Limetten-Piment-Panir & mit Mango Chili-Salsa

© Hölker Verlag, Foto: Kris Kirkham

Quelle: Sabrina Ghayour: Vegetariana

Gemüserezepte aus den Küchen Persiens

Fotos: Kris Kirkham

Hölker Verlag

Preis: 28,– €

Panir ist eigentlich ein langweiliger Zeitgenosse, hier hat er seine würzige Meisterin gefunden, wir fanden es großartig und ebenfalls optisch das reinste Vergnügen. P:S. Wer schwarze Senfsamen nicht bekommt, kann auf braune ausweichen, die es in jedem Asia-Laden gibt. P.S. Ich war mal wieder mit einer Pfanne unterwegs und habe statt Knoblauch-Granulat frisch durch gepressten Knoblauch verwendet….

Was ich an indischem Panir liebe, ist die Tatsache, dass er nicht so leicht zerläuft, sich also perfekt als Basis für Marinaden und Gewürze eignet. Für dieses Rezept habe ich Piment gewählt – ein viel zu wenig benutztes und irgendwie missverstandenes Gewürz. Der englische Name „allspice“ beschreibt seine Eigenschaften perfekt. Denn Piment zeichnet sich durch eine Vielfalt an Aromen aus, die einer Mischung vieler (oder „aller“) Gewürze ähnelt. Als Gewürz-Fan faszinieren mich solche Kleinigkeiten! Die Pimentaromen harmonieren toll mit dem Panir und der herrlichen Mango-Salsa.

Zutaten (für 2 – 4 Personen):

250 g Panir (indischer Frischkäse), in

12 gleich große Würfel geschnitten

Für die Marinade

fein abgeriebene Schale von

1 Bio-Limette

1 TL Pimentkörner, im Mörser fein

zerstoßen

1 TL Knoblauchgranulat

2 EL Olivenöl

1 TL getrockneter wilder Thymian (oder

gewöhnlicher Thymian)

reichlich Meersalzflocken

Für die Mango-Chili-Salsa

1 TL schwarze Senfkörner

1 TL Koriandersamen

1 reife Mango, geschält, entkernt und

fein gewürfelt

1 große rote Chilischote, Samen

entfernt und fein gehackt

½ rote Zwiebel, sehr fein gehackt

Saft von ½ Limette

1 EL Olivenöl

½ kleines Bund (ca. 15 g) frischer

Koriander, fein gehackt

Meersalzflocken und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Zutaten für die Marinade in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Panirwürfel zusammen mit der Marinade in einen Frischhaltebeutel geben. Den Beutel dicht verschließen und die Marinade sorgfältig in die Würfel einreiben, damit diese überall gut benetzt sind. Zum Marinieren 30 Minuten beiseitestellen.

In der Zwischenzeit die Mango-Chili-Salsa zubereiten. Die Senfkörner und Koriandersamen in einer trockenen Pfanne auf mittlerer Stufe 2 Minuten rösten, bis sie zu duften beginnen. Von der Herdplatte nehmen, dann im Mörser zerstoßen.

Die restlichen Zutaten für die Salsa in eine Servierschüssel geben, die zerstoßenen Samen zugeben und gut mischen. Nach Belieben würzen und beiseitestellen.

Einen großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Den Panir samt Marinade hineingeben und ca. 1 Minute auf jeder Seite anbraten, bis der Käse schön goldbraun ist. Mit Mango-Chili-Salsa garnieren und sofort servieren.

Kuku mit Auberginen und karamellisierten Zwiebeln

© Hölker Verlag, Foto: Kris Kirkham

Normalerweise bin ich gegen das Frittieren von Auberginen hier fanden wir es aber geschmacklich klasse. Wenn dann noch die langsam geschmorten Zwiebeln dazu kommen, gerät man ins Schwärmen auch wenn die Kalorien-Bilanz Ausschläge aufweist, die nicht ohne sind – in jedem Fall gerne wieder!  P.S. Die Zwiebeln habe ich in einer Bratpfanne geschmort.

