Marmorkuchen doppelt marmoriert

© Volker Debus/ Becker Joest Volk Verlag

Quelle: Véronique Witzigmann: Véronique kleine Klassiker

Fotos: Volker Debus

 Becker Joest Volk Verlag

Preis: 29,95 €

Eine nette Überraschung und echter Hingucker im Miniformat und so köstlich, aber auch ein bisschen Fummelei……

 Für den dunklen Teig

25 g ungesüßtes Kakaopulver

(Poudre de Cacao, siehe Seite 207)

65 g Zucker

4 EL Milch

1–2 TL Rum (nach Belieben)

20 g Weizenmehl (Type 405)

¼ TL Backpulver

60 g gemahlene blanchierte Mandelkerne

1 zimmerwarmes Ei (Größe M)

60 g weiche Butter

1 Msp. Salz

Für den hellen Teig

20 g Weizenmehl (Type 405)

¼ TL Backpulver

60 g gemahlene blanchierte

Mandelkerne

1 zimmerwarmes Ei (Größe M)

60 g weiche Butter

50 g Zucker

1 Msp. Salz

Für die Glasur

150 g Zartbitterkuvertüre

70 g weiße Kuvertüre

Außerdem

Einweg-Doppelkammerspritzbeutel (siehe Seite 207)

Silikonbackform mit 15 würfelförmigen Mulden
(à ca. 3,5 × 3,5 cm, siehe Seite 207)

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Für den dunklen Teig das Kakaopulver mit 1 EL Zucker, Milch und nach Belieben Rum in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Das Mehl mit Backpulver und Mandeln mischen.

Das Ei trennen. Butter und Eigelb mit dem Handmixer schaumig rühren, dann den restlichen Zucker unter Rühren einrieseln lassen. Die Kakaomischung zugeben und einarbeiten.

Das Eiweiß mit dem Salz zu steifem Eischnee schlagen. Die Mandelmischung in zwei Portionen abwechselnd mit dem Eischnee unter die Buttermasse ziehen.

Für den hellen Teig das Mehl mit Backpulver und Mandeln mischen. Das Ei trennen. Butter und Eigelb mit dem Handmixer schaumig rühren, dann den Zucker unter Rühren einrieseln lassen.

Das Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen. Die Mandelmischung in zwei Portionen abwechselnd mit dem Eischnee unter die Buttermasse ziehen.

Beide Teige in den Doppelkammer-Spritzbeutel füllen, die Spitze abschneiden und die Würfelformen zu etwa drei Vierteln füllen (eventuell übrig bleibenden Teig später backen). Die Backform in den vorgeheizten Ofen stellen und 15–20 Minuten backen – kurz vor Ende der Backzeit mit einem Holzspieß eine Garprobe machen.

Herausnehmen und die gebackenen Würfel in der Form abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus den Vertiefungen herausdrücken und auf ein Kuchengitter setzen. Falls Teig übrig geblieben ist, diesen in einige Mulden der Form füllen und wie beschrieben ebenfalls backen.

Für die Glasur dunkle und weiße Kuvertüre getrennt in zwei hitzebeständige Schüsseln geben und jeweils im Wasserbad (Temperatur unter dem Siedepunkt halten) schmelzen. Nach Belieben die Würfel mit beiden Kuvertüren glasieren.

Für besonders hübsche Muster beim Verzieren: erst die

Tipp: dunkle Kuvertüre auftragen, etwas antrocknen lassen, dann mit der weißen Kuvertüre auf die Würfel Punkte oder Striche träufeln und einen kleinen Holzspieß kreisend durchziehen. Alternativ zum Doppelkammerspritzbeutel die Teige jeweils in zwei einfache Spritzbeutel füllen und abwechselnd in die Vertiefungen der Backform spritzen.

