Pondicherry Hähnchen

©Manos Chatzikonstantis

Quelle: Tessa Kiros: Von der Provence bis nach Pondicherry

Fotos: Manos Chatzikonstantis

Gerstenberg Verlag

Preis: 34,–

Indien light: Die aromatische Würzpaste aus Senfsamen, Kreuzkümmel, Ingwer und Knoblauch verbindet sich mit Kokosmilch und den frischen Curry- u. Korianderblättern zu einem großartigem Geschmackserlebnis. Frische Curryblätter sind häufig schwer zu bekommen, machen hier jedoch einen beträchtlichen Unterschied zu der getrockneten Alternative. Ein Curry das sich aufgrund seiner milden Würze auch Bestens für Gäste eignet. Alles lässt sich prima vorbereiten. Die Kardamom-Kokos-Creme dazu ist einfach klasse!

Dieses eher milde Curry ist schnell und leicht zubereitet. Wer es scharfer mag, verwendet die Chilischoten unentkernt oder nimmt einfach einige mehr.

 Zutaten (für 4 Personen):

3 EL Sesamöl

¼ TL schwarze Senfsamen

¼ TL Kreuzkümmelsamen

1 Zwiebel, gehackt

2 TL Knoblauch-Ingwer-Paste (siehe Seite 149)

2 grüne Chilischoten, entkernt und fein gehackt 2 TL Masala-Mischung (siehe Seite 148)

1 TL Kurkumapulver

125 g Tomaten, gehackt, aus der Dose

500 g Hähnchenbrüste ohne Haut, in

2–4 cm breite Streifen geschnitten

Salz

250 ml Kokosmilch

Für die Gewürzzubereitung

1 EL Sesamöl

¼ TL schwarze Senfsamen

¼ TL Kreuzkümmelsamen

½ große getrocknete rote Chilischote

3–4 frische Curryblätter, zerkleinert

1 EL Korianderblätter, gehackt

Zum Servieren:

einige Korianderblätter, gehackt

etwas Kardamom-Kokos-Creme (siehe Seite 188)

einige unbehandelte Limettenspalten

einige Appams (siehe Seite 188)

Zubereitung:

Das Öl in einem weiten Topf mit schwerem Boden erhitzen und die Senf- und Kreuzkümmelsamen darin rösten, bis sie knistern. Die Zwiebel hinzufügen und hellbraun und weich braten. Knoblauch-Ingwer-Paste, grüne Chilischoten, Masala und Kurkuma dazugeben und anschwitzen, bis die Mischung zu duften beginnt. Die Tomaten dazugeben und die Gewürze mit einem Holzlöffel von Boden und Rand des Topfes lösen. 125 Milliliter Wasser zugießen und einige Minuten offen köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

Das Hähnchenfleisch hinzufügen, salzen und alles verrühren. Die Kokosmilch dazugießen, die Hitze reduzieren und zugedeckt etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei mehrmals umrühren, damit nichts anbrennt. Die Sauce sollte schön dick und das Fleisch zart sein.

Für die Gewürzzubereitung das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Senf- und Kreuzkümmelsamen darin rösten, bis sie knistern. Die getrocknete Chilischote und die Curryblätter dazugeben. Noch kurz weiterbraten, vom Herd nehmen und über das Hähnchenfleisch geben. Den Koriander einrühren.

Das Hähnchen mit Koriander bestreuen und warm servieren. Kardamom-Kokos-Creme, Limettenspalten und Appams (knusprige Reismehl-Pfannkuchen, Rezept auf Seite 188) dazu reichen.

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Von der Provence bis nach Pondicherry

Tessa Kiros: Von der Provence bis nach Pondicherry

Fotos: Manos Chatzikonstantis

Gerstenberg Verlag

Preis: 34,–

French Connections….

