Süßkartoffel-Puffer mit Kräutersalat und pochiertem Ei

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Perfekt für ein entspanntes Frühstück zu zweit, danach kann es auf die Wanderung gehen, denn Avocado und Feta mit dem wachsweich pochierten Ei on-top sind tolles Brennfutter für die Muskeln.

Dieses Mehr-Komponenten-Frühstück macht den Sonntagmorgen zum Fest: Knusprige Puffer, frische Kräuter, Feta, cremige Avocado und dazu ein auf den Punkt pochiertes Ei. Am besten fährt man hier mit Aufgabenverteilung: Einer ist Salatbeauftragter, einer kümmert sich ums Kartoffelquetschen und falls noch ein dritter zugegen ist, bewacht er Eier und Küchenwecker. Oder einer macht alles allein und wird damit zum Held des Sonntags. Versprochen.

 Zutaten (für 2 Portionen):

Für die Puffer:

120 g Süßkartoffel, geschält

120 g Kartoffel, geschält

½ TL Salz

1 Schalotte, geschält

1 Ei

2 Zweige Thymian

frisch gemahlener Pfeffer

Öl zum Braten

Für den Salat:

1 Handvoll Rucola

1 Handvoll glatte Petersilie, Blättchen abgezupft

½ Handvoll Minze, Blättchen abgezupft

1 Frühlingszwiebel, in feinen Ringen

50 ml Olivenöl

Saft von ½ Zitrone

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Außerdem:

2 sehr frische Eier

100 g Feta, grob zerbröselt

1 Avocado, geschält und gewürfelt

½ grüne Chilischote, in Ringen

Zubereitung:

 Für die Puffer Süßkartoffel und Kartoffel grob raspeln, salzen und 10 Min. ziehen lassen. Ausdrucken und in eine Schussel geben. Schalotte grob reiben. Kartoffelmasse mit Ei, Schalotte, Thymian und Pfeffer vermischen. Durchziehen lassen.

Für den Salat Rucola, alle Krauter und Frühlingszwiebeln in eine Schussel geben. Olivenöl und Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen und bereitstellen.

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Hälfte der Kartoffelmasse hineingeben. Der Puffer sollte 1 cm dick sein. Pro Seite 3 Min. braten, im Ofen bei 150 °C warm halten. Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren.

Für die pochierten Eier in einem Topf Wasser (mind. 10 cm hoch) zum Kochen bringen. Eier einzeln in Tassen aufschlagen. Wer mag, kann sie in ein Sieb geben und den flüssigen Teil des Eiweißes ablaufen lassen. Mit einem Löffel rühren, sodass ein Strudel entsteht. Die Eier nacheinander (mit oder ohne Sieb) in die Mitte des Strudels gleiten lassen und 3–4 Min. in köchelndem Wasser pochieren. Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen.

Die Puffer auf zwei Teller legen. Den Salat mit dem Dressing mischen, auf den Puffern verteilen und mit Feta, Avocado und Chili bestreuen. Jeweils 1 Ei in die Mitte des Puffers setzen. Sofort genießen.

Pro Portion 829 kcal, 65 g F, 30 g KH, 7 g B, 21 g E

Advertisements

Baked Beans mit Spiegelei und Za’atar

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Die Baked Beans machen zwar ein bisschen Arbeit, sind aber hammerlecker! Beim Familienbrunch in der letzten Woche waren sie der Star der Tafel. Das Rezept ist geschmacklich wunderbar ausbalanciert und präsentiert „normales Dosenfutter“ auf geschmacklich hohem Niveau. Die Überraschung war die rauchige Note durch das geräucherte Paprikapulver.

Za’atar ist zum einen eine wilde Thymiansorte, zum anderen die Bezeichnung für eine arabische Gewürzmischung, die auf Thymian basiert und hier Verwendung findet. Traditionell wird sie zu Fladenbrot und Öl gereicht, sie passt aber auch unglaublich gut zu Joghurt, Tomaten oder Eiern. Die Baked Beans werden mit geräuchertem Paprikapulver (z. B. Pimenton de la Vera) gewürzt, nach dem man unbedingt Ausschau halten sollte, denn es verleiht den Bohnen eine tolle herzhafte Note und einen leichten Lagerfeuer-Touch.

