Ramen mit Schweinebraten, Frühlingszwiebel und Ei

© Gräfe und Unzer Verlag/Julia Hoersch

Um es kurz zu machen, diese Ramen wird es wiedergeben, sie war lecker und passt zu unserem Kochverhalten und Zeit-Budgets. Als ich kürzlich das Kochbuch eines bekannten New Yorker Ramen-Kochs in den Händen hielt, habe ich das Projekt Ramen selbstgemachte verworfen. Ich bin sicher, es war die perfekte Zubereitungsmethode, für Menschen, die sich dafür mehrere Tage Zeit nehmen können oder Profi-Teams, das ist bei mir leider anders!

Ich schätze die Möglichkeit, die gedämpfte Fischrolle und das Chasu (gerollter und im Ofen geschmorter Schweinebauch) als Einlage in einem separaten Rezept gesondert bespielen zu können. So wird einem zu Beginn nicht gleich der Spaß verdorben – wenn man sich in die durchaus komplexe Ramen-Küche einarbeiten möchte.

 Zutaten (für 2 Personen):

20 g TK-Narutomaki (gedämpfte Fischrolle; Asienladen)

1 Frühlingszwiebel

1 Ei (M)

400 ml Hühnerfond

400 ml Fischfond

100 g gegarter Schweinekrustenbraten

(vom Metzger)

400 g vorgegarte Ramen-Nudeln

(Asienladen)

6 EL Sojasauce

1 TL Dashipulver (Fischbrühe; Asienladen)

4 geröstete Nori-Blätter (Asienladen)

Narutomaki auftauen und in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Wasser in einem kleinen Topf erhitzen und das Ei in 6 Min. wachsweich kochen.

Inzwischen den Hühner- und Fischfond in einem breiten Topf aufkochen und in 10 Min. bei starker Hitze offen auf ca. 600 ml reduzieren lassen.

Das Ei kalt abspülen, pellen und in Eiswasser auskühlen lassen, dann längs halbieren. Den Braten in 3 mm dicke Scheiben schneiden. Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen, abgießen und abtropfen lassen.

Je 3 EL Sojasauce und ½ TL Dashipulver in zwei Schalen verrühren. Mit dem heißen Fond aufgießen. Die Nudeln zugeben und spiralförmig aufdrehen. Ei, Schweinebraten, Narutomaki und Frühlingszwiebel darauf anrichten. Je 2 Nori-Blätter seitlich an den Schüsselrand stecken und die Ramen sofort servieren.

Zubereitungszeit: 20 Min.

Pro Portion ca. 515 kcal, 34 g E, 9 g F, 70 g KH

Sarah Schocke und Alexander Dölle Ramen

Sarah Schocke und Alexander Dölle Ramen

Fotos: Julia Hoersch

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 9,99 €

Ramen for everyone!

 Worum geht’s?

 Ramen at home – yes or no?

 In Japan ist es üblich, sowohl Sushi als auch Ramen auswärts zu essen. Der Durchschnitts-Japaner stellt sich für beides nicht mehr in seine – häufig – winzig bemesse Küche. Beide Klassiker leben von versierten Köchen, bei denen jeder Handgriff sitzt und die oftmals viele Jahre Tag ein, Tag aus nichts anderes machen und für die tägliche Optimierung, Verfeinerung der japanischen Kult-Suppe gerade zu leben.

Wer kocht?

© Sarah Kastner

 

Sarah Schocke und Alexander Dölle studierten Oecotrophologie und sind Autoren zahlreicher Kochbücher. Asiatische Nudelsuppe, vor allem Ramen, gehört zu ihren Lieblingsthemen. Für dieses Projekt haben sie zahlreiche Ramen- Restaurants besucht, darunter laut dem Shin-Yokohama-Ramen-Museum in Japan das beste Europas. Dass das Restaurant ebenfalls einen Ableger in Frankfurt hat, wo sie mit ihren zwei Kindern leben –  trifft sich gut……

 

Was ist drin?

Ramen-Abenteuer sollten organisiert werden, sonst kann es schnell sehr stressig werden!

Feld-Studien im Frankfurter Ableger des hochgelobten Ramen-Restaurants sind für mich nicht realistisch, es ist fast jeden Abend komplett ausgebucht. Selbst wenn ich und mein „Lieblings-Mann“ Geld hätten wie Heu, wir bekämen dort keinesfalls regelmäßig einen Tisch reserviert. Außerdem möchte ich gerne kleiner anfangen…

Das Autoren-Paar geht es in meinen Augen richtig an: Die Reise in den komplexen Ramen-Kosmos sollte strukturiert und begleitet werden, sonst wird es schnell sehr komplex und aufwendig. Für eine klassische Ramen ohne Hilfe oder als Baustein-Rezept, kann man gleich mal zwei Tage locker fürs Kochen einbuchen!

Die Idee mich an die selbstgemachte Ramen heranzuwagen, hatte ich schon mal vor einigen Monaten nach der Lektüre eines Restaurant-Kochbuchs eines amerikanischen Ramen-Spezialisten. Beim Lesen des Rezeptes lief mir sofort das Wasser im Mund zusammen, ich ahnte, diese Ramen würde nicht irgendeine Version werden! Genauso evident wurde aber ebenfalls recht schnell, das wird ein Projekt, dass sich über Tage hinzieht…. Ganz zu schweigen davon, dass die geforderten verschiedensten Karkassen nicht easy zu beschaffen sind, obwohl mich das noch am wenigsten abgeschreckt hat.

Zu Hause ja – aber erst mal mit Luft nach oben….

Ich habe also meinem Liebsten erklärt, ich muss mich da anders rantasten, brauche die Möglichkeit, einzelne Schritte oder Produkte separat herzustellen. Brühen sind bei uns inzwischen ein Thema, wo wir gerne mal einen Samstag-Nachmittag opfern um größere Mengen herzustellen – Risotto und Co. sind dankbare Abnehmer!

