Kabeljau mit Korianderkruste

© Jenny Zarins

Herrlich unkompliziert und sehr würzig! Der Genuss lässt sich mit den gerösteten neuen Kartoffeln mit Zitrone und Kräutern (von Seite 137) noch steigern und gut nacheinander im Backofen zubereiten. Auch das Reis Tabouleh (Seite 103) ist toll dazu, wenn es keine warme Beilage sein soll. Fürs Anbraten der Gewürze und Kräuter habe ich eine Pfanne verwendet.

Quelle: Sami Tamimi, Tara Wigley: Palästina

Fotos: Jenny Zarins

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 28,– €

Die Kombination aus Fisch und Tahin finden wir geradezu unwiderstehlich, doch dieses Gericht schmeckt auch ohne die Tahin-Sauce, falls Sie etwas Zeit sparen oder die Zitrone dominieren lassen wollen. Egal wie, dieser Fisch steht ganz schnell auf dem Tisch – von Anfang bis Ende vergehen in der Küche gerade einmal 15 Minuten (und verspeist ist er vermutlich sogar noch schneller).

Wenn Sie die Tahin-Sauce verwenden, sollten Sie die gesamte Menge nach dem Grundrezept auf Seite 87 machen. Sie hält sich im Kühlschrank 4 Tage und lässt sich wunderbar auf so manches träufeln, etwa Gemüse, Fleisch, Fisch und Salate.

Alternativen: Sie können hier auch jeden anderen weißfleischigen verwenden, etwa Wolfsbarsch oder Heilbutt. Auch Lachs eignet sich

Zutaten (für 4 Portionen):

60 ml Olivenöl

4 Knoblauchzehen, zerdrückt

50g Koriandergrün, fein gehackt

2½ TL Gewürzmischung für Fisch (siehe Seite 190 – oder unten)

½ TL Chiliflocken

4 große Kabeljau-Loins
(oder anderer weißfleischiger Fisch aus nachhaltigem Fang),
mit Haut (etwa 700g)

4 frische Lorbeerblätter (nach Belieben)

2 Bio-Zitronen, eine in acht sehr dünne Scheiben, die andere

zum Servieren in vier Spalten geschnitten

etwa 4 EL/65g Tahin-Sauce

(nach Belieben; siehe Seite 87 oder unten)

zum Servieren

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 Zubereitung:

Den Backofen auf 230 °C (Umluft) vorheizen.

In einem kleinen Topf 2 EL Öl bei mittlerer bis niedriger Temperatur erhitzen. Den Knoblauch darin 10 Sekunden anschwitzen, dann Koriandergrün, Gewürzmischung, Chiliflocken, ¼ TL Salz und etwas Pfeffer hinzufügen. Unter häufigem Rühren 4–5 Minuten garen, bis der Knoblauch weich ist, dann vom Herd nehmen.

Die Kabeljaustücke mit der Hautseite nach unten in eine mit Backpapier ausgelegte ofenfeste Form legen, mit dem restlichen Öl (2 EL) Salz und Pfeffer würzen. Die Knoblauchmischung auf den Fisch geben und so darauf verteilen, dass die gesamte Oberseite bedeckt ist, dann auf jedes Filet ein Lorbeerblatt (nach Belieben) und zwei Zitronenscheiben legen. Den Kabeljau im heißen Ofen 7–8 Minuten backen, bis die Stücke durchgegart sind. Nach Belieben mit etwa 1 EL Tahin-Sauce beträufeln. Sofort Zitronenspalten servieren.

Gewürzmischung für Fisch (Baharat samak)

Zutaten (ergibt gut 2 EL):

2 TL gemahlener Kardamom

2 TL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL Paprikapulver

2 TL gemahlene Kurkuma

Zubereitung:

Alle Gewürze in eine Schüssel geben und sorgfältig mischen. Falls Sie mehr herstellen, als Sie sofort benötigen, geben Sie den Rest in einen fest verschließbaren Behälter; darin hält sich die Gewürzmischung 1 Monat.

