Shogayaki (Ingwerfleisch)

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Quelle: Jonas Cramby: Japanisch Grillen

Yakitori – Yakiniku – Koreanisches BBQ – Izakaya

Fotos: Roland Persson

Hädecke Verlag

Preis: 26,—

Es geht auch ohne Premium-Fleisch: Schweinskarree, Umani, Knoblauch, Ingwer, ebenso schlicht wie einfach, aber genau das richtige für einen unkomplizierten Grill-Abend!

 P.S. Ich habe mein Fleisch schon geschnitten beim koreanischen Lebensmittel-Laden gekauft – das Rezept für den knackigen Krautsalat gibt es in Kürze – bis dahin „let‘s stay lecker“!

Yakiniku sind nicht nur affenteure Fleischstücke und Luxusfleisch. Viele Lokale kombinieren ihr Wagyu mit sogenanntem Horumonyaki, was ungefähr »Fleischreste« bedeutet und Teil einer buchstäblichen »Nose-to-Tail«-Philosophie ist, bei der man zum Grillen vom Ochsenmaul bis zum Mastdarm alles bestellen kann – und vieles ist überraschend gut. Ein nicht ganz so spektakuläres Grillgericht ist Shogayaki, ein japanisches Alltagsgericht aus dünn geschnittenem Schweinefleisch in einer ganz einfachen Ingwermarinade. Als Teil eines Yakiniku-Essens oder wie in vielen japanischen Haushalten servieren: mit einer Schale Reis und Krautsalat.

Zutaten für (4 Portionen):

500 g Schweinskarree ohne Knochen

Ingwersauce:

50 ml japanische Sojasauce*

50 ml Mirin**

2 Knoblauchzehen, geschält und gerieben

10 cm frischer Ingwer, geschält und gerieben

Reis, gekocht (siehe unten)

1 Frühlingszwiebel, geputzt und fein geschnitten

Krautsalat (Seite 74, Rezept folgt in Kürze)

Zubereitung:

Ein schönes Stuck Schweinskarree kaufen und laut Anleitung (siehe unten) dünn in mundgerechte Stücke schneiden.

Sojasauce, Mirin, Knoblauch und Ingwer zu einer einfachen Marinade verrühren. Abschmecken und darauf achten, dass der Kick vom Ingwer vorhanden ist. Denn es heißt ja schließlich Ingwerfleisch. Etwas Marinade zur Seite stellen, Fleisch in die restliche einlegen und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen, höchstens jedoch ein paar Stunden.

Marinade ablaufen lassen, bevor Sie das Fleisch auf den Grill legen. Kurz bei hoher Hitze grillen und aufpassen, damit die Sojasauce nicht verbrannt schmeckt.

Direkt vom Grill essen oder in einer Schale mit Reis anrichten. Dann etwas von der übrigen Marinade darüber gießen und mit Frühlingszwiebeln bestreuen. Dazu passt Krautsalat.

Gut zu wissen

* Japanische Sojasauce (z. B. Shoju und Tamari) oder koreanische Sojasauce (Ganjang) sollte leicht, umamig und nicht zu salzig sein. Man kann ein Stück Fisch hineindippen und mit Genuss essen – ist die Sauce zu stark, kann sie mit etwas Wasser verdünnt werden. In allen Varianten von handgemachter japanischer Sojasauce bis zur handelsüblichen Kikkoman erhältlich. Am besten auf natürlich fermentierte Saucen zurückgreifen und solche ohne Zusätze wählen.

**Mirin, ist ein süßer japanischer Reiswein, den es auch alkoholfrei im Asiamarkt oder Bioladen gibt. Wird für viele Saucen verwendet, also immer im Haus haben.

Tipps & Tricks

Reis mit dem Reiskocher zubereiten:

Guten Rundkornreis im Asia-Laden kaufen, er wird manchmal auch Sushi-Reis genannt, und mit kaltem Wasser in einem Sieb spülen, bis es klar bleibt. 30 Minuten in Wasser ziehen lassen, durch ein Sieb abgießen und frisches Wasser entsprechend der Maßangabe am Gerät einfüllen und eine Prise Salz dazugeben. Den Behälter in den Reiskocher setzen und auf den Knopf drücken. Wenn die Lampe leuchtet, einfach den Verschluss öffnen. Er bleibt fast unendlich lange warm und ist immer perfekt klebrig.

