Hähnchen aus dem Reich der Mitte

© EMF/Dan Jones

Quelle: Alexis Gabriel Aïnouz: French Guy Cooking

100 Wow-Rezepte und genial Küchen-Hacks

Edition Michael Fischer

Preis: 18,– €

Dieses Hähnchen ist der Hit, da waren sich alle am Tisch einig! – Allerdings haben wir es mit den Röst-Aromen nicht übertrieben und das Huhn vermutlich ein wenig eher aus dem Ofen befreit als in Paris! Das Fünf-Gewürze-Pulver  war eine echte Entdeckung – für mich am liebsten selbstgemacht, es lohnt sich! P.S.: Wir haben Koriander-Kartoffeln dazu gegessen.

Dieses Rezept ist eine Hommage an Jamie Olivers Empire–Curryhähnchen, mit dem er das multikulturelle Großbritannien hochleben lässt. Meinen Respekt, Jamie!

 Zutaten(für 4 Personen):

 Für das Fünf-Gewürze-Pulver

(überschüssiges Pulver kann mehrere Monate in einem luftdichten Behälter dunkel und kühl gelagert werden. Ich sollte das zwar nicht sagen, aber Sie können auch fertiges Fünf-Gewürze-Pulver verwenden: Besser Sie haben gekauftes zu Hause als gar keins.)

1 EL Szechuanpfefferkörner

5 ganze Sternanis

1 TL ganze Nelken

1–2 Zimtstangen, je nach Größe

1 EL Fenchelsamen

Für die Marinade

4 Frühlingszwiebeln, weiße und grüne Teile getrennt

3 EL geschmacksneutrales Öl

2 Knoblauchzehen, fein zerdrückt

2,5 cm frischer Ingwer, gerieben

3 EL helle Sojasauce

1 EL Reisessig oder Apfelessig

1 EL brauner Zucker

1 Hähnchen von ca. 1,5 kg, aus artgerechter Haltung

1 TL Maisstärke

350 ml Hühnerbrühe

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

 Zubereitung:

Für das Fünf-Gewürze-Pulver alle Gewürze in einer Pfanne ohne Fett bei starker Hitze anrösten, bis sie zu duften beginnen. Anschließend im Mörser zu einem feinen Pulver zerstoßen.

Für die Marinade alle weißen Teile und zwei grüne Teile von den Frühlingszwiebeln fein hacken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die gehackten Zwiebeln bei mittlerer bis starker Hitze darin anbraten, bis sie goldbraun sind. Das aromatisierte Öl auffangen und die gebratenen Zwiebeln auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das Öl mit Knoblauch, Ingwer, Sojasauce, Essig, Zucker und 2 EL Fünf-Gewürze-Pulver vermischen und zu einer Paste verrühren.

Die Hähnchenschenkel einschneiden und das Hähnchen rundum mit 3/4 der Gewürzpaste einreiben. Mit Gummihandschuhen machen Sie sich zwar weniger schmutzig, haben aber auch weniger Spaß dabei (immer diese Franzosen…). Das Hähnchen auf einen Teller legen, mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ruhen lassen. 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Das Hähnchen auf einen Rost legen, ein Glas Wasser in ein Blech gießen und etwa 1 1/2 Stunden im Ofen braten. Inzwischen die restliche Gewürzpaste bei schwacher Hitze in einer Pfanne erwärmen. Maisstärke mit Hühnerbrühe vermischen und in die Pfanne gießen. Unter Rühren aufkochen. Köcheln lassen und einkochen, bis eine sirupartige Sauce entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Hähnchen aus dem Ofen nehmen und mit einem Messer zwischen Schenkel und Körper einstechen. Ist der austretende Saft klar, ist das Hähnchen fertig! Mit Folie bedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Servieren Sie das Hähnchen mit großem Pomp und reichen Sie die Sauce dazu. Die restlichen grünen Teile der Frühlingszwiebeln fein hacken und mit den gebratenen Zwiebeln über das Hähnchen streuen.

 

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Tom Kha Gai mit Gemüse und Huhn

©Gräfe und Unzer Verlag/Maria Grossmann und Monika Schürle

Quelle: Susanne Walter: Brühen vom Feinsten

Fotos: Maria Grossmann und Monika Schürle

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 24,99 €

Sehr harmonisch aus balanchierte Geschmacksnoten – sauer oder scharf, hier gibt es keinen eindeutigen Sieger, die milde Kokosnuss hält beide in Schach! Wunderbar, dass die „Walter“ zudem Wert auf Qualität legt und grüne Currypaste selbstgemacht wird! Für die Brühe statt eines ganzen Huhn, Hähnchenkeulen zu verwenden ist einfach und praktisch!

