White Bean Cheese Dip & Red Bean Cheese Dip

Christina Heß © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Christina Heß: Dips und Saucen – sweet & salty

Thorbecke Verlag

Preis: 9,99 €

Dieses Zeug hat Such-Potenzial und macht zusammen mit seinem „roten Bruder“ jede Menge her – very creamy and savoury!

Bohnendips sind etwas ganz besonders Herzhaftes, und bei diesen beiden Varianten hier ist es wie bei Schneeweißchen und Rosenrot. Beide unglaublich gut – jeder auf seine ganz eigene Art und Weise.

White Bean Cheese Dip

Zutaten (für ca. 4 -6 Portionen):

200 g Frischkäse natur

200 g griechischer Joghurt (10% Fett)

2 TL geräucherter Paprika

1 ½ TL Zwiebelpulver

1 ½ TL Knoblauchpulver

Salz und Pfeffer nach Geschmack

1 Dose weiße Riesenbohnen

200 g geriebener Cheddar

 Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Bohnen und den Käse zusammen im Mixer zu einem cremigen Dip vermixen. Nun in eine ofenfeste Form immer abwechselnd Bohnen, Dip und Käse schichten.

Bei 180 °C ca. 20 Minuten backen. Dazu passt knusprig getoastetes Bauernbrot.

Red Bean Cheese Dip

Zutaten (für ca. 4 -6 Portionen):

1 Dose weiße Bohnen mit Tomatensauce

1 Dose Kidneybohnen

8 getrocknete Tomaten

2 EL Tomatenmark

1 Knoblauchzehe

1 TL scharfe Sauce nach Wahl (bei mir Siracha)

2 TL geräuchertes Paprikapulver

1 TL Kumin (Kreuzkümmel)

1 TL Cayennepfeffer

50 ml Olivenöl

3 TL Wasser

Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf Salz und Pfeffer in einen Mixer geben und so lange mixen, bis die Masse eine cremige Konsistenz bekommt. Nun abschmecken und in eine Pfanne geben. Ca. 5 Minuten köcheln lassen und ständig umrühren. Lauwarm servieren. Schmeckt sehr gut zu Chips, Pita oder Fladenbrotstücken und rohem Gemüse wie Gurken etc. Ist auch super als Sandwich-Aufstrich oder für Burritos zu verwenden.

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Whipped Feta & Umeboshi-Dip

Christina Heß © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Christina Heß: Dips und Saucen – sweet & salty

Thorbecke Verlag

Die Lieblinge auf unserem Party-Buffet und kaum waren sie da, waren sie auch schon wieder weg! Der „Umeboshi-Dip“ ist klasse und mega-würzig. P.S.:Umeboshi-Pflaumen gibt es im Asia-Markt oder online. Der Clou beim „Whipped Feta“  die extra Cremigkeit durch das Aufschlagen, wirklich ein toller Tipp!

Ein bisschen ausgefallener gefällig? Kein Problem. Mit diesen beiden Dips sind euch die leeren Schüsseln garantiert.

 Whipped Feta

 Zutaten (für ca. 4 Portionen):

200 g Feta aus Ziegen u. Schafsmilch

100 g vollfetter Frischkäse

1 TL Siracha-Sauce

Zubereitung:

Den Feta, den Frischkäse und etwas Sriracha-Sauce (oder eine andere scharfe Sauce, die nicht so flüssig ist) in einen guten Mixer geben und alles so lange durchmixen, bis eine Creme ohne Stückchen entstanden ist. Gebt diese Creme dann in die Schüssel der Küchenmaschine und schlagt sie wie Sahne ca. 3–4 Minuten auf Stufe 10 auf. Bei einem Handrührgerät kann es länger dauern, bis die schöne Konsistenz erreicht ist. Diese richtig fluffige Creme kann nun für alles Mögliche weiterverwendet werden. Im Kühlschrank aufbewahren; sie wird dort fester.

