Kachumber-Salat (Salat mit frischen Kräutern und Zitrone)

Quelle: Jackie Kearney: VegAsia

Fotos Claire Winfield

Hölker Verlag

Preis 22,95 €

© Claire Winfield
© Claire Winfield

Kachumber ist der indische Name für einen einfachen Salat aus gehacktem Gemüse, unter das frische Kräuter und Zitronensaft gehoben werden. Dieser Salat ist die perfekte Beilage zu fast jeder indischen Speise. Im Kühlschrank aufbewahrt, ist er 1 – 2 Tage haltbar. Jackie Kearney hat diesen in der Stadt Amritsar (im Staat Punjab) nahe der Grenze zu Pakistan entdeckt, nicht zuletzt wegen der großen Fülle an heimischen Obst- und Gemüsesorten hat die traditionelle Küche Punjabs einiges zu bieten. Wir haben diesen leckeren und einfachen und frischen Salat schon im August auf dem Speiseplan und fanden das eine tolle Option für gartenfrische Zutaten oder Gemüse vom Lieblingshändler auf dem Wochenmarkt. Dieses Rezept lebt absolut von der Frische und Qualität der Zutaten, die übersichtlich sind und ich im Sommer eigentlich immer im Haus habe. Das Gemüse kommt häufig aus dem Garten der Mutter meiner Schwägerin.Perfekt als Mittagssnack an einem heißen Tag oder auch als leichtes Abendessen bei uns gerne mit Chapati vom bevorzugten indischen Lädchen, die es selbst zubereiten.

Zutaten (für 4 – 6 Portionen):

1 Gurke, längs halbiert,

Kerne entfernt, gewürfelt

3 Tomaten, halbiert, Samen entfernt, in 1 cm großen Stücken

1 Handvoll frische Minze,

Blättchen fein gehackt

1 Handvoll

Koriandergrün,

Blättchen fein gehackt

Saft von 1 Zitrone (je nach Geschmack auch weniger)

Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen. Erst kurz vor dem Servieren salzen, da das Gemüse sonst Wasser zieht.

Indische Limonade

© Jana Liebenstein
© Jana Liebenstein

Quelle: Inga Pfannebecker: Currys – Spicy One-Pot-Wonders

Fotos: Jana Liebenstein

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 8,99 €

Schöne Idee, herrlich erfrischend uns und unseren Gästen hat diese Limonade Spaß gemacht.

Für 4 Gläser (à 300 ml): Den Saft von 3 Limetten mit 120 g Zucker und ½ TL Salz in einen Messbecher geben. 500 ml Leitungswasser zugeben und alles so lange verrühren, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. ½ TL schwarze Pfefferkörner in einem Mörser grob zerstoßen und dazugeben. Abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen. Vor dem Servieren die Mischung mit 1 Limette in Scheiben und einigen Minzzweigen in eine Karaffe geben. Mit 500 ml eiskaltem Mineralwasser aufgießen und mit Eiswürfeln servieren. Nach Belieben noch 1 TL Chaat Masala (indische Gewürzmischung; Asialaden) unter die Limonade rühre.

Lammcurry Rogan-Josh

© Jana Liebenstein
© Jana Liebenstein

Inga Pfannebecker: Currys – Spicy One-Pot-Wonders

Fotos: Jana Liebenstein

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 8,99 €

Bei diesem berühmten Rezept bekommt das Fleisch durch das Einlegen in eine würzige Joghurtmischung Aroma und wird beim Schmoren herrlich zart. Uns hat es wunderbar gefallen, da Gäste mit am Tisch saßen habe ich die Menge des Chilipulvers und des Salzes deutlich reduziert, 1 EL Chilipulver ist wirklich nur was für Hartgesottene, auch wenn es sich traditionell beim Ursprungsrezept wirklich um eine sehr scharfe Angelegenheit handelt. Beim Salz bin ich aufgrund schlechter Erfahrungen inzwischen sehr vorsichtig, denn nachwürzen geht immer, zu viel kann einem ein leckeres Gericht aber schon sehr vermiesen. So hat es uns und den Gästen phantastisch geschmeckt!

