Speck-Tortellini mit Krenfüllung und Schüttelbrot

© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch "Pasta Werkstatt", Kosmos Verlag
© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch „Pasta Werkstatt“, Kosmos Verlag

Quelle: Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

Zutaten für 4 Personen:

Pasta:

100 g geräucherter Bauch- oder Rückenspeck

450 g Mehl

50 g Hartweizenmehl

4 Eier (Größe M)

Mehl zum Arbeiten

Salz für Nudelwasser

Füllung:

 3 mittelgroße gekochte Kartoffeln

250 g Topfen (Quark)

2 EL frisch geriebener Kren (Meerrettich)

Salz

1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Fonds:

 50 g Schüttelbrot (Fladenbrot aus Roggenmehl)

½ rote Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Weißwein

100 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)

1 EL Schnittlauch-Röllchen

Backofen auf 140 °C (Umluft 120 °C) vorheizen. Den Speck in feine Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im Ofen für 10 Minuten braten. Dann zum Entfetten sofort auf Küchenkrepp legen und auskühlen lassen. Die Speckscheiben müssen so trocken sein, dass sie sich brechen lassen.

Speck grob zerkleinern und in einer Kaffeemühle oder einem Blitzhacker fein mahlen. Speckpulver, beide Mehlsorten und die Eier zu einem glatten Teig verarbeiten, 20 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Kartoffeln schälen und mit dem Topfen durch eine Kartoffelpresse drücken. Masse mit Kren, Salz und Muskat abschmecken. In den Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine ca. 1 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mithilfe des Winkels und des glatten Teigrads in 8 x 8 cm große Quadrate schneiden. Jeweils in die Mitte eine kirschgroße Menge Füllung spritzen. Die Teigquadrate mit der Spritzflasche befeuchten, verschließen und die Ränder andrücken. Dann die äußeren Spitzen nach hinten zusammenführen und zusammendrücken.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Während das Wasser heiß wird, das Schüttelbrot im Blitzhacker fein mahlen. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze andünsten, Brotbrösel dazugeben. Mit Weißwein ablöschen, dann die Brühe angießen.

Tortellini in Salzwasser 3 Minuten kochen. Abgießen, im Schüttelbrotfond schwenken und mit Schnittlauch bestreut servieren.

Zubereitungszeit: 1 Std. 30 Minuten

Anmerkung: Das war echt ein Highlight, ich liebe Speck und Kren und auch der Schüttelbrot-Fonds hat mir sehr gut gefallen. Bei der Gemüsebrühe greife ich gerne auf selbstgemachtes Brühpulver zurück. Südtiroler von Euch können wir geniesen lernen! P:S.: Ich bin einmal im Jahr dort zum Wandern und freue mich schon tagsüber, immer auf ein super leckeres Abendessen, denn das ist dort immer gesetzt. Herzlichen Dank lieber Markus Holzer!

Minz-Tagliatelle mit Speck und Blauschimmelkäse

© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch "Pasta Werkstatt", Kosmos Verlag
© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch „Pasta Werkstatt“, Kosmos Verlag

Quelle: Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

 Zutaten für 4 Personen:

Pastateig:

 100 g frische Minze-Blätter

100 g Eiswürfel

250 g Mehl

250 g Hartweizenmehl

Mehl zum Arbeiten

Salz für Nudelwasser

Sauce:

150 g geräucherter Bauch- oder Rückenspeck

250 g fester Blauschimmelkäse

30 g Butter

100 ml Weißwein

200 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)

1 EL frische Minze-Blätter

Minze-Blätter abbrausen und trocken tupfen. In einem Topf 50 ml Wasser aufkochen, Minze-Blätter hineingeben und den Topf verschließen. Nach etwa 10 – 15 Sekunden den Topf vom Herd nehmen und die Eiswürfel dazugeben. Dann alles in einem starken Mixer fein mixen.

