Tiramisu-Eis

(c)frechverlag_TOPP 7920_Bild_S.52Quelle: Patrick Rosenthal: Ich machs mir einfach

Süßes, Mini-Kuchen, Desserts, Eis & mehr

TOPP Verlag

Preis: 14,99 €

ISBN: 3772479200

Patrick ist es schnuppe, wer das Tiramisu erfunden hat, er macht einfach Eis daraus. Und was für eins, wir lieben es inzwischen, Mascarpone und Amaretto sorgen für Cremigkeit, auch ohne Eismaschine. So lecker – Viva Italia!

 Zutaten:

 4 Eier

100 g Zucker

250 Mascarpone

Mark von 1 Vanilleschote (oder aus der Mühle)

5 TL Instantkaffee

5 TL heißes Wasser

4 TL Amaretto oder Kaffeelikör

10 Löffelbiskuits, in Stücke geschnitten

Kakaopulver (optional)

zum Servieren

Zubereitung:

Eine  Kasten- oder Terrinenform mit Backpapier auslegen, so dass die Enden an der langen Seite etwas herausschauen.

Eigelb vom Eiweiß trennen. Eigelb mit dem Zucker aufschlagen.. Mascarpone und Vanille dazugeben und verrühren. Eiweiß steif schlagen und unter die Mascarponecreme heben.

Instantkaffee mit dem heißen Wasser und Likör vermischen und die Löffelbiskuits kurz eintauchen. Nicht zu lange, da die Löffelbiskuits sonst zur sehr aufweichen.

Nun 1/3 der Mascarponecreme in die Form geben und die Hälfte der Löffelbiskuits darauf verteilen. Jetzt das nächste Drittel  der Mascarponemasse auf die Biskuits geben. Restliche Löffelbiskuits darauf verteilen und abschließend den Rest der Mascarponecreme darauf verteilen und mit einem Löffel glatt streichen. Abdecken und über Nacht einfrieren.

Vor dem Servieren kurz antauen lassen. Das Eis lässt sich jetzt gut an den Enden des Backpapiers herausheben. Wer mag, kann nun das Eis noch mit Kakaopulver bestreuen, in Scheiben schneiden und servieren.

Ich machs mir einfach

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Patrick Rosenthal: Ich machs mir einfach

Süßes, Mini-Kuchen, Desserts, Eis & mehr

TOPP Verlag

Preis: 14,99 €

ISBN: 3772479200

 „Ein Mann mit Händchen – oder ich mach‘s wie Patrick!“

 Wer backt?

(c)frechverlag_TOPP 7920_Bild_Patrick Rosenthal

 Patrick Rosenthal ist Blogger („ichmachsmireinfach“) und zwar einer der ganz besonderen Art: Er liebt es süß und außerdem macht er es sich gerne einfach. Ich auch Patrick, aber toll aussehen soll es auch und gut schmecken sowieso. Kalorien musst Du für mich nicht zählen, wenn alles andere stimmt!

Was ist drin?

 Patrick backt, liebt es eiskalt und ganz heiß, frühstückt, sorgt für leckere Desserts und widmet sich am Ende den kleinen Sünden. Dabei sind 60 Rezept-Kreationen herausgekommen, die obwohl sie in der Zubereitung nicht sonderlich kompliziert sind, so richtig was hermachen und vor allem für Überraschungen sorgen.

Patrick liebt die Inszenierung und lässt es farblich auch so richtig knallen!

Nein, der Mann ist kein Leisetreter, wenigstens nicht optisch, sein Brombeerkuchen kommt in Knall-Pink und die Füllung der Windbeutel darf auch schon mal hellblau sein, denn biedere Langeweile beim „Süßkram“, nicht mit ihm, das geht gar nicht!

Pimpen geht immer – aber Kalorien zählen verboten!

 Zum Beispiel  mit Karamell-Schokostücken im Brownie-Trifle, der seine Gäste zwar regelmäßig in Entzücken versetzt, auch wenn sie stets überzeugend vermitteln, dass sie es niemals schaffen werden, diese Köstlichkeit aufzuessen. Trotzdem werden hier jedes Mal persönliche Bestmarken und Rekorde gebrochen, denn bisher ist es jedem gelungen. Wenn es lecker schmeckt, ist auch eine buttrig-sahnige Kalorienbombe keine unbezwingbare Hürde und so gesellt sich Löffelchen zu Löffelchen, eigentlich wollte man den ja schon längst bei Seite schieben, aber nein, einer muss noch sein……

Lecker Patrick und so einfach und schnell gebacken!

