Elisenlebkuchen

© Andrea Lipp
© Andrea Lipp

Quelle: Sonja Riker: Nachtisch bitte

Fotos Andrea Lipp

Folio Verlag

Preis: 25,– €

Ich bin leider keine Weihnachtsbäckerin, für Plätzchen und Kekse habe ich überhaupt keine Geduld. Lebkuchen liebe ich aber sehr! Mit diesem Rezept habe ich mich endlich mal selbst ans Werk gemacht und es hat wunderbar funktioniert und viel besser geschmeckt als fertig gekauft, auch wenn ich da immer auf beste Qualität geachtet habe. Die gibt es nächstes Jahr definitiv wieder! In der Zubereitungsbeschreibung hatte sich allerdings ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen, der mich zu Beginn ein wenig verwirrt hat, da wurden Eier mit Puderzucker aufgeschlagen, der ist lt. Zutatenliste allerdings erst bei der Glasur dran. Ich mag Elisenlebkuchen allerdings am liebsten mit Schokolade drauf.

Zutaten (Für ca. 40 Stück):

3 Eier

100 g Zucker

10 g kandierter Ingwer fein gehakt

½ TL Zimt

½ TL Kardamom

½ TL Koriander gemahlen

2 Msp. Macis Muskatblüte

2 Msp. Nelken gemahlen

1 Bio-Zitrone, Saft u. Schale

1 Bio- Orange, Schale, abgerieben

150 g Walnüsse

100 g Haselnüsse

30 g Orangeat, fein gehackt

Weiteres:

40 Backoblaten ( 5cm Durchmesser)

200g dunkle Schokolade

geschälte Mandeln zum Garnieren

200g Puderzucker

2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Eier und Zucker weiß schaumig aufschlagen, die restlichen Zutaten unterrühren und den Teig über Nacht abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.

Mit einem Teelöffel kleine Häufchen vom Teig abstechen und auf die Backoblaten setzen, flach andrücken.

Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Umluft) etwa 10 – 12 Minuten trocknen lassen. Lebkuchen abkühlen. Schokolade im Wasserbad schmelzen und einen Teil der Lebkuchen damit glasieren. Mit Mandeln verzieren. Puderzucker und Zitronensaft verrühren und die restlichen Lebkuchen damit bestreichen. Zum Aufbewahren in eine Blechdose legen.

Nachtisch bitte!

cover_nachtisch-bitte_riker-2Sonja Riker: Nachtisch bitte

Fotos Andrea Lipp

Folio Verlag

Preis: 25,– €

Klasse statt Masse oder ohne Nachtisch ist auch keine Lösung!

 Worum geht’s?

 Manchmal muss es zum Nachtisch mehr als nur Espresso sein!

 Kennt Ihr das, ein richtig gutes Essen und hinterher nur einen Espresso mit einem abgepackten Keks zum Ausklang, das ist doch recht trostlos auch wenn es vorher noch so gut geschmeckt hat. Abgepackte Kekse sind sowieso überhaupt nicht meins und bei fertigem Backwerk aus der Bäckerei bin ich auch mehr als kritisch. Das meiste ist mir viel zu süß und Handwerk wird häufig durch fragwürdige Zusatzstoffe ersetzt, da verzichte ich lieber und halte mich stattdessen an meinem kümmerlichen Espresso fest. Das soll sich jetzt ändern und deshalb habe ich mir das schöne neue Buch „Nachtisch bitte“ zugelegt. Die Schwiegermutter wird es freuen, denn bei ihr muss es am Ende immer was Süßes zum Abschluss sein, Desserts sind in meiner Küche bislang allerdings sehr stiefmütterlich weggekommen. Als Berufstätige, fehlt mir häufig die Zeit und die Muße, dafür Stunden zu investieren und ein leckeres Stück Kuchen, selbstgemachte Kekse oder Obstkompott und eine Quarkcreme sind mir tausendmal lieber als eine schwere Mousse oder Creme. Nur was hermachen soll es natürlich auch, besonders wenn die Schwiegermutter mit am Tisch sitzt.

Wer sind die Autoren?