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten

plus 15–20 Minuten Backzeit

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Bienenstich mit Honig-Mandel-Kruste

© Volker Debus/Becker Joest Volk Verlag

Wunderbar hatte ich doch diesen mächtigen Klassiker längst abgeschrieben…. Dem Belag eine frischere Note durch den Abrieb von Orangen- und Zitronenschale zu verleihen, hat sich gelohnt. Die Minis lassen sich auch wunderbar im Voraus zubereiten und wenn Besuch sich ankündigt, diese aus dem Tiefschlaf zu erwecken und weiterzuverarbeiten. Auf den von neuen Förmchen habe ich zunächst verzichtet und mich an den Rat von Frau Witzigmann gehalten, dafür ein 12er Muffin-Blech zu verwenden.

 Quelle: Véronique Witzigmann: Véronique kleine Klassiker

Fotos: Volker Debus

 Becker Joest Volk Verlag

Preis: 29,95 €

 Zutaten (ergibt 10–12 Stück):

 Für den Teig

500 g Weizenmehl (Type 550)

70 g Zucker

1 TL Bourbon-Vanillezucker

Abrieb von ¼ Biozitrone

1 zimmerwarmes Ei (Größe M)

80 g weiche Butter plus Butter

zum Einfetten

1 Würfel frische Hefe (42 g)

250 ml Milch

Für den Belag

60 g Butter

60 g Honig

60 g brauner Zucker

Abrieb von ¼ Bioorange

Abrieb von ¼ Biozitrone

60 g Mandelblättchen

Zum Bestreichen

1 Eigelb (Größe M)

1 EL Sahne

Für die Creme

250 ml Milch

250 g Sahne

2 EL Zucker

1 Pck. Vanillepuddingpulver

Außerdem

10–12 Dariolförmchen

(Ø 7 cm, 6,5 cm Höhe; alternativ 12er-Muffinblech)

Spritzbeutel mit 8-mm-Lochtülle

Zubereitung:

Für den Teig die angegebenen Zutaten, wie auf Seite 51 für die Blitz-Brioches beschrieben, zu einem Hefeteig verarbeiten.

Die Dariolförmchen mit Butter ausstreichen. Vom Teig 80 g schwere Stücke abwiegen, zu Kugeln rollen und in die vorbereiteten Förmchen setzen.

Für den Belag die Butter klein würfeln. Honig, Zucker sowie Orangen- und Zitronenabrieb in einen Topf geben und erwärmen. Die Butterstücke einrühren und kurz aufkochen lassen. Dann die Mandelblättchen dazugeben und vermengen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit zum Bestreichen das Eigelb mit der Sahne verquirlen und die Teigkugeln damit bestreichen. Dann mithilfe von zwei Esslöffeln je ½ EL des Mandelbelags auf die bestrichenen Teigkugeln geben.

Eine Auflaufform mit Wasser füllen und in den Backofen stellen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Formen daraufstellen und in den kalten Backofen auf die untere Schiene geben. Die Temperatur auf 180 °C Ober-/Unterhitze regeln und etwa 25 Minuten backen.

Inzwischen für die Creme Milch, Sahne und Zucker in einen Topf geben. Das Puddingpulver mit 6 EL Milchmischung aus dem Topf glatt rühren. Die Milchmischung zum Kochen bringen und das angerührte Pulver mit dem Schneebesen einrühren. Unter Rühren so lange kochen, bis die Masse dicklich eingekocht ist. Den Pudding in eine Schüssel geben, sofort mit Frischhaltefolie bedecken und auskühlen lassen.

Die Förmchen herausnehmen – dabei Vorsicht beim Öffnen des Ofens, da heißer Dampf entweicht – und in den Förmchen etwas abkühlen lassen. Dann die Minibrioches aus den Förmchen lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Den Pudding in den Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Die ausgekühlten Minibrioches zweimal waagerecht durchschneiden, auf jede untere und mittlere Schicht Pudding spritzen und wieder zusammensetzen. Die kleinen Bienenstiche frisch genießen.

