer das nicht möchte, bitte melden! Huch jetzt sehe ich aber gerade niemanden der sich hier als Spaßverderber oder als Schwarzseher outet. Wollen täten wir sie schon die Minis, aber wie kann das in der heimischen Küche als „One-Man/Woman-Show“ funktionieren? Und bitte schön so, dass alles ganz einfach vorzubereiten ist, wir nicht zu lange in der Küche stehen, sondern uns noch locker bevor die Gäste eintreffen,  ein Gläschen Sekt genehmigen können. Natürlich möchte ich auch, dass die Gäste später Schlange stehen, weil sie unbedingt das Rezept für die Citrus Cups mit den verschiedenen Curds, die Kirsch-Stracciatella Blossoms, die Bluecheese Cakelets, den Karottenkuchen XS, die Gravlax-Ladybirds, die Bocconotti mit ihrem leckeren Kern aus Nüssen und Schokolade, oder die super einfachen aber nicht minder köstlichen Nutty-Bites oder Käse-Crispies von mir wollen. Die verwöhnten Genießer unter meinen Gästen, möchte ich nicht mit Tomate-Mozzarella langweilen, sondern halte mich da lieber an die süßen Erdbeer-Caprese, aus Madeleine-Teig, gefüllt mit Frischkäsecreme und Erdbeere, und auch bei den Crostini-Chocolive-Chèvre oder den Diavoletti, das sind Tartelettes, die mit einer Füllung aus Erdbeer-Chili-Konfitüre begeistern können, ist für jede Menge Spannung auch bei den verwöhnten Gaumen gesorgt.

Viel Kreativität und ein Konzept sind der Schlüssel
– und mehr geht auch nicht!

 Die Eiermilch legende Wollmilch-Sau das wäre genau die Lösung gewesen, hier alle meine Anforderungen und Wünsche zu erfüllen, es geht aber auch anders: hier kreiert jemand mit viel, viel Kreativität jede Menge aufregende Häppchen-Ideen, die nicht nur gut schmecken, sondern genauso für Glamour und jede Menge Abwechslung auf dem Party-Buffet sorgen. Damit das funktioniert, greift die Autorin ebenso gerne mal auf die ready-made Teige aus dem Kühlregal zurück. Wer es dennoch nicht lassen kann, findet im Anschluss an die Mini-Parade einfache und praxistaugliche Rezepte, wie man Mürbe-/Blätter- und Hefeteig & Co. geling sicher selbst herstellen kann. Außerdem schöne Ideen für Füllungen in Form von Curds und Marmelade und selbstverständlich muss die Karamell- und die Tomatensauce für den Pizzateig nicht jedes Mal aus dem Supermarkt kommen. Mir gefällt ebenfalls, dass das Buch sogar ein Rezept für ein selbstgemachtes Jelly im Angebot hat, müssen ja nicht immer die langweiligen Gummibären sein. So kann ich mit meinem Lieblingsfruchtsaft selbst experimentieren, und als Cracker-Fan muss ich unbedingt Ilses Ideen für Crispies, Craquelins und Olivenöl-Cracker ausprobieren.

Ein paar Tipps hier und da, die können nicht schaden!

 Ilse König hat selbstverständlich noch ein paar Tipps für den maximalen Erfolg parat und erklärt kurz wie Backzeiten und Backtemperatur sich zu den Minis verhalten. Alle Rezepte sind in der für sie jeweils am besten geeigneten Form gebacken worden. Wenn Ihr die passende Form nicht besitzt, kann jede andere Form verwendet werden, ggf. müsst Ihr nur ein bisschen hinsichtlich Backtemperatur und -zeit tüfteln, auch ein wenig Improvisationsgeist kann in meinen Augen nicht schaden. Zur Mini-Grundausstattung gehören für Frau König nur 3 Formen: Mini-Muffins, Mini-Tartelettes und Mini-Pies, diese kommen im Buch in unterschiedlichen Größen zum Einsatz.

