Spinatbrot mit Cashew Cheese und Avocado-Kichererbsen-Mash

© EMF/Katharina Küllmer

Quelle: Katharina Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Die neue grüne Küche

EditionMichael Fischer

Dieses Rezept war eines Sonntags würdig. Ich würde jedes Käsebrötchen dafür hergeben, von der Leberkäs-Semmel sprech ich gar nicht mehr………Mein Mann war direkt hingerissen und das obwohl er die gesunde Phase, die bei mir aktuell abläuft, schon mit Argusaugen beäugt hat….

Dieses Brot ist saftig, durch die vielen Nüsse richtig kernig, und es steckt voller gesunder Zutaten. Wenn man damit frühstückt, startet man mit viel Power in den Tag. Ich mag zu so einem kernigen Brot gern einen cremigen Aufstrich, zum Beispiel Avocado-Kichererbsen-Mash und Cashew Cheese, und noch ein bisschen Frische durch Gurke, Kresse und Schnittlauch. Eine tolle Kombination von Geschmäckern und Texturen.

Zutaten (für 1 Laib Brot):

Für Cashew Cheese

100 g geröstete, gesalzene Cashewkerne

½ Bund Schnittlauch

Salz

Für das Spinatbrot

70 g Walnusskerne

120 g Haselnusskerne

130 g Dinkelvollkornmehl

70 g Dinkelmehl (Type 630)

2 TL Backpulver

65 g geschroteter Leinsamen

70 g Sonnenblumenkerne

65 g Chia-Samen

2 EL schwarzer Sesam

80 g Baby-Spinat

5 EL Apfelmark

4 EL Ahornsirup

300 g griechischer Joghurt

80 ml Olivenöl

1 TL Meersalz

2 EL Pinienkerne

1 EL schwarzer Sesam

Für den Avocado-Kichererbsen-Mash

2 Eier (Größe M)

1 Avocado

40 g Baby-Spinat

200 g Kichererbsen (Glas)

Saft von 1 Zitrone

½ TL Meersalz

Zum Garnieren

½ Bio-Salatgurke

1 Handvoll Salat

Kresse

Ausserdem

Kastenform (10 x 25 cm)

Zubereitung:

Für den Cashew Cheese die Cashewkerne in eine Schale geben, mit Wasser bedecken und 2 Stunden einweichen lassen.

Die Backform mit Backpapier auslegen.

Für das Brot Walnüsse und Haselnüsse grob hacken. 50 g Haselnüsse beiseitestellen. Die restlichen Haselnüsse (70 g) und die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die Mehlsorten mit Backpulver, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, den gerösteten Nüssen, Chia-Samen und Sesam mischen. Den Baby-Spinat waschen und mit 45 ml Wasser sehr fein pürieren. Das Spinatpüree  in einer großen Schüssel mit Apfelmark, Ahornsirup, Joghurt, Olivenöl und Meersalz verrühren. Die Mehlmischung hinzugeben und alles gut miteinander verrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform geben und darin 15 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot mit Pinienkernen, Sesam und den restlichen gehackten Haselnüssen (50 g) bestreuen und im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren, das Brot mit Alufolie abdecken und weitere 40 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen. Das Brot aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit für den Cashew Cheese das Wasser von den Cashewkernen abgießen. Die Cashews mit 20 ml Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken. Unter den Cashew Cheese rühren und mit 1 Prise Salz würzen.

Für den Avocado-Kichererbsen-Mash die Eier hart kochen. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen. Den Spinat waschen und trocken schütteln. Avocado mit Spinat, Kichererbsen, Zitronensaft und Meersalz mit dem Stabmixer ganz grob pürieren. Die Eier auskühlen lassen, schälen und fein hacken. Unter den Avocado-Mash rühren.

Für die Garnitur die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden, den Salat waschen und trocken schleudern.

Das Brot in Scheiben schneiden und diese mit dem Avocado-Kichererbsen- Mash bestreichen und mit Gurke, Kresse und Salat belegen. Falls Brot übrig bleibt, hält es sich, in Alufolie oder Butterbrotpapier gewickelt, einige Tage.