Reis im Topf zubereiten:

370 g Rundkorn- oder Sushi-Reis in einem Sieb mit kaltem Wasser spülen und abgießen. Mehrmals wiederholen, bis das Wasser klar ist. Neues Wasser aufgießen und 30 Minuten ziehen lassen. Wieder abgießen und 460 ml Wasser dazugeben, bevor Sie den Topf auf den Herd stellen. Deckel auflegen, zum Kochen bringen und eine Minute kochen lassen. Dann auf mittlere Hitze schalten, leicht salzen und vier bis fünf Minuten kochen (zwischendurch umrühren, damit der Reis nicht anbrennt), bevor Sie auf die kleinste Stufe herunterschalten. Zehn Minuten weitergaren, bis die gesamte Flüssigkeit absorbiert ist (bei Bedarf noch eine kleine Menge Wasser nachgießen, falls die Flüssigkeit schneller weg ist). Topf vom Herd nehmen und noch etwa zehn Minuten ziehen lassen. Den Reis vor dem Servieren mit einer Gabel oder Stäbchen kurz auflockern und nach Geschmack für japanische Gerichte noch mit einem Hauch Reisessig würzen.

Drei Arten Fleisch zu schneiden:

  1. Dicke Stücke: Das gut gekühlte Fleisch gerade herunter in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Halten Sie das Messer gerade und schneiden Sie mit einer einzigen, langen Bewegung.
  2. Dünne Stucke: Das gut gekühlte Fleisch schrag schneiden, wie beim Schneiden von Lachs. Schönere Scheiben erhalten Sie durch einen einzigen, langen Schnitt.
  3. Hauchdünne Scheiben: Fleisch einfrieren und mit der Maschine schneiden. Mit etwas Übung geht das auch mit einem superscharfen Messer – oder Ihr Metzger erledigt das.

Jonas Cramby: Japanisch Grillen

Jonas Cramby: Japanisch Grillen

Yakitori – Yakiniku – Koreanisches BBQ – Izakaya

Hädecke Verlag

Preis: 26,—

Gemeinsam Grillen macht einfach mehr Spaß?

 Wie alles für mich begann?

Im Dezember waren mein Mann und ich endlich nach langer Zeit mal wieder koreanisch essen. Das Ziel unserer kulinarischen Neugier ein koreanisches Restaurant mitten in unserem Stadtteil. Kein Edel-Schuppen, sondern ein einfaches Restaurant, aber offenbar sehr beliebt, die Bewertungen in den einschlägigen Portalen sprachen Bände. Flugs wurde also Samstag-Mittag ein Tisch reserviert und als wir um 20:00 Uhr im Lokal standen, war es proppenvoll. An der der schicken Einrichtung konnte es nicht liegen, stellten wir fest, die war eher wie in einer ganz normalen Kneipe gestaltet. Die Tische waren zu einem großen Teil mit asiatischem Publikum besetzt und ständig wurde ein tragbarer Gas-Grill an uns vorbei gebracht. An den Nachbartischen gab es zum Teil recht große Gruppen von Koreaner, die offenbar jede Menge Spaß hatten. Es wanderte zu unserem Erstaunen richtig fetter Speck auf den Grill, der gekonnt mit Salz und Sesamöl in einem kleinen Salat-Blatt eingerollt wurde und dann mit Genuss verzerrt wurde. Die Auswahl des Grillguts war recht vielfältig und ständig wurde etwas anderes an uns vorbeigetragen immer begleitet von jeder Menge kleine Schüsseln und Schälchen mit Kimchi & Co. Da kann man als Mini-Gruppe unmöglich nachstehen und schnell stand ebenfalls vor uns ein Tischgrill, auf dem es zischend schmorte.

Ich brauche neues Equipment, Schatz!