Fazit: Minis sind quasi die Königsdisziplin in der Küche, was hier mit Bravour,  sehr viel Kreativität und ausgesprochenem praktischem Verständnis an die Frau oder den Mann gebracht wird! Das ist für mich bisher einzigartig, mich holt das schöne Buch hier voll ab, dabei ich bin überhaupt keine Basteltante in der Küche und habe diese Spezies bisher gemieden wie der Teufel das Weihwasser, obwohl ich sehr gerne für Gäste selber koche. Hier kriege ich für mich das Maximale geboten und kann mir das ebenso sehr einfach machen, zusätzlich staune ich über die schönen Fotos, die mir gleichzeitig als Deko-Ideen dienen. Layout und Präsentation machen Spaß, sind nützlich und ich bin begeistert, über die vielen neuen herrlich unkomplizierten Ideen! Also ich kann jetzt auch Minis, wenn Ihr Lust habt auch dabei zu sein, einfach mal reinschauen, es lohnt sich, wenn Ihr Spaß an neuen Ideen und interessanten Kombinationen habt.

Herzlichen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Pistazien-Käsekuchen mit Aprikosen-Schoko-Ganache

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

Dieser Käsekuchen wird nicht gebacken und ist einfach herzustellen. Seinen knusprigen, süßen Boden aus Keksen bedeckt eine mit Kardamom aromatisierte Pistaziencreme. Für eine Geschmacksexplosion sorgt jedoch die fruchtige Schoko-Ganache auf der Creme. Manchmal sind Käsekuchen etwas zu süß und schwer, aber eine würzige Ganache wie diese verleiht ihnen Frische und Pep. Da im Moment keine Saison für Aprikosen ist, habe ich nur Mangos verwendet (insgesamt ca. 3 mit Deko, das hängt aber auch vom Gewicht ab) Crème double wurde hier wieder von mir durch Sahne ersetzt. Beim Kardamom, den ich sehr liebe; sollte man sich vorsichtig annähern, ich mahle den immer frisch und auch nicht zu fein. Tolle Idee, Schokolade, Mango und Kardamom passen wirklich hervorragend zusammen!

Zutaten (ergibt 10 –12 Stücke):

Für den Boden

300 g Vollkornbutterkekse

150 g flüssige Butter, plus etwas

zum Einfetten

Für die Pistaziencreme:

100 g Pistazienkerne

500 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

90 g Puderzucker, gesiebt

300 g Crème double

1 TL gemahlener Kardamom

Für die Ganache und Dekoration:

300 g reife Aprikosen, entsteint

150 g Mangopüree

50 g feiner Zucker

50 ml Wasser

2 TL Zitronensaft

250 g dunkle Schokolade

(mindestens 70 % Kakao), gehackt

25 g weiche Butter

4 feste Aprikosen, entsteint und

Geviertelt)

Für den Boden

300 g Vollkornbutterkekse

Ergibt 10 –12 Stücke

Zubereitung:

Für den Boden die Kekse in der Küchenmaschine zu feinen Krümeln mahlen. Die Butter hinzufügen und unterrühren. Eine Springform mit 23 cm Durchmesser einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen. Die Keks-Butter-Mischung auf dem Boden der Form festdrücken. Die Form kalt stellen und die Käsecreme zubereiten.

Die Pistazien in der Küchenmaschine fein mahlen, aber nicht pulverisieren. Den Frischkäse und den Puderzucker in einer Schüssel zu einer weichen Creme verrühren, die Pistazien unterheben.

In einer anderen Schüssel die Crème double mit dem gemahlenen Kardamom schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Pistazien-Frischkäse-Creme unterheben, sodass alles gut vermischt ist. Die Masse auf den Keksboden in der Form geben, die Oberfläche glatt streichen und die Form wieder in den Kühlschrank stellen. Während der Kuchen durchkühlt das Fruchtpüree für die Ganache vorbereiten.

Die reifen Aprikosen mit dem Mangopüree, dem Zucker und dem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und dann auf niedriger Temperatur 10 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, den Zitronensaft gut untermischen, alles 5 Minuten abkühlen lassen und anschließend in der Küchenmaschine zu einer glatten Masse pürieren. Das Püree durch ein Sieb in eine saubere Schüssel streichen. 300 g des Pürees in einem Topf aufkochen.