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Grießkuchen mit Joghurt und Feigen

© EMF/Tina Bumann

Quelle: Tanja Dusy, Inga Pfannebecker: Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Breakfast trifft Dinner – 100 Rezepte für opulente Buffets

Edition Michael Fischer

Preis: 20,– €

Ich lege mich fest, der leckerste Grießkuchen ever und eine kleine Schönheit nicht nur zum türkischen Brinner, sondern bei uns zum israelischen Buffet. Sehr fluffig durch den Joghurt im Teig und längst nicht so süß wie die klassische Vorlage. Auch die Joghurt-Creme mit Orangengeschmack konnte überzeugen. Bitte beim Orangenblüten-Wasser beim Preis nicht geizen. Der arabische Laden hat da leider nicht immer Qualitäten im Regal stehen, die wirklich top sind und dieser Kreation geschmacklich würdig wären.

Für den Kuchen

Zutaten:

350 g Zucker

5–6 EL Orangenblütenwasser

(nach Belieben)

500 g Hartweizengrieß

1 Päckchen Backpulver

¼ TL Salz

1 TL Zimtpulver

5 Eier

500 g Joghurt (3,8 % Fett)

abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange

150 g Butter

Für den Belag

Für den Belag:

8 Feigen

1 Granatapfel

100 g Walnusskerne

750 g fester griechischer oder türkischer Joghurt

2 Päckchen Vanillezucker

Saft von 1 Orange

5–6 EL flüssiger (Orangen-) Blütenhonig

Zubereitung:

Für den Kuchen in einem Topf 600 ml Wasser und den Zucker unter Rühren aufkochen lassen. Anschließend ca. 10 Minuten offen bei großer Hitze zu einem wässrigen Sirup einkochen lassen. Vom Herd nehmen und nach Wunsch das Orangenblütenwasser unterrühren, dann zum Abkühlen beiseitestellen.

Inzwischen den Backofen auf 175 °C Ober-/ Unterhitze (Umluft 150 °C) vorheizen. Den Grieß mit Backpulver, Zimt und Salz mischen. Eier, Joghurt und Orangenschale in einer Schüssel glatt rühren. Die Butter in einem Topf schmelzen. Mit einem bisschen davon eine Backform (ca. 28 × 25 cm) auspinseln, den Rest unter die Joghurt-Eier-Masse rühren, die Grießmischung zugeben und alles vermischen. Den Teig in die Form füllen und im heißen Ofen (Mitte) in ca. 45 Minuten goldbraun backen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, 1 Minute abkühlen lassen, dann noch in der Form sofort mit dem Sirup begießen – dazu den Sirup portionsweise auf den Kuchen geben und jede Lage gut einsickern lassen, bevor die nächste Portion folgt. Anschließend den Kuchen vollständig abkühlen lassen (siehe Tipp).

Für den Belag die Feigen waschen und quer in Scheiben schneiden. Den Granatapfel längs halbieren und die Kerne herauslösen – dabei aufpassen, es spritzt sehr, und Granatapfelsaft kann hartnäckige Flecken (auf Holz) hinterlassen. Die Walnusskerne grob hacken.

Den Joghurt mit dem Vanillezucker und 5–6 EL Orangensaft glatt rühren, dann auf dem Kuchen verteilen (diesen nach Belieben vorher in Stücke schneiden; siehe Tipp). Feigen und Granatapfelkerne auf dem Joghurt verteilen, den Kuchen mit Walnüssen bestreuen und mit Honig beträufeln.

Tipp: Der Kuchen kann bereits am Abend vorher zubereitet werden und im Kühlschrank durchziehen – er ist dann schön feucht und saftig. Deshalb empfiehlt es sich auch, ihn noch vor dem Bestreichen mit Joghurt in Stücke zu schneiden – so lassen sich diese später mit dem Belag „unfallfrei“ auf den Teller heben. Wer eine Springform verwendet, kann hier vor dem Bestreichen den Rand abnehmen.

 

Fladenbrot mit Aubergine und Ei (Sabich)

© EMF/Tina Bumann

Quelle: Tanja Dusy, Inga Pfannebecker: Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Breakfast trifft Dinner – 100 Rezepte für opulente Buffets

Edition Michael Fischer

Nicht das erste Mal das wir Tel-Aviv in Form einer typischen israelischen Stulle an unsere Tafel gebeten hatten. Hier hat es uns deutlich am besten gefallen, weil die Zhoug-Paste kräuter-würzig und mit moderater Schärfe daher kam –gerne wieder. Ich liebe Rezepte, die man ohne Probleme auch seinen Gästen vorsetzen kann – ohne dass man alles schon hundertmal probiert hat.

