Negroni

©Hubertus Schüler

Quelle: Nic Shanker: Shake it easy

Perfekte Drinks – mit und ohne Alkohol

Fotos Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 22,– €

Perfekte Mischung für Cocktail-Fans wie uns, die es herb lieben und zu Alkohol nicht nein sagen!

 Kategorie: Shortdrink, Aperitif

Der Negroni ist kein Anfängerdrink, er besteht aus Alkohol plus Alkohol plus Alkohol. Die herbe, bekömmliche, weil säurearme Mischung wirkt so simpel und ist doch ein mixologischer Geniestreich. Die drei hochwertigen Zutaten müssen akkurat abgemessen werden, um die würzige Balance zu erzielen, für die der Drink weltweit berühmt geworden ist. Ein Aperitif, wie er besser nicht sein kann. Voll auf den Punkt und deshalb mein All-time Favorite.

Zutaten für 1 Tumbler (250 ml):

Eiswürfel

3 cl Gin

3 cl Bitter-Aperitif (z. B. Campari)

3 cl roter Wermut

Deko: 1 Bioorangenzeste

Equipment: Barlöffel Barsieb

Zubereitung im Rührglas:

Den Tumbler mit Eis vorkühlen. Eiswürfel und alle Spirituosen in ein Rührglas geben und mit einem Barlöffel etwa 1 Minute rühren. Das Eis aus dem Tumbler entfernen und neues einfüllen. Drink durch ein Barsieb auf das frische Eis abseihen. Orangenzeste um den Glasrand streichen, dann aufrollen und in den Drink fallen lassen.

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Rhabarber-Gimlet

©Hubertus Schüler

Quelle: Nic Shanker: Shake it easy

Perfekte Drinks – mit und ohne Alkohol

Fotos Hubertus Schüler

Der Mai kann kommen, wir haben schon mal  auf ihn angestoßen und sitzen gerade mit Freunden auf unserer Terasse. Der selbstgemachte Sirup ist in meinen Augen ein Muss! Der Clou bei diesem Drink sind die grünen Pfefferkörner!

Für diesen Drink empfehle ich meinen selbst gemachten Rhabarber-Cordial von Seite 122. Der Gimlet ist ein Klassiker, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Briten erfunden wurde. Als sogenannter Shortdrink besteht er ursprünglich nur aus Gin und Lime Juice Cordial, eine Art eingedickter und gesüßter Limettensaft. Ich war so frei, das Konzept auf den Kopf zu stellen.

Für 1 Martini-Glas:

Eiswürfel

4 grüne Pfefferkörner

5 cl Wodka

3 cl Rhabarber-Cordial (Rhabarber-Sirup)

(siehe Seite 122)

2,5 cl Limettensaft (frisch gepresst)

Deko:

4–5 grüne Pfefferkörner

1 Biolimettenzeste

Equipment:

Stößel

Barsieb

Teesieb

Zubereitung im Shaker:

Die Martini-Schale mit Eiswürfeln vorkühlen. Die Pfefferkörner im Shaker mit dem Stößel zerstoßen. Wodka und Rhabarber-Cordial sowie einige Eiswürfel zugeben. Den Limettensaft in den Shaker geben. Alles kräftig shaken. Eis aus dem Glas entfernen und den Drink durch ein Barsieb und zusätzlich durch ein feines Teesieb abseihen. Vier bis fünf Pfefferkörner als Deko in den Drink geben (sie sinken auf den Boden ab) und die Limettenzeste auf den Glasrand setzen. Sofort servieren.

 

Die schnellste Mousse au Chocolat der Welt

©Hubertus Schüler

Süße Verführung, dass Beste ist aber dass man dafür wirklich nicht lange in der Küche steht, den Rest erledigt der Kühlschrank. Ich liebe Rezepte die nicht nur Zutatenlisten und Zubereitungsschritte auflisten, bei Martina und Moritz gibt es zum Glück immer die Tipps und Tricks dazu!

Quelle: Martina Meuth/Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer: Das Beste aus 30 Jahren

Fotos: Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 28,–€

ET: 29.03.18

Tatsächlich wird sie auf zwei Tage verteilt hergestellt – insofern ist sie also gar nicht so schnell. Was aber die reine Arbeitszeit betrifft, die wenigen Zutaten und auch die wenigen Töpfe und Geräte, die sie beansprucht, ist sie nicht zu unter- bzw. überbieten!

