Ambul Thiyal

 

© Text: Emily Dobbs, Fotos: Issy Croker, Orion Publishing Group Ltd, f. d. dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

Quelle: Emily Dobbs: Das Sri-Lanka-Kochbuch

Fotos: Issy Crooker

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 24,95 €

Dieses säuerlich-scharfe Curry ist toll! Wir haben jedoch eine kleine Veränderung vorgenommen und erst eine grobe Würzpaste hergestellt, und dann mit ca. 375 ml Wasser den Fisch kurz aufgegossen und den Thunfisch wie im Rezept angegeben ganz kurz gegart. So hat es einfach für uns besser gepasst, denn so lässt sich das Curry auch mit Reis servieren. P.S.: Curryblätter und Pandan werden dabei erst beim Erhitzen dazu gegeben.

Ich habe noch nie so riesige Thunfische gesehen, wie man ihnen an der Südküste Sri Lankas begegnet. Teilweise sind sie so groß wie ein Kalb; sie werden direkt vor den Augen der Kunden mit einer Machete gesäubert und zerteilt. So etwas bekommt man bei uns weder zu sehen noch zu schmecken. Hier sollten Sie beim Kauf auf nachhaltigen Fang achten. Ich mag Thunfisch am liebsten zart und saftig, daher gare ich ihn nur wenige Minuten bei kräftiger Hitze, bis er nur gerade so durch ist.

Ambul Thiyal ist ein saucenloses, säuerlich-scharfes Curry. Traditionell wird für dieses Rezept Goraka verwendet – eine gelbe Frucht, die schwarz und sauer wird, wenn man sie in der Sonne trocknet. Sie wird im Tontopf gegart, wodurch sie ein rauchig-herbes Aroma entwickelt, das eine konservierende Wirkung auf den Fisch hat. Goraka habe ich durch Limettensaft, Tamarinde und Ingwer ersetzt, weil das Produkt bei uns schwer zu finden ist.

 

Zutaten (für 2–4 Personen als Beilage in einer größeren Auswahl):

500 g frische Thunfischsteaks, in

3 cm große Stücke geschnitten

1 TL Chilipulver

2 EL geröstetes Currypulver (s. S. 202)

1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 EL Pflanzen- oder Kokosöl

1 Handvoll Curryblätter

1 Stück Pandan (5 cm)

2 kleine rote Zwiebeln, in feine Scheiben geschnitten

1–2 grüne Vogelaugenchilischoten, von Samen befreit und in feine Streifen geschnitten

10 g frischer Ingwer, geschält und in feine Scheiben geschnitten

2 Knoblauchzehen, geschält und in Scheiben geschnitten

1 TL Meersalz, plus 1 Prise extra

1 EL Tamarindenpaste

1 Zimtstange, einmal durchgebrochen

1 Spritzer Limettensaft

Zum Servieren:

1 Handvoll Korianderblätter

1 Bio-Limette, in Spalten geschnitten

Avocado, in Stücke geschnitten

grüner Salat (nach Belieben)

 Zubereitung:

Die Thunfischstücke mit Chili-und Currypulver sowie schwarzem Pfeffer würzen, beiseitestellen.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Sobald es zu rauchen beginnt, die Curryblätter hineingeben, gefolgt von Pandan, Zwiebeln, Chilistücken, Ingwer und Knoblauch. Alles salzen. Die Mischung einige Minuten anschwitzen, dann den Fisch sowie 2 EL Wasser, die Tamarindenpaste, den Zi

mt und noch 1 kräftige Prise Salz dazugeben. Umrühren und bei starker Hitze 1 Minute garen. Zuletzt mit 1 Spritzer Limettensaft abrunden.

Das Ambul Thiyal mit Koriandergrün garnieren. Mit Limettenspalten sowie Avocadostücken und einem grünen Salat, nach Belieben, servieren.

