Das zarteste Pörkelt der Welt

©Daniela Haug

Quelle: Stevan Paul: Blaue Stunde

Rezepte, die den Abend feiern. Tapas, Antipasti, Mezze, Ceviche & Apéro

Fotos: Daniela Haug

Brandstätter Verlag

Preis: 36,– €

Ein butterzarter Soulfood-Traum, der die Familie begeisterte. Sogar die Schwiegermutter hat nach dem Rezept gefragt………

Das Nationalgericht der Magyaren, das Gulyás (ungar.= Hirte) bezeichnete einst gekochtes und dann getrocknetes Fleisch, das die Schafhirten auf ihren langenWanderungen mit sich führten. Daraus entwickelte sich das Gulasch, traditionell eher ein Eintopfgericht aus Lamm-, Schweine- und/oder Hühnerfleisch mit Zwiebeln, Paprika und Kartoffelwürfeln. Pörkölt hingegen bezeichnet das mit Zwiebeln und Paprika weich geschmorte Rindfleischgericht mit dicklicher Sauce, das im deutschsprachigen Raum oft irrtümlich als Gulaschbezeichnet wird. Besonders zart gelingt das Pörkölt, wenn man statt der klassischen Ober- und Unterschale das Fleisch aus der Wade des Rinds, die Rinderbeinscheiben, verwendet, jenes Fleisch also, das ansonsten für Osso buco geschmort wird. Es ist kernig und dennoch butterweich und mit ihm gelingt ein Pörkölt, über dessen Würze und Zartheit die Leute reden werden.

Zutaten (für 6 Portionen): 1,8 kg fleischige Rinderbeinscheiben1 kg Gemüsezwiebeln1–2 Knoblauchzehen2 EL edelsüßes Paprikapulver1 TL scharfes Paprikapulver1 EL Tomatenmark1 TL Zucker½ TL Kümmelsaat2 Lorbeerblätter300 ml Rotwein
(z.B. Blaufränkisch oder ein leichter Spätburgunder)Butterschmalz1 rote Paprika2 Tomaten250 ml RinderbrüheSalzeinige Perlzwiebeln und Gewürzgurken200 g saure Sahneetwas Milcheinige Zweige Dill

Zubereitung: Silberhaut rund um die Rinderbeinscheiben entfernen, Fleisch in mundgerechten Würfeln vom Knochenschneiden. Knochen bis zur Verwendung zur Seite stellen. Mark aus den Knochen drücken und in einem Bräter bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebeln pellen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Knoblauchpellen und würfeln. Zwiebeln im Mark-Fett hellbraunbraten, mit Paprikapulver bestäuben, Tomatenmark und Zucker unterrühren. Knoblauch, Kümmel und Lorbeer zugeben. Mit Rotwein ablöschen, aufkochen und 2 Minuten offen kochen. Beiseitestellen.

Fleisch in einer beschichteten Pfanne in etwas Butterschmalz portionsweise kräftig anbraten, in den Bräter geben. Paprika vierteln, entkernen und würfeln, Tomaten würfeln und beides unter den Pörkölt-Ansatz rühren. Mit Brühe auffüllen, Knochen zugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze 2 Stunden leise simmernd schmoren, dabei ab und zu umrühren. Mit Salz würzen.

Sauergemüse klein schneiden, saure Sahne mit etwa sMilch cremig rühren und salzen, Dill zupfen. Knochen und Lorbeer entfernen und das Pörkölt mit Sauergemüse, saurer Sahne und Dill anrichten.

Egésusédre! Hier schmeckt der Rotwein, mit dem auch gekocht wurde, bestenfalls ein Kékfrankos (Blaufränkisch) aus der ungarischen Weinregion Balaton (Plattensee) oder ein leichter, junger Spätburgunder. In jedem Fall darf auch Rotwein leicht gekühlt sein, 16–18 Grad ist ein guter Richtwert.

Alkoholfrei: pikanter Tomatensaft oder ein mit Wasser leicht verdünnter und subtil gesalzener Trinkjoghurt (z.B. Ayran).