 Die Schärfe von Chili und Ingwer wird durch milde, fettreiche Kokosmilch abgerundet – dieser perfekten Kombination verdankt die Tom Kha Gai weltweite Beliebtheit.

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Brühe:

2 Hähnchenkeulen (à ca. 250 g)

Salz

1 Zwiebel

1 Möhre

1 Stange Lauch

1 Stange Zitronengras

4 Kaffir-Limettenblätter

1 Stück Ingwer (ca. 30 g)

1 Sternanis

½ TL Korianderkörner

Für die Gewürzpaste:

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

1 Stück Ingwer (ca. 25 g)

1 Bio-Limette

1 grüne Chilischote (je nach Schärfegrad auch mehr oder weniger)

¼ Bund Koriandergrün

2 EL Sonnenblumenöl

Außerdem:

2 EL Pflanzenöl

400 g Kokosmilch

200 g Baby-Maiskolben

200 g Zuckerschoten

200 g Möhren

1 rote Chilischote (nach Belieben)

1 TL Fischsauce

2 EL Sojasauce

2 TL Rohrzucker

1 Handvoll Koriandergrün

Zubereitung:

Für die Brühe Hähnchenkeulen kalt abspülen, zusammen mit 2 l Wasser und 1 EL Salz in einen großen Topf geben und zum Kochen bringen.

Zwiebel und Möhre schälen, den Lauch putzen und zusammen mit dem Zitronengras und den Kaffir-Limettenblättern waschen. Das Gemüse und das Zitronengras grob zerkleinern, Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden. Die vorbereiteten Zutaten mit den Gewürzen zu den Hähnchenkeulen geben. Die Suppe offen bei niedriger bis mittlerer Hitze 40–50 Min. leise köcheln lassen, dabei bei Bedarf noch etwas Wasser angießen.

Für die Würzpaste Schalotte, Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Die Limette heiß waschen, abtrocknen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Chilischote waschen, halbieren, von Kernen befreien und klein schneiden. Koriandergrün waschen und grob hacken. Die Hälfte des Limettensafts und die restlichen Zutaten in einem Standmixer fein pürieren.

Die Hähnchenkeulen aus dem Topf heben und etwas abkühlen lassen, dann die Haut entfernen, das Fleisch von den Knochen lösen und dieses in mundgerechte Stücke schneiden oder zupfen. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen.

In einem Topf das Öl erhitzen. 2 EL der Würzpaste darin bei mittlerer Hitze leicht anbraten. 1,2 l Brühe angießen und 10 Min. leise köcheln lassen, Kokosmilch angießen und die Brühe weitere 10 Min. köcheln lassen.

Währenddessen die Baby-Maiskolben waschen und längs halbieren. Die Zuckerschoten waschen, putzen und längs in 5 mm breite Streifen schneiden. Die Möhren putzen, schälen und in feine ca. 5 cm lange Streifen schneiden. Die Chilischote – falls verwendet – waschen, von Stiel und Kernen befreien und in feine Ringe schneiden.

Die Kokossuppe mit Limettensaft, Fisch- und Sojasauce, etwas Rohrzucker und den Chiliringen abschmecken. Das vorbereitete Gemüse zufügen und die Suppe einmal aufkochen lassen. Fleisch zufügen und in der heißen Suppe erwärmen. Koriander waschen, trocken schütteln und hacken. Tom Kha Gai in vier Schalen füllen und mit Koriander bestreut servieren.  

 Zubereitungszeit: 1 Std. 25 Min.
Pro Portion ca. 490 kcal, 26 g E, 33 g F, 20 g KH

Pondicherry Hähnchen

©Manos Chatzikonstantis

Quelle: Tessa Kiros: Von der Provence bis nach Pondicherry

Fotos: Manos Chatzikonstantis

Gerstenberg Verlag

Preis: 34,–

Indien light: Die aromatische Würzpaste aus Senfsamen, Kreuzkümmel, Ingwer und Knoblauch verbindet sich mit Kokosmilch und den frischen Curry- u. Korianderblättern zu einem großartigem Geschmackserlebnis. Frische Curryblätter sind häufig schwer zu bekommen, machen hier jedoch einen beträchtlichen Unterschied zu der getrockneten Alternative. Ein Curry das sich aufgrund seiner milden Würze auch Bestens für Gäste eignet. Alles lässt sich prima vorbereiten. Die Kardamom-Kokos-Creme dazu ist einfach klasse!