 Zutaten (für 4 Portionen):

Für die Baked Beans:

300 g getrocknete Wachtelbohnen

1 EL Olivenöl

2 Zwiebeln, geschält und fein gehackt

2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt

50 g Tomatenmark

50 g Zuckerrübensirup

1 TL Senfmehl

1 TL frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Speisestärke

1 Prise Natron

½ TL geräuchertes Paprikapulver

  1. 2 TL Salz

1 EL Apfelessig

Für das Za’atar:

1 EL Sesam-Samen

2 EL gerebelter Thymian

1 TL Sumach

¼ TL Salz

Außerdem:

1–2 EL Olivenöl

4–8 sehr frische Eier

4 Scheiben Sauerteigbrot

Zubereitung:

Für die Baked Beans die Bohnen über Nacht in 1 . l kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgiesen, abspulen und mit 2 l Wasser in einen Topfgeben. Zum Kochen bringen und in ca. 40 Min. bissfestgaren. Abgießen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Öl in einen Bräter geben und die Zwiebeln darin bei niedriger Temperatur in 7 Min. glasig dunsten. Knoblauchzugeben und 30 Sek. mit garen, Tomatenmark einrühren und ebenfalls 30 Sek. anbraten. Zucker Rübensirup mit Senfmehl und Pfeffer unterrühren und 600 ml Wasser zugießen. Bohnen zufugen.Speisestarke mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren und mit Natron und Paprikapulver zugeben. Abgedeckt im Ofen 1 ¼ Std. backen. Herausnehmen, Salz, Apfelessig und evtl. etwas Wasser unterrühren.

Für das Za’atar den Sesam ohne Fett anrosten. Abkühlen lassen. Thymian fein mörsern und mit Sumach und Salz zugeben. Alles gut vermischen.

 Für die Spiegeleier das Öl in einer Pfanne erhitzen. Pro Portion 1–2 Eier hineinschlagen und2 Min. braten. Deckel aufsetzen und die Spiegeleier in ca. 1 Min. fertig braten.

 Die Baked Beans auf Tellern verteilen. Spiegeleierdaraufsetzen und mit Za’atar bestreuen. Brotscheiben halbieren und dazu reichen.

Pro Portion 595 kcal, 14 g F, 74 g KH, 21 g B, 29 g E

Niederländische Korinthenbrötchen

© Yelda Yilmaz

Quelle: Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Krentenbollen – niederländische Korinthenbrötchen

Ich liebe fluffige Rosinenbrötchen, perfekt für ein leckeres Osterfrühstück, wer nicht ganz doll in Rosinen verliebt ist reduziert die Menge auf die Hälfte oder weniger, für mich war das aber gerade der Clou des Rezeptes und ich mag Rosinen wirklich sehr gerne.

 Diese weichen Brötchen sind der Himmel auf Erden, vor allem für Rosinen- und Korinthen-Liebhaber, denn der Hefeteig – wenn auch sehr lecker – dient im Grunde nur dazu, den unverschämt großen Berg an Trockenfruchten zusammenzuhalten. Besonders hübschen Glanz bekommen die Brötchen durch zweimaliges Bestreichen, einmal vor dem Gehen und das zweite Mal direkt vor dem Backen. Und damit sie wirklich original niederländisch aussehen, sollte man sie bei hoher Temperatur schön dunkelbraun backen.

Zutaten (für 16 Stück):

200 g Korinthen

200 g Rosinen

450 g Weizenmehl (405)

1 Pck. Trockenhefe (7 g)

1 TL Salz

300 ml Milch

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Abrieb von . Bio-Orange

2 EL Demerara-Zucker

50 g Butter + etwas zum Verarbeiten

1 Ei, verquirlt

Außerdem:

1 Ei

1 TL Zucker

1 Prise Salz

Zubereitung:

Korinthen und Rosinen 30 Min. in heißem Wasser einweichen. Abgießen und trocken tupfen.

Das Mehl in einer Schussel mit der Hefe vermischen, das Salz zugeben. Die Milch mit Zitronen und Orangenabrieb, Zucker und Butter erwärmen. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Mit dem Ei zum Mehl geben und den Teig 5 Min. kneten.