Umeboshi-Dip

Zutaten (für ca. 4 Portionen):

200 g Schmand

100 g Skyr oder Magerquark

2 EL Buttermilch

3 Umeboshi-Pflaumen

jeweils 2 EL frische Petersilie und Schnittlauch

1 kleine grüne Paprika

1 TL helle Misopaste

frischer Pfeffer nach Bedarf

Außerdem:

2 EL gerösteter Sesam (optional)

Etwas Paprika und 1 Umeboshipflaume zur Garnitur (optional)

Zubereitung:

Zuerst Schmand, Skyr bzw. Magerquark und Buttermilch vermengen. Umeboshi vom Kern befreien und zusammen mit der Petersilie und dem Schnittlauch fein hacken. Paprika waschen, entkernen und ebenfalls klein hacken. Alle Zutaten vermengen und mit reichlich frischem Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Eventuell mit Sesam, etwas Paprika und einer Umeboshi garnieren.

 

Oliven-Käseball

Christina Heß © Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Quelle: Christina Heß: Dips und Saucen – sweet & salty

Thorbecke Verlag

Preis: 9,99 €

So lecker, da greift die Hand wie ferngesteuert wieder einen Cracker und landet damit unweigerlich im Käseball-Widerstand zwecklos!

Schnell mal einen Käseball mit ein paar Crackern auf den Tisch gezaubert und tada! – die Gäste wollen nie wieder gehen.

Zutaten (für ca. 6 Portionen):

100 g getrocknete Tomaten

200 g mit Frischkäse gefüllte Oliven

1 Knoblauchzehe

200 g Feta

300 g Frischkäse (natur)

4–5 Basilikumblätter

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Außerdem:

30 g getrocknete Tomaten

1 EL Oliven

1–2 Zweige glatte Petersilie

100 g gemahlene Mandeln

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Käseball in den Mixer geben. Dabei darauf achten, dass die Tomaten und die Oliven ganz unten liegen. So lange mixen, bis eine geschmeidige Masse mit ein paar Stückchen entsteht. Dann die getrockneten Tomaten, die Oliven und die Petersilie in einem sauberen Mixer sehr fein mixen und die gemahlenen Mandeln auf einen flachen Teller geben. Mit leicht feuchten Händen aus der Käsecreme einen Ball formen und diesen zuerst in den Mandeln wälzen und danach in der Tomaten-Oliven-Masse. Den Ball auf einen Teller legen und zusammen mit Crackern, Chips oder Rohkost servieren. Eventuelle Reste kann man super als Brotaufstrich weiterverwenden.

Christina Heß: Dips und Saucen – sweet & salty

Christina Heß: Dips und Saucen – sweet & salty

Thorbecke Verlag

Preis: 9,99 €

Let’s dip it Baby!

 Worum geht’s

 Dips sind häufig, die heimlichen Stars auf jedem Buffet und auf jeder Party, auch wenn sie als letzte kommen sind sie oft als erste schon wieder weg. Sie bedienen viele unterschiedliche Geschmäcker, ob herzhaft oder süß, cremig oder fruchtig, mit viel leckerem Gemüse oder cremigem Frischkäse, mit Dips lassen sich viele unterschiedlichen Geschmäcker bedienen  und haben die Gastgeber immer ein Ass im Ärmel (=Maximale Flexibilität für die Gastgeber), manche Gäste gehen nämlich erst, wenn wirklich nichts mehr da ist und auch das letzte Schüsselchen längst augekratzt wurde.

Christina Heß hat als Vegetariern mit ihrem zweiten Buch zu Dips & Co. noch mal richtig nachgelegt und zeigt wo ihre ganz persönliche Königs-Disziplin anfängt. Wer wie ich nämlich ihren Blog häufiger besucht, hat sicherlich schon gemerkt sie ist eine „geborene Dipperin“ ,liebt diese heiß & innig und hat viele unglaublich leckerere Rezepte parat, die unkompliziert funktionieren und ebenfalls jede Menge hermachen.

Wer ist die Autorin?

© Privat

Christina Heß aus Kassel ist „im echten Leben “Bürofee“ bei der Justiz. Nebenbei ist sie seit 2012 erfolgreiche Foodbloggerin aus Leidenschaft. Des Weiteren liebt sie ihre Familie und Heavy Metal Musik. Auf ihrem Blog Christina macht was schreibt und berichtet sie über all die Dinge, die ihr schmecken. Seit ihrer Jugend ernährt sie sich vegetarisch. Bei Thorbecke erschien von ihr bereits „Christina macht was“ und „Weihnachten vegetarisch“.

 

Was ist drin?