Quelle: Sabrina Ghayour: Vegetariana

Gemüserezepte aus den Küchen Persiens

Fotos: Kris Kirkham

Hölker Verlag

Preis: 28,– €

Iraner sind Fans von Kuku, einer Art Frittata. Es gibt vier klassische Versionen, eine davon mit Auberginen. Diesem Rezept füge ich meine ganz eigene Note in Form von karamellisierten Zwiebeln und Petersilie hinzu. Wenn Sie daraus eine vollständige Mahlzeit machen wollen, servieren Sie das Gericht mit Feta und Brot.

Zutaten (für 10 Personen):

1 großzügige Prise Safranfäden bester

Qualität, im Mörser zu einem Pulver zerstoßen

3 EL kochendes Wasser

Pflanzenöl zum Braten

4 große Auberginen, in Würfel mit

2,5 cm Seitenlänge geschnitten

3 große Zwiebeln, halbiert und in dünne

Scheiben geschnitten

10 große Eier

2 EL griechischer Joghurt

2 EL Mehl

2 TL Backpulver

1 kleines Bund (ca. 30 g) glatte

Petersilie, fein gehackt

Meersalzflocken und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Das Safranpulver in ein kleines Gefäß geben und mit kochendem Wasser übergießen. Ziehen lassen, bis die Flüssigkeit abgekühlt ist. 2 Tabletts mit einer doppelten Lage Küchenpapier auslegen. Einen großen Topf bis zu einer Höhe von 2,5 cm mit Pflanzenöl füllen, auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen und die Hälfte der Auberginenwürfel hineingeben. Einige Minuten ohne Rühren anbraten, bis die Auberginen braun und gar sind. Mit einem Schaumlöffel aus dem Topf heben und auf einem der mit Küchenpapier ausgelegten Tabletts abtropfen lassen. Mit einer weiteren Lage Küchenpapier belegen, um das überschüssige Öl aufzunehmen. Mit der zweiten Hälfte der Auberginenwürfel genauso verfahren. Die gegarten Auberginen beiseitestellen und auskühlen lassen.

Einen weiteren großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen und so viel Öl hineingießen, dass der Boden des Topfes bedeckt ist. Sobald das Öl heiß genug ist, die Zwiebeln zufügen und etwa 30 Minuten unter gelegentlichem Rühren anschwitzen, bis sie weich sind, jedoch nicht braun. Dieser Vorgang erfordert ein wenig Geduld, doch der Geschmack lohnt die Mühe. Die Zwiebeln mit einem Schaumlöffel aus dem Topf auf das zweite mit Küchenpapier ausgelegte Tablett heben. Abkühlen lassen. Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen. Ein großes Backblech oder eine ofenfeste Form mit den Maßen ca. 26 x 20 cm mit Backpapier auslegen.

Die Eier in einer großen Rührschüssel verquirlen. Safranlösung, Joghurt, Mehl und Backpulver zugeben und gut verrühren. Die abgekühlten Zwiebeln und Auberginen sowie die Petersilie unterheben, dann großzügig mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut vermischen. Die Mischung auf das Backblech oder in die Form gießen. 30 Minuten backen (nach 25 Minuten überprüfen) oder so lange, bis die Oberfläche einen Goldton aufweist und beginnt anzubräunen. Ein Messer, das in die Mitte hineingestochen wird, sollte ohne Reste von rohem Ei wieder zum Vorschein kommen. Leicht abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden. Mit gemischtem Salat servieren.

 

Rote Linsen-Suppe mit Karotten und Fenchel-Samen & Labneh und Sesamöl

© Hölker Verlag, Foto: Kris Kirkham

Schlicht einfach und wohltuend lecker an einem grauen Novembertag!

Quelle: Sabrina Ghayour: Vegetariana

Gemüserezepte aus den Küchen Persiens

Fotos: Kris Kirkham

Hölker Verlag

Preis: 28,– €

Ich gebe zu, wenn es um Suppen geht, werde ich pingelig. Eine Suppe sollte mehr als nur Wärme bieten – ich mag vielschichtige Aromen und unterschiedliche Texturen. Es ist einfach, Suppen als schlichtes oder einfaches Essen abzutun, wenn doch die besten Suppen mit viel Bedacht zusammengestellt wurden. Allerdings müssen gute Suppen nicht kompliziert, teuer oder aufwendig sein. Ich bin der Ansicht, dass die besten Dinge im Leben mit größtmöglicher Leichtigkeit zustande kommen. Diese Suppe ist einfach zuzubereiten und schmeckt unfassbar gut.

