Lachsforellenfilets mit Karottenlaibchen

© Gräfe und Unzer Verlag / Stefan Liewehr

Quelle: Alexander Höss-Knakal: Kochen wie in Österreich

Fotos: Stefan Liewehr

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 17,99 €

Eine frische, leichte und würzige Kombination, die zeigt, der Koch hinter diesem Gericht ist nicht in der Tradition stecken geblieben, der man bei der österreichischen Küche leicht erliegen kann…. Wenn ein Koch jedoch noch frische Akzente liefern kann ist mir dieses Update gerade mehr als Recht!

P.S. Leider fehlte für mich im Rezept das Ei zur Bindung  und saftiger wird es dann auch!

Zutaten (für 4 Portionen):

Für den Spinat

1 Limette

200 g Blattspinat

2 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer (frisch gemahlen)

Für die Möhrenpuffer

1 rote Zwiebel

300 g Möhren

50 g junger Gouda

1 Zweig Thymian

2 EL Sonnenblumenöl

80 g Weizenmehl (Type 550)

Salz

Pfeffer (frisch gemahlen)

1 Zitrone

Für die Forellenfilets

4 EL Olivenöl

Kräutersalz

weißer Pfeffer (frisch gemahlen)

1 TL edelsüßes Paprikapulver

4 Lachsforellenfilets (je ca. 150 g)

1 Zweig Rosmarin

1 Zweig Thymian

2 Knoblauchzehen

3 EL Butter

Zubereitung:

Für den Spinat von der Limette die Schale mit einem scharfen Messer bis ins Fruchtfleisch dick abschneiden und die Filets zwischen den Trennhäutchen herauslösen, dabei den austretenden Saft auffangen. Den Blattspinat verlesen, von groben Stielen befreien, waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Für die Möhrenpuffer die Zwiebel schälen und fein schneiden. Möhren putzen, schälen und grob raspeln. Gouda fein reiben. Thymian waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und diese fein hacken. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze andünsten, bis sie weich sind. Möhren, Zwiebelwürfel, Gouda, Thymian, Mehl, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel vermischen und die Masse mit den Händen zu zwölf gleich großen Küchlein formen. Das restliche Öl (1 EL) in einer Pfanne erhitzen und die Puffer darin in ca. 4 Min. beidseitig goldbraun braten, auf Küchenpapier entfetten und warm stellen.

Für die Forellenfilets 2 EL Olivenöl, Kräutersalz, Pfeffer und Paprikapulver in eine Schüssel geben und zu einer Paste verrühren. Forellenfilets kalt abspülen, trocken tupfen und mit der Paste bestreichen. Kräuterzweige waschen und trocken schütteln. Knoblauch schälen und fein hacken. Restliches Öl (2 EL) in einer Pfanne erhitzen und die Filets darin auf der Hautseite 2 Min. braten, dann wenden und ca. 2 Min. weiterbraten. Butter, Rosmarin, Thymian und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.

Während die Forellenfilets braten, gleichzeitig in einer Pfanne das Olivenöl für den Spinat erhitzen, die Spinatblätter zugeben und kurz andünsten, bis sie zusammengefallen sind. Limettenfilets und -saft dazugeben und den Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die gebratenen Lachsforellenfilets auf vier Tellern anrichten und mit dem Bratensaft beträufeln. Daneben den Spinat und die Möhrenpuffer arrangieren.

 1 Std. Zubereitung

Pro Portion: ca. 605 kcal

Geröstete Karottensuppe mit Räucherkäse und Roggenbröseln

© Hardie Grant Books 2019, Text & Fotos: Simon Bajada, f.d.dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

Karottensuppe in leckerer modernisierter Version, das macht Spaß und schmeckt sehr fein. So kann eine schlichte Alltagssuppe einen gekonnten Auftritt hinlegen, der uns sehr gut gefallen hat.

Quelle: Simon Bajada: Die Baltische Küche

Eine kulinarische Reise durch Estland, Lettland und Litauen

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 24,95 €

Dieses Rezept habe ich entwickelt, um ein wenig mit meinen regionalen baltischen Lieblingszutaten anzugeben, die ich hier auf moderne Art verwende. Das Räuchern war in alten Zeiten eine Hauptkonservierungs-methode in der Region, daher die Verwendung von geräuchertem Käse. (Wann immer sich die Möglichkeit bietet, einem Gericht etwas Raucharoma hinzuzufügen, ohne die Küche vollzuqualmen, tue ich das mit Begeisterung – aus dem Grund verwende ich auch gern geräuchertes Salz.) Und die Süße, die Karotten beim Rösten entwickeln, finde ich köstlich. Kombiniert man sie mit der leicht säuerlichen dicken Sahne und dem Raucharoma des Käses wird diese sonst eher alltägliche Suppe zu etwas ganz Besonderem.