Zubereitungszeit ca. 50 Minuten

plus ca. 25 Minuten Backzeit

Gestapelter Butterkuchen mit Toffifeestreuseln

© Volker Debus/ Becker Joest Volk Verlag

Beerdigungskuchen war gestern, oder stapeln macht Sinn, die Idee dem guten alten Butterkuchen nicht nur auf seinem Haupt ein wenig „Knusper“ zu gönnen, sondern ihn auch damit zu füllen und außerdem ein wenig Toffee zu gönnen, kam bei uns sehr gut an. Es lohnt sich einfach mal jemand Kreatives an den Backofen zu lassen!

 Quelle: Véronique Witzigmann: Véronique kleine Klassiker

Fotos: Volker Debus

 Becker Joest Volk Verlag

Preis: 29,95 €

Zutaten (ergibt 2 kleine Kuchen):

 Für die Streusel

90 g Weizenmehl (Type 405)

70 g kalte Butter, in Stücke

geschnitten

50 g brauner Zucker

8 Stück Toffifee

Für den Teig

100 ml Milch

80 g Zucker

15 g frische Hefe

250 g Weizenmehl (Type 405) plus

Mehl zum Bestäuben

1 zimmerwarmes Ei (Größe M)

1 Prise Salz

50 g weiche Butter plus Butter

zum Einfetten

Zum Bestreichen

40 g Butter

Außerdem

2 runde Springformen (Ø 16 cm)

Zubereitung:

Für die Streusel Mehl, Butterstücke und braunen Zucker in eine Schüssel geben, mit den Fingern vermischen und zu Streuseln verarbeiten. 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. Die Toffifeestücke klein hacken.

Für den Teig die Milch mit 2 EL Zucker in einem Topf leicht erwärmen und vom Herd nehmen. Die Hefe zerbröseln und in der handwarmen Milchmischung auflösen.

Mehl, restlichen Zucker, Ei, Salz und Butter in eine Schüssel geben, die Milchmischung zugießen und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Abdecken und den Hefeteig 60 Minuten gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Zum Bestreichen die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und etwas abkühlen lassen.

Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche erneut durchkneten und zu einem 5 mm dicken Rechteck ausrollen. Mithilfe eines Springformbodens vier Kreise (à Ø 16 cm) ausschneiden, dabei Teigreste verkneten, erneut ausrollen und ausschneiden.

Beide Springformen mit Butter ausstreichen, je einen Teigkreis in die Formen legen und die Oberflächen mit flüssiger Butter bestreichen. Die Hälfte der Streusel auf beide Formen verteilen. Das gehackte Toffifee darüberstreuen. Die beiden restlichen Teigkreise in die Formen legen, wieder mit flüssiger Butter bestreichen und die übrigen Streusel darüber verteilen.

Eine kleine Auflaufform mit kaltem Wasser füllen und in den Backofen stellen. Springformen in den vorgeheizten Ofen schieben und 25–30 Minuten backen.

Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Aus den Formen lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Tipp: Dieser Kuchen schmeckt frisch ganz himmlisch, kann aber auch gut eingefroren werden. Wenn keine zwei Springformen vorhanden sind, kann man auch einen der Butterkuchen prima in einem ofenfesten Topf der gleichen Größe backen.

 Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

plus 30 Minuten Kühlzeit,

60 Minuten Ruhezeit

und 25–30 Minuten Backzeit

Véronique Witzigmann: Véronique kleine Klassiker

Véronique Witzigmann: Véronique kleine Klassiker

Fotos: Volker Debus

Becker Joest Volk Verlag

Preis: 29,95 €

 Klassiker und Trend-Cakes in Pocket-Form ziemlich lecker!

 Wer ist die Autorin?

©Volker Debus/Becker Joest Volk Verlag

Véronique Witzigmann, geboren 1970 in Washington D.C., ist Expertin für Süßes. Mit ihrer Familie lebt sie in München und arbeitet von dort aus in ganz Deutschland. Kulinarische Messen, Caterings und Workshops im Bereich Süßspeisen und Desserts sind ihre Welt. Als Autorin ist sie die Fachfrau für süßes geworden, egal ob Marmelade, Süßspeisen oder Kuchen. Véronique Witzigmann widmet sich diesem Thema mit viel Kreativität, die für Überraschungen und spektakuläre Ergebnisse sorgt.