Zutaten (für 4 Personen):

200 ml frische Sahne

100 g Schokolade (siehe Tipp)

 Zubereitung:

Die Sahne erhitzen – nicht kochen lassen, sonst kann sie einen leichten, in diesem Fall gar nichterwünschtem Karamellgeschmack bekommen –einen solchen besitzt die unter der nebulösen Bezeichnung „wärmebehandelt“ angebotene Sahne von sich aus, weshalb Sie diese nicht verwenden sollten. Lieber eine anständige Biosahne nehmen! Die Schokolade hineinbröseln und darin auflösen. Abkühlen und wenigstens 8 Stunden, am besten Über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen. Vor dem Servieren mit dem elektrischen Handrührer zu einer luftigen Creme aufschlagen.

Die Creme zum Servieren in Dessertglaser verteilen oder mit einem Esslöffel zu Nocken formen und auf Tellern anrichten. Gut passen dazu Fruchte, zum Beispiel frische Beeren, Kakis oder ein Salat aus reifen Birnen. Auch Minze und Zitronenmelisse sind eine schone Ergänzung.

Variante: Klassischer, aber auch viel mächtiger, wird die Mousse, wenn man noch 125 g Butter und drei Eigelb einarbeitet. Es empfiehlt sich dann, das Ganze wiederum etwas lockerer zu gestalten, indem man 3 Eiweiß zu Schnee schlägt, der aber vorsichtshalber bei schwacher Hitze heiß abgeschlagen werden sollte – um jegliche Gefahr durch Salmonellen oder andere krankheitserregende Keime auszuschließen.

Tipp: Natürlich sollte man dafür eine vorzügliche, ganz bittere Schokoladeverwenden. Aber auch mit einer Zartbitter-oder Milchschokolade gelingt sie. Nur mit weißer Schokolade gibt es Probleme: Ohne Kakaobutter wird die Mousse nicht fest. In diesem Fall auf diese Menge zwei Blatt Gelatine – in kaltem Wasser vorgequollen und wiedergut ausgedrückt – in der warmen Sahne auflösen.

Zubereitungszeit:10 Minuten

Ruhezeit: 8 – 12 Stunden

Getränk: Dazu passt bestens ein Gläschen Whisky, Rum oder Cognac, mit dem man die Mousse auch vorsichtig aromatisieren kann.

Konigsberger Klopse

©Hubertus Schüler

Wunderbar saftige Klopse in einem „Traum-Sößchen“, der Clou bei diesem Rezept waren die mit Macis, Zitronenschale und Anchovis gewürzten Klopse. Kommt gleich auf die Best-of-Liste bei mir, denn es gibt so viele verhunzte Versionen von diesem Klassiker! Die Kalbsbrühe macht zwar ein wenig Arbeit, aber es lohnt sich definitiv für dieses tolle Gericht, da ein wenig Mühe zu investieren. Statt Salz kommt im „Sößchen“ Worcestersauce zum Einsatz, das macht geschmacklich unbedingt Sinn, finde ich!

Quelle: Martina Meuth/Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer: Das Beste aus 30 Jahren

Fotos: Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 28,–€

ET: 29.03.18

Zutaten (für 4 -6  Personen):

2 altbackene Brötchen

etwa 125 ml lauwarme Milch

1 große Zwiebel

1 kleine Knoblauchzehe

1 Bund Petersilie

600 g durchwachsenes Kalbfleisch (vom Hals)

300 g Schweinebauch (ohne Schwarte)

2–3 Anchovisfilets (in Olivenöl eingelegte Sardellen)

2 EL Butter

2 Eier

Salz

Pfeffer

Macis (gemahlene Muskatblüte)

etwas abgeriebene Schale von 1 Naturzitrone

Für die Sauce:

etwa 750 ml kräftige Brühe
(am besten aus Kalbsknochen zubereitet)

250 g Sahne

2 Eigelb

Worcestersauce

Cayennepfeffer

etwas Zitronensaft

2–6 EL kleine Kapern

 Zubereitung:

Die Brötchen würfeln und in der Milch einweichen. Zwiebel und Knoblauchzehe schalen und in sehr feine Würfel schneiden. Petersilie waschen, trocken tupfen und die Blättchen fein hacken (die Stiele in der Brühe für die Sauce mitkochen – falls Sie die Brühe selbst machen). Die beiden Fleischsorten durch den Fleischwolf drehen (falls das nicht schon der Metzger für Sie erledigt hat). Die Anchovisfilets hacken.