Tahin-Sauce

Zutaten (ergibt ein mittelgroßes Glas):

150 g. Tahin

2 EL Zitronensaft

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

Salz

Zubereitung:

Sämtliche Zutaten mit 120 ml Wasser und ¼ TL Salz gründlich verrühren. Ist die Mischung zu flüssig, noch ein wenig Tahin dazu geben. Ist sie zu dick, noch etwas Zitronensaft oder Wasser untermixen. Die Konsistenz sollte an flüssiges Nuss-Mus erinnern. Die Sauce dickt leicht ein, wenn man sie stehen lässt; in diesem Fall einfach kurz durch rühren und vor jeder Verwendung noch etwas Zitronensaft oder Wasser dazugeben, falls nötig.

Schweinehackfleisch mit Basilikum

© Gräfe und Unzer Verlag/Silvio Knezevic

Quelle: Pratina „Meo“ Kross: Kochen wie in Thailand

Fotos: Silvio Knezevic

Ich liebe dieses würzige Feierabend taugliche Thai-Gericht. Wir mögen es wie Thais scharf und mit viel Knoblauch (5 Zehen sind hier authentisch) und haben das Entkernen der kleinen Chillies deshalb gelassen, macht man in Thailand ebenfalls nicht!

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 17,99 €

Zutaten (für 4 Portionen):

100 g Schlangenbohnen (ersatzweise

Prinzessbohnen)

2 milde große rote Chilischoten

(ersatzweise Spitzpaprika)

3 kleine rote Chilischoten

5 Knoblauchzehen

3 EL Öl

300 g Schweinehackfleisch

1 EL Fischsauce

1 EL dunkle Sojasauce

1 EL Austernsauce

1 TL Zucker

Pfeffer

1 kleines Bund Thai-Basilikum

(am besten scharfes; Bai Grapau)

Zubereitung:

Die Schlangenbohnen waschen, putzen und in 3 cm lange Stücke schneiden. Alle Chilischoten waschen und längs halbieren. Stiele, Trennwände und Kerne entfernen, die großen Chilihälften längs in Streifen schneiden, die kleinen grob hacken.

Knoblauch schälen, grob hacken und im Mörser mit den gehackten Chilis mischen und fein zerstoßen.

Das Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen, die Chili-Knoblauch-Mischung dazugeben und 1 Min. braten. Das Schweinehackfleisch hinzufügen und 5 Min. bei mittlerer bis starker Hitze unter Rühren braten. Die Bohnen dazugeben und 2 Min. unter Rühren mitbraten, dann die Chilistreifen, Fisch-, Soja- und Austernsauce sowie Zucker und etwas Pfeffer hinzugeben. Alles weitere 2 Min. unter Rühren braten.

Basilikum waschen und trocken schütteln. Die Blätter abzupfen, die Hälfte davon unter die Hackfleischmischung rühren. Das Gericht auf vier Schalen verteilen, mit restlichen Basilikumblättern bestreuen und mit Duftreis servieren.

 

Sindhi-Smashed-Potatoes mit Avocado-Raita

© EMF/Maria Panzer

Ein netter indischer Neuzugang, der uns gut geschmeckt hat und schnell zuzubereiten war. Nicht schlecht, aber geschmacklich nicht herausragend – besonders nach dem zuvor probierten Rogan Josh, eher in die Rubrik Indien light und alltagstauglich ein zu ordnen. Die knusprige Ghee-Kruste der Kartoffeln ist jedoch der Hit!

Quelle: Tanja Dusy: Thali

Fotos: Maria Panzer

Edition Michael Fischer

Preis: 25,–

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Kartoffeln

1 kg kleine, vorwiegend festkochende Kartoffeln mit
dünner Schale (z. B. Drillinge)
4 EL Sonnenblumenöl
2 EL Ghee
1 Knoblauchzehe
Salz – Pfeffer
1/2 TL gemahlener Kurkuma
je 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
und Koriander
1/3 TL Chilipulver
1 TL Amchur (getrocknetes Mangopulver
alternativ Chaat Masala, siehe Tipp)
1/2 Bund Koriandergrün

Für die Raita:
2 große, reife Avocados
(Sorte Hass)
3 EL Limettensaft
1 Knoblauchzehe
2 Tomaten
1/2 Bund Koriandergrün
150 g Joghurt (3,5 % Fett)
Salz – Pfeffer
3–4 Msp. Chilipulver
3/4 TL gemahlener Kreuzkümmel

Zubereitung:

Die Kartoffeln gründlich waschen und in ausreichend Wasser ca. 20 Minuten garen – sie sollten so gar sein, dass sie sich ohne Widerstand mit einem spitzen Messer einstechen lassen, aber auf keinen Fall weicher. Inzwischen den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Ein Blech mit 1 EL Öl ausstreichen. Ghee in einem Pfännchen schmelzen, Knoblauch schälen und dazupressen.