Dieses eher milde Curry ist schnell und leicht zubereitet. Wer es scharfer mag, verwendet die Chilischoten unentkernt oder nimmt einfach einige mehr.

 Zutaten (für 4 Personen):

3 EL Sesamöl

¼ TL schwarze Senfsamen

¼ TL Kreuzkümmelsamen

1 Zwiebel, gehackt

2 TL Knoblauch-Ingwer-Paste (siehe Seite 149)

2 grüne Chilischoten, entkernt und fein gehackt 2 TL Masala-Mischung (siehe Seite 148)

1 TL Kurkumapulver

125 g Tomaten, gehackt, aus der Dose

500 g Hähnchenbrüste ohne Haut, in

2–4 cm breite Streifen geschnitten

Salz

250 ml Kokosmilch

Für die Gewürzzubereitung

1 EL Sesamöl

¼ TL schwarze Senfsamen

¼ TL Kreuzkümmelsamen

½ große getrocknete rote Chilischote

3–4 frische Curryblätter, zerkleinert

1 EL Korianderblätter, gehackt

Zum Servieren:

einige Korianderblätter, gehackt

etwas Kardamom-Kokos-Creme (siehe Seite 188)

einige unbehandelte Limettenspalten

einige Appams (siehe Seite 188)

Zubereitung:

Das Öl in einem weiten Topf mit schwerem Boden erhitzen und die Senf- und Kreuzkümmelsamen darin rösten, bis sie knistern. Die Zwiebel hinzufügen und hellbraun und weich braten. Knoblauch-Ingwer-Paste, grüne Chilischoten, Masala und Kurkuma dazugeben und anschwitzen, bis die Mischung zu duften beginnt. Die Tomaten dazugeben und die Gewürze mit einem Holzlöffel von Boden und Rand des Topfes lösen. 125 Milliliter Wasser zugießen und einige Minuten offen köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

Das Hähnchenfleisch hinzufügen, salzen und alles verrühren. Die Kokosmilch dazugießen, die Hitze reduzieren und zugedeckt etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei mehrmals umrühren, damit nichts anbrennt. Die Sauce sollte schön dick und das Fleisch zart sein.

Für die Gewürzzubereitung das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Senf- und Kreuzkümmelsamen darin rösten, bis sie knistern. Die getrocknete Chilischote und die Curryblätter dazugeben. Noch kurz weiterbraten, vom Herd nehmen und über das Hähnchenfleisch geben. Den Koriander einrühren.

Das Hähnchen mit Koriander bestreuen und warm servieren. Kardamom-Kokos-Creme, Limettenspalten und Appams (knusprige Reismehl-Pfannkuchen, Rezept auf Seite 188) dazu reichen.

Rotes Hühnchen mit Kartoffeln

© Lennart Weibull

Dieses Gericht (suneye) ist im arabischen Raum ein echter Klassiker. Nidal Kersh zeigt eine sehr unkomplizierte Version, die uns gerade deshalb sehr gut gefallen hat. Ergänzt habe ich noch eine ein paar Knoblauchzehen, die für uns unbedingt dazu gehören!

Quelle: Nidal Kersh: Falafel, Kebab, Shakshuka

Essen wie in Jerusalem. Die Klassiker der orientalisch-arabischen Küche

Fotos: Lennart Weibull

Riva Verlag

Preis: 19,99 €

 Zutaten (für 4 Portionen):

2 große Zwiebeln

Saft von 1 Zitrone

3 EL Sumak

200 g Paprikamark

4 Hühnerschenkel, ca. 600 g

500 g festkochende Kartoffeln

Olivenöl

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Meine Großmutter hat dieses Gericht oft für uns gekocht. Auf Arabisch heißt es suneye, was Blech bedeutet. Die Hühnerschenkel auf dem Blech kann man leicht für die ganze Familie zubereiten.

Zutaten:

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Die Zwiebeln schälen, fein hacken und in eine Schüssel geben.

Die Zitrone darüber pressen und Sumak und Paprikamark dazugeben.

Die Hühnerschenkel mit der Masse einreiben und marinieren lassen. Währenddessen die Kartoffeln in 5 mm dicke Scheiben schneiden.

Ein Backblech mit Öl bestreichen und die Kartoffeln darauf verteilen. Salzen und pfeffern. Das Hühnchen auf die Kartoffeln legen und im Ofen ca. 45 Minuten backen. Dann kontrollieren, ob das Hühnchen fertig ist. Der Fleischsaft sollte klar und nicht rosafarben sein, wenn man ins Fleisch schneidet.