Von dem Minze-Eis-Püree 250 g abwiegen – bei Bedarf mit Wasser verlängern – und mit beiden Mehlen zu einem glatten Teig verarbeiten, 20 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Speck in feine Streifen und den Käse in Würfel schneiden.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine ca. 1 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mit dem glatten Teigrad in 20 cm lange Stücke schneiden. Die Teigstreifen auf einer bemehlten Arbeitsfläche mithilfe des quadratischen Aluprofils (1,5 cm) in 1,5 cm breite Nudeln schneiden.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Pasta darin 2 – 3 Minuten kochen. Schon während das Nudelwasser heiß wird, die Butter in einer Pfanne schmelzen, Speckstreifen dazugeben und bei mittlerer Hitze knusprig braten. Mit Weißwein ablöschen. Wenn die Flüssigkeit eingekocht ist, Gemüsebrühe und Käse dazugeben und kochen lassen, bis der Käse zu schmelzen beginnt.

Die Pasta abgießen, in die Sauce geben und darin noch 1 Minute weiterkochen lassen. Die Minze-Blätter in Streifen schneiden und unterschwenken.

Zubereitungszeit: 1 Std. 15 Minuten

Anmerkung: Hat uns ausgesprochen gut gefallen und die Idee die Minze-Blätter mit Eiswürfeln zu pürieren ist genial, dabei bleibt auch die schöne grüne Farbe der Minze erhalten, ohne langwieriges runter kühlen. Daran merkt man auch, dass hier ein Pasta-Profi unterwegs ist.

Strozzapreti mit Auberginen und scharfer Sauce

© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch "Pasta Werkstatt", Kosmos Verlag
© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch „Pasta Werkstatt“, Kosmos Verlag

Quelle: Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

Zutaten für 4 Personen:

 Pastateig:

450 g Mehl

50 g Hartweizenmehl

4 Eier

Mehl zum Arbeiten

Salz für Nudelwasser

Sauce:

1 Aubergine (ca. 200 g)

1 Knoblauchzehe

2 Zweige Thymian

100 g scharfe Salami

(z. B. Napoli)

5 EL Olivenöl

150 g passierte Tomaten

Fertigstellung

4 EL Basilikumpesto (selbstgemacht)

Für den Pastateig Mehl, Hartweizenmehl und Eier zu einem glatten Teig verkneten, 20 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen die Aubergine waschen, putzen und in 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen. Thymian abbrausen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Knoblauch und Thymian fein hacken. Salami in dünne Scheiben schneiden.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine ca. 2 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mithilfe des Metermaßes und des Spachtels in 10 cm große Streifen schneiden. Diese übereinanderlegen, dabei etwas Mehl dazwischen streuen. Dann mit dem Spachtel quer in 2 cm breite Streifen schneiden. Die Teigstreifen zwischen den Händen zu Strozzapreti formen.

In einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Während das Wasser heiß wird, in einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Auberginen, Knoblauch und Thymian darin bei starker Hitze anbraten. Salamischeiben in einer weiteren Pfanne ohne Fettzugabe kurz anbraten. Das austretende Fett abgießen. Salami mit Tomaten und restlichem Olivenöl zu den Auberginen geben.

Die Strozzapreti ca. 5 Minuten im Salzwasser kochen, abgießen und in der Sauce schwenken. Vor dem Servieren etwas Basilikumpesto darüber träufeln.

Zubereitungszeit: 1 Std. 10 Minuten

Anmerkung: Leckere Kombination, das Pesto zum Finish peppt die Sache noch mal richtig auf. Und ich bin so stolz, endlich gibt es auch bei uns selbstgemachte Pasta!

Pasta Werkstatt

9783440146286Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

 „Was hat ein Ausflug in den Baumarkt mit  perfekter selbstgemachter Pasta zu tun?“

 Worum geht’s?

 Richtig gute selbstgemachte Pasta ist ein Gedicht, leider braucht man hier eine entsprechend gute Anleitung und Experten-Tipps, sonst geht das schnell daneben.

Marcus Holzer schafft jetzt hier Abhilfe und hat ein tolles Buch zum Thema veröffentlicht, in dem er einmal mehr zeigt, Pasta machen, ist erstmal gutes Handwerk und das will gelernt sein.

Was ist drin – oder Do-it-yourself von einem Pasta Experten!

 Der Autor zeigt im Kapitel „Meine Pasta-Werkstatt“ vom Start weg mit sehr ausführlichen Step-by-Step-Anleitungen und ausgeklügelten Rezepten für Pasta-Teige aller Art (mit oder ohne Ei, mit Kräutern, Gewürzen oder auch Gemüse) bei selbstgemachter Pasta macht ihm keiner mehr was vor.