Die Butter in einem kleinen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauchdarin weich dunsten. Die gehackten Petersilienblätter (ein paar zum Bestreuen beiseitestellen) darin zusammenfallen lassen. Vom Herd ziehen, abkühlen lassen und mit Brötchen, dem Hackfleisch, Eiern und Anchovisfilets mischen. Den Fleischteig gutdurcharbeiten und sehr kräftig mit Salz, Pfeffer, Macis und etwas Zitronenschale abschmecken.

Die Brühe erhitzen, bis sie leise siedet. Aus dem Fleischteig kleine, etwa Tischtennisball große Klopse formen und in der Brühe ohne Deckel 10–15 Minuten gar ziehen lassen. Auf keinen Fall kochen, sonst werden sie hart.

Die Klopse mit einer Schaumkelle herausheben und warm stellen. Die Brühe durch ein Sieb filtern, in den Topf zurückgeben und die Hälfte der Sahne zufügen. Alles rasch um gut die Hälfte einkochen. Eigelb mit der restlichen Sahne verquirlen. In den konzentrierten Sud rühren. Unter ständigem Ruhren erneut erhitzen und dabei andicken lassen. Der Sud darf dabei nicht ins Kochen geraten, weil die Eier sonst ausflocken und nicht mehr binden können.

Die Sauce mit Worcestersauce und Cayennepfeffer abschmecken, mit Zitronensaft schon säuerlich würzen und reichlich Kapern einrühren(falls sie nicht wirklich Nonpareilles, also ultraklein sind, die Kapern besser hacken). Die Klopse in dieser Sauce erwärmen und mit der restlichen Petersilie bestreut servieren.

Zubereitungszeit: 50 – 60 Minuten

Beilage: Dazu schmecken am besten Salzkartoffeln, möglichst eine mehlige Sorte, die fast zerfallt. Dann können die Kartoffeln die herrliche Sauce besonders gut aufnehmen.

Getränk: Da kommt nichts als ein knackiger Riesling von der Mosel infrage – er hebt die Saure, die Cremigkeit der Sauce, und außerdem gehörten Königsberg und die Mosel lange zu Preußen.

Das Beste aus 30 Jahren

Martina Meuth/Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer: Das Beste aus 30 Jahren

Fotos: Hubertus Schüler

BECKER JOEST VOLK VERLAG

Preis: 28,–€

ET: 29.03.18

Kochen als Handwerk und nicht als Show – oder Sie haben drei Küchen aber kein Sofa!

 Als Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer vor 30 Jahren das Konzept für ihre Kochsendung, damals noch in der ARD entwickelten, galt Kochen noch als eine tägliche lästige Arbeit. Die Erwartungen der Zuschauer waren, es sollte vor allem preiswert sein und schnell gehen. Heute ist Kochen mit Sendungen wie Kitchen Impossible und anderen Shows vor allem Entertainment, das viele Fans vor den Bildschirm lockt. Das Paar lebt, schreibt und kocht auf einem alten Apfelgut am Rand des Nordschwarzwalds. Kennengelernt haben sich die beiden 1976. Sie war bei der „Freundin“, hat dort das Kochressort geleitet. Zur Schwesterredaktion im selben Verlag kam ein neuer Ressortleiter, das war er. Zuerst hat sie sich immer ein bisschen über ihn lustig gemacht. Wie es so ist, neue Kollegen werden besonders gründlich beäugt. Es gab dann aber eine Pressereise und beim ersten Stopp des Busses standen die beiden zusammen, und Martina hatte einen Campari in der Hand, und sie plauderten miteinander und plötzlich lag ihr Glas auf dem Boden, ziemlich unangenehm war das, weil es ihr gleich darauf noch mal passiert ist. Beim Abendessen – da saßen sie schon nebeneinander – haben die beiden dann festgestellt, dass sie die gleichen Dinge gerne essen. Daran hat sich in den letzten 30 Jahren nicht viel geändert, allerdings ist Moritz lieber im Garten und Martina noch lieber in der Küche.