 

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Hummus-Stulle mit Dukkah

© Daniela Haug/Brandstätter Verlag

 Quelle: Stevan Paul: Blaue Stunde

Rezepte, die den Abend feiern. Tapas, Antipasti, Mezze, Ceviche & Apéro

Fotos: Daniela Haug

Brandstätter Verlag

Preis: 36,– €

Cremiger Hummus + geniales Dukkah +essigwürzige milde Zwiebeln + pfeffrige Rauke + süße eingelegte Paprika = beste Stulle ever. We love Stevan, we love Amerstam!

Diese grandiose Stulle aß ich nicht in Casablanca, sondern im The Breakfast Club in Amsterdam: cremiger Hummus mit eingelegten Paprika und Essigzwiebeln auf Brot, bestreut mit knusprig-würzigem Dukkah – einer nordafrikanischen Nuss-Gewürzmischung, die süchtig macht und eigentlich zu allem passt. Zu diesen Broten besonders gut!

So geht’s für 6–8 Stullen):

Für den Humus:

1 Dose Kichererbsen (425 g EW) abgießen, abtropfen lassen und mit 200 g Tahin (Sesampaste), 1–2 EL Zitronensaft, ½ Knoblauchzehe und 2–4 EL Wasser im Mixer cremig pürieren. Humus mit Salz und Piment d’Espelette (wahlweise Cayennepfeffer) mild abschmecken.

Für das Dukkah:

1 EL Fenchelsaat, 1 EL Koriandersaat, ½ TL Kreuzkümmel, 1 TL schwarze Pfefferkörner, 1 EL geröstete Sesamsaat und 1 TL schwarze Sesamsaat im Mörser fein zerreiben. 80 g geröstete gesalzene Erdnüsse zugeben und weiter mörsern, bis ein feines Gewürz entstanden ist.

Zum Anrichten:

1 rote Zwiebel pellen, halbieren, in Streifen schneiden und mit 1 TL Rotweinessig und Salz würzen. Eingelegte Paprika (S. 74) abtropfen, 1 Handvoll Rauke waschen und trocken schleudern. 6–8 Scheiben Brot mit Hummus bestreichen, mit Paprika, Essig-Zwiebeln und Rauke belegen, mit Dukkah bestreuen und servieren.

Basaha: Frische Minze im Teeglas mit heißem Wasser übergießen, wer mag, süßt mit Honig oder braunem Zucker.

Musik: Auf ihrem Debüt-Album „Soul of Morocco“ (2013) verwebt die stimmstarke Sängerin Oum traditionelle Klänge ihrer Heimat Marokko mit viel Jazz – elegant!

Geröstete Macadamia mit Sichimi Togarashi

 Quelle: Stevan Paul: Blaue Stunde

Rezepte, die den Abend feiern. Tapas, Antipasti, Mezze, Ceviche & Apéro

Fotos: Daniela Haug

Brandstätter Verlag

Preis: 36,– €

Die Symbiose aus mild-süßen Nüssen und Säure und Schärfe, einfach großartig. Die Dinger waren in Windeseile verputzt!

Australier lieben Nüsse und Königinist die australische Macadamia-Nuss.Knackig und doch zart, buttrig-nussig im Geschmack – und schwer zu knacken. Das alles rechtfertigt den Preis der Edel-Nuss, die hier noch mit der japanischen „Sieben-Gewürz-Chilipfeffer“-Mischung SichimiTogar ashi verfeinert und geschärft wird: Hauptaromen sind Chili, Sansho-Pfefferund Mandarinenschale, Mohn, Sesamsaatund Aonori-Alge. Erhältlich ist die Gewürzmischung bei uns im Asialaden und dem Asia-Regal im gut sortierten Supermarkt. Wer keine Gewürzmischung bekommt, würzt nach Geschmackmit schwarzem Pfeffer aus der Mühle, Chiliflocken und etwas fein abgeriebener Orangen- oder Mandarinenschale.