Zutaten (Für 4 Portionen):

Für das Fleisch:

1 Stück Ingwer (ca. 3 cm)

3 Knoblauchzehen

2 TL Garam Masala

½ TL Kurkumapulver

2 TL Salz
(bei mir 0,5 TL mit Option zum Nachwürzen, mehr als 1 TL würde ich persönlich nicht nehmen)

150 g griechischer Joghurt (10 % Fett)

3 Knoblauchzehen (hier habe ich mehr gewagt)

750 g Lammfleisch zum Schmoren

Für die Sauce:

2 große rote Zwiebeln

2 EL Butterschmalz

1 TL Kreuzkümmelsamen

3 Nelken

4 schwarze Kardamomkapseln

2 Lorbeerblätter

1 Zimtstange

2 EL Tomatenmark

1 EL Chilipulver (bei uns hat 1 knapper TL völlig ausgereicht)

1 TL gemahlener Koriander

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Ingwer und den Knoblauch schälen und fein würfeln oder noch besser fein reiben. Mit den Gewürzen und dem Salz unter den Joghurt mischen. Das Fleisch trocken tupfen, in Würfel schneiden und unter den Joghurt rühren. Abgedeckt mind. 3 Std., besser über Nacht, kalt stellen.

Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Das Fett in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin 5 Min. andünsten. Die ganzen Gewürze zugeben und alles unter Rühren weitere 10 Min. braten, bis die Zwiebeln leicht bräunen und das Öl an den Seiten austritt.

Das Tomatenmark einrühren und kurz anbraten. Chilipulver und den Koriander zugeben. Das Fleisch samt Marinade zugeben und unter Rühren 5–10 Min. braten. 400–500 ml Wasser angießen und zugedeckt bei kleiner Hitze 1 Std. 30 Min. schmoren. Die letzten 15 Min. den Deckel abnehmen und das Curry bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und nach Belieben noch etwas Chilipulver abschmecken und servieren:

TIPP: Statt Lamm kann man auch Rind- oder Hähnchenfleisch verwenden. Mit Hähnchenfleisch, am besten das etwas kräftigere Fleisch von ausgelösten Hähnchenkeulen verwenden, dann verringert sich die Schmorzeit auf 1 Std.

Zubereitungszeit: 35 Min. Zubereitung

Marinierzeit: 12 Std.

Schmorzeit:1 Std. 30 Min.

Pro Portion ca. 385 kcal,

38 g E, 24 g F, 5 g KH

Currys

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Inga Pfannebecker: Currys – Spicy One-Pot-Wonders

Fotos: Jana Liebenstein

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 8,99 €

Alles unter einem Deckel!

Bei dem ganzen Hype um die One Pot Pasta haben wir völlig vergessen, dass die Idee Zutaten zusammen in einem Topf zu schmurgeln nun wirklich nicht neu ist und Curries hier die eigentlichen Väter dieser Zubereitungsmethode sind.

Curries – aromatische Verführer mit langer Tradition

Der englische Begriff Curry stammt vom tamilischen Wort »kari« ab, was Sauce bedeutet. Diese Eintopfgerichte, haben ihren Ursprung in Indien und sich von dort aus in Jahrtausenden weltweit verbreitet haben. Indische Einwanderer haben ihre Curries etwa auch in die Karibik gebracht, nach Südafrika und Kenia, nach Japan und nach Großbritannien, wo sie mit den dort heimischen Zutaten und Gewohnheiten ihren eigenen Charakter entwickelt haben. Egal welche Grundzutaten ein Curry enthält – charakteristisch ist, dass sie immer eine würzige Sauce verbindet, die aber nicht in jedem Fall scharf sein muss aber kann, aber kann.

Curry ist nicht gleich Curry – hier ist Vielfalt angesagt!