Also mein Liebster ist eigentlich immer hellhörig, wenn ich in der Küche aufrüsten möchte und hat mich auch vor der einen oder anderen dummen Anschaffung bewahrt. An diesem Abend kam jedoch von ihm die Idee, ja Mensch das wäre doch mal was In-Door-Grillen, allerdings gingen wir damals noch von einem Gas-Grill aus. Seit kurzem bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Holzkohle-Tischgrills, der jedoch auf der Terrasse betrieben wird, sicher geht nämlich vor, ich bin als Tochter eines Berufs-Feuerwehrmanns, da quasi erblich vorbelastet.

Was ist drin?

 Und jetzt bitte Rezepte!

 – oder mein Auto, meine Yacht, mein Grill – wer will das schon….

 Ich bin bei Japanisch Grillen vom Hädecke Verlag fündig geworden. Die Koreaner haben mich auf den Geschmack gebracht! Genau diese Stimmung stellte sich bei mir beim ersten Durchblättern von „Japanisch Grillen“  auch wieder ein, endlich ein Grillbuch, in dem nicht nur knochentrocken und oberlehrerhaft über Fleischstücke fachgesimmpelt wird und das zeigt wie Japaner und Koreaner den Grill-Abend mit ihren Gästen feiern! Nach einer Stunde ist bei denen nämlich längst noch nicht Schluss und die Gäste sind dann noch längst nicht vom Esstisch an die Bar abgezogen….

Wer steht am Grill?

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

 

Jonas Crambys ganze Leidenschaft gilt dem Grillen. Und zwar in jeder Form: ob groß und viel wie in seinem ersten Buch „Texas BBQ“ oder klein und fein wie hier in seinem neuen Buch, das die beiden Top-Trends JAPAN und GRILLEN aufs Köstlichste verbindet.

 Es geht um mehr als nur Grill-Rezepte…..

Jonas  liefert deshalb nicht nur Rezepte, für japanisches Yakitori, das sind die leckeren Hähnchenspieße aus Japan, um dann im zweiten Teil des Buches den ebenfalls grillverrückten Koreaner auf den Grill zu schauen, sondern er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema mit allen Facetten kurzweilig und informativ zu präsentieren:

Umfassender Rundumblick mit allem was dazu gehört!

Er stellt Grill-Utensilien (Grill, Kohle, Rost etc.) vor, kümmert sich um Technik, wie z. B. ein Hähnchen fachgerecht zerlegt wird, beschäftigt sich mit Messern, Messerpflege und hat vor allem wirklich Erfahrung mit den unterschiedlichen Geräte-Typen, die überhaupt Indoor-Grillen erst möglich machen. Auch hier gehen die Auffassungen von Europäern und Asiaten weit auseinander: es gibt dort Kohlegrills in jedem schlecht belüfteten Lokal und in BBQ-Restaurants balanciert das Personal geschickt mit glühenden Kohlen zwischen alkoholisierten Gästen, ohne dass Brandschäden, Kohlenmonoxid-Vergiftungen oder Feuersbrünste besonders häufig vorkommen. Cramby zeigt die möglichen Alternativen auf ohne etwas zu verharmlosen oder klein zu reden.

Es muss nicht immer das Premium-Fleisch sein, wenn man weiß worauf es ankommt!

 Ich schätze außerdem seine Warenkunden: Wagu-Fleisch ist lediglich die Bezeichnung für japanisches Rindfleisch lerne ich. Gemeinsam ist ihnen die genetische Veranlagung, mehr Fetteinsprengsel einzulagern. Auch preiswertere Stücke haben einen buttrigen, nussigen Charakter, der insbesondere beim Grillen fantastisch hervortritt. Wem Wagyu zu teuer ist oder wer es nicht bekommen kann, dem empfiehlt der Autor dünne Scheiben von jedem beliebigem Rindfleisch zu grillen und zeigt dabei für mich, dass er das Thema praktisch begreift, dabei aber einen ganzen Strauß an wichtigen Informationen rund um die asiatische Grill-Kultur anbietet, immer sehr unterhaltsam geschrieben und mit dem Blick für das Wesentliche, deshalb darf das Thema Grillkohle bei ihm nicht unbeachtet bleiben, denn beim Tischgrillen wünscht man sich eine Sorte, die sauber brennt, ohne zu viel Rauch und Funkenbildung. Wer jetzt der Meinung Jonas Cramby kann nur Wagyu grillen irrt gewaltig Short Ribs sind für ihn das beste Grillfleisch und er zeigt wie ein Stück Querrippe perfekt auf Koreanisch getrimmt wird. Wer Korea jedoch richtig verstehen will, kommt an den Speck-Wraps einfach nicht vorbei bestätigt er mir nochmal.