Tessa Kiros zeigt uns in ihrem neuen Buch, diese angenehme Seite der Kolonialisierung und nimmt uns mit auf eine faszinierende, kulinarische Reise in die einstigen französischen Kolonien und an exotische Orte wie Guadeloupe, La Réunion, Vietnam und Pondicherry im Süden Indiens. Ausgangspunkt dieser spannenden kulinarischen Exkursion ist die Provence, Endpunkt die Normandie, denn von dort sind Franzosen in die neue Welt aufgebrochen und wieder in die Heimat zurückgekehrt.

Jeder Region ist ein kurzer historischer Abriss gewidmet und Kiros erklärt welche Produkte dort gedeihen und genossen werden. Gefolgt von den jeweils typischen Gerichten, die Lust machen, die Nase tiefer in die Gewürzdose zu stecken und einfach mal was Neues auf den Tisch zu bringen.

Immer der Nase nach – oder Tessa’s Art der kulinarischen Begegnung….

 Dem Zimt- und Ingwer-Duft folgend begibt sich die Autorin auf die Spuren französischen Entdecker in die Karibik (Guadeloupe), in den indischen Ozean (La Réunion) bis hin ins südindische Pondicherry und nach Vietnam ans Südchinesische Meer. Tessa kulinarischen Wurzeln ist es geschuldet, sie ist die Tochter einer Finnin und eines Zyprioten mit griechischen Wurzeln, in London geboren und in Südafrika aufgewachsen, dass sie großen Wert darauf legt, immer selbst vor Ort die fremden Speisen und Aromen kennenlernen und mit Einheimischen kochen möchte.

Provenzalische Genüsse

 Tessa Kiros Reise begann in der Provence. Hier faszinierten sie besonders die regionalen Stoffe, Farben und Muster. Mit der berühmten Kräutermischung „Kräuter der Provence“ bereitet sie ein „Hähnchen mit Paprika, Fenchel und Oliven“ für uns zu und zaubert mit einer „Tapenade“ (Paste aus schwarzen Oliven) den unvergleichlichen Duft dieser Region auf unsere Teller. Dazu noch einen Pastis und schwups sind wir in südlichen Gefilden unterwegs. In den Picknick-Korb packt die Autorin gleich noch eine aromatische „Sommer-Tarte mit Tomaten und Ziegenkäse“ .Am Abend, wenn die Gäste kommen, verwöhnt sie diese und uns mit einer waschechten „Bouillabaisse“ mit „Rouille“ (Mayonnaise mit Safran und Cayenne-Pfeffer) und einer „Aioli“ (Knoblauch-Mayonnaise) als klassische aromatische Begleiter.

Karibik-Feeling pur!

Wem das noch nicht exotisch genug ist lässt sich von Kiros kulinarisch nach Guadeloupe entführen und lernt unter ihrer Anleitung, wie man eines der dortigen Nationalgerichte, ein „Hähnchen Colombo“ zubereitet. Vegetarier werden mit einer „karibischen Ratatouille“, die stilecht mit Kürbis u. Chayote (tropisches Kürbisgemüse) zubereitet wird, kulinarisch beglückt. Zum Nachtisch gibt es wahlweise „ Kokos-Nuss-Sorbet“, eine „Schoko-Maracuja-Tarte“ oder „flambierte Bananen mit Rum“.

 Crème Caramel auf asiatisch und paradiesische Zustände für Suppenkasper

 Schon immer träumte Tessa Kiros davon, Vietnam zu bereisen. Bei ihren kulinarischen Streifzügen durch Hanoi oder Saigon hält sie unterwegs höchsten für eine mit einer köstlich Brühe (Pho Bo) oder einen Lotos-Tee, an. Sie sehnte sich danach die über dem Meer tanzenden bunten Drachen im Wind zu beobachten und dabei Baguette mit Pâté oder Crème Caramel (Karamellcreme) mit Kokos zu genißen.

