Das vegetarische Kochbuch

Bonisolli_Vegetarisch

Barbara Bonisolli: Das vegetarische Kochbuch

 Callwey Verlag

 Preis 36,– €

„Eine Aubergine ist kein Schnitzel – oder wie lässt sich Genuss verlängern?“

 Worum geht’s – oder es fing alles ganz harmlos an!

 Barbara Bonisolli ist von Hause aus keine Gesinnungs-Vegetarierin, sondern isst einfach nur gerne gut. Die Fotografin und Autorin lebt mit Mann und Kindern im bayerischen Voralpenland und hatte zu Beginn dieser Zeit nur ein paar Kräuter und Tomaten im Garten, wie das viele von uns haben.

Barbara wühlt aber in ihrer Freizeit zum Ausgleich unglaublich gerne in der Erde und so wurde nach und nach gesät und gepflanzt gejätet und geerntet und heute ist daraus ein großer Garten mit Beeten voller Obst, Gemüse und Kräuter geworden.

Also kein stilisiertes Landidyll oder eine dogmatische Überzeugungs-Vegetarierin, die uns gebetsmühlenartig zum besseren Leben bekehren möchte, sondern einfach nur eine Frau, die Spaß daran hat, mit den eigenen Händen und Füßen in der Erde herum zu werkeln und die Ergebnisse dieser Arbeit dann mit Familie und Freunden zu genießen.

Wie sieht es aus?

Die Autorin ist eine der gefragtesten Food-Fotografinnen Deutschlands, logisch versteht sie es tolle Rezept-Fotos ihren Gerichten beizusteuern. Ich mag dabei ihre lässige Art und ihr unbestechliches Gefühl, jedes zu viel dabei zu vermeiden, das tut den Rezepten und dem Thema sehr gut, nichts wirkt unnatürlich gestylt.

Bei der Ausstattung des Buches war ich dieses Mal ein wenig enttäuscht, das raue Papier passt zum Thema, aber es ist doch recht dünn, ich habe irgendwie immer das Gefühl, ich muss vorsichtig blättern, damit nichts einreißt. Bislang habe ich das bei Callwey irgendwie immer hochwertiger erlebt, vielleicht liegt es daran, dass man bei diesem Thema bewusst auf Hochglanz-Papier verzichtet hat?

 Was ist drin?

 Dogmatismus nein danke – oder genießen mit allem was die Natur anbietet!

Jeder Hobbygärtner weiß, dass die Natur den Takt bestimmt, ist der Spinat soweit, dann muss er auch geerntet werden und die Kinder von Barbara haben gleich klar gemacht, wenn es jeden Tag Spinat als Beilage gibt, wird gestreikt. Da sind gute Einfälle gefragt und so sind die vielen herrlich kreativen Rezepte im Laufe der Jahre entstanden, die sie uns jetzt in ihrem schönen vegetarischen Kochbuch präsentiert.

Vieles wurde mit der Familie, Freunden und Gästen immer wieder probiert und verändert. Wenn man saisonal kocht, ergibt sich von allein, dass man automatisch mehr Gemüse ist. Als Gartenbesitzer ist man hier natürlich besonders betroffen, denn es fällt schwer die Geschenke der Natur abzulehnen, wenn man selbst beteiligt ist.

Oh ja davon kann ich auch ein Lied singen, wir haben ein Wochenendhäuschen im Hunsrück, Garten ist zu viel gesagt, aber wir haben mehrere Obstbäume und natürlich Kräuter und Tomaten. Früher als es noch das Häuschen meiner Schwiegereltern war, hat es mich nicht angefochten, was da vom Baum fiel, denn ich hatte keine Beziehung dazu aufgebaut.

Jetzt stehe ich selbst mit meinem Mann regelmäßig am Samstag im Garten und puzzle ein wenig in meinen Kräuterbeeten herum. Das Obst der Bäume, bei uns Apfel und Pflaume, wird soweit irgend möglich, abgeerntet: Wir kochen Unmengen an Marmelade und haben uns sogar vor 2 Jahren mit der Hilfe eines befreundeten Winzers am Schnapsbrennen probiert: Denn inzwischen, ist es mir nicht egal, wenn alles auf dem Kompost landet, sondern es tut mir in der Seele weh und die Arbeit ist fast die gleiche, als wenn man die Früchte ernten würde.