Zutaten:

1 große Aubergine

Salz

1 Knoblauchzehe

1 ½ EL Tahin (Sesammus)

2 EL Joghurt

3 EL Zitronensaft

Pfeffer

2 Eier

Olivenöl zum Braten

1 Eiertomate

1 Mini-Gurke

1 kleine rote Zwiebel

(oder 1 Schalotte)

1 EL grob gehackte Petersilie

2 TL frisch gepresster Zitronensaft

1 Avocado

2 kleine Pita-Taschen

(Fertigprodukt)

1–2 EL scharfes Mangopickle (aus dem Asienladen)

2–3 EL Zhoug (s. S. 95 oder siehe unten)

Zubereitung:

Die Aubergine waschen, putzen und quer in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese in ein Sieb legen, salzen und 20 Minuten Wasser ziehen lassen.

Inzwischen die Knoblauchzehe schälen und halbieren. Eine Hälfte in ein Schälchen pressen. Tahin, Joghurt, Zitronensaft und 3–4 EL Wasser unterrühren, bis ein flüssiges Dressing entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier in ca. 8 Minuten hart kochen. Herausnehmen, kalt abschrecken und abkühlen lassen, dann pellen und in Scheiben schneiden.

Die Auberginenscheiben kalt abbrausen und gut trocken tupfen. Die restliche halbe Knoblauchzehe fein würfeln. Reichlich Öl – hier sollten Sie nicht sparen – in einer beschichteten Pfanne erhitzen, darin die Auberginenscheiben bei mittlerer bis hoher Hitze in 6–8 Minuten beidseitig braten, bis sie schön weich und gebräunt sind. Gegen Ende der Garzeit die Knoblauchwürfel zugeben und kurz mitbraten. Die Auberginenscheiben salzen und pfeffern, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Tomate waschen und trocken reiben. Quer in knapp 1 cm dicke Scheiben, diese anschließend in knapp 1 cm große Würfel schneiden. Die Gurke schälen und ebenfalls in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls nicht zu klein würfeln. Alles mit der Petersilie in eine Schüssel geben, mit 1 TL Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und durchmischen. Die Avocado längs halbieren, Schale und Kern entfernen. Das Fruchtfleisch in Spalten schneiden und sofort mit dem übrigen Zitronensaft vermengen, damit es nicht braun wird.

Die Pita-Taschen nach Packungsanweisung aufbacken und leicht abkühlen lassen. Die Taschen halbieren, innen mit Mangopickle ausstreichen. Tomaten-Gurken-Salat, Eier, Avocadospalten und Auberginenscheiben hineinpacken und alles mit dem Tahindressing und Zhoug überträufeln. Tipp: So zusammengepackt, eignen sich die Pita-Taschen sogar zum Mitnehmen, wenn man sie fest in Frischhaltefolie wickelt. Wer die Megapack-Sandwich-Variante auf die Hand nicht so mag, kann die ganzen Zutaten auch einfach auf ein geröstetes Stück (Fladen-)Brot packen und alles manierlich mit Messer und Gabel essen. Und wer noch mehr draufpacken möchte: In Israel liebt man zusätzlich noch Hummus als Unterlage!

scharfe jemenitische Gewürzpaste  (Zhoug)

Zutaten:

40 g Koriandergrün

20 g Petersilie

1 Knoblauchzehe

1–2 kleine grüne Chilischoten

½ TL gemahlener Kreuzkümmel

¼ TL gemahlener Koriander

¼ TL gemahlener Kardamom

2–3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer

1–2 Prisen brauner Zucker

1–2 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Koriandergrün und Petersilie waschen und gut trocken schütteln. Sehr dicke Stiele entfernen, den Rest grob zerschneiden. Die Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Die Chilischoten halbieren, entkernen und waschen, dann fein hacken.

Die Kräuter, den Knoblauch und die gehackten Chilischoten (von diesen eventuell erst einmal nur die Hälfte, damit es nicht zu scharf wird) in einen Blitzhacker geben. Die Gewürze, 2 EL Olivenöl und 2 EL Wasser zugeben und alles hacken bzw. pürieren – nicht zu fein, sondern eher noch leicht grob. Dabei weiteres Olivenöl und Wasser zugeben, falls nötig. Die Paste mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft abschmecken und mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Wer möchte, kann sie in ein verschließbares Glas füllen. Mit etwas Öl bedeckt hält sich Zhoug (ähnlich wie Pesto) im Kühlschrank gut 1–2 Wochen.