Während indische und pakistanische Curries meist mit einer feuchten Würzpaste auf Basis von Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und einer trockenen Gewürzmischung aus vielen Gewürzen zubereitet werden, sind für thailändische Curries Würzpasten typisch, die durch Zitronengras und Kaffirlimette eine frische Note erhalten, auch Kokosmilch, Galgant, Fischsauce oder Garnelenpaste sind hier gern gesehene Begleiter. Als Vertreter dieser Stilrichtungen präsentiert die Autorin z. B. die allseits beliebten Klassiker wie ein Lammcurry „Rogan-Josh“, bei dem das Fleisch durch das Einlegen in Joghurt wunderbar zart und saftig wird, oder den scharfen Goa-Klassiker „Schweinfleisch-Vindaloo“ und selbstverständlich auch rotes Thai-Curry mit Ente oder ein fruchtiges gelbes Thai-Curry, bei dem Schweinfilet, Mango grüne Bohnen die Hauptrolle übernommen haben. Die Autorin belässt es hier aber nicht dabei, sondern spannt einen großen Rahmen, bei dem es ebenso ein indonesisches „Rendang“-Rezept gibt, das auf viel Schalotten, Galgant, Knoblauch als Aromageber baut, wie auch ein Rezept für ein aromatisches „Tintenfisch-Curry aus Sri Lanka“ beigesteuert wird, was wiederrum mit einer schön scharfen und korianderwürzigen Note besticht, die durch den Palmzucker – ganz klassisch – süß abgeschmeckt wurde.

Für alle was dabei!

Wunderbar wie Inga hier die ganze Palette an unterschiedlichen Strömungen bespielt, sie präsentiert einen tollen Mix aus Curry-Rezepten für Huhn, Fisch, Fleisch und auch Vegetarier können unter 13 verschiedenen Vorschlägen wählen. Das vietnamesische Veggie-Curry zeigt mit Zutaten wie dem 5-Gewürze-Pulver auch seine Verwandtschaft mit der chinesischen Küche und wird interessanterweise nicht mit Reis, sondern mit Baguette serviert, was sicherlich auf die lange Kolonialherrschaft Frankreichs dort zurück zu führen ist. Die Karibik ist mit einem fruchtigen karibischen Hähnchen-Curry vertreten, in dem Hähnchenschenkel, Ananas, Kidney-Bohnen, Chilisauce und Kokoschips eine aromatische Liaison eingehen. Das britische National-Curry „Chicken-Tikka-Masala“, in dem traditionellerweise Schlagsahne die Kokosmilch als Zutat verdrängt hat, darf selbstverständlich auch nicht fehlen.

Absolut partytaugliche Rezepte, die auch noch nach Feierabend funktionieren!

Diese tollen Eintopfgerichte sind nicht nur wegen ihrer exotischen und harmonischen Aroma-Kombinationen der Knaller auf jeder Party, sondern auch, weil sie sich so gut vorbereiten lassen, eine tolle Möglichkeit Gäste unkompliziert zu bewirten. Alles lässt sich prima vorbereiten und einmal im Topf machen sie sich fast von alleine und werden mit jedem Aufwärmen sogar noch ein bisschen besser. Das Rezept für das Lammcurry „Rogan-Josh“ habe ich letzten Samstag bei einem netten Abend mit Gästen serviert. Sehr lecker, alle waren begeistert und es war auch ein sehr entspannter Abend für mich als Gastgeberin!

Perfekte Partner machen die Sache rund!

Ein paar Ideen für Beilagen wie Reis, Fladenbrot, Chutneys und Salat runden den Genuss ab, und bieten tolle Kombinationsmöglichkeiten. Das Buch präsentiert z. B. Koriander-Chutney, Nan-Brot aus der Pfanne, Mango-Chutney oder einen knackigen Möhrensalat, für uns und unsere Gäste die perfekten Begleiter zum Lammcurry.

Hier wird an alles gedacht, oder ein kleines Büchlein, mit beeindruckender Auswahl!

Wenn es noch was zu trinken sein soll, gibt es auch noch ein leckeres Koriander-Lassi, süßen Gewürztee oder indische Limonade auch davon waren unsere Gäste sehr angetan. Außerdem hat das Büchlein zwei Rezepte für selbstgemachte Currypasten mit Variationen im Angebot.