Wie sieht es mit den Begleitern und dem Spaß am Tisch aus?

 Als Begleiter unverzichtbar bei einem koreanischen Grill-Abend natürlich Kimchi, die würzige scharfe „Umami-Bombe“, ohne die in Korea kein Essen vorstellbar ist. Sehr vorteilhaft finde ich zudem, dass dieses „Nationalheiligtum“ nicht nur in der klassischen Version präsentiert wird, sondern im Buch auch ein paar schnelle Kimchi-Varianten offeriert werden.

Japaner bevorzugen „Jaki Nasu“ (gegrillte Aubergine) als Beilage und im Yakitori-Lokal ist Yaki „Onigiri“ (gegrillte Reisbällchen) als salzig knusprige Beilage quasi automatisch gesetzt, „Oyakodon“ (Reisschale mit Hähnchen und Ei) wird gerne zum Abschluss einer Mahlzeit dort serviert. Als Saucen kommen „Gyu“ Tare (Yankiniku-Sauce) als eine leichtere Version der berühmten Teriyaki-Sauce auf den Tisch, ergänzt durch „Tare“, vier klassischen Dips, bei denen Miso, Dashi, Sojasauce und Eigelb zum Einsatz als Zutaten kommen und die schnell und einfach dazu gemacht werden können.

Die frisch-knackigen Begleiter bestehen aus Kohlsalat, Gurkensnacks. Koreaner – erfahre ich -schätzen „Yukhoe“ (koreanisches Tatar), gewürzt mit dem dort unverzichtbaren Knoblauch, Honig, Sojasauce und serviert auf gestifteter Nashi-Birne, garniert mit gerösteter Sesamsaat und Pinienkernen, als Vorspeise beim Grill-Vergnügen. Sie lieben es außerdem beim Grillen eine Füllung in ein Blatt zu stopfen und dann wie ein Taco zu essen konnte ich beim Koreaner beobachten. Cramby bietet für seine Wraps Perilla-Blätter an, die es im Asia-Laden zu kaufen gibt und offeriert als Begleiter dazu koreanische Grill-Sauce, eingelegte Zwiebeln oder schlichtweg dicke Knoblauchstücke. Wer hier nicht so mutig wie die Koreaner ist, dem empfiehlt er, diese mit einem Klacks Butter im Alu-Schälchen auf den Grill zu legen. Eine geeiste Boullion mit Buchweizen-Nudeln stellt oft den Abschluss eines Grillabends in Korea dar.

Wie sieht es mit den Begleitern und dem Spaß am Tisch aus?

 Als Begleiter unverzichtbar bei einem koreanischen Grill-Abend natürlich Kimchi, die würzige scharfe „Umami-Bombe“, ohne die in Korea kein Essen vorstellbar ist. Sehr vorteilhaft finde ich zudem, dass dieses „Nationalheiligtum“ nicht nur in der klassischen Version präsentiert wird, sondern im Buch auch ein paar schnelle Kimchi-Varianten offeriert werden.

Japaner bevorzugen „Jaki Nasu“ (gegrillte Aubergine) als Beilage und im Yakitori-Lokal ist Yaki „Onigiri“ (gegrillte Reisbällchen) als salzig knusprige Beilage quasi automatisch gesetzt, „Oyakodon“ (Reisschale mit Hähnchen und Ei) wird gerne zum Abschluss einer Mahlzeit dort serviert. Als Saucen kommen „Gyu“ Tare (Yankiniku-Sauce) als eine leichtere Version der berühmten Teriyaki-Sauce auf den Tisch, ergänzt durch „Tare“, vier klassischen Dips, bei denen Miso, Dashi, Sojasauce und Eigelb zum Einsatz als Zutaten kommen und die schnell und einfach dazu gemacht werden können.