Preis: 20,– €

 

Rilletes mit Forelle

© EMF/Tina Bumann

Quelle: Tanja Dusy, Inga Pfannebecker: Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Breakfast trifft Dinner – 100 Rezepte für opulente Buffets

Edition Michael Fischer

Preis: 20,– €

Fisch ist sie ein formidabler Begleiter zu frischem Brot, wir waren begeistert von diesem wirklich unkomplizierten Rezept und die Honig-Senf-Sauce dazu der Hit fanden unsere Brunch-Gäste!

Zutaten:

200 g frische Forellenfilets (ohne Haut)

Salz, Pfeffer

100 ml trockener Weißwein

100 ml Fischfond (aus dem Glas)

4 EL trockener Wermut (z. B. Noilly Prat)

1 Selleriestange

4 Stängel Petersilie

4 Stängel Dill

2 Zweige (Zitronen-) Thymian

1 Bio-Zitrone

1 geräuchertes Forellenfilet (ohne Haut, ca. 120 g)

1 TL Kapern

100 g weiche Butter

Zubereitung:

Die Forellenfilets kalt abspülen, trocken tupfen, eventuell Gräten entfernen. Den Fisch leicht salzen und pfeffern. Wein, Fond und 2 EL Wermut in einen Topf geben. Sellerie waschen, putzen, die Stange in grobe Stücke schneiden und samt Grün dazugeben. Kräuter waschen und ebenfalls dazugeben, dabei je 2 Stängel Petersilie und Dill beiseitelegen. Zitrone heiß waschen, ein Stück Schale dünn abschneiden und ebenfalls in den Topf geben.

Die Flüssigkeit langsam zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren. Den Garsud leicht mit Salz und Pfeffer würzen, 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Dann den Fisch hineinlegen und 5 Minuten darin gar ziehen lassen. Vom Herd nehmen und zum Abkühlen beiseitestellen.

Inzwischen das geräucherte Forellenfilet mit einer Gabel fein zerkleinern. Kapern abtropfen lassen und klein hacken. Butter und 2 EL Noilly Prat in einer Rührschüssel mit den Schneebesen des Handrührgeräts cremig rühren. Beiseitegelegte Petersilie und Dill fein hacken. Die abgekühlten Forellenfilets aus dem Garsud heben und mit einer Gabel zerkleinern.

Räucherforelle, die zerkleinerten Filets und Kapern gründlich unterrühren, dann die Rillettes mit Salz und Pfeffer würzen. In ein Schraubglas füllen und vor dem Servieren mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen.

Honig Senf-Sauce mit Chili

Zutaten:

4 EL Dijon-Senf

3 EL flüssiger Akazien- oder Blütenhonig

3 EL Weißweinessig

2 EL frisch gepresster Orangensaft

1 Spritzer Chilisoße (z. B. Sriracha)

Salz, Pfeffer

3 Stängel Dill

Zubereitung:

Den Senf mit Honig, Essig und Orangensaft gleichmäßig verrühren und mit Chilisoße, Salz und Pfeffer abschmecken. Dill waschen, trocken schütteln, die feinen Spitzen abzupfen und fein hacken. Kurz vor dem Anrichten unter die Honig-Senf-Soße rühren.

Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Tanja Dusy, Inga Pfannebecker: Brinner – gemeinsam gemütlich genießen

Breakfast trifft Dinner – 100 Rezepte für opulente Buffets

Edition Michael Fischer

Preis: 20,– €

Kulinarische Motto-Partys für jede Tageszeit!

Worum geht’s?

– oder neue Freiheiten, die zum entspannten Genuss einladen

Wenn das Frühstück, das Abendessen einholt, dann spricht man weltgewandt vom Brinner. Eine Wortschöpfung die sich aus dem Verschmelzen von guten alten Kategorien, Einsortierungen und einem relativ gleich förmigen Tagesablauf verabschiedet. Die Flexibilisierung von Arbeitswelten, wo „nine to five“ häufig kein Thema mehr ist, führt ebenso zu einer Veränderung in gastronomischen Betrieben, Cafes haben sich schon längt auf die neue Klientel eingestellt, diese kann inzwischen rund um die Uhr damit rechnen, dass Tische mit Brot, Dips und kleinen Speisen gedeckt werden, wenn uns danach ist. Grundsätzlich sowieso eine viel kommunikativere Art und Weise, gemeinsam zu genießen. Natürlich gibt es auch dafür inzwischen eine hippe aus dem angelsächsischen geklaute Umschreibung, wir sprechen bei dieser Form des gemeinsamen Genusses  sinnigerweise von „social plates“.