Kartoffeln abgießen, ausdampfen, kurz leicht auskühlen lassen und auf dem Blech verteilen. Jede Kartoffel mit einem Kartoffelstampfer auf ca. 1,5–2 cm Höhe platt drücken, dabei darauf achten, dass die Schale nicht zu sehr aufplatzt und die Kartoffeln nicht vollständig auseinanderfallen. Mit dem übrigen Öl bepinseln, salzen, pfeffern und im heißen Ofen (Mitte) 20–25 Minuten garen, bis sie leicht bräunen. Kurz herausnehmen und mit Knoblauch-Ghee bepinseln, dann in weiteren 20–25 Minuten garen, bis sie knusprig und goldbraun sind

Während die Kartoffeln garen, die Avocados halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale kratzen und sofort mit Limettensaft mischen, damit es nicht braun wird. Knoblauch schälen und dazupressen. Beides mit einer Gabel fein zermusen oder mit dem Pürierstab glatt pürieren.

Tomaten waschen und klein würfeln, dabei den Stielansatz entfernen. Das Koriandergrün waschen, gut trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken. Beides mit dem Avocadomus und dem Joghurt verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Kreuzkümmel würzen. Vor dem Servieren am besten noch etwas durchziehen lassen.

Für die Kartoffeln die gemahlenen Gewürze mischen. Das Koriandergrün waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und grob hacken. Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und sofort mit der Gewürzmischung bestreuen. Ein wenig abkühlen lassen, dann mit Koriandergrün bestreuen und mit der Raita servieren.

Tipp: Die säuerlich, herbe, für viele Snacks verwendete Gewürzmischung Chaat Masala enthält häufig bereits Salz bzw. Steinsalz (Kala namak). Wer es verwendet, sollte daher erst sparsam salzen.

Korma-Gemüse-Curry

© Vanessa Maas/Brandstätter Verlag

Lecker, Feierabend tauglich nach Indien düsen und sich außerdem noch was Gutes tun- die tolle Korma-Paste macht es möglich und lässt sich prima im Kühlschrank parken!

 P.S. Königskardamom ist schwarzer Kardamom (rauchig, herb) und schmeckt total anders als grüner Kardamom. Die Ingwer-Knoblauch-Paste ist eine Basis-Zutat und wird vielfältig eingesetzt, wer nur reinschnuppern will kauft die entweder im indischen Laden oder setzt eine kleinere Menge an, dann reichen Mörser oder Reibe.

Quelle: Simone & Adi Raihmann: Karma Food

ayurvedisch – vegetarisch – vegan

Fotos: Vanessa Maas

Brandstätter Verlag

Preis: 28,– €

Gemüse nach Lust, Laune und Saison – ideal auch zur Resteverwertung, denn dieses Curry könnt ihr praktisch mit jedem Gemüse zubereiten.

Zutaten (für 4 Personen):

1 Süßkartoffel

1 Zucchini

1 Aubergine

1 Paprika

1 EL Ghee oder Öl

1 TL Salz

10 Cashewkerne

50 g Erbsen (bei mir tiefgekühlt)

6 EL Korma-Paste (siehe Seite 199 oder unten)

50 ml Kokosmilch oder Sahne

½ TL Garam Masala

10 g grüner Koriander

Zubereitung:

Süßkartoffel schälen und mundgerecht würfeln. Zucchini, Aubergine und Paprika ebenfalls klein schneiden.

Ghee oder Öl in einer Pfanne erhitzen, Gemüse leicht braun anbraten. Salz, Cashewkerne und Erbsen dazugeben, umrühren. Korma-Paste und Kokosmilch oder Sahne dazugeben. Garam Masala darüberstreuen, Gemüse zugedeckt ca. 5 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze kochen. Mit Koriander bestreut servieren.

Karmapunkte:

Nicht zu flüssige Gemüsecurry- Reste sind die perfekte Basis für Paranthas. Einfach mit etwas Mehl mischen und wie im Rezept Seite 114 zubereiten.