Den Teig auf der leicht gefetteten Arbeitsfläche mit evtl. gefetteten Händen zu einem ca. DIN-A4‑grosen Rechteck drücken. Zwei Drittel der Korinthenmischung darauf verteilen und den Teig so übereinander klappen, dass ein DIN-A5-großes Rechteck entsteht. Die restliche Mischung darauf geben und den Teig erneut so einklappen, dass ein DINA6-großes Stück entsteht. Verkneten und abgedeckt in ca. 1. Std. zur doppelten Größe aufgehen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Luft aus dem Teig drücken und ihn in 16 Stücke teilen. Mit eingefetteten Händen zu Kugeln formen, bis die Oberflache glatt ist und die Früchte in den Teig eingearbeitet sind. Auf die Bleche legen. Das Ei mit Zucker und Salz verquirlen. Die Brötchen mit der halben Eimischung bestreichen, 1 Std. gehen lassen.

Den Backofen auf 220 °C vorheizen. Die Brötchen auf ca. 3 cm Höhe drücken und erneut bestreichen. In 12–15 Min. dunkelbraun backen.

Agnes Prus: halb zehn

Agnes Prus: halb zehn

Das Frühstücks-Kochbuch

Fotos: Yelda Yilmaz

Verlag Stiftung Warentest

Preis: 34,90 €

Das Frühstück feiern!

Um es kurz zu machen, wem beim Frühstück „saugut“ lieber ist als der „Coffee to go“, der ist bei diesem Buch goldrichtig! Und ja vieles schmeckt  nicht nur um halb zehn, sondern  ist genauso lecker um 12:00, 15:00 oder 18:00 Uhr.

 Worum geht’s?

 Vom Brunch zum „Brinner“…

 War in den Neunziger der Brunch noch der letzte Schrei, ist das heute nur noch was für Vielesser und Geizkrägen. Überladene Teller mit einer wahrhaftigen Kalorien-Infusion, haben mit Genuss nichts mehr zu tun und sind vielleicht gerade noch bei zehnjährigen als „Wer schafft mehr“-Wettbewerb zu tolerieren. Die großen Metropolen, allen voran New York, haben es vorgemacht. Es geht bei den Frühstücktrends nirgendwo mehr um Masse, sondern Klasse!

Frühstücken bis in den Nachmittag hat in Deutschland zwar keine Tradition wird jedoch immer beliebter- Besonders in Berlin ist das aktuell sehr angesagt. Die Hochburg der jungen Trendsetter, auch Neudeutsch mit der Generalie „Hipster“ plakatiert, glänzt mit vielen Coworking-Spaces, wo Menschen nicht von „nine to five“, sondern projektbezogen arbeiten und es deshalb auch mal unter der Woche, nicht eilig haben, ins Büro zu kommen.

Brötchen, Käse und Marmelade: Frühstücken geht auch anders!

Aus diesem Grund hat sich in der Szene-Gastronomie in vielen Großstädten ein richtiger Frühstücks-Hype entwickelt, ähnlich wie bei den Burger-Imbissen. An manchen Cafés stehen die Leute Schlange. Aber nicht für Wurst und Käse, sondern für internationales Essen – French Toast, Eggs Benedikt, Pancakes oder die mexikanische Eierspezialität Huevos Rancheros. Ebenso gerne auf den Karten: Avocados in jeglicher Form, Bloody Mary und „Flat White“, eine Art starker Cappuccino.

Auch Agnes Prus und ihre Fotografin Yelda Yilmaz haben für diese Klientel zusammen mit dem Berliner Verlag Stiftung Warentest, das Frühstück wieder ins Kochbuch gebracht, ein Grund für mich mal reinzuschauen:

Wie sieht es aus?

Hübsch ist es geworden! Ein pastellfarbener Einband in einem zarten Rosa liegt vor mir, ein aufgeklebtes Foto deutet die Vision eines Fotoalbums an und löst bei mir Neugierde aus, das muss ich mir nun doch mal genauer anschauen: Im Buch hat Rosa ausgedient und wird durch ein sehr sachlich-modernes Layout abgelöst.

Was ist drin?

