Nudeln mit dicken Bohnen (Pasta Fagioli)

© Felix Partenzi

Quelle: Daniela und Felix Partenzi: So kocht Umbrien

Gerichte und Geschichten von Tanten und Typen aus Italiens Mitte

Gerstenberg Verlag

Preis: 26,– €

So lecker, zeigt dieses Rezept doch, kulinarisches Glück funktioniert einfach, aber ein bisschen Zeit sollte man sich schon nehmen.

Zutaten:

200 g getrocknete Bohnen

3 Tomaten

1 Zwiebel

1 Karotte

1 Kartoffel

1 Stängel Sellerie

8–12 Stängel Petersilie

3 Lorbeerblätter

6 frische Salbeiblätter

1 Scheibe Bauchspeck

Olivenöl

Salz und  Pfeffer

200 g kurze Pasta  (z.B. Mezze Penne)

frisch geriebener Parmesan

4 Blätter frisches Basilikum

 Zubereitung:

Stress interessiert Fagioli nicht die Bohne. Sie wollen ganz gemütlich an den Start gebracht werden, am besten lässt man sie deshalb über Nacht in Wasser einweichen.  Am nächsten Tag nimmt man sich erstmal das übrige Gemüse vor. Die Tomaten 1 Minute in kochend heißem Wasser ziehen lassen, herausnehmen, die Haut abziehen und die Kerne entfernen. Den Rest in kleine Stücke teilen und auf die Seite stellen. Zwiebel, Karotte und Kartoffel schälen. Das Gemüse und den Sellerie in kleine Würfel schneiden, die Petersilie fein hacken.

Jetzt sind die Bohnen fällig. Sie müssen gründlich abtropfen und werden dann mit dem kleingeschnittenen Gemüse, einem Teil der Tomaten, Petersilie, den Lorbeer- und einigen Salbeiblättern unter häufigem Rühren zum Kochen gebracht. Bei kleiner Hitze geht es gemütlich weiter. Etwa 1 Stunde lang köcheln die Bohnen und werden nur hin und wieder vom Kochlöffel gestört, der etwas rührt. Wer es mag, presst die Hälfte der Bohnen durch ein Sieb. Das Püree wird dann mit dem Rest weiter gekocht.

Jetzt kriegt der Speck sein Fett weg, wird in Würfel geschnitten und in einer heißen Pfanne mit Öl und Salbei ausgelassen. Nach ca. 3 Minuten die restlichen kleingeschnittenen Tomaten dazugeben und die Mischung unter die Bohnen heben. Pasta in einem separaten Topf nach Angabe in Salzwasser garen, abgießen und unter die Bohnen mischen. Fertig? Kein Stress. Das Ganze nochmal etwa 10 Minuten weiter auf kleiner Flamme ziehen lassen. Dann wären die Fagioli soweit, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt zu werden. Mit einigen Tropfen Olivenöl und geriebenem Parmesankäse servieren. Im Sommer kommen ein paar Blätter klein gezupftes Basilikum obenauf.

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Spinat-Polpette mit Zitrone

©Matt Russel

Quelle: Anna Jones: A modern way to cook

Mosaik Verlag

Preis: 22;– €

Hier zahlt es sich aus, das Rezept gut zu lesen, wenn man die ambitionierte Zeitplanung von 25 Minuten halten will, Anna greift nämlich auf gegarte Puy-Linsen zurück. Die Klösschen im Backofen knusprig zu garen ist wirklich eine tolle Idee, das war wirklich oberlecker, ich bin sehr angetan von Annas Art zu kochen. Vegetarischer Parmesan enthält kein tierisches Lab und ist auch gut im Bio-Supermarkt zu bekommen. Ich hatte noch normalen im Kühlschrank.

Diese leichten leckeren Spinatklößchen mit Muskatnuss serviere ich zu Spaghetti und einer schnellen Tomatensauce. Wer es noch leichter möchte, kann sie auch mit Quinoa und einem grünen Salat genießen.

Ich verwende vegetarischen Parmesan. Falls Sie keinen bekommen, erfüllt auch jeder andere vegetarische Hartkäse den Zweck. Veganer können mit einen Löffel Nährhefe für die perfekte Illusion von Parmesan sorgen, benötigen allerdings ein paar mehr Semmelbrösel oder Haferflocken.

