Kichererbsen-Puffer mit Hummus, Joghurt und Majoran

© EMF/Katharina Küllmer

 

Majoran passt wirklich sehr gut zu Zucchini, Erbsen, Feta & Co. Wäre ich selbst nie darauf gekommen, diesen nach Indien zu schicken! War jedoch eine ziemlich leckere Idee. Ich bitte um Verzeihung, aber bei den Erbsen habe ich geschummelt und den Tiefkühl-Vorrat bemüht.

Quelle: Katharina Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Die neue grüne Küche

EditionMichael Fischer

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Kichererbsen-Puffer

150 g Zucchini

200 g Kichererbsen (Glas)

50 g frische Erbsen

2 Frühlingszwiebeln

2 EL Majoran

100 g Feta

2 Eier (Größe M)

1 TL Salz

¼ TL Cayennepfeffer

frisch gemahlener schwarzer

Pfeffer

150 g Kichererbsenmehl

Zum Servieren

½ Bund Majoran

200 g Hummus (siehe S. 204 oder unten)

100 g Joghurt

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Die Zucchini waschen, grob raspeln, in ein Tuch geben und den Saft ausdrücken. Die Zucchiniraspel mit Kichererbsen und Erbsen in eine Schüssel geben. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden, den Majoran waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Feta fein zerbröckeln. Frühlingszwiebeln, Majoran und Feta zum Gemüse geben. Die Eier mit den Gewürzen verquirlen. Zum Gemüse geben und alles gut miteinander verrühren.

Anschließend das Kichererbsenmehl hinzufügen  und alle Zutaten zu einer homogenen Masse vermengen. Aus der Masse mit feuchten Händen 10–12 kleine Puffer formen und auf das Backblech setzen. Die Kichererbsen-Puffer im vorgeheizten Ofen etwa 15–20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit den Majoran waschen, trocken schütteln und die Blättchen von den Stielen streifen. Die Kichererbsenpuffer mit Hummus und Joghurt servieren, nach Belieben mit Majoranblättchen garnieren.

Für das Hummus

125 g Kichererbsen (Glas)

30 g Olivenöl

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

½ TL Meersalz

¼ TL Cayennepfeffer

Für das Hummus die Kichererbsen mit Öl, Gewürzen und 50 ml Wasser in einen Mixer geben und zu einer glatten Creme pürieren.

 

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Spinatbrot mit Cashew Cheese und Avocado-Kichererbsen-Mash

© EMF/Katharina Küllmer

Quelle: Katharina Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Die neue grüne Küche

EditionMichael Fischer

Dieses Rezept war eines Sonntags würdig. Ich würde jedes Käsebrötchen dafür hergeben, von der Leberkäs-Semmel sprech ich gar nicht mehr………Mein Mann war direkt hingerissen und das obwohl er die gesunde Phase, die bei mir aktuell abläuft, schon mit Argusaugen beäugt hat….

Dieses Brot ist saftig, durch die vielen Nüsse richtig kernig, und es steckt voller gesunder Zutaten. Wenn man damit frühstückt, startet man mit viel Power in den Tag. Ich mag zu so einem kernigen Brot gern einen cremigen Aufstrich, zum Beispiel Avocado-Kichererbsen-Mash und Cashew Cheese, und noch ein bisschen Frische durch Gurke, Kresse und Schnittlauch. Eine tolle Kombination von Geschmäckern und Texturen.

Zutaten (für 1 Laib Brot):

Für Cashew Cheese

100 g geröstete, gesalzene Cashewkerne

½ Bund Schnittlauch

Salz

Für das Spinatbrot

70 g Walnusskerne

120 g Haselnusskerne

130 g Dinkelvollkornmehl

70 g Dinkelmehl (Type 630)

2 TL Backpulver

65 g geschroteter Leinsamen

70 g Sonnenblumenkerne

65 g Chia-Samen

2 EL schwarzer Sesam

80 g Baby-Spinat

5 EL Apfelmark

4 EL Ahornsirup

300 g griechischer Joghurt

80 ml Olivenöl

1 TL Meersalz

2 EL Pinienkerne

1 EL schwarzer Sesam

Für den Avocado-Kichererbsen-Mash

2 Eier (Größe M)

1 Avocado

40 g Baby-Spinat

200 g Kichererbsen (Glas)

Saft von 1 Zitrone

½ TL Meersalz

Zum Garnieren

½ Bio-Salatgurke

1 Handvoll Salat

Kresse

Ausserdem

Kastenform (10 x 25 cm)

Zubereitung:

Für den Cashew Cheese die Cashewkerne in eine Schale geben, mit Wasser bedecken und 2 Stunden einweichen lassen.