 Kaloriensparer haben keine Chance, es geht um unfassbar lecker!

Gleich zu Beginn legt Agnes Prus die Karten auf den Tisch und erklärt, das bei der Entstehung dieses Buches neben süßen Früchtchen und wildem Gemüse auch dutzende Eier, reichlich Käse und einige Pakete Butter und Zucker zum Einsatz kamen. Schließlich sollte „halb zehn“ ein Fest für alle Sinne werden, und da gehören jede Menge Kalorien-Bomben ganz selbstverständlich dazu. Die entscheidende Frage war nie: Ist das gesund? Sondern: Schmeckt das so unfassbar gut, dass wir es unbedingt probieren müssen? Bei French Toast mit Ricotta-Füllung ist das recht eindeutig mit Ja zu beantworten. Für mich gilt das genauso, denn ich möchte noch das eine oder andere mega leckere nicht alltägliche Frühstück genießen, bevor es für mich dafür zu spät ist. Ihr auch? – gut dann können wir ja weiter schauen was es so gibt, um das „Hüftgold“ kümmern wir uns anschließend, das ist schließlich auch Brennfutter. Aber auch „Gesundesser“ kommen mit Pfannengranola mit gerösteten Pfirsichen und Joghurt oder mit einem herzhaftem Porridge nicht zu kurz und Süßschnäbel freuen sich, dass Omas Klassiker aufgepeppt präsentiert werden, z. B. als köstlicher Grießbrei mit Erdbeer-Kompott oder als Kokosmilchreis mit Mango. In diesem Buch kommen viele Geschmäcker auf ihre Kosten!

Was gibt es denn?

Brot, Brötchen, Gebäck, Hefeschnecken, Muffins, süßes Gebäck, Sandwiches, Stullen & Toast, Eier in allen Variationen, Pancakes & Waffeln, Müsli, Porridge, Obst im Schälchen, Aufstriche, Marmeladen, Soßen, Dips, Kaffee, Saft und noch mehr Getränke. Der Bogen wird weit gespannt, so dass für alle Geschmäcker was dabei ist.

Den Anfang machen Brot, Brötchen, Gebäck, Hefeschnecken, Muffins, süßes Gebäck und liefern sowohl Klassiker (Crossaints, Laugengebäck), aber vor allem zeigt Agnes in dieser Rubrik, die anteilmäßig mit 40 Seiten am Besten im Buch weg kommt, dass sie eine ungeheuer kreative Rezeptentwicklerin ist: sie schafft es spielend, jedes Rezept mit viel Twist zu versehen. Knäckebrot wird als aromatische Variante mit Kümmel und Fenchel gebacken. Außerdem gibt es englische Muffins, die später als Basis für den „Lax Benedict“ dienen, Honig Mohn-Challah, Rogen-Körner-Brot, Brioche, Sauerteig-Baguette und so einiges mehr. Den zweiten Platz um die Gunst der Leser teilen sich einträchtig Müsli, Porridge & Co. sowie die süßen Sünden in Form von Gebäck. Die Büchermacher bedienen damit genau die Trend-Themen, allerdings dank der großartigen Agnes Prus nicht beliebig, sondern besonders kreativ. So macht man aus einem Trend-Kochbuch ein Lieblings-Kochbuch. Erfreulich finde ich ebenfalls, dass das Thema, Kaffee, Saft und Getränke ebenso viel Aufmerksamkeit erhält und auf ca. 30 Seiten zeigt, dass es nicht nur Kaffee und Tee als Begleiter sein muss, sondern auch mal Milchkaffee mit Kardamom oder ein Kurkuma-Ingwer-Tee.

halb zehn ist nicht halb sieben
– da zählt der Geschmack und wir schauen nicht auf die Uhr!

