LEON – Hundert Salate

Baxter/Vincent: LEON – Hundert Salate

Fotos: Tamin Jones

Dumont Buchverlag

 Preis: 20,– €

 Ein Buch für Salat-Fans und für alle, die das nur noch nicht wissen!

 Worum geht’s?

 Salat und noch mal Salat, allerdings kommen hier nicht nur „Grünfutter-Anbeter“, Vegetarier oder Veganer auf ihre Kosten! LEON steht für eine britische Fast-Food-Kette, die auf gesundes Essen setzt und auch die zahlreichen Unverträglichkeiten ihrer Gäste im Blick hat. Die Leon Gründer legen sehr viel pädagogischen Eifer an den Tag kümmerten sich um den „School Food Plan“ der britischen Regierung, der Koch- u. Ernährungslehre zum Schulfach machte und Schulkindern ein kostenloses Mittagessen in der Schule ermöglicht. Die LEON-Begründer haben weiterhin erfolgreich mit Co-Autoren Kochbücher veröffentlicht, die ihre Gäste auch zu Hause ermuntern sollen, gesundes Fast-Food (Schnell ist relativ, setzt bitte auf den Geschmack!) auf den Tisch zu bringen.

Wer kocht?

© Tamin Jones

 Jane Baxter ist Köchin und verbringt ihre Zeit mit Catering, Beratung zu Ernährungsthemen sowie damit, Food-Events in außergewöhnlichen Locations zu organisieren. Sie schreibt eine wöchentliche Kolumne im ›Guardian‹ und ist Autorin der bei DuMont erschienenen Bände ›LEON. Fast & Free‹ (2017) und ›LEON Fast Food. Vegetarisch‹ (2014).

John Vincent ist Mitgründer von LEON mit mittlerweile über fünfundvierzig Restaurants im Vereinigten Königreich. Er hat zusammen mit Henry Dimbleby den Bestseller ›LEON. Natürlich Fast Food‹ (2011), mit Kay Plunkett-Hogge ›LEON. Familie & Freunde‹ (2013) und mit Jane Baxter ›LEON. Fast & Free‹ (2017) geschrieben, die alle bei DuMont erschienen sind.

Was ist drin?

 Salat als Hauptdarsteller, der sich bei den Zutaten weltweit bedient…..

Hundert Salate haben es ins Buch geschafft: Es gibt Klassiker, die wir kennen und lieben oder die wir immer schon mal machen wollten. Salade Niçoise wird mit Radieschen und einem Tomatendressing  nach LEON Manier aufgepeppt.

Leon kann auch gesund geschmacklich punkten!

 Mit dem Begriff „Superfood“ kann man mich eigentlich jagen. Der ebenfalls in diesem Kapitel präsentierte gleichnamige Salat, der seit vielen Jahren schon im Menü der Restaurant-Kette fest gesetzt ist, war entsprechend ein Rezept, bei dem ich schnell weiter geblättert habe. „No way“ nicht mit mir war mein erster Gedanke, Brokkoli, Tiefkühlerbsen oder Gurken und dann auch Quinoa, verlockend geht anders für mich, dachte ich mir. Um es kurz zu machen, ich bin bei weitem keine Clean-Eating- Jüngerin trotzdem dieses Rezept von Jane Baxter hat mich überzeugt. Neben dem schon erwähnten Grünzeug kommt noch Avocado dazu und die Geheimwaffen Feta von guter Qualität, Petersilie, Minze und Leon-Röstkerne und das Ganze mit einer sehr stimmigen französischen Vinaigrette angerichtet. Wenn Superfood so klasse schmeckt, bin ich auch gerne dabei. Die Autoren versorgen die Gesund-Esser auch mit anderen Kreationen mit reichlich Quinoa und Kale-Anbeter kommen mit diversen Grünkohl-Kreationen ebenfalls voll auf ihre Kosten. Für mich gab es noch einen Reisalat aus Ibizia, der obwohl unverschämt gesund auch bei meinem Mann wegen seiner süß (Trockenfrüchte)-säuerlich (Granatapfel + Sumach) und Kräuter würzigen Note (Minze, Koriander) als Sommer-Feierabendküche Anklang fand, auch wenn er den zuvor probierten Salade Lyonnaise noch leckerer fand, er ist halt kein Gesund-Freak.