Was ist drin?

 Von kulinarischen Wurzeln und was das mit heute und dem Buch zu tun hat…

Nett, wenn sich eine Autorin vorstellt und glaubhaft erklären kann, dass das was sie tut, schon früh begonnen hat. Wer einen Eckart Witzigmann zum Vater hat, der weltweit als einer der besten Köche gilt, von dem nimmt man an, dass ihm die Leidenschaft für gutes Essen einfach in die Wiege gelegt wurde. Große Dinge entstehen häufig im Kleinen und fangen bei den meisten schon in ihrer Kindheit an. Véronique‘s erstes Kocherlebnis auf dem Puppenofen war jedoch ein Reinfall! Begeistert, briet diese darauf minutenlang ein Naturschnitzel in der Größe einer Briefmarke. Das Ergebnis hätte nicht niederschmetternder ausfallen können berichtet die Witzigmann-Tochter in ihrem Vorwort: leider war das Fleisch hart wie Leder geworden. Selbst der Trost des Metzgers (in Form einer Leberkässemmel), bei dem beklagte sie sich später bitterlich über die Qualität des Kalbsfleisches. Immerhin hatte sie ganze 90 Pfennig von ihrem Taschengeld dafür geopfert, konnte nichts mehr ausrichten, eine Karriere als Sterne-Köchin war nach dieser Enttäuschung in weite Ferne gerückt. Das nächste Projekt, ein Käseküchlein frisch vom Ofenblech – ganz frei Schnauze – gebacken, entpuppte sich als Volltreffer und ist heute einer der Gründe warum Madame Witzigmann ein Faible für Süßes hat und gerne etwas in den Backofen schiebt.

Klein ist das neue groß, denn klein kann ja keine Sünde sein!

Véronique Witzigmann  präsentiert 70 ausgesprochen kreative Ideen, die von ihr als Pocket-Variante ausgelegt wurden, denn klein ist bei Kuchen, Küchlein, Keksen und Torten längst das neue groß geworden. Es gibt nicht mehr die großen Familien, die am Wochenende ganze Blechkuchen verputzen und auf der anderen Seite überlegen sich manche, ob sie überhaupt noch backen sollen. Sonntag bin ich noch begeistert, wenn der Kuchen frisch aus dem Ofen kommt, aber Mittwoch oder Donnerstag habe ich schon nicht mehr so große Lust auf den Marmorkuchen, der längst nicht mehr so saftig, wie am ersten Tag ist und doch jedes Mal mahnend ruft, wenn die Tür zur Speisekammer aufgeht.

„Bäck“ to the future

 oder – Formen und Formate werden neu überdacht und köstlich generalüberholt!

 „Bäck“ to the future war ursprünglich der erste Arbeitstitel des Buches und unterstreicht recht gut, was sich Frau Witzigmann dafür vorgenommen hat. Sie möchte wieder mehr Menschen für den süßen Genuss begeistern. Erst wenn der Apfelstrudel, wie bei der Oma schmeckt, ist die Geschmacks-Verliebte zufrieden. Ihre Version ist ein Apfelstrudel in der Dose. Spektakulär anzuschauen und auch für Anfänger leicht nach zu backen, ohne sich über den hauchdünn ausgewalkten Strudelteig Gedanken zu machen. Véronique’s Version basiert auf einem Südtiroler Rezept mit saftigem Mürbeteig. Apfelkuchen Konfekt ist ein tolles Überraschungs-Mitbringsel, das sich herrlich vorbereiten lässt. Dazu können in einer Silikon-Back-Form mit quadratischen Mulden (5,5 x 5,5 cm), ein Mürbeteig schon Tage im Voraus gebacken werden. Anschließend werden diese mit einem leckerem mit Zimt und Piment aromatisierten Apfelkompott gefüllt.