Alles wird gut erklärt, man muss jedoch sagen, wer zum ersten Mal Crossaints backen will, sollte sich trotz der immer wieder eingestreuten Step-by-Step Fotos auch mal ein Video bei Youtube anschauen. Es ist halt was anderes wenn man Bilder sieht, als nur auf die Texterklärung zu vertrauen. Mir gefällt die Auswahl richtig gut, jedoch sehe ich das Buch in den Händen von Leuten, die schon ein bisschen Erfahrung haben, auf der Jagd nach wirklich neuen spannenden Frühstücks-Kreationen sind, die für unfassbar gut brennen und vor allem Zeit investieren wollen. Um halb zehn, möchte ich halt was anderes auf dem Teller geboten bekommen als um halb sieben, um halb sieben reicht für mich der „Coffee to go“, das sind ganz andere Tage, da wird nicht zelebriert, sondern optimiert bei meinem Frühstück. Beim Zelebrieren hole ich mir dann gerne die Kreativität einer sehr talentierten Rezept-Entwicklerin ins Haus und genau das bietet dieses wunderschöne Buch, das das Frühstück wieder feiert.

Probiert und verputzt:

Krentenbollen – niederländische Korinthenbrötchen

Perfekt für unseren Oster-Brunch mit der großen Familie, der Clou des Rezeptes die wirklich große Menge an Trockenfrüchten im Teig.

Baked Beans mit Spiegelei und Za’atar

Kein Rezept für Ratz-fatz-Leute, die Bohnen müssen über Nacht eingeweicht werden und garen dann noch 75 Minuten im Backofen, bevor sie mit Spiegelei gekrönt werden. Es lohnt sie Leute, geschmacklich wunderbar ausbalanciert. Unsere Gäste – auch die Kinder – waren begeistert!

Süßkartoffel-Puffer mit Kräutersalat und pochiertem Ei

Perfekt für ein entspanntes Frühstück zu zweit, danach kann es auf die Wanderung gehen, denn mit Avocado und Feta und dem wachsweich pochierten Ei on-top der Puffer, ist viel „Brennfutter“ für die Muskeln am Start. Mein Mann hat geholfen, so war es möglich, dass die unterschiedlichen Komponenten immer zur rechten Zeit fertig waren. Geschmacklich waren wir begeistert!

Fazit: Abwechslung tut not!

Wer das Frühstück wieder mal zelebrieren will und sich außerdem für unfassbar Gutes gerne auch mal in die Küche stellt und ein wenig Zeit investiert, ist bei den wirklich sehr kreativen Rezepten von Agnes Prus goldrichtig. Vieles davon lässt sich um 12:00, 16:00 oder 18:00 Uhr genauso servieren wie z. B. Baked Beans mit Spiegelei und Za’ atar. Ihr werdet nicht alle Zutaten im Supermarkt Eurer Wahl bekommen, weil es in diesem Buch um den besonderen Twist geht, Standard-Rezepte fürs Frühstück hat ja jeder selber genug. Für Rührei brauchen wir die nicht oder wir machen mit der Hilfe der Autorin entweder Rührei mit karamellisierter Zwiebel oder in der griechischen Variante mit geriebener Tomate oder Feta. Vom Schwierigkeits-Grad ist für alle was dabei, trotzdem kann ein bisschen Erfahrung oder die Hilfe von Youtube nicht schaden, wenn es um komplizierte Sachen wie Crossaints & Co. geht. Ich habe schon lange nicht mehr, so unglaublich lecker gefrühstückt – danke dafür!

Vielen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar.

Rosmarinaufstrich mit viel Liebe

©Udo Einenkel/BLV Buchverlag

Quelle: Henriette Wulff/Udo Einenkel: Eat the beat!

Fotos: Udo Einenkel

BLV Buchverlag

Preis: 20;– €

Nussig, milde Sonnenblumenkerne, feat. würzige Austernpilze und dazu einen Hauch Mittelmeer durch Rosmarin. So lasse ich mir einen rein-pflanzlichen Aufstrich gerne servieren. Eine runde und vor allem cremige Sache, Udo hat sein Bestes gegeben!

Simon & Garfunkel zum Frühstück ist immer eine gute Idee. Ihre Version des aus dem Mittelalter berlieferten Volksliedes ganz besonders. Im Lied – es geht um ein gescheitertes Liebespaar, das sich scheinbar unlösbare Aufgaben als Bedingung für einen Neuanfang stellt – stehen die Kräuter für Kraft, Liebe (Rosmarin) und Mut. Udo haben sie zu einem veganen Rosmarin-Austernpilz-Brotaufstrich inspiriert. Wenn man den Song zum Rezept hört, versteht man spätestens bei der letzten Strophe, dass es nicht darauf ankommt, alle Aufgaben zu lösen, sondern nur darum, dass man einfach sein Bestes gibt: Ein wunderbares Motto für die Herausforderungen des neuen Tages!