Die Backform mit Backpapier auslegen.

Für das Brot Walnüsse und Haselnüsse grob hacken. 50 g Haselnüsse beiseitestellen. Die restlichen Haselnüsse (70 g) und die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Die Mehlsorten mit Backpulver, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, den gerösteten Nüssen, Chia-Samen und Sesam mischen. Den Baby-Spinat waschen und mit 45 ml Wasser sehr fein pürieren. Das Spinatpüree  in einer großen Schüssel mit Apfelmark, Ahornsirup, Joghurt, Olivenöl und Meersalz verrühren. Die Mehlmischung hinzugeben und alles gut miteinander verrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform geben und darin 15 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot mit Pinienkernen, Sesam und den restlichen gehackten Haselnüssen (50 g) bestreuen und im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 160 °C reduzieren, das Brot mit Alufolie abdecken und weitere 40 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen. Das Brot aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit für den Cashew Cheese das Wasser von den Cashewkernen abgießen. Die Cashews mit 20 ml Wasser in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln und fein hacken. Unter den Cashew Cheese rühren und mit 1 Prise Salz würzen.

Für den Avocado-Kichererbsen-Mash die Eier hart kochen. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen. Den Spinat waschen und trocken schütteln. Avocado mit Spinat, Kichererbsen, Zitronensaft und Meersalz mit dem Stabmixer ganz grob pürieren. Die Eier auskühlen lassen, schälen und fein hacken. Unter den Avocado-Mash rühren.

Für die Garnitur die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden, den Salat waschen und trocken schleudern.

Das Brot in Scheiben schneiden und diese mit dem Avocado-Kichererbsen- Mash bestreichen und mit Gurke, Kresse und Salat belegen. Falls Brot übrig bleibt, hält es sich, in Alufolie oder Butterbrotpapier gewickelt, einige Tage.

Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Katharina Küllmer: Aromafeuerwerk – Vegetarisch

Die neue grüne Küche

Edition Michael Fischer

Vegan ist the new Vegetarisch oder einfach gesünder genießen mit ganz viel Aroma!

 Preis: 34,–

Worum geht’s?

– oder tausche Leberkäs-Semmel gegen Roggensandwich

 Was haben wir uns über die Veganer zu derem Hype in 2015/2016 mokiert und jetzt sitzen wir alle wieder im selben Boot. Die Bewegung, die schon als Mega-Trend des Jahrhunderts etikettiert wurde, hat sich ein wenig lockerer gemacht und teilweise verflacht. Plötzlich sind die Grenzen schwimmend zu den Vegetariern und natürlich ebenfalls zu den Genuss-Süchtigen am Esstisch. Es mag zudem wohl nur noch wenige unbelehrbare Kalorien-Vernichter geben, die sich ausschließlich von Leberkäs-Semmeln ernähren. Die Anzahl derjenigen, die beim Begriff Bowl, sofort an das süße prickelnde Party-Getränk mit frischen Früchten denken, das in den 70igern unsere Mütter oder unsere Großmütter ihren Gästen serviert haben, dürfte ebenfalls rapide abgenommen haben.

Die Smothies gibt es inzwischen sogar to go im Supermarkt und den meisten von uns dämmert es längst, dass Veganer und Vegetarier keine weltfremden Spinner sind, sondern vielleicht einfach etwas tun, was wir alle immer öfter tun sollten, viel mehr Obst und Gemüse in unsere tägliche Ernährung einbauen. Wegen der Gesund, wegen der Umwelt und weil es wirklich lecker sein kann, Gemüse zum Star auf dem Teller zu machen. OK, aber was mache ich, wenn ich einfach nur lecker und gesund genießen möchte, jenseits von Ideologie und vielleicht mit der einen oder anderen spannenden aromatischen Neu-Entdeckung?

Die Rezept-Entwicklerin und Food-Stylistin Katharina Küllmer, deren Markenzeichen es ist,  saisonales Obst Gemüse spannend und neu mit Gewürzen aus aller Welt zusammen zu bringen, ist die richtige für diesen Job! Außerdem schießt sie Fotos, bei denen man die labbrige Leberkäs-Semmel sofort gegen ein Roggensandwich mit gestampften Bohnen, Spinat, Pilzen und Kapern eintauschen möchte.