Genuss geht vor – oder nicht bloß Fleischersatz!

Auch ich esse – wie Barbara Bonisolli – immer noch sehr gerne Fleisch, aber es gibt so viele Möglichkeiten, so leckere vegetarische Sachen zu kochen, die alles andere als langweilig sind, wenn man gute Ideen oder Rezepte hat! Für leckere Südtiroler Spinatnocken, lasse ich jederzeit ein beliebiges Schnitzel stehen.

Fleisch gerne, aber lieber in Top-Qualität und vom Metzger meines Vertrauens! Was ich aber gar nicht mag, ist Gemüse, das auf Fleischersatz getrimmt wird und Tofu und Soja mag ich nur in der asiatischen Küche, mit Fleischersatzprodukten kann man mich regelrecht vom Tisch wegjagen. Liebe Barbara, ich danke Dir für deine kreativen und genussvollen Rezepte, die ganz ohne solches Zeug auskommen!

Kreative Vielfalt mit Potential auch Nicht-Vegetarier kommen voll auf ihre Kosten!

Die Autorin zeigt uns 100 sehr inspirierende Rezepte für jeden Anlass, alles ist saisonal von Frühling bis Winter gegliedert.

Die Rezepte sind von einfach bis aufwendig – und manchmal richtig großartig: z.B. die „Korianderkartoffeln mit Brokkoli“ sind von der Idee bis zum fertigen Gericht genial! Hätten wir nicht gedacht, dass das so klasse schmecken kann, endlich habe ich eine weitere Möglichkeit gefunden, meinen gut sortierten Gewürzschrank, häufiger zum Einsatz zu bringen.

Ich merke bei jedem Rezept, hier hat jemand wirklich nicht nur was zusammengetragen, sondern ich bekomme ein Rezept, an dem mit Hilfe des Feedbacks von Familie und Freunden schon ein wenig geschraubt wurde, bis alles so lecker, harmonisch und unkompliziert wie meine neuen Lieblinge, die Koriander-Kartoffeln, daher kommt. Und schön, dass ich hier auch sagen kann, dass diese definitiv bei uns auch mal mit einem Steak auf den Tisch kommen.

Auch der „Lauwarme Gemüsesalat mit Rauke“ und das schlichte „Spiegelei mit Salbei und Ziegenkäse“ konnten uns geschmacklich voll überzeugen. Ich freue mich auf weitere vegetarische Genüsse, denn so macht vegetarisch kochen Spaß!

Der Sommer kann kommen – oder am besten den Genuss verlängern!

Die Autorin ist eine leidenschaftliche Hobbygärtnerin, das sieht man, denn im Buch ist sie ständig in Aktion, sogar die Bienen sind vor ihr nicht sicher. Alles scheint irgendwie selbstverständlich, für mich ist das sehr authentisch und so will ich es haben!

Barbara hat aber auch Lust, uns an schönen Erlebnissen teilhaben zu lassen, deshalb gibt es ein Kapitel mit ihren besten Ideen zum Einkochen, Dörren und sonstigem Haltbarmachen, das praktischerweise durch viele Step by Step-Anleitungen ergänzt wird.

Wer ist die Autorin?

Barbara Bonisolli ist Food-Fotografin und moderiert ihre eigene Garten- und Kochsendung im Fernsehen. Seit vielen Jahren lebt sie mit ihrer Familie auf dem Land und hat realisiert, wovon viele träumen. In ihrem Landgarten sät und pflanzt sie an, was auf den Tisch kommt. Dort findet sie auch immer wieder Inspiration für neue, köstliche Rezepte.

Fazit: Vegetarische Kochbücher gibt es inzwischen wie Sand am Meer, auch ich besitze so einige, gute Ideen kann ich aber nicht genug haben, wenn ich zwischen Schuhen und einem weiteren Kochbuch entscheiden müsste, ist klar für mich, wer gewinnt, natürlich das Kochbuch. Aber ich mag keine Dogmatiker, sondern ich liebe es mit Genuss und Kreativität überzeugt zu werden. Da hat Barbara Bonisolli für mich nichts zu wünschen übrig gelassen.