Zutaten (für 8 Personen):

15 g Butter

½ EL Rapsöl

100 g Roggenbrot (oder Pumpernickel),

in erbsengroße Stücke zerrupft

1 kg Karotten, geschält und in 5 cm

große Stücke geschnitten

Salz

¼ TL Kreuzkümmelsamen

¼ TL Kümmelsamen

1 EL Rapsöl

15 g Butter (oder 1 EL Rapsöl)

1 große Zwiebel, fein gewürfelt

1 TL Apfelessig

1 l Gemüsebrühe

200 g geräucherter Hartkäse (z. B. Gouda oder Cheddar)

saure Sahne zum Servieren

Kürbissprossen oder andere

Keimlinge zum Servieren (nach Belieben)

Zubereitung:

Den Backofen 210 °C vorheizen.

Für die Roggenbrösel in einer Pfanne die Butter mit dem Öl schmelzen. Brotkrumen hinzufügen und rösten, bis sie goldbraun und kross sind und auf Küchenpapier das überschüssige Fett abtropfen lassen. Beiseitestellen. In einer großen Schüssel Karotten mit 1 TL Salz (bei mir gestrichen), Gewürzen und Öl vermischen, bis sie gleichmäßig davon bedeckt sind. Auf einem großen Backblech verteilen und 1 Stunde im Backofen rösten, bis sie eine goldene Farbe annehmen und an den Rändern braun werden.

In der Zwischenzeit Butter oder Öl in einem Suppentopf schmelzen und Zwiebelwürfel 6 Minuten anschwitzen. Essig und Brühe hinzufügen und den Topf vom Herd nehmen.

Wenn die Karotten fertig gegart sind, in den Suppentopf geben und den Topf wieder auf Herd stellen. Die Suppe zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe 15 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten (komplett) weich sind. Die Suppe im Mixer oder in einer Küchenmaschine mit 150 g des Käses fein pürieren.

Die Suppe in Schalen füllen, die Roggenbrösel darüberstreuen und mit der sauren Sahne, dem übrigen Käse (50 g) und nach Belieben den Kürbissprossen garnieren.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Kochzeit: 1 Stunde 25 Minuten

Karottensalat mit Tadka-Dressing

© Kristin Perers

Wow, leckerster Karottensalat ever! Habe mich in die Tadka-Technik geradezu verliebt und ins Standard-Repertoire übernommen!

Zu meinen liebsten Kindheitserinnerungen gehört, meiner Mutter beim Kochen zuzusehen. Linsen reicherte sie mit einer traditionellen Kochtechnik der Moguln, der Tadka, an. Dabei wurden Gewürze in heißem Öl erhitzt und bekamen auf diese Weise einen tieferen, erdigen Geschmack.

Ich nutze die Tadka-Technik hier, um den Geschmack des Gemüses zu intensivieren. Dieser Salat eignet sich perfekt als leichtes Mittagessen oder als Beilage zu jeglichem Fleischgericht. Der Duft der in Öl brutzelnden Gewürze ist einfach berauschend.

Zutaten für (2 – 4 Personen):

500 g Karotten, geschält und

in feine Fäden gehobelt

75 ml Pflanzenöl

1 TL braune Senfkörner

1 geh. EL Kreuzkümmelsamen

½ TL gemahlene Kurkuma

1 TL Chiliflocken

½ Bund Koriander,

Blätter fein gehackt

Saft von 1 großen Zitrone

3 EL flüssiger Honig

Salz

Zubereitung:

Die gehobelten Karotten in ein Sieb füllen und überschüssige Flüssigkeit kräftig mit den Händen ausdrücken. Die Karottenfäden in eine große hitzefeste Schüssel umfüllen.

In einer Pfanne bei mittlerer Temperatur das Öl bis kurz vor dem Rauchpunkt erhitzen. Zunächst die Senf- und Kreuzkümmelsamen darin rösten – sie sollten sofort im Öl brutzeln und platzen. Kurkuma und Chiliflocken hinzufügen, dann schnell umrühren, damit die Gewürzen nicht verbrennen.

Das heiße Öl über die Karottenfäden gießen. Dabei die Pfanne auf Armlänge halten, denn es kann spritzen.

Den gehackten Koriander gemeinsam mit Zitronensaft und Honig unter die Karotten mischen, mit reichlich Salz abschmecken. Den Salat zimmerwarm servieren.

Tipp: Statt Karotten können Sie auch gut geraspelte Rote Bete, hauchdünn gehobelten Blumenkohl, geraspelten Rotkohl oder auch fein gehobelten Fenchel verwenden.