Zutaten (für 4 Personen):

Für die Spinat-Polpette: 250 g Spinat, 100 g gegarte Puy-Linsen, 1 Freiland- oder Bio-Ei, 1 kräftige Prise geriebene Muskatnuss, 50 g Vollkornsemmelbrösel oder Haferflocken, 50 g Parmesan, abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 1 Knoblauchzehe

Für die Sauce: 1 Handvoll Mandelkerne, 2 Knoblauchzehen, 3 EL Olivenöl,
1 unbehandelte Zitrone, 1 kleines Bund Basilikum, 350 g Kirschtomaten, 300 g Spaghetti nach Wahl

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 °C (180 °C Umluft/Gas Stufe 6) vorheizen. Den Wasserkocher füllen und einschalten, sämtliche Zutaten bereitlegen.

Den Spinat waschen und von harten Stielen befreien. Eine große Pfanne bei hoher Temperatur erhitzen. Sobald sie heiß ist, den Spinat darin garen, bis er zusammengefallen und das Wasser verdampft ist.

Die Linsen gut abtropfen, wenn sie aus der Dose kommen, und im Mixer pürieren. Ei, Muskatnuss, Semmelbrösel oder Haferflocken, Parmesan, Zitronenschale sowie etwas Salz und Pfeffer zugeben. Den Knoblauch schälen, hacken und hinzufügen. Alle Zutaten mixen, bis sie gleichmäßig vermengt sind. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und den Spinat unterheben.

Die Masse vierteln und aus jeder Portion 8 kleine Klöße formen – insgesamt also 32 walnussgroße Klöße. Auf ein Backblech legen und 15 bis 20 Minuten im Ofen backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Für die Sauce die Mandeln, den geschälten Knoblauch und das Olivenöl im Mixer grob zerkleinern. Die abgeriebene Schale und den Saft der Zitrone, das abgezupfte Basilikum und die Kirschtomaten hinzufügen und alles zu einer Art Pesto pürieren; anschließend kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn die Polpette etwa 10 Minuten im Ofen sind, einen großen Topf mit kochendem Wasser füllen, salzen und erneut zum Kochen bringen. Sobald es sprudelnd kocht, die Spaghetti hineingeben und nach der Packungsanleitung garen (gewöhnlich etwa 8 Minuten).

Die Spaghetti abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Die Spaghetti sorgfältig mit dem Pesto mischen und bei Bedarf etwas Kochwasser unterrühren. Die Spaghetti auf Teller verteilen, die Spinat-Polpette darauf anrichten und nach Belieben mit weiterem Parmesan bestreuen.

Zubereitungszeit: 40 Minuten

Speck-Tortellini mit Krenfüllung und Schüttelbrot

© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch "Pasta Werkstatt", Kosmos Verlag
© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch „Pasta Werkstatt“, Kosmos Verlag

Quelle: Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

Zutaten für 4 Personen:

Pasta:

100 g geräucherter Bauch- oder Rückenspeck

450 g Mehl

50 g Hartweizenmehl

4 Eier (Größe M)

Mehl zum Arbeiten

Salz für Nudelwasser

Füllung:

 3 mittelgroße gekochte Kartoffeln

250 g Topfen (Quark)

2 EL frisch geriebener Kren (Meerrettich)

Salz

1 Prise frisch geriebene Muskatnuss

Fonds:

 50 g Schüttelbrot (Fladenbrot aus Roggenmehl)

½ rote Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Weißwein

100 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)

1 EL Schnittlauch-Röllchen

Backofen auf 140 °C (Umluft 120 °C) vorheizen. Den Speck in feine Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im Ofen für 10 Minuten braten. Dann zum Entfetten sofort auf Küchenkrepp legen und auskühlen lassen. Die Speckscheiben müssen so trocken sein, dass sie sich brechen lassen.