Ramen-Party, smart-casual ist hier die Devise…

Dieses nette kleine Büchlein lädt zur Ramen-Party ein und es ist eine Party, bei der wirklich alle willkommen sind. Niemand wird verschreckt durch steife wenig alltagstaugliche Settings. Auf Deutsch den Ramen-Dresscode gib es bei dem Pärchen aus Frankfurt nicht – smart-casual ist ihre Devise. Sie erklären ganz kurz visuell, wie sich eine Ramen-Kombi, klassischerweise zusammensetzt. Es gibt an dieser Stelle nur das grobe Raster und keine verwirrenden Details, die Anfänger zu Beginn nicht helfen, den generellen Baukasten dahinter zu erkennen.

Ausflüge und Abkürzungen sind erlaubt, geradezu Programm hier!

In diesem Ramen-Ratgeber geht es nicht um „the one and only“ Ramen, sondern das Buch von Sarah und Alexander lädt zu einer kleinen Reise in den Ramen-Kosmos ein. Alle Rezepte in der Klassiker-Sektion sind relativ schnell gemacht und bei weitem keine mehrtätigen Projekte, wie sie Ramen-Gurus kochen würden. Das funktioniert gut, weil Bausteine (Brühen & Co) mit separaten Rezepten bedacht werden. Außerdem ist Hilfe von außen zulässig und wird angenommen. Gegarter Schweinebauch vom Metzger des Vertrauens ersetzt die klassische selbst zubereitete Version und die Einlage in Form einer gedämpften Fischrolle kommt entweder fertig aus dem Asia-Laden oder wird unter Anleitung der Frankfurter auch mal selbst gemacht, dasselbe gilt für den Schweinebraten. Wer Lust auf Selbermachen hat, verzweigt noch mal und alle anderen können sich schon auf den baldigen Ramen-Genuss freuen. So ist sichergestellt, dass bei dieser Ramen-Session alle mit unterschiedlichen Zeit-Budgets mitmachen können und die Küchen-Realitäten der Normalos in den Fokus gestellt werden.

Dazu kommt ein kreatives Rezept-Miteinander, dass hier ebenfalls zeigt, dass Ramen „Crossover“ gut steht. Wenn sogar die Einreise nach Bayern („Bayerische Ramen“) erlaubt ist, ist die größtmögliche Integration erreicht. Ramen darf jedoch genauso als italienische, kalifornische oder Thai-Variante am Tisch Platz nehmen. Ein Kapitel mit Basics erhöht den persönlichen Spielraum bei einer Suppe, die normalerweise sehr strikt den Takt vorgibt. Das Konzept der Autoren die Ramen-Kocherei in Bausteine aufzudröseln findet also meine Zustimmung. Ich liebe kochen – wünsche mir jedoch als Alltagskocher eine strukturierte Herangehensweise!

Einzig die Mengen, da hätte die beiden mehr kochen können, eine Ramen-Suppe für 2 Personen, lässt sich am nächsten Tag wunderbar noch mal aufwärmen – wenn die Menge gleich auf 4 Personen ausgelegt worden wäre.

Probiert & Verputzt:

Ramen mit Schweinebraten, Frühlingszwiebel und Ei

© Gräfe und Unzer Verlag/Julia Hoersch

Um es kurz zu machen, diese Ramen wird es wiedergeben, sie war lecker und passt zu unserem Kochverhalten und Zeit-Budgets. Als ich kürzlich das Kochbuch eines bekannten New Yorker Ramen-Kochs in den Händen hielt, habe ich das Projekt Ramen selbstgemachte verworfen. Ich bin sicher, es war die perfekte Zubereitungsmethode für Menschen, die sich dafür mehrere Tage Zeit nehmen können oder Profi-Teams, das ist bei mir leider anders!

 

Ich schätze zudem die Möglichkeit, die gedämpfte Fischrolle und das Chashu (gerollter und im Ofen geschmorter Schweinebauch) als Einlage in einem separaten Rezept gesondert bespielen zu können. So wird einem zu Beginn nicht gleich der Spaß verdorben, wenn man sich in die durchaus komplexe Ramen-Küche einarbeiten möchte.

 

Bayerische Ramen

Deftig und sehr geschmackig, dem Leberkäse tun die Asia-Importe bei den Zutaten geschmacklich sehr „guat“! Außerhalb von dieser Kreation, die für mich gelungen und sehr lecker ist, würde ich den nicht mehr essen, denn es braucht etwas was in der Lage ist, seine fettige Dominanz gekonnt zu kontrastieren – so aber gerne wieder.

 

Tantanmen Ramen

© Gräfe und Unzer Verlag/Julia Hoersch

Wir mögen es würzig und wir mögen scharf – perfekt Match und Feierabend tauglich, wenn man einen Hühner- oder Gemüsefonds im Vorrat hat.

 

 

Fazit: Ramen-Party – smart casual – macht auch Anfängern Spaß!

 Sarah Schocke und Alexander Dölle wollen bei ihrer Ramen-Party viele dabeihaben, sie haben sich deshalb für eine strukturierte Herangehensweise bei diesem Thema entschieden, dass niemanden aufgrund von normalen Zeit-Budgets ausgrenzt. Klassische Ramen-Herstellung ist eine mehrtätige Projektarbeit, habe ich neulich bei der Rezension eines Buches von einem anerkannten Ramen-Guru gelernt. Wer das nicht will, außerdem viel Abwechslung sucht, vegetarisch, vegan oder Ramen-Crossover sind ebenso kein Problem für dieses Büchlein – ist bei diesem Ramen-Ratgeber gut aufgehoben. Es kann viele Ramen-Bühnen bespielen, die grundsätzliche Struktur einer Ramen und die Varianten visuell erklären und bietet mit vielen Basics, die Möglichkeit von Fall zu Fall zu entscheiden, ob diesmal die Fleisch oder Fischeinlage aus dem eigenen Ofen kommen soll. Warum die Rezepte nur für 2 Personen ausgelegt wurden, verstehe ich leider nicht wirklich, denn eine leckere Suppe schmeckt doch aufgewärmt noch mal besser. Ein Buch für neugierige und Anfänger, die durch das klassischerweise strikte Setting bei der japanischen Kult-Suppe, sonst nie im Leben auf die Idee kämen, dass sie das je selbst zu Hause probieren zu wollen.