Fusion-Food und Gesundes geben sich die Klinke in die Hand

Neben den gesunden Optionen, die im zweiten Kapitel in dem es um den schnellen Salat-Teller geht, der in höchsten 20 Minuten serviert werden soll, auch wieder am Start sind, z. B. als Zucchini-Nudeln mit Pesto-Trapanese & geriebenen Ricotta-Salata, gibt es auch üppige Kreationen mit Meeresgetier (hier als Krabbensalat mit Grapefruit) und Fleisch (als belgisches Steak mit einer Beilage aus Radicchio, Chicorée und einer leckeren Senf-Mayonnaise.

Auf der Insel liebt man geräucherten Fisch

 Die Rezept-Ideen für die Lunch-Box sind alle für eine Person ausgerichtet, Baxter als britische Köchin liebt gesalzenen Fisch im Salat z. B. als eingesalzene Makrele mit Perl-Couscous und Dill oder auch in der Version als polnischer Kartoffelsalat mit Hering. Mir gefällt ihr supereinfaches Rezept für einen Salat aus Tomaten, Feta & Linsen, bei der sie auch Varianten mit beeriger Makrele oder mit Schweinshaxe anbietet.

Schnell schneller am schnellsten und beim Einkaufen ist Engagement gefragt….

 In den Kapiteln „Essen für Freunde und Familie“ präsentieren die Autoren spektakuläre und üppige  Ideen für die Familie und unsere Gäste. Die Zutatenlisten sind bei Frau Baxter grundsätzlich nicht kurz und deshalb wird auch mal getrickst und ein fertiges Brathähnchen  mit dem dazugehörigen Saft für einen fruchtigen Brot-Traubensalat mit Huhn verwendet. Ihre Kreationen legen allesamt Wert auf viel Geschmack und unterschiedliche Texturen bei den Zutaten, das bedeutet für Salat-Rezepte, dass man das in den allerwenigsten Fällen mit 5 Zutaten in 20 Minuten erledigen kann. Wer jedoch auf die zeitliche Komponente in der Küche Wert legt, sollte sich für meinen Geschmack darauf einrichten, dass es meistens doch ein bisschen länger dauert und die Zutaten mit Nichten alle im gut sortierten Supermarkt zu bekommen sind. Die Vorratskammer verlangt diverse Essig u. Ölsorten, getrocknete Früchte sowie Dattel- u. Granatapfelsirup, im Tiefkühler Erbsen, Bohnen und Edame, mehrere Getreidesorten, Asia-Spezialitäten, Gewürze und gute Konserven wie Piquillo-Paprikas, die letztendlich nur qualitativ sehr hochwertige geröstete Paprika im Glas sind, die man in meinen Augen jedoch problemlos mit selbstgerösteten Paprika ersetzten kann.

Fazit: Die etwas andere Salat-Küche – oder viel macht viel!

Insgesamt ist das Beschaffen der Zutaten für Leute, die gerne gut kochen und auf Fusion-Küche stehen, eine meisterbare Aufgabe, wenn diese nicht in „Hintertupfingen“ leben und gerne mal online bestellen, muss man in meinen Augen nicht in London wohnen, wenn man aus diesem sehr inspirierenden Buch Salate zubereiten will. Ich hatte als Fan der Fusion-Küche sowieso das meiste zu Hause stehen und weiche ebenfalls gern aufs Selbermachen aus. Dieses Buch gehört in jedem Fall in die Hände von Geschmacksverliebten weltoffenen Salat-Fans, die eine gut bestückte Speisekammer haben und neben Rezepten auch gerne selber experimentieren, dazu ist das Baukasten-Prinzip am Ende des Buches eine tolle Ideen-Quelle. Wem es um den Zeitaspekt beim Kochen geht, dem möchte ich das Buch nicht gerne empfehlen, der Begriff Fast-Food hat hier nichts zu suchen und ist für mich als Manko bei diesem wirklich tollen Salat- Buch identifizierbar- dessen Rezepte mir jedoch viel Neues in der Salatschlüssel gezeigt haben – dass immer überraschend war und uns toll gescheckt hat!