Sonja Riker, geboren 1967, arbeitete zehn Jahre beim Bayerischen Rundfunk, bis sie 2006 auf dem Münchner Elisabethmarkt ihren Suppenladen „SuSa – Suppe, Saft und Gewürze“ eröffnete. Fünf Jahre führte sie zusätzlich das Café „SuSa – Süße Sachen“. Autorin der Bestseller Suppenglück und Mehr Suppenglück. http://susa-suppenglueck.de/

Andrea Lipp, geboren 1977, lebt und arbeitet als Fotografin in Augsburg sowie in ihrer Heimatstadt Graz. www.elfenkind-photography.com

Was ist drin?

 Love at first sight!

 Back- und Dessertbücher habe ich deutlich weniger als Kochbücher, trotzdem herrscht in dieser Sparte nicht gähnende Leere in meinem Kochbuch-Regal. Wie auch, als bekennende „Kochbuch-Süchtige“, achte ich darauf, dass hier genug steht. Ich liebe jedes Buch und bin dankbar für die vielen Inspirationen, die häufig ganz unterschiedliche Aspekte bedienen und mich neues ausprobieren lassen. Und trotzdem bei manchen Büchern ist es Liebe auf den ersten Blick, weil man schon beim Blättern erkennt, man hat einen echten Schatz gefunden und möchte schnurstracks in die Küche und loslegen, weil nahezu jedes Rezept genau dem persönlichem Geschmack entspricht.

Für mich bitte unkompliziert in der Zubereitung, aber immer lecker und mit Twist!

Eine entspannte Protagonistin und viele kreative Rezepte entweder herrlich altmodisch wie der Zwetschgen-Quark-Kuchen, in Sonjas Version allerdings mit einem Teig aus Vollkornmehl oder ein Rhabarber-Käsekuchen mit spannendem Twist, der mich optisch sofort für sich einnimmt, denn der Rhabarber wurde mit der Schnittfläche nach unten nebeneinander in den Teig gestellt und das ist ein echter Hingucker, dem ich im Frühjahr gerne einen Ehren-Platz auf meiner Kaffeetafel einräume.

Die Mischung macht’s!

 Im Kapitel „Nie alle!“, in dem die Autorin ihre Keksdose öffnet begeistert mich ihre traumhaft schönen Cranberry-Schnecken, mit Marzipan und Amaretto im Teig und Mamas Klassiker der Heidesand wurde mit Rosmarin und Zitronenabrieb sehr schön aufgepeppt. Im Kapitel „Alles Quark“ ist nichts beliebig, sondern in diesem schönen Buch sind echte Traumpaare am Start, die sich gesucht und gefunden haben, wie wäre es mit einem Florentiner-Apfel-Joghurt-Quark oder eine Portion feinstes Hüftgold in Form eines Karamell-Cheesecake. Und auch die Buttermilch-Mousse mit weißer Schokolade und Tonka trifft bei mir voll ins Schwarze, sie kommt ohne weiteren Zucker aus und passt sicherlich prima zu meinem eingekochten Zwetschgenröster aus dem Garten.

Diese Köchin hat viele neue Ideen!

In der Rubrik „Klassiker im neuen Kleid“ bietet Sonja eine Fülle von spritzigen Ideen, wie man frischen Wind auf den Kaffeetisch zaubern kann. Sie hat dabei den Klassikern aus vergangenen Zeiten sozusagen neue Kleider verpasst oder schafft es mit einem leckeren Accessoires eine ganz neue sehr interessante Kombination auf den Tisch zu bringen. Pate dafür stehen z. B. ein Butterkuchen mit Fleur de Sel und Karamell oder quietschbunte Kastenkuchen, wahlweise mit Rote Beete, Zucchini oder Möhre, Mandel und Sesam im Teig Auch der Gugelhupf wird vollkommen transformiert, langweilig ist in diesem Buch nichts, Mohn Marzipan, Ingwer, Kakao und Topfen sorgen für aparte und köstliche Varianten. Matcha-Teepulver bringt jede Menge Optik für die sonst eher biedere Erdbeer-Biskuitrolle und beim Strudel wird kurzerhand eine bayerisch-spanische Liaison eingegangen, denn die netten Päckchen punkten mit ihren inneren Werten in Form einer spanischen Vanille-Creme.