Schweinehackfleisch mit Basilikum

© Gräfe und Unzer Verlag/Silvio Knezevic

Quelle: Pratina „Meo“ Kross: Kochen wie in Thailand

Fotos: Silvio Knezevic

Ich liebe dieses würzige Feierabend taugliche Thai-Gericht. Wir mögen es wie Thais scharf und mit viel Knoblauch (5 Zehen sind hier authentisch) und haben das Entkernen der kleinen Chillies deshalb gelassen, macht man in Thailand ebenfalls nicht!

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 17,99 €

Zutaten (für 4 Portionen):

100 g Schlangenbohnen (ersatzweise

Prinzessbohnen)

2 milde große rote Chilischoten

(ersatzweise Spitzpaprika)

3 kleine rote Chilischoten

5 Knoblauchzehen

3 EL Öl

300 g Schweinehackfleisch

1 EL Fischsauce

1 EL dunkle Sojasauce

1 EL Austernsauce

1 TL Zucker

Pfeffer

1 kleines Bund Thai-Basilikum

(am besten scharfes; Bai Grapau)

Zubereitung:

Die Schlangenbohnen waschen, putzen und in 3 cm lange Stücke schneiden. Alle Chilischoten waschen und längs halbieren. Stiele, Trennwände und Kerne entfernen, die großen Chilihälften längs in Streifen schneiden, die kleinen grob hacken.

Knoblauch schälen, grob hacken und im Mörser mit den gehackten Chilis mischen und fein zerstoßen.

Das Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen, die Chili-Knoblauch-Mischung dazugeben und 1 Min. braten. Das Schweinehackfleisch hinzufügen und 5 Min. bei mittlerer bis starker Hitze unter Rühren braten. Die Bohnen dazugeben und 2 Min. unter Rühren mitbraten, dann die Chilistreifen, Fisch-, Soja- und Austernsauce sowie Zucker und etwas Pfeffer hinzugeben. Alles weitere 2 Min. unter Rühren braten.

Basilikum waschen und trocken schütteln. Die Blätter abzupfen, die Hälfte davon unter die Hackfleischmischung rühren. Das Gericht auf vier Schalen verteilen, mit restlichen Basilikumblättern bestreuen und mit Duftreis servieren.

 

Tanja Dusy: Thali

Tanja Dusy: Thali

Fotos: Maria Panzer

Edition Michael Fischer

Preis: 25,–

Indische Küche multifunktional!

Worum geht’s

Kochbuch gegen Lieferdienst…..

 Seit einigen Jahren gibt es die verschiedensten Bemühungen bei ganz unterschiedlichen Autoren uns Teilaspekte dieser Jahrtausende alten Küche (Street-Food geht immer!) nahezubringen und manche dieser Damen und Herren favorisieren inzwischen dabei einen alltagstauglicheren Ansatz, denn die Küchen der Welt (und besonders eine so tradiierte wie die indische Küche) müssen sich sputen, um nicht von Lieferdienst & Co. bei uns zu Hause verdrängt zu werden.

#Gewürzbeschränkung #leichter #Vegetarier &Veganer welcome

# regional-saisonal

Die Stichworte speziell für die indische Küche lauten Platzbeschränkung im Gewürzschrank, vereinfachte und moderne Zubereitungstechniken und wo kommen die zum Zug, die leichter und frischer mit regionalen/saisonalen Produkten heute indisch kochen wollen, wir sprechen doch täglich über Nachhaltigkeit!

Dass ein modernes indisches Kochbuch ebenfalls nicht nur ein Herz für Vegetarier hat, sondern auch die Veganer berücksichtigt versteht sich in 2020 sowieso von selbst.

Gäste-Button bitte inklusive

Aber halt – ich habe doch noch einen Wunsch, dieses indische Kochbuch, was ich mir wünsche, sollte unbedingt gästetauglich sein. Nun ja möchte manch einer sagen, dass ist doch wirklich ein alter Hut… Nein, das ist es durchaus nicht, denn es geht um mehr als eine Seite Vorschlags-Menüs… Wer heute Gäste einlädt, möchte konkrete Vorschläge, die stimmig die Tafel bespielen, zudem toll aussehen und viele mit ganz unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben glücklich machen. Nur die wenigsten haben Zeit und Muße, sich das alles selbst zusammenzusuchen.

Und wer kann ein solches indisches Kochbuch liefern?

© Klaus Maria Einwanger

Tanja Dusy fühlt sich am wohlsten in ihrer Küche. Sie schreibt seit 15 Jahren erfolgreich Kochbücher und war lange Zeit als Redakteurin tätig. Als Küchenprofi entwickelt sie Rezepte, die nicht nur verlässlich gelingen, sondern auch das besondere Etwas haben, trotzdem nah an den klassischen Vorlagen dranbleiben und mit fein abgestimmter Würzung punkten. Viel Erfahrung zahlt sich halt aus und davon hat die Münchnerin nicht gerade wenig. Ich bin immer wieder angetan, wie sicher sie durch die verschiedensten kulinarischen Welten navigiert.

Was ist drin?

Vielfalt und ganz viele Gerichte aus der indischen Provinz….

Die Autorin hat ganze 100 Rezepte aus allen Regionen Indiens zum Genießen, Kombinieren und Schlemmen zusammengestellt, präsentiert wird alles mit dem Tali-Prinzip („Tischlein deck Dich oder Let’s share“), das ausdrücklich zum gemeinsamen Genießen einlädt.