In Hanoi lernt sie bei der Recherche für diese wunderbare nostalgische Kochbuch von einer liebenswerten Dame namens Thuy Do, wie man „Bun Cha“ (Nudelsuppe) zubereitet, ihr Rat an Kiros lt. „Knüllen Sie Salat und Kräuter zusammen, drücken Sie sie mit den Essstäbchen in die Brühe und genießen Sie sie, sobald sie etwas weicher geworden sind“.

Die milde Seite der indischen Küche!

Die französische Präsenz in Indien begann 1673, als die Ostindien-Kompanie das strategisch günstig gelegene Fischerdorf Puducherry (seit 2006 wieder der offizielle Name der Stadt) übernahm. In der Folgezeit wurde es zum kulturellen und verwaltungstechnischen Zentrum sowie zum Haupthafen für alle französischen Territorien an der Ostküste. Auf dem Höhepunkt der Kolonialzeit brachten Pondicherrys exotische Gewürze, Textilien sowie Edelsteine den französischen Kaufleuten viel Reichtum ein. Der französische Einfluss lässt sich auch heute noch in den Straßen, der Lebensart, der Kultur und in der Architektur erkennen. Auf den ersten Blick lässt sich in Pondicherrys Küche kaum ein französischer Einfluss ausmachen. Nach einer Weile jedoch bemerkt man einige Besonderheiten: eine feine Kombination aus Gewürzen + und Chili sowie französische Zubereitungsarten, die auf einen empfindlicheren Gaumen ausgerichtet sind. Pondicherry bezeichnet man als eine »mildere « Ecke Indiens. Kiros serviert z.B. „Miesmuscheln in einer mildwürzigen Masala-Gewürzmischung“ und „Pondicherry-Hähnchen“. Bis auf ein „Kartoffel-Curry“, dass immerhin 2 entkernte Chilischoten verlangt, sind alle präsentierten Gerichte deutlich weniger scharf ausgelegt als die traditionelle indische Küche.

La Réunion – Naturparadies im indischen Ozean eine Insel, die nach Vanille und Rum duftet….

Auf La Réunion, Insel und Naturparadies im indischen Ozean, wo sich Siedlungen an imposante Berggipfel schmiegen und man überall Vulkane, und das Meer sieht, hat der Kolonialismus eine Mischung aus Afrikanern, Indern, Madagassen, Europäern, Franzosen, Chinesen und anderen Völkern verschiedenster Abstammung unter den Einwohnern hinterlassen. Hier serviert Tesa Kiros herzhaft „scharfe Bohnenküchlein“, „Thunfisch-Samosas“,  verschiedenste „aromatisierte Rum-Getränke“, einkreolisches Thunfisch-Kaffirlimetten-Curry“ und die unverzichtbare Beilage in Form von „Rougail“. Damit bezeichnen die Einheimischen ein würziges Beilage- Relish, z. B. aus Gurken, Tomaten, zerstoßenen Erdnüssen oder grünen Mangos. Tessa Kiros rät dazu, die Schärfe ganz dem eigenen Geschmack anzupassen und verrät, das auf La Réunion fast zu jeder Mahlzeit davon ein Schälchen zum Würzen mit auf dem Tisch steht.

Probiert und verputzt!

Ente mit Vanillesauce

©Manos Chatzikonstantis

Ein kleiner Abstecher, nach La Reunion im indischen Ozean gefällig, dann ist dieses Rezept eine wunderbare Möglichkeit sich in die Aromen der Insel ein zu schmecken: Ente trifft auf eine aromatische Würze aus Ingwer, Knoblauch, der Kick kommt hier durch Muskatnuss und Vanille und trifft mit einer Tomaten-oder Mango-Rougail auf einen wunderbar – bei uns auch gerne leicht scharfen – Begleiter.