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Dhal

© Text: Emily Dobbs, Fotos: Issy Croker, Orion Publishing Group Ltd, f. d. dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

Quelle: Emily Dobbs: Das Sri-Lanka-Kochbuch

Fotos: Issy Crooker

Dorling Kindersley Verlag

Preis: 24,95 €

Hocharomatische Angelegenheit, frische Curryblätter bringen das Dal geschmacklich noch mal weit nach vorn! Ich habe zum Glück, welche entdeckt, die sich tiefgefrorenen einzeln entnehmen lassen. Wer gerne nicht so scharf isst, wie wir, sollte die Menge an Chilipulver auf die Hälfte anpassen. Das Roti-Brot habe ich beim indischen Laden fertig gekauft , bei der  aktuellen Hitze-Periode erschien es mir einfach zu aufwendig, das selber zu machen. Dafür habe ich mich bei den Röstzwiebeln engagiert, die unbedingt dazu gehören und für süßlichen „Knusper“ sorgen und nur selbstgemacht Sinn machen.  Beim Büffelmilch-Labneh/-Quark habe ich mich ebenfalls gleich an die Alternative (Griechischer Joghurt, abgetropft) gehalten. Ein sehr leckeres Dal, dass wir von jetzt an häufiger zubereiten werden!

Dhal ist in Sri Lanka ausgesprochen beliebt zum Frühstück. Heißes Gewürzöl bringt für dieses Gericht den zusätzlichen Aromaschub. Reste von Dhal lassen sich mit etwas Wasser verdünnt als nahrhafte, wärmende Suppe genießen.

Pandan (in Sri Lanka rampa genannt) verströmt ein warmes zitrusartiges Aroma und wird sowohl für süße wie für salzige Speisen verwendet. Es lässt sich für die meisten Currys in diesem Buch einsetzen, vorausgesetzt, man findet die Blätter. Kleingeschnitten können sie im Gericht mitgegessen werden, am Stück belassen sollte man sie vor dem Verzehr wie die Zimtstangen entfernen. Erhältlich sind Pandanblätter im Asiamarkt oder im Internethandel. Pandan lässt sich nicht wirklich ersetzen; wer es nicht findet, lässt es einfach weg. Dieser Dhal hält sich einige Tage im Kühlschrank, außerdem lässt er sich gut einfrieren.

 Zutaten (für 4–6 Personen):

350 g rote Linsen

2 grüne Chilischoten

1 Stück Pandan (5 cm)

½ Knoblauchknolle, waagerecht

durchgeschnitten mit Schale

1 TL gemahlene Kurkuma

1 Zimtstange, einmal

durchgebrochen

1 Schalotte, geschält

400 ml Kokosmilch

2 TL Meersalz

175 g Spinat, gewaschen

1 TL Chilipulver

Für das Gewürzöl

1 EL Kokosöl

1 TL Senfsamen

1 Handvoll Curryblätter

Zum Servieren (nach Belieben):

Pol Roti (s. S. 32)

Büffelmilch-Labneh (s. S. 37)

oder Büffelmilchquark

Röstzwiebeln (s. S. 203)

Zubereitung:

Die Linsen in kaltem Wasser einweichen, unterdessen die weiteren Zutaten vorbereiten.

Die Linsen abgießen und in einem großen Topf mit 800 ml Wasser bedecken. Chilischoten, Pandan, Knoblauch, Kurkuma, Zimt und Schalotte dazugeben und bei schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Die Kokosmilch unterrühren und alles weitere 15 Minuten garen, bis die Linsen weich sind. Erst jetzt das Salz hinzufügen (gibt man es gleich mit hinein, werden die Linsen nicht richtig gar). Sobald die Linsen so weit sind, den Herd ausschalten, mit einer Küchenzange das Pandan, den Knoblauch und die Schalotte herausfischen und entsorgen. Abschließend den Spinat und das Chilipulver unter den Dhal ziehen.