So geht’s (für 275 g Nussmischung):

Ofen auf 180 Grad vorheizen.

1 Eiweiß mit etwas Salz und einer Prise Zucker steif schlagen. 125 g Macadamia-Nüsse mit 150 g Cashew-Kernen und dem feinen Abrieb und Saft von ½ Limette zum Eiweiß geben, dazu ca. 1 TL Sichimi Togarashi (Vorsicht, scharf!). Alles mischen und die gewürzten Nüsse in einem Sieb abtropfen lassen.

Auf einem Blech mit Backpapier verteilen und im heißen Ofen 6 Minuten antrocknen lassen.

Papier entfernen und die Nüsse auf dem blanken Blech weitere 6 Minuten rösten, sodass sie rundum braun werden.

Nüsse komplett auskühlen lassen, erst dann haben sie den „Röstknack“. Funktioniert auch mit anderen Nüssen und Kernen wie Haselnüssen, Walnüssen oder Mandeln.

Musik: Aus dem benachbarten Neuseeland kommen Fat Freddy’s Drop, deren Mischung aus Roots-Reggae und Dub mit Elementen aus Soul, Jazz, Funk und einer Prise Electro jede Blaue Stunde adelt. Reinhören: Album „Black Bird“ (2013).

Bottom up! Neue Lieblings-Barfood-Nussmischung zu einfach allem! Richtig, richtig gut allerdings

zu Sherry in Fino-, Amontillado- oder Olorosso-Qualität.

Stevan Paul: Blaue Stunde

Rezepte, die den Abend feiern. Tapas, Antipasti, Mezze, Ceviche & Apéro

Fotos: Daniela Haug

Brandstätter Verlag

Preis: 36,– €

Bar-Food ist das neue Street-Food

Worum geht’s?

oder endlich Feierabend, der zum gemeinsamen Genießen einlädt!

Lt. Wikipedia bezieht sich der Begriff „Blaue Stunde“ auf die besondere Färbung des Himmels während der Zeit der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit, während sich die Sonne etwa 4 bis 8 Grad unterhalb des Horizontes befindet. So weit zu den wissenschaftlichen Parametern eines Synonyms, das wir mit einer Zeit der Entspannung nach einem langen Tag im Büro verbinden. Diese Momente einfach nur allein auf der Couch zu verbringe, wär extrem schade. Findet auch Stevan Paul und liefert in seinem neuen Kochbuch viele leckere und unkomplizierte Ideen um diese besondere Zeit des Tages. wenn überall die Lichter angehen und der Lärm in den Städten leiser wird und Lachen und Gläserklingen an dessen Stelle tritt, auch kulinarisch zu feiern Ein solcher Abend kann unmöglich ohne die passende musikalische Untermalung anfangen,  deshalb hat der Hamburger praktischerweise auch schon mal die Mucke aufgedreht.

Wer sind die Autoren?

© Daniela Haug/Brandstätter Verlag

Autor und Foodjournalist Stevan Paul folgt in diesem Buch dem Lauf der untergehenden Sonne einmal rund um die Welt. Sein Lieblingsdrink zur Blauen Stunde ist der Port Tonic von Seite 222. Bei Brandstätter erschienen ebenfalls sein Streetfood-Bestseller „Auf die Hand“, das innovative Outdoor-Kochbuch „Open Air“ sowie das erste Kochbuch zum Trendthema Craftbeer.

Die Arbeit an diesem Buch führte Daniela Haug auf eine fotografische Reise durch die Blauen Stunden von Padua bis San Francisco. Dabei entdeckte sie in Lissabon nicht nur ihre Liebe zu Pastèis de Nata wieder (S. 192), sondern auch ihren neuen Lieblingsplatz am Ponto Final. Die leidenschaftliche Fotografin für People, Food und Reisen arbeitet international für Verlage, Agenturen und Unternehmen.

Wie sieht es aus?       