Wer den Führerschein machen will geht zum Fahrlehrer und engagiert nicht Sebastian Vettel dafür!

 Dem Journalisten-Paar ging es nie um die Show, sondern sie kochen einfach! Sie verstehen sich als Mentoren für das Kochen und zeigen seit 30 Jahren jede Woche ihren Zuschauern, wie diese in der heimischen Küche aus frischen Zutaten ein gutes Essen zubereiten können, das in überschaubarer Zeit und ohne großen Aufwand auf den Tisch steht und ohne Geschmacksverstärker und ähnlich gesundheitlich fragwürdige Zusatzstoffe auskommt. Das ist nicht nur Fix-Küche auf die ehrliche Art, ohne Fake und Show, sondern jedoch jede Menge Service, für Menschen, die gerne kochen, aber das nicht mehr von der Mutter oder Großmutter gelernt haben. Sie erklären Tipps, Kniffe und zeigen wie sich Arbeit und Mühe, durch den geschickten Einsatz von Küchengeräten, die die allermeisten sowieso zu Hause haben, reduzieren lassen. Die Investition für den Thermo-Mix könnt ihr Euch zum Glück sparen, meistens reicht ein Pürierstab und eine ganz normale Küchenmaschine. Mit pädagogischem Eifer lehren Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer in ihrer Kochsendung das TV-Publikum die einfache, gute Küche. Ihre Kabbeleien gehören seit 30 Jahren ebenso zum Programm wie Geling sichere Rezepte und sind zum Glück weit von den Faxen entfernt, für die sich heutzutage sogenannte Spitzenkoche nicht zu schade sind.

Was gibt es denn?

 Alltagsküche zwischen Leidenschaft und geschmacklicher Perfektion…

 Moritz und Martinas Koch-Stil, lässt sich als regional, saisonal bezeichnen: Als Witzigmann mal für ein Koch-Shooting zu Gast war, war er direkt von den Socken, dass die Suppe aus dem eingefrorenem Gartengemüse so lecker schmeckte, als wäre dies direkt vorher dort geerntet worden. War es aber nicht, das Shooting fand nämlich im Winter statt. Außerdem hat Martina ein ausgesprochenes Faible für die thailändische Küche und Moritz hat nicht nur italienisch von ihr gelernt, sondern kocht mit ihr auch sehr gerne italienisch.

Vorspeisen und Häppchen, damit das Essen schon mal gut losgeht: Avocado mit roher Tomatensauce und pochierten Ei, ist nicht nur ein leichtes und bekömmliches Gericht, sondern macht auf dem Teller eine extrem gute Figur. Die gute Nachricht, endlich erklärt uns jemand mal, wie Eier richtig pochiert werden, da sind schließlich angehende Spitzenköche schon daran verzweifelt. Weggeschmissen wird auch nichts, die Tomatenkerne bilden die Basis für eine würzige Sauce. Wer die nächste Party plant, kriegt gleich jede Menge Ideen für leckere Crostini oder kann mit einem Vorspeisen-Salat aus rohem Spargel mit Kaninchen –Rücken, die Familie beim großen Ostermenü überraschen.

Suppen und Eintöpfe, machen nicht nur viele satt, sondern auch wohlig glücklich: Die griechische Zitronensuppe ist eine unglaublich erfrischende Suppe, wenn man die richtigen Zitronen hat. Dass Ihr Euch da kein X mehr für ein U vormachen lasst, dafür sorgt, die kompetente Warenkunde, die beiden gleich mitliefern. Vergesst dabei auch mal ganz schnell, die unsäglichen Brühwürfel, die gehören in diesen Klassiker nicht rein, da machen die Autoren keine Kompromisse und das ist unbedingt gut so. Oma hat früher einfach die doppelte Menge gekocht und dann passt das schon und das ist auch hier der Fall, dass Grundrezept kalkuliert mit 4 – 6 Portionen, der Rest schmeckt noch mal so gut wieder erwärmt.