Jedoch muss ganz deutlich gesagt werden, hier wird bei den Zutaten auf das Prinzip „Viel macht viel!“ gesetzt, der Salat-Baukasten von Jane Baxter ist randvoll und wird ausschweifend bei den Zutaten eingesetzt, dazu braucht es mutige Nachkocher und Menschen, die nicht mit 3 – 6 Zutaten genug haben und sich für einen tollen Salat auch gerne mal zum länger schnippeln in die Küche stellen. Ich habe es sehr gerne gemacht, die Ergebnisse waren ebenso überraschend wie kulinarisch geglückt!

Vielen Dank als Übersendung als Rezensionsexemplar!

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Mimi Jardim: Mein portugiesisches Fest

 

Mimi Jardim: Mein portugiesisches Fest

Rezepte meines Herzens

Fotos: Craig Fraser

Sieveking Verlag

Preis: 36,–

Ola – das Leben ist ein Abenteuer….

 Wer kocht denn hier?

Mimi Jardim (*1943) wurde an der wunderschönen Algarve in Portugal geboren und wanderte 1957 mit ihrer Familie nach Johannesburg in Südafrika aus. Hier ein Bild von Mimi und ihrer Schwester Gabby mit den Eltern bei der Ankunft in Johannesburg.

Mimi Jardim als Kind mit ihren Eltern Fotograf: unbekannt Aus: Mein portugiesisches Fest, Sieveking Verlag 2017

Heute lebt sie mit ihrem Mann Augusto, der von der Insel Madeira stammt noch immer dort und ist inzwischen Mutter von 4 Kindern und Großmutter eines Enkelkindes. Mimi Jardim ist außerdem eine renommierte südafrikanische (Fernseh-) Köchin und Gründerin der Jardim’s Cookery School. Weiterhin ist sie in der ganzen Welt unterwegs gewesen, um die Peri-Peri Gewürzmittel von Nando’s, einer Kult-Fastfood-Kette in Südafrika, zu bewerben. Bereits als junges Mädchen sammelte Mimi in ihrer kochaffinen Familie ihre ersten kulinarischen Erfahrungen und bekam von ihrer portugiesischen Großmutter früh den richtigen Umgang mit frischen Lebensmitteln als wichtigste Zutat für jedes Rezept mit auf den Weg.

Manchmal kommt es anders……

 Mimi blickt auf eine langjährige Karriere zurück, seit 50 Jahren beschäftigt sie sich mit Kochen und gibt ihr Wissen an interessierte Schüler weiter. Eigentlich war das nicht von Anfang an geplant, sondern sie wäre gerne Lehrerin geworden, aber die Vorstellung mit ihren nach drei Jahren in Südafrika noch nicht perfekten Sprachkenntnissen, Englisch oder Mathematik zu unterrichten, flößte ihr große Angst ein, deshalb entschied sie sich, ihre zweite Leidenschaft das Kochen zu ihrem Beruf zu machen und begann eine Ausbildung zur Hauswirtschaftslehrerin. Drei Jahre später folgten die ersten Schüler und sie heiratete einen ebenso kochbegeisterten Mann und bekam im Laufe der Jahre ihre 4 Kinder.

Seit dieser Zeit hat sich in ihrem Leben neben der Familie alles immer ums Kochen gedreht, Mimi Jardim brachte jungen Collegestudenten das Kochen bei, hat mit Chefköchen an portugiesischen Rezepten gefeilt und half vielen Hobbyköchen, einfach noch besser zu Hause zu kochen. 1992 wurde sie Teil des Nando-Teams und bereiste die Welt, um deren Peri-Peri-Sauce (auch Piri-Piri genannte portugiesische Gewürzsauce) von Johannesburg in die Welt zu bringen.