Wer ist die Frau am Herd und hinter der Linse?

Katharina Küllmer kocht, komponiert, fotografiert und schreibt voller Leidenschaft und Hingabe. Die Food-Fotografin, Rezeptentwicklerin und Food-Stylistin arbeitet für viele auflagenstarke Food-Zeitschriften und setzt für Unternehmen spannende Fotoprojekte rund um Essen und Genuss um. Für Katharina ist es eine Herzensangelegenheit, ihre Liebe zu gutem Essen weiterzugeben und Mut zu machen, mit Gewürzen und Zutaten zu spielen.

Was ist drin?

Die Lady hat ihren ganz eigenen Stil!

Würzig, frisch und knackig, aber auch gerne mal mit Ei und Käse

Katharina liebt frisches Obst und Gemüse und experimentiert gerne mit Gewürzen & Gewürz-Pasten aus aller Welt dazu. Sie ist dabei nicht unbedingt von der Abteilung ratzfatz, wichtiger ist ihr dabei die Inszenierung sowohl geschmacklich als ebenso optisch. Küllmer spielt bei ihren vegetarisch veganen Kreationen aus diesem Buch nicht nur mit Aromen, sondern auch mit unterschiedlichen Texturen. Kerniges Getreide, knackige Körner und Nüsse sowie frische Früchte, immer im Küllmer-Style abgerundet mit einer Extra-Prise Aromen und präsentiert mit ansprechender und ästhetischer Food-Fotografie im Vintage-Stil ist ihr Metier.  Gluten haltiges Mehl und Industriezucker müssen bei ihren inspirierenden Rezepten leider draußen bleiben und werden durch gesunde Alternativen ersetzt. Mit Eiern („Frühstücks-Bulgur mit Halloumi, Eiern und Dukkah“) und Fetakäse („Rote-Bete-Quinoa-Bratlinge mit Minz-Limetten-Joghurt“, „Kichererbsen-Puffer mit Hummus, Joghurt und Majoran“) wird weiterhin gerne lecker gekocht.

Frühstück kalt oder warm, aber in jedem Fall sehr aromatisch

Schon beim Frühstück ist bei Frau Küllmer vieles möglich mit einem schmackhaften und Energie spendenden Frühstück starten wir in den Tag, z. B. mit einem „Buchweizen-Früchte-Granola mit selbst gemachter Mandelmilch“, die danach ebenfalls als Grund-Rezept einen guten Job macht. „No Bake Granola Bars“ werden aromatisch mit Ceylon-Zimt und Tonka-Bohne getunt. Aromatische Überraschung ist der Lockstoff der Hessin, um uns gesundes Essen im doppelten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen. Das Rezept für eine „Brombeere-Chia-Marmelade mit Thymian“ zeigt in Katharinas Brust schlagen zwei, eigentlich sogar drei Herzen gleichzeitig: sie liebt es gesund, saisonal und spannend aromatisch. Mit dieser Kreation und dem darin enthaltenen hoch aromatischem Voatsiperifery-Pfeffer schickt sie uns direkt in die Urwälder Madagaskars und zeigt Pfeffer ist eben nicht gleich Pfeffer. Wollte ich eigentlich immer schon mal hin, also Himmbeer-Marmelade ist fest gebucht bei mir. Wer ein bisschen mehr Zeit hat, gönnt sich ein warmes Frühstück z. B. mit einer „warmen Quinoa Bowl mit pochiertem Ei und Kräuteröl“ oder „herzhaften „Waffeln mit Sesam-Edamame und Avocado“.

Smoothies nicht nur gesund, sondern mit Gewürzen auf lecker getrimmt

Smoothies & Getränke haben ja immer noch eine sehr zweifelhafte Reputation nicht bei den Gesundheitsbewussten, aber bei den Genießern. Nur Gesund und very healthy allein reicht für viele eben allein nicht aus. Katharina serviert ihre Smoothies von grün, über gelb bis orange und rot. Um uns langsam an den herben Gemüsegeschmack zu gewöhnen, setzt Frau Küllmer dabei auf viel Obst und kombiniert für eine grüne Variante Spinat mit Mandeln, Datteln, Mango und Birne („Fruchtiger grüner Smoothie“), für einen roten „Bete Juice“ werden die Beten mit Möhren, Orangen, Äpfel in den Mixer geschmissen und sind damit weniger erdig im Geschmack und total lecker.