Speck grob zerkleinern und in einer Kaffeemühle oder einem Blitzhacker fein mahlen. Speckpulver, beide Mehlsorten und die Eier zu einem glatten Teig verarbeiten, 20 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Kartoffeln schälen und mit dem Topfen durch eine Kartoffelpresse drücken. Masse mit Kren, Salz und Muskat abschmecken. In den Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine ca. 1 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mithilfe des Winkels und des glatten Teigrads in 8 x 8 cm große Quadrate schneiden. Jeweils in die Mitte eine kirschgroße Menge Füllung spritzen. Die Teigquadrate mit der Spritzflasche befeuchten, verschließen und die Ränder andrücken. Dann die äußeren Spitzen nach hinten zusammenführen und zusammendrücken.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Während das Wasser heiß wird, das Schüttelbrot im Blitzhacker fein mahlen. Zwiebel schälen und in Streifen schneiden. Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze andünsten, Brotbrösel dazugeben. Mit Weißwein ablöschen, dann die Brühe angießen.

Tortellini in Salzwasser 3 Minuten kochen. Abgießen, im Schüttelbrotfond schwenken und mit Schnittlauch bestreut servieren.

Zubereitungszeit: 1 Std. 30 Minuten

Anmerkung: Das war echt ein Highlight, ich liebe Speck und Kren und auch der Schüttelbrot-Fonds hat mir sehr gut gefallen. Bei der Gemüsebrühe greife ich gerne auf selbstgemachtes Brühpulver zurück. Südtiroler von Euch können wir geniesen lernen! P:S.: Ich bin einmal im Jahr dort zum Wandern und freue mich schon tagsüber, immer auf ein super leckeres Abendessen, denn das ist dort immer gesetzt. Herzlichen Dank lieber Markus Holzer!

Minz-Tagliatelle mit Speck und Blauschimmelkäse

© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch "Pasta Werkstatt", Kosmos Verlag
© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch „Pasta Werkstatt“, Kosmos Verlag

Quelle: Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

 Zutaten für 4 Personen:

Pastateig:

 100 g frische Minze-Blätter

100 g Eiswürfel

250 g Mehl

250 g Hartweizenmehl

Mehl zum Arbeiten

Salz für Nudelwasser

Sauce:

150 g geräucherter Bauch- oder Rückenspeck

250 g fester Blauschimmelkäse

30 g Butter

100 ml Weißwein

200 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)

1 EL frische Minze-Blätter

Minze-Blätter abbrausen und trocken tupfen. In einem Topf 50 ml Wasser aufkochen, Minze-Blätter hineingeben und den Topf verschließen. Nach etwa 10 – 15 Sekunden den Topf vom Herd nehmen und die Eiswürfel dazugeben. Dann alles in einem starken Mixer fein mixen.

Von dem Minze-Eis-Püree 250 g abwiegen – bei Bedarf mit Wasser verlängern – und mit beiden Mehlen zu einem glatten Teig verarbeiten, 20 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Speck in feine Streifen und den Käse in Würfel schneiden.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine ca. 1 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mit dem glatten Teigrad in 20 cm lange Stücke schneiden. Die Teigstreifen auf einer bemehlten Arbeitsfläche mithilfe des quadratischen Aluprofils (1,5 cm) in 1,5 cm breite Nudeln schneiden.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Pasta darin 2 – 3 Minuten kochen. Schon während das Nudelwasser heiß wird, die Butter in einer Pfanne schmelzen, Speckstreifen dazugeben und bei mittlerer Hitze knusprig braten. Mit Weißwein ablöschen. Wenn die Flüssigkeit eingekocht ist, Gemüsebrühe und Käse dazugeben und kochen lassen, bis der Käse zu schmelzen beginnt.

Die Pasta abgießen, in die Sauce geben und darin noch 1 Minute weiterkochen lassen. Die Minze-Blätter in Streifen schneiden und unterschwenken.

Zubereitungszeit: 1 Std. 15 Minuten

Anmerkung: Hat uns ausgesprochen gut gefallen und die Idee die Minze-Blätter mit Eiswürfeln zu pürieren ist genial, dabei bleibt auch die schöne grüne Farbe der Minze erhalten, ohne langwieriges runter kühlen. Daran merkt man auch, dass hier ein Pasta-Profi unterwegs ist.