#Savoury #Creamy #Sweet

#Savoury #Creamy #Sweet, das sind die Lieblings-Hash-Tags der Bloggerin und gleichzeitig das Programm für ihre vielen verschiedenen Dips, die lecker schmecken, toll aussehen, obendrauf noch die gute Nachricht an alle Gastgeber: Christina liebt es unkompliziert und alltagstauglich und so kommen auch ihre Ideen daher. Auf geht es jetzt kann es losgehen mit der allgemeinen „Ver-Dipperung“ (früher auch Verbrüderung genannt). Einfach mal spontan ein paar liebe Menschen einladen, sich endlich mit den Nachbarn aussöhnen oder mit der Clique noch die letzten Spiele der Fußball-WM gucken und vielleicht eine ganzen Reigen von fröhlich bunten Hummus-Schüsselchen als „Regenbogen-Hummus“-Formation auf den Tisch stellen oder doch lieber einen „Slowcooker-Käse-Dip“ servieren, der sogar noch besser als im Kino schmeckt. Auch für den gemütlichen Nachtisch hat die Bloggerin ein paar leckere und neue Ideen: Wie wäre es, wenn Ihr Eure Gäste auf der nächsten Grillparty mit einem „Chocolate S’mores Cheeseball“ überrascht oder eine leckere „Blaubeer-Salsa“ serviert? Für alle – wie ich – die S’mores noch nie gehört haben, einfach ein Klick auf den Link, immerhin sind die so berühmt, dass sie es zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht haben. Damit wäre nun wirklich bewiesen, dass auch Kochbuch-Leser was lernen können, es muss wirklich nicht immer Dostojewski sein – oder was meint Ihr?

Dips auf Weltreise – oder Tor für Christina Heß!

 Christina hat jede Menge Meilen gesammelt für ihr Dip-Kochbuch, es gibt z. B. „Guacamole ³“, angenehm überrascht hat mich z. B. die Version mit Mango, Chili und Paprikaflocken. Ihr Faible für die amerikanische Küche lebt sie mit einem „Spinat-Artischocken-Dip“ aus, der heiß oder kalt in einem ausgehöhlten kleinen runden Brot serviert werden kann. Zur „Teatime“ (die mag Christinas nämlich auch sehr) serviert sie einen würzigen „Gewürzgurken-Dip“ und „hausgemachtes Gurken-Relish“ zu ihren Sandwiches und die Tex-Mex-Fans freuen sich sicherlich über eine „Salsa Restaurant-Style“ oder „Redneck Caviar“ aus Mais, Bohnen, Paprika, Zwiebel und Koriander, der aus dem Süden der USA importiert wurde und sich super für ein BBQ eignet und auch beim Fußball gucken, eine gute Figur macht.

Cremigkeit vor, noch ein Tor!

Die Bloggerin steht auf „creamy“ Dips und serviert in dieser Kategorie z. B. einen leckeren „Jalapeño-Dip“. Zum Reinlegen und ein echter Partyknaller ist ebenfalls der „gebackene „Ziegenkäsedip- Dip“, mit einem „baked Potato Dip“ oder dem „Veggie-Reuben Dip“ zeigt sie zudem das Dips bei Leibe nicht nur an die Zwischenmahlzeit gebunden sind, sondern dass diese auch vollumfänglich lecker satt machen können.

Süß geht auch, wir schauen mal über den großen Teich…..

Dieses Kapitel ist für alle, die als Kind schon gerne die Backschlüssel ausgeschleckt haben und hier wird mächtig an der „amerikanischen Schraube“ gedreht, Niederschlag findet das z. B. in Rezepten wie „Cinnamon Swirl Dip mit Cookies“ oder dem „Chocolate S’More Cheeseball“. P.S.: S’More ist ein Lagerfeuer-Snack in den USA und Kanada. Er besteht aus einem Stück schmelzender Schokolade und einem gerösteten Marshmallow eingebettet in zwei Graham Cracker. In den USA wird jährlich am 10. August der National S’Mores Day gefeiert. Das Ding sieht toll aus, ist mir persönlich aber zu mächtig, auch wenn ich dem Twist mit dem Vanille-Salz inside durchaus etwas abgewinnen kann. Mein Favorit in dieser Sektion ist ein „Apple-Pie-Streusel-Dip“.