Zutaten (für 4 Personen):

2 TL Fenchelsamen

Pflanzenöl oder Ghee (geklärte Butter,

alternativ Butterschmalz)

50 g frische Ingwerwurzel, geschält und

fein gehackt oder gerieben

1 Zwiebel, gewürfelt

500 g Karotten, geschält und in grobe

Stücke geschnitten

2 große Knoblauchzehen, grob gehackt

1 TL Kurkuma

2 l kochendes Wasser

Saft von ½ Zitrone (ca. 2 EL)

150 g ungekochte rote Linsen

4 EL Labneh (libanesischer Frischkäse)

oder griechischer Joghurt

4 TL Sesamöl

Meersalzflocken und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

einige Prisen Pul Biber (türkische

Paprikaflocken) zum Garnieren

Zubereitung:

Die Fenchelsamen in einem großen trockenen Topf 2 Minuten auf mittlerer Stufe rösten, dann ein wenig Pflanzenöl oder Ghee mitsamt dem Ingwer und den Zwiebeln zugeben. Anschwitzen, bis die Zwiebeln anfangen, weich zu werden, ohne dass sie jedoch anbräunen. Die Karotten ebenfalls zugeben und unter ständigem Rühren anbraten, bis die Ränder anfangen, weich zu werden.

Jetzt Knoblauch, Kurkuma und eine großzügige Menge Salz und Pfeffer zufügen und gut verrühren. Das kochende Wasser zugießen, die Temperatur erhöhen, bis die Flüssigkeit zu simmern anfängt, und ohne Deckel 45 Minuten sanft köcheln. Leicht abkühlen lassen, dann mit einem Stabmixer pürieren. Suppe abschmecken und den Zitronensaft einrühren.

Den Topfinhalt bei mittlerer Hitze erwärmen und die roten Linsen unterrühren. 30–40 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. Erscheint die Suppe zu dick, die Hälfte davon mit dem Stabmixer glatt pürieren.  Auf 4 Schüsseln verteilen. Je einen Klecks Labneh daraufgeben und mit je einem Teelöffel Sesamöl beträufeln. Mit ein wenig Pul Biber bestreuen und servieren.

Sabrina Ghayour: Vegetariana

Sabrina Ghayour: Vegetariana

Gemüserezepte aus den Küchen Persiens

Fotos: Kris Kirkham

Hölker Verlag

Preis: 28,– €

Vegetarisch ist das neue Vegan……

Vor dem Hype ist nach dem Hype und langsam dämmert es vielen…. Wir können und müssen für die Erhaltung unseres Planeten und das nimmt wirklich keinen aus und hat auch nicht mehr nur was mit Weltverbessern zu tun – oder nicht mehr ins Flugzeug steigen, tatsächlich selbst Gewohnheiten und Vorlieben ändern. Die Klimakiller schweben oder donnern nicht nur über uns weg, sondern diese stehen ebenfalls auf idyllischen Wiesen herum und schauen wiederkäuend verträumt in die Landschaft. Während eine reine vegane Ernährung immer noch eine ethische Frage ist, ist eine vegetarische Ernährung sinnvoll und wünschenswert, auch wenn es sich nur um ein paar Tage in der Woche handeln sollte. Wer es mit Pfiff und aromatischen Überraschung angehen möchte, der schaut sich wie ich vielleicht das neue Kochbuch von Sabrina Ghayour an…..

Wer ist die Autorin?

Sabrina Ghayour, geboren im Iran, ist so etwas wie die inoffizielle Botschafterin der persischen Küche im Westen. Ob Blog, Supperclub, Pop-up-Restaurants, Kochkurse oder -shows – mit ihren orientalischen Gerichten sorgt sie allseits für große Begeisterung. Mit ihrem weltweit erfolgreichen Kochbuch „Persiana“ gewann sie in England den „Observer Food Monthly Award“ als „Best New Cookbook 2014“.

Was ist drin?

 

 Sie liebt Halloumi, Pul-Biber, Salz-Zitronen, Granatapfelsirup und Za’atar ……

Es liegt vor mir das insgesamt 4 Buch von der in London aufgewachsenen Perserin und gleichzeitig ihr erstes rein vegetarisches Kochbuch. Nach eigenem Bekunden ist dieses für die bekennende Fleisch-Esserin eine Hommage an ihre Neffen. Eigentlich hat diese jedoch auch in ihren anderen Kochbüchern immer mal sehr gerne vegetarisch gekocht, in diesem jedoch bekommt vegetarische Essen endlich die Hauptrolle zugewiesen.

Bis auf „Persiana“, das ist Sabrianas erstes rein persisches Kochbuch, gewesen hat diese immer ihre ganz eigene Vorstellung von köstlicher Fusion-Küche gehabt und diese nicht geographisch verortet, sondern Zutaten verwendet, die einem Gericht eine interessante Note verleihen oder wie im Fall von Halloumi, sich als Träger-Substanz für interessante Würzungen (Kreuzkümmel, Koriander, Sumach und Za’atar) bestens eigenen. Dieser nach wie vor sehr ausgeprägten Liebe dazu wird die Londonerin z. B. mit Rezepten wie Halloumi auf Fladenbrot und Salzzitronen-Berberitzen-Salsa, Kartoffel-Ricotta-Kräuterklößen mit Walnüssen und Pul-Biber-Butter und gerösteten Paprika-Schoten mit Granatapfel-Vinaigrette sehr lecker gerecht.

Flavour wo hin man schmeckt und das erstaunlich alltagstauglich

Angenehm auch ihre Haltung, sich auf ein paar Lieblings-Zutaten und Gewürze zu beschränken, damit bleibt der Stress für Speisekammer, Gewürzschrank aus und wir Nachkocher sind sicher, dass daraus kein Friedhof für vergessene und vernachlässigte Gewürze wird. Dosen-Produkte in bester Qualität sind ebenfalls gern gesehene Gäste in der Küche von Ms. Ghayour und sparen Zeit und Arbeit für vielbeschäftigte Alltagskocher mit einem ganz normalem Leben.

Mit einer überschaubaren Anzahl von Gewürzen, die immer wieder zu Einsatz kommen, wird immer wieder neu und mit viel Flavour (z. B. gefüllte Karotffelschalen mit Feta & Frühlingszwiebeln – ich liebe Schwarzkümmel als Gewürz + Würzige Gemüsesticks mit Kurkuma-Kreuzkümmel-Hummus) gekocht.

Von Teheran ans Mittelmeer und dann weiter nach London

In diesem Buch präsentiert Sabrina Ghayour ihre Ideen als leichte Happen & Vorspeisen, Köstliches mit Eiern & Milchprodukten, Suppen & Eintöpfe, Pies, Brote & Pasteten, Salate für alle Jahreszeiten, himmlische Hauptmahlzeiten, gutes aus der Vorratskammer, Beilagen für Genießer und süße Versuchungen. Sie bedient sich dabei geschmackstechnisch nicht nur im Nahen Osten und am Mittelmeer, sondern manchmal wird es klassisch britisch mit Aroma-Boost (z. B. Kartoffel-Frühlingszwiebel-Pasteten mit Ziegenkäse, Kartoffelsticks, Kartoffelchips mit Gewürzsalz und Limette, schottische Eier mit würzigen Bohnen, weltbeste Toasts). Außerdem wird es in diesem spannenden vegetarischen Fusion-Kochbuch aromatisch wieder deutlich mehr persisch (z. B. gibt es diverse Kuku-Rezepte, Karotten-Halloumi-Bällchen mit Dill, Kichererbsen-Kufteh mit Tahini-Sauce, Reis-Gemüse-Aash mit Puy-Linsen und einen Erbsen-Dill-Knoblauchreis).

Sie kann nicht nur lecker, sondern steht ebenfalls für grandiose Optik und tolle Drinks am Tisch!

Bei einigen Rezepten hört sich nicht nur die Zutatenliste ausgesprochen lecker an, sondern diese bestechen mit einer grandiosen Optik, die zeigt wieviel Wert Ms. Ghayour ebenfalls auf die ansprechende Präsentation für Esser und Gäste am Tisch legt (Ziegenkäse-Salat mit Brombeeren, roter Bete und Za’atar, Gurken-Feta-Bruschetta, Ziegenkäse mit Granatapfel und Pistazien) – einfach großartiges Kino! Außerdem gefallen mir ihre Ideen für ansprechende und leckere Drinks, die in dem Kapitel „Happen & Vorspeisen sehr (z. B. Wodka-Cooler mit Kurkuma & Zitrone, Berberitzen-Martinis, Ingwer-Honig-Limetten-Margaritas) verlockend dargeboten werden.