Das Walnussbrot wird durch die Blaubeeren im Teig so richtig fruchtig und früh aufstehen muss ich auch nicht, denn Backpulver  und Öl im Teig machen es herrlich fluffig, auch ohne lange Vorbereitungszeit und die Haferflocken, das Dinkelmehl und die Walnüsse drin sorgen für den nötigen Crunch.

Wenn man sich nicht entscheiden kann nimmt man halt das Beste von beidem!

 Der Mann ist überaus kreativ und so wird aus Muffins und Donuts schnell mal eine neue Kreation, die er kurzerhand Muffnuts tauft. Diese sehen aus wie Muffins, schmecken aber eher wie ein Donut und sind dabei immer wieder sehr wandelbar, wenn man statt der Himbeermarmelade einfach eine beliebige andere Lieblingskonfitüre verwendet.

Patrick kann auch klassisch!

Zum Beispiel Clafoutis mit frischen Beeren. Lecker mit Sahne und Brombeeren im Teig und so einfach. Am besten gleich lauwarm genießen. Oder der Apfel-Zimt-Kuchen, der schon im Ofen so unwiderstehlich duftet, dass die Backzeit von 50 Minuten eine echte Herausforderung darstellen kann. Für Cheesecake wirft er gleich eine Party und hat mit Toppings wie Honig-Avocado, Mango-Kokosnuss und Rose-Himbeer richtig tolle Ideen wie dieser nicht nur lecker schmeckt, sondern auch richtig toll aussieht.

Was ist besonders – oder der Mann hat Händchen?

 Patrick Rosenthal versteht die visuelle Inszenierung aus dem ff und hat ein ausgesprochenes Händchen, dafür wie man mit Toffee-Pralinen und allerlei anderem aus dem Süßwaren-Regal im Supermarkt schnell und unkompliziert, aus einem eher biederem und langweiligem Kuchen oder Desserts etwas zaubern kann, was unsere Gäste so schnell nicht vergessen werden. Hier geht es bei weitem nicht nur um Optik, sondern auch geschmacklich setzt er gerne Akzente. Ein bisschen Mut sollte man aber schon mitbringen und weder vor Kalorien noch vor ungewöhnlich mutigen Farbkreationen zurückschrecken.

 Fazit: Tolles Buch für alle, die Süßes lieben, gerne auch mal was neues probieren und ihre Gäste mit wenig Aufwand in Verzückung setzten möchten. Kalorienzählen ist dabei verboten, aber das hat sich sowieso erledigt, wenn man erst Patricks Eiskreationen verfallen ist, die sind für mich seine Königsdisziplin!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Aromen Feuerwerk

© EMF
© EMF

Katharina Küllmer: Aromen Feuerwerk

Gerichte mit Gewürzen, Kräutern & Früchten

Edition Michael Fischer

Preis: 29,99 €

„Bindet Euch die Kochschürze um, seid mutig und experimentiert, das lohnt sich!“

Worum geht’s – oder gibt’s auch Ottolenghi für den Hausgebrauch?

Aromen Küche ist eines der Trendthemen beim Kochen und im Kochbuchbereich. Koriander, Fenchel, Kreuzkümmel die Spitzengastronomie, wie z. B. Tanja Grandits aus der Schweiz sind schon seit einigen Jahren aromatisch höchst komplex unterwegs. Yotam Ottolenghi, der wohl berühmteste Vertreter dieser Stilrichtung, hat kreative Aromen-Kombinationen in seinen Kochbüchern und nicht zuletzt in seiner Kolumne für den Guardian breitenwirksam erfolgreich gemacht und Kritiker und Fans überschlagen sich immer noch mit Lobeshymnen. Allerdings gibt es auch schon getreue Fans, die leise Kritik äußern, wenn man da an sein jüngstes Buch „NOPI“ denkt, dass einigen zu sehr auf die Gegebenheiten einer Restaurantküche abzielt. Ganze Gerichte oder gar Menüs mit orientalischem Touch und vielfältigen Aromen leben allerdings auch von Technik und vielen Zubereitungsschritten, das sehen die Quellen dieser Rezept-Ideen halt vor, denn nur ein paar ein paar Gewürze hineinzugeben, dass allein reicht nicht immer!