Bei den Rezepten war es Tanja Dusy wichtig, dass diese abwechslungsreich und vielfältig gestaltet sind. Gleichzeitig sind sie jeweils unter ein Motto gestellt, das bestimmten regionalen Besonderheiten, Anlässen und Themen Rechnung trägt. So lassen sich gut einige der sich oft ähnelnden Grundprinzipien indischer Küche erkennen, was z. B. die Auswahl der Zutaten, Zubereitungsart oder Zusammenstellung einzelner Gerichte betrifft:

Brinner-thali („all day long“ – diverse Chutneys, Kichererbsen-Pfannkuchen…)

Winter-thali (Rotes Kaschmir-Lamm-Curry, Steckrüben-Masala….)

Barbecue-thali (Grüne Hähnchen-Tikka-Spieße, Mango-Lassi+ div. Raitas….)

Goa-beach-thali (Vindaloo-/Garnelen-Curry, Kokosreis…..)

Punjabi-Tandoori-thali (Chicken-Tikka-Masala, Gewürzbratkartoffeln…)

Gujarati-Veggie-thali (Gebratene Kohlklößchen, Kichererbsen-Konfekt…)

New-Style-thali (Hasselback-Tandoori-Kürbis, Indian-Style-Hummus….)

Edles Mughlai-thali (Lamm-Biryani, würzige Linsen – Tadka dal…)

Leichtes südindisches Thali (Madras-Fisch-Curry…)

Streetfood-thali ( Kartoffelplätzchen, Butterbrötchen mit Gemüsepüree…)

Der süße Abschluss als Konfekt, Lassi & Co. begleitet jedes Kapitel und wurde passend gewählt.

Am Ende des Buches kommen die Grundrezepte für indische Brote (Naan + Chapati) oder indischen Frischkäse (Paner) und ein paar wichtige Gewürzmischungen werden ebenfalls selbstgemacht.

Heimspielvorteil oder Indien kulinarisch die 5te….

In der indischen Küche kennt sich Tanja Dusy besonders gut aus, insgesamt ist es ihr 5ter Titel dazu, ihr erstes Kochbuch mit Focus auf Indien erschien bereits 2005 und wurde mit der Silbermedaille der gastronomischen Akademie ausgezeichnet. Nach 14 Jahren hat sich in der Welt, in Indien ganz besonders und bei den Erwartungen der vielen „Kochbuch-Süchtigen“ so viel geändert, dass es sich lohnt, die indische Küche auf die virtuelle Hebebühne zu holen und die gewünschte General-Überholung, fachgerecht (landes-typisch), Nutzer orientiert und modern vorzunehmen. Das hat nichts mit bloßer Reduzierung von Zutaten und Gewürzen zu tun. Diese Phase haben wir im Kochbuch-Sektor bei Indien hoffentlich hinter uns. Es geht um das Zusammenspiel der oben beschriebenen Kriterien und für mich ebenfalls darum, weitere Klassiker der indischen Regionen kennenzulernen, die in Indien selbst eine große Rolle spielen, aber die die Kochbücher dazu bislang häufig links liegen ließen. Z. B. das im Punjab sehr beliebte vegetarische Gericht „Dahi Vada“ (Linsenbällchen in Joghurt). Nicht ganz einfach in der Zubereitung, Dusy kennt jedoch Kniffe, wie das einfacher geht. Mehr dazu später im Rezept-Check…

Tadka-Technik – what’s this?

In ihrer eingangs geschilderten Road-Map für dieses Kochbuch betont die Autorin, wie wichtig die Tadka-Technik für die indische Küche ist. Tadka ist das spezielle Verfahrungen, das zum langsamen Anrösten von Gewürzen in Indien angewendet wird, um Speisen zu aromatisieren – und ist als essenziell für die Jahrtausende alte Mogul-Küche anzusehen, wie sie noch heute im Norden Indiens und im angrenzenden Pakistan gekocht wird. Leider ist das für meinen Geschmack dann bei den Rezepten nicht wieder stringent aufgenommen worden. Schade, denn wirklich ein Meilenstein, wenn man diese Küche wirklich verstehen will.

Probiert & Verputzt:

Rotes Kaschmir-Lamm-Curry (Rogan Josh)

© EMF/Maria Panzer

 

Nicht unser erstes Roghan Josh, total lecker, fein gewürzt, mit Schärfe zum selber einstellen, da hat jemand mitgedacht… Gefallen hat uns außerdem die raffinierte Würzung, Reduktion ist eben nicht alles, wenn es wirklich klasse schmecken soll!

Toll ebenso die tiefe Detailkenntnis, siehe Tipp, die diese Autorin für Indien aufbieten kann. Thali ist deshalb eines ihrer besten Kochbücher und spielt in einer eigenen Liga!

 

Sindhi-Smashed-Potatoes mit Avocado-Raita

© EMF/Maria Panzer

Ein netter indischer Neuzugang, der uns gut geschmeckt hat und schnell zuzubereiten war. Nicht schlecht, aber geschmacklich nicht herausragend – besonders nach dem zuvor probierten Rogan Josh, eher in die Rubrik Indien light und alltagstauglich einzuordnen.

 

 

 

Linsenbällchen in Joghurt (Dahi Vada)

© EMF/Maria Panzer

Ein sehr bekanntes Gericht aus dem Punjab, dass jedoch nicht ganz einfach in der Zubereitung ist. Die Bällchen werden nach dem Frittieren noch mal gewässert, damit sie nicht austrocknen. Leider nicht easy das Wasser wieder rauszudrücken, dabei können die Bällchen leicht brechen.

Mit dem fein abgestimmten Tamarinden- u. Koriander-Chutney einfach klasse! Das Tamarinden-Chutney würzt weitere Rezepte.

 

Fazit:  oder indische Küche wie und was Ihr wollt und endlich mal mit neuen regionalen Klassikern inside!