Markus ist ein echter Pasta -Tüftler und hat sich mit Liebe und Kreativität und unglaublich viel Engagement in diese komplexe Sache regelrecht hineingefuchst.

Stundenlang durchstreifte er die Baumärkte immer auf der Suche nach preiswerten und perfekten Helfern für sein Pasta-Handwerk, dabei hat er einiges entdeckt, was neben der unerlässlichen Nudelmaschine und einer leistungsstarken Küchenmaschine das Leben eines jeden Pasta-Machers leichter machen kann. So sind z. B. Zangen perfekt dazu geeignet, Farfalle zu formen und auch Alu-Profilbleche helfen dabei, dass die Sauce später besser an der Pasta haftet, denn mit ihnen erhalten die Oberflächen Struktur und Muster.

Es folgen kreative Rezepte für 40 Pasta-Sorten und viele Blitzsaucen in den Kapiteln für kurze Pasta, (hier geht es um Trofie, Cavatelli, Orecchiette, Gnocchi, Pizzoccheri, Strozzapreti, Paccheri), lange Pasta (von Spaghetti, Tagliolini, Tagliatelle, Pici, Bigoli bis Schupfnudeln), eckige Pasta (hier geht es um Farfalle, Fazzoletti, Garganelli, Maltagliati, Tortellini, Fagottini), runde Pasta, gefüllte Pasta, (hier geht es um Ravioli, Farfalle, Agnolotti, Mezzelune, Cappelletti, Tortelloni, Schlutzkrapfen) und Süsse Pasta (von Schupfnudeln, Pappardelle, Bonbons, Tortelli, Cappelletti bis Panzerotti).

Ikea lässt grüßen – oder eine perfekte Bauanleitung macht auch Laien zu Experten

 Jedem Kapitel sind wunderbar detaillierte Step-by-Step-Bauanleitungen, für alle Pasta-Sorten vorangestellt. Das ist wirklich toll gemacht und erinnert mich ein wenig an ein großes schwedisches Möbelhaus, dass es mit seinen Aufbau-Anleitungen auch handwerklich eher weniger begabten Menschen, wie mir, möglich macht, ihre Möbel selbst aufzubauen. Jetzt also endlich selbstgemachte Pasta Fresca für alle, mit den tollen Anleitungen und Tipps von Marcus Holzer, gerade im Hinblick auf die praktische Umsetzung hat das Buch viel zu bieten.

Feinschliff par excellence!

 Marcus ist ein leidenschaftlicher Pasta-Koch, bei dem auch die Sauce perfekt an der Pasta haften sollte, vorher gibt er keine Ruhe. Alle seine Saucen sind perfekt auf die jeweilige Nudel-Sorte abgestimmt, immer mit dem Ziel, dass hier eine optimale Verbindung geschaffen wird und die Sauce perfekt an der Pasta haftet.

Kreative Kreationen, die auch in der ersten Liga mitmischen können!

Die präsentierten Rezepte sind sehr kreativ und vermeiden jede Beliebigkeit, denn hier ist ein Koch am Start der Ambitionen hat. Der beste Beweis dafür ist ein Rezept für „Holzkohlen-Tagliolini mit Südtiroler Graukäse und Trüffel“, mit Aktivkohle aus der Apotheke geschwärzt werden, auch die “Hanf-Ziegenkäse-Mezzelune mit Steckrübensalat“ und die „Schlutzkrapfen mit violeletter Kartoffelfüllung“ sind eine ungewöhnliche Kombination, die auch Profis gefallen wird.

Auch die süße Seite wird nicht verleugnet!

 Marcus hat auch tolle Ideen für süße Pasta-Varianten hier sind die Ansprüche an Kreativität und Originalität nicht minder und mich haben besonders die „Kartoffel-Schupfnudeln mit Mohn und Bockshörndlmehl“ und die „Dörrbirnen-Pappardelle mit Schokocrumble und Vanillesauce“ sehr angesprochen.

Blitzschnell geht auch!

Schön, dass auch Ideen für blitzschnelle Pasta-Saucen, die in 15 – 20 Minuten auf dem Tisch stehen, den Weg ins Buch gefunden haben, hier haben es mir die „Sauce mit Speck, Gongonzola und Frühlingszwiebeln“ und die „Sauce mit Kürbis und Ziegenkäse“ angetan.