Neues Kleid + kulinarische Erinnerung locken an den Backofen

 Bei Frau Witzigmann gibt „Kleine Kuchen, für den großen Genuss“. Dafür hat sie sich alte und neue Back-Klassiker wie Bienenstich, Krapfen, Butterkuchen vorgeknöpft und belebt unsere kulinarische Erinnerung daran neu, in dem sie jedem Backwerk einen passend Anzug für heute verpasst. Frankfurter Kranz, wird bei ihr zu sensationellen Frankfurter Kränzchen, in die sich meine Mutter und der Rest der Familie sofort verliebt haben. Die klassische Vorlage hat es bei uns leider nicht in die 80iger Jahre geschafft, zu schwer zu aufwendig lautete das einhellige Urteil. Jetzt können wir mit diesen Minis wieder im „Frankfurter Kuchenglück“ schwelgen und neben Buttercreme freuen wir uns, dass der selbst gemachte Kirsch-Fruchtaufstrich ebenfalls einen eleganten und fruchtigen Auftritt hinlegen darf.

Manchmal gönnt uns diese Autorin einen kleinen Ausflug in die Geschmackswelten von Profis. Da kennt sie sich ebenfalls bestens aus und ist seit Jahrzehnten die ausgewiesene Kreativ-Kraft für süßes mit Wow-Potenzial. Ich sage nur Yuzu-Schale und Pfirsichküchlein und dann kostet uns dieses geschmackliche Abenteuer auch mal eine Kleinigkeit.

Alte und neue Rezepte auf Mini getrimmt

 Véronique Witzigmann hat sich bei Ihrer Präsentation der Rezepte für eine moderne Kategorisierung entschieden. Sie hat nur den Hefeteig-Fans ein eigenes Kapitel eingeräumt. Ansonsten wird bei ihr schnell, einfach gut gebacken. Dies ist als Einstiegkapitel klug und gewählt, holt es doch uns alle ab, egal ob nun Anfänger oder Fortgeschrittene. Hier werden für einen Rhabarbertarte Doppeldecker Blätterteigkissen mit einer köstlichen Creme aus Mascarpone und Limette gefüllt und als fruchtige Komponente kommt dann darauf ein fruchtiges Rhabarber-Kompott. Das geht gut los direkt vom Start weg finde ich, nicht zu kompliziert und trotzdem jede Menge Überraschungspotenzial für den Gaumen. No-bake New Cheesecakes sind die Vertreter der neuen Klassik, die ebenfalls gerne einen tollen Auftritt im neuen Gewand hinlegen wollen. Hier tut jedoch ein wenig Vorbereitung Not und neben ihrer überschaubaren Zubereitungszeit von 30 Minuten muss eine Gefrierzeit von 3 Stunden veranschlagt werden.

Auch wenn buchstäblich nichts im Haus ist, fällt ihr noch was ein…..

„Locker aus der Hüfte“ das kann Véronique Witzigmann auch in süß und beweist mit Briochescheiben mit Schoko gefüllt, dass immer noch was geht, wenn buchstäblich nichts im Haus ist. Dieses Rezept ist aus einer Süßspeisennot heraus entstanden, als die Familie nach einem langen und ausgedehnten Sonntagsspaziergang Süß-Hunger verspürte und außer einem Briochebrot (alternativ geht Hefezopf), Nuss-Nugat-Creme, Sahne, Panko-Brösel und Orangenschale nichts geeignetes dafür im Haus war.