Hätte Tanja Dusy nur den Gäste-Button gedrückt bei ihrer Neu-Betrachtung der indischen Küche, wäre es für mich OK gewesen, aber keinesfalls richtig gut. Hier überzeugt mich, dass sie fast alles einlösen konnte, was sie sich vorgenommen hat. Persönlich angetan bin ich von der gelungenen und stimmigen Rezeptauswahl, die nicht nur Altbekanntes im Gepäck hat. Die große Indien-Expertise der Münchnerin (ihr immerhin 5tes Kochbuch dazu) sorgt dafür, dass sperrige Zutaten und komplizierte Zubereitungs-Schritte für uns handelbar gemacht werden. Dieses Buch tritt also nicht in Konkurrenz mit anderen Kochbüchern zur indischen Küche, sondern holt neue Interessenten ab. Mir als Fortgeschrittene konnte es jedoch ebenfalls einiges Neues zeigen. Überall dort, wo ich Zubereitungsschritte mit Kochbüchern von Autoren verglichen habe, die indische Wurzeln haben (und da hat meine Neugier mir keine Ruhe gelassen), wurde schnell klar, Frau Dusy kennt ihre Klientel und die indische Küche aus dem ff. Mit ihren Rezepten wird es keinesfalls beliebig, denn dafür hat sie erstens zu viel indische Küchen-Erfahrung und sich zweitens was vorgenommen für diese weitere Tour durch diese Küche! Zur Tadka-Technik hätte ich persönlich gerne noch mehr gesehen, weil die wirklich essenziell ist. Sonst war alles prima.

Rinder-Köfte mit Tahin und Salsa

© Gräfe und Unzer Verlag / Wolfgang Schardt

Vor Jahren habe ich von Mr. Ottolenghi gelernt, Piment passt gut zu Köfte, hier ergänzen sich Piment und Zimt formidabel. Man muss wirklich nicht nach London schielen, wenn man israelische Küche absolut lecker bei uns auf den Tisch bringen möchte! Ein weiteres geschmackliches Plus, ist die fruchtig-scharfe Tomaten-Beilage, die „Otto“ leider auch vergessen hat…., Diese schafft einen perfekten Ausgleich zur mächtigen Tahina! Wenn dann noch Gurken-Minze-Joghurt dazu kommt, schwelgen wir im kulinarischen Himmel!

Quelle: Stav Cohen: Kochen wie in Israel

Fotos: Wolfgang Schardt

Verlag Gräfe und Unzer

Preis: 17,99 €

Kofta, Kufteh, Kifta – die Namen unterscheiden sich ein wenig, aber die länglichen Hackfleischspieße werden in der ganzen Levante geliebt. Sie schmecken auch toll vom Grill!

Zutaten (für 4 Portionen):

Für die Köfte

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen

½ Bund glatte Petersilie

4 Stängel Minze

4 Datteln

600 g Rinderhackfleisch

½ TL Zimtpulver

½ TL gemahlener Piment

½ TL Chiliflocken

Salz

1 EL Olivenöl

Für die Tahin-Sauce

100 g Tahin (Sesampaste)

2 EL Zitronensaft

1 Knoblauchzehe

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

Salz, Pfeffer

Für die Tomaten Salsa

250 g Kirschtomaten

2 EL Zitronensaft

3 EL Olivenöl

1 TL Honig

Salz

½ TL Chiliflocken

Außerdem

8 Holzspieße (ca. 20 cm lang)

1 Bio-Zitrone

Zubereitung:

Die Holzspieße ca. 30 Min. wässern. Inzwischen für die Köfte Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Petersilie und Minze abbrausen, trocken schütteln. Die Blätter jeweils von den Stängeln zupfen und fein hacken. Datteln ggf. entsteinen und sehr fein hacken. 2 EL gehackte Minze beiseitestellen. Hackfleisch, Zwiebel, Knoblauch, Kräuter, Zimt, Piment und Chiliflocken gründlich vermischen und mit Salz würzen.

Aus der Hackmasse 8 Würstchen formen. Den Backofen auf 250° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Spieße aus dem Wasser nehmen, die Köfte längs darauf stecken und auf das Backblech legen. Die Köfte mit Olivenöl einreiben. Im vorgeheizten Ofen (obere Mitte) 10–15 Min. garen, bis sie kräftig gebräunt sind, dabei zwischendurch einmal wenden.

Für die Tahin-Sauce Sesampaste, Zitronensaft und 6–8 EL Wasser zu einer dickflüssigen Sauce verrühren. Knoblauch schälen, fein hacken und hinzufügen. Die Sauce mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Salsa Tomaten waschen, vierteln. Zitronensaft, Öl, Honig, etwas Salz und Chiliflocken kräftig verrühren. Tomaten und die beiseitegestellte Minze unterrühren.

Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und in acht Spalten schneiden. Zum Anrichten die Tahin-Sauce auf einer Servierplatte verstreichen. Die Spieße aus dem Ofen nehmen und darauflegen. Zuletzt die Tomaten-Salsa und die Zitronenspalten darauf verteilen.

Zubereitungszeit ca. 70 Min.

Pro Portion ca. 625 kcal

Schweinerücken mit Anis

© Partenzi/Gerstenberg Verlag

Quelle: Felix Partenzi/Daniela Partenzi: Brodetto für alle

Gerichte und Geschichten aus der Region Marken

Es duftet nach Anis und Honig und Wein und das Schweinchen darf nach Herzenslust darin suhlen…. Eine weitere kulinarische Überraschung aus Italien, die lecker, unkompliziert und sehr aromatisch daher kommt.

Gerstenberg Verlag

Preis: 26,– €

Zutaten (für 4 Portionen):

3 EL Kastanien-Honig

1 EL Weißwein-Essig

5 g Anissamen

4 Schweinerückensteaks

Salz

weißer Pfeffer

Olivenöl

125 ml Rotwein

Zubereitung:

Honig, Weinessig und fast alle Anissamen werden zu einer dickflüssigen Vinaigrette verquirlt. Die Steaks salzen, pfeffern und in Olivenöl für etwa 3 Minuten knackig anbraten. Die übrigen Anissamen drüberstreuseln und in der Pfanne das Rotweinbad anrichten. Darin suhlt sich das Schwein bei mittlerer Hitze, bis der Rotwein sämig eingedampft ist. Die Honigvinaigrette glasiert die Steaks auf dem Teller.