Wer sind die Autoren?

© Klaus Maria Einwanger

 Tanja Dusy zählt zu den erfahrensten Kochbuch-Autoren des Landes: Sie schreibt seit 15 Jahren erfolgreich Kochbücher und war lange Zeit als Redakteurin tätig. Als Küchenprofi entwickelt sie Rezepte, die nicht nur verlässlich gelingen, sondern auch das besondere Etwas haben.

 

 

 

© Maud Fontein, Amsterdam;

Inga Pfannebecker hat ihre Leidenschaft für gutes Essen als freie Food−Journalistin und Kochbuchautorin zum Beruf gemacht. Am liebsten entwickelt die in Amsterdam lebende Ernährungswissenschaftlerin alltagstaugliche Rezepte, in denen sich gesunde Ernährung, neue Trends und Genuss perfekt ergänzen.

 

 

 

Was ist drin?

Das Dinner at Eight hat ausgedient, es lebe die kulinarische Motto-Party round the clock!

Wenn die Teller quasi einen Kurs in Sozialverhalten machen, geht es wirklich um etwas zu essen und ist das auf dem Tisch nur halb so kompliziert wie es klingt, sondern einfach nur lecker.

Wer das mit seinen Gästen ebenfalls zu Hause das Teilen pflegt, sucht sehr schnell nach Unterstützung und möchte neben unkomplizierten Rezepten wissen, was zusammen gut funktioniert und wie man es seinen Gästen ansprechend präsentieren kann. Frau Dusy und Frau Pfannebecker geben in diesem Buch insgesamt 15 spannende Motto für die Gäste-Beköstigung aus und können mit gelingsicheren Rezepten, eine solche Einladung zu einem echten Erlebnis für unsere Gäste machen.

100 Rezepte – 15 Mottos alles dabei was viele sich wünschen!

 #gesund #kulinarische Weltenbummler #Katerkiller #hoch die Tassen!

Gesund-Esser möchten sich vielleicht an den Surfern orientieren, die sich bevor sie morgens mit ihren Boards in die Wellen tauchen,  mit leckerem Granola  für die Breaking Waves stärken, passend zur Saison ebenfalls mit auf diesem Brinner-Tisch grüner Spargel mit Spiegelei, wenn es mal deftiger sein darf. In jedem Fall wird mit diesem Frühstücks-Buffet kulinarisch spannend (Tuna Poke nach Pazifik Art) in allen Surfer-Hot-Spots gefrühstückt. Damit den Surfern und uns nicht so schnell die Puste ausgeht, wird mit Acai-Püree (ca. 5,– pro 100 g.) in einer Beeren-Bowl oder Grünkohlblättern in einer Super Green Bowl mit Avocado gedopt.

Ich pflege nicht nur beim Frühstück gerne die kulinarische Weltenbummler-Attidüde  und freue mich über würzige Tacos mit Chorizo, unwiderstehliche Churros mit Schokosoße, mediterran eingelegten würzigen Feta, Focacia mit Weintrauben und Rilletes mit Forelle aus dem hohen Norden. Frankreich steuert ein Baguette am laufenden Meter bei, noch beeindruckender optisch ist jedoch das gestapelte verschieden-farbige provenzalische Stapel-Omelett.

Von erfahren Rezeptentwicklern profitieren, dann geht vieles viel einfacher!

Ob türkisch (Nuss-Frischkäse mit Kräutern, Grießkuchen mit Joghurt) oder wie in Tel-Aviv (Hummus mit Hackfleisch) genießen den Autorinnen fällt immer etwas dazu ein. Mit 4 bis 8 Speisen, die perfekt abgestimmt wurden und von salzig bis süß alle unterschiedlichen Vorlieben unkompliziert und mit Pfiff bedienen wird der Tisch jeweils lecker gedeckt.

