Zitronen-Vanille-Ricotta-Cheesecake

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Ricotta, Vanille Zitrone, Buddies, die sich perfekt verstehen verbrüdern sich für den ultimativen Cheesecake. Nichts für jeden Tag, sondern ein echtes „Schwergewicht“!

Quelle: Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90 €

Zutaten (ergibt 8 – 10 Portionen):

600 g Ricotta

250 g weicher Frischkäse

165 g feiner Backzucker

1 EL fein abgeriebene Zitronenschale

3 Eier

1 ½ EL Maisstärke

4 EL Zitronensaft

4 EL Rahm (Sahne)

1 TL Vanilleextrakt

Puderzucker und gemahlener Zimt zum Bestäuben

Für den Vanilleteig

150 g weiche Butter

160 g feiner Backzucker

1 Ei und 1 Eigelb

80 ml Rahm (Sahne)

1 TL Vanilleextrakt

450 g Mehl, gesiebt

1 ½ EL Backpulver

Zubereitung:

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Den Boden einer Springform (22 cm Durchmesser) mit Backpapier belegen. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät 6–8 Minuten schlagen. Ei und Eigelb einrühren. Rahm, Vanille, Mehl und Backpulver unterrühren. Den Teig zu einer Kugel formen und in zwei Portionen teilen. Eine Portion zwischen zwei Lagen Backpapier zu einem Rechteck (25 × 45 cm) ausrollen und kühl stellen. Den restlichen Teig nochmals halbieren und beide Portionen zwischen Backpapier zu zwei Kreisen (à 22 cm Durchmesser) ausrollen. Einen der Teigkreise kühl stellen, den anderen in die Form legen und 5 Minuten kühl stellen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen und 8–10 Minuten backen, bis er sich trocken anfühlt.

Ricotta, Frischkäse, Zucker und Zitronenschale in einer Schüssel mit dem Handrührgerät 3 Minuten glatt rühren. Die Eier hinzufügen und gerade eben verrühren. Maisstärke und Zitronensaft in einer kleinen Schale glatt rühren. Rahm, Vanille und Maisstärkemischung zur Ricottamasse geben und gerade eben verrühren.

Den Springformrand dünn fetten. Das Teigrechteck längs halbieren und den Rand der Form damit auslegen; unten fest an den Teigboden drücken. Die Füllung auf dem Teigboden verteilen, den Teigrand umklappen. Mit dem zweiten Teigkreis bedecken. Den Kuchen 45 Minuten backen, dann mit Alufolie bedecken und weitere 30 Minuten backen. Im Kühlschrank erkalten lassen. Mit Puderzucker und Zimt bestäuben.

Kaffee-Energiekugeln

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Einfach unkompliziert, sehr lecker und mit Hay-Clou durch die gehackten mit schokoladeüberzogenen Kaffeebohnen, in denen die Kugeln gewälzt wurden.

Quelle: Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90€

Zutaten (ergibt 20 Stück):

18 weiche frische Datteln (360 g), entsteint

240 g Mandeln

25 g Kakaopulver

2 EL Tahini

1 TL Vanillepaste oder -extrakt

50 g fertig gekaufte Kaffeebohnen mit Schokoladen-Überzug, fein gehackt

Zubereitung:

Datteln, Mandeln, Kakaopulver, Tahini und Vanille in der Küchenmaschine (Blitzhacker) 2–3 Minuten zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Die gehackten Kaffeebohnen auf einer flachen Platte verteilen. Esslöffelgroße Portionen der Masse zu Kugeln formen, in den gehackten Kaffeebohnen wälzen und diese etwas festdrücken. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Tipp: Die Energiekugeln halten sich in einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank bis zu 2 Wochen.

Zartbitter-Schokokuchen mit Salzbrezeln

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Erinnerte uns an eine dick-cremige unverschämt leckere Schokoladen-Mousse, hier mit salzigem Überraschungs-Crunch! Mächtig mit viel Schokolade, jedoch angenehm nicht zu süß.