Wissen wie’s geht!

Ingas schöne Buch liefert zudem viele nützliche Informationen zu exotischen Zutaten, wie Curryblättern, die man frisch nur schwer bekommt, selbstverständlich aber auch getrocknet verwenden kann und führt geschickt und komprimiert in die Curry-Basis ein, die besonders Anfängern kompetent den Umgang mit den unterschiedlichen Zutaten erklären.

Wer sind die Autoren?

Inga Pfannebecker ist Diplom-Oecotrophologin und war als Food-Redakteurin bei namhaften Zeitschriften tätig. Seit 2012 lebt sie in Amsterdam. Ihre Spezialität sind Rezepte, in denen sich guter Geschmack und Alltagstauglichkeit perfekt ergänzen. Mit den farbenfrohen Curries holt sie sich die ganze Welt in ihre Küche.

Die Fotografin Jana Liebenstein lebt und arbeitet in Melbourne. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich Food, aber auch für People und Travel hat sie ein geschultes Auge.

Gut zu wissen!

Inga Pfannebecker liebt es authentisch und manchmal scharf mit viel Knoblauch und hat sich an den landes-typischen Geschmäcker orientiert: Beim Vindaloo-Rezept übernimmt der Essig eine dominante Note. Der prämierte indisch-stämmige Koch Cyrus Todiwala, verwendet sogar noch mehr Essig in seinem Vindaloo-Rezept, ich persönlich rate aber hier mit allem vorsichtig anzufangen und die Dosis ggf. zu erhöhen. Beim  probierten Lammcurry ist ein 1 EL Chilipulver sehr viel, ich persönlich, die sehr gerne sehr scharf ist, würde maximal 2 TL verwenden.

Fazit: Wer authentische Curries – wie ich – liebt, wird Spaß mit dem Buch haben, denn es bietet eine große Bandbreite an Rezepten quer durch alle Regionen. Anfänger können es hier nicht besser treffen und werden nicht nur mit geling sicheren Rezepten versorgt, sondern erhalten zum kleinen Preis alle nützlichen Informationen, die ein gutes Curry-Buch ausmachen. Auch der Fokus auf Beilagen und perfekte Begleiter zum Curry konnte mich überzeugen, so gelingt der entspannte Curry Genuss auch mit lieben Gästen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen!

Herzlichen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Korma mit Huhn und Cashewnüssen

© Gunda Dittrich/Brandstätter Verlag
© Gunda Dittrich/Brandstätter Verlag

Quelle: Bernadette Wörndl: Obst

Fotos Gunda Dittrich

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

 Dieses Korma ist eines der vielerprobten Curryrezepte aus Bernadettes Zeit bei Babette’s und immer noch einesihrer liebsten. Anstelle von Cashewnüssen können auch Mandeln verwendet werden. Safran ist kein Muss, passt hier aber gut zur Aprikose. Bernadette mag es, wenn die Gewürze ganz bleiben, um später auf die wunderbaren Samen zu beißen. Ein paar Tropfen Rosenwasser zum Schluss verleihen dem Korma etwas ganz Besonders. Ein grandioser Abschluss einer Rezension, das Rezept hat unsere Hoffnungen bestätigt, schön, wenn man schmecken kann, dass es hier um was Besonderes geht, das hat Bernadette einmal mehr für uns mit diesem Rezept bewiesen. Danke für den wunderschönen Ausflug in Deine Geschmackswelt – Bernadette! Ich finde aber Rosenwasser gehört unbedingt rein.