Ayurvedische Wirkung:

Wer Zwiebeln schlecht verträgt (häufig bei Vata-Disbalance), lässt sie weg. 1 Msp. Bockshornkleesamen verringert Vata und Kapha.

Korma-Paste

Nichts geht über selbstgemachte Curry-Paste. Wir lieben Korma-Paste, sie ist unglaublich aromatisch und frisch. Saisonales Gemüse und Kokosmilch dazu, schon steht das perfekte Abendessen auf dem Tisch.

Zutaten:

20 Cashewkerne

1 Zwiebel

1 Tomate

4 cm Zimtstange

4 Gewürznelken

½ TL Kreuzkümmel

½ TL Fenchelsamen

1 TL Koriandersamen

2 Königskardamom-Kapseln (schwarzer Kardamom)

½ TL mildes Chilipulver

1 TL Garam Masala

½ TL Kurkuma

1 TL Ingwer-Knoblauch- Paste (siehe unten)

1 grüne Chili

10 g grüner Koriander

3 EL Kokosflocken

1 Limette

Zubereitung:

Cashewkerne für ca. 1 Stunde in Wasser einlegen. Zwiebel halbieren, schälen und in Würfel schneiden. Tomate in große Würfel schneiden.

In einer Pfanne Zimtstange, Gewürznelken, Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Koriandersamen und Königskardamom ohne Öl auf niedriger Hitze erhitzen. Sobald die ätherischen Öle sich zu lösen beginnen und die Gewürze duften, Pfanne vom Herd nehmen und die Gewürze in einen Mixer geben. Chilipulver, Garam Masala, Kurkuma, Ingwer-Knoblauch- Paste, Chili und Koriander dazugeben, mixen. Zwiebel, Tomate, Kokosflocken und die eingeweichten Cashewkerne ohne Wasser dazugeben. Nochmals 1 Minute mixen. Am Ende sollte eine gleichmäßige und geschmeidige Paste entstanden sein.

Die Paste kann in einem verschlossenen Glas im Kühlschrank gut 1 Woche aufbewahrt werden.

Ingwer-Knoblauch-Paste

Zutaten:

250 g Ingwer

250 g Knoblauch

2 TL Salz

2 EL Öl (Sonnenblumenöl oder Rapsöl eignen sich sehr gut)

Ingwer und Knoblauch schälen und mit Salz und Öl in einem Mixer fein pürieren. Paste in verschließbare Behälter abfüllen. Falls man sie lange lagern möchte, kann sie auch eingefroren werden.

Wildreis-Frittata mit Pilzen und Speck

 

© Lisa Nieschlag / Hölker Verlag

Quelle: Lisa Nieschlag/Lars Wentrup: Taste the wild

Rezepte und Geschichten aus Kanada

Fotos: Sascha Talke//Lisa Nieschlag

Hölker Verlag

Preis: 30,– €

Lecker, würzig, deftig und schnell gemacht! Das gibt es demnächst mal wieder.

Feine lange Körner und nussiger Geschmack: Der kanadische Wildreis ist weder optisch noch geschmacklich mit normalem Reis vergleichbar. Kein Wunder, denn es handelt sich um die Samen eines wildwachsenden Wassergrases, welches mit der Pflanzenart Oryza nicht verwandt ist. Der Frittata verleiht der kanadische Wildreis einen wunderbaren Geschmack und macht sie zudem zur sättigenden Mahlzeit.

Zutaten (für 2 Personen):

Für den Reis:

125 g Wildreis

1 TL Salz

Für die Frittata:

5 Eier

2 Eiweiß

3 Stängel Petersilie

½ TL Salz

½ TL frisch gemahlener

Pfeffer

¼ TL frisch geriebene

Muskatnuss

1 rote Zwiebel

2 TL Olivenöl

1 Zweig Rosmarin

200 g gemischte Pilze

(Champignons, Pfifferlinge)

3 Scheiben Speck

45 g geriebener Parmesan

Zubereitung:

Den Wildreis in ein Sieb geben und gründlich mit Wasser abspülen. Den Reis mit 230 ml Wasser und dem Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Den Deckel auflegen und den Reis bei geringer Hitze 40–50 Minuten köcheln lassen. Abgießen und beiseitestellen.