Meine Erfahrungen – oder selbstgemachte Pasta war bislang nicht mein Ding!

 Nicht das sie mir nicht schmecken würde, aber ich habe schlichtweg großen Respekt vor diesem Handwerk und mich nicht getraut. Da gibt es so viel zu beachten, allein der Teig und seine richtige Konsistenz sind schon eine Wissenschaft für sich.

Genau aus diesem Grund habe ich mich für die Pasta-Werkstatt interessiert, man sollte sich ja seinen Ängsten stellen, kompetente Unterstützung ist unerlässlich, wenn man sich in unbekanntes Terrain vorwagt. Die habe ich jetzt an meiner Seite und deshalb habe ich mich auch an die „Strozzapreti mit Auberginen und scharfer Sauce“, „Minz-Tagliatelle mit Speck und Blauschimmelkäse“ und die „Speck-Tortellini mit Krenfüllung und Schüttelbrot“ heran gewagt. Die Anleitungen sind ausführlich und anschaulich, besonders eben auch weil man immer wieder auf die detaillierten Fotos in den Step-by-Step-Anleitungen zurückgreifen kann. Auch das eingesetzte Werkzeug zeigt, hier ist ein echter Tüftler am Werk, der unglaublich viel Erfahrung hat, da schaue ich mir gerne was ab. Geschmacklich waren wir auch sehr angetan, bei den Zubereitungszeiten bin ich aber deutlich länger unterwegs gewesen als angegeben, hier macht Übung halt den Meister.

Die sehr geschmackvollen Fotos korrespondieren perfekt mit dem ambitionierten Anspruch des Protagonisten und setzen die eleganten und ungeheuer kreativen Pasta-Kreationen perfekt in Szene.

Wer sind die Autoren – oder ein sympathischer Protagonist stellt sich vor?

 Markus Holzer, Küchenchef des Südtiroler Restaurants Jora am Haunold in Innichen, hat sich einen Namen mit regionalen Spezialitäten aus besten einheimischen Produkten gemacht. Besonders beliebt sind seine Pasta-Abende, bei denen er seine Gäste mit einer bunten Vielfalt an hausgemachten Teigwaren- und Saucenkreationen überrascht. Seit 2015 kocht er einmal wöchentlich live im italienischen TV-Sender Rai 1 für die beliebte Sendung „La prova del cuoco“. Im Buch wirkt er mit Sneakers und häufig im Casual-Outfit, eher wie der junge Mann von gegenüber, bodenständig und sympathisch und wohltuend normal, ganz ohne die Allüren und deutlich ausgeprägte Selbstverliebtheit, die man ja hier und da bei Fernsehköchen schon feststellen kann. Mir gefällt das sehr!

Anne Rogge und Jan Jankovic sind Diplom-Fotodesigner aus Köln. Gemeinsam führen sie das Fotostudio Rogge & Jankovic Fotografen mit den Schwerpunkten Food, Stills und Places. Für dieses Buch haben sie den Autor zweimal in Südtirol besucht. Sie haben ihm beim Pastamachen über die Schulter geschaut und selbst Pastateig geknetet, vermessen und mit Werkzeugen bearbeitet. Ihr Fazit: Noch nie haben sie so gute Pasta gegessen. Die Konsistenz der Nudeln, die Ausgewogenheit von Pasta und Sauce – es stimmt einfach alles. Bei KOSMOS haben sie unter anderem die Kochbücher „Herbst Winter Gemüse“, „Tee“, „Kohl“ und viele weitere (Koch)bücher bebildert.

Fazit: Die Pasta-Werkstatt von Marcus Holzer ist ein echter Gewinn für meine Kochbuch-Bibliothek. Endlich ein Buch, das perfekte „Pasta fresca“ auch zu Hause möglich macht. In der dargebotenen Ausführlichkeit, mit den vielen praktischen Bauanleitungen, habe ich dies bisher vermisst! Für mich eine sehr schöne Bereicherung und sicherlich auch ein Gewinn für ambitionierte Hobbyköche und Profis.