Und was gibt es zu essen?

 Portugiesische Familienküche mitten aus Johannesburg

 80 Rezepte werden im Buch präsentiert, es geht natürlich um portugiesische Küche, ein bisschen kulinarisches Flair aus Südafrika und kulinarische Impressionen von Mimis Reisen. Der Autorin ist es mit diesem Buch gelungen, ihr Leben kulinarisch zu dokumentieren. Dazu gehören Rezepte für Früchtekuchen, Baisers und Dessertüberraschungen, wie ein überraschendes Mandel-Honig-Eis mit Peri Peri & Feigen, aber auch Stockfisch in Sahnesauce und Mimis berühmtes Hähnchen-Rezept. Das Buch ist ganz und gar Mimi, ihrer Art zu Kochen und ihren kulinarischen Eindrücken gewidmet und auch die Familienmitglieder haben die eine oder andere leckere Speise beigesteuert. Dazu gehört ebenso ein vegetarisches Reis-Congee, das ihr Sohn Daniel als Vegetarier beigesteuert hat und Koeksiters, praktisch die südafrikanische Variante von Donuts oder Churros in Zopfform, die Mimi immer an die innige Beziehung zu ihrer Schwestern erinnert. Raymond, ein weiterer Sohn, steuert seine Version des Piri-Piri-Hähnchens bei, dass er von seinem Vater Alfonso übernommen hat, bei ihm wird es jedoch regelmäßig abgewandelt und neue Aromen hinzugefügt, je nachdem in welchem Land Raymond gerade unterwegs war. In der Version des Buches haben Rosmarin und Thymian sich einen Platz in der Zutatenliste erkämpft. Die madeirische Küche ist durch den Ehemann vertreten, der seine Heimat mit einer köstlichen Thunfischsuppe nach Art des Hausherrn kulinarisch präsentiert.

Und Südafrika, die zweite Heimat der Köchin steuert Biltong (südafrikanisches Trockenfleisch bestehend aus Rind- oder Wildfleisch) als Zutat bei, daraus wird dann bei Mimi ein fruchtiger Biltong-Salat mit Feta.

Was ist besonders?

 – oder Mimi’s way of Portugese family cooking in “Joburg”

Mimi Jardim ist ebenso Portugiesin wie Südafrikanerin, Hauswirtschafts-Expertin, Koch-Club-Mitglied, Fernseh-Köchin, Mutter und Großmutter und Peri-Peri-Botschafter. All das kommt als Parameter mit in die Zutatenliste und deshalb wäre es falsch, in diesem Kochbuch nur ein portugiesisches Kochbuch zu sehen. Es ist einfach Mimi’s Kochbuch geworden und eines der persönlichsten Kochbücher, das mir in der letzten Zeit begegnet ist. Diese Frau ist erfrischend bodenständig und zeigt neben ihren portugiesischen Rezepten, die den Geschmack der Algarve und von Madeira auf den Teller zaubern, alles was ihrer Familie gut schmeckt oder sie selbst liebt, womit sie ihre Koch-Club-Damen glücklich macht und was sie von ihren Reisen als Peri-Peri-Botschafterin mitgebracht hat. Und so kommt es das auch Maracuja-Mango-Schnitten ins Buch gefunden haben, denn die schmecken der Familie und den Koch-Club-Damen gleichermaßen gut und ebenso ein Chicken-Curry aus Mosambik oder ein erfrischender Kaktusfeigen-Drink aus Mexiko. Stets hatte ich das Gefühl, geh ich mit Mimi in die Küche, habe ich eine Frau mit viel Erfahrung an meiner Seite, die mit dem Herzen und der Seele misst und nicht nur nach genauen Mengenangaben kocht.