Für die Frittata die Eier mit den Eiweißen in eine Schüssel geben und verquirlen. Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und fein hacken. Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zur Eimasse geben und unterrühren. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Olivenöl in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin andünsten. Rosmarin waschen, trocken schütteln, die Nadeln abzupfen und zu der Zwiebel geben. Die Pilze putzen, halbieren und in der Pfanne bei starker Hitze kräftig anbraten. Die Hitze reduzieren und den Wildreis zugeben.

Den Backofengrill vorheizen. Die Eimasse in die Pfanne geben und bei geringer Hitze stocken lassen. Den Speck mit dem Parmesan darübergeben. Die Pfanne in den Ofen geben und die Frittata ca. 5 Minuten unter dem Backofengrill überbacken.

Trofie mit Pesto, Walnüssen und Tomate

Lecker und eine feine Idee sein Pesto zu pimpen, letztendlich aber auch keine Kreation, die einem von Hocker haut. Eher eine Feierabend-Version mit ein bisschen Twist – aber nicht weniger wichtig, das es auch für solche Tage leckere Optionen gibt!

Quelle: Gennaro Contaldo: Pronto!

Die schnelle italienische Küche

Fotos: Kim Lightbody

Ars Vivendi Verlag

Preis: 26,– €

Das klassische Gericht trofie al pesto aus Ligurien ist inzwischen in ganz Italien und auch andernorts sehr beliebt. Die trofie (kurze, gedrehte Pasta ohne Ei) probierte ich erstmals in den Neunzigern auf einer Reise durch die Region. Erfreulicherweise sind sie nun in italienischen Feinkostläden und sogar in manchen Supermärkten erhältlich. Sie müssen etwas länger gekocht werden als die meisten anderen Pastasorten, weshalb man die Garzeit unbedingt auf der Packung nachlesen sollte. Ich bereite gerne mein eigenes Pesto (S. 164) zu, man bekommt frisches Pesto in guter Qualität aber auch im Fachhandel. Oder Sie entscheiden sich für eines aus dem Glas – inzwischen gibt es köstliche Sorten, die in keinem Vorratsschrank fehlen sollten. Bei diesem Rezept habe ich noch Walnüsse und Tomaten zugefügt.

Zutaten (für 4 Personen):
Meersalz

320 g Pasta trofie

100 g Pesto (S. 164)

1 Spritzer natives Olivenöl extra

40 g Walnussbruch

2 Tomaten (ca. 250 g), geviertelt, Samen entfernt und grob gehackt

einige Basilikumblätter zum Garnieren

geriebener Parmesan zum Garnieren

Zubereitung:

Wasser mit Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen, die trofie zufügen und 12–15 Minuten al dente kochen (nach Packungsanweisung richten).

Sobald die Pasta fast fertig ist, das Pesto mit 1 Spritzer Olivenöl in einer großen Pfanne langsam erhitzen. Die trofie abseihen, dabei ein wenig Kochwasser auffangen. Beides zum Pesto geben und gut vermengen. Walnüsse und Tomaten zufügen und unterrühren. Vom Herd nehmen, mit Basilikumblättern und geriebenem Parmesan nach Belieben garnieren und dann servieren.

Zubereitungszeit: 15–20 Minuten (je nach Garzeit der Pasta)

 

 

Bo Ssam (Knuspriger Schweinebauch)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Caroline K. Hwan: Einfach koreanisch!

Der entspannte Weg zu Kimchi, Bibimbap & Co.

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Austern zu Schweinebauch, das mag ungewöhnlich klingen passt aber perfekt und ist typisch koreanisch, häufig kommt die fischige Beilage als Austernsalat dazu. Für meinen Mann als Austernfan war es das reinste Vergnügen, obwohl ich keine 12 Stück erstanden habe. Denn ich habe lediglich eine probiert und mich dann an Kimchi & Co gehalten.

Traditionell handelt es sich bei diesem Gericht um gekochtes Schweinefleisch, das in roten Kopfsalat gewickelt (ssam) und mit eingelegtem Rettich, einem Dip und Austern serviert wird.

Zutaten (für 6 Portionen):

1,5 kg ausgelöster Schweinebauch

1 Zwiebel, geviertelt

1 Fuji-Apfel, geviertelt

2 Frühlingszwiebeln

1 Stück Ingwer (8 cm), geschält und grob gehackt

6 Knoblauchzehen, geschält

2½ EL Doenjang (siehe Seite 17)

2½ EL Sojasauce

120 ml Mirin

Gewürze

60 g feines Meersalz

1 TL schwarze Pfefferkörner

60 g grobes Meersalz

Zum Servieren

Pikanter Trockenrettich (siehe Seite 34)

Würzpaste zum Dippen (siehe Seite 242 oder unten)

12 rohe Austern (je salziger, desto besser!)