 Zutaten:

 600 g ausgelöste Hühnerkeulen

oder 4–5 ganze Hühnerkeulen*

2–3 cm Ingwer

3 Knoblauchzehen

200 g Joghurt (3,5 % Fett) plus mehr zum Servieren

200 ml Kokosmilch

1 Msp. Safranfäden

50 g Cashewnüsse plus 1–2 EL zum Fertigstellen

½ rote Chilischote

4 EL Butterschmalz

1 TL Mohnsamen

1 TL Fenchelsamen

2 grüne Kardamomkapseln, leicht angedrückt

je 1 TL schwarze und gelbe Senfsamen

1 TL Koriandersamen

1 TL Cumin

1 Sternanis

1 Zimtstange

3 Zwiebeln

300–400 ml Hühner-, Gemüsefond oder Wasser

½ TL Kurkuma

1 Msp. süßes Paprikapulver

6 frische oder getrocknete Aprikosen

1 Limette

1–2 Tropfen Rosenwasser (optional)

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Für das Korma Hühnerfleisch in 3–4 cm große Stücke schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken, dann gemeinsam mit dem Joghurt in einer Schüssel gut verrühren. Hühnerfleisch dazugeben und mit der Marinade vermengen. Zugedeckt im Kühlschrank 12 Stunden marinieren. (Manchmal hab ich bloß ein paar Stunden Zeit – und auch das ist ok.) ½ Stunde vor dem Braten das marinierte Huhn aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Raumtemperatur annehmen kann. Kokosmilch erwärmen und die Safranfäden darin ziehen lassen. 50 g Cashewnüsse ca. 20 Minuten in 5–7 EL lauwarmem Wasser einweichen.

Chilischote halbieren, entkernen und fein hacken. 2 EL Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen, Chili und alle weiteren Gewürze von Mohnsamen bis Zimtstange darin anbraten, bis sie zu duften und die Senfkörner zu hüpfen beginnen. Mariniertes Huhn zusammen mit dem Joghurt hinzufügen und 5–8 Minuten anbraten. Huhn aus der Pfanne in eine Schüssel geben und zur Seite stellen. Zwiebeln schälen, halbieren, in feine Würfel schneiden und im restlichen Butterschmalz langsam mindestens 8 Minuten unter Rühren schmoren, bis sie weich und karamellisiert sind. Cashewnüsse samt Einweichwasser pürieren, zu den Zwiebeln geben und 1–2 Minuten unter Rühren mitschmoren. Nun das Huhn zusammen mit der Kokos-Safranmilch, Fond oder Wasser, Kurkuma und Paprika hinzufügen und zugedeckt bei niedriger Hitze 30 Minuten schmoren.

10 Minuten vor Ende der Garzeit frische Aprikosen halbieren und entkernen, dabei zwei Aprikosen in dünne Spalten schneiden und für die Garnitur aufbewahren. Bei Verwendung von getrockneten Aprikosen, die Aprikosen in dünne Streifen schneiden und ebenfalls ein wenig für die Garnitur aufheben. Limette sehr heiß abwaschen, die Schale fein abreiben oder mit einem Gemüseschäler dünn abschälen und den Saft auspressen. Aprikosen mit Limettensaft, etwas -schale und den restlichen Cashewnüssen zum Curry geben. Fertig schmoren, eventuell Rosenwasser hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit Aprikosenstreifen bestreut und Joghurt beträufelt servieren.

Dazu passen gedämpfter Basmatireis, Couscous oder Fladenbrot. Wem die Gemüsebegleitung fehlt, kann einfach Gemüse der Saison je nach benötigter Garzeit mit dem Korma mitschmoren oder separat blanchieren bzw. braten und zum Korma reichen.

* Die Hühnerkeulen selbst auszulösen hat den Vorteil eines frischen Hühnerfonds, der ganz leicht nebenher gekocht werden kann. Dazu das Fleisch von den Knochen lösen. Hühnerknochen mit 1 Bund Wurzelgemüse, 1 Lorbeerblatt und 1 Scheibe Ingwer mit kaltem Wasser in einem Topf langsam zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und auf ganz niedriger Hitze mindestens 30 Minuten bis zu 1 ½ Stunden köcheln lassen. Entstehenden Schaum dabei immer wieder abschöpfen und den Fond erst ganz zum Schluss leicht salzen.