Probiert & Verputzt:

Kuku mit Auberginen und karamellisierten Zwiebeln

© Hölker Verlag, Foto: Kris Kirkham

Normalerweise bin ich gegen das Frittieren von Auberginen hier fanden wir es aber geschmacklich klasse. Wenn dann noch die langsam geschmorten Zwiebeln on top kommen, gerät man ins Schwärmen auch wenn die Kalorien-Bilanz Ausschläge aufweist, die nicht ohne sind – in jedem Fall gerne wieder!

 

 

 

Rote Linsen-Suppe mit Karotten und Fenchel-Samen & Labneh und Sesamöl

Schlicht, einfach und wohltuend lecker an einem grauen Novembertag!

 

 

 

 

 

Gemüse-Dolma & Freekeh, Pinienkernen und Granatapfel-Sirup

Lecker, aber bitte nicht beim Granatapfel-Sirup sparen, sonst ist das Vergnügen nicht dasselbe. Ich verwende eigentlich nur noch selbst gemachten!

Gurken-Feta-Bruschetta

Ein geschmackliches und optisches High-Light, dass auch die Gäste am Tisch sehr erfreute!

Limetten-Piment-Panir & mit Mango Chili-Salsa

© Hölker Verlag, Foto: Kris Kirkham

 

Panir ist eigentlich ein langweiliger Zeitgenosse, hier hat er seine würzige Meisterin gefunden, wir fanden es großartig und ebenfalls optisch das reinste Vergnügen. P:S. Wer schwarze Senfsamen nicht bekommt, kann auf braune ausweichen, die es in jedem Asia-Laden gibt.

 

 

 

Ras-el-Hanout-Buttermilch-Kuchen mit Rosenglasur

Wenn perfekt-fluffige Teig-Konsistenz, der Buttermilch sei Dank auf süßlich-scharfe Würze trifft, dann sind wir begeistert. Aber bitte nicht bei der Qualität des Rosenwassers sparen, dass ist bei diesem Rezept sehr wichtig!

Fazit: Ich bin sehr angetan, sicherlich ihr bestes Buch seit Persiana!

 Als ich Sabrina Ghayour erstes Buch „Persiana“ in den Händen hielt, war es um mich geschehen. Seitdem habe ich mir keine ihrer Veröffentlichungen entgehen lassen. Von diesem bin ich jedoch besonders begeistert und das nicht nur, weil es sich um vegetarische Speisen handelt, sondern weil sie trotz klarer Beschränkung auf ausgewählte Lieblings-Zutaten, köstliche und manchmal ebenfalls optisch grandiose Speisen serviert, die trotzdem immer für alle machbar bleiben. Mir gefällt zudem, dass Sabrina Ghayour wieder mehr auf persische Speisen, Gewürze und Kräuter setzt. In vergangenen Publikationen haben Rezepte mit Salzzitronen und Rosen-Harissa sehr dominiert. Hier sind sie zwar auch noch dabei, aber ordnen sich stimmig in den Rezept-Kosmos ein, der für mich sehr verlockend ist! P.S. Die angegebenen Menge für Salzzitronen sind in jedem Fall immer zu reduzieren, weil Ms. Ghayour eine sehr kleine Sorte verwendet. Mein Rat – am besten Selbermachen, denn die schmecken gekauft in den seltensten Fällen wirklich gut!

Gewürzmischung Gunpowder

© Peter Cassidy

Hier kommt jetzt das Alheilmittel für südindische Hausfrauen, wenn buchstäblich nichts mehr im Haus ist und das Haushaltsgeld keine großen Sprünge mehr zulässt….. Sehr würzig, aber auch mit Chili-Schärfe. Wer es damit nicht so hat, sollte die Menge an seinen persönlichen Geschmack anpassen. Wir essen wirklich gerne scharf und waren von der Vielseitigkeit der Mischung absolut angetan!