Klassiker stehen vor einer Zweit-Karriere – oder Beerdigungskuchen war gestern

Mit Hefeteig, kennt sich die Münchner-Back-Fee ebenfalls bestens aus! Bienenstich bekommt endlich eine Zukunft mit ihrer Idee für Bienenstich mit Honig-Mandel-Kruste, bin ich mehr als nur einverstanden! Meinen letzten habe ich vermutlich 1985 gegessen. Wer möchte, dass die genauso toll aussehen wie bei Véronique legt sich Dariolförmchen (im Gastronomie-Bedarf zu einem erschwinglichen Preis zu erhalten) zu, alternativ geht ein 12er-Muffinblech. Der Butterkuchen strebt ebenfalls eine Zweit-Karriere an: aus dem Sattmacher für ganze Gesellschaften (böse Zungen sprechen hier vom Beerdigungs-Kuchen) wird ein gestapelter Butterkuchen mit Toffifeestreuseln, ebenfalls wieder ein neues Geschmackserlebnis, dass sich nicht nur sehen und vor allem schmecken lassen kann.

Der Spagat zwischen spektakulär und Normalo-Tauglich gelingt beeindruckend!

 Im Kapitel „Backzeit – gut Ding will Weile haben“, zeigt Frau Witzigmann, dass Backen für sie Quality-Time ist. In dieser Setion geht es um das große Back-Kino mit Mirror-Glace-Törtchen mit Erdbeeren u. Holunderblüten oder eine fabelhaft aussehende kleine Mohn-Himbeer-Torte, die zwar Zeit kostet, aber auch Menschen mit bescheideneren Back-Fähigkeiten – wie mich nicht abschreckt. Der Spagat zwischen spektakulär und Normalo-Tauglich gelingt Frau Witzigmann beeindruckend gut! Denn erstmal soll jeder dabei bleiben und wird mit Ideen für die „Kuchenparty – Süßes fürs Buffet“ oder „Mitbringsel to go – Geschenke“ an den Backofen gelockt. Amerikaner legen als verkappte Spiegeleier sunny side up einen fulminanten Auftritt hin und zeigen das außergewöhnlich Talent der Autorin sich immer wieder was Neues einfallen zu lassen. Und wenn wir gerade beim Thema sind, wie wäre es mit Cheesecake mit Avocado, Rhabarber-Mantel und Streuseln, oder Laritzbaisers mit Kirschfüllung? Was diese Frau an kreativen Ideen alles aufbietet, um uns wieder für den Sonntagskuchen zu begeistern, der auch Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag oder Samstag genauso klasse schmeckt. Oder  als süßes Mitbringsel in Form von falschen Baumkuchen mit Matcha-Glasur bis zu orientalischen Ecken zum Star auf jeder Kuchen-Party werden können.

Wer bis jetzt noch standhaft der Versuchung wiederstanden hat, wird mit kleinen Piccolinos im Kapitel „Eines geht noch! Widerstand zwecklos“ mit Karottenküchlein mit salzigen Gewürzstreuseln oder Churros gewälzt im pikanten Gewürzzucker noch mal richtig in Versuchung geführt.

Probiert und verputzt:

© Volker Debus/ Becker Joest Volk Verlag

Bienenstich mit Honig-Mandel-Kruste

Wunderbar hatte ich doch diesen mächtigen Klassiker längst abgeschrieben…. Dem Belag eine frischere Note durch den Abrieb von Orangen- und Zitronenschale zu verleihen, hat sich gelohnt. Die Minis lassen sich auch wunderbar im Voraus zubereiten, um wenn Besuch sich ankündigt, diese aus dem Tiefschlaf zu erwecken und weiterzuverarbeiten.

 

Gestapelter Butterkuchen mit Toffifeestreuseln

Beerdigungskuchen war gestern, oder stapeln macht Sinn! Die Idee dem guten alten Butterkuchen nicht nur auf seinem Haupt ein wenig „Knusper“ zu gönnen, sondern ihn auch damit zu füllen und außerdem ein wenig Toffee zu gönnen, kam bei uns sehr gut an. Es lohnt sich einfach mal jemand Kreatives an den Backofen zu lassen!

