Cremiger Brokkoli-Risotto

© Jamie Oliver Enterprises Ltd (2020 7 WAYS), Fotos: Levon Biss/Autorenfotos: Paul Stuart und Matt Russel, f. d. dt. Ausgabe Dorling Kindersley Verlag

Brokkoli bei den Lieblingszutaten, den habe ich ehrlich gesagt schon ewig nicht mehr gekauft, dieses Rezept stellt ihm ein paar geschmackstarke Kumpels (Sardellen und Gorgonzola) an die Seite und mit dem Petersilien-Öl kommt eine frische angenehme Note dazu – sehr fein!

Quelle: Jamie Oliver: 7 mal anders

Je 7 Rezeptideen für deine Lieblingszutaten

Fotos: Levon Biss

Verlag Dorling Kindersley

Preis: 26,95  €

Für 4 Personen – fertig in 40 Minuten:

1,5 l Bio-Gemüse- oder Hühnerbrühe

1 Brokkoli (375 g)

1 Zwiebel

Olivenöl

2 Sardellenfilets in Öl aus

nachhaltiger Quelle

300 g Risottoreis

½ Bund glatte Petersilie (15 g)

1 Zitrone

natives Olivenöl extra

60 g Gorgonzola

Die Brühe bei schwacher Hitze leicht zum Sieden bringen. Das holzige Ende des Brokkolistrunks abschneiden, die Röschen abtrennen und in kleine Stücke schneiden, den Strunk fein hacken. Die Zwiebel schälen, fein hacken und mit dem gehackten Brokkolistrunk und 1 EL Olivenöl in einen großen, hohen Topf geben. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten anschwitzen, dabei regelmäßig umrühren. Zuerst die Sardellenfilets, dann den Reis unterrühren und 2 Minuten anrösten. Nach und nach die heiße Brühe dazugießen, immer nur eine Kelle auf einmal, und vor jeder weiteren Zugabe rühren, bis der Reis die Flüssigkeit vollständig aufgenommen hat – nach 16–18 Minuten ist er gar. Nach der Hälfte der Garzeit die Brokkoliröschen untermengen. Inzwischen die Petersilienblätter in den Mörser zupfen und mit 1 Prise Meersalz zerstoßen. Den Saft einer Zitronenhälfte hineinpressen und 2 EL natives Olivenöl extra untermischen.

Einen Großteil des Gorgonzolas in den Topf krümeln, den Saft der anderen Zitronenhälfte dazupressen, gut umrühren und den Risotto sorgfältig abschmecken. Noch eine Extrakelle Brühe unterrühren und den Reis zugedeckt weitere 2 Minuten quellen lassen, so wird er schön cremig. Vor dem Servieren den restlichen Gorgonzola über den Risotto krümeln und alles mit dem Petersilienöl beträufeln.

Graupen-Risotto mit Trüffelöl

© Gräfe und Unzer Verlag/ Fotografin: Mona Binner

Quelle: Susanne Bodensteiner, Sabine Schlimm: One Pot Soulfood

Fotos: Mona Binner

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 19,99 €

Was serviert man, wenn der Mann mittags im Büro anruft und einen Kollegen zum Abendessen ankündigt und wirklich kaum was im Haus ist, was zur kulinarischen Wunderwaffe taugt? Mir fiel zum Glück noch das Weihnachtsgeschenk (3 Fläschchen Trüffelöl) vom Schwager ein. Und hatte ich da neulich nicht auch ein tolles Rezept in einem Kochbuch gesehen, dass genau nach diesem Öl verlangt. Die Feierabend-Köchin fand alles andere im Supermarkt auf dem Heimweg vom Büro. Schön, wenn man ein so unkompliziertes Rezept mit Wow-Potenzial in petto hat, der Kollege, war einfach nur glücklich satt und wollte sogar das Rezept für seine Frau. Geklaut ist das neue ich kann, man muss nur wissen, wo man sich bedienen kann! Das Rezept habe ich natürlich verdoppelt, soll ja keiner hungrig nach Hause gehen. Ach bevor ich es vergesse, Gemüsebrühe funktioniert hier nur in sehr guter Qualität entweder aus dem Vorrat, wie bei mir, oder nur in einen Fonds investieren.

Man muss die Feste feiern, wie man sie braucht! Ein mieseliger Montag ist ein mindestens so guter Grund, sich ein bisschen Luxus zu gönnen, wie Geburtstag oder Weihnachten. Vor allem, wenn der so einfach zu haben ist wie ein paar Tröpfchen Trüffelöl.

Zutaten (für 2 Personen):

1 kleine Zwiebel

300 g Sellerie

100 g Austernpilze

1 EL Öl

Salz

1 EL Butter

150 g Graupen

700 ml Gemüsebrühe

100 g Sahne

4 Stängel Petersilie

Pfeffer

Trüffelöl zum Beträufeln

 Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den Sellerie putzen, schälen und auf der Rohkostreibe grob raspeln. Die Austernpilze putzen, bei Bedarf mit einem Tuch abreiben und in mundgerechte Stücke reißen.