Strozzapreti mit Auberginen und scharfer Sauce

© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch "Pasta Werkstatt", Kosmos Verlag
© Rogge & Jankovic Fotografen / Entnommen aus dem Buch „Pasta Werkstatt“, Kosmos Verlag

Quelle: Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

Zutaten für 4 Personen:

 Pastateig:

450 g Mehl

50 g Hartweizenmehl

4 Eier

Mehl zum Arbeiten

Salz für Nudelwasser

Sauce:

1 Aubergine (ca. 200 g)

1 Knoblauchzehe

2 Zweige Thymian

100 g scharfe Salami

(z. B. Napoli)

5 EL Olivenöl

150 g passierte Tomaten

Fertigstellung

4 EL Basilikumpesto (selbstgemacht)

Für den Pastateig Mehl, Hartweizenmehl und Eier zu einem glatten Teig verkneten, 20 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen die Aubergine waschen, putzen und in 1 cm große Würfel schneiden. Knoblauch schälen. Thymian abbrausen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Knoblauch und Thymian fein hacken. Salami in dünne Scheiben schneiden.

Den Pastateig mit der Nudelmaschine ca. 2 mm dünn ausrollen. Die Teigplatte mithilfe des Metermaßes und des Spachtels in 10 cm große Streifen schneiden. Diese übereinanderlegen, dabei etwas Mehl dazwischen streuen. Dann mit dem Spachtel quer in 2 cm breite Streifen schneiden. Die Teigstreifen zwischen den Händen zu Strozzapreti formen.

In einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Während das Wasser heiß wird, in einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Auberginen, Knoblauch und Thymian darin bei starker Hitze anbraten. Salamischeiben in einer weiteren Pfanne ohne Fettzugabe kurz anbraten. Das austretende Fett abgießen. Salami mit Tomaten und restlichem Olivenöl zu den Auberginen geben.

Die Strozzapreti ca. 5 Minuten im Salzwasser kochen, abgießen und in der Sauce schwenken. Vor dem Servieren etwas Basilikumpesto darüber träufeln.

Zubereitungszeit: 1 Std. 10 Minuten

Anmerkung: Leckere Kombination, das Pesto zum Finish peppt die Sache noch mal richtig auf. Und ich bin so stolz, endlich gibt es auch bei uns selbstgemachte Pasta!

Pasta Werkstatt

9783440146286Markus Holzer: Pasta Werkstatt

Farbfotos von Rogge & Jankovic Fotografen

Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Preis: 25,–€

 „Was hat ein Ausflug in den Baumarkt mit  perfekter selbstgemachter Pasta zu tun?“

 Worum geht’s?

 Richtig gute selbstgemachte Pasta ist ein Gedicht, leider braucht man hier eine entsprechend gute Anleitung und Experten-Tipps, sonst geht das schnell daneben.

Marcus Holzer schafft jetzt hier Abhilfe und hat ein tolles Buch zum Thema veröffentlicht, in dem er einmal mehr zeigt, Pasta machen, ist erstmal gutes Handwerk und das will gelernt sein.

Was ist drin – oder Do-it-yourself von einem Pasta Experten!

 Der Autor zeigt im Kapitel „Meine Pasta-Werkstatt“ vom Start weg mit sehr ausführlichen Step-by-Step-Anleitungen und ausgeklügelten Rezepten für Pasta-Teige aller Art (mit oder ohne Ei, mit Kräutern, Gewürzen oder auch Gemüse) bei selbstgemachter Pasta macht ihm keiner mehr was vor.

Markus ist ein echter Pasta -Tüftler und hat sich mit Liebe und Kreativität und unglaublich viel Engagement in diese komplexe Sache regelrecht hineingefuchst.

Stundenlang durchstreifte er die Baumärkte immer auf der Suche nach preiswerten und perfekten Helfern für sein Pasta-Handwerk, dabei hat er einiges entdeckt, was neben der unerlässlichen Nudelmaschine und einer leistungsstarken Küchenmaschine das Leben eines jeden Pasta-Machers leichter machen kann. So sind z. B. Zangen perfekt dazu geeignet, Farfalle zu formen und auch Alu-Profilbleche helfen dabei, dass die Sauce später besser an der Pasta haftet, denn mit ihnen erhalten die Oberflächen Struktur und Muster.