Dusy: Ziemlich beste Burger

Dusy: Ziemlich beste Burger

Fotos: Tina Bumann

Edition Michael Fischer

Preis: 15,– €

Wie geht der Burger-Baukasten kreativ und abwechslungsreich?

 Burger sind jetzt endlich auch meins!

 Burger und ich, dass ist eine Liebe, die erst kürzlich begann, obwohl ich keine Vegetarierin bin. Warum lässt sich schnell zusammenfassen. Die „Burger-Bratereien“ habe ich in meinem Alter längst hinter mir gelassen und im Restaurant bestelle ich mir lieber ein gut gebratenes Steak als den Fleisch-Klops der Superlative. Ich stehe auf Ausflüge in andere Aromawelten und liebe es, wenn alles von Hand gemacht ist. Deshalb sind die Burger und ich bislang nicht richtig zusammengekommen. Kochbücher stehen bei mir schon wegen meiner Buchhandelszeiten und jetzt natürlich durch den Blog in rauen Mengen rum, allerdings ist kein einziges Burger-Kochbuch dabei, obwohl ich inzwischen gemerkt habe, da gibt es inzwischen einige recht gute, die auch meine Anforderungen an die Qualität der Produkte erfüllen können.

Dieses Burger-Buch will ich haben!

 Beim Blättern in Verlagsvorschauen, bin ich sofort dabei, wenn es um Aromen und Länderküche geht, genauso schnell bin ich bei Burger-Kochbüchern bis jetzt draußen gewesen. „Ziemlich beste Burger“ von Tanja Dusy hat mich jedoch interessiert, weil hier all das zusammenkommt, was mir bei Kochbüchern wichtig ist:

 Über die Autorin:

 

© EMF/Tina BurmannTanja Dusy fühlt sich am wohlsten, wenn es in der Küche rund geht. Sie schreibt seit 15 Jahren erfolgreich Kochbücher und war lange Zeit als Redakteuerin tätig. Als Küchenprofi entwickelt sie Rezepte, die nicht nur verlässlich gelingen, sondern auch das besondere Etwas haben.

Über die Fotografin:

Auf dem Blog von Tina Bumann tinatausendschoen.de findet man tolle, abwechslungsreiche Rezeptideen mit einer Vielzahl von stimmungsvollen und einladenden Bildern. „Fotos, bei denen jedem direkt das Wasser im Mund zusammenläuft“. Tina arbeitet als freie Fotografin, Food-Stylistin und Rezeptentwicklerin. Ihre Fotos schmücken zahlreiche Cover und Magazinseiten, Homepages und Sozial-Media-Kanäle.

Simply the best lautet Ihre Devise direkt vom Start weg…

Tanja Dusy packt gleich zu Beginn ihren Burger-Baukasten aus und es gibt reichlich Anleitung in Hülle und Fülle: Alles wird selbst „haus“-gemacht, vom Patty, über die Buns, bis zu Mayonnaise, Ketchup, Relish, Pickles, Röstzwiebeln und anderen Gemüse-Buddies des Fleischklopses. Das gilt auch für Pommes und Beilagen wie z. B. Coleslaw, bei ihr kommt nichts aus der Tüte! Außerdem nimmt sie sich Zeit und holt alle ab, Burger-Anfänger bekommen fachkundig mit vielen step-by-step Anleitungen und kleinen Foto-Tutorials erklärt, wie das Fleisch beschaffen sein sollte, was es zu beachten gibt, wenn man es nicht selber durchdrehen möchte, wie man Pattys formt, Buns bäckt und extra frische Beilagen dazu serviert.

Ein Burger auf Reisen….

 Machen andere auch, wird manch einer jetzt einwerfen, ja vielleicht, ich kann das im Moment schlecht vergleichen, aber ich kann sagen, warum mich dieses Buch sofort gehabt hat, obwohl ich nicht zur Burger-Fan-Gemeinde gehöre. Frau Dusy ist schon bei den Grundrezepten äußerst kreativ und hat in ihrem wunderbaren Burger-Bauchladen neben den klassischen Rezepten jede Menge spannendes dabei: Bei ihr gibt es Buns mit Safran oder Tintenfischtinte, die im Rezeptteil großartig als Oriental oder Spanish Burger defilieren. Es gibt nicht bloß eine schnöde handwerklich gut gemachte Mayonnaise, sondern der orientalische Fleischklops liebt Safran-Mayonnaise und wem das nicht reicht,der hat eine Fülle von anderen Optionen, wenn er selbst kreativ werden möchte, z.B. Wasabi-, Orangen-, Maracuja, Estragon-, oder Miso-Mayonnaise und keine Angst das war längst nicht alles was das Buch bei Mayonnaise zu bieten hat. Dieses Programm zieht sich durch alle Stationen des Burger-Baukasten und das macht die Burger-Reise so spannend und lecker und ungeheuer vielseitig: Die Schweden sind mit einem Elchtest Burger dabei, die Spanier bringen ihren Spanish Night Burger auf den Tisch, die Holländer setzen auf Old-Amsterdam und die Türken auf die Bosperus-Variante beim Fleisch-Klops. Ich könnte jetzt noch so einiges aufzählen, mache ich aber nicht, ich will ja nicht gleich alles verraten.