Leckeres für zwischendurch und für den Imbiss mit Freunden

Während Ella Mills, die Snackbox mit den Resten vom Abendessen füllt, gibt es bei Katharina spannende Stullen für die Brot-Dose. Ihre Rezepte für Brote, Snacks, Dips und Cremes eignen sich genauso gut als gesunde Alternative zu herkömmlichen Snacks bei einem Glas Wein am Abend mit Freunden. Küllmer liebt selbstgebackenes Brot, komplizierte Rezepte mit langen Gar- und Geh-Zeiten mag sie jedoch nicht. Ihr kerniges Brot, wie könnte es anders sein, wird mal wieder mit Pfeffer (Szechuan-Pfeffer) gewürzt und mit einem Cashew-Cheese serviert. Außerdem in dieser Rubrik zu finden „rote Bete-Quinoa-Bratlinge mit Minz-Limetten-Joghurt“ und ein bisschen würzigem Feta inside oder „Röstmöhren mit Erdnusscreme, Granatapfel und Pfeffer-Honig“. Hummus serviert die Küllmer als Kombination aus Kichererbsen und Gemüse optisch monochron z. B. in grün mit Brokkoli, Petersilie, aber der absolute Hingucker in diesem Kapitel ist das Rezept für „Kürbisspalten mit Himbeer-Ketchup“.

Suppen gehen in diesem schönen nicht nur gesunden Kochbuch auf Weltreise z. B. als „vegane Zuchini-Pho-Bowl“ mit Suppengrün, Champignons und würzigen getrockneten Pilzen und mit der typischen Pho-Würzung  aus Sternenanis, Nelke, Zimt. Die von vielen geliebte Ramen-Suppe wird in einer veganen Variante auf den Tisch gebracht. Interessant auch die „Thai-Erdnuss.Kokos-Suppe mit einem spicy Tofu-Topping, Minze und Koriander“ oder die „Marokkanische Kichererbsen-Linsen-Suppe mit Koriander“.

Salate schön und bunt, leider ohne Öl im Dressing…..

Katharina Küllmers Salate sind farbige Kunstwerke in healthy, mir fehlt jedoch das eine oder andere Mal neben dem stets gesetzten Zitronensaft der eine oder andere Esslöffel Öl im Dressing (Brokkoli-Blumenkohl-Salat mit Mandeln, Couscous und Datteln) und leider erweist sich der Detox-Brokkoli-Salat als rein rohe Kreation, für mich als ein bisschen zu gesund. Aber das ist schließlich auch Geschmacksache.

Tacos, Naan, Pizza & Crepes goes vegan

In der Rubrik Hauptgerichte werden Klassiker der Länderküche wie Tacos („Tacos mit Avocadocreme, Pulled Mushrooms und Salsa“), Naan („Naan mit scharfen Kichererbsen, Pilzen und Mangold“), Frühlingsrollen („Frühlingsrollen mit veganem Chili und Avocado-Ranch-Dip“) und Pizza (Dinkel-Pizza mit Spinatpesto, Cashew Cheese und viel Grünzeugs) in einer leckeren veganen Version serviert. Alles sieht wunderschön aus, benötigt jedoch ein bisschen Muße zur Erstellung. Man merkt hier denkt eine Köchin bei ihren Rezepten an die gesunde und denoch spektakuläre Gäste-Bewirtung mit Aroma-Überraschung.

Praxischeck: Katharinas Küllmers Rezepte bestechen mit einer perfekt arrangierten Präsentation und viel Aroma, gerne auch mit unterschiedlichen Pfeffer-Sorten. Ich habe so ca. 4 verschiedene locker gezählt. Ums schnell kochen geht es bei ihr nicht, sondern sie liebt großes Kino für Augen und Gaumen. Was mir persönlich nicht so gut gefällt ist, dass sie ihre Curry-Pasten (z. B. bei der „Thai-Erdnuss-Kokos-Suppe mit Spicy“ Tofu, Minze und Koriander“) nicht selbst herstellt. Gerade wer viel Wert auf gesunde saisonale Ernährung legt, kann eigentlich mit den Fertig-Produkten aus dem Asia-Laden mit jede Menge Konservierungs-Stoffen drin, schlecht leben. Ein Rezept für einen Lakritz-Sirup der bei den Zutaten für einen „Wildreis mit Früchten, Zwetschgen-Lakritz-Dressing und Nusscreme“ auftaucht, lässt sich ebenfalls nicht im Rezeptteil finden. Das würde ich mir bei nächsten Mal wünschen, dass sie sowas selber macht und ihren Lesern zeigt, wie sie diese lecker und spannend in Rezepte einsetzen können. Vorschläge für Buffets mit Freunden hätte ich ebenfalls bejubelt, das bietet sich geradezu bei ihren tollen Rezepten an, das man da ans Teilen denkt.