Für die Ganache die gehackte Schokolade in eine Schüssel geben und das heiße Fruchtpüree darübergießen. Rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Die Butter hinzufügen und rühren, bis auch sie geschmolzen ist. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen, die Ganache über die Käsecreme gießen und den Kuchen erneut für mindestens 6 Stunden oder auch über Nacht in den Kühlschrank stellen. Zum Servieren den Kuchen aus der Form nehmen und mit den Aprikosenvierteln garnieren. Er hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

Rosen-Honig-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

In Indien wird nach dem Essen oft gulkand serviert, eine Konfitüre mit Rosenblütenblättern. Sie wird meist in Betelnussblättern gereicht, ist ein würziger Munderfrischer und fördert die Verdauung. Dieser Kuchen ist inspiriert von dieser würzig-lieblichen Kombination. Mir gefällt, wie der Anis-Kick des Fenchels das Aroma des Rosenwassers ausbalanciert und seinem Geschmack Finesse verleiht. Durch die Fenchelsamen und Rosenblüten erhalten Creme und Glasur sowie der feste Honig-Mandel-Kuchenteig etwas überraschend Knuspriges. Wer keine Creme Double nimmt, sollte eine Mischung aus Mascarpone und geschlagener Sahne verwenden, wobei der Sahneanteil etwas höher sein kann. Ich persönlich fand hier aber die Creme Double passend, auch wenn das nicht ganz billig ist. Rosenwasser bitte nur von allerbester Qualität, da ist in meinen Augen der Asia-Shop nicht die beste Einkaufsquelle, die billigen Qualitäten schmecken recht schnell seifig. Rosenblätter habe ich mir in Bio-Qualität im Internet besorgt. Die Torte ist nicht nur richtig lecker, sondern macht auch noch was her, ohne die Gelegenheitsbäckerin, wie ich, zu überfordern.

Zutaten (ergibt 10 – 12 Stücke):

Für den Teig

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

100 g brauner Zucker

100 g klarer Honig

100 g Mehl

100 g gemahlene Mandelkerne

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

4 Eier (Größe L)

1 TL Rosenwasser

Für die Rosenmischung

20 g getrocknete Rosenblütenblätter

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett

geröstet

½ TL gemahlener Kardamom

4 EL feiner Zucker

Für die Füllung und Glasur

300 g Crème double

2 EL feiner Zucker

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett geröstet, leicht zerstoßen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Zwei Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel alle Zutaten für den Teig mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen 10 Minuten auskühlen, dann auf einem Kuchengitter völlig erkalten lassen.

Für die Rosenmischung alle Zutaten in einem Topf verrühren und bei niedriger Temperatur 2 – 3 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, vom Herd nehmen, noch einmal gut umrühren und zum Abkühlen beiseitestellen.

Für die Füllung die Crème double und den Zucker in einer Schüssel verschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Fenchelsamen unterziehen.

Zum Zusammensetzen der Torte einen Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und die Hälfte der Füllung darauf verstreichen. Mit der Hälfte der Rosenmischung bestreuen. Den zweiten Kuchen darauflegen, die übrige Creme darauf verstreichen und die restliche Rosenmischung darüberstreuen. Vor dem Servieren die Torte 10 Minuten bei Raumtemperatur durchziehen lassen.Sie hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

Mango-Kardamom-Kokos-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

Hier hat Chetna drei meiner liebsten Zutaten in Ihrem hübschen Festtagskuchen vereint – eine Augenweide auf jedem Esstisch. Durch seine frische Aromen-Kombination eignet er sich auch sehr gut für ein sommerliches Essen im Freien meint sie. Na, ja im Freien wollte ich diese sehr leckere Torte  bei den Temperaturen im Moment nicht genießen, Kardamom, liebe ich sehr und Mango auch, folglich war es klar, dass ich diese Torte unbedingt probieren musste. Ehrlich gesagt, habe ich ewig keine Torte mehr gebacken, mit der Deko habe ich es auch nicht so. Hier hat alles erstaunlich gut geklappt, sehr gut geschmeckt und auch noch super ausgesehen, ohne dass ich hier als nicht „Nicht-Deko-Tante“ groß ins Schwitzen gekommen bin, die gibt es bestimmt bald wieder. P.S. Creme Double kann getrost mit normaler Sahne ersetzt werden.

Zutaten (ergibt 8–10 Stücke):

Für den Teig:

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

175 g brauner Zucker

200 g Mehl

2½ TL Backpulver

1 Prise Salz

1 TL gemahlener Kardamom

4 Eier (Größe L)

40 g Kokosraspeln

2 EL Kokoscreme (Coconut Cream, aus der Dose oder dem Tetrapack)

Für die Füllung und Dekoration:

300 g Crème double (bei mir normale Sahne)

200 g Mascarpone

4 EL feiner Zucker

2 reife Mangos, entsteint und geschält

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 ° C vorheizen. Zwei runde Backformen mit einem Durchmesser von 18 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

Für den Teig in einer großen Schüssel die Butter, den Zucker, das Mehl, das Backpulver, das Salz, den Kardamom und die Eier mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Die Kokosraspeln und Kokoscreme unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen auskühlen lassen.