 

Fruchtiges Lachs-Curry

© Jonathan Lovekin
© Jonathan Lovekin

Quelle: Nigel Slater: Küchentagebuch

Fotos: Jonathan Lovekin

DuMont Buchverlag

Preis: 39,99 €

Achtung Hr. Slater mag es „hot“ und wir auch, 2 kleine Chilis könnten für manch einen zu viel sein! Ich empfehle hier eine Chili zu verwenden. Allerdings lasst es Euch gesagt sein, dass die Kerne hier für Schärfe sorgen, deshalb immer Schoten entkernen, am besten mit Gummihandschuhen und bloß nicht in die Augen fassen, bevor man die Hände gewaschen hat! Gewürze würde ich auch ungemahlen kaufen und in einer elektr. Kaffeemühle mahlen, sehr praktisch und die Gewürze sind nicht nur immer sehr frisch, sondern auch nahezu unbegrenzt haltbar. Mörsern geht auch, man braucht aber Zeit und viele Muckies! Statt Tamarindenpaste lässt sich ersatzweise auch Zitronensaft verwenden, hier würde ich aber davon ausgehen, dass es dann ein wenig mehr Zitronensaft sein sollte. Die Tamarindenpaste löst man eigentlich immer in ein paar Löffel Wasser auf. Schöne Kombi, die uns gut geschmeckt hat, und auch noch schnell auf dem Tisch stand.

 Zutaten (für 4 Personen):

 500 g. Lachsfilet, gehäutet

1 große Zwiebel

2 EL Erdnussöl

2 kleine scharfe Chilischoten, fein gehackt

½ TL Senfkörner

½ TL Kurkuma, gemahlen

1 TL Cumin (Kreuzkümmel), gemahlen

1 TL Koriander, gemahlen

6 ziemlich große Tomaten

1 EL Tamarindenpaste (gibt es im asiatischen Laden)

200 ml Kokosmilch

Den Lachs in etwa 20 dicke Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken, dann mit dem Öl in einer tiefen beschichteten Pfanne weich dünsten. Sobald sie anfängt Farbe zu nehmen, Chilis, Senfkörner, Kurkuma, Cumin und Koriander dazugeben und etwa eine Minute rühren, bis die Gewürze erwärmt sind und duften.

Die Tomaten klein schneiden, in die Pfanne geben und 1 – 2 Minuten weich werden lassen. Die Tamarindenpaste unterrühren.

Aufkochen dann den Herd herunterschalten und 10 Minuten köcheln lassen. Die Lachswürfel hinein geben und mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

10 – 15 Minuten köcheln lassen, bis der Lachs hellrosa geworden ist. Die Kokosmilch hineingießen und weitere 4 – Minuten köcheln lassen.

 

Dosa mit Kartoffel-Curry

© ZS Verlag/ Stefan Braun
© ZS Verlag/ Stefan Braun

Ouelle: Jutta Mennerich: Eat on the street

Fotos Stefan Braun

ZS Verlag

Preis: 19,99 €

Nirgendwo sonst in Europa gibt es wohl so viele indische Restaurants und Imbissläden wie in London. Kein Wunder, da Indien einst britische Kronkolonie war. Die kulinarischen Einflüsse zeigen sich bis heute und bereichern den Speisezettel auf der Insel. Dosa ist ein knuspriger, hauchdünner Pfannkuchen aus Linsen- und Reismehl, der vor allem in Südindien zum Frühstück oder als Abendessen gegessen wird. Dosas backt man auf einer gusseisernen Platte oder in einer großen Pfanne. Die Pfannkuchen gibt es mit und ohne Füllung, am bekanntesten ist Masala Dosa mit einem würzigen Kartoffelcurry.