Fazit: Wer sich für portugiesische Familien-Küche interessiert, die nicht nur Klassiker liefert, sondern auch kulinarische Reise-Souvenirs mitbringt und wem eine persönliche und herzerfrischende Herangehensweise einer erfahrenen Köchin wichtig ist, wird mit dem Buch Spaß haben. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, weil solche Kochbücher sind irgendwie aus der Mode gekommen, heute verstehen wir leider unter persönlicher Atmosphäre häufig nur „Mood-Fotos“, das ist aber leider nicht dasselbe wie kulinarische Herzenswärme, die hier mitgeliefert wird.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Blumenkohlgratin

© Erik Olsson
© Erik Olsson

Quelle: Magnus Nilsson: Nordic Kochbuch

Phaidon by Edel

Preis: 39,95 €

Dieses Gericht kann man als Beilage zu einem Hauptbericht oder einfach nur mit etwas Aufschnitt und einem kleinen Beilagensalat servieren. Ich liebe aber auch ein paar Salzkartoffeln dazu. Leckere Alltagsküche, zudem kindertauglich, als Kind habe ich dieses Gericht wirklich geliebt. Danke Magnus, dass Du mich wieder zu den einfachen aber guten Klassikern zurückgeführt hast! Das werde ich jetzt doch mal wieder öfter auf den Tisch bringen, schöne Abwechslung und vor allem echtes Seelenfutter, perfekt für die Jahreszeit. Frisch geriebener Muskat muss aber für mich in jedem Fall sein, gerne auch reichlich!

 Zutaten:

800 g Blumenkohl, geputzt, in Röschen

½ Rezept Béchamelsauce (Rezept siehe unten) dabei die Hälfte der Milch durch Sahne ersetzen

100 g würziger Hartkäse, fein gerieben

1 Eigelb

frisch geriebene Muskatnuss, nach Belieben Salz und weißer Pfeffer

Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Den Blumenkohl zufügen und kurz blanchieren und eiskalt abschrecken, Das Gemüse sollte weich, aber nicht zerkocht sein. Wer einen Dampfgarer hat ist im Vorteil, das ist natürlich die Methode bei der Aroma und Vitalstoffe am besten erhalten bleiben.

Bechamelsauce:

50 g Butter

25 g Weizenmehl Type 405

500 ml Milch (die Hälfte der Milch durch Sahne ersetzen)

Salz und weißer Pfeffer

frisch geriebene Muskatnuss, nach Belieben

Die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze zerlassen. Den Topf vom Herd nehmen und das Mehl unter Rühren einstreuen. Den Topf wieder auf den Herd setzen und nach und nach die Milch sorgfältig einrühren. Mit Salz würzen. Die Hitze reduzieren, den Deckel aufsetzen und die Sauce unter gelegentlichem Rühren etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Die Sauce sollte so eingedickt sein, dass sie einen Kochlöffel überzieht. Gegebenenfalls mit weiterem Salz und Pfeffer abschmecken. Falls verwendet, mit Muskatnuss verfeinern. Wenn die Sauce zu dick ist, mit etwas Milch strecken. Falls sie zu flüssig ist, noch etwas reduzieren.

Zubereitung: 30 Minuten

Für 4 Personen

50 g Butter

Den Topf vom Herd nehmen und den Käse einarbeiten. Wenn der Käse vollständig geschmolzen ist, Eigelb und, falls verwendet, etwas Muskatnuss unterrühren. Großzügig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Backofengrill vorheizen.

Die Blumenkohlröschen in einer Auflaufform verteilen. Mit so viel Sauce überziehen, dass der Boden der Form und die Röschen überzogen sind, aber nicht in Sauce schwimmen. Unter dem heißen Backofengrill überbacken, bis sich die Sauce mit dem Blumenkohlsaft gemischt hat und die Oberfläche gut gebräunt ist.