Die frisch-knackigen Begleiter bestehen aus Kohlsalat, Gurkensnacks. Koreaner – erfahre ich -schätzen „Yukhoe“ (koreanisches Tatar), gewürzt mit dem dort unverzichtbaren Knoblauch, Honig, Sojasauce und serviert auf gestifteter Nashi-Birne, garniert mit gerösteter Sesamsaat und Pinienkernen, als Vorspeise beim Grill-Vergnügen. Sie lieben es außerdem beim Grillen eine Füllung in ein Blatt zu stopfen und dann wie ein Taco zu essen konnte ich beim Koreaner beobachten. Cramby bietet für seine Wraps Perilla-Blätter an, die es im Asia-Laden zu kaufen gibt und offeriert als Begleiter dazu koreanische Grill-Sauce, eingelegte Zwiebeln oder schlichtweg dicke Knoblauchstücke. Wer hier nicht so mutig wie die Koreaner ist, dem empfiehlt er, diese mit einem Klacks Butter im Alu-Schälchen auf den Grill zu legen. Eine geeiste Boullion mit Buchweizen-Nudeln stellt oft den Abschluss eines Grillabends in Korea dar.

„Bokkeumap“ (gebratener Kimchi-Reis) und „Kimchi-Udon“ Kimchi-Nudeln) machen Kimchi-Fans glücklich, denn Jonas Cranby setzt auf eine große Zielgruppe, die bisher kulinarisch noch nicht in Japan oder Korea kulinarisch unterwegs waren und eine einfache und unkomplizierte Herangehensweise wollen.

Und zu trinken?

 Ein Grill-Abend in Japan oder Korea ohne hochprozentiges zum Abschluss oder ein frisches Bier aus der Superkühlung als Begleiter ist undenkbar, dort pflegt man eine beeindruckende Trinkkultur mit der wir uns im Westen schwer tun meint Jonas Cramby. Er hat seine Hausaufgaben für dieses Buch wirklich ernst genommen und macht uns mit „Shochu“, den japanischen Nationalschnaps bekannt und mixt sogar Cocktails damit, kümmert sich um das richtige Bar-Food dazu und gibt sogar noch eine Nachhilfestunde bei den in Korea äußerst beliebten Trinkspielen an einem solchen Abend, Koreaner genehmigen sich nämlich gerne mal einen. Für einen humorvollen Schnellkurs in koreanischer Trinkkultur empfiehlt er uns das Video von Snoop Dogg und Gangman-Star Psy mit dem treffenden Titel „Hangover“, der das alles auf die leichte Schulter nimmt.

Probiert & Verputzt:

Oyakodon Reisschale mit Hähnchen und Ei

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Es geht auch ohne den Grill anzuschmeißen und war so würzig und lecker!

 

 

 

 

 

 

Kyabetsu no sarada (Kohlsalat)

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Die Griechen können für mich ihren Krautsalat gerne einpacken, dieser ist viel leckerer und ziemlich einfach nachzumachen!

 

 

 

 

 

Shogayaki (Ingwerfleisch)

© Roland Persson aus „Japanisch Grillen

Es geht auch ohne Premium-Fleisch: Umani, Knoblauch, Ingwer, ebenso schlicht wie einfach, aber genau das richtige für einen unkomplizierten Grill-Abend!

 

 

 

 

 

Fazit: Asiatisches Grillvergnügen lässt sich lernen – oder am besten unkompliziert anfangen und natürlich ohne „Hangover“ durchkommen…

 Jonas Cramby schafft etwas was ich nicht für möglich gehalten hätte, an Grillbüchern bin ich bis jetzt ohne mit der Wimper zu zucken schnell vorbei gegangen. Ich mag diese „aufgeplusterten“ Experten nicht, die mit ihren Hochleistungsgeräten um die Wette prahlen und stundenlang oberlehrerhaft über Techniken und Fleischsorten lamentieren! Ich möchte natürlich geschmacklich auf meine Kosten kommen, aber lege ebenso Wert auf eine unterhaltsame Präsentation und vor allem auf das gemeinschaftliche kulinarische Erlebnis mit meinen Gästen. Die gängigen Grill-Bibeln sind für mich eher eine gähnend langweilige Einschlaf-Hilfe, als das sie mich interessiert und angeregt in ihren Bann ziehen und morgen gleich den nächsten Grill-Abend planen lassen. Cranby liefert für mich endlich ein Grill-Kochbuch, das aus einem Grill-Abend ein gemeinschaftliche Vergnügen macht, dass nicht nach einer halben Stunde bereits bei den Getränken endet! Ein wunderbar köstliches und kurzweiliges Buch zum Thema ohne Experten-Fach-Chinesisch und schwer zu beschaffende Zutaten, das den Zugang zur asiatischen Grill-Kultur für mich und andere unkompliziert möglich macht, ohne dass der Spaß und das Vergnügen dabei auf der Strecke bleiben! Es punktet zudem bei mir mit einer schönen visuellen Einstimmung durch sehr viele auch Non-Food-Fotos und mit überschaubarer stimmiger Rezeptauswahl und einfach gehaltenen Rezepten, bei denen vor allem die Nicht-Experten und Anfänger eingeladen sind, die einen einfachen Zugang zu dieser Materie zu schätze wissen.