Masala Dosa habe ich das erste Mal vor gut 20 Jahren in Goa gegessen, seitdem muss das immer sein, wenn es auf der Speise Karte angeboten wird. Selbst gemacht habe ich es leider noch nie, weil ich großen Respekt vor diesem indischen Crepe habe. Mit einer traditionellen würzigen Kartoffelfüllung, ergeben Dosas ein perfektes vegetarische Frühstück oder Mittagessen. Linsen- u. Reismehl kann man gut im Asia-Shop kaufen, alternativ selber mahlen z. B. in einer Kaffeemühle mit Schlagwerk oder noch besser in einer Getreidemühle. Die Herstellung der Dosas ist eine echte Kunst!Uum ehrlich zu sein, ich brauche hier sicherlich noch ein paar Übungsstunden, meine „hingen sehr“ an der Pfanne, deshalb habe ich Euch auch ein kleines Video herausgesucht, wie es Experten machen. Alternativ gibt es auch Rezepte, bei denen Reis und Linsen erst ca. 5 Stunden separat eingeweicht werden und diese dann anschließend mit ein wenig Wasser püriert und fermentiert werden. Das ist sozusagen der klassische Weg, der hier mit gemahlenen Mehlen und Joghurt ein wenig abgekürzt wird. Die Konsistenz des Teiges sollte dem eines Pfannkuchen-Teiges entsprechen, also ein gießbarer Teig.

 Zutaten (für 10 Portionen):

300 g Reismehl

100 g Linsenmehl

Salz

3 EL Joghurt

2 EL Ghee oder Butterschmalz

Kartoffelcurry:

 1 kg mehligkochende

Kartoffeln

1 Stück Ingwer (3 cm)

1 Chilischote

4 EL Kokosraspel

6 EL Ghee oder Öl

2 TL Senfkörner

2 TL Kreuzkümmelsamen

Salz

½ TL Zucker

1 TL gemahlene Kurkuma

2 EL gehackter Koriander

2 EL Butter

Zubereitung:

Am Vortag für die Dosas beide Mehlsorten mit 1 TL Salz in eine Schüssel geben und vermischen. 300 ml Wasser und Joghurt verrühren, zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag 1 EL Ghee in einer großen beschichtete Pfanne erhitzen. Etwas Teig in die Pfanne geben und einen dünnen Pfannkuchen backen. Er sollte goldbraun sein. Darauf achten, dass

er nicht zu dunkel wird. Auf diese Weise den ganzen Teig zu Dosas backen.

Die Pfannkuchen warm stellen.

Für das Curry die Kartoffeln 20 Minuten in Wasser garen, pellen und in Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und reiben, die Chilischote putzen und hacken. Beides mit Kokosraspeln und etwas Wasser zu einer Paste pürieren. Ghee in einem Topf erhitzen, Sen.örner und Kreuzkümmel dazugeben, unter Rühren leicht rösten. Die Kokospaste hinzufügen und gut

verrühren. Nach 1 Minute die Kartoffeln dazugeben, mit Salz, Zucker und Kurkuma würzen. Alles etwa 5 Minuten lang braten, dabei öfter umrühren. Die Dosas damit füllen, Koriander dazugeben. Dosas in der Mitte zusammenklappen und von beiden Seiten noch mal kurz in der Butter braten.

Dazu passt ein Kokosnuss-Chutney: 100 g Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett anrösten. 1 kleine Zwiebel schälen und fein hacken. 1 grüne Chilischote putzen und klein hacken. Zwiebel und Chili in 1 EL Sesamöl anbraten. ½ Bund Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter hacken. 200 g Joghurt, Koriander und Kokosraspel verrühren, die Zwiebelmischung und etwa 50 ml heißes Wasser dazugeben und pürieren. 1 EL Sesamsamen in einer Pfanne rösten. Unter das Chutney rühren und mit Salz würzen.

Fazit: An der Dosa-Produktion muss ich definitiv noch arbeiten, das ist Handwerk und will erlernt werden. Ich empfehle auch allen mit dem Wasser vorsichtig zu sein, wenn der Teig zu flüssig ist, hat man verloren. Ansonsten fanden wir es geschmacklich gut. Es macht aber auch in jedem Fall Sinn bei einem so komplizierten Rezept ein wenig Internet-Recherche zu machen, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie alles aussehen soll. Für meinen Geschmack ist eine Prise Backpulver hier auch nicht verkehrt, kurz vorm Ausbacken hinzu gegeben, kann das sicherlich noch mal was bringen.