Quelle: Harneet Bajewa/Devina Seth/Nirmal Save: Gunpowder

Moderne indische Küche

Fotos: Peter Cassidy

ars vivendi verlag

Preis: 26,00 €

Diese südindische Gewürzmischung ist der Retter für alle indischen Familien, die sich finanziell etwas einschränken müssen. Wenn man ein Gericht mit ein wenig Gunpowder verfeinert, schmeckt es gleich nach etwas Besonderem. Es kann über Dosas (S. 86) gestreut werden und ist ebenso grandios, wenn man es zusammen mit etwas Öl oder Ghee in ein Linsen- oder Reisgericht einrührt oder als Dip zu Idlis reicht.

Zutaten (ergibt 250 g):

85 g Idli-Reis

170 g Urad Dal

2 EL Chana Dal

7 ganze getrocknete Kaschmir-Chilis

15 getrocknete Curryblätter

10 g Asant

1 Zimtstange

Samen von 3 grünen Kardamomkapseln

2 TL schwarze Pfefferkörner

1 TL Sesamsamen

1 Prise Meersalz

Zubereitung:

Eine große Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Idli-Reis, Urad Dal und Chana Dal zugeben und 2–3 Minuten ohne Öl rösten, bis die Mischung hellbraun wird. Zum Abkühlen auf einem Teller verteilen und beiseitestellen.

Chilis in der selben Pfanne 30 Sekunden rösten.

Aus der Pfanne nehmen und zum Abkühlen mit der Idli-Dal-Mischung vermengen. Die Curryblätter zufügen, alles gleichmäßig vermischen und zum Abkühlen 15 Minuten beiseitestellen.

Die restlichen Zutaten zugeben und in einer Gewürz- oder Kaffeemühle oder im Mörser zu einem eher groben Pulver zermahlen.

In einem luftdichten Behälter ist die Gewürzmischung kühl gelagert bis zu 6 Monate haltbar.

Hinweis: Idli-Reis, Urad Dal und Chana Dal sind in indischen Lebensmittelgeschäften oder online erhältlich.

 

Kichererbsen-Puffer mit Hummus, Joghurt und Majoran

© EMF/Katharina Küllmer

 

Majoran passt wirklich sehr gut zu Zucchini, Erbsen, Feta & Co. Wäre ich selbst nie darauf gekommen, diesen nach Indien zu schicken! War jedoch eine ziemlich leckere Idee. Ich bitte um Verzeihung, aber bei den Erbsen habe ich geschummelt und den Tiefkühl-Vorrat bemüht.

Quelle: Katharina Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Die neue grüne Küche

EditionMichael Fischer

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Kichererbsen-Puffer

150 g Zucchini

200 g Kichererbsen (Glas)

50 g frische Erbsen

2 Frühlingszwiebeln

2 EL Majoran

100 g Feta

2 Eier (Größe M)

1 TL Salz

¼ TL Cayennepfeffer

frisch gemahlener schwarzer

Pfeffer

150 g Kichererbsenmehl

Zum Servieren

½ Bund Majoran

200 g Hummus (siehe S. 204 oder unten)

100 g Joghurt

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Zucchini waschen, grob raspeln, in ein Tuch geben und den Saft ausdrücken. Die Zucchiniraspel mit Kichererbsen und Erbsen in eine Schüssel geben. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden, den Majoran waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Feta fein zerbröckeln. Frühlingszwiebeln, Majoran und Feta zum Gemüse geben. Die Eier mit den Gewürzen verquirlen. Zum Gemüse geben und alles gut miteinander verrühren.

Anschließend das Kichererbsenmehl hinzufügen  und alle Zutaten zu einer homogenen Masse vermengen. Aus der Masse mit feuchten Händen 10–12 kleine Puffer formen und auf das Backblech setzen. Die Kichererbsen-Puffer im vorgeheizten Ofen etwa 15–20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit den Majoran waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stielen streifen. Die Kichererbsenpuffer mit Hummus und Joghurt servieren, nach Belieben mit Majoranblättchen garnieren.

Für das Hummus

125 g Kichererbsen (Glas)

30 g Olivenöl

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

½ TL Meersalz

¼ TL Cayennepfeffer

Für das Hummus die Kichererbsen mit Öl, Gewürzen und 50 ml Wasser in einen Mixer geben und zu einer glatten Creme pürieren.