Zubereitung: 30 Minuten

Für 6 Personen als Beilage oder für

4 Personen als Hauptgericht

Mormors Köttbullar

© Erik Olsson
© Erik Olsson

Quelle: Magnus Nilsson: Nordic Kochbuch

Phaidon by Edel

Preis: 39,95 €

Magnus Großmutter machte immer sehr große Fleischbällchen, fast so groß wie eine Kinderfaust. Unter Umständen waren sie in der Realität auch etwas kleiner, wie das bei so vielen Dingen ist, wenn man erstmal erwachsen ist. Sie hat den Teig nie viel geknetet, so dass die Bällchen sehr zart und immer ein bisschen krümelig waren. Dazu gab es grundsätzlich Pellkartoffeln und cremige braune Sauce (Bratensatz mit Mehlschwitze und Brühe/Sahne zu einer sämigen Sauce einkochen). Als Beilagen fungierten ganz klassisch gezuckerte Preiselbeeren und im Sommer schnelle Essiggurken. Wir haben es klassisch gelassen und Kartoffelpüree dazu serviert. Sehr lecker, auch die kräftige Pimentnote macht sich wirklich gut in den Fleischklößchen und Sahne und Kartoffeln sorgen für eine schöne Konsistenz. Braune Sauce und Preiselbeeren konnten wir uns natürlich auch nicht verkneifen.

Zutaten:

100 ml Milch

100 g Sahne

1 Ei

8 Pimentbeeren, zerstoßen

30 g Semmelbrösel (bei mir nur selbstgemacht)

1 große mehlig kochende Kartoffel,

gekocht, abgekühlt, geschält und gestampft

300 g Schweinehack

300 g Rinderhack

1 Zwiebel, fein gehackt

Salz und weißer Pfeffer

Zubereitung:

Milch und Sahne mit Ei, den Pimentbeeren und ein wenig Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben. Die Semmelbrösel hinzugeben und Klumpen frei einrühren. Die gestampfte Kartoffel einrühren und die Mischung 5 Minuten quellen lassen, dann die übrigen Zutaten hinzugeben. Kurz glatt kneten.

Zum Abschmecken etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und ein kleines Stück Fleischteig darin braten. Probieren und die Würzung bei Bedarf anpassen.

Den Fleischteig mit einem Löffel und einer sauberen, feuchten Hand zu großen, lockeren Bällchen formen.

Ein Stück Butter bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne oder einem Stieltopf erhitzen. Die

Bällchen etwa 15 Minuten rundum gut bräunen und durchgaren (zum Überprüfen ein Bällchen aufschneiden).

Zubereitung: 50 Minuten

Für 4 Personen

Meine Weihnachtsküche

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Marie Langenau: Meine Weihnachtsküche

Christian Verlag

Preis: 19,99 €

„Wenn die Tage kürzer werden ist es Zeit sich etwas zu gönnen!“

 Worum geht’s?  Wenn die Tage kürzer werden und es draußen immer kälter wird haben viele von uns das Bedürfnis nach Gemütlichkeit im trauten Heim, die ersten Weihnachtsgeschenke werden gekauft und der Festtagsschmuck vom Dachboden oder aus dem Keller geholt. Wir schmücken die Wohnung mit Kerzen und allerlei Tand und schmieden gemeinsam mit unserer Familie Pläne, wie wir die Festtage verbringen wollen und was auf den Tisch kommen soll.

Wir treffen uns mit Familie, Freunden oder Kollegen zum Adventskaffee oder warum nicht auch mal zu einem Advents-Picknick mit allerlei selbstgemachen Köstlichkeiten.

Wie sieht es aus?  Passend zum Konzept des Kochbuchs sind das Layout und die schönen Fotos rustikal ländlich mit einem Touch von Bullerbü. Alles ist sehr geschmackvoll aufeinander abgestimmt, so ist auch das verwendet Papier matt, fest und ein bisschen rau, wie man das bei einem Buch mit dieser Programmatik auch erwartet. Die Kinder von Bullerbü sind mein Lieblingsbuch als Kind gewesen, weil es für mich wie kein anderes Buch, Geborgenheit und Heimat vermittelt hat, auch das Buch von Marie Langenau verfehlt hier seine Wirkung nicht auf mich.