Was ich probiert habe – oder ich liebe es herzhaft……

Oliven-Käseball – lecker, einfach und die perfekte Begleitung für einen spannenden Fussball-Abend. Versprochen, die Gäste werden erst aufbrechen, wenn kein Krümel mehr übrig ist.

Whipped Feta + Umeboshi-DipDer „Umeboshi-Dip“ ist klasse und mega-würzig. P.S.: Umeboshi-Pflaumen gibt es im Asia-Markt oder online. Der Clou beim „Whipped Feta“  die extra Cremigkeit durch das Aufschlagen, wirklich ein toller Tipp!

 White Bean Cheese Dip & Red Bean Cheese Dip – Herzhafte Dips mit Such-Potenzial und als „Schneeweißen“ und „Rosenrot“ ein echter Hingucker auf dem Party-Buffet – very creamy and very savoury!

Fazit: 3: 0 für Christina Hess oder unkomplizierte Rezepte mit Wow-Effekt!

Christina Hess zeigt in diesem tollem kleinen Koch-Büchlein wieder was sie ziemlich gut kann: sie macht Vegetarier voll umfänglich glücklich, die kommen bei ihr endlich voll auf ihre Kosten und sie hat ein absolutes Händchen für unkomplizierte Rezepte mit Wow-Effekt! Ob Grill-Abend oder Party, Fußball- oder Fernseh-Abend mit ihren Dips wird es ziemlich lecker und garantiert nicht langweilig, aber wem Kalorien wichtiger als Geschmack sind, der ist leider draußen! Mir gefällt es sehr und ich habe viele Komplimente für die probierten Dips auf der letzten Grill-Party einheimsen können.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Marokkanischer Orangen-Oliven-Salat

Quelle: Leah Koenig: Schalom

Fotos: Linda Pugliese

Hölker Verlag

Preis: 16,95 €

Wie macht es diese Köchin eigentlich nur, dass jedes Rezept ein Volltreffer wird? Ich verrate Euch was, sie geht analytisch an die Sache ran und lässt auch gerne mal Probe essen und bewerten und wertet das dann aus. Bei diesem Rezept überzeugt die Kombination aus süß, fruchtig, salzig, ergänzt durch nussiges Arganöl oder ein mildes Olivenöl und mit ein bisschen Kick durch Kreuzkümmel, Chiliflocken und vor allem Rauch-Paprika. Bei den Oliven und den Orangen ist das Beste gerade gut genug. Unterirdisch gut!

In der marokkanischen Küche verwendet man Orangen häufig als Basis für verschiedene süße Salate.

Diese Variante mit schwarzen Oliven ist ein absoluter Klassiker. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, ist die Kombination der süßen Zitrusfrucht mit den salzigen, in Öl eingelegten Oliven (Seite 127) wirklich unwiderstehlich.

Bei marokkanischen Juden ist dieser Salat oft Teil der üppigen Mezze-Tafel – und eine erfrischende Eröffnung der Sabbat-Mahlzeit. Ein paar Tropfen gutes Öl, üblicherweise marokkanisches Arganöl, und etwas Salz reichen schon aus, damit sich die verschiedenen Aromen harmonisch zusammenfugen. Ein wenig geräuchertes Paprikapulver, Limettensaft und Honig sorgen für noch mehr Pep.

Zutaten (für 6 Portionen):

60 ml natives Olivenöl (mild)

2 EL frisch gepresster Limettensaft

1 EL Honig

1 kleine Knoblauchzehe geschält und feingehackt

½ TL gemahlener Kreuzkümmel

¼ TL geräuchertes Paprikapulver

1 Prise rote Chiliflocken

½ TL koscheres Salz (bei mir normales Salz)

6 Navel-Orangen (die allerbeste Qualität ist hier gerade gut genug)

150 g. in Öl eingelegte schwarze Oliven, ohne Stein, grob gehackt

frische glatte Petersilie zum Garnieren, gehackt

Zubereitung:

Für das Dressing Olivenöl oder Arganöl, Limettensaft, Honig, Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chiliflocken und Salz in einer kleinen Schussel verrühren. Beiseitestellen.

Von den Orangen mit einem scharfen Messer oben und unten eine dünne Scheibe abschneiden, sodass sie einen festen Stand haben. Die Orangen auf eine der flachen Seiten stellen und von oben, der Rundung folgend, die Schale abschneiden, dabei die weise Haut komplett entfernen. Die Orangen auf die gerundete Seite legen und jeweils in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Die Orangenscheiben auf einer Servierplatte anrichten. Die Oliven darübergeben. Den Salat mit Petersilie bestreuen und mit dem Dressing beträufeln. Sofort servieren.

Leah Koenig: Schalom

Leah Koenig: Schalom

Fotos: Linda Pugliese

Hölker Verlag

Preis: 16,95 €

Die kleinen Stars auf dem Tisch sind weitgereist und machen viele glücklich

 Kleine Verführer, passen besser  in unser Leben als steife  und mächtige Speisefolgen!

 Das große Menü hat ausgedient, zumindest für die heimischen Küchen. Zu komplex, zu mächtig und vor allem zu steif sind diese Speisefolgen, wenn es darum geht, Familie, Freunde, Verwandte und Partygäste zu beglücken. Wie viel netter ist es da, sich mit lieben Menschen um eine bunte Tafel mit lauter verschiedenen leckeren Kleinigkeiten zu scharen, hier und dort zu probieren, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen und sich ganz nach Lust und Laune zu bedienen.

Die „Forspeis“ wird Multikulti – super darauf haben wir gewartet!

Das jiddische Wort für Vorspeise heißt „Forspeis“ und diese ist für Leah Koenig der „geheime Höhepunkt eines Menüs“ –das merkt man ihren Rezepten definitiv an! Sie weiß was wir uns wünschen und bespielt diese Bühne mit vielen kleinen Happen von Orangen-Oliven-Salat über Ricotta-Feigen-Strudel bis Pilz-Piroggen ist alles nicht nur jüdisch, sondern vor allem formidable einfach, alltagstauglich und ziemlich lecker. Leah’s Fokus ist dabei nicht nur auf die aschkenasischen (mittel-, nord- und osteuropäische Juden) Traditionen ihrer New Yorker Familie beschränkt und damit wird der Tisch unter ihrer Führung mit kleinen Häppchen, Dips und Cremes noch köstlicher und bunter gedeckt: Neben „gefillte Fisch“ (Bei ihr übrigens in einer geländegängigeren Version aus der Pfanne, als die gewöhnungsbedürftige klassischen Vorlage.), Knishes (Die klassische Version wird hier mit ein paar Zutaten, die für noch mehr Pep und Cremigkeit bei der Füllung sorgen, super „gepimpt“.) oder eingelegten Steckrüben (Für die sie ein unkompliziertes und einfaches Rezept parat hat) bringt sie zusammen, was zusammen gehört – Schalom, der Frieden beginnt zuerst in der Küche! Muhammara (ein köstlicher Walnuss-Dip und Highlight der nahöstlichen Mezze-Tafel), grünes Matbucha ( ein sehr beliebtes nordafrikanische Gemüse-Relish) reihen sich zusammen mit Pita-Chips mit Zatar und Knoblauch, einem Auberginen-Carpaccio (Das im Moment in Israel in den  gehobenen Restaurants der letzte Schrei ist) und würzigen Roggen Cracker (Als Hommage an die New Yorker Bagel Tradition) am Buffet lecker und abwechslungsreich für die Gästeschar auf.

Wer ist die Autorin?

Bild: Zivar Amrami

 Leah Koenig, Schriftstellerin, Journalistin (die u.a. für die New York, Times, das Wall Street Journal und Saveur schreibt.), Expertin und neue Autorität für die moderne jüdische Küche in Amerika ist in einem jüdischen Haushalt aufgewachsen und hat schon immer zu den verschiedensten Gelegenheiten und Feiertagen die traditionellen jüdischen Speisen sehr genossen. Doch obwohl sie den Geschmack der Gerichte liebte, brachte ihr niemand bei, wie sie zubereitet werden, denn ihre „Bobbe“ (jiddisch für Großmutter) war schon lange vor ihrer Geburt verstorben. Koenig hat bereits in ihrem ersten Buch Händchen bewiesen, traditionell jüdischen Rezepten einen modernen und alltagstauglichen Anstrich zu geben und aus den althergebrachten heute unzeitgemäßen und zudem geschmacklich langweiligen Zubereitungstechniken zu erlösen. Cremige Dips und Füllungen sind ihre kulinarische „Koenigs“-Disziplin.

Die richtigen „Anheizer“ auf dem Tisch  machen den Hauptact überflüssig

Egal ob für die Cocktailparty, eine Vorspeisentafel oder spontanen Besuch, die Autorin hat für jeden Anlass, die richtige „Vorgruppe“ im Programm. Dieses Vorspeisenbüchlein punktet mit einer kleinen und sehr feinen Auswahl an Vorspeisen, wie wir uns das im Moment alle wünschen, wenn wir an jüdische Küche denken. Ich habe kein einziges Rezept bei den 26 vorgeschlagenen Ideen gefunden, dass ich nicht probieren möchte. Mit dieser schönen Zusammenstellung hat sie quasi ihre „Masterarbeit“ als äußerst talentierte Kochbuch-Autorin abgeliefert, nachdem es in ihrem ersten Buch noch klassischer zuging. Leah Koenig hat sich dafür auf der ganzen Welt umgesehen, bringt aus Budapest einen köstlichen Brotaufstrich mit Ei und karamellisierten Zwiebeln mit, und legt zum Glück Wert darauf, das, dass ein Hummus nicht mit Zutaten wie Pizza-Gewürz verhunzt wird und das kann schnell passieren im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Ihr Rezept für Süßkartoffel-Hummus wurde als tolle Variante weiterentwickelt, verzichtet jedoch nicht auf die unverzichtbaren Bausteine Kichererbsen, Tahini und Knoblauch, die unangetastet bleiben. Das ist Leah wichtig, besser machen geht immer, verhunzen und herauslösen aus dem kulinarischen Kontext sind überhaupt nicht ihr Ding.

Leah Koenig beweist außerdem Gespür, wenn es darum geht, einen All-Time Klassiker von gut auf super gut zu „tunen“, dem Zaziki verhilft sie mit einem Klecks saure Sahne oder Schmand und ein wenig Zitronenabrieb zu neuen Ehren. Dabei geht es nicht nur um mehr Raffinesse, die Köchin denkt weiter, optimiert Zubereitungsschritte und tritt nicht nur mit ihrem Zaziki den Beweis an, dass sie eine Schwäche für cremige Speisen hat. Ich auch danke Leah!

Fazit: Jüdische Küche, bunt und lecker und vor allem alltagstauglich!

Leah Koenig präsentiert eine kleine, aber äußerst feine Auswahl an richtig gutem jüdischen Party-„Anheizern“, die wir in meinen Augen im Moment nirgendwo anders leckerer, bunter und vor allem moderner bekommen können. Das ist beim „gefillten Fish“ wie auch anderen klassischen aschkenasischen Speisen durchaus eine Herausforderung, denn eigentlich stellen wir uns die nämlich nicht vor, wenn wir an leckere jüdische Küche denken, da wollen wir gefühlt mehr Ottolenghi auf der Tafel sehen. Dieser Autorin ist jedoch der Spagat gelungen, ebenfalls die osteuropäischen Traditionen neu und ausgesprochen lecker für den heimischen Küchentisch und ebenso das Party-Buffet zu beleben. Die gelernte Journalistin beweist eine großartige Begabung, wenn es darum geht, mit ein paar Anpassungen für mehr Cremigkeit und mehr Geschmack zu sorgen und hat dabei vor allem ein Herz für uns Gastgeber, ihre Rezepte machen jede Menge her und sind vor allem alltagstauglich! Der Besuch kann kommen, ohne dass wir uns dafür stundenlang vorher in der Küche verbarrikadieren müssen. Bei Leah gibt es jüdische Küche zum Genießen, die so wunderbar zu unserem Leben und in unsere Zeit passt, sie hat mit diesem Buch eindrucksvoll gezeigt,wo ihre Stärken liegen und hat da weitergemacht, wo sie mit ihrem letzten Buch aufgehört und sogar noch gehörig einen draufgesetzt, mir gefällt das sehr gut! Das Buch hat sich zudem richtig hübsch herausgeputzt und punktet beim Einband mit einer Folienprägung in Gold, hochwertigem Papier und Fadenheftung. Die gehobene Ausstattung und vor allem die sehr gelungene Zusammenstellung machen für mich den gehoberen Preis wett, hier wird auf allen Ebenen auf Qualität gesetzt.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionexemplar!