Hummus

© Clare Winfield
© Clare Winfield

Quelle: Jenny Linford: Knoblauch

Fotos Clare Winfield

Ars Vivendi Verlag

Preis: 22,–

Dieser schmackhafte Dip aus dem Nahen Osten besticht durch sein nussiges Aroma und ist ganz leicht zu Hause zuzubereiten. Mit Pitabrot, Falafeln oder rohen Gemüsesticks als Snack servieren oder zusammen mit anderen Mezze (orientalischen Vorspeisen) als leichte Mahlzeit.

Wer es sich einfacher machen will kann auch vorgekochte Kichererbsen aus der Dose verwenden (ca. 250 g), was ich allerdings nicht gerne mache, weil für mich die Qualität sehr schwankend ist und diese meist zu Tode gekocht wurden. Bei sehr weichen Kichererbsen ist vermutlich auch weniger Flüssigkeit notwendig, um es glatt zu rühren. Ganz glatt wird der Hummus, wenn man ihn am Ende einfach noch durch ein Sieb streicht. Wer die Knoblauchnote noch herunterfahren möchte, was ich nie tun würde, denn ich liebe Knoblauch, kann die Zehen auch vorher anrösten.

Zutaten (für 6 Personen):

125 g getrocknete Kichererbsen

1 TL Natron

Salz

2 Knoblauchzehen, zu einer Paste zerdrückt

4 EL Tahini (Sesampaste)

Frisch gepresster Saft von 1 Zitrone

Zum Garnieren:

Olivenöl

Paprikapulver oder Sumach

Frisch gehackte Petersilie

Zubereitung:

Die Kichererbsen über Nacht mit dem Natron in reichlich kaltem Wasser einweichen.

Am nächsten Tag abseihen und abspülen. In einen großen Topf geben, mit reichlich frischem, kaltem Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und 50-60 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind. Dabei regelmäßig den Schaum abschöpfen. Die Kichererbsen salzen, dann in ein Gefäß abseihen und das Kochwasser sowie 1 EL der gekochten Kichererbsen für die Garnierung beiseitestellen.

Die Kichererbsen in einem Mixer mit Knoblauch, Tahini und Zitronensaft vermengen. Nach und nach Kochflüssigkeit zugießen, bis aus der Mischung eine glatte Paste wird. Mit Salz abschmecken.

Den Hummus in eine Servierschüssel füllen. Mit der Rückseite eines Löffels eine Mulde in die Paste drücken und ein wenig Olivenöl hineingießen. Mit den beiseitegelegten Kichererbsen krönen und mit Paprikapulver und Petersilie bestreuen.

Duftende Lammhaxen mit Knoblauch und Aprikosen

© Clare Winfield
© Clare Winfield

Quelle: Jenny Linford: Knoblauch

Fotos Clare Winfield

Ars Vivendi Verlag

Preis: 22,–

Lammhaxen brät man am besten ganz langsam. Bei diesem Rezept wird das Fleisch zart und würzig, Couscous oder Reis passen hervorragend zu dem aromatisch duftenden Lammgericht. Knoblauch verwende ich stets frisch gerieben und nie gemahlen, da ich den eigentlich immer vorrätig habe. Beim Zimt war ich auch ein wenig zurückhaltender, weil ja schon die Zimtstange mitschmorte und ich andere Aromen hier nicht übertönen wollte. Dafür habe ich uns aber noch ein bisschen Kreuzkümmel und Koriander gegönnt, weil das sehr gut hier passt finde ich. Rosenwasser verwende ich nur, wenn ich Top-Qualität bekomme, das schmeckt nämlich bei minderwertigen Qualitäten schnell mal seifig. Uns hat es so ziemlich gut geschmeckt.

Zutaten (für 4 Personen):

2 EL Olivenöl

4 gleich große Lammhaxen

2 Zwiebeln, fein gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Stange Staudensellerie, fein gehackt

1 Karotte, in dünne Scheiben geschnitten

1 Zimtstange

1 TL gemahlener Ingwer (bei mir frisch geriebener)

½ TL gemahlener Zimt

optional gemahlener Koriander und Kreuzkümmel nach Geschmack

1 Prise Safranfäden, gemahlen und in 1 EL warmen Wasser eingeweicht

½ TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle

3 EL Tomatenmark

Salz

12 getrocknete ungeschwefelte Aprikosen

1 EL flüssiger Honig

½ TL Rosenwasser (nach Belieben)

3 EL Mandelblättchen, ohne Fett goldbraun geröstet

frisch gehacktes Koriandergrün zum Garnieren

Außerdem:

große Kasserolle mit Deckel

Zubereitung:

Den Backofen auf 150 °C vorheizen.

1 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Lammhaxen zugeben und rundum anbraten. Aus der Pfanne nehmen.

Das restliche Olivenöl in einer Kasserolle erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie, Karotte und Zimtstange zufügen und unter Rühren vorsichtig braten, bis die Zwiebeln weich sind und die Mischung ihr Aroma entfaltet. Ingwer, Zimt, Safranwasser und Pfeffer untermengen, dann das Tomatenmark einrühren. Die angebratenen Lammhaxen in den Bräter legen und rundum mit der Mischung umgeben.

Das Fleisch knapp mit Wasser bedecken, mit Salz würzen und zum Kochen bringen. Den Deckel auflegen und im vorgeheizten Ofen 2 Stunden schmoren. Nach ½ Stunden die Aprikosen zugeben.

Sobald das Lamm zart und gar ist, Honig und Rosenwasser unter die Sauce rühren, mit  Mandelblättchen und Koriandergrün garnieren und sofort servieren.

Rote-Bete-Suppe mit geröstetem Knoblauch

© Clare Winfield
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Quelle: Jenny Linford: Knoblauch

Fotos Clare Winfield

Ars Vivendi Verlag

Preis: 22,–

 Diese beeindruckende Suppe überzeugt durch ihre angenehm erdige Süße. Als herzhafte Vorspeise oder leichtes Mittagessen servieren, dazu Brot mit schöner Kruste reichen. Hier ist die Knoblauchnote eher dezent eingesetzt, wer es ein wenig kräftiger mag, nimmt einfach 1 Zehe mehr, auch bei der Zwiebel kann ich mir durchaus eine ganze vorstellen. Ich finde es aber sehr angenehm, dass das Buch bei den Rezepten sehr schön differenziert und alle – sowohl Liebhaber von kräftigen Aromen und Fans von vorsichtiger Knoblauch-Note – auf ihre Kosten kommen!

Zutaten (für 4 Personen):

2 Knoblauchzehen, ungeschält

500 g rohe Rote Bete

1 EL Olivenöl

½ Zwiebel, fein gehackt

1 Schuss Rotwein (nach Belieben)

600 ml frische Hühner- oder Gemüsebrühe

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Crème fraîche oder saure Sahne zum Servieren

Frisch gehackter Estragon zum Servieren

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Die Enden der Knoblauchzehen abschneiden, sodass das Innere sichtbar wird. Den Knoblauch und die Rote Bete zusammen in Alufolie wickeln und gut verschließen. Auf ein Backblech legen und im Ofen 1 Stunde backen. Herausnehmen, die Alufolie öffnen und zum Abkühlen beiseitestellen.

Die Rote Bete schälen und grob hacken. Den Knoblauch schälen und zerdrücken.

Das Öl bei niedriger Temperatur in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel zugeben und leicht anschwitzen, bis sie weich ist. Rote Bete, Knoblauch und nach Belieben Rotwein unterrühren. 2 Minuten kochen, dann die Brühe zugießen. Zum Kochen bringen, zudecken, die Hitze reduzieren und 30 Minuten köcheln.

Ein wenig abkühlen lassen, dann mit einem Pürierstab oder im Mixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, gegebenenfalls wieder in den Topf gießen und nochmals gut erhitzen.

Die Rote-Beete-Suppe zum Servieren in Schalen füllen und mit Crème fraîche und Estragon garnieren.

Knoblauch

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Jenny Linford: Knoblauch

Fotos Clare Winfield

Ars Vivendi Verlag

Preis: 22,–€

Vielfältige Möglichkeiten mit einer tollen Knolle!

 Worum geht’s?

 Auf die Frage, was sie als eine unverzichtbare Zutat ansieht, die unbedingt mit auf eine einsame Insel sollte, antwortet die Autorin Jenny Linford, bei ihr geht es nicht ohne Knoblauch. Diese tolle Knolle ist ein wahres Kraftpaket dem über die Jahrhunderte vielfältige positive Eigenschaften nachgesagt werden, er gilt als Aphrodisiakum, Heil- u. Stärkungsmittel und soll auch Vampire in Schach halten können. Die Möglichkeiten sind vielfältig, zu Unrecht, verbinden viele mit Knoblauch nur eine penetrante und scharfe Note. Das ist ein viel verbreitetes Vorurteil, denn Knoblauch hat viele Gesichter er kann ein Gericht aufwerten und ist eine vielgeschätzte Aromazutat rund um den Globus, die vor allem schnell und einfach verfügbar ist.

Wie sieht es aus?

 Das Buch von Jenny Linford setzt mit den schönen Fotografien von Claire Winefield auf ein, bisschen Vintage und Shabby-Chic, dazu passt die Kaligraphie-Schrift der Rezepttitel wunderbar. Ein handlicher Pappband macht mir Freude.

 Großes Knoblauchuniversum von mild, bis feurig und lauter Wissenswertes dazu!

 Ganze 65 Rezepte wurden von der Autorin in den Kapiteln „Milder Knoblauch“, „Die Sonnenseite des Knoblauchs“, „Soulfood“, „Feuriger Knoblauch“, „Wilder Knoblauch (Bärlauch)“, „Knoblauch zum Fest“ (hier geht es um die zahlreichen Knoblauchfestivals weltweit) zusammengetragen. Außerdem gibt es zu jedem Kapital einen informativen Exkurs, da geht es um Formenvielfalt, Zubereitung und Lagerung, Knoblauch für die Gesundheit, wie die Knolle im Volksglauben weg kommt, einen Besuch beim Knoblauchbauern und Wissenswertes zu Knoblauchanbau und Knoblauch-Festivals. Jenny Linford legt Wert auf Struktur und grenzt geschickt die unterschiedlichen Geschmäcker ab: Sie startet sanft, für alle, die Penetranz verabscheuen und steigert sich dann langsam in dem sie alle erdenklichen Stadien durchläuft, da gibt es ´Rezepte für die tolle Knolle wie sie am Mittelmeer zelebriert werden, aber auch seine feurige und wilde Seite kommen nicht zu kurz. Soul-Food bedeutet bei ihr Gratins, Suppen, Pasta, Würstchen und Schweinebauch. Es gibt z. B. ein Brathähnchen mit Knoblauchbutter, spanische Knoblauchsuppe, Makkaroni mit Käse und geröstetem Knoblauch, ein Boeuf Bourguignon und vieles mehr.

Eine Frau mit Erfahrung!

Die Autorin hat einen unverwechselbaren Stil, sie verwebt gelingsichere Rezepte mit nützlichen Informationen, so dass es beim Nachkochen Spaß macht und das Thema umfassend präsentiert wird, von ihr wurden schon einige Produkt-Kochbücher erfolgreich veröffentlicht.

Was gibt es denn?
– oder alle internationalen Klassiker dabei und unkompliziert soll es sein!

 Hier wird Wert auf Vollständigkeit gelegt, das Buch versteht sich zum einen als Knoblauch-Kompendium, wo Rezepte wie Humus, Hähnchen mit 40 Knoblauchrehen, Rosmarin-Focaccia mit geröstetem Knoblauch, Ajo Blanco (die klassische kalte spanische Knoblauch-Suppe), Spaghetti alle vongole, spanische Knoblauchgarnelen, Spaghetti con aglio olio, e peroncino etc. nicht fehlen dürfen. Außerdem sind viele kreative Ideen, wie Pulled Pork mit geräuchertem Knoblauch, grüne Knoblauch-Muffins, Schweinebauch mit Cidre und Knoblauch, pikantes Erdnuss-Knoblauch-Relish, Kimchi-Pfannkuchen mit Crème fraîche und schwarzem Knoblauch und vieles mehr dabei, die schnell und unkompliziert köstlichen Knoblauchduft in unsere Küche zaubern.

In der Küche am liebsten praktisch – hier gibt es was für jeden Geschmack!

Die Autorin kommt mit einer übersichtlichen Anzahl von Zutaten aus, obwohl das hier nicht das auffälligste ist. Ich stelle beim Durchblättern angenehm fest, die Zubereitungsschritte sind sehr übersichtlich, alles hat auf einer Seite Platz. Es macht Spaß, wenn jemand sein Handwerk als Wissensvermittlerin und Rezept-Bearbeiterin dahingehend versteht, dass weniger oft mehr ist und man sich nicht durch ellenlange Zubereitungsbeschreibungen quälen muss. Die Handschrift der Rezepte ist solide und versucht nichts unnötig zu komplizieren, die Autorin spricht eine breite Zahl von Knoblauchliebhabern an und ist nicht nur auf der Jagd nach einem ungewöhnlichen Gaumenkitzel, dem alles andere untergeordnet wird.

 Wer ist die Autorin?

Jenny Linford arbeitet als freie Food-Autorin in London und ist Mitglied der renommierten Guild of Food Writers. Sie hat mehrere Bücher verfasst, davon sind bereits auf Deutsch erschienen: Tomate: Kochen – Braten – Einmachen und Aus Milch gemacht. Zudem schreibt Jenny Linford für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften wie Financial Times, National Trust Magazine, Great British Food und Modern Farmer

Fazit: Das Buch von Jenny Linford erfindet das Knoblauch-Universum nicht neu, ist aber eine seriöse und gut gemachte Zusammenstellung von Rezepten und Informationen über diese tolle Knolle. Wer Knoblauch liebt oder in allen Varianten besser kennenlernen und einsetzten möchte ist hier richtig. Es gibt auch neue Inspirationen, aber der Focus liegt ganz klar auf einem Produktkochbuch, wo alles drin sein soll, was man sich zum Thema an Klassikern erwartet, auch Kochanfänger und Menschen, die nicht regelmäßig am Herd stehen werden mit diesem Buch Spaß haben.

 Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.