Probiert & Verputzt:

© EMF/Katharina Küllmer

Spinatbrot mit Cashew Cheese

Dieses Rezept war eines Sonntags würdig. Ich würde jedes Käsebrötchen dafür hergeben, von der Leberkäs-Semmel sprech ich gar nicht mehr………Mein Mann war direkt hingerissen und das obwohl er die gesunde Phase, die bei mir aktuell abläuft, schon mit Argusaugen beäugt hat….

 

Kichererbsen-Puffer mit Hummus

© EMF/Katharina Küllmer

Majoran passt wirklich sehr gut zu Zucchini, Erbsen, Feta & Co. Wäre ich selbst nie darauf gekommen, diesen nach Indien zu schicken! War jedoch eine ziemlich leckere Idee.

 

 

 

 

Möhren-Ingwer-Zitronen- Shots

Mit Smoothies konnte man mich bis jetzt jagen…. Hier mache ich gerne eine Ausnahme, die Kombination konnte auf ganzer Länge überzeugen: Süße (Möhren) + Säure (Zitronen), leichte Schärfe (Ingwer), ergänzt durch die frische Süße reifer Mango – wie schön, dass gesund auch lecker geht!

 

 

Fazit: Gesund mit Genuss, für die Optimierung sind andere zuständig!

Katharina Küllmer ist Meisterin des großen Auftritts sowohl optisch als ebenso auf dem Gaumen. Wer Lust auf neue gesunde Abenteuer hat und gerne mit Gewürzen experimentiert und nicht auf ratz fatz besteht, ist bei ihr goldrichtig. Sie kann aromatisch und optisch jede Menge Geschichten erzählen und verführt damit geradezu zum gesunden Genuss. Verzicht ist damit kein Thema mehr, sondern man wundert sich direkt, warum man nicht schon früher auf mehr saisonales Obst und Gemüse gesetzt hat. Bei Smoothies habe ich bislang immer reis aus genommen, war bei Küllmer von einigen Kreationen jedoch regelrecht angetan, obwohl ich die bislang nie auf dem Zettel hatte. Katharina Küllmer will mehr als gesunde Rzepte liefern, deshalb gehört dieses schöne Kochbuch, das den aromatischen Genuss ganz klar vor gesund setzt, in die Hände von gesunden Genießern, in deren Gewürzschrank mehr als eine Pfeffer-Sorte Platz hat, ich habe im Buch so ca. 4 verschiedene Pfeffer-Sorten gezählt.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemlar!

 

 

 

 

„And the Bete goes on“

© Tamin Jones

Quelle: Baxter/Vincent: LEON – Hundert Salate

Fotos: Tamin Jones

Dumont Buchverlag

 Preis: 20,– €

Um ehrlich zu sein, sind rote Bete, nicht unbedingt mein Ding und ich war mehr als skeptisch bei dieser Salat-Kombination. Aber gerade das Zusammenspiel von erdigen, scharfen und süßlichen Noten, haben uns dabei sehr gut gefallen, Brunnenkresse ist zwar in Deutschland schwer zu bekommen, passt aber hier perfekt mit seinem senfig, leicht scharfen Geschmack dazu und kann leider nicht ersetzt werden. Ich hatte Glück, der Erzeugermarkt und das „Oberräder Kräutermandl“ machten diese Erfahrung für uns möglich – Danke dafür an die Britin mit dem gut bestücktem Salat-Baukasten und den „Kräuter-Mann!

 Schneiden Sie das Gemüse sehr dünn, dann kann es das schwungvolle Dressing besser aufnehmen. Bringt die Geschmacksknospen zum Singen.