Für das Gewürzöl in einer kleinen Pfanne das Öl erhitzen. Sobald es zu rauchen beginnt, die Senfsamen hineinstreuen, gleich darauf die Curryblätter zugeben. Das Öl über den Dhal gießen und mit den gewünschten Zugaben servieren.

Kürbiscurry mit Gewürz-Reis

 

© Joerg Lehmann/Brandstätter Verlag

Quelle: Richard Rauch/Katharina Seiser: Herbst – Die Jahreszeitenkochschule

Fotos: Jörg Lehmann

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Wer braucht schon Basmati-Reis, wenn man auch einen so leckeren Gewürz-Reis zum Kürbis-Curry genießen kann. Assam-Pfeffer kannten wir vorher nicht, die rauchige Note passt aber klasse! Alternativ funktioniert auch langer Pfeffer, Bioqualität  hat bei beiden Sorten seinen Preis, der erstere ist nur deutlich besser zu bekommen. Ein köstliches Beispiel dafür, dass das leckerste Curry  nicht unbedingt aus Bangkok oder Mumbai kommen muss. Richards Tipp zur geschmacklichen Optimierung mit reifer Mango, toppt das Gericht noch mal entscheidend!

 Erinnert an Südostasien, kostet aber deutlich weniger, wenn man das Flugticket mitrechnet.

Zutaten (für 4 Personen):

für den Reis:

3 Gewürznelken

3 Kardamomkapseln

½ Zwiebel (60 g)

1 l Gemüsefond S. 232 (ersatzweise Wasser) ·

350 g Langkornreis Salz

für die Currysauce:

20 g frischer Ingwer

1 EL kalt gepresstes Sesamöl ·

200 g Schalotten

2 Stangen Zitronengras

1 EL rote Currypaste
(für mich entweder selbstgemacht oder nur in bester Qualität gekauft)

1 EL brauner Rohrzucker (idealerweise Demerara-Zucker)

Schale von 1 (möglichst unbehandelten) Makrut-Limette (ersatzweise normale Limette) ·

1 l ungesüßte Kokosmilch

2 Stück Assam-Pfeffer

(rauchig schmeckende, beerenförmige Unterart des Langen Pfeffers, ersatzweise Langer Pfeffer oder schwarze Pfefferkörner)

¼ TL Koriandersamen ·

3 Makrut-Limettenblätter (ersatzweise 1 Stange Zitronengras)

2–3 EL helle Sojasauce und Saft von 1 Orange (nach Geschmack)

für die Einlage:

600 g Kürbis (z.B. Langer von Neapel)

1 Lauchstange ·

1 gelber Paprika

150 g frische Shiitake-Pilze

3 EL kalt gepresstes Sesamöl

2 EL kalte Butter oder 2 EL Erdnussöl

1 Chilischote oder Chilipaste

etwas Koriandergrün

Zubereitung:

Für den Reis Nelken und Kardamom in die geschälte Zwiebelhälfe stecken. Fond aufkochen Zwiebel und Reis in einen ofenfesten Topf geben. Salzen und zugedeckt im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze 25 Minuten garen.

Für die Sauce Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf in Sesamöl langsam weich schmoren. Schalotten schälen, fein hacken, zugeben und zu leichter Farbe anschwitzen. Vom Zitronengras äußeres Blätter entfernen, Zitronengras fein schneiden. Currypaste, Zitronengras und Zucker zufügen. Makrut-Limettenschale ohne Weißes abreiben und dazugeben. Sobald der Zucker leicht karamellisiert, mit der Kokosmilch aufgießen. Assam-Pfeffer und Koriandersamen gemeinsam trocken rösten, bis sie duften. Hinzufügen und 5 Minuten einkochen lassen. Makrut-Limettenblätter zugeben, Topf vom Herd nehmen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Limettenblätter herausnehmen, Sauce in einem Standmixer fein mixen. Durch ein Sieb passieren, mit Sojasauce und Orangensaft abschmecken.