Das kann man natürlich auch vereinfachen, aber dazu muss das Konzept ein anderes sein, Katharina Küllmer hat das in Angriff genommen und stellt einzelne Ideen thematisch geschickt zusammen und offeriert eine ganze Palette von Rezepten, die man mal so zwischendurch machen kann und die jedes Picknick, jeden Brunch, jeden Kaffeeklatsch adeln.

Wer ist die Frau hinter dem Buch?

Nach eigenem Bekunden ist Katharina entweder in der Küche oder hinter der Kamera, in ihrem Arbeitszimmer mit vielen Kochbüchern und Bergen an Vintage-Geschirr, denn sie hat ihre Leidenschaft für spannende Aroma-Kombinationen zu ihrem Beruf gemacht. Von Haus aus eigentlich Diplom-Ökonomin und Hotel-Kauffrau, doch seit 2011 selbständig tätig als Food-Kolumnistin. Schon im Studium wurde ihr klar, sie möchte mit ganzem Herzen Gastgeberin sein. Und das obwohl sie mit 20 noch nicht wusste, wie man ein Ei kocht und großer Angst vor kochendem Wasser hatte, wie ihre Familie stets kolportiert.

Nicht wirklich ideale Voraussetzungen, sich als Privatköchin und Supperclub-Betreiberin direkt nach dem Studium selbstständig zu machen. Durch die neu entdeckte Leidenschaft fürs Fotografieren kam folgerichtig ein Blog dazu und dann war der Weg zur Autorin und Food-Kolumnistin nicht mehr weit.

Wie sieht es aus – oder she`s a moody queen!

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen gehalten habe, war ich baff! Dunkler schöner Pappeinband mit purpurnen Accessoires dekoriert, das zog mich an. Die Ausstattung mit Fadenheftung und beschichtetem Papier ist sehr wertig und die Fotos sehr stimmungsvoll. War da vorhin nicht die Rede von Bergen an Vintage-Geschirr, genau, die Sachen werden geschickt in Szene gesetzt und stehen offenbar nicht nur im Arbeitszimmer rum. Auf das eine oder andere Dekostück hätte ich zwar verzichtet, die alte Taschenuhr bei der Präsentation von Speisen, kann man machen, muss man aber nicht. Mir gefällt es trotzdem, das ist geschmackvoll gemacht und Vintage passt perfekt zum Stil der Rezepte.

Was ist drin –oder Alltagsküche bunt und spannend, aber nie kompliziert?

Die Autorin präsentiert über 100 spannende und kreative Rezepte, die thematisch stimmig in den Kapiteln

Aromen reiche Begleiter: wir finden Salze, Butter, Marmeladen, Honig, Pesto, Cremes und Saucen und so herrliche Ideen wie Pekannuss-Butter, Feigenbutter, Orangen-Kardamom-Marmelade, Salz mit getrockneten Sauerkirschen und Bacon oder eine Kürbis –Butter und vieles mehr.

Aufregende Durstlöscher: hier gibt es Tees, Milch, Limonaden, Drinks, Smoothies und Lassi. Von einer Pflaumenlimo mit Zimt und Sternanis über einen Prosecco mit Apfel-Ingwer-Sirup und Zitronenmelisse bis zu einem Chocolate-Lassi ist hier noch einiges mehr dabei, was mich sehr anspricht.

Würzige Leckereien: wir finden Ramen, Salate, Gemüse, Crostini, Pancakes, Brioche, Brot, Burger, Waffel und Wraps. Knusprige Auberginen-Sticks mit rauchigem Tahini-Dip, Ofengemüse mit rote-Bete Pesto, oder Crostini mit Ziegenkäse, Bacon-Crumble und Blaubeeren und warum nicht mal eine sommerliche Stulle mit Erdbeeren, hier finde ich so einiges, dass ich gerne probieren möchte.