 

 

Pondicherry Hähnchen

 

©Manos Chatzikonstantis

Indien light: Die aromatische Würzpaste aus Senfsamen, Kreuzkümmel, Ingwer und Knoblauch verbindet sich mit Kokosmilch und den frischen Curry- u. Korianderblättern zu einem großartigem Geschmackserlebnis. Frische Curryblätter sind häufig schwer zu bekommen, machen hier jedoch einen beträchtlichen Unterschied zu der getrockneten Alternative. Ein Curry das sich aufgrund seiner milden Würze auch Bestens für Gäste eignet. Alles lässt sich prima vorbereiten. Die Kardamom-Kokos-Creme dazu ist einfach klasse!

Bos Sot Vang

©Manos Chatzikonstantis

Ein Klassiker der französischen Küche (Boeuf bourguignon) bekommt den vietnamesischen Feinschliff in Form von Sternanis, Zimt, Pfeffer und außerdem jede Menge Umami durch Fisch- u. Sojasauce, das gefällt nicht nur dem Rindfleisch ausgesprochen gut, sondern auch uns!

 

 

 

Fazit: Tessa Kiros entführt spannend, sehr unterhaltsam und genussvoll in das kulinarische Erbe der Grande-Nation ohne dass wir überhaupt die Koffer packen müssen. Ein Hauch von Rum, Muskat und Vanille liegt in der Luft und lässt Karibik-Feeling und exotische Genüsse unsere Küche erobern.  Hier ist ein sehr persönliches und authentisches Kochbuch gelungen, dass mühelos dicht, lebendig und lecker eine kleine Weltreise ersetzt.

Als neugierige kulinarische Entdeckerin besteht  Frau Kiros zum Glück darauf, dass man sich die typischen Geschmäcker nur vor Ort von den Einheimischen zeigen lassen kann. Die typischen Gewürz-Mischungen jeder Region werden selbstverständlich mit Rezepten belegt. Chapeau, das bleiben uns viele Kochbuch-Autoren gerne auch mal schuldig! Und natürlich darf es neben den traditionellen Hauptspeisen weder an leckeren Desserts und schon gar nicht an Getränken wie dem unverzichtbaren Rezept für einen karibischen Kokos-Punsch fehlen – Cheers diese kulinarische Weltreise hat in vielerlei Hinsicht sehr viel Spaß gemacht!

Vielen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

 

Rosen-Honig-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

In Indien wird nach dem Essen oft gulkand serviert, eine Konfitüre mit Rosenblütenblättern. Sie wird meist in Betelnussblättern gereicht, ist ein würziger Munderfrischer und fördert die Verdauung. Dieser Kuchen ist inspiriert von dieser würzig-lieblichen Kombination. Mir gefällt, wie der Anis-Kick des Fenchels das Aroma des Rosenwassers ausbalanciert und seinem Geschmack Finesse verleiht. Durch die Fenchelsamen und Rosenblüten erhalten Creme und Glasur sowie der feste Honig-Mandel-Kuchenteig etwas überraschend Knuspriges. Wer keine Creme Double nimmt, sollte eine Mischung aus Mascarpone und geschlagener Sahne verwenden, wobei der Sahneanteil etwas höher sein kann. Ich persönlich fand hier aber die Creme Double passend, auch wenn das nicht ganz billig ist. Rosenwasser bitte nur von allerbester Qualität, da ist in meinen Augen der Asia-Shop nicht die beste Einkaufsquelle, die billigen Qualitäten schmecken recht schnell seifig. Rosenblätter habe ich mir in Bio-Qualität im Internet besorgt. Die Torte ist nicht nur richtig lecker, sondern macht auch noch was her, ohne die Gelegenheitsbäckerin, wie ich, zu überfordern.

Zutaten (ergibt 10 – 12 Stücke):

Für den Teig

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

100 g brauner Zucker

100 g klarer Honig

100 g Mehl

100 g gemahlene Mandelkerne

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

4 Eier (Größe L)

1 TL Rosenwasser

Für die Rosenmischung

20 g getrocknete Rosenblütenblätter

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett

geröstet

½ TL gemahlener Kardamom

4 EL feiner Zucker

Für die Füllung und Glasur

300 g Crème double

2 EL feiner Zucker

1 EL Fenchelsamen, ohne Fett geröstet, leicht zerstoßen

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Zwei Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel alle Zutaten für den Teig mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen 10 Minuten auskühlen, dann auf einem Kuchengitter völlig erkalten lassen.

Für die Rosenmischung alle Zutaten in einem Topf verrühren und bei niedriger Temperatur 2 – 3 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Sobald der Zucker zu schmelzen beginnt, vom Herd nehmen, noch einmal gut umrühren und zum Abkühlen beiseitestellen.

Für die Füllung die Crème double und den Zucker in einer Schüssel verschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Die Fenchelsamen unterziehen.

Zum Zusammensetzen der Torte einen Kuchen auf eine Tortenplatte setzen und die Hälfte der Füllung darauf verstreichen. Mit der Hälfte der Rosenmischung bestreuen. Den zweiten Kuchen darauflegen, die übrige Creme darauf verstreichen und die restliche Rosenmischung darüberstreuen. Vor dem Servieren die Torte 10 Minuten bei Raumtemperatur durchziehen lassen.Sie hält sich gekühlt in einem luftdichten Behälter 4 Tage.

Mango-Kardamom-Kokos-Torte

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Quelle: Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

Hier hat Chetna drei meiner liebsten Zutaten in Ihrem hübschen Festtagskuchen vereint – eine Augenweide auf jedem Esstisch. Durch seine frische Aromen-Kombination eignet er sich auch sehr gut für ein sommerliches Essen im Freien meint sie. Na, ja im Freien wollte ich diese sehr leckere Torte  bei den Temperaturen im Moment nicht genießen, Kardamom, liebe ich sehr und Mango auch, folglich war es klar, dass ich diese Torte unbedingt probieren musste. Ehrlich gesagt, habe ich ewig keine Torte mehr gebacken, mit der Deko habe ich es auch nicht so. Hier hat alles erstaunlich gut geklappt, sehr gut geschmeckt und auch noch super ausgesehen, ohne dass ich hier als nicht „Nicht-Deko-Tante“ groß ins Schwitzen gekommen bin, die gibt es bestimmt bald wieder. P.S. Creme Double kann getrost mit normaler Sahne ersetzt werden.

Zutaten (ergibt 8–10 Stücke):

Für den Teig:

200 g weiche Butter, plus etwas

zum Einfetten

175 g brauner Zucker

200 g Mehl

2½ TL Backpulver

1 Prise Salz

1 TL gemahlener Kardamom

4 Eier (Größe L)

40 g Kokosraspeln

2 EL Kokoscreme (Coconut Cream, aus der Dose oder dem Tetrapack)

Für die Füllung und Dekoration:

300 g Crème double (bei mir normale Sahne)

200 g Mascarpone

4 EL feiner Zucker

2 reife Mangos, entsteint und geschält

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 ° C vorheizen. Zwei runde Backformen mit einem Durchmesser von 18 cm einfetten und mit Antihaft-Backpapier auslegen.

Für den Teig in einer großen Schüssel die Butter, den Zucker, das Mehl, das Backpulver, das Salz, den Kardamom und die Eier mit dem Handrührgerät 2 Minuten schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist. Die Kokosraspeln und Kokoscreme unterheben. Den Teig gleichmäßig auf die beiden Backformen aufteilen und 20 – 25 Minuten backen, bis an einem in die Mitte gesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt. Die Kuchen in den Formen auskühlen lassen.

Für die Füllung die Crème double, den Mascarpone und den Zucker in einer Schüssel dick-cremig aufschlagen. Das Fruchtfleisch einer Mango in kleine Stücke schneiden und unter die Creme heben. Die andere Mango nach Belieben in Streifen oder Würfel schneiden.