Ofen ausschalten, Tür öffnen und kurz offen lassen, Zwiebel herausnehmen, Reis zugedeckt weitere 10 Minuten im Ofen nachziehen lassen.

Kürbis schälen, entkernen und in 0,5 cm dicke Streifen schneiden. Lauch, Paprika und Shiitake-Pilze putzen und in feine Streifen schneiden. 1 EL Lauchgrünes in kaltem Wasser zur Seite stellen.

Gemüse in heißem Sesamöl anschwitzen und mit der fertigen Sauce aufgießen, 4–5 Minuten bissfest kochen. Kalte Butter in kleinen Stückchen (oder Erdnussöl) mit einem Löffel in die Sauce rühren, so wird sie schön cremig.

Stiel der Chilischote entfernen, Schote halbieren, Samen entfernen. Chilischote fein hacken. Curry mit Chili abschmecken. Gezupftes Koriander- und Lauchgrün darüberstreuen. Mit Gewürz-Reis servieren.

Getränk: Muscaris

Tipp:

Zusätzlich ½ geschälte, würfelig geschnittene reife Mango in das Curry geben.

Ellas liebstes Gemüsecurry

© Clare Winfield

Quelle: Ella Mills (Woodward): Deliciously Ella mit Freunden

Gesunde Rezepte zum gemeinsamen Genießen

Berlin Verlag

Preis: 22,– €

Lecker, allerdings habe ich Zitrone vorsichtig eingesetzt, beim Curry mische ich gerne selber, habe hier aber ein mildes Madras-Currypulver von guter Qualität genommen. Es wäre schade, wenn in dieser schönen Kombination am Ende nur ein fades Currypulver landet. Auch frische oder getrocknete Curryblätter kann ich mir hier sehr gut als Ergänzung vorstellen. Das Rösten der Gemüse ist eine tolle Idee und bringt Aroma, Knoblauch und Schärfe kann man als authentisch ansehen. Auf Nelken wäre ich nicht gekommen, fand ich aber spannend, ggf. auch weniger nehmen, oder weglassen, wer das nicht mag.

Wenn Ihr abends gemütlich auf dem Sofa speisen wollt, ist dieses Gemüsecurry ideal. Dabei ist jeder Bissen eine geschmackliche Offenbarung, weil hier Möhren, Paprika, Blumenkohl, Erbsen und Spinat in einer fantastischen Mischung aus Kokosmilch und Gewürzen gegart werden. Ich serviere dieses Gericht gern in einer großen Schüssel auf warmem Vollkornreis und häufe noch einen Löffel von meinem Limetten-­Chili-­Pickle (Seite 153) darauf. Am   nächsten Tag schmeckt das Curry übrigens sogar noch besser, falls ihr etwas übrig gelassen habt.

Zutaten (für 3–4 reichliche Portionen):

1 mittelgroßer Blumenkohl, in gleich große Röschen geteilt

4 EL Olivenöl

Salz und Pfeffer

4 Möhren, geschält und diagonal in 2,5 cm dicke Scheiben geschnitten

2 rote Paprikaschoten, entkernt und in 2,5 cm große Stücke geschnitten

2 ELKreuzkümmelsamen

5 Knoblauchzehen, fein gerieben

5 cm Ingwerwurzel, fein gerieben

½ TL Kurkuma, gemahlen

3 TLKoriander, gemahlen

2 TL Kreuzkümmel, gemahlen

1 EL Currypulver

5 Nelken

3 EL Tomatenmark

1 Dose gestückelte Tomaten

(400 g) 1 Dose Kokosmilch (400 ml)

2 grüne Chilischoten

Saft von ½ Zitrone, Menge je nach Geschmack

200 g frischer junger Spinat

100 g TK-­Erbsen

1 große Handvoll frische Korianderblätter, gehackt

Zubereitung:

Backofen auf 210 °C (Umluft 190 °C) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Blumenkohl auf das erste Backblech geben, mit 1 EL Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern und alles gut durchmischen. Auf das zweite Backblech Möhren und Paprika geben, mit 1 EL Olivenöl beträufeln, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmelsamen bestreuen und alles gut mit den Händen vermischen. Dann beide Bleche in den Ofen schieben und das Gemüse 45 Minuten backen. Ungefähr alle 10 Minuten nachsehen und die Bleche durchschütteln. Möhren und Paprika sollen schrumpelig und süß werden, der Blumenkohl darf ein wenig schwarz werden und einen schönen Röstduft verbreiten.

In der Zwischenzeit in einem hohen Topf die restlichen 2 EL Olivenöl langsam erhitzen, dann Knoblauch und Ingwer mit 1 Prise Salz andünsten, dabei umrühren, damit die Gewürze keine Farbe annehmen. Wenn sie einen betörenden Duft verströmen, die restlichen trockenen Gewürze dazugeben und weiter umrühren. Aufpassen, dass nichts anbrennt. Dann das Tomatenmark einrühren und die gestückelten Tomaten aus der Dose und die Kokosmilch zufügen. Alles kurz aufkochen, dann leicht weiterköcheln lassen. Jetzt die grünen Chilischoten zufügen. Wer es wie ich besonders würzig liebt, sollte die Chilischoten aufschlitzen und die Kerne mitkochen. Für ein milderes Curry die Chilischoten als Ganzes kochen. Je länger ihr es köcheln lasst, umso köstlicher wird es. Ich koche das Curry mindestens 30 Minuten lang.

Jetzt die grünen Chilischoten zufügen. Wer es wie ich besonders würzig liebt, sollte die Chilischoten aufschlitzen und die Kerne mitkochen. Für ein milderes Curry die Chilischoten als Ganzes kochen. Je länger ihr es köcheln lasst, umso köstlicher wird es. Ich koche das Curry mindestens 30 Minuten lang.

Ungefähr 5 Minuten vor dem Essen das Curry nachwürzen und mit Zitronensaft abschmecken. Spinat und Erbsen unterheben – sie brauchen ungefähr 2 Minuten zum Zusammenfallen beziehungsweise zum Auftauen. Zum Schluss die gebackenen Gemüse unterheben. Passt auf, dass die Blumenkohlröschen nicht zu sehr auseinander­ fallen. Mit Vollkornreis oder Quinoa servieren und mit reichlich frischem Koriander garnieren.

Küchen-Know-how: Ich mache mir nicht die Mühe, den Ingwer zu schälen. Ich reibe ihn einfach direkt in den Topf.

Limetten-Kokos-Fisch

© Hubertus Schüler.
© Hubertus Schüler.

Quelle: Bettina Matthaei: Workshop Würzen

Fotos: Hubertus Schüler

Becker Joest Volk Verlag

Preis: 49,90 €

Perfekt, wie hier die unterschiedlichen Aromen miteinander harmonieren!  Schnell gemacht war es außerdem noch, definitiv ein Keeper-Rezept.

Zutaten (für 4 Personen):

6 frische Limettenblätter

20 g frischer Galgant

20 g Ingwer

2 Knoblauchzehen

2 grüne Chilischoten

1 großes Bund Koriandergrün

3 EL Rapsöl

1 Dose stückige Tomaten (400 g)

1 Dose Kokosmilch (400 g)

800 g festes weißes Fischfilet (z. B. Rotbarsch)

Salz + grüner Pfeffer aus der Mühle

1 unbehandelte Limette

Limettenblätter waschen und seitlich mehrfach einschneiden, damit sie mehr Aroma abgeben. Galgant und Ingwer schälen und sehr fein hacken oder reiben. Knoblauch schälen und fein hacken. Chilis längs halbieren, entkernen, abbrausen und hacken. Das Koriandergrün abbrausen und trocken tupfen. Stängel und Blätter separat hacken.