Es ist ein „blaues Wunder“ mit Goldprägung und Goldschnitt geworden. Der Wiener Verlag versteht sich nicht nur als Trendsetter, sondern bei Brandstätter versucht man stets, aus jedem Buch auch optisch ein Erlebnis zu machen. Wichtig, sehr wichtig finde ich, denn nur so kann man Menschen vermitteln, ein Buch  kann Dich genauso glücklich machen, wie ein neues paar Schuhe, die neue Handtasche des Luxuslabels oder Deine extrabreiten Autofelgen. Berühr, es fass es an und freue Dich wie wunderbar das Buch sich anfühlt, glatt wie ein Kinderpopo und mit einem Buchschnitt der schimmert und blinkt, wie die Sonne.

Was ist drin?

 oder sharing ist das neue Dinner!

 Die sich in vielen Ländern etablierte Barfood-Kultur, nimmt immer mehr Platz auch bei uns zu Hause ein und führt Familien und Freunde zur blauen Stunde zusammen. Zu den feierabendlichen Drinks lassen sich kleine Köstlichkeiten perfekt gemeinsam genießen.

In vielen Ländern der Erde gehört Barfood-Kultur zum kulinarischen Erbe: Italiener haben ihre Cicchetti, Spanier ihre Tapas und die Mittelmeer-Anrainer und die Araber zelebrieren in entspannter Runde ihre Mezze-Vielfalt, während die Briten locker an der Theke ihres Pubs lehnen und vom Autor mit Haggis Meatballs und  Steak-Pie verwöhnt werden.

Beam me up Stevan……

Dem Sonnenlauf folgend genießen wir eingeladen von Stevan Paul entspannte Momente bei einer kulinarischen Reise rund um die ganze Welt, mit appetitlichen Häppchen, Kleinig- und Köstlichkeiten, die uns in Lichtgeschwindigkeit mit „Oka i’a Fischsalat“ nach Samoa beamen oder uns „gemischte Yakitori“ (gegrillte Hähnchenspieße) aus Japan genießen lassen. Uns mit „Paneer Cigar Rolls“ aus Indien, „Lachs-Ceviche“ aus „Brasilien und Enchiladas mit Hühnchen und Chorizo“ als höchst leckerstes Soul-Food versorgen.

Tradition und Moderne treffen sich gerne zur Blauen Stunde, die neue Feierabendküche ist unkompliziert, einfach und hammerlecker und passt perfekt, um die schönste Zeit des Tages mit netten Menschen zu verbringen und sich gemeinsam ein paar Happen zu teilen. Der Abend gehört uns und bei der der Erinnerung an die Köstlichkeiten vom Vorabend klappt es mit dem Aufstehen am nächsten Morgen gleich viel besser.

Probiert und verputzt:

Geröstete Macadamia mit Sichimi Togarashi

Die Symbiose aus mild-süßen Nüssen und Säure und Schärfe, einfach großartig. Die Dinger waren in Windeseile verputzt!

 

Das zarteste Pörkelt der Welt

Ein butterzarter Soulfood-Traum, der die Familie begeisterte. Sogar die Schwiegermutter hat nach dem Rezept gefragt………

 

Hummus-Stulle mit Dukkah

Cremiger Hummus + geniales würziges Dukkah + essigwürzige milde Zwiebeln + pfeffrige Rauke + süße eingelegte Parika = beste Stulle ever. We love Stevan, we love Amerstam!

Unkomplizierte Rezepte aus aller Welt zum gemeinsamen genießen

 Fazit: Stevan Paul ist ein spannender Querschnitt gelungen, er serviert Soulfood vom Feinsten das er sich auf der ganzen Welt abgeschaut hat. Paul ist zudem ein wunderbarer Gastgeber, der seine Gäste nie allein am Tisch sitzen lässt und es versteht, diese vortrefflich zu unterhalten und mit Einblicken zu versorgen. Wenn er mir beschreibt wie effizient und unaufgeregt Köche in Japan in der Küche agieren, habe ich fast das Gefühl ich wäre selbst dort gewesen. Er versteht es uns mitzunehmen, weil er sehr authentisch und persönlich von seinen Reisen und Erlebnissen berichtet. Außerdem sorgt er für super Stimmung am Tisch, weil er immer die passende Mucke dazu auflegt.