Zubereitung:

Den Schweinebauch unter fließendem kaltem Wasser abspülen und die Schwarte mehrmals einstechen.

Zwiebel, Apfel, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Doenjang, Sojasauce, Mirin sowie das feine Salz und die Pfefferkörner in einen großen Topf mit 1,75 l Wasser geben. Bei starker Hitze zum Kochen bringen, den Schweinebauch einlegen und bei moderater Hitze 20–30 Minuten köcheln lassen. Das Fleisch herausnehmen und abtrocknen. Auf einen Teller legen und für 4 Stunden (oder über Nacht) in den Kühlschrank stellen, damit die Schwarte austrocknet.

Den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Schweinebauch aus dem Kühlschrank nehmen, den Saft, der sich eventuell gesammelt hat, weggießen. Das Fleisch noch einmal trockentupfen, die Schwarte mit dem groben Salz einreiben und auf einem Gitter in ein Bratenblech setzen. Eine mit Wasser gefüllte ofenfeste Schüssel auf der untersten Schiene in den Ofen stellen – das Wasser soll Dampf im Ofen erzeugen. Den Schweinebauch auf der oberen Schiene einschieben und 30 Minuten braten. Herausnehmen und den Grill auf höchster Stufe vorheizen. Das Fleisch unter dem Grill bräunen, bis die Schwarte knusprig ist. Das Fleisch 5–10 Minuten ruhen lassen und in Scheiben schneiden. Mit dem Trockenrettich, der Würzpaste und den geöffneten Austern servieren.

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Ruhezeit: mindestens 4 Stunden, besser über Nacht

Garzeit: 45 Minuten

Würzpaste zum Dippen

Servieren Sie diese würzige Paste zu jeder Art von Grillfleisch, sie sorgt für ein vollmundiges Aroma, oder zu Ssam (Salat-Wraps). Zuweilen genießt man sie auch schlicht als Dip für roten Kopfsalat ohne weitere Zutaten.

Zutaten (ergibt 240 ml):

1 TL zerstoßener Knoblauch

1 Frühlingszwiebel, in dünne Ringe geschnitten

60 g Zwiebeln, gerieben

2 EL Doenjang (siehe Seite 17)

2 TL Gochujang (rote Chilipaste)

1 TL geröstetes Sesamöl

1 TL Honig

Gewürze:

gemahlener schwarzer Pfeffer

Sämtliche Zutaten in einer Schüssel sorgfältig verrühren. Die Paste hält sich im Kühlschrank bis zu 1 Woche.

Zubereitungszeit: 15 Minuten

Pikanter Trockenrettich (Mumallaengi Muchim)

 in Asia-Läden unter den Trockenwaren. Er ist von leicht gummiartiger, aber angenehm knackiger Konsistenz und ein Muss zu Bo Ssam (Schweinebauch, siehe Seite 124).

Zutaten (für4- 6 Portionen):

90 g getrockneter Rettich

1 EL Traubenkernöl

½ Serrano-Chilischote, fein gehackt

3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe

geschnitten

2 TL zerstoßener Knoblauch

100 ml Sojasauce, plus 1 EL

1 EL Fischsauce

2 EL Honig

2 EL geröstete Sesamsamen, plus etwas zum

Servieren

Gewürze

40 g Gochugaru (rote getrocknete

Chiliflocken)

Zubereitung:

Den Rettich 30 Minuten in Wasser einweichen, abtropfen und sorgfältig ausdrücken.

Das Öl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Rettich darin 2 Minuten anschwitzen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und 3–4 Minuten unter Rühren erhitzen, sodass  der Rettich rundherum mit der Sauce bedeckt ist. Vor dem Servieren mit gerösteten Sesamsamen bestreuen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

 

Koreanisches Steak Tatar (Yukhoe)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Caroline K. Hwan: Einfach koreanisch!

Der entspannte Weg zu Kimchi, Bibimbap & Co.