 

Kirschen-Kebabs

© 2019 Phaidon Press Limited

Quelle: Musa Dağdeviren: Türkei – Das Kochbuch

 Phaidon by ZS Verlag

 Preis: 39,99 €

Soul-Food, wie es uns gefällt – Der Clou ganz klar die fruchtig säuerlichen Kirschen und dazu die mit mit Chiliflocken und Zimt gewürzte Hackbällchen! 

P.S. Ich habe fertiges Lammhackfleisch bei meinem türkischen Metzger besorgt und das Fladenbrot ebenfalls fertig gekauft und im Backofen aufgebacken. Dass die Hackbällen und Zwiebeln nach dem Grillen ein zweites Mal angebraten werden, hat sich mir jetzt nicht direkt erschlossen, hat aber auch nicht geschadet – im Gegenteil. Wer eine sämige Sauce will muss sich entscheiden, entweder ein Teil der Kirschen pürieren oder die Sauce sehr viel länger reduzieren. Hier ist es mit dem Brot als eher dünnflüssige Sauce zum Auftunken gedacht.

Sie können für dieses Gericht auch normale Sauerkirschen mit Mahleb würzen – gemahlene Samen der wilden Felsenkirsche. Wenn Sie keinen Zirh zum Fleischschneiden haben, verwenden Sie normales Lammhackfleisch aus Brust und Schulter. Sie benötigen 4 lange gusseiserne Spieße oder 8 normale Holzspieße (eingeweicht).

Zutaten (für 4 Personen):

24 Schalotten, geschält

40 saure Schwarzkirschen, entsteint

50 g Butter

¼ TL gemahlener Ingwer

1 TL Chiliflocken

1 Zimtstange

400 ml Kirschsaft

2 EL frisch gepresster Zitronensaft

60 g Pinienkerne

Für die Kebabs:

400 g Lammschulter, Flechsen entfernt, mit einem Zirh (Hackmesser mit gebogener Klinge) fein gehackt

200 g Lammbrust, Flechsen entfernt, mit einem Zirh fein gehackt

60 g Zwiebel, fein gehackt

1 TL gemahlener Zimt

4 Açik Ekmek (Gegrilltes Fladen-Brot, Seite 394), 2 geröstet und gewürfelt, 2 in je 8 Dreiecke geschnitten

Zubereitung:

Einen Holzkohlegrill anheizen oder den Backofengrill auf höchster Stufe vorheizen.

Für die Kebabs Lammfleisch und Zwiebeln mit ¾ Teelöffel Salz, ½ Teelöffel frisch gemahlenem Pfeffer und dem Zimt in einer großen Schüssel oder auf einem tiefen Tablett 5 Minuten gründlich verkneten. Aus dem Teig 40 gleichgroße Bällchen rollen.

Schalotten, Fleischbällchen und Kirschen auf die Spieße stecken und fest andrücken, und zwar in dieser Reihenfolge: Schalotte, Kirsche, Fleisch, Kirsche, Fleisch, Schalotte, Fleisch, Kirsche, Fleisch, Kirsche, Fleisch, Kirsche. Die Spieße 8 cm über der heißen Glut aufhängen und 5 Minuten pro Seite grillen. Alle 30 Sekunden wenden. Fleisch, Schalotten und Kirschen abziehen und in eine Schüssel füllen.

Alternativ die Spieße im Backofengrill 3 Minuten pro Seite grillen.

Die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen. Die Schalotten darin mit je ¼ Teelöffel frisch gemahlenem Pfeffer und Salz, Ingwer, Chiliflocken und der Zimtstange 3 Minuten braten. Die Fleischbällchen zugeben und 2 Minuten mitbraten. Die Hitze reduzieren und den Kirsch- sowie den Zitronensaft dazugeben. Zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen. Kirschen unterheben und weitere 10 Minuten garen. Pfanne vom Herd nehmen und die Pinienkerne untermischen.

Die Brotwürfel in tiefe Teller füllen und das heiße Gericht darauf schöpfen. Die Brotdreiecke dazu reichen.

 Herkunft: Mersin, Mittelmeerregion

Zubereitung: 20 Minuten

Garzeit: 45 Minuten

Rinderragout mit Kokos

© David Loftus/Knesebeck Verlag

Ein feiner Gaumenschmaus mit sehr viel Aroma!

Attention: Tomatenpaste aus getrockneten Tomaten gibt es bei uns nicht. Außerdem sind die Produktwelten zu UK anders, jedenfalls wenn es um Tomatenmark geht. Das kommt bei uns dreifach konzentriert und in England zweifach konzentriert in den Handel. Ich habe die Menge deshalb deutlich reduziert auch, weil ich das Rezept hier wieder halbiert habe (bis auf das Kokoswasser) Mehr als 2-3 Löffel (ca. 60 g) hätte ich aber auch der Originalversion nicht gegönnt.

Quelle: Thuy Diem Pham: Simply Pho

Die echte vietnamesische Küche

Fotos: David Loftus

Knesebeck Verlag

Preis: 25,– €

Wenn es kalt ist und man sich am liebsten zu Hause verkriechen möchte, ist dies das ideale Gericht, um Wärme zu tanken. Allein sein Duft im Haus genügt, um im Winter das Herz zu erwärmen. Würzig und mit einer dezenten Kokossüße ist dieses Ragout ein klassisch vietnamesisches Gericht, das sich je nach Tageszeit in verschiedenerlei Weise genießen lässt. Zum Frühstück bietet sich »bò kho« mit knusprigem Baguette an, zum Mittagessen kann man es über eine große Schale Reisnudeln mit frischen Kräutern schöpfen und zum Abendessen serviert man es mit gedämpftem Reis. Wählen Sie selbst oder kochen Sie wie ich gleich einen großen Topf davon, dann reicht es für alle drei Mahlzeiten.

In Südvietnam ist »bò kho« wie Pho ein traditionelles Frühstücksgericht. Das mag im Westen merkwürdig anmuten, macht aber durchaus Sinn, wenn man sich mit etwas Herzhaftem für einen langen Arbeitstag in den Reisfeldern stärken muss.