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Nudeltopf mit Speck und Brokkoli

© Philippe Vaurès-Santamaria

Zutaten für 2 Personen:

150 g Räucherspeckstreifen

12 TK Brokkoliröschen

200 g Pasta, vorzugsweise kurze Sorten

3 EL Zitronensaft

150 g. Sahne

2 EL Mascarpone

2 Minzeblätter

frisch geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer

Speckstreifen und Brokkoliröschen in einem großem Topf 2 Minuten anbraten.

Pasta, Zitronensaft und 500 ml Wasser zufügen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen.

Sahne, Mascarpone und gehackte Minze untermischen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 15 Minuten

Anmerkung: Leckere Pasta-Variante, die ratzfatz auf dem Tisch steht, hat mir sehr gut gefallen, wird es zukünftig öfter geben.

Pasta & Sauce aus 1 Topf

Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin
Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin

Emilie Perrin: Pasta und Sauce aus 1 Topf

Fotos: Philippe Vaurés-Santamaria

Bassermann Verlag

Preis: 9,99 €

Bei Amazon bestellen

„Manchmal soll es lecker schmecken und auch schnell gehen!“

 Worum geht’s?

 Unter der Woche ist bei uns immer viel los, wir verbringen die Wochenenden fast immer in unserem Wochenend-Häuschen, da muss es mit dem Kochen am Abend schnell gehen, besonders, wenn es bei mir mal im Büro länger geworden ist. Brot am Abend ist leider nicht so mein Ding, weil ich auch oft die Mittagspause ausfallen lasse und wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag mit meinem Liebsten genießen möchte. Allein schon deshalb gibt es bei uns in der Woche sehr häufig Pasta, seit einigen Wochen bin ich jetzt aber auf die „One-Pot-Pasta-Methode“ umgeschwenkt, die ursprünglich aus den USA kommt und aktuell überall im Netz großes Thema ist. Das ist für mich auch die perfekte Lösung im Wanderurlaub, um nach einem anstrengenden und ereignisreichen Tag noch schnell was Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Das Prinzip ist ebenso genial wie einfach: Die Nudeln werden mit allen anderen Zutaten gleichzeitig in einem Topf gegart und am Ende gibt es immer ein leckeres Pasta-Gericht, das schnell auf dem Tisch steht und sehr aromatisch schmeckt. Dass dann der Abwasch auch viel schneller erledigt ist, versteht sich von selbst, schließlich haben wir ja nur einen Topf für alles benutzt.

 Was ist drin?

 Die in Frankreich sehr bekannte Bloggerin, Emilie Perrin, hat jetzt passend zu diesem Trend ein Kochbuch mit 30 Rezepten im Bassermann Verlag veröffentlicht.

©Philippe Vaurés-Santamaria/Bassermann Verlag

Im ersten Teil des Buches finden wir viel traditionelles, wie z. B. „Pasta mit Cocktail-Tomaten und Pesto“, „Nudeltopf mit Speck und Brokkoli“, „Pasta mit Ziegenkäse, Haselnuss und Bratwurst“, alles deftig und herrlich aromatisch. Insgesamt ist dieses Kapitel auch das umfangreichste und enthält deutlich mehr Rezepte als die weiteren Kapitel „Aus aller Welt“ und „Vegetarisch“, wo mich der „feurige Bohnentopf“ und die Orecchiette mit Walnüssen und Gorgonzola sehr angesprochen haben.

Ergänzt wird das durch Tipps der Autorin, die übrigens kurze Nudelsorten bevorzugt und  zur Vorsicht mahnt bei der verwendeten Flüssigkeitsmenge, die sollte immer exakt abgemessen werden und auch Brühwürfel, Kräuter und Gewürze als zusätzliche Aroma-Verstärker empfiehlt. Ich verwende hier gerne, ein selbstgemachtes Brühpulver, das ich im letzten Herbst mit meinem Dörr-Automaten selbstgemacht habe. Falls das nicht zur Hand ist, würde ich Brühwürfel in jedem Fall sehr vorsichtig einsetzen, nachwürzen kann man immer. Nützlich fand ich auch die Übersicht mit „Mengen und Entsprechungen“, die hilft wenn Waage oder Messbecher mal nicht zur Hand sein sollten.

 Meine Erfahrungen:

 Besonders der Nudeltopf, aber auch die Pasta mit Ziegenkäse hat uns diese Woche schon sehr gut geschmeckt. Beide Rezepte waren in 30 bzw. 45 Minuten auf dem Tisch.