Einen Wok erhitzen, das Öl darin heiß werden lassen. Galgant, Ingwer und Korianderstängel 2–3 Minuten unter Rühren anbraten. Knoblauch und Chili zugeben, 1 Minute unter Rühren mitbraten, dann mit den Tomaten ablöschen. Kokosmilch und Limettenblätter dazugeben, aufkochen und bei leichter Hitze ca. 10 Minuten etwas einkochen.

Inzwischen den Fisch kalt abbrausen, trocken tupfen, in mundgerechte Stücke schneiden, etwas salzen und pfeffern. Limette heiß waschen und trocken reiben, die Schale abreiben und etwas Saft auspressen.

Den Fisch in die heiße, nicht mehr kochende Sauce legen und 5–6 Minuten darin gar ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer, einigen Spritzern Limettensaft und etwas Limettenschale abschmecken. Mit den Korianderblättchen bestreuen.

iesZubereitungszeit: ca. 40 Minuten

Fruchtig-gelbes Thai-Curry

© Jana Liebenstein
© Jana Liebenstein

Quelle: Inga Pfannebecker: Currys – Spicy One-Pot-Wonders

Fotos: Jana Liebenstein

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 8,99 €

Fruchtig-gelbes Thai-Curry

 Super schnell gemacht! Thai-Curys gehen bei uns immer, allerdings kaufe ich keine fertige Currypaste, bzw. habe einen Laden entdeckt, der die selber macht. Der Vorteil ist, man kann sie in relativ kleinen Portionen kaufen und sie schmecken wesentlich besser als die Industrieprodukte, da gibt es extreme Qualitätsunterschiede! Die gelbe Currypaste ist nicht ganz so scharf wie die rote oder grüne und sicherlich für Neulinge die bessere Wahl. Für mich persönlich gehört noch Thai-Basilikum (Sorte Hopara) statt Frühlingszwiebeln als Garnitur dazu und auch auf die mitgeschmorten Kaffirlimetten-Blätter möchte ich nicht verzichten.

 Zutaten (für 4 Portionen):

 3 Frühlingszwiebeln

1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)

600 g Schweinefilet

1 nicht zu reife Mango|

400 g grüne Bohnen (Prinzessbohnen)

Salz

1 Dose Kokosmilch (400 g; nicht geschüttelt, gekühlt)

2–3 EL gelbe Thai-Currypaste

1–2 TL Fischsauce

1 TL brauner Zucker

1 EL Limettensaft

3 – 5 frische Blätter von der Kaffir-Limette (optional)

gibt es tiefgekülhlt im Asia-Markt

2 – 3 Zweige Thai-Basilikum (Hopara) (optional)

 Zubereitung:

Frühlingszwiebeln putzen und waschen. Den weißen Teil fein würfeln, den grünen Teil in Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln.

Das Fleisch trocken tupfen und in schmale Scheiben schneiden. Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Die Bohnen waschen, putzen, entfädeln und in Stücke schneiden. In kochendem Salzwasser 12 Min. garen.

Inzwischen 3 EL von der festen Kokoscreme abnehmen und in einem Topf erhitzen. Die Currypaste darin anbraten, bis sie duftet und das Öl austritt. Die Zwiebelwürfel und den Ingwer und geknickte Zitronengrasblätter zugeben und kurz andünsten. Das Fleisch zugeben und unter Wenden 5 Min. braten. Restliche Kokosmilch und 200 ml Wasser angießen, aufkochen und alles bei mittlerer Hitze 20 Min. köcheln lassen.