Zum Zusammensetzen jeden Kuchen waagerecht in zwei gleich dicke Lagen schneiden. Eine Lage auf einen Servierteller legen und ein Viertel der Creme darauf verstreichen. Eine nächste Kuchenlage darauflegen, wieder Creme darauf verstreichen und so fortfahren, bis die letzte Kuchenschicht mit Creme überzogen ist. Diese mit Mangoscheiben oder -stücken garnieren. Die Torte vor dem Servieren 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Sie hält in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank 4 Tage.

Safran, Sesam, Sternanis

44996Chetna Makan: Safran, Sesam, Sternanis
Verführerische Backrezepte aus dem Orient

Fotos: Nassima Rothacker

Christian Verlag

Preis: 24,99 €

 Aromen und Farbe für Kaffeetafel und das Partybuffet!

Der Orient-Hype bei den Kochbüchern ebbt nicht ab, inzwischen gibt es auch einige rein vegetarische und vegane Kochbücher zum Trend. Was bisher aber keiner versucht hat, ist ein farbenfröhliches und aromastarkes orientalisches Backbuch zu schreiben. Hier herrscht bislang gähnende Leere. Sicherlich auch kein ganz einfaches Unterfangen und wirklich nur von jemand zu erledigen, der sowohl mit Safran, Sternanis und Kardamom in seiner kulinarischen DNA großgeworden ist und dieses dann auch noch perfekt versteht in europäische Kuchen, Torten und Pie-Rezepte zu transformieren.

The lady who took up the challenge:

© Nassima Rothacker/Christian Verlag
© Nassima Rothacker/Christian Verlag

Chetna Makan wurde in Jabalpur geboren, einer Metropole im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Im Jahr 2003 kam sie nach England. Nachdem sie in der beliebten Backshow „The Great British Baking Show“ mit ihren orientalisch-europäischen Kuchen- und Pie-Kreationen das Halbfinale erreicht hatte, beschloss sie, das Backen zum Beruf zu machen. Ihren kunstvollen Backkreationen sieht man an, dass Chetna eigentlich Modedesignerin ist, denn diese sind nicht nur aromatisch, sondern auch optisch geheuer anziehend. Dies ist ihr erstes Buch.

Was ist drin oder Kuchen lieben Gewürze und das nicht nur zur Weihnachtszeit!

 Orientalische Gewürze im Backwerk fristen in unseren Breiten ein Schattendasein, ziehen durch unsere Küchen und Wohnungen doch allenfalls in der Vorweihnachtszeit ein Hauch von Kardamom, Sternanis oder auch Gewürznelke. Schade eigentlich, inzwischen sind viele von uns doch regelmäßig bei ihrem Lieblingsinder anzutreffen oder kochen sogar daheim mit Zimt, Nelke und Koriander, schließlich gibt es inzwischen in vielen größeren Städten gut sortierte asiatische Lebensmittelgeschäfte und Online-Shops versorgen den Rest der Republik von Nord nach Süd mit exotischen Gewürzen und speziellen Zutaten.

Chetna fährt mehrgleisig, das bringt große Vielfalt!

 In den Kapiteln „Torten und Kuchen“, „Pies, Tartes und Quiches“, „Süßes Kleingebäck“; „Herzhafte Snacks“ „Brot“ und “Beilagen“ in diesem Backbuch hat die Autorin sowohl traditionelle, von indischen Speisen inspirierte Kreationen als auch moderne Backrezepte, die durch außergewöhnliche Gewürze einen besonderen Reiz erhalten einfließen lassen. Das führt zu einem friedlichen sehr kreativem Nebeneinander des traditionellen englischen „Victoria Sponge Cake (Prächtiger Viktoria-Kuchen) und einem herrlich saftigem Limettenkuchen mit schwarzem Sesam, der neben seinem intensiven Zitrus-eschmack durch Orangen und Limettenschale, außerdem zusätzlichen Biss durch den verwendeten schwarzen Sesam erhält Der klassische „Victoria Sponge Cake“  glänzt mit Wow-Faktor durch Chetnas selbst gemachte Beerenkonfitüre und Lemon Curd.