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Hm, wie fein! Ich habe auf den knackigen Apfel vertraut. Zu oft habe ich mit Nashi-Birnen Pech gehabt und ein altes und mehliges Exemplar erwischt. Da sowohl Yuzu-Früchte als auch Meyer-Zitronen wirklich schwer zu kriegen sind, wenn man nicht in die Läden für Profis geht und die legen bei uns in Frankfurt leider nicht in der Innenstadt, habe ich auf den erfahrenen Süd-Früchte Importeuer aus der Frankfurter Kleinmarkthalle vertraut und stattdessen eine Amalfi-Zitrone gekauft. Das man Zwiebeln die Schärfe nehmen kann, wenn man sie in kaltes Wasser einweicht, wusste ich bisher nicht, wieder was gelernt!

Hier eine originelle koreanische Interpretation des Steak Tatar mit einer kräftigen Sesamnote. Verordnen Sie dem Fleisch samt Teller einen mindestens 15-minütigen Aufenthalt im Gefrierschrank – wer mag schon ein lauwarmes Steak Tatar? Dazu schmecken ganz hervorragend Lotuswurzelchips (siehe Seite 198).

Zutaten (für4 Portionen):

285 g Rinderfilet, ganz fein gewürfelt

½ Nashi-Birne oder Fuji-Apfel, in feine Streifen geschnitten

1 TL geriebene Schale von 1 unbehandelten Yuzu

(oder Meyer-Zitrone)

2 TL Yuzu-Saft (oder Meyer-Zitronensaft)

1 Frühlingszwiebel, schräg in Ringe geschnitten

1 EL ganz fein gehackte Zwiebel, 10–15 Minuten

in kaltem Wasser eingeweicht

1 TL zerstoßener Knoblauch

2 EL Sojasauce

1 EL geröstetes Sesamöl

2 Wachteleigelbe (oder Hühnereigelbe)

geröstete Sesamsamen zum Garnieren

Pinienkerne zum Garnieren

Gewürze

Salz und gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das gehackte Rinderfilet so darauf verteilen, dass sich die Stückchen nicht berühren, und (samt Teller zum Anrichten) 10–15 Minuten in den Gefrierschrank stellen.

Inzwischen die restlichen Zutaten, außer den Eigelben und der Garnitur, in einer Schüssel gründlich vermengen. Das angefrorene Fleisch dazugeben, sorgfältig untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Tatar auf dem eiskalten Teller anrichten und in der Mitte eine kleine Mulde hineindrücken. Dort die Eigelbe hin

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Einweichzeit: 10 – 15 Minuten

Gefrierzeit: 15 Minuten

 

Scharfer geschmorter Tofu (Dubu Jorim)

©Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Caroline K. Hwan: Einfach koreanisch!

Der entspannte Weg zu Kimchi, Bibimbap & Co.

Fotos: Lisa Linder

Knesebeck Verlag

Preis: 30,– €

Knoblauch, Ingwer, Sojasauce, Sesam und getrocknete rote Chiliflocken, können auch aus geschmacklichen „Langweilern“ wie Tofu jede Menge machen. Es empfiehlt sich wirklich die Portionen nacheinander anzubraten.  Ebenso Feierabend wie Lunch-Box tauglich. Sehr gerne wieder!

Dieser Tofu wird zunächst in der Pfanne gebraten und dann in einer leicht pikanten Sojamischung geschmort. Köstlich als »Lunch-Paket« oder als Banchan.

Zutaten (für4 Portionen):

2 EL Traubenkernöl

1 Päckchen (400 g) extrafester Tofu,

in Scheiben geschnitten und abgetrocknet

1 TL zerstoßener Knoblauch

1 TL geriebener Ingwer

2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt

3 EL Sojasauce

1 TL geröstete Sesamsamen

1½ EL Zucker

1 EL Mirin

Gewürze

1 TL Gochugaru (getrocknete rote Chiliflocken)

 Zubereitung:

Das Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen, die Tofuscheiben nebeneinander einlegen – falls nötig, portionsweise vorgehen  – und 4–5 Minuten braten, bis sie von unten goldbraun sind. Wenden und die andere Seite 4–5 Minuten bräunen. In dieser Weise sämtlichen Tofu in der Pfanne braten.

Die restlichen Zutaten in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Mischung über den gebratenen Tofu in die Pfanne gießen und noch 2–3 Minuten schmoren. Erneut portionsweise arbeiten, wenn nicht genug Platz in der Pfanne ist.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 15 – 20 Minuten