Für die Füllung die Crème double, den Mascarpone und den Zucker in einer Schüssel dick-cremig aufschlagen. Das Fruchtfleisch einer Mango in kleine Stücke schneiden und unter die Creme heben. Die andere Mango nach Belieben in Streifen oder Würfel schneiden.

Zum Zusammensetzen jeden Kuchen waagerecht in zwei gleich dicke Lagen schneiden. Eine Lage auf einen Servierteller legen und ein Viertel der Creme darauf verstreichen. Eine nächste Kuchenlage darauflegen, wieder Creme darauf verstreichen und so fortfahren, bis die letzte Kuchenschicht mit Creme überzogen ist. Diese mit Mangoscheiben oder -stücken garnieren. Die Torte vor dem Servieren 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Sie hält in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 4 Tage.

Safran, Sesam, Sternanis

44996Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

 Aromen und Farbe für Kaffeetafel und das Partybuffet!

Der Orient-Hype bei den Kochbüchern ebbt nicht ab, inzwischen gibt es auch einige rein vegetarische und vegane Kochbücher zum Trend. Was bisher aber keiner versucht hat, ist ein farbenfröhliches und aromastarkes orientalisches Backbuch zu schreiben. Hier herrscht bislang gähnende Leere. Sicherlich auch kein ganz einfaches Unterfangen und wirklich nur von jemand zu erledigen, der sowohl mit Safran, Sternanis und Kardamom in seiner kulinarischen DNA großgeworden ist und dieses dann auch noch perfekt versteht in europäische Kuchen, Torten und Pie-Rezepte zu transformieren.

The lady who took up the challenge:

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Chetna Makan wurde in Jabalpur geboren, einer Metropole im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Im Jahr 2003 kam sie nach England. Nachdem sie in der beliebten Backshow „The Great British Baking Show“ mit ihren orientalisch-europäischen Kuchen- und Pie-Kreationen das Halbfinale erreicht hatte, beschloss sie, das Backen zum Beruf zu machen. Ihren kunstvollen Backkreationen sieht man an, dass Chetna eigentlich Modedesignerin ist, denn diese sind nicht nur aromatisch, sondern auch optisch geheuer anziehend. Dies ist ihr erstes Buch.

Was ist drin oder Kuchen lieben Gewürze und das nicht nur zur Weihnachtszeit!

 Orientalische Gewürze im Backwerk fristen in unseren Breiten ein Schattendasein, ziehen durch unsere Küchen und Wohnungen doch allenfalls in der Vorweihnachtszeit ein Hauch von Kardamom, Sternanis oder auch Gewürznelke. Schade eigentlich, inzwischen sind viele von uns doch regelmäßig bei ihrem Lieblingsinder anzutreffen oder kochen sogar daheim mit Zimt, Nelke und Koriander, schließlich gibt es inzwischen in vielen größeren Städten gut sortierte asiatische Lebensmittelgeschäfte und Online-Shops versorgen den Rest der Republik von Nord nach Süd mit exotischen Gewürzen und speziellen Zutaten.

Chetna fährt mehrgleisig, das bringt große Vielfalt!

 In den Kapiteln „Torten und Kuchen“, „Pies, Tartes und Quiches“, „Süßes Kleingebäck“; „Herzhafte Snacks“ „Brot“ und “Beilagen“ in diesem Backbuch hat die Autorin sowohl traditionelle, von indischen Speisen inspirierte Kreationen als auch moderne Backrezepte, die durch außergewöhnliche Gewürze einen besonderen Reiz erhalten einfließen lassen. Das führt zu einem friedlichen sehr kreativem Nebeneinander des traditionellen englischen „Victoria Sponge Cake (Prächtiger Viktoria-Kuchen) und einem herrlich saftigem Limettenkuchen mit schwarzem Sesam, der neben seinem intensiven Zitrus-eschmack durch Orangen und Limettenschale, außerdem zusätzlichen Biss durch den verwendeten schwarzen Sesam erhält Der klassische „Victoria Sponge Cake“  glänzt mit Wow-Faktor durch Chetnas selbst gemachte Beerenkonfitüre und Lemon Curd.

Der Funke zündet – oder eine Invasion von gelben Zetteln!