 

Zutaten (für ca. 10 Portionen):

125 g Sonnenblumenkerne

500 ml Wasser + 50 ml

50 g Zwiebeln

4 EL Olivenöl + 50 ml

200 g Austernpilze

Salz und Pfeffer

2 EL Rosmarin, gehackt

Zubereitung:

Zur Vorbereitung: Sonnenblumenkerne mit 500 Millilitern Wasser in einen Kochtopf geben und 2 Stunden einweichen. Für den Aufstrich: Sonnenblumenkerne und Wasser zum Kochen bringen und 5 Minuten bei geringer Temperatur kochen. Dann die Kerne in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Abkühlen lassen.

Die Zwiebeln schälen und fein hacken. In einer Pfanne 2 Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Dann beiseitestellen und abkühlen lassen.

Die Austernpilze mit einem Pinsel oder trockenen Tuch reinigen. Nicht waschen! Die Pilze klein hacken und in einer Pfanne mit 2 Esslöffel Olivenöl braun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Rosmarin unterrühren. Ebenfalls kalt werden lassen.

Zum Fertigstellen: Sonnenblumenkerne, Zwiebeln, 1 Teelöffel Salz, 50 Milliliter Wasser und 50 Milliliter Olivenöl in einem Blitzhacker oder mit dem Pürierstab zu einer glatten Creme pürieren. Mit einem Löffel die Austernpilze unter die Masse rühren.

Der Brotaufstrich hält sich im Kühlschrank etwa 1 Woche.

Reisflocken mit Orange-Curd und Shiro Miso

© Claudia Zaltenbach aus dem Buch „MISO“, Hädecke Verlag

Quelle: Claudia Zaltenbach: Miso

Rezepte – Kultur – Menschen

Hädecke Verlag

Preis: 29,– €

Miso gepaart mit süßem Orange-Curd, samtigen Reisflocken und knackigen Nüssen, geht nicht, geht super und schmeckt noch besser! Darauf muss man erst mal kommen, ich leider nicht, aber Claudia Zaltenbach, die hat die kulinarische Vorsehung im Gegensatz zu mir mit mehr Kreativität versorgt. Ich danke Dir – für diesen herrlichen geschmacklichen Ausflug – ich bleibe weiter auf Deiner Spur!

„Vielleicht ist die Herstellung von Orange Curd nicht ganz passend für das schnelle Frühstück unter der Woche. Aber am Wochenende sind diese Reisflocken, die durch das helle Miso einen subtilen, leicht süß-salzigen Geschmack bekommen, perfekt für einen ausgiebigen Brunch. Und man kann mit verschiedenen Versionen dieses Reis-Porridges spielen: Mal mit einem Löffel Sahnejoghurt, mal das Curd mit gemischten Zitrusfrüchten, mit Körnern darüber, Chiasamen, Nüssen … der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.“

Claudia Zaltenbach

Zutaten pro Person:

Flocken:

40 g Reisflocken

1 TL Shiro Miso

1-2 EL Orange Curd (Rezept siehe unten)

Nüsse oder Samen zum Dekorieren, nach Belieben

Orange Curd:

3 Bio-Orangen, Abrieb und Saft

180 g Zucker

1 EL Speisestärke, gesiebt

3 Eier

100 g Butter, gewürfelt

Das Grundrezept für das Orange Curd ist mehr, als hierfür benötigt wird. Es hält sich im Kühlschrank aber problemlos bis zu einer Woche. Und es schmeckt sowohl als Brotaufstrich, als auch als Kuchenbelag.

Zubereitung Orange Curd:

Die Orangen heiß abspülen und abtrocknen. Schale abreiben, dann die Früchte halbieren und auspressen.

In einer Schlagschüssel über dem heißen Wasserbad den Zucker mit der Speisestarke, den Eiern und dem Orangensaft mit dem Handrührer auf niedriger Stufe mischen. Nun die Butter dazugeben und immer weiterschlagen.