P.S. Niemand muss sich für dieses Buch in Unkosten stürzen und neues Equipment anschaffen, der haushaltseigene Grill reicht völlig und für vieles wird er gar nicht benötigt, das lässt sich ebenso in der Pfanne zubereiten.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

 

Würzige Lammspieße mit Zucchini

© Joerg Lehmann/Brandstätter Verlag

Quelle: Richard Rauch/Katharina Seiser: Sommer – Die Jahreszeitenkochschule

Fotos: Jörg Lehmann

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Perfekt für die Samstagsabend Grillbeladung, unsere Gäste waren sehr angetan und wollten auch gleich das Rezept und die Kräuterpinsel haben für großes Aufsehen gesorgt! P.S. Lammschlögel ist für uns Piefkes Lammkeule.

Ein Spiel mit Konsistenzen und Geschmäckern. Es muss ja nicht immer ein großes Stück Fleisch sein.

Zutaten (für 4 Personen):

8 Holzspieße

500 g Lammschlögel (alternativ Frikandeau, Schale oder Rücken mit Fett)

  1. 1–2 TL Universal-Grillgewürz (s.u.)

1 Avocado (idealerweise Sorte Hass, nicht zu reif)

1 mittlere gelbe oder grüne Zucchini (ca. 350 g)

für das Universal-Grillgewürz:

3 EL grobes Meersalz

2 EL geräuchertes mildes Paprikapulver

2 EL Koriandersamen

1 EL Szechuanpfeffer

½ EL schwarzer Pfeffer

Kräuterpinsel und Olivenöl S. 90:

10 Zweige Rosmarin

5 Zweige Thymian

Küchengarn (aus der Naturfaser, ohne Plastik)

1 langer Metallspieß zum Fixieren

100 ml Olivenöl

Rosmarin und Thymian zu einem Bündel formen und mit Küchengarn fest zusammenbinden Zum Stabilisieren und für ein besseres Handling Spieß in das Bündel stecken. Pinsel in eine Schüssel mit Olivenöl stellen. Fleisch vor dem Auflegen mit dem Öl einpinseln.

Dieser Pinsel ist ideal fürs Bepinseln des Grillguts und des Rosts, er ist besser hitzebeständig als Silikonpinsel und gibt ein feines Kräuteraroma.

Zubereitung:

Für das Grillgewürz alle Zutaten in einen Standmixer geben und auf hoher Stufe fein mixen. In ein Einmachglas füllen.

Holzspieße in kaltem Wasser einweichen.

Lammschlögel mit einem scharfen Messer von Sehnen befreien, in 2 cm große Stücke schneiden.

Mit Grillgewürz einreiben. Avocado der Länge nach vierteln, Kern entfernen, Haut abziehen. Zucchini der Länge nach halbieren, mit einem Esslöffel das Kerngehäuse auskratzen. Zucchini und Avocado in 2 cm große Stücke schneiden.

Fleisch und Gemüse abwechselnd auf die Holzspieße aufteilen. Grillrost mit dem Kräuterpinsel mit Olivenöl bepinseln. Spieße auflegen und auf jeder Seite 2–3 Minuten bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze grillen. 5 Minuten rasten lassen.

Getränk: St. Laurent

Tipp: Universal-Grillgewürz passt auch gut zu Schwein, Geflügel oder gegrilltem Gemüse wie Zucchini und Paprika.