Sein außergewöhnliches Talent als Rezept-Entwickler ist dafür verantwortlich, dass alles richtig lecker schmeckt und sehr unkompliziert funktioniert. Ihm ist ein Buch gelungen, das viele anspricht, die gerne gut essen und unkompliziert genießen wollen. Mir gefällt es außerordentlich gut, weil der Funke, den ein solches Kochbuch zu einem sehr einladenden Kochbuch macht, nur überspringt, wenn sich ein Autor persönlich einbringt und erkennbar macht, es geht um Erlebnisse und die kann er herrlich einfach und alltagstauglich so dass sie auch in der heimischen Küche unglaublich Spaß machen!  Es gibt jede Menge auf die Hand oder zum wohlig über den Bauch streichen, dass mit Twist und Händchen serviert wird.

Heute Abend wird weiter gefeiert schaut einfach noch mal vorbei!

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Lamm-Rote-Bete-Süßkartoffel-Salat mit Fetacreme

©Tam West

 Quelle: Chelsa Winter: Eat

Fotos: Tam West

Ars Vivendi Verlag

Preis: 26,–

Soul-Food, wie wir das lieben. Auch die Gäste am Tisch waren hin und weg! Besser geht es nicht. Was mir auch bei diesem Rezept wieder auffällt jeder Zubereitungsschritt sitzt, es wird nichts ausgelassen oder vorausgesetzt. Welche Wohltat, dass das diese Autorin hier ihren Schwerpunkt setzt. Endlich mal wieder ein Kochbuch, wo wirklich alles passt!

Dieser Salat kommt im Winter wie im Sommer gut an, denn er ist ziemlich anspruchslos und kann warm oder kalt serviert werden. Ihr könnt auch Lammsteaks verwenden und euch das Garen im Ofen sparen, sondern das Fleisch einfach nur in der Pfanne braten. Oder nehmt Reste vom letzten Lammbraten. Anstelle von Süßkartoffeln könnt ihr auch Kürbis verwenden

Zutaten (für 5 – 6 Portionen):

2 mittlere Rote Beten

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

3 Zweige Rosmarin, Nadeln abgezupft und gehackt

4 mittlere Süßkartoffeln, geschält und in 4 cm große Stücke geschnitten

3 rote Zwiebeln, in Spalten geschnitten

2 Knoblauchknollen im Ganzen

60 ml natives Olivenöl extra, plus mehr zum Beträufeln

400 g Lammrücken, Haut und Fett entfernt
neutrales Pflanzenöl (z. B. Raps-, Traubenkern- oder Kokosöl) zum Braten

250 g grüne Bohnen, in Stücke geschnitten

Zitronensaft

½ kleines Bund Minze,

Petersilie, Koriandergrün oder Schnittlauch, frisch gehackt

Fetacreme

100 g Feta, zerkrümelt

250 g Naturjoghurt oder griechischer Joghurt

2 EL frisch gehackte Minzeblättchen

1 EL Dijonsenf

2 TL Honig

1 TL frisch gepresster Zitronensaft

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Das obere und untere Ende der Roten Beten abschneiden, die Knollen halbieren und auf ein großes Stück Alufolie legen. Mit Olivenöl beträufeln, salzen, pfeffern und ein wenig Rosmarin zwischen den Beten verteilen. Die Alufolie darüber verschließen. Süßkartoffeln, Zwiebeln, Knoblauchknollen, restlichen Rosmarin und Olivenöl auf ein Backblech geben. Salzen, pfeffern, alle Zutaten gut mischen. Rote-Bete-Päckchen ebenfalls auf das Blech legen und das Ganze im vorgeheizten Ofen 1 Stunde backen. Anschließend herausnehmen und beiseitestellen. Ofentemperatur auf 220 °C (Umluft) erhöhen.

Das Lammfleisch 30 Minuten vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen und rundherum großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Pfanne auf hoher Stufe erhitzen. Sobald sie sehr heiß ist, 1 EL neutrales Öl zufügen und das Lammfleisch anbraten, bis es rundherum schön gebräunt ist. Das Fleisch auf ein Bratenblech legen und im heißen Ofen 10 Minuten garen (für die Garstufe medium-rare). Dann herausnehmen, locker mit Alufolie abdecken und mindestens 10 Minuten ruhen lassen. Für die Fetacreme alle Zutaten in einer Schüssel glatt rühren. Die Hälfte der gerösteten Knoblauchzehen aus ihrer Haut drücken und untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Garen der Bohnen die Pfanne kurz ausspülen und mit 80 ml Wasser füllen, dann auf hoher Stufe zum Kochen bringen. Die Bohnen hineingeben und unter gelegentlichem Wenden köcheln lassen, bis sie eine leuchtend grüne Farbe haben und bissfest sind. Damit die Bohnen das intensive Grün behalten, sofort nach dem Abgießen in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser abschrecken. Die Bohnen mit Süßkartoffeln, Zwiebeln und den restlichen, aus ihrer Haut gepressten Knoblauchzehen in eine Schüssel füllen.

Die Roten Beten aus der Alufolie nehmen, sobald sie ausreichend abgekühlt sind, die Schalen abreiben und den Rosmarin entfernen, dann in feine Scheiben schneiden und kurz vor dem Servieren unter die anderen Zutaten für den Salat heben.

Das Lammfleisch in Scheiben schneiden und auf dem Salat arrangieren. Etwas natives Olivenöl extra und Zitronensaft darüberträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und mit frischen Kräutern bestreuen. Ein paar Tupfen Fetacreme auf dem Salat verteilen und den Rest am Tisch dazureichen, damit sich jeder selbst bedienen kann.

Chelseas Tipp: Falls ihr noch altbackenes Weißbrot rumliegen habt, könnt ihr es in kleine Stückchen reißen und diese in 60 ml nativem Olivenöl extra goldbraun und knusprig braten. Diese Croutons als Garnitur verwenden.

 Arbeitszeit: 20 Min

Garzeit: 1 ½ Std, plus10 Min Ruhen

Reis mit Berberitzen-Huhn

© Elissavet Patrikiou

Quelle: Elissavet Patrikiou/Michalis Pantelouris: Gastfreundschaft

Hölker Verlag

Preis: 29,95 €

(Sereshk polo ba morgh)

Ein Rezept der persisch-stämmigen Jasmin, die eigentlich Konditorin ist und Elissavet und ein paar Freunde mit leckeren persischen Spezialitäten in einem verwunschenen Hinterhof in Hamburg-Ottensen verwöhnt hat.

Lecker simpel und so einfach. Bei der Zuckermenge habe ich erst gestutzt, die säuerliche Note der Berberitzen kann die aber gut vertragen.

Zutaten (für 4 Personen):

1 große Zwiebel

Rapsöl

1 TL gemahlene Kurkuma

1 ganzes Huhn oder 4 Hähnchenkeulen

½ TL gemahlener Safran

3 Lorbeerblätter

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

600 g Basmatireis

250 g Berberitzen

2 EL Butter

2–3 EL Zucker

¼ TL Zimt

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und vierteln. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anbraten. Mit Kurkuma bestreuen und die Hähnchenteile darauflegen. Den Safran in einem Mörser fein mahlen und mit ca. 2 Esslöffeln heißem Wasser verrühren. Diese Mischung zum Huhn gießen; die Lorbeeblätter zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 5 Minuten stark anbraten.

1 Tasse kochendes Wasser angießen, die Hitze reduzieren und alles gut 1 Stunde köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Basmatireis sehr gut waschen und in der doppelten Menge Wasser mit 1 Esslöffel Salz kochen (bei mir ein gestrichener Löffel). Wenn das Wasser verdampft ist, die Hitze stark reduzieren und bei geschlossenem Deckel weiterdämpfen, bis der Reis gar ist.