 Quelle: Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90 €

Zutaten (ergibt 8 – 10 Portionen):

120 g Butter, zerkleinert

450 g Zartbitterschokolade, gehackt

4 Eier, getrennt

55 g feiner Backzucker

2 TL Meersalzflocken

50 g fertig gekaufte Mini-Salzbrezeln*

Zubereitung:

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Eine runde Springform (22 cm Durchmesser) mit Backpapier belegen. In einer großen Schüssel über einem heißen Wasserbad (die Schüssel sollte das Wasser nicht berühren) Butter und Schokolade unter Rühren zum Schmelzen bringen. Die Eiweiße mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Nach und nach unter Weiterrühren den Zucker hinzufügen und den Eischnee weitere 2–3 Minuten schlagen, bis eine dicke, glänzende Masse entstanden ist. Die Eigelbe und das Salz zur Schokoladenmischung geben und gut verrühren. Den Eischnee nach und nach in drei Portionen behutsam unter die Schokoladenmischung ziehen. Den Teig in die Form füllen und die Salzbrezeln darauf verteilen. 25–30 Minuten backen, bis der Kuchen am Rand durchgebacken (Stäbchenprobe machen) und die Mitte gerade eben fest ist. In der Form auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Dann 3 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

Den Kuchen aus der Form nehmen, auf eine Tortenplatte setzen und aufschneiden.

Tipp: Wenn Sie den Kuchen länger als 3 Stunden im Kühlschrank lassen, nehmen Sie ihn 1 Stunde vor dem Servieren heraus, damit er Raumtemperatur annehmen kann

Donna Hay: Modern Baking

Donna Hay: Modern Baking

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 39,90 €

Back-Genuss zwischen wenn schon denn schon, „Quick und Fix“ oder „Light & Easy“

Was ist drin?

Zeiten ändern Dich und Deine Kuchen…..

Donna Hay, die australische Koch-Ikone, war bis Ende 2018 ganze 17 Jahre Herausgeberin ihres eigenen Food-Magazins und ist damit zwangsläufig nah dran an den Vorlieben ihres Publikums. Hay hat längst erkannt, dass ein modernes Backbuch vieles können muss, unverschämt lecker, sündig opulent, fix gebacken und gesund, je nach Laune wollen wir heute Gebäck genießen. Oma und Mamas Backkosmos waren beschränkter (Blechkuchen, Rührkuchen, Sonntags- oder Geburtstagstorte, das war es auch schon). Im virtuellen Zeitalter mit jeder Menge Rezepte im Netz auf Blogs und in Magazinen, zudem der Möglichkeit bei Zutaten und Gewürzen so richtig aus dem vollen schöpfen zu können, ändert sich damit fast alles, was wir uns heute auf der Kaffeetafel wünschen.

Die Kaffeetafel 2019 ist sehr unterschiedlich bestückt…..

Wer heute überhaupt noch den Backofen anheizt, will nach überschaubarem Aufwand ein ansehnliches und geschmacklich spektakuläres Ergebnis aus dem Ofen ziehen und denkt dabei je nach Situation und Laune ebenfalls an „Quick und Fix“ oder „Light & Easy“, inzwischen sitzen immer mehr Veganer und Gesundheitsbewusste mit am Kaffee-Tisch.

Üppig, sündig und unwiderstehlich!

Die Australierin weiß natürlich durch ihre Erfahrung aus der Magazin-Welt, dass der Trend zum schnellen Kuchengenuss oder der Ruf nach veganen gesunden Verführungen nur Abzweigungen und Ergänzungen sind. Wir anderen genusssüchtigen Süßschnäbel leben nach der Devise wenn schon denn schon und können nur mit optisch ansprechenden Ideen an den Herd gelockt werden, die geschmacklich spektakuläre Ergebnisse versprechen.

Donna XL, bei ihr gibt es immer ein bisschen mehr als woanders!