 

Marmorkuchen doppelt marmoriert

© Volker Debus/ Becker Joest Volk Verlag

Eine nette Überraschung und echter Hingucker im Miniformat, der garantiert saftig bleibt! Dankbar war ich mal wieder für die Option die Anschaffung eines Doppelspritzbeutels zu vermeiden und stattdessen mit zwei Spritzbeuteln zu arbeiten. Für mich persönlich als Grob-Motoriker jedoch ein wenig umständlich damit zu arbeiten. Als dass es Mutters alltagstaugliches Rezept aus meinem Fundus verbannen könnte.

 

Fazit: Veronique ist bei den kleinen ganz groß!

 Véronique Witzigmann ist eine versierte Süß-Queen, der man Papas Geschmacks-Gene anmerkt,  darauf legt sie Wert, genauso wie drauf neue interessante Zutaten auszuprobieren. Technisch wird es bei ihr meistens nicht zu schwierig. Mit ihren tollen und sehr kreativen Rezepten für Minis zeigt sie viel Kreativität und Fingerspitzengefühl bei der Modernisierung von Back-Klassikern, bei denen sich auch Back-Normalos noch wohl und aufgehoben fühlen. Sie denkt bei der Rezeptentwicklung offenbar mehr in Geschmack als in komplizierten Techniken. Es werden Klassiker geschickt und mit viel Blick für das Detail modernisiert und zwar so, dass man das zukünftig gar nicht mehr anders möchte und die Gäste sich noch im nächsten Jahr an den Bienenstich mit Honig-Mandel-Kruste erinnern. Beim Equipment bzw. den speziellen Förmchen hat die Autorin immer gängige Alternativen parat und das rechne ich ihr hoch an und habe das bei Rezepten für Back-Minis auch schon anders erlebt. Mir hat das Buch sehr gefallen, bei allen Rezepten ist stets sehr, sehr viel Rafinesse dabei, ohne dass es automatisch mit zu viel Komplexität einhergeht.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Stachelbeer-Butterkuchen

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Als gebürtige Norddeutsche kann ich an keinem leckeren Butterkuchen vorbeigehen. In dieser frisch-knusprigen Version kann ich diesem auch im Sommer nicht widerstehen! Auch die Kollegen aus im Büro haben kräftig zugeschlagen und nach dem Rezept gefragt.

Süß karamellisierte Mandeln treffen auf saure Früchtchen – mehr braucht es nicht!

Zutaten (für ein Backblech):

Hefeteig:

150 ml Milch

100 g Zucker

½ Würfel Hefe

500 g Mehl

100 g sehr weiche Butter

1 Ei

1 Prise Salz

Belag:

1 kg frische Stachelbeeren

100 g Butter

100 g brauner Zucker

1 TL Vanille-Extrakt

200 g Mandelblättchen

100 ml Sahne

Zubereitung:

Milch gut lauwarm erwärmen, Zucker und Hefe zufügen, umrühren und 10 Minuten angehen lassen. Inzwischen Mehl, Butter, Ei und Salz in eine große Rührschüssel oder Küchenmaschine geben. Milchmischung zufügen und mit den Knethaken für 3–4 Minuten zu einem geschmeidigen, glänzenden Hefeteig kneten. Zugedeckt für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Inzwischen Stachelbeeren waschen und verlesen. Backofen auf 180 °C (160 °C Umluft) vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Stachelbeeren gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Backofen für 15 Minuten backen.

Inzwischen die Butter schmelzen, dabei Zucker und Vanille zufügen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, Mandelblättchen und Sahne zufügen und erwärmen. Mandelmasse auf dem vorgebackenen Kuchen verteilen und den Kuchen für weitere 30–40 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und in der Form etwas abkühlen, dann auf einem Gitterrost komplett auskühlen lassen. Schmeckt besonders lecker mit einem Klecks Sahne.

Zitronen-Joghurtkuchen

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Mein Mann hat gleich 3 Stücke verdrückt…..Andreas Geheimwaffe für einen super-saftigen und lockeren Teig, griechischer Joghurt und Rapsöl im Teig.

Ein einfacher Klassiker, perfekt abgerundet mit einem dicken Guss aus Zitronensaft und Puderzucker!