Es folgen kreative Rezepte für 40 Pasta-Sorten und viele Blitzsaucen in den Kapiteln für kurze Pasta, (hier geht es um Trofie, Cavatelli, Orecchiette, Gnocchi, Pizzoccheri, Strozzapreti, Paccheri), lange Pasta (von Spaghetti, Tagliolini, Tagliatelle, Pici, Bigoli bis Schupfnudeln), eckige Pasta (hier geht es um Farfalle, Fazzoletti, Garganelli, Maltagliati, Tortellini, Fagottini), runde Pasta, gefüllte Pasta, (hier geht es um Ravioli, Farfalle, Agnolotti, Mezzelune, Cappelletti, Tortelloni, Schlutzkrapfen) und Süsse Pasta (von Schupfnudeln, Pappardelle, Bonbons, Tortelli, Cappelletti bis Panzerotti).

Ikea lässt grüßen – oder eine perfekte Bauanleitung macht auch Laien zu Experten

 Jedem Kapitel sind wunderbar detaillierte Step-by-Step-Bauanleitungen, für alle Pasta-Sorten vorangestellt. Das ist wirklich toll gemacht und erinnert mich ein wenig an ein großes schwedisches Möbelhaus, dass es mit seinen Aufbau-Anleitungen auch handwerklich eher weniger begabten Menschen, wie mir, möglich macht, ihre Möbel selbst aufzubauen. Jetzt also endlich selbstgemachte Pasta Fresca für alle, mit den tollen Anleitungen und Tipps von Marcus Holzer, gerade im Hinblick auf die praktische Umsetzung hat das Buch viel zu bieten.

Feinschliff par excellence!

 Marcus ist ein leidenschaftlicher Pasta-Koch, bei dem auch die Sauce perfekt an der Pasta haften sollte, vorher gibt er keine Ruhe. Alle seine Saucen sind perfekt auf die jeweilige Nudel-Sorte abgestimmt, immer mit dem Ziel, dass hier eine optimale Verbindung geschaffen wird und die Sauce perfekt an der Pasta haftet.

Kreative Kreationen, die auch in der ersten Liga mitmischen können!

Die präsentierten Rezepte sind sehr kreativ und vermeiden jede Beliebigkeit, denn hier ist ein Koch am Start der Ambitionen hat. Der beste Beweis dafür ist ein Rezept für „Holzkohlen-Tagliolini mit Südtiroler Graukäse und Trüffel“, mit Aktivkohle aus der Apotheke geschwärzt werden, auch die “Hanf-Ziegenkäse-Mezzelune mit Steckrübensalat“ und die „Schlutzkrapfen mit violeletter Kartoffelfüllung“ sind eine ungewöhnliche Kombination, die auch Profis gefallen wird.

Auch die süße Seite wird nicht verleugnet!

 Marcus hat auch tolle Ideen für süße Pasta-Varianten hier sind die Ansprüche an Kreativität und Originalität nicht minder und mich haben besonders die „Kartoffel-Schupfnudeln mit Mohn und Bockshörndlmehl“ und die „Dörrbirnen-Pappardelle mit Schokocrumble und Vanillesauce“ sehr angesprochen.

Blitzschnell geht auch!

Schön, dass auch Ideen für blitzschnelle Pasta-Saucen, die in 15 – 20 Minuten auf dem Tisch stehen, den Weg ins Buch gefunden haben, hier haben es mir die „Sauce mit Speck, Gongonzola und Frühlingszwiebeln“ und die „Sauce mit Kürbis und Ziegenkäse“ angetan.

Meine Erfahrungen – oder selbstgemachte Pasta war bislang nicht mein Ding!

 Nicht das sie mir nicht schmecken würde, aber ich habe schlichtweg großen Respekt vor diesem Handwerk und mich nicht getraut. Da gibt es so viel zu beachten, allein der Teig und seine richtige Konsistenz sind schon eine Wissenschaft für sich.

Genau aus diesem Grund habe ich mich für die Pasta-Werkstatt interessiert, man sollte sich ja seinen Ängsten stellen, kompetente Unterstützung ist unerlässlich, wenn man sich in unbekanntes Terrain vorwagt. Die habe ich jetzt an meiner Seite und deshalb habe ich mich auch an die „Strozzapreti mit Auberginen und scharfer Sauce“, „Minz-Tagliatelle mit Speck und Blauschimmelkäse“ und die „Speck-Tortellini mit Krenfüllung und Schüttelbrot“ heran gewagt. Die Anleitungen sind ausführlich und anschaulich, besonders eben auch weil man immer wieder auf die detaillierten Fotos in den Step-by-Step-Anleitungen zurückgreifen kann. Auch das eingesetzte Werkzeug zeigt, hier ist ein echter Tüftler am Werk, der unglaublich viel Erfahrung hat, da schaue ich mir gerne was ab. Geschmacklich waren wir auch sehr angetan, bei den Zubereitungszeiten bin ich aber deutlich länger unterwegs gewesen als angegeben, hier macht Übung halt den Meister.

Die sehr geschmackvollen Fotos korrespondieren perfekt mit dem ambitionierten Anspruch des Protagonisten und setzen die eleganten und ungeheuer kreativen Pasta-Kreationen perfekt in Szene.

Wer sind die Autoren – oder ein sympathischer Protagonist stellt sich vor?

 Markus Holzer, Küchenchef des Südtiroler Restaurants Jora am Haunold in Innichen, hat sich einen Namen mit regionalen Spezialitäten aus besten einheimischen Produkten gemacht. Besonders beliebt sind seine Pasta-Abende, bei denen er seine Gäste mit einer bunten Vielfalt an hausgemachten Teigwaren- und Saucenkreationen überrascht. Seit 2015 kocht er einmal wöchentlich live im italienischen TV-Sender Rai 1 für die beliebte Sendung „La prova del cuoco“. Im Buch wirkt er mit Sneakers und häufig im Casual-Outfit, eher wie der junge Mann von gegenüber, bodenständig und sympathisch und wohltuend normal, ganz ohne die Allüren und deutlich ausgeprägte Selbstverliebtheit, die man ja hier und da bei Fernsehköchen schon feststellen kann. Mir gefällt das sehr!

Anne Rogge und Jan Jankovic sind Diplom-Fotodesigner aus Köln. Gemeinsam führen sie das Fotostudio Rogge & Jankovic Fotografen mit den Schwerpunkten Food, Stills und Places. Für dieses Buch haben sie den Autor zweimal in Südtirol besucht. Sie haben ihm beim Pastamachen über die Schulter geschaut und selbst Pastateig geknetet, vermessen und mit Werkzeugen bearbeitet. Ihr Fazit: Noch nie haben sie so gute Pasta gegessen. Die Konsistenz der Nudeln, die Ausgewogenheit von Pasta und Sauce – es stimmt einfach alles. Bei KOSMOS haben sie unter anderem die Kochbücher „Herbst Winter Gemüse“, „Tee“, „Kohl“ und viele weitere (Koch)bücher bebildert.

Fazit: Die Pasta-Werkstatt von Marcus Holzer ist ein echter Gewinn für meine Kochbuch-Bibliothek. Endlich ein Buch, das perfekte „Pasta fresca“ auch zu Hause möglich macht. In der dargebotenen Ausführlichkeit, mit den vielen praktischen Bauanleitungen, habe ich dies bisher vermisst! Für mich eine sehr schöne Bereicherung und sicherlich auch ein Gewinn für ambitionierte Hobbyköche und Profis.

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Nudeltopf mit Speck und Brokkoli

© Philippe Vaurès-Santamaria

Zutaten für 2 Personen:

150 g Räucherspeckstreifen

12 TK Brokkoliröschen

200 g Pasta, vorzugsweise kurze Sorten

3 EL Zitronensaft

150 g. Sahne

2 EL Mascarpone

2 Minzeblätter

frisch geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer

Speckstreifen und Brokkoliröschen in einem großem Topf 2 Minuten anbraten.

Pasta, Zitronensaft und 500 ml Wasser zufügen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen.

Sahne, Mascarpone und gehackte Minze untermischen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 15 Minuten

Anmerkung: Leckere Pasta-Variante, die ratzfatz auf dem Tisch steht, hat mir sehr gut gefallen, wird es zukünftig öfter geben.