Und was machen die Geflügel-/Fisch-Fans und Vegetarier?

 Ganz einfach auch für Euch hat die Autorin sich viel Mühe gemacht, es gibt z. B. einen fruchtigen Tandori-Chicken Burger mit Mango, einen Jackie-Chan Burger mit Thunfischsteaks, Ananas, Avocado und Wasabi-Sprossen und für mich den Helgoland-Burger mit Krabben und Selachs-Patty.

Gemüse-Fans und Vegatarier werden z. B. fündig bei einem Bombay-Burger mit einem Patty aus Süßkartoffeln und Garam-Masala oder bei Mr. Green Bean ist nicht nur gesund, sondern sieht super aus, weil er auf rosa Pickles als Accessoire setzt.

Praxis-Test:

Um es vorweg zu nehmen, es war köstlich, alle probierten Rezepte waren genau mein Ding, geschmacklich großes Kino, wie schön, dass die Autorin die Burger hat Meilen sammeln lassen. Ich mag eigentlich keinen Fertigkram bin jedoch keine Basteltante, wenn ich mir das antue, dann muss ich mit Überraschungen belohnt werden und es sollte dann auch nicht nur gut sein, sondern „sau gut“ und das waren die probierten Rezepte, die mir durchaus ein wenig Arbeit gemacht habe alle, trotzdem immer gerne wieder!

Elchtest Burger – vergesst die trocknen Ikea-Buletten – hier geht es deutlich leckerer!

Spanish Night Burger – Großes Gaumenkino – und ein echter Augenschmaus

Oriental-Burger – ein würziges Lamm-Patty macht einen Ausflug in den Souq…..

Fazit: Ein Burger-Buch für alle, die mehr wollen!

Ich mache es kurz, ich habe das für mich ultimative Burger-Buch gefunden, mir reicht dieses, es wird keine weiteren Geschwister in meinem Kochbuch-Regal geben! Genau das habe ich gesucht, den ultimativen Burger-Baukasten, der viele köstliche Komponenten anbietet, um selbst kreativ zu werden und die kulinarische Burger-Reise, auf die mich Tanja Dusy glücklicherweise mitgenommen hat, war für mich ein Feuerwerk an Aromen und es gab jede Menge leckere und spannende Fleisch-Klopse. Ich esse ja Fleisch, mag jedoch gerne Abwechslung und da kommt man in diesem Buch ebenfalls voll auf seine Kosten, Ob Fleisch, Fisch, Geflügel oder Gemüse Frau Dusy hat alle lieb und liefert tolle Kreationen, die nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch für die Mühe belohnen, die ganz und gar selbstgemachte Burger nun mal machen und das tolle ist, das Ganze ist mit 15,– € bei der Fülle an Informationen und tollen Rezeptideen wirklich ein Schnäppchen. Weltoffene und geschmacksverliebte Burger-Fans, die auf Qualität setzten und ein wenig Zeit investieren wollen, können es in meinen Augen nicht besser treffen!

Vielen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar.

Marokkanischer Hähnchensalat mit Aprikosen

© Tam West

Saftiges Hähnchenfleisch, würzige Marinade (Ich bin definitiv Piment-Fan geworden!) süße Aprikosen, verbunden durch ein wunderbar cremiges Dressing und on top crunchy Nüsse und ein bisschen Aroma-Kick durch die Kräuter. Das gefiel allen am Tisch wunderbar! Und ja Mayonnaise kann man auch selber machen.

Der König aller Hähnchensalate! Er ist eine vollwertige Mahlzeit, sieht wunderschön aus, schmeckt sensationell gut, macht viele Esser satt und ist, selbstverständlich, perfekt, wenn Gäste kommen. Es müssen nur ein paar kleine Dinge im Voraus zubereitet werden, der Rest geht dann sehr schnell. Wenn ihr möchtet, könnt ihr Reis statt Couscous verwenden – dann habt ihr auch ein glutenfreies Gericht. Und wenn ihr es etwas schärfer mögt, mischt ein paar Chiliflocken unter die Marinade.