Full-Breakfast wie auf der Insel (gebackene Eier mit Speck, Schoko-Scones mit Orangenbutter) oder mit einer Blitz-Hollandaise  aus der Stadt, die niemals schläft, die Damen haben viel Erfahrung und nutzen für ihre leckeren Ideen die ganze Welt als kulinarische Blau-Pause, ohne das es technisch zu schwierig wird. Spanische Tortilla wird easy peasy im Backofen fertiggestellt und das Strudel-Diplom muss hier ebenfalls keiner machen. Wer seine Gäste mit einer bayerischen Tafel satt und glücklich machen will, muss zum Glück keinen papierdünnen Strudelteig ausziehen, sondern mit den Apfelstrudel-Tascherl aus fertigen Strudelteigblättern wird es nicht nur sehr viel einfacher, sondern die machen optisch sogar eine viel bessere Figur!

Probiert und verputzt:

Rilletes mit Forelle

© EMF/Tina Bumann

Fisch ist ein formidabler Begleiter zu frischem Brot, wir waren begeistert von diesem wirklich unkomplizierten Rezept – die Honig-Senf-Sauce dazu einfach der Hit fanden unsere Brunch-Gäste!

 

 

 

 

Fladenbrot mit Aubergine und Ei (Sabich)

© EMF/Tina Bumann

Nicht das erste Mal das wir Tel-Aviv in Form einer typischen israelischen Stulle an unsere Tafel gebeten haben. Hier hat es uns mit Abstand am besten gefallen, weil die Zhoug-Paste kräuter-würzig und mit moderater Schärfe daher kam – gerne wieder. Ich liebe Rezepte, die man ohne Probleme auch seinen Gästen vorsetzen kann – ohne dass man alles schon hundertmal probiert haben muss.

Grießkuchen mit Joghurt und Feigen

© EMF/Tina Bumann

Ich lege mich fest, der leckerste Grießkuchen ever! Außerdem eine kleine Schönheit nicht nur zum türkischen Frühstück, pardon Brinner, sondern bei uns zum israelischen Buffet. Sehr fluffig durch den Joghurt im Teig und längst nicht so süß wie die klassische Vorlage. Bitte beim Orangenblüten-Wasser als Zutat für die Joghurt-Creme on top beim Preis nicht geizen! Der arabische Laden hat da leider nicht immer Qualitäten im Regal stehen, die dieser Kreation geschmacklich würdig wären.

 

Fazit: Ein wunderbares sehr praxistaugliches Buch, nicht nur um das Frühstück zu feiern, sondern eine tolle Inspirationsquelle für leckere Buffets aus aller Welt und für jeden Geschmack, die sich in größerer Runde lecker teilen lassen. Manche nennen das inzwischen wohl auch „social plates“ doch konnten solche Autoren mich damit leider häufig nicht überzeugen. Am Ende zählt nur das es schmeckt, gelingsicher ist und toll aussieht, wenn Gäste mit am Tisch sitzen. Dafür gibt es bei diesem Buch die volle Punktzahl von mir. Einen kleinen Schönheitsfehler habe ich dennoch entdeckt, nicht alle Rezepte, geben Portionsgrößen an. Wenn Gäste mit am Tisch sitzen, wollen die meisten Gastgeber gerne auf Nummer sicher gehen, auch wenn natürlich alles brüder- und schwesterlich geteilt werden soll. Ansonsten ein ganz großartiges Buch und die perfekte Unterstützung für alle, die gerne Gäste haben und sich bei der Bewirtung dieser nicht immer wieder die Frage stellen wollen, was passt dabei wirklich zusammen und macht ebenso optisch jede Menge her.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Carrot Cake Jam

© Britta Gädtke

Quelle: Britta Gädtke: Liebe im Glas

BLV Verlag

Preis: 18,– €

Eigentlich bin ich kein großer Freund von Möhren! Das Rezept las sich vielversprechend und für einen Familien-Brunch an Ostern sollte es eine Konfitüre sein, die sowohl frisch und fruchtig als auch angenehm würzig schmeckt und die hoffentlich noch nicht jeder zu Hause auf dem Frühstückstisch stehen hat. Volle Punktzahl – auch für die nette Idee mit gehackten Mandeln noch für ein bisschen Crunch zu sorgen.

 P.S. Und gelernt habe ich auch wieder was, wenn man Apfelpektin statt Gelierzucker zum Gelieren verwendet, kommt man ohne Probleme auch  mit weniger Zucker aus.