Das Öl in einem Topf erhitzen, die Pilze hineingeben, salzen und unter Rühren bei großer Hitze in ca. 4 Min. goldbraun braten. Herausnehmen und die Hitze herunterschalten. Die Butter im Topf zerlassen. Die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze ca. 4 Min. anschwitzen. Sellerieraspel und Graupen zufügen, Gemüsebrühe und Sahne angießen und alles zum Kochen bringen.

Die Mischung bei kleiner Hitze off en ca. 25 Min. köcheln lassen, bis die Graupen die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen haben. Dabei häufig umrühren.

In der Zwischenzeit die Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und fein hacken. Den Graupenrisotto mit Salz und Pfeff er abschmecken. Austernpilze und Petersilie unterheben und kurz heiß werden lassen. Den Risotto auf Teller verteilen und mit Trüffelöl beträufeln.

Zubereitungszeit: 45 Min.

Pro Person: ca. 555 kcal, 12 g E, 29 g F, 59 g KH

Tipp: Trüffelöl ist der Innbegriff von Luxus. Leider wird die Geschmacksfülle von Trüffelöl oft durch künstliche Aromastoffe erreicht. Im Bioladen oder im italienischen Spezialitätengeschäft bekommt man aber häufig Öl, das mit echten Trüffeln aromatisiert wurde. Und natürlich spricht nichts dagegen, den Risotto mit hauchdünn gehobeltem echtem Trüffel zu krönen!

 

Risotto mit Radiccio, Gorgonzola und Walnüssen

© Silvio Knezevic

Elisabeth Raether: Das Beste vom Wochenmarkt

Neue frische und saisonale Rezepte aus dem Zeitmagazin

Fotos: Silvio Knezevic

riva Verlag

Preis: 19,99 €

An einem guten Risotto komme ich nie vorbei, dieses war schnell gerührt und die Kombination aus dem leicht bitter anmutenden Radicchio und der Würze des Blauschimmelkäse und alles ein wenig runter gedimmt durch den cremigen Reis und die sämigen Nüsse ist einfach sehr fein! Ich habe mir fürs Risotto selbstgemachte Gemüsebrühe geleistet.

Folgendes Problem bei diesem Rezept: Es ist wieder mal ein Risotto. Da es Leute geben soll, die keinen Risotto mögen, will ich gern einen alternativen Radicchio-Vorschlag machen: Man brät den geachtelten Radicchio mit etwas Butter und einer gehackten kleinen Zwiebel in der Pfanne 10 Minuten lang an, legt ihn in eine Auflaufform, gibt ein bisschen Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber und verteilt darauf Käsewürfel seiner Wahl – Gorgonzola oder auch Fontina, Scamorza, Taleggio, Gouda. (Gouda ist nur ein Witz, weil mir die Vorstellung gefällt, dass die Küchensnobs jetzt zu ihrem Riechsalz greifen – hat sie wirklich Gouda gesagt?!) Dann kommt das Ganze bei 180 °C in den Ofen, fertig nach 30 Minuten. Es ist eines dieser wunderbaren kleinen Abendessen, nach denen man sich eine Butterstulle zubereitet, weil man sonst nicht satt wird. Warum also nicht gleich einen Risotto?

Zutaten (für 2 bis 3 Personen):

1 mittelgroße Zwiebel

1 Kopf Radicchio (ca. 150 g)

Olivenöl

Salz

170 g Risottoreis

150 ml Weißwein Pfeffer

400 ml Wasser (oder Brühe)

80 g Gorgonzola 30 g Butter 30 g Parmesan 30 g Walnusskerne

Zubereitung:

Zwiebel schälen, fein hacken. Radicchio-Kopf halbieren, vom Strunk befreien, in feine Streifen schneiden, waschen, abtropfen lassen. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel dazu, salzen und unter Rühren 5 Minuten lang dünsten. Reis hinzufügen, einen Moment mitdünsten, dabei nicht anbrennen lassen. Radicchio in den Topf geben. Umrühren, bis die Blätter zusammenfallen.

Mit Weißwein ablöschen, noch mal salzen, pfeffern. Die Flüssigkeit einkochen lassen. So viel Wasser dazugießen, dass der Reis bedeckt ist. Wieder einkochen lassen, dabei rühren. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis der Reis gar ist – ungefähr 20 Minuten lang. (Falls 400 ml Wasser nicht reichen, etwas mehr nehmen; falls nicht alle Flüssigkeit verkocht ist, wenn der Reis gar ist, einfach die überschüssige Menge abschütten.)

Den Topf vom Herd nehmen, gewürfelten Gorgonzola, Butter und frisch geriebenen Parmesan un­terrühren. Die grob zerkleinerten Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, Risotto damit garnieren. (Ich lasse die Walnüsse oft aber einfach weg.)