Der Funke zündet – oder eine Invasion von gelben Zetteln!

 Keine Frage, das Buch ist richtig hübsch geworden und es entführt gleich beim ersten Durchblättern in eine fröhlich-bunte Aromen-Welt, die Inszenierung ist perfekt und man merkt der überaus sympathischen Autorin an, sie liebt nicht nur Aromen, sondern auch Farben. Die Fotos sind wunderbar farbenfroh und verstärken die Anziehung, die die spannenden Rezepte auch so schon auf mich haben um ein vielfaches. Womit beginnen, die Invasion der gelben Zettel hat längst stattgefunden, denn es gibt so köstliche verführerische Sachen wie „Pistazien-Kardamom-Torte mit weißer Schokolade“, „Pistazien-Käsekuchen mit Aprikosen-Schoko-Ganache“, „Macaron-Torte mit Pistazien und Sesam“, „Dattel-Walnuss-Kuchen mit Muskatnuss“, „Schoko-Mango-Tarte“, „Halwa-Tarte“ und „Torteletts mit Fenchel-Reispudding“. Jetzt klebt also schon im ersten Kapitel nahezu auf jeder Seite ein Post-it. Aber auch bei den Pies, Tartes und Quiches wird es nicht besser, ich kann mich schwer entscheiden, zwischen „Linsen-Pie“, „Auberginen-Zwiebel-Tarte“ und „Kichererbsen-Curry-Pie“. Na das wird ja lustig, wenn das so weiter geht, kann ich mir die Zettel sparen. Ich habe sie mir gespart, es hatte einfach keinen Sinn, auch „Masala-chai-Baklava“, „Kaffee-Häppchen mit Rose und Kardamom“, „Rhabarber-Sternanis-Profiteroles“, „Eclairs mit Mango-Krokant-Creme“, „Chocolate-Chip-Cookies mit Gewürznelken und Zimt“ und „Himbeerkekse mit Koriander-Zitronen-Creme“ üben einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus.

Bei der nächsten Party sorge ich für die Überraschung beim Buffet!

Bei den herzhaften Snacks haben es mir die „Karela Papdi“ (ein Rezept der Mutter) und auch das „Bockshornklee-Papdi-chaat“ angetan, beides bestens dazu geeignet, um langweilige Salzstangen oder überwürzte und fettige Kartoffelchips von der nächsten Party als Fingerfood zu Wein und Bier ein für alle Mal zu verbannen. Nicht das mir hier nicht locker noch fünf weitere Kreationen einfallen würden, die ziemlich lecker aussehen und Wow-Potential haben, aber Ihr wollt sicherlich auch selber noch das eine oder andere entdecken – oder? Dieses Buch wird nie langweilig, beim Brot schwanke ich zwischen „Tomaten-Panir-Brot“ und einem „Dattel-Schoko-Brot mit Sternanis und Zimt“ und so einigem mehr.

War’s das jetzt – oder Beilagen machen die Sache erst richtig rund!

Chetna Makan hat es sich nicht nehmen lassen noch die passenden Begleiter für ihre Kreationen anzubieten und so bekommen wir auch noch Rezepte für die allseits beliebten Begleiter in Form von Chutneys, Pickles oder Raitas geliefert und das alles in mehreren Varianten, den langweilig soll es ja nicht werden.

11 Freunde sollt ihr sein – oder Gewürze über Gewürze!

Außerdem werden 11 Gewürze, von Safran, Kardamom, Fenchel, Sternanis, Gewürznelke, Zimt, Koriandergrün, Königskümmel, Kumin, Bockshornklee bis Tamarinde im informativen Kurz-Steckbrief mit entsprechenden Verweisen auf die tollen Rezepte im Buch präsentiert.