Pasta, Risotto und Kartoffeln dürfen nicht fehlen: der legendäre Kartoffelsalat wird ausführlich in allen Variationen Süd- u. Nord tauglich erklärt und darf auch noch einen Ausflug über den Brenner unternehmen. Es gibt familientauglichen Nudelauflauf, natürlich in der Version köstlich, was anderes ist bei den beiden einfach nicht vorstellbar, dafür sind sie mit zu viel Leidenschaft am Werk. Mein absoluter Liebling in dieser Rubrik und ein Rezept, dass mir gezeigt hat, wie man Okras zubereitet, ohne dass die so ekelhaft schleimig werden, ist ein wunderbar würziger Philippinischer Kartoffel-Hackfleisch-Topf (Picadillo). außerdem zeigen Martina und Moritz, wie es mit dem Risotto klappt. Die Spaghetti aglio olio, kochen heute viele, allerdings nicht in der geschmacklichen Perfektion, wie es diese beiden können.

Bei den Gemüsen rücken sie den sperrigen Artischocken gekonnt zu Leibe und erklären, wie man sich diese handzahm macht, füllen einen staatlichen Kohlkopf mit Hackfleisch und zeigen damit es geht auch spannender als mit Mutters Wickel.

Martina als erklärter Asien-Fan zeigt, wie man Sushi zu Hause hinbekommt und serviert grünes Kokos-Curry und einen Thai-Salat mit gehackter Entenbrust.

Es gibt außerdem Fisch, Fleisch und leckere Desserts: Forellen in Folie werden aus dem Backofen geholt, der Loup de Meer in der Salzkruste gelingsicher erklärt und das perfekte Steak gebraten. Wirklich neu und interessant war für mich, dass man ein Steak ohne Öl direkt auf Meersalz garen kann.

Das Niedrigtemperatur garen von Fleisch wird dabei gleich mit erklärt, außerdem servieren die beiden wirklich saftige Königsberger Klopse und präsentieren eine superschnelle Version der Mousse au Chocolat.

Fazit: Dieses Paar ist ebenso geschmacksverliebt wie perfektionistisch und zickt sich um der Sache willen in der Küche gerne mal an. Allerdings würden sie es nie übers Herz bringen, uns nicht mit dem perfekten Rezept nach Hause zu schicken. Spitzenköche tun genau das gerade nicht, als Profis ist ihnen das Verständnis für uns Alltags-Kocher abhandengekommen. Die lästige Angewohnheit, dass heutzutage jeder von denen meint, an ihm ist ein Fernseh-Star verloren gegangen, wenn nicht gleich ein Comedian, lasse ich mal unkommentiert. Schuster bleib bei Deinen Leisten ist da meine Devise: Das haben Martina und Moritz nie anders gemacht und beweisen seit 30 Jahren, das ihre Rezepte, immer funktionieren. Vieles habe ich schon seit langen Jahren im Programm und es sind die wenigen Rezepte, die ich immer wieder hervorkrame, obwohl die Versuchung etwas Neues auszuprobieren bei mir nun wirklich hoch ist. Nur durch die beiden habe ich gelernt, wie Okras eben nicht schleimig werden. Wer auch gerne noch mal die Kochschule besucht, um ein Rezept von der Pike auf zu beherrschen, ist mit diesem Kochbuch-Klassiker wirklich sehr gut beraten!

Vielen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar.

Königlicher Käsekuchen

© Simone Hawlisch

Quelle: Okka Rohd: Herdwärme

Eine kleine Kochschule für das große Glück zu Hause

Kailash Verlag

Preis: 20,–

Ehre wem Ehre gebührt! Ein wunderbar cremiger Käsekuchen, der nicht zusammenzuckt, wenn er den Backofen verlässt ist als Ergebnis garantiert, weil er auf diesen Schock umfassend vorbereitet wird und zwischendurch immer mal wieder Küchenluft schnuppern darf. Auf Rohrzucker habe ich verzichtet, für uns muss es nicht ganz so gesund sein und normaler Zucker löst sich einfach besser auf.

von Princess Cheesecake

 Zutaten (Menge: 1 Käsekuchen für eine Springform mit 26 cm Ǿ):

Zutaten für den Boden:

83 g Rohrzucker (+ Zucker für die Form)

167 g Mehl

83 g kalte Butter

(+ Butter für die Form)

1 Prise Vanillepulver (im Supermarkt bekommt man zum Beispiel eine Vanillemühle oder man nimmt

das Mark einer ¼ Vanilleschote)

1 kleines Ei

1 Springform, Durchmesser 26 cm

Zutaten für die Kuchenmasse:

240 g zimmerwarme Eier (ca. 4–5 Eier)

1 Bio-Zitrone

200 g Rohrzucker

667 g Quark (20 % Fettgehalt)

23 g Mehl

1 Prise Vanillepulver (oder das Mark einer Viertel Vanilleschote)

167 g Schmand

167 ml Sahne

23 g Stärke

Salz

Puderzucker zum Bestäuben

nach Geschmack: frische Beeren zum Verzieren

Zubereitung:

Den Ofen samt Backblech auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform einfetten und mit Zucker bestreuen.

Für den Mürbeteigboden den Zucker und das Mehl in eine große Schüssel geben. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Erst mit den Händen grob vermischen, dann verkneten, bis die Mischung ungefähr die Konsistenz von feuchtem Sand hat. 1 kleine Prise Vanillepulver hinzufügen. Das Ei verquirlen, dazugießen und mit einem Löffel untermengen. Dann alles mit den Händen zu kleinen Krümeln verarbeiten.

Die Streusel auf dem Boden der Springform verteilen und mit den Händen flach drücken. Der Boden sollte dabei nicht zu dick werden. Die Springform für 15–20 Minuten in den Ofen auf das heiße Blech stellen und vorbacken, bis der Boden honigfarben ist. Die Temperatur auf 150 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.

Jetzt geht es weiter mit der Kuchenmasse. Die Eier trennen. Die Zitrone heiß abspülen und die Schale abreiben. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz in einer Küchenmaschine (oder mit einem Handrührgerät) aufschlagen. Am Anfang auf niedriger Geschwindigkeit. Wenn der Eischnee luftig und schaumig wird, 50 g Rohrzucker dazugeben, dann auf mittlerer Geschwindigkeit laufen lassen. Wenn sich am Rand der Schüssel kleine Körnchen bilden, noch einmal 50 g Rohrzucker hinzufügen. Den Eischnee insgesamt ca. 10 Minuten aufschlagen. Er ist fertig, wenn man einen Finger hineintaucht und die Eischnee-Spitze am Finger stehen bleibt. Zur Seite stellen.

Dann den Quark mit dem Eigelb, dem Mehl, dem restlichen Zucker (100 g), 1 Prise Vanillepulver sowie 1 Prise Salz in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren.

Den Schmand und die Sahne in einen Standmixer geben oder mit einem Handrührgerät aufschlagen, bis die Konsistenz an geschlagene Sahne erinnert. Die Sahne-Schmand-Masse zum Quark geben. Den Zitronenabrieb zufügen.

Die Stärke vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Eischnee rühren und dann mit einem Teigschaber unter die Kuchenmasse heben. 8 Die Kuchenmasse in die Springform geben. Darauf achten, dass beim Einfüllen des Teiges oben am Rand immer 1 guter Zentimeter frei bleibt. Für 20 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze im Ofen (Mitte) backen. Den Kuchen für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen. Den Kuchen noch einmal für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen.

Eine erste Stäbchenprobe machen. Möglicherweise reicht – je nach Ofen und Feuchtigkeitsgehalt des Quarks – schon ein dreimaliger Backvorgang. Falls die Stäbchenprobe nicht sauber bleibt, den Kuchen für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen. Eine weitere Stäbchenprobe machen. Falls der Kuchen noch nicht fertig ist, noch einmal für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für ca. 10 Minuten backen oder so lange, bis die Stäbchenprobe sauber bleibt.

Den fertigen Käsekuchen mit Puderzucker bestäuben und nach Geschmack mit frischen Beeren (beispielsweise Himbeeren oder Blaubeeren) belegen.

Hinweis: Die teilweise merkwürdig anmutenden Maßangaben erklären sich dadurch, dass wir für eine Springform von 26 Zentimeter Durchmesser nur zwei Drittel des Originalrezeptes verwenden.