Zutaten (für 6–8 Portionen):

 Aprikosen:

350 ml Orangensaft

50 g Honig

150 g getrocknete Aprikosen,

geviertelt

Hähnen und Marinade:

1 kg Hähnchenschenkelfilets

(ohne Haut und Knochen)

60 ml natives Olivenöl extra

3 TL gemahlener Kreuzkümmel

3 TL gemahlene Koriandersamen

2 TL Paprikapulver

2 TL gemahlene Kurkuma

je 1 Prise gemahlener Piment,

Ingwer und Muskatnuss

¼ TL gemahlener Zimt

je ½ TL schwarzer und weißer

Pfeffer aus der Mühle

Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Salz

Pflanzenöl zum Braten

Dressing:

Blätter von 1 Bund Koriandergrün, frisch gehackt

60 g Naturjoghurt

60 g Mayonnaise (siehe unten)

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

Salz und schwarzer Pfeffer

aus der Mühle

Zum Fertigstellen:

100 g Mandel- oder

Pistazienkerne, grob gehackt

Salz

1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

Saft von 1 Zitrone

250 g Couscous

200–300 g Babyspinat

Blätter von 1 Handvoll Minze, frisch gehackt

Petersilienblättchen oder Koriandergrün zum Garnieren

Zubereitung:

Orangensaft und Honig in einem kleinen Topf erhitzen. Gut verrühren und die Aprikosen untermischen. In eine Schüssel oder einen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss füllen und im Kühlschrank 1 Stunde, besser über Nacht, kalt stellen. Vor dem Servieren abtropfen lassen.

Das Hähnchenfleisch mit den Zutaten für die Marinade sorgfältig in einer Schüssel vermengen und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.

Den Grill oder eine Pfanne vorheizen und fetten. Das Fleisch von einer Seite goldbraun anbraten. Dann wenden, die Temperatur auf mäßig-schwache Hitze reduzieren und das Hähnchen noch etwa 10 Minuten weiterbraten, bis es gar ist. Zwischenzeitlich ein weiteres Mal wenden. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen, dann in Alufolie wickeln, beiseitelegen und 5–10 Minuten ruhen lassen.

Die Zutaten für das Dressing sowie 3 EL des Orangen-Aprikosen-Safts in einer kleinen Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Mandeln in einer kleinen Pfanne ohne Fett ein paar Minuten aromatisch rösten. Leicht salzen und beiseitestellen.

In einer kleinen Schüssel die Zwiebel mit einer ordentlichen Prise Salz und dem Zitronensaft mischen. Überschüssige Flüssigkeit kurz vor dem Servieren ausdrücken.

Den Couscous laut Packungsanweisung garen, bei Bedarf abgießen und in eine große Schüssel füllen. Mit Zwiebelringen, Spinat, Minze, den abgetropften Aprikosen und 2 EL Dressing vermischen. Auf einer Servierplatte anrichten.

Das warme Hähnchenfleisch in Scheiben schneiden und auf dem Couscous arrangieren. Den beim Ruhen ausgetretenen Saft über das Fleisch geben. Mit dem restlichen Dressing beträufeln und mit

gerösteten Mandeln und frischen Kräutern garnieren.

Arbeitszeit: 1 Stunde, plus

1–24 Stunden marinieren

Garzeit: 30 Minuten, plus

10 Minuten ruhen

Mayonnaise und Aïoli

Mayonnaise funktioniert ziemlich einfach mit dem Stabmixer, schaut einfach mal hier

Ich bin der Meinung, jede Hobbyköchin und jeder Hobbykoch sollte die Zubereitung dieser beiden beliebten Würzmittel beherrschen. Es ist nicht schwer, und wenn man sie selbst macht, hat man am Ende ein wirklich reines Produkt. Industriell produzierte Mayonnaise und Aïoli enthalten meist Konservierungsmittel, Stabilisatoren und minderwertiges Öl. Noch schlimmer: In »low fat« Produkten sind oft gemeine Stärke, Zellulosegel oder andere Zusatzstoffe enthalten, um die Textur der Vollfett-Varianten zu simulieren. Macht sie besser selbst und genießt das einzig Wahre.

In der Küchenmaschine Ei, Eigelb und Dijonsenf etwa 10 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse mixen. (Alternativ eine große Schüssel zuerst mit heißem Wasser füllen, um sie aufzuwärmen – so wird die Mischung besser andicken –, dann sorgfältig abtrocknen und die Zutaten hineingeben. Jetzt wird nur noch ein Schneebesen benötigt sowie Kraft und Ausdauer im Unterarm.)