 

Spinatbrot mit Cashew Cheese und Avocado-Kichererbsen-Mash

© EMF/Katharina Küllmer

Quelle: Katharina Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Die neue grüne Küche

EditionMichael Fischer

Dieses Rezept war eines Sonntags würdig. Ich würde jedes Käsebrötchen dafür hergeben, von der Leberkäs-Semmel sprech ich gar nicht mehr………Mein Mann war direkt hingerissen und das obwohl er die gesunde Phase, die bei mir aktuell abläuft, schon mit Argusaugen beäugt hat….

Dieses Brot ist saftig, durch die vielen Nüsse richtig kernig, und es steckt voller gesunder Zutaten. Wenn man damit frühstückt, startet man mit viel Power in den Tag. Ich mag zu so einem kernigen Brot gern einen cremigen Aufstrich, zum Beispiel Avocado-Kichererbsen-Mash und Cashew Cheese, und noch ein bisschen Frische durch Gurke, Kresse und Schnittlauch. Eine tolle Kombination von Geschmäckern und Texturen.

Zutaten (für 1 Laib Brot):

Für Cashew Cheese

100 g geröstete, gesalzene Cashewkerne

½ Bund Schnittlauch

Salz

Für das Spinatbrot

70 g Walnusskerne

120 g Haselnusskerne

130 g Dinkelvollkornmehl

70 g Dinkelmehl (Type 630)

2 TL Backpulver

65 g geschroteter Leinsamen

70 g Sonnenblumenkerne

65 g Chia-Samen

2 EL schwarzer Sesam

80 g Baby-Spinat

5 EL Apfelmark

4 EL Ahornsirup

300 g griechischer Joghurt

80 ml Olivenöl

1 TL Meersalz

2 EL Pinienkerne

1 EL schwarzer Sesam

Für den Avocado-Kichererbsen-Mash

2 Eier (Größe M)

1 Avocado

40 g Baby-Spinat

200 g Kichererbsen (Glas)

Saft von 1 Zitrone

½ TL Meersalz

Zum Garnieren

½ Bio-Salatgurke

1 Handvoll Salat

Kresse

Ausserdem

Kastenform (10 x 25 cm)

Zubereitung:

Für den Cashew Cheese die Cashewkerne in eine Schale geben, mit Wasser bedecken und 2 Stunden einweichen lassen.

Die Backform mit Backpapier auslegen.

Für das Brot Walnüsse und Haselnüsse grob hacken. 50 g Haselnüsse beiseitestellen. Die restlichen Haselnüsse (70 g) und die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die Mehlsorten mit Backpulver, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, den gerösteten Nüssen, Chia-Samen und Sesam mischen. Den Baby-Spinat waschen und mit 45 ml Wasser sehr fein pürieren. Das Spinatpüree  in einer großen Schüssel mit Apfelmark, Ahornsirup, Joghurt, Olivenöl und Meersalz verrühren. Die Mehlmischung hinzugeben und alles gut miteinander verrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform geben und darin 15 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot mit Pinienkernen, Sesam und den restlichen gehackten Haselnüssen (50 g) bestreuen und im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren, das Brot mit Alufolie abdecken und weitere 40 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen. Das Brot aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit für den Cashew Cheese das Wasser von den Cashewkernen abgießen. Die Cashews mit 20 ml Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken. Unter den Cashew Cheese rühren und mit 1 Prise Salz würzen.

Für den Avocado-Kichererbsen-Mash die Eier hart kochen. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen. Den Spinat waschen und trocken schütteln. Avocado mit Spinat, Kichererbsen, Zitronensaft und Meersalz mit dem Stabmixer ganz grob pürieren. Die Eier auskühlen lassen, schälen und fein hacken. Unter den Avocado-Mash rühren.

Für die Garnitur die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden, den Salat waschen und trocken schleudern.

Das Brot in Scheiben schneiden und diese mit dem Avocado-Kichererbsen- Mash bestreichen und mit Gurke, Kresse und Salat belegen. Falls Brot übrig bleibt, hält es sich, in Alufolie oder Butterbrotpapier gewickelt, einige Tage.