Eisiges Naschwerk: hier gibt es Acai Bowl (die Cremigkeit entsteht durch gefrorene Früchte), Eis, Granita, Popsicles (Eis am Stil) und Parfait. Hey die Matcha Nicecream mit gefrorenen und gemixten Bananenscheiben, die gefällt mir auch als nicht Veganer, das muss ich probieren und auch das Ziegenkäse-Eis wandert auf meine Nachkoch-Liste. Moment da fehlt noch was, Kürbiseis mit Malzbier-Karamell, das muss auch sein.

Süße Köstlichkeiten: wir finden Pies, Shortbreads, Biskuits, Donuts, Hand Pies, Zitronen-Gugelhupf, Muffins, Apfelkuchen, Macarons und Cookies. Mir gefallen die Rotweinbirnen mit Kardamom und Mascarpone und Lebkuchen, vielleicht eine Idee für die Nachspeise bei unserem Weihnachtsdinner im Familienkreis? Oder ein saftiger Zitronen-Gugelhupf mit Olivenöl und Joghurt im Teig und einem Zitronen-Rosmarin-Sirup on top, das ganze präsentiert mit Zucker-Glasur und garniert mit getrockneten Rosenblüten und natürlich der buttrige Apfelkuchen mit Scotch-Karamell und Rosmarin. Mir gefällt das, absoluter Hingucker natürlich hier die pinken Äpfel im Teig.

Ein bisschen Inspiration: eine Übersicht, welche ihrer Ideen die Autorin für das Sonntagsfrühstück, ein Picknick oder auch ein Candle-Light-Dinner geeignet hält rundet das ganze ab.

Und wie sind die Rezepte?

Katharina selbst, beschreibt ihren Küchenstil als gehobene Gastronomie heruntergebrochen auf einfache Rezepte, die jeder zu Hause relativ einfach nachkochen kann. Das trifft es sehr gut, die Portionsgrößen sind normale Haushaltsmengen und es wird an Zutaten nichts verwendet, was nur über Spezialanbieter zu beziehen ist.

Was ist besonders?

Ein Vergleich der keiner ist – oder sicherlich ein Buch, das Mädels sehr stark anspricht!

Natürlich will Frau Küllmer nicht in Konkurrenz mit Hr. Ottolenghi treten, das sind wirklich zwei verschiedene Paar Schuh. Sie spielt eine andere Klaviatur ab, dass aber sehr sicher und vor allem sehr gekonnt.

Die Rezepte sind nicht nur auf Optik und Wirkung getrimmt, da ist die Autorin eine Meisterin ihres Fachs, das ist vom Start weg klar, sondern auch geschmacklich gab es für mich keine Patzer oder war etwas lasch.

Dafür finden aufwendige Techniken und Arbeitsschritte oder komplexe Kreationen eigentlich nicht statt im schönen Buch. Die Autorin spricht allenfalls von würzigen Leckereien und das ist es auch, wenn man von einigen wenigen Ausnahmen absieht. Ich konnte bei meinen Test, nichts finden, wo ich hätte meckern können und ihr könnt mir glauben, ich war kritisch, denn eigentlich liebe ich Komplexität, irgendwie muss man ja rechtfertigen, dass man mal wieder am Wochenende Stunden in der Küche verbracht hat, und den Schatz allein im Garten hat schuften lassen.

Die große Stärke der Autorin sind genau die kleinen Sachen, die aktuell überall auf den Blogs, überwiegend von weiblichen Bloggerinnen gepostet werden. Katharina Küllmer weiß sehr genau, was wir wollen und versteht auch die Inszenierung perfekt.

Fazit: Für mich ein ausgesprochen schönes Kochbuch, dass die Lücke zwischen professioneller Aromaküche und uns Normalos perfekt schließt, für das man sicherlich nicht seinen Ottolenghi aus dem Bücherregal verbannt, das aber gerne neben ihm stehen darf, ohne das gleich Streit und Zickereien zu befürchten wären. Inszenierung auch mit knappem Zeitbudget für einen Brunch oder ein Picknick, das geht auch – vielen Dank dafür!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.