Eines muss ich noch erwähnen, dieses Rezept erfordert ein bisschen Geduld. Wenn Sie so ticken wie ich, sind Sie vielleicht versucht, alle fünf Minuten die Ofentür zu öffnen, um zu prüfen, ob das Ragout jetzt endlich mal fertig ist. Das verkürzt die Garzeit ganz und gar nicht – im Gegenteil. Egal wie unwiderstehlich der Duft ist – abwarten ist die Devise.

Zutaten (für 6 Personen):

Für die Marinade

10 Sternanis

5 getrocknete rote Chilischoten

2 Zimtstangen

3 Gewürznelken

1½ TL schwarze Pfefferkörner

2 EL fein gewürfelte rote

Thai-Schalotten

2 EL fein gewürfelter Knoblauch

2 EL fein gewürfeltes Zitronengras

2 EL fein gewürfelte rote Chilischote

2 EL Zucker

2 EL Fischsauce

750 g Rinderbrust, in 4 cm große Würfel geschnitten

750 g Rinderhesse (Beinfleisch), in 4 cm große Würfel geschnitten

200 g Ochsenschwanz, in etwa 5 cm dicke Stücke geschnitten

75 ml Annatto-Öl (siehe Seite 22)

180 g Tomatenpaste aus getrockneten Tomaten

2 EL Reiswein

1 l Kokoswasser

4 Lorbeerblätter

4 Stängel Zitronengras, halbiert und zerstoßen

300 g junge Karotten oder 4 große Karotten, schräg in 1 cm dicke Scheiben geschnitten

2 große Zwiebeln, in Spalten geschnitten

Zum Servieren

20 g Thai-Basilikumblätter

20 g Korianderblätter

2 große Frühlingszwiebeln, fein gehackt

2 rote Chilischoten, fein gehackt

2 Limetten, in Spalten geschnitten

6 knusprige Baguettebrötchen

Salz-Pfeffer-Limetten-Dip (siehe Seite 27)

Zubereitung:

 Zuerst für die Marinade in einer Pfanne ohne Fettzugabe die Gewürze bei 1mittlerer Temperatur 4–5 Minuten rösten. Sie sollten einen aromatischen Duft verströmen. Anschließend in einer Gewürzmühle 15–20 Sekunden fein zermahlen.

In eine große Schüssel Rinderbrust, Beinfleisch und den Ochsenschwanz legen. Die gemahlenen Gewürze und die restlichen Zutaten für die Marinade hinzufügen, alles sorgfältig miteinander vermengen und das Fleisch im Kühlschrank mindestens 3 Stunden oder über Nacht, wenn möglich, marinieren.

Den Backofen auf 150 °C vorheizen.

In einer großen ofenfesten Schmorpfanne das Annatto-Öl bei hoher Temperatur erhitzen. Das Fleisch samt seiner Marinade hineingeben – am besten portionsweise vorgehen, sonst herrscht zu großes Gedränge in der Pfanne – und 4 Minuten anbraten; dabei gelegentlich umrühren. Die Tomatenpaste, den Reiswein, das Kokoswasser, die Lorbeerblätter und das zerstoßene Zitronengras einrühren. Alles bei hoher Temperatur zum Kochen bringen und dann 10 Minuten leise köcheln lassen. Den Deckel auflegen und im Ofen 2½ Stunden schmoren. Widerstehen Sie unbedingt der Versuchung nachzuschauen …

Die Pfanne aus dem Ofen nehmen, die Karotten untermengen und das Ganze weitere 25 Minuten im Ofen schmoren. Die Zwiebeln dazugeben und noch einmal 5 Minuten garen … dann hat das Warten endlich ein Ende.

Das Ragout in Schalen oder auf tiefen Tellern anrichten und mit den Kräutern und Chilischoten garnieren. Mit 1 Spritzer Limettensaft lässt sich der würzige Fleischsaft ein bisschen auffrischen. Dazu getoastete Baguette-Brötchen und den Salz-Pfeffer-Limetten-Dip (siehe Seite 27) reichen.

 

Ausgelöste Schweinerippchen mit scharfem Krautsalat

© Thomas Apolt

Quelle: Sarah Krobath, Peter Troißinger , Miriam Strobach, Gregor Einetter: Zeit für Fleisch! Das Porcella-Kochbuch für bewussten Einkauf, perfektes Gelingen und besten Geschmack.

Fotos: Thomas Apolt

Löwenzahn Verlag

 Preis: 34,90 €

Klingt nach Knochenjob, schmeckt nach Feierabend.

Fingerabschlecken und wohlig seufzen, allerdings nicht am Feierabend, man muss sich Zeit nehmen! Die optimierte Variante der Rippchen-Zubereitung mit Vorkochen sorgt trotzdem für das Rippchen-Speed-Programm. Tolle Möglichkeit für alle die nicht stundenlang am Grill stehen wollen….. Ganz so butterweich wie vom Grill werden sie dabei nicht, das Ergebnis ist ein leckerer Kompromiss, bei dem man schon nach 1 ½ Stunden in der Küche fertig ist!

 Und der Krautsalat dazu einfach ein Gedicht! Die Süßkartoffeln haben wir uns wegen der ohnehin schon hohen „Kalorien-Last“ und weil kochen wirklich nur ein Hobby ist, für dieses Mal gespart.

 Außerdem Daumen hoch von mir die anschauliche für Schritt für- Schritt- Foto-Session zum Zerteilen der Rippchen!

 Zutaten:

2 kg Schweinerippchen [Kalbsrippchen]

2,5 l Wasser

20 g Salz

1 g Kümmel

3 Knoblauchzehen

Für die Glasur:

20 g Estragon-Senf

50 g Sojasauce

50 g Honig

40 g Apfel-Balsamessig

2 g schwarzer Pfeffer, gemahlen

20 g Sesam

1 Junglauch

Für den Krautsalat:

400 g Frühkraut (Frühkohl)

120 g Sauerrahm (Saure Sahne)

40 g weißer Balsamessig

3 cm Wasabi-Paste (im Asiahandel erhältlich)

Salz

Für die Süßkartoffeln:

500 g Süßkartoffeln

Tafelöl (hitzebeständiges Pflanzenöl) zum Frittieren

Salz

Zubereitung:

 Rippchen in Wasser mit Salz, Kümmel und Knoblauchzehen ca. 1 Stunde lang kochen. Danach aus dem Wasser heben und ca. 20 Minuten überkühlen lassen.