Karotten-Oliven-Salat von Madame Wouezna

© Matt RusselKar

Quelle: Nargisse Benkabbou : Casablanca

Fotos: Matt Russel

Südwest Verlag

Preis: 25,– €

Wunderschön anzuschauen und sehr lecker- alles harmoniert wie ein perfekt abgestimmtes Orchester!

Beim Granatapfelsirup rate ich zu einer guten Qualität, bitte nicht das erstbeste aus dem arabischen Laden kaufen! P.S. ich mache den inzwischen nur noch selbst, wer sich nicht die Schweinerei antun möchte, diesen selbst auszupressen, greift am besten auf eine gute Bio-Qualität in der Flasche zurück.

In der marokkanischen Küche werden Karotten traditionell solo serviert. Dafür werden sie gekocht und mit frischen Kräutern, Kreuzkümmel, Paprikapulver und Olivenöl verfeinert. Als meine Mutter direkt nach der Hochzeit ihre Heimatstadt Fès im Nordosten von Marokko verließ und mit meinem Vater nach Belgien aufbrach, wurde sie, lange vor meiner Geburt, ihrer neuen Nachbarin Madame Wouezna vorgestellt. Diese stammte ebenfalls aus Marokko, wenngleich aus Tanger an der Mittelmeerküste. Madame Wouezna versorgte meine Mutter mit ganz unbekannten Rezepten. So erfuhr meine Mutter auch, dass der Karottensalat, den sie von zu Hause kannte, in Tanger noch mit gehackten Oliven verfeinert wird. Das Tolle an den meisten Salatrezepten ist, dass sie sich endlos variieren lassen. Dies hier ist meine liebste Version von Madame Woueznas Salat: mit Granatapfelkernen und Ricotta.

Zutaten (für 6 Personen):

500 g Karotten, geschält, in 2 cm große Stücke geschnitten

3 Knoblauchzehen, nicht abgezogen

3 EL frische Korianderblätter

3 EL frische Petersilienblätter

1 TL Paprikapulver

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

2 EL Weißweinessig

2 EL Olivenöl

2 EL Granatapfelsirup

1 TL Salz

1 Prise Cayennepffer

150 g entsteinte grüne Oliven, abgetropft und grob gehackt

100 g Granatapfelkerne (von 1 Granatapfel)

200 g Ricotta

50 g geröstete Mandelblättchen

Zubereitung:

Die Karotten mit den Knoblauchzehen in einen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken und bei starker Hitze zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und die Karotten bei aufgesetztem Deckel

13 Minuten gar, aber nicht zu weich kochen. Dann in ein Sieb abgießen und unter fließendem kalten Wasser abschrecken. Abtropfen lassen.

Dill-Karotten

© Joanne Murphy

Quelle: Dearbhla Reynolds: Haltbar

Fermentieren, säuern, einlegen, konservieren

Fotos: Joanne Murphy

BLV Verlag

Preis: 30,– €

Für uns eine prima Beilage zu allem möglichen, die Dill-Karotten sind ein gern gesehener Begleiter für die Feierabendstulle und machen sie auch ein wenig bekömmlicher. Wenn ich gewusst hätte, wie einfach fermentieren ist, hätte ich schon eher damit angefangen. Liebe Dearbhla Reynolds, danke für so unkomplizierte Rezepte und so viel geballtes Hintergrundwissen!

 Zutaten (für 1 Liter Glas):

1 kg Karotten – je größer, desto besser

1 Bund frischer Dill

1 EL Meersalz

Zubereitung:

Die Karotten nach Wunsch entweder mit einem Spiralschneider, einer Küchenmaschine oder einem Gemüsehobel zu Spiralen verarbeiten oder raspeln. Die Stängel des Dills entfernen und sehr fein hacken, um sie gleichmäßig mit dem Dill-Grün zu vermischen.

Karotten und Dill in einer Schüssel mischen, mit Meersalz bestreuen und kurz durchmassieren, bis es sich feucht anfühlt.

Die Mischung in ein sauberes 1-Liter-Gefäß mit Drahtbügel füllen, dabei jede Handvoll fest hineindrücken, damit die Luftblasen entweichen. Das Gefäß dicht befüllen, dabei aber 2,5 cm Luft im Glas frei lassen. Darauf achten, dass die Karotten völlig von der ausgetretenen Flüssigkeit bedeckt sind.

Das Gefäß verschließen und fünf Tage bei Raumtemperatur fermentieren lassen. Das Glas dann in den Kühlschrank stellen. Die Karotten halten bis zu sechs Monate und schmecken während dieser Zeit am besten, danach werden sie leicht matschig.