 Zutaten (für 4 Portionen):

300 g Rote Bete, geschält

5 Karotten, geschält

1 kleiner Daikon-Rettich

6 Radieschen

100 g Brunnenkresse

2 Orangen, filetiert

70 g Feta, zerkrümelt

2 EL frische Minze, fein gehackt

1 EL frischer Dill, fein gehackt

Dressing:

100 g Pistazien, grob gehackt

abgeriebene Schale und Saft von 1 Orange

1 rote Chilischote, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

2 EL marinierte rote Zwiebeln (siehe Seite 218 oder siehe unten)

3 EL Olivenöl

1 TL Balsamico-Essig

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Das Gemüse entweder hobeln oder in dünne Scheiben schneiden. Die Karotten und der Daikon-Rettich können mithilfe eines Sparschälers geschnitten werden. Ebenso die Rote Bete, obwohl sie sich womöglich besser mit dem Messer in Scheiben schneiden lässt. Die Radieschen ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Zutaten für das Dressing vermischen und unter das Gemüse heben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Brunnenkresse auf einer Servierplatte anrichten und das Gemüse darauf verteilen. Mit den Orangenspalten, dem Feta und den Kräutern abschließen.

Tipp: Das Dressing passt auch zu Rote Bete, Karotten und Kürbis aus dem Ofen.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Kategorie: Weizenfrei, Glutenfrei, Vegetarisch

Marinierte rote Zwiebeln

Zutaten:

2 rote Zwiebeln, in feine Ringe

geschnitten oder gehackt

2 TL brauner Zucker

1 EL guter Rotwein- oder

Balsamico-Essig

1 gute Prise Salz

Zubereitung:

Die Zwiebeln mit Zucker, Essig und Salz vermischen. 2. Abdecken und bei Zimmertemperatur zwischen 20 Minuten und einigen Stunden stehen lassen.

Marcellas Reissalat

© Tamin Jones

Quelle: Baxter/Vincent: LEON – Hundert Salate

Fotos: Tamin Jones

Dumont Buchverlag

Preis: 20,– €

Salat-Krönung, so macht auch ein Reissalat Spaß, den ich gedanklich schon in den 70iger kulinarisch beerdigt hatte – nicht nur in Ibiza, sondern auch in Frankfurt groß angekommen – obwohl der auch noch unverschämt gesund ist!

 John aß diesen Salat zum ersten Mal auf Ibiza und war absolut begeistert.

 Zutaten (für 2 Portionen):

50 g Rosinen

125 g brauner Jasmin-Reis oder Vollkornreismischung

50 g getrocknete Feigen, grob gehackt

50 g ganze blanchierte Mandeln, geröstet

2 EL frischer Koriander, fein gehackt

2 EL frische Minze, fein gehackt

1 TL Granatapfelsirup

1 Prise Cayenne-Pfeffer

2 EL Olivenöl, zum Servieren

1 großzügige Prise Sumach, zum Servieren

Kerne von ½ Granatapfel,

zum Servieren:

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Rosinen mit heißem Wasser bedecken, damit sie sich mit Flüssigkeit vollsaugen. Den Reis 30 Minuten in 250 ml siedendem Wasser oder entsprechend der Packungsanleitung bissfest garen. Gut abtropfen und abkühlen lassen. In einer großen Schüssel den Reis mit den Rosinen und den übrigen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit einer Prise Sumach und den Granatapfelkernen servieren.

Tipp: Die Rosinen mit heißem Wasser bedecken, damit sie sich mit Flüssigkeit vollsaugen. Den Reis 30 Minuten in 250 ml siedendem Wasser oder entsprechend der Packungsanleitung bissfest garen. Gut abtropfen und abkühlen lassen. In einer großen Schüssel den Reis mit den Rosinen und den übrigen Zutaten vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl darüberträufeln und mit einer Prise Sumach und den Granatapfelkernen servieren.

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Garzeit: 30 Minuten

Kategorie: Weizenfrei, Glutenfrei, Milchfrei, Vegetarisch, Vegan

Reingelinst – Linsen, Kichererbsen & Co

Inga Pfannebecker: Linsen, Kichererbsen & Co.

Fotos: Wolfgang Schardt

GU-Küchenratgeber

Preis: 8,99 €

Worum geht’s?

Kleine Kraftpakte, Neu-Deutsch Slow-Carbs oder ganz einfach getrocknete Hülsenfrüchte: In Sachen Protein haben die kleinen Teile einiges zu bieten und sind eine hervorragende Alternative zu tierischen Eiweißquellen wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukten. Mögt Ihr, ich auch, schauen wir mal was Inga Pfannebecker und den Büchermachern von GU dazu Leckeres eingefallen ist und ob sie an alle gedacht haben, ob nun Fleischesser, Vegetarier und Veganer?

Wer hat gekocht?

 Inga Pfannebecker ist Diplom-Oekotrophologin und war als Food-Redakteurin bei namhaften Zeitschriften tätig. Seit 2012 lebt sie in Amsterdam. Ihre Spezialität sind Rezepte, in denen sich guter Geschmack und Alltagstauglichkeit perfekt ergänzen.