Das Öl in einem Messbecher oder einer kleinen Kanne, aus dem/der es sich gut ausgießen lässt, bereitstellen. Die Küchenmaschine weiter laufen lassen und das Öl in möglichst feinem Strahl langsam in die Eiermasse gießen. Wird das Öl zu schnell untergemischt, emulgieren die Zutaten nicht, d.h. die Masse dickt nicht an. Nach etwa der Hälfte des Öls sollte die Masse andicken. (Wird die Mayonnaise per Hand aufgeschlagen, muss das Öl teelöffelweise zugefügt werden.)

Die zweite Hälfte des Öls kann etwas schneller zugefügt werden. Zum Schluss mit einem Teigschaber die Masse von den Innenseiten der Schüssel lösen und alles erneut kurz mixen. Es sollte eine sehr dickflüssige Mayonnaise entstanden sein. Den Zitronensaft untermischen und mit einer ordentlichen Prise Salz und Pfeffer abschmecken. Die fertige Mayonnaise lässt sich bis zu 2 Wochen in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. (Orientiert euch auch am Mindesthaltbarkeitsdatum der Eier – bis dahin sollte die Mayonnaise auch in Ordnung sein.)

Aïoli

Aïoli wird im Grunde genommen genauso zubereitet wie die Mayonnaise, nur wird im ersten Schritt zusammen mit Eiern und Senf eine Zehe zerdrückter Knoblauch mit püriert. Für einen wärmeren, weniger scharfen Geschmack gerösteten Knoblauch verwenden.

Arbeitszeit: 20 Minuten

Ergibt etwa 400 g

Chelsas Tipp:

Das verwendete Öl macht das Endprodukt aus.

  • Traubenkernöl ist wegen seines neutralen Geschmacks eine gute Wahl. Für mehr Aroma ersetzt 60 ml davon durch natives Olivenöl extra.
  • Rapsöl ist neutral im Geschmack und daher gut für dieses Rezept geeignet. Nach Belieben könnt ihr die Hälfte durch leichtes Olivenöl ersetzen.
  • Ausschließlich Olivenöl (gilt auch für extra natives) zu verwenden macht sich gut, wenn man den  Geschmack von Olivenöl liebt, viele empfinden es in Mayo aber als zu streng.     Ich empfehle, es         1:1 mit neutralem Pflanzenöl zu mischen.

Chili-Brat-Hähnchen

„©Hardie Grant Books, Richmond, Victoria/London, 2017, Text: Rebecca Seal, Fotografie: Steven Joyce, f. d. dt. Ausgabe: Dorling Kindersley Verlag, 2017

(Frango Assado com Piri-Piri)

Quelle: Rebecca Seal: Lissabon- Rezepte aus dem Herzen Portugals

Fotos: Steven Joyce

Preis: 24,95 €

Verlag Dorling Kindersley

Lecker, wir mochten es sogar noch ein wenig schärfer, bei den Paprika würde ich mir beim nächsten Mal, die Mühe machen, mehr Paprika zu nehmen und diese vor der Verarbeitung im Ofen zu rösten und zu häuten, das bringt ein wenig Rauch-Aroma und Süße, die hier sehr gut passt, auch wenn das ein wenig mehr Arbeit macht, im Rezept für die Piri-Sauce wird das mit Whisky probiert. Auch Essig und Olivenöl habe ich großzügiger eingesetzt. Wer kein Piri-Piri Pulverbekommt  stellt es einfach selbst her (½ TL Cayennepfeffer,  1 TL Oregano, getrocknet, 1 ½ TL Paprikapulver, edelsüß, Salz) je nach der verwendeten Menge und Sorte der Chili, muss man den Cayenne-Pfeffer ggf. noch etwas reduzieren.)