Die schönen Fotos liefern zudem eine echte Portion, Winter-Wonder-Feeling!

 Was ist drin?  Marie Langenau hat viele Rezepte ihrer schwedischen Großmutter dafür übernommen und weiterentwickelt.

Im Laufe der Jahre sind dann immer mehr neue Weihnachtsgerichte dazugekommen, außerdem viele vegetarische Speisen und deutsche Klassiker im neuen Gewand. Die allseits beliebten Würstchen mit Kartoffelsalat werden bei ihr zu „Würstchen im Blätterteigmantel“ und der Kartoffelsalat dazu kommt aus dem Ofen und schmeckt nicht nur umwerfend, sondern kommt wunderschön bunt daher, was ihn zu einer echten Augenweide macht!

Und hach die knusprigen „Entenkeulen nach Muriels Art“ lassen sich extrem gut vorbereiten. Die Soße dazu bekommt viel Pep durch den hinzugefügten Fliederbeersaft und mit den Semmelknödeln als Beilage wird das echt ein Gedicht!

Man merkt sofort hier ist eine berufstätige Mutter am Start, die auch den einen oder anderen Kniff parat hat, wie man dabei stressfrei über die Runden kommt, denn die Semmelknödel werden zu einer Rolle geformt und lassen sich dann prima und ohne auszulaugen in Scheiben servieren.

Das tolle Buch bietet eine wahren Schatz an leckeren und alltagstauglichen Rezepten für süße Köstlichkeiten, herzhafte Leckereien oder auch festliche Menüs, die mich so richtig in Weihnachtsstimmung versetzen.

 Lieblingsrezepte:

 Mandelhörnchen mit Marzipan

Schoko-Muffins mit Blutorangensauce

Sahnebällchen mit Kardamom

Konfitüre mit Feigen, Trauben und Pflaumen

Buchweizenbrot mit Haselnüssen und Mandeln

Heißes Brot nach Amelies Art

Bunter Salat mit Gorgonzola

Knäckebrot mit Sesam und Leinsamen

Datteln mit Speck und Spekulatius

Festliche Stulle mit Käse und Schinken

Spaghetti im Weihnachtsgewand

und und und………

 Wer soll angesprochen werden?  Ein schönes stimmungsvolles Kochbuch, mit vielen klasse alltagstauglichen Rezepten, wie wir uns und unsere Lieben oder Freunde entspannt verwöhnen können. Da ist wirklich für jeden Geschmack und jeden Anlass was dabei und die Weihnachtsstimmung wird auch gleich mit geliefert!

Wer ist die Autorin?  Marie Langenau lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Seit vielen Jahren arbeitet sie leidenschaftlich gerne als Ärztin. Als sie vor wenigen Jahren vom Weihnachtsmann eine Fotokamera geschenkt bekam, kam eine weitere Leidenschaft hinzu, das Fotografieren. Die Lieblingsmotive waren schnell klar, Menschen und Essen – und die am liebsten in der Natur fotografiert.

Als Tochter einer Schwedin verbrachte sie jahrelang unbeschwerte und heitere Sommer bei den Großeltern an der Westküste Schwedens.

Auf vielen Spaziergängen durch die Natur entdeckte sie dort ihre Vorliebe für die verschiedenen Lichtspiele und Farben. Die liebevoll gepackten Picknickkörbe der Großmutter durften bei den Spaziergängen nicht fehlen.

Im Sommer 2010 entstand die Idee, die Rezepte der Großmutter aufzuschreiben und nach zu backen. Aus der Rezepte- und Bildersammlung sind vier Kochbücher entstanden, die im Christian Verlag erschienen sind. Neben den Rezepten der Großmutter hat sie eigene Rezepte entwickelt und sich von Lieblingsgerichten von Freunden inspirieren lassen.

Fazit: Super Buch mit alltagstauglichen Rezepten, um die schönste Zeit des Jahres mit seinen Lieben kulinarisch so richtig zu zelebrieren und das ganz ohne Stress, genauso wünsche ich das mir!