Zutaten (für 3 Gläser a‘ 100 ml):

3 Möhren

150 ml Orangensaft

15 g gehackte Mandeln

¼ TL gemahlener Zimt

1 Prise geriebene Muskatnuss

1 Prise gemahlene Nelken

35 g + 120 g Zucker

5 g Apfelpektin

Zubereitung:

Die Möhren putzen und schälen. Davon 135 g abwiegen und fein reiben. Mit dem Orangensaft, den gehackten Mandeln und den Gewürzen in einem hohen Topf verrühren. 35 g Zucker mit dem Pektin verrühren und ebenfalls hinzugeben.

Den Topfinhalt aufkochen. Sobald die Flüssigkeit sprudelt, die restlichen 120 g Zucker hinzugeben und alles 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Marmelade in vorbereitete Gläser füllen und diese sofort verschließen. Auf den Kopf stellen und auskühlen lassen.

Tipp: Diese Marmelade schmeckt wie der klassische amerikanische »Carrot Cake« – der sich bei uns im deutschsprachen Raum unter dem Namen »Rüblikuchen« großer Beliebtheit erfreut. Er macht sich ganz toll als Mitbringsel für den Osterbrunch. Oder Sie versuchen es einfach mal mit seiner »kleinen Schwester«, meiner Carrot Cake Jam. Die schmeckt übrigens auch an windigen Herbsttagen oder zur Adventszeit sehr lecker.

Süßkartoffel-Puffer mit Kräutersalat und pochiertem Ei

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Perfekt für ein entspanntes Frühstück zu zweit, danach kann es auf die Wanderung gehen, denn Avocado und Feta mit dem wachsweich pochierten Ei on-top sind tolles Brennfutter für die Muskeln.

Dieses Mehr-Komponenten-Frühstück macht den Sonntagmorgen zum Fest: Knusprige Puffer, frische Kräuter, Feta, cremige Avocado und dazu ein auf den Punkt pochiertes Ei. Am besten fährt man hier mit Aufgabenverteilung: Einer ist Salatbeauftragter, einer kümmert sich ums Kartoffelquetschen und falls noch ein dritter zugegen ist, bewacht er Eier und Küchenwecker. Oder einer macht alles allein und wird damit zum Held des Sonntags. Versprochen.

 Zutaten (für 2 Portionen):

Für die Puffer:

120 g Süßkartoffel, geschält

120 g Kartoffel, geschält

½ TL Salz

1 Schalotte, geschält

1 Ei

2 Zweige Thymian

frisch gemahlener Pfeffer

Öl zum Braten

Für den Salat:

1 Handvoll Rucola

1 Handvoll glatte Petersilie, Blättchen abgezupft

½ Handvoll Minze, Blättchen abgezupft

1 Frühlingszwiebel, in feinen Ringen

50 ml Olivenöl

Saft von ½ Zitrone

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem:

2 sehr frische Eier

100 g Feta, grob zerbröselt

1 Avocado, geschält und gewürfelt

½ grüne Chilischote, in Ringen

Zubereitung:

 Für die Puffer Süßkartoffel und Kartoffel grob raspeln, salzen und 10 Min. ziehen lassen. Ausdrucken und in eine Schussel geben. Schalotte grob reiben. Kartoffelmasse mit Ei, Schalotte, Thymian und Pfeffer vermischen. Durchziehen lassen.

Für den Salat Rucola, alle Krauter und Frühlingszwiebeln in eine Schussel geben. Olivenöl und Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen und bereitstellen.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Hälfte der Kartoffelmasse hineingeben. Der Puffer sollte 1 cm dick sein. Pro Seite 3 Min. braten, im Ofen bei 150 °C warm halten. Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren.

Für die pochierten Eier in einem Topf Wasser (mind. 10 cm hoch) zum Kochen bringen. Eier einzeln in Tassen aufschlagen. Wer mag, kann sie in ein Sieb geben und den flüssigen Teil des Eiweißes ablaufen lassen. Mit einem Löffel rühren, sodass ein Strudel entsteht. Die Eier nacheinander (mit oder ohne Sieb) in die Mitte des Strudels gleiten lassen und 3–4 Min. in köchelndem Wasser pochieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen.

Die Puffer auf zwei Teller legen. Den Salat mit dem Dressing mischen, auf den Puffern verteilen und mit Feta, Avocado und Chili bestreuen. Jeweils 1 Ei in die Mitte des Puffers setzen. Sofort genießen.

Pro Portion 829 kcal, 65 g F, 30 g KH, 7 g B, 21 g E