Nach etwa 15 Minuten beginnt die Flüssigkeit einzudicken. Noch einige Minuten weiterschlagen und dann in sterilisierte Einmachglaser füllen.

Zubereitung Reisflocken:

Die Reisflocken in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser aufgießen, so dass das Wasser etwa 1 cm darüber steht. Das Shiro Miso einrühren und quellen lassen. Das Orange Curd esslöffelweise darauf geben und mit Samen oder Nüssen dekorieren.

Das ultimative Frühstücksbananenbrot mit Pecannüssen

©Brian Ferry

Quelle: Anna Jones: A modern way to cook

Mosaik Verlag

Preis: 22;– €

In eine handelsübliche Kastenform passen in Deutschland ca. 750 g. 900 g Teig benötigt eine Kastenform von 30 cm, diese ist im angelsächsischen Raum aber eine handelsübliche Größe. Das Brot hat meinen kleinen Neffen, die zu Besuch waren toll geschmeckt, auch die Eltern waren begeistert, ich habe aber für die Kinder vorerst den Kümmel weggelassen, um auf der sichereren Seite zu sein. Auch Schokolade musste für das Frühstück nicht sein. Ich habe aber großes Vertrauen in die Kreationen von Anna und möchte das Rezept gerne noch mal genauso wie von ihr vorgeschlagenen backen. Prima Möglichkeit, auch überreife Bananen, die es bei uns immer wieder gibt weiter zu verwerten.

Hier ist mein ultimatives Bananenbrot – weich, saftig und luftig zugleich, mit einer Körnerkruste, die jeden schwedischen Bäcker stolz machen würde, und dicken Stücken Bitterschokolade darin. Und das alles ganz ohne Gluten, Milchprodukte und Zuckerraffinade. Toasten Sie es hingebungsvoll zum Frühstück und gratulieren Sie sich zu einem unverschämt leckeren Genuss ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen.

Nicht weniger gut und etwas weniger sündig ist dieses Brot ohne die Schokolade. Ich verwende Schokolade, wenn ich es zum Nachmittagstee serviere, und lasse sie weg, wenn es unser Frühstücksbrot ist. Viel besser als gewöhnlicher Toast oder der ewige Porridge. Wer keinen Kokosblütenzucker findet, nimmt braunen Rohrohrzucker.

Zutaten (für einen großen Laib mit 900 g): 75 g zerlassenes Kokosöl, plus extra zum Einfetten 200 g Pecannusskerne (Walnüsse gehen auch),  200 g kernige Haferflocken, 4 große reife Bananen 100 g, Kokosblütenzucker (bei mir brauner Zucker),  plus 1 EL (nach Belieben), 100 g Ahornsirup, 100 ml ungesüßte Mandelmilch,  2 TL Backpulver, Meersalz, 1 kräftige Prise Kümmelsamen (nach Belieben), 75 g Bitterschokolade (70 % Kakaoanteil)

Zubereitung:

Den Ofen auf 170 °C (150 °C Umluft/Gas Stufe 3) vorheizen. Sämtliche Zutaten bereitlegen und eine beschichtete Kastenform (900 g) mit Kokosöl einfetten.

Während der Ofen vorheizt, die Pecannüsse 10 Minuten darin rösten, anschließend grob hacken und beiseitelegen. Inzwischen die Haferflocken im Mixer zu einem krümeligen Mehl zermahlen und in eine Schüssel geben.

Die geschälten Bananen sowie 100 g Kokosblütenzucker, den Ahornsirup, die Mandelmilch und das zerlassene Kokosöl im Mixer zermahlen, bis alles gleichmäßig vermengt ist. Hafermehl, Backpulver und eine kräftige Prise Salz zugeben und erneut mixen, dann die Pecannüsse untermischen und die Kümmelsamen hineingeben, falls verwendet.

Die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Form füllen. Die Schokolade in Riegel brechen und entlang der Mitte auf den Teig legen. Den restlichen Teig einfüllen und mit dem übrigen Kokosblüten bestreuen. 1 Stunde und 10 Minuten backen – zur Garprobe mit einem Spieß einstechen, es sollte kein Teig mehr daran haften. Auf einem Kuchengitter mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.