 Keine Frage, das Buch ist richtig hübsch geworden und es entführt gleich beim ersten Durchblättern in eine fröhlich-bunte Aromen-Welt, die Inszenierung ist perfekt und man merkt der überaus sympathischen Autorin an, sie liebt nicht nur Aromen, sondern auch Farben. Die Fotos sind wunderbar farbenfroh und verstärken die Anziehung, die die spannenden Rezepte auch so schon auf mich haben um ein vielfaches. Womit beginnen, die Invasion der gelben Zettel hat längst stattgefunden, denn es gibt so köstliche verführerische Sachen wie „Pistazien-Kardamom-Torte mit weißer Schokolade“, „Pistazien-Käsekuchen mit Aprikosen-Schoko-Ganache“, „Macaron-Torte mit Pistazien und Sesam“, „Dattel-Walnuss-Kuchen mit Muskatnuss“, „Schoko-Mango-Tarte“, „Halwa-Tarte“ und „Torteletts mit Fenchel-Reispudding“. Jetzt klebt also schon im ersten Kapitel nahezu auf jeder Seite ein Post-it. Aber auch bei den Pies, Tartes und Quiches wird es nicht besser, ich kann mich schwer entscheiden, zwischen „Linsen-Pie“, „Auberginen-Zwiebel-Tarte“ und „Kichererbsen-Curry-Pie“. Na das wird ja lustig, wenn das so weiter geht, kann ich mir die Zettel sparen. Ich habe sie mir gespart, es hatte einfach keinen Sinn, auch „Masala-chai-Baklava“, „Kaffee-Häppchen mit Rose und Kardamom“, „Rhabarber-Sternanis-Profiteroles“, „Eclairs mit Mango-Krokant-Creme“, „Chocolate-Chip-Cookies mit Gewürznelken und Zimt“ und „Himbeerkekse mit Koriander-Zitronen-Creme“ üben einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus.

Bei der nächsten Party sorge ich für die Überraschung beim Buffet!

Bei den herzhaften Snacks haben es mir die „Karela Papdi“ (ein Rezept der Mutter) und auch das „Bockshornklee-Papdi-chaat“ angetan, beides bestens dazu geeignet, um langweilige Salzstangen oder überwürzte und fettige Kartoffelchips von der nächsten Party als Fingerfood zu Wein und Bier ein für alle Mal zu verbannen. Nicht das mir hier nicht locker noch fünf weitere Kreationen einfallen würden, die ziemlich lecker aussehen und Wow-Potential haben, aber Ihr wollt sicherlich auch selber noch das eine oder andere entdecken – oder? Dieses Buch wird nie langweilig, beim Brot schwanke ich zwischen „Tomaten-Panir-Brot“ und einem „Dattel-Schoko-Brot mit Sternanis und Zimt“ und so einigem mehr.

War’s das jetzt – oder Beilagen machen die Sache erst richtig rund!

Chetna Makan hat es sich nicht nehmen lassen noch die passenden Begleiter für ihre Kreationen anzubieten und so bekommen wir auch noch Rezepte für die allseits beliebten Begleiter in Form von Chutneys, Pickles oder Raitas geliefert und das alles in mehreren Varianten, den langweilig soll es ja nicht werden.

11 Freunde sollt ihr sein – oder Gewürze über Gewürze!

Außerdem werden 11 Gewürze, von Safran, Kardamom, Fenchel, Sternanis, Gewürznelke, Zimt, Koriandergrün, Königskümmel, Kumin, Bockshornklee bis Tamarinde im informativen Kurz-Steckbrief mit entsprechenden Verweisen auf die tollen Rezepte im Buch präsentiert.

Fazit: Ich bin begeistert und das schwer und nachdrücklich, das Buch ist für mich der Hammer! Langeweile an der Kaffeetafel und beim Partybuffet ade! Ein bisschen Backerfahrung halte ich bei einigen Rezepten hier für absolut nötig, es gibt aber auch ein paar einfache Sachen wie Gugelhupf & Co. Für Gewürze sollte man auch affin sein, vieles gibt es da auch schon im gut sortierten Supermarkt, obwohl das für mich hier gar keine Rolle spielt, das Konzept heißt hier kreativ bis zum abwinken, da bestelle ich spezielle Backzutaten auch gerne mal im Online-Fachhandel. Für mich bis jetzt das kreativste Backbuch, das mir bis jetzt in die Hände gekommen ist und ich habe schon ein paar im Bücher-Regal stehen. Schön finde ich auch, dass die Autorin bei den Rezepten immer eine persönliche Einführung parat hat.