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen

©Patricia Curtan

Quelle: Alice Waters: The Art of Simple Food

Illustrationen: Patricia Curtan

Prestel Verlag

Preis: 34,95 €

Bei Amazon bestellen

(Dieses Rezept bietet frisch geerntetem und getrocknetem Knoblauch einen fantastischen Auftritt. Die Häute sollten „papiertrocken“ sein, die Zehen saftig und aromatisch. Knoblauch nicht schälen; die Haut verhindert, dass er sich in der Soße auflöst und es macht Spaß, das zarte Püree aus den Häuten über das goldbraune Hühnerfleisch oder Brot zu drücken. Ein großer Rucola-Salat ist eine perfekte Beilage.)

 Möglichst schon am Vortag

4 Hähnchenschenkel oder 1 ganzes Hähnchen, in 8 Stücke zerlegt

mit

Salz

frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer

würzen. Backofen auf 190 °C vorheizen. In einem großen, schweren Topf (ein dicht schließender Gusseisentopf ist ideal)

2 EL Olivenöl

erhitzen und die Hähnchenstücke mit der Hautseite nach unten etwa 12 Minuten knusprig braun anbraten. Wenden, weitere 4 Minuten braten und herausnehmen.

4 Knoblauchknollen (etwa 40 Zehen)

zerteilen und lose trockene Häute entfernen, den Knoblauch in den leeren Topf geben und gründlich mit

10 Thymianzweigen oder 5 Thymian- u.  5 Bohnenkrautzweigen

3 EL Olivenöl

1 Lorbeerblatt

vermischen. Hähnchenstücke auf den Knoblauch legen. Mit Alufolie und einem Deckel verschließen, auf der mittleren Ofenschiene 50 Minuten backen. Deckel und Folie abnehmen und die Haut weitere 10 Minuten bei Oberhitze knusprig werden lassen. Wenn das Huhn fertig ist,

4 dicke Scheiben Krustenbrot

auf einem Backblech etwa 8 Minuten im Ofen rösten. Etwas Olivenöl vom Hähnchen darüber löffeln. Hähnchen mit Knoblauch und Röstbrot servieren.

Anmerkung: Sehr, sehr lecker und keine Angst, da der Knoblauch nicht geschält wird, schmeckt die Soße auch nicht zu dominant nach Knoblauch.

The Art of Simple Food

Alice Waters: The Art of Simple Food

Illustrationen: Patricia Curtan

Prestel Verlag

Preis: 34,95 €

Bei Amazon bestellen

9783791349916_Cover

„Keep it simple – oder das Beste ist gerade gut genug!“

 Worum geht’s?

 Das Vorwort von Carlo Petrini (Gründer von Slowfood-International), gibt schon mal die Richtung vor: Ist ein Rezept eine Auflistung von Zutaten, Zubereitungszeiten und Handgriffen, die nötig sind, oder ist mehr hier nicht wirklich besser? Der Mann hat Recht! Die Rezepte von Alice Waters wollen mehr, es sind regelrechte Geschichten, die dazu verführen, den eigenen Geschmack zu entdecken und sich mit Liebe und Leidenschaft auf den Weg, zum perfekten ganz persönlichen Rezept zu machen.

Wie sieht es aus?

 Die Aufmachung ist angenehm zurückhaltend, aber auch edel und geschmackvoll mit Leinenrücken und in zwei farblich abgestimmten Grün-Tönen. Vor mir liegt eine echte Bibel mit stolzen 434 Seiten. Ein Grundlagen-Kochbuch, das definitiv das Zeug zum Klassiker hat.

Mit der geschmackvollen Cover-Zeichnung wird gleich zu Beginn deutlich, es gibt keine Fotos, stattdessen sind viele wunderschöne Zeichnungen enthalten. Das Buch bleibt seinem Vorsatz treu, es gibt keine Illustrationen zu fertigen Gerichten, sondern es konzentriert sich, auf die Protagonisten, Gemüse, Obst und Kräuter spielen hier die erste Geige.

Was ist drin?

Das Buch ist in zwei Bereiche gegliedert. Im ersten Teil „Geschmack als Inspiration“ geht es um saisonale, regionale Rezepte, ob vom