Inzwischen Kraut dünn schneiden und einsalzen. Marinade aus Sauerrahm, weißem Balsamessig und Wasabi-Paste herstellen und Kraut damit marinieren. Eventuell nachsalzen.

Abgekühlte Rippchen auf der Fleischseite auf ein Blech legen. Links und rechts der Rippen die dünne Haut mit einem scharfen Messer einritzen und den Knochen vorsichtig herauslösen (siehe Schritt für- Schritt-Anleitung auf S. 162).

Alle Zutaten für die Glasur miteinander verrühren. Backofen auf höchste Grillstufe stellen. Rippchen am Blech mit der Glasur bepinseln und für 12–16 Minuten in den Backofen schieben, das Bepinseln währenddessen alle 3–4 Minuten wiederholen, bis die Rippchen eine schöne Farbe angenommen haben. Nach dem letzten Mal Bepinseln mit Sesam bestreuen. Nach 12–16 Minuten sollten die Rippchen dunkelbraun und glänzend glasiert sein. Mit geschnittenem Junglauch vollenden.

Süßkartoffeln in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in einem tiefen Topf auf 160 °C erhitzen und Süßkartoffelscheiben darin goldbraun frittieren, auf einem Küchentuch abtropfen lassen und salzen.

Rindsrouladen á la Gerd Käfer mit Schwammerl Risotto

© Thomas Apolt

Österreichisch-deutscher Freundschaftsbeweis zum Andenken an den Wiesnwirt.

Quelle: Sarah Krobath, Peter Troißinger , Miriam Strobach, Gregor Einetter: Zeit für Fleisch! Das Porcella-Kochbuch für bewussten Einkauf, perfektes Gelingen und besten Geschmack.

Fotos: Thomas Apolt

Löwenzahn Verlag

 Preis: 34,90 €

Soul-Food ²! Ich bin Risotto-Fan und der Lieblingsmann hält den Daumen hoch, wenn es nicht nur vegetarisch am Esstisch zugeht. Eine kleine Programmänderung habe ich mir erlaubt und die Soße vorher nicht reduziert, sondern bin den umgekehrten Weg gegangen. Temperatur passt, aber zeitlich habe ich deutlich länger gebraucht, bis die butterweichen „Lieblings-Rouladen“ den Ofen verlassen durften…..Merci für die Schritt-für-Schritt Anleitung zum Zusammenbauen der Rouladen, sonst hätte ich vielleicht noch meine Schwiegermutter fragen müssen, diesmal konnte ich das Lob ganz alleine einheimsen! P.S. Beim Risotto-Rezept kommt man mit 160 g. Reis für 4 Personen nicht hin, wenn das mehr als eine kleine Begleitung sein soll, die hier bewusst so gewählt wurde. Ich habe die doppelte Menge verwendet. – Faust-Regel für die Brühe ist die doppelte Menge plus ein wenig mehr verwenden. Der Rest ist schlicht Geschmackssache….

Zutaten (für 8 Rouladen bzw. 4 Portionen):

800 g Rinderfilet, in Scheiben à 100 g geschnitten [Rindsschnitzel | Kalbsschnitzel | Schale]

(bei mir Fleisch aus der Oberschale)

8 Eier

8 Scheiben Speck

16 Scheiben Essiggurken

Salz

schwarzer Pfeffer

300 ml Rindssuppe (S. 51)

250 ml Rotwein

10 g Dijon-Senf

griffiges Mehl zum Mehlieren

50 g Butter

2 Zweige Thymian

Zahnstocher/Küchengarn

Für den Risotto:

1 Stk. Frühlingszwiebel (nur das weiße Stück)

80 g Butter (habe ich auf 1 EL reduziert)

160 g Risotto-Reis

1 Spritzer Weißwein

200 ml Geflügelfond (S. 52, alternativ Suppe oder Wasser)

200 ml Wasser

150 g gemischte Schwammerl (Pilze) nach Wahl

40 g frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Eier hartkochen, schälen und längs halbieren. Rinderfilet-Scheiben mit einem Plattiereisen oder der flachen Seite eines Fleischklopfers plattieren. Jede Filetscheibe mit einer Scheibe Speck, zwei Scheiben Essiggurken und zwei Eierhälften belegen. Zu Rouladen zusammenrollen und mit Zahnstochern fixieren. Alternativ mit Küchengarn zusammenbinden. Salzen und pfeffern.

Braunen Rinderfond mit Rotwein in einem Topf auf 250 ml einkochen. Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Rindsrouladen mit Senf bestreichen und mehlieren. In einem Bräter rundum  in Butter anbraten. Anschließend Rouladen herausheben und eingekochten Rotwein-Rinderfond eingießen. Rouladen wieder zugeben, Thymian hinzufügen und 10–12 Minuten (bei Verwendung von Rindsschnitzel 40 Minuten) im Backofen fertig garen.

Für den Risotto Frühlingszwiebel in feine Würfel schneiden und in einem größeren Topf in der Hälfte der Butter glasig andünsten. Reis zugeben, kurz anlaufen lassen und mit Weißwein ablöschen. Geflügelfond mit Wasser mischen und unter ständigem Rühren nach und nach zum Reis gießen, so dass er gerade bedeckt ist. Reis bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 20 Minuten bissfest garen.

Inzwischen Pilze putzen und in einer Pfanne anbraten. Topf mit dem fertig gegarten Reis von der Hitze nehmen, den geriebenen Parmesan einrühren und die restliche Butter in kleinen Stücken unterrühren. Pilze unter den Risotto rühren.