Die Berberitzen verlesen. Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und die Berberitzen darin kurz mit dem Zucker karamellisieren. Mit 3 Esslöffeln Bratflüssigkeit des Schmorhuhns ablöschen und den Zimt aufstreuen. Den fertigen Reis mit dem Huhn und den Berberitzen auf einer Platte anrichten und servieren.

Chana Masala

© Clare Winfield

Quelle: Ella Mills (Woodward): Deliciously Ella mit Freunden

Gesunde Rezepte zum gemeinsamen Genießen

Berlin Verlag

Preis: 22,– €

Wirklich prima mit dem Aloo Gobi , gerne mal wieder in dieser Kombination! Allerdings sollten für meinen Geschmack, die Curryblätter unbedingt sein, gibt es getrocknet im indischen Laden, frisch bekommt man diese nur sehr schwer.

Liebt Ihr indisches Essen? Probiert mal dieses köstliche Gericht, gespickt mit unglaublichen Gewürzen, die die Kichererbsen so richtig aufpeppen. Ich koche oft Lauch und Spinat dazu, dadurch bekomme ich eine extra Gemüseration und eine weitere tolle Geschmacksnote. Außerdem sieht das Spinatgrün richtig gut zu diesem Essen aus. Ich serviere das Gericht gern mit Aloo Gobi und Kokosreis (Seite 130 und 133), und darauf kommt noch ein großzügiger Klacks Kokosjoghurt.

Zutaten (für 6 Personen):

5 ELOlivenöl

6 Curryblätter oder 1 TL Currypulver

1 Lauchstange, fein geschnitten

½ TL Kurkuma, gemahlen

2 EL Kreuzkümmel, gemahlen

2 EL Koriander, gemahlen

2 EL Garam Masala (Gewürzmischung)

1 TL Chilipulver

1 Zwiebel, fein gehackt

2,5 cm Ingwerwurzel, fein gerieben

5 Knoblauchzehen, gerieben

2 Dosen gestückelte Tomaten (je 400 g)

2 EL Tomatenmark

2 grüne Chilis, längs geteilt

Salz und Pfeffer

2 Dosen Kichererbsen (je 400 g), abgegossen und gespült

250 g junger Spinat

Saft von ½ Zitrone

frische Korianderblätter zum Anrichten

Zubereitung:

Öl in einem großen Topf erhitzen und die Curryblätter hineingeben, falls ihr welche verwendet. Ein paar Minuten darin andünsten, damit sich ihr Geschmack entfalten kann, dann den Lauch dazugeben und umrühren.

Jetzt die trockenen Gewürze dazugeben – auch das Currypulver, falls ihr keine Curryblätter verwendet – und unter Rühren alles mit dem Lauch vermengen. Nach ein paar Minuten Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch zufügen und je nach Bedarf noch 1 bis 2 ELWasser, damit nichts am Topfboden anhängt. Ein paar Minuten köcheln lassen, dann die  Dosentomaten, Tomatenmark, grüne Chilis, reichlich Salz und  Pfeffer dazugeben.Die Tomatendosen mit ein wenig Wasser ausschwenken, um den restlichen Tomatensaft zu lösen, und ebenfalls dazugeben. Alles 20 Minuten garen.

Die Kichererbsen zur Tomatenpfanne geben und alles weitere 10 Minuten garen.

Den Spinat unterheben und so lange rühren, bis er zusammenfällt. Vom Herd nehmen, ein wenig abkühlen lassen, dann den Zitronensaft unterrühren und das Chana Masala auf flache Schalen verteilen. Mit Korianderblättern bestreut servieren.

Top-Tipp: Bereitet ein bisschen mehr Chana Masala zu, damit etwas übrig bleibt. Currygerichte schmecken am nächsten Tag sogar noch besser, weil sich die Gewürze dann richtig entfaltet haben. Es lohnt sich, etwas für die Lunchbox aufzuheben.