Die Bohnen abgießen und abschrecken. Nach 15 Min. Garzeit die Bohnen und die Mango zum Curry geben. Das Curry mit Fischsauce, Zucker, Limettensaft und evtl. etwas Salz abschmecken. Mit Frühlingszwiebelgrün bestreut servieren. Bei mir wird mit Thai-Basilikum abgeschmeckt und garniert. Bitte auf die Sorte achten es gibt in Thailand bis zu 3 verschiedene Basilikum-Sorten. Hopara ist aber das gängigste.

 Zubereitungszeit: 35 Min. Zubereitung

Pro Portion ca. 385 kcal, 38 g E, 24 g F, 5 g KH

Lammcurry Rogan-Josh

© Jana Liebenstein
© Jana Liebenstein

Inga Pfannebecker: Currys – Spicy One-Pot-Wonders

Fotos: Jana Liebenstein

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 8,99 €

Bei diesem berühmten Rezept bekommt das Fleisch durch das Einlegen in eine würzige Joghurtmischung Aroma und wird beim Schmoren herrlich zart. Uns hat es wunderbar gefallen, da Gäste mit am Tisch saßen habe ich die Menge des Chilipulvers und des Salzes deutlich reduziert, 1 EL Chilipulver ist wirklich nur was für Hartgesottene, auch wenn es sich traditionell beim Ursprungsrezept wirklich um eine sehr scharfe Angelegenheit handelt. Beim Salz bin ich aufgrund schlechter Erfahrungen inzwischen sehr vorsichtig, denn nachwürzen geht immer, zu viel kann einem ein leckeres Gericht aber schon sehr vermiesen. So hat es uns und den Gästen phantastisch geschmeckt!

Zutaten (Für 4 Portionen):

Für das Fleisch:

1 Stück Ingwer (ca. 3 cm)

3 Knoblauchzehen

2 TL Garam Masala

½ TL Kurkumapulver

2 TL Salz
(bei mir 0,5 TL mit Option zum Nachwürzen, mehr als 1 TL würde ich persönlich nicht nehmen)

150 g griechischer Joghurt (10 % Fett)

3 Knoblauchzehen (hier habe ich mehr gewagt)

750 g Lammfleisch zum Schmoren

Für die Sauce:

2 große rote Zwiebeln

2 EL Butterschmalz

1 TL Kreuzkümmelsamen

3 Nelken

4 schwarze Kardamomkapseln

2 Lorbeerblätter

1 Zimtstange

2 EL Tomatenmark

1 EL Chilipulver (bei uns hat 1 knapper TL völlig ausgereicht)

1 TL gemahlener Koriander

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Ingwer und den Knoblauch schälen und fein würfeln oder noch besser fein reiben. Mit den Gewürzen und dem Salz unter den Joghurt mischen. Das Fleisch trocken tupfen, in Würfel schneiden und unter den Joghurt rühren. Abgedeckt mind. 3 Std., besser über Nacht, kalt stellen.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Das Fett in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin 5 Min. andünsten. Die ganzen Gewürze zugeben und alles unter Rühren weitere 10 Min. braten, bis die Zwiebeln leicht bräunen und das Öl an den Seiten austritt.

Das Tomatenmark einrühren und kurz anbraten. Chilipulver und den Koriander zugeben. Das Fleisch samt Marinade zugeben und unter Rühren 5–10 Min. braten. 400–500 ml Wasser angießen und zugedeckt bei kleiner Hitze 1 Std. 30 Min. schmoren. Die letzten 15 Min. den Deckel abnehmen und das Curry bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben noch etwas Chilipulver abschmecken und servieren:

TIPP: Statt Lamm kann man auch Rind- oder Hähnchenfleisch verwenden. Mit Hähnchenfleisch, am besten das etwas kräftigere Fleisch von ausgelösten Hähnchenkeulen verwenden, dann verringert sich die Schmorzeit auf 1 Std.

Zubereitungszeit: 35 Min. Zubereitung

Marinierzeit: 12 Std.

Schmorzeit:1 Std. 30 Min.

Pro Portion ca. 385 kcal,

38 g E, 24 g F, 5 g KH