 Weniger ist manchmal mehr!

 Wenn Vorspeise und Hauptgang schon üppig waren, dann braucht es beileibe kein 1000-Kalorien-Dessert, das uns noch Stunden später wie ein Backstein im Magen liegt. Lecker, leicht und luftig soll es sein, genau dafür gibt es im Buch im Kapitel „Leicht & Lecker“ herrliche Ideen, wie z. B. eine Holunder-Joghurt-Tarte oder eine Kirschgrütze mit Kardamom und Kokosschaum oder einen Mango-Litschi-Salat, die mit interessanten und überraschenden Aromen jede Menge frische Akzente setzen.

Süßes für jeden Anlass!

Im Kapitel „Das Beste für Feste“ wird noch mal so richtig aufgetischt: von Ostern bis Weihnachten, für den Kindergeburtstag oder die Hochzeit, gibt es Klassiker wie Elisenlebkuchen oder Linzer Torte und auch mal ein Rezept für ein veganes Superbrot oder Ideen für den Kindergeburtstag (Grissini-Mikado) und Hochzeit (Hochzeitstaler).

Fazit – oder was ist besonders? Sonja Riker ist eine leidenschaftliche und kreative Köchin, ihre Ideen haben nicht nur Pfiff, sondern sind auch herrlich unkompliziert in der Zubereitung. Sie schafft es mit einem überraschenden Twist Klassikern einen völlig neuen Auftritt zu verschaffen und kennt unsere Vorlieben ganz genau, da gibt es für jeden Geschmack und jeden Anlass eine Idee, die mich geradezu in die Küche treiben, weil sie auf jedes zu viel verzichten, ob es nun Zucker oder Komplexität ist. Stattdessen setzt diese Autorin auf neue Akzente und beweist mit jeder ihrer Kreationen, Nachtisch macht Spaß, wenn man die richtigen Rezepte hat, dann kann diese Disziplin für jeden zur Königsdisziplin werden, egal für welchen Anlass und auch bei begrenztem Zeit-Budget. Für mich in dieser Sparte das innovativste Buch in 2016, definitiv sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene Süßschnäbel ein Gewinn sowohl bei Desserts als auch auf der Kaffeetafel.

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Schnelle Orangen-Knusper-Florentiner

© Stefan Braun für ZS Verlag
© Stefan Braun für ZS Verlag

Quelle: Franziska Schweiger: I love Baken

ZS Verlag

Preis: 21,99 €

Ich bin ja leider kein Filigrantechniker und beim Backen von Keksen bricht mir schnell der Angstschweiß aus, ich vermeide das wo es nur geht. Eine Karriere als Plätzchen-Fee nehme ich mir als Projekt für die Zeit als Rentnerin vor. Diese Florentiner haben toll funktioniert und super geschmeckt und werden die Keks und Plätzchen arme Zeit bis dahin wunderbar überbrücken – vielen lieben Dank für das super Rezept.

Zutaten (Für ca. 20 Stück):

30 g Weizenmehl (Type 405)

60 ml Orangensaft

100 g Zucker

1 EL Honig

abgeriebene Schale von 1 Bio-Orange

50 g Butter

100 g Mandelblättchen

Zubereitung:

Das Mehl sieben. Den Orangensaft mit dem Zucker und dem Honig in einem Topf zum Kochen bringen. Die Orangenschale, die Butter und das Mehl unterrühren. Die Masse 2 Minuten köcheln lassen, dann die Mandelblättchen untermischen. Die Mandelmasse in eine Schüssel umfüllen und leicht abkühlen lassen.

Den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Aus der Mandelmasse mithilfe eines Esslöffels Nocken abstechen und mit mindestens 8 cm Abstand auf das Blech setzen. Die Nocken mit angefeuchteten Fingern etwas flach drücken.

Die Florentiner im Ofen auf der mittleren Schiene 8 bis 10 Minuten goldbraun und knusprig backen. Vom Backblech nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Zusätzliche Veredelung: Zartbitterkuvertüre schmelzen und die Florentiner auf der Unterseite damit bestreichen. Auf einem Kuchengitter trocknen lassen.

Zubereitung: ca. 20 Minuten

Backen: 8–10 Minuten