Fazit: Ich bin begeistert und das schwer und nachdrücklich, das Buch ist für mich der Hammer! Langeweile an der Kaffeetafel und beim Partybuffet ade! Ein bisschen Backerfahrung halte ich bei einigen Rezepten hier für absolut nötig, es gibt aber auch ein paar einfache Sachen wie Gugelhupf & Co. Für Gewürze sollte man auch affin sein, vieles gibt es da auch schon im gut sortierten Supermarkt, obwohl das für mich hier gar keine Rolle spielt, das Konzept heißt hier kreativ bis zum abwinken, da bestelle ich spezielle Backzutaten auch gerne mal im Online-Fachhandel. Für mich bis jetzt das kreativste Backbuch, das mir bis jetzt in die Hände gekommen ist und ich habe schon ein paar im Bücher-Regal stehen. Schön finde ich auch, dass die Autorin bei den Rezepten immer eine persönliche Einführung parat hat.

Kachumber-Salat (Salat mit frischen Kräutern und Zitrone)

Quelle: Jackie Kearney: VegAsia

Fotos Claire Winfield

Hölker Verlag

Preis 22,95 €

© Claire Winfield
© Claire Winfield

Kachumber ist der indische Name für einen einfachen Salat aus gehacktem Gemüse, unter das frische Kräuter und Zitronensaft gehoben werden. Dieser Salat ist die perfekte Beilage zu fast jeder indischen Speise. Im Kühlschrank aufbewahrt, ist er 1 – 2 Tage haltbar. Jackie Kearney hat diesen in der Stadt Amritsar (im Staat Punjab) nahe der Grenze zu Pakistan entdeckt, nicht zuletzt wegen der großen Fülle an heimischen Obst- und Gemüsesorten hat die traditionelle Küche Punjabs einiges zu bieten. Wir haben diesen leckeren und einfachen und frischen Salat schon im August auf dem Speiseplan und fanden das eine tolle Option für gartenfrische Zutaten oder Gemüse vom Lieblingshändler auf dem Wochenmarkt. Dieses Rezept lebt absolut von der Frische und Qualität der Zutaten, die übersichtlich sind und ich im Sommer eigentlich immer im Haus habe. Das Gemüse kommt häufig aus dem Garten der Mutter meiner Schwägerin.Perfekt als Mittagssnack an einem heißen Tag oder auch als leichtes Abendessen bei uns gerne mit Chapati vom bevorzugten indischen Lädchen, die es selbst zubereiten.

Zutaten (für 4 – 6 Portionen):

1 Gurke, längs halbiert,

Kerne entfernt, gewürfelt

3 Tomaten, halbiert, Samen entfernt, in 1 cm großen Stücken

1 Handvoll frische Minze,

Blättchen fein gehackt

1 Handvoll

Koriandergrün,

Blättchen fein gehackt

Saft von 1 Zitrone (je nach Geschmack auch weniger)

Salz

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen. Erst kurz vor dem Servieren salzen, da das Gemüse sonst Wasser zieht.

Indische Limonade

© Jana Liebenstein
© Jana Liebenstein

Quelle: Inga Pfannebecker: Currys – Spicy One-Pot-Wonders

Fotos: Jana Liebenstein

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 8,99 €

Schöne Idee, herrlich erfrischend uns und unseren Gästen hat diese Limonade Spaß gemacht.

Für 4 Gläser (à 300 ml): Den Saft von 3 Limetten mit 120 g Zucker und ½ TL Salz in einen Messbecher geben. 500 ml Leitungswasser zugeben und alles so lange verrühren, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. ½ TL schwarze Pfefferkörner in einem Mörser grob zerstoßen und dazugeben. Abgedeckt im Kühlschrank kalt stellen. Vor dem Servieren die Mischung mit 1 Limette in Scheiben und einigen Minzzweigen in eine Karaffe geben. Mit 500 ml eiskaltem Mineralwasser aufgießen und mit Eiswürfeln servieren. Nach Belieben noch 1 TL Chaat Masala (indische Gewürzmischung; Asialaden) unter die Limonade rühre.