Wer Appetit auf scharf gewürztes Hähnchen hat, ist in Lissabon genau richtig. In fast allen Stadtvierteln gibt es mindestens eines der einfachen Restaurants, die auf Holzkohle gegrillte Chilihähnchen mit Pommes frites und Salat anbieten. Oft stehen auch frittierter Kabeljau, gegrillte Sardinen und chouriço und Reis mit Fisch oder Meeresfrüchten auf der Speisekarte. Die Einheimischen nehmen sich etwas mit oder essen gleich an den mit Papier gedeckten Tischen, trinken dazu ein eiskaltes Bier oder eine Karaffe Vinho Verde, ein junger portugiesischer Weißwein. Mehr zu Piri-Piri, den in Portugal allgegenwärtigen Chilischoten, finden Sie auf Seite 171. Das klassische Chilihühnchen wird separat gegrillt, aber wer ein schnelles und unkompliziertes Essen möchte, mischt grobe Zwiebelwürfel, eine ganze Knoblauchknolle, klein geschnittene Kartoffeln oder  Süßkartoffeln und vielleicht auch einige dickere Paprikastreifen in einer  Pfanne mit einem großzügigen Esslöffel Olivenöl und brät alles zusammen. Diese Marinade kann für ein ganzes Hähnchen verwendet werden (dann eine größere Menge Marinade zubereiten), aber auch für Hähnchenflügel oder -schenkel. Flügel benötigen die Hälfte der unten an- gegebenen Garzeit, Schenkel etwa 5 Minuten weniger.

Zutaten (für 4 Personen):

4 Bio-Hähnchenkeulen

4 EL Piri-Piri-Sauce (fertig gekauft oder nach Rezept s. S. 171)

1 Knoblauchknolle, quer halbiert

2 EL Olivenöl etwas Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten auf ein Backblech geben und alles gründlich miteinander vermischen, sodass die Hähnchenteile gut mit der Marinade überzogen sind. Das Hähnchen kann sofort zubereitet werden, besser ist aber, es möglichst lange durchziehen zu lassen, zum Beispiel über Nacht im Kühlschrank. Den Backofen auf 180 °C vorheizen, das Backblech in den Ofen geben und alles je nach Größe und Dicke der Hähnchenteile 45–55 Minuten garen. Das Hähnchen ist gar, wenn die Haut knusprig ist, das Fleisch sich leicht vom Knochen lösen lässt und der Fleischsaft nicht mehr blutig ist.

Piri-Piri-Sauce

Piri-Piri-Sauce ist in Portugal und seinen früheren Kolonien, den Kapverden, Brasilien, Angola, Mosambik und Goa enorm beliebt, aber auch in Großbritannien, den USA, Australien, Südafrika und Simbababwe. Sie eignet sich für Hähnchen-Gerichte (s. S. 141), passt zu Grill- und Bratwürsten, Fisch und Meeresfrüchten, ist aber auch ideal für Marinaden – statt Tabasco kann man mit ihr sogar Cocktails verfeinern.

Chilischoten stammen ursprünglich aus Südamerika, werden aber schon seit Jahrhunderten in Afrika angebaut, nachdem sie womöglich von Portugiesen über den Atlantik gebracht wurden. Danach haben sie sich über die ganze Welt verbreitet und aus den unzähligen Kreuzungen entstanden die kleinen scharfen Schoten, die wir heute kennen.

Es herrscht ein wenig Verwirrung, ob es sich bei Malagueta, Piri-Piri und der afrikanischen Bird’s-Eye um ein und dieselbe Sorte handelt, da ihre Benennungen, oft durcheinander gehen. Wie auch immer sie genannt werden, sie sind klein, äußerst scharf und werden erst verwendet, wenn sie rot werden. Wegen ihrer extremen Schärfe trage ich beim Verarbeiten Handschuhe und reinige danach sehr gründlich alles, was mit ihnen in Berührung war, damit nichts davon an die Augen oder empfindliche Hautstellen kommt. Ich persönlich entkerne die Schoten immer, aber wer es so richtig scharf mag, kann natürlich darauf verzichten.

Zutaten (für 1 Glas á 400 g):

4 Knoblauchzehen

4 EL Weißweinessig)

2 große mittelscharfe rote Chilischoten (Malagueta, Piri-Piri oder Birds-Eye, entkernt)

6 EL Olivenöl

2 rote Paprikaschoten, halbiert, entkernt

1 TL Salz

1 TL frisch gepresster Zitronensaft

1 TL scharfes Piri-Pulver (nach Belieben)

2 EL Wisky

Zubereitung:

Ein hitzebeständiges Glas und den Deckel mit Spülmittel und heißem Wasser säubern, dann in den Backofen bei niedriger Temperatur 15 Minuten sterilisieren.

In einem Mixer alle Zutaten grob pürieren. Abschmecken und prüfen, ob die Mischung mehr Schärfe haben soll und evtl. noch 1 oder 2 Chilischoten zufügen (Beim Kochen verliert sich etwas Schärfe, sodass die Sauce etwas feuriger sein sollte, als es dem eigenem Geschmack entspricht.) Die Sauce glatt pürieren und in das sterilisierte Glas füllen, mit dem Deckel verschließen und in den Kühlschrank stellen, wo sie bis zu 1 Monat aufbewahrt werden kann.