Wer hat fotografiert?

Wolfgang Schardt kann seine Liebe für Essen und Trinken beruflich ausleben: In seinem Studio in Hamburg fotografiert er Food, Stills und Interieur für Magazine, Verlage und Werbung. Zusammen mit Julia Luck (Foodstyling) und Janet Hesse (Foto-Assistenz) schickte er uns die schönsten Fotos aus dem bunten Hülsenfrüchte-Universum.

Was ist drin?

 Humus, kennen wir schon, wie wäre es mit Varianten

 Los geht es mit Hummus, ja schon klar das ist ein alter Bekannter von uns, die Autorin präsentiert ihn in der Umschlagklappe prominent, muss so sein, das erwartet jeder von uns wenn wir an Klassiker mit Hülsenfrüchten denken. Der Clou ist hier die Abwechslung, es gibt 5 verschiedene Varianten, mit Süßkartoffel, mit geräuchertem Paprikapulver, frischen Kräutern und roter Bete.

Nützlickeits-Faktor – Ratgeber sollen uns auch inhaltlich abholen

 Weiter geht es mit Warenkunde, Tipps und Tricks, alles anschaulich mit vielen Fotos präsentiert und kurz und bündig auf den Punkt gebracht. Genau so stelle ich mir das vor, wenn ich mit Hilfe eines kleinen Kochbüchleins Ausflüge in die Weiten des kulinarischen Kosmos unternehme.

Rezeptzusammenstellung – stimmig – raffiniert – überraschend

 Ganze 36 Rezeptideen stecken in diesem kleinen Büchlein, es gibt Kleines wie einen raffinierten und Feierabend tauglichen Bohnensalat mit Garnelen, sein Geheimnis ist das aromatische Koriander-Limettendressing und die gute Nachricht ist, mehr als 30 Minuten braucht Ihr nicht für die Zubereitung. Außerdem wärmende Suppen wie die italienischen satt und glücklich Macher Ribollita, am besten gleich die doppelte Menge machen,  sehr lecker aussehende Röstkichererbsen auf Fladenbrot (Leider nicht vegan, wie deklariert trotzdem sehr lecker!) oder Bohnen-Quesadilla mit Guacamole auf die Hand. Hier zeigen die kleinen Powerpakete mit viel Abwechslung, was alles in ihnen steckt. Perfekt zum Mitnehmen für die Lunchbox oder als Glücklich-Mmacher nach einem langen Tag. Für den großen Appetit gibt es z. B. Veggie-Burger, Griechische Linsentaler mit Zaziki oder Scharfe Hacksteaks mit Bohnen-Püree.

 Was gibt es Neues?

 Lupinen – und die Überraschung Hülsenfrüchte können auch süß!

 Lupinen-Nudeln mit Pesto und Tomaten und Rindergulasch mit Lupinenkernen Als heimische Alternative zu Soja werden die eiweißreichen Samen schon lange gehandelt. Doch Produkte aus den wertvollen Lupinen erobern nur langsam den Markt. Unverarbeitet finden sich die Lupinenkerne bisher nicht im Einzelhandel, da die Samen immer noch Reste an Alkaloiden enthalten, müsste vorher geprüft werden, ob sie für den Verzehr geeignet sind. Das Mehl der Hülsenfrüchte ist immerhin im gut sortierten Naturkosthandel und in Reformhäusern erhältlich und wird vor allem für Zöliakie-Kranke angepriesen, da es frei von Gluten ist. Zudem verbessert ein Zusatz von Lupinenmehl die Konsistenz und die Haltbarkeit von Backwaren und auch die neuerdings so beliebten Eiweißbrote erhalten oft Lupinen-Schroth.

Ausgesprochen überrascht war ich von den Ideen der Autorin mit Hülsenfrüchten zu backen und Gebäck, Snacks und Desserts zu servieren. Gesundes Eiweiß, sättigende Ballaststoffen und ein leicht nussige Aroma sind damit garantiert. Die probierten saftigen Kirsch-Brownies machen diese auch mit wenig Fett schön saftig und sättigend. So macht sündigen gleich viel mehr Spaß.

Fazit – oder für wen ist das was?