Zutaten (für eine Kastenform 24 cm):

250 g griechischer Joghurt

150 g Zucker

3 Eier

Abrieb von 2 Bio-Zitronen

1 TL Vanille-Extrakt

120 ml Rapsöl

225 g Mehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

Glasur:

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

3 EL Zitronensaft

150 g Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 175 °C (150 °C Umluft) vorheizen. Kastenform mit Butter ausfetten. Joghurt mit Zucker verrühren, Eier nach und nach dazugeben und weiterrühren. Zitronenschale abreiben und zufügen, ebenso Vanille-Extrakt und Rapsöl. Alles miteinander vermischen. Nun Mehl, Backpulver und Salz darübergeben und einrühren. Teig in die vorbereitete Form geben und für 50 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Bitte Stäbchenprobe machen. Kuchen 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Aus den Zutaten die Glasur zubereiten und den Kuchen damit bestreichen, nochmals für mindestens 20 Minuten trocknen lassen, dann servieren.

Schwarzwälder Naked Cake

 

© Andrea Natschke-Hofmann © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Andrea Natschke-Hofmann: Backen aus dem Obstgarten

Mit Genuss durchs ganze Jahr

Thorbecke Verlag

Preis: 20,– €

Das ich keine Torten-Fee bin wissen die Stammleser meines Blogs inzwischen, beim Backen soll es bei mir unkompliziert zugehen, lecker schmecken, natürlich auch was hermachen, aber mit einem überschaubarem Aufwand und ohne große Bastelstunden. Volle Punktzahl!

Dieses Törtchen ist entstanden, weil mir eine Schwarzwälder Kirschtorte viel zu mächtig ist. So gefällt mir der Klassiker nun sehr gut!

Zutaten (für eine Springform 20 cm):

Teig für (2 Böden)

125 g weiche Butter

200 g Zucker

3 Eier

3 EL Kakao

200 g Mehl

1 Pk. Backpulver

½ TL Natron

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

200 ml Buttermilch

Kirschfüllung:

500 g Kirschen

150 ml Kirschsaft

2 gestrichene EL Speisestärke

1 Zimtstange

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

Sahnemasse:

200 ml Sahne

2 EL Puderzucker

200 g Frischkäse

1 Pk. Bourbon-Vanillezucker

Kirschwasser nach Belieben

eine Handvoll angeröstete

Mandelblättchen

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C (160 °C Umluft) vorheizen.

Butter und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, ein Ei nach dem anderen unterrühren. Kakao, Mehl, Backpulver, Natron und Vanillezucker mischen und abwechselnd mit der Buttermilch zum Teig geben, dabei weiterschlagen.

Backform fetten, Backpapier zuschneiden und hineinlegen. Den Teig in zwei Portionen teilen und die erste Hälfte in die Form geben. Im vorgeheizten Backofen für 30 Minuten backen. Bitte Stäbchenprobe machen. Aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen. So nacheinander die beiden Böden backen.

Kirschen entkernen und mit Saft in einen Topf geben. 2 EL vom Saft abnehmen und darin die Speisestärke auflösen. Zimtstange und Vanillezucker zu den Kirschen geben und bei geringer Temperatur langsam erhitzen. Speisestärke zufügen und ganz kurz aufkochen, damit diese bindet. Sofort vom Herd nehmen und die Masse gut abkühlen lassen.

Inzwischen die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Frischkäse und Vanillezucker zugeben, vorsichtig rühren, bis sich die Zutaten vermischt haben. Kalt stellen.

Die Torte erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen. Wichtig dabei ist, dass alle Bestandteile gut ausgekühlt sind. Zunächst einen Boden auf die Tortenplatte aufsetzen und mit etwas Kirschwasser beträufeln. Etwa die Hälfte der Sahnemischung darauf verstreichen, dann die Hälfte der Kirschmasse daraufgeben. Nun mit dem zweiten Teil genauso verfahren. Abschließend noch mit angerösteten Mandelblättchen bestreuen. Sofort servieren.