Den Spagat ganz unterschiedlichen Vorlieben gerecht zu werden, meistert die australische Koch- u. Back-Ikone schnell und vor allem wieder mal sehr umfassend. Hundert Rezepte bringen die meisten Autoren pro Buch unter ihre Leser, die Magazin erfahrene Autorin toppt das spielend, hier sind es ganze 250 moderne Ideen für den kreativen Backgenuss geworden. Jeden Monat ein Magazin, da kommen schon ein paar klasse Rezepte zusammen und lässt sich für ein modernes Backbuch aus dem Vollen schöpfen. Auch wegen ihrer großen Vielfalt werden die Kochbücher von Hay-Fans geschätzt und geliebt.

Von Lieblingszutaten, fixen Süßigkeiten und am Ende vielleicht auch ein wenig gesünder…

 Schokolade, Karamell, Kaffee und Gewürze haben die Kaffee-Tafel erobert, bei Hay ist die Einteilung der Rezepte deshalb an ihren Lieblingszutaten ausgelegt zu denen ebenso Obst & Beeren oder Milch & Rahm gehören. In jedem dieser Kapitel kümmert sich Ms. Hay zum Abschluss um die Süßschnäbel mit wenig Zeit (quick & easy)  und diejenigen die es gerne ein wenig gesünder oder vegan (fresh & light) bei den süßen Sünden bevorzugen. Dazu gehören ebenfalls süße Energielieferanten (Goji-Kokos-Energiekugel) und unkomplizierte Desserts (Sternanis-Vanille-Pflaumen) und Pralinen (Feigen-Schoko-Trüffel in Tränenform). Von easy peasy (Glasierter Schoko-Gugelhupf) bis hin zu ausgefeilten Rezepten wie Rohkakao- Kirsch-Kokos-Riegeln ist in diesem Buch für jeden Geschmack und mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden was dabei.

Opulenter Genuss immer und überall

Wenn jemand die Inszenierung ihrer Rezepte beherrscht dann ist es Donna Hay, sie liebt es grundsätzlich opulent, optisch, aber auch geschmacklich. Schokolade,  manchmal mehr Zucker, als wir es von Haus aus gewohnt sind,  Ricotta, Mascarpone, Kokosöl da geht es ihr nicht um Nuancen, sondern die setzt sie ganz selbstverständlich und manchmal ebenso durchaus reichlich ein. Wer Kalorien sparen möchte, ist in bei diesem Buch definitiv falsch, bei ihren Rezepten handelt Donna stets nach der Devise, viel macht auch viel mehr Geschmack.

Forschungsarbeit oder Orientierung an der Zielgruppe

 – oder zwei Australierinnen im modernen Backfieber

 Im Gegensatz zu ihrer Landsmännin Helen Goh, die mit Yotam Ottolenghi ebenfalls nach neuen und zeitgemäßen Backrezepten gesucht hat, ist Hay vielleicht näher an den Leuten dran, ihre Rezepte sind so konzipiert, dass komplexe und detaillierte Zubereitungstechniken nicht erforderlich sind. Die Australierin kommt nach einer kurzen Einführung direkt zum Punkt und bleibt bei der Zubereitungsbeschreibung übersichtlich. Die kennt halt ihre Pappenheimer und weiß, dass manche Interessenten schon die Krise kriegen, wenn sich ein Rezept über mehr als eine Seite erstreckt. Man kann die beiden Damen schwer vergleichen, sie haben beide ihre Qualitäten und ganz unterschiedliche Ziele: Goh sucht bei ihren Rezept immer nach der perfekten Zubereitung für ihr Gebäck. Donna Hay hingegen profitiert von ihrer immensen Magazin-Erfahrung und weiß ihre Rezepte müssen schon bei den Zutaten rocken, notfalls auch mal mit viel Schokolade, viel Ricotta oder Mascarpone! Außerdem geht sie davon aus, dass wir Backerfahrung mitbringen und die Rezepte für Grundteige schon mal probiert haben. Ein unvermeidliches Muss in diesem Buch ist die Investition in unterschiedliche kleinere Backformen, da setzt Ms. Hay deutlich mehr voraus als die Kollegin von Yotam Ottolenghi, die sehr häufig Alternativen anbietet.