Ein Buch für alle, die sich in die kleinen Bohnen verliebt haben, gesünder essen wollen oder einfach mal ein spannendes kulinarisches Abenteuer in der Küche wollen. Meines war sehr gelungen: ich habe wirklich eine gute Auswahl an unglaublich leckeren alltagstauglichen Rezepten erhalten, die gut funktionieren, super geschmeckt haben und mir vor allem viel Neues beschert haben. Vegetarier und Veganer Inga Pfannebecker hat an alle gedacht und mir außerdem noch den Trick mit den Hülsenfrüchten im Kuchenteig erklärt, damit wird er supersaftig, ohne dass viel Butter hinein muss. Das Büchlein hat damit alle meine Anforderungen an ein Themenkochbuch erfüllt, es ist klein aber wirklich oho! Als add-on gibt es bei dieser Reihe noch eine App zum Sammeln der Lieblings-Rezepte.

 

Das ultimative Frühstücksbananenbrot mit Pecannüssen

©Brian Ferry

Quelle: Anna Jones: A modern way to cook

Mosaik Verlag

Preis: 22;– €

In eine handelsübliche Kastenform passen in Deutschland ca. 750 g. 900 g Teig benötigt eine Kastenform von 30 cm, diese ist im angelsächsischen Raum aber eine handelsübliche Größe. Das Brot hat meinen kleinen Neffen, die zu Besuch waren toll geschmeckt, auch die Eltern waren begeistert, ich habe aber für die Kinder vorerst den Kümmel weggelassen, um auf der sichereren Seite zu sein. Auch Schokolade musste für das Frühstück nicht sein. Ich habe aber großes Vertrauen in die Kreationen von Anna und möchte das Rezept gerne noch mal genauso wie von ihr vorgeschlagenen backen. Prima Möglichkeit, auch überreife Bananen, die es bei uns immer wieder gibt weiter zu verwerten.

Hier ist mein ultimatives Bananenbrot – weich, saftig und luftig zugleich, mit einer Körnerkruste, die jeden schwedischen Bäcker stolz machen würde, und dicken Stücken Bitterschokolade darin. Und das alles ganz ohne Gluten, Milchprodukte und Zuckerraffinade. Toasten Sie es hingebungsvoll zum Frühstück und gratulieren Sie sich zu einem unverschämt leckeren Genuss ganz ohne Reue und schlechtes Gewissen.

Nicht weniger gut und etwas weniger sündig ist dieses Brot ohne die Schokolade. Ich verwende Schokolade, wenn ich es zum Nachmittagstee serviere, und lasse sie weg, wenn es unser Frühstücksbrot ist. Viel besser als gewöhnlicher Toast oder der ewige Porridge. Wer keinen Kokosblütenzucker findet, nimmt braunen Rohrohrzucker.

Zutaten (für einen großen Laib mit 900 g): 75 g zerlassenes Kokosöl, plus extra zum Einfetten 200 g Pecannusskerne (Walnüsse gehen auch),  200 g kernige Haferflocken, 4 große reife Bananen 100 g, Kokosblütenzucker (bei mir brauner Zucker),  plus 1 EL (nach Belieben), 100 g Ahornsirup, 100 ml ungesüßte Mandelmilch,  2 TL Backpulver, Meersalz, 1 kräftige Prise Kümmelsamen (nach Belieben), 75 g Bitterschokolade (70 % Kakaoanteil)

Zubereitung:

Den Ofen auf 170 °C (150 °C Umluft/Gas Stufe 3) vorheizen. Sämtliche Zutaten bereitlegen und eine beschichtete Kastenform (900 g) mit Kokosöl einfetten.

Während der Ofen vorheizt, die Pecannüsse 10 Minuten darin rösten, anschließend grob hacken und beiseitelegen. Inzwischen die Haferflocken im Mixer zu einem krümeligen Mehl zermahlen und in eine Schüssel geben.

Die geschälten Bananen sowie 100 g Kokosblütenzucker, den Ahornsirup, die Mandelmilch und das zerlassene Kokosöl im Mixer zermahlen, bis alles gleichmäßig vermengt ist. Hafermehl, Backpulver und eine kräftige Prise Salz zugeben und erneut mixen, dann die Pecannüsse untermischen und die Kümmelsamen hineingeben, falls verwendet.

Die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Form füllen. Die Schokolade in Riegel brechen und entlang der Mitte auf den Teig legen. Den restlichen Teig einfüllen und mit dem übrigen Kokosblüten bestreuen. 1 Stunde und 10 Minuten backen – zur Garprobe mit einem Spieß einstechen, es sollte kein Teig mehr daran haften. Auf einem Kuchengitter mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.