Kleine Bemerkung am Rande, bei „One-Pot-Pasta“ sind Aroma und Geschmack die wichtigsten Argumente, bitte erwarten Sie keine optischen Meisterwerke am Ende. Der eine oder andere farbliche Akzent, stellt sich da schon mal in den Dienst des großen Ziels und strahlt nicht mehr als wie eben kalt abgeschreckt und dann dem Gericht zugeführt.

Wer fühlt sich angesprochen?

 Für Vegetarier gibt es nicht ganz so viel Rezepte und besonders ambitionierte Hobby-Köche werden hier auch keine komplexen Rezepte finden, die sie so richtig fordern. Aber ehrlich gesagt, ist das für mich auch ein Widerspruch, bei „One-Pot-Pasta“ geht es um was ganz anderes, nämlich um aromatischen Geschmack trotz simpler Zubereitung und das Ganze auch mal ratzfatz. Eigentlich wollen wir das ja alle mal, egal wie ambitioniert wir sonst mit viel Zeit und Liebe am Herd stehen. Kochen ist ein sehr großes Hobby von mir, aber eben auch nicht mein einziges!

Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde es definitiv mit in den nächsten Wanderurlaub mitnehmen, da habe ich es nämlich gerne deftig, wenn wir nach einer anstrengenden Wanderung nach Hause kommen. Außerdem weiß man nie was man in einer Ferienwohnung an Equipment da hat.

Pasta alla vesuviana

Quelle: Marianne Zunner: One-Pot-Pasta
Verlag: Gräfe und Unzer

bei Amazon bestellen

©Gräfe und Unzer/Fotograf: Wolfgang Schardt
 

Zutaten für 2 Personen:
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 getrocknete Chilischote
3 Stiele Basilikum
1 EL Olivenöl
200 g Mafaldine
(Kochzeit 7 – 9 Minuten)
300 ml stückige Tomaten (aus der Dose)
Salz
½ TL getrockneter Oregano
125 g Büffelmozzarella
20 g Pecorino
(ersatzweise Parmesan)
1 Handvoll Rucola
Pfeffer

25 Minuten Zubereitung
Pro Portion ca. 700 kcal
30 g EW, 30 g F, 76 g KH

Schalotte sowie Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Chilischote fein zerbröseln. Das Basilikum waschen und trocken schütteln, Blätter abzupfen und beiseitelegen. Basilikumstiele, Öl, Nudeln, Schalotte, Knoblauch und Chili in eine große Pfanne mit hohem Rand oder einen weiten Topf geben. Die Tomaten und 450 ml kaltes Wasser dazu gießen. 1 TL Salz und den Oregano hinzufügen und alles zugedeckt bei starker Hitze zum Kochen bringen.

Die Nudeln offen bei mittlerer bis starker Hitze ca. 12 Minuten kochen lassen. Dabei ab und zu umrühren, je mehr Flüssigkeit verkocht ist, desto öfter. Die Nudeln probieren. Sind sie nicht durch, bei Bedarf noch 3 – 5 EL Wasser hinzufügen und kurz  weiterköcheln lassen.

Inzwischen den Mozzarella abtropfen lassen und in kleine Stücke zerteilen, den Pecorino reiben. Den Rucola verlesen, von den harten Stielen befreien, waschen, trocken schütteln und nach Belieben etwas kleiner zupfen.

Die Basilikumstiele entfernen. Den Pecorino sowie die Hälfte des Mozzarellas unter die Nudeln heben und schmelzen lassen. Die Basilikumblätter fein schneiden und unterrühren. Mit Pfeffer würzen, restlichen Mozzarella sowie den Rucola darauf verteilen.

TIPP Büffelmozzarella ist mürber in der Konsistenz und schmeckt intensiver als Mozzarella aus Kuhmilch. Traditionell wird der „Mozzarella di Bufala“ in Kampanien, der Region um Neapel, produziert. Er wird „Mozzarella di Bufala Campana“ genannt und ist mit dem Herkunftssiegel DOP gekennzeichnet.

Anmerkung: Sehr lecker und so einfach,  gibt es definitiv jetzt häufiger bei uns und auch ein tolles Gericht für die Urlaubsküche!