Probiert und verputzt:

Zartbitter-Schokokuchen mit Salzbrezeln

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Erinnerte uns an eine dick-cremige unverschämt leckere Schokoladen-Mousse, hier mit salzigem Überraschungs-Crunch! Mächtig mit viel Schokolade, jedoch angenehm wenig süß. Ich hatte da meine Befürchtungen, als ich mich durchs Buch geblättert habe. Manche Rezepte würde ich bei der Zuckermenge reduzieren wollen, aber das ging mir auch schon bei Helen Goh so.

 

 

 

Kaffee-Energiekugeln

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Einfach unkompliziert, sehr lecker und mit Hay-Clou durch die gehackten mit schokoladeüberzogenen Kaffeebohnen, in denen die Kugeln gewälzt wurden.

 

 

 

 

 

 

Zitronen-Vanille-Ricotta-Cheesecake

© 2018 Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulus, Anson Smart/ AT Verlag

Ricotta, Vanille, Zitrone, sind Buddies, die sich perfekt verstehen und sich hier für den ultimativen Cheesecake verbrüdern. Beileibe nichts für jeden Tag, sondern ein echtes „Schwergewicht“!

 

 

 

 

 

Fazit:  Viel macht viel – oder wie geht unverschämt lecker!

Wenn Donna Hay einen Kuchen in den Ofen schiebt, soll es direkt bei den Zutaten schon krachen und hinterher unverschämt lecker schmecken! Kalorien spielen dabei keine Rolle und die verwendeten Zuckermengen würde ich manchmal ein wenig reduzieren, bei den Testrezepten war das jedoch nicht nötig. Für das ultimative geschmackliche Ergebnis wird bei Hay weder mit Schokolade noch mit Karamell oder Ricotta & Mascarpone gespart.

Die Australierin bringt eine große Fülle an leckeren und spannenden Kreationen aus Übersee wie z. B. Brownies, Cheesecake & Co mit und versteht es ihnen mit der einen oder anderen Zutat Twist und Crunch zu geben, die mich auch begeistern konnten.

Am Ende eines Kapitels werden die heute unverzichtbaren Abzweigungen angeboten: Für alle die, wo es möglichst fix gehen soll, gibt es ebenfalls unkomplizierte Desserts und Eis-Kreationen. Keine Sorge, dass wird nicht komplett selbst gemacht, sondern nur lecker optimiert. Veganer und Gesundheitsbewusste werden ebenso bedacht. Und so ist es nichtverwunderlich, dass Energieballs oder selbstgemachte Müsli-Riegel in diesem Buch zu finden sind.

Das ist jedoch bei weitem noch nicht alles, denn das Rezept-Archiv der australischen ehemaligen Magazin-Queen ist groß, sehr groß. Für jeden Anlass und jeden Schwierigkeitsgrad findet sich da was! Für mich überzeugt Donna Hay genau mit dieser großen Vielfalt und Händchen bei der Rezeptentwicklung. Häufig wird in Rezepten brauner Zucker in Kombination mit Haushaltszucker eingesetzt, der erste sorgt für eine schöne Karamell-Note, der zweite süßt besser und geschmolzene Butter sorgt für einen besonders homogenen Teig. Manche Zutaten wie z. B. Karamellsauce werden fertig verwendet oder können mit der Anleitung im Glossar im Vorfeld selbst hergestellt werden.

Wer es üppig und opulent liebt, für Brownies & Co. schwärmt und nur gelegentlich in die healthy oder fix Sparte abzweigen möchte, ist hier goldrichtig! Alle anderen Finger weg, dann ist diese Backbibel nicht die richtige für Euch – auch wenn Euch dabei jede Menge leckere Kuchen, Desserts oder Energielieferanten (das kann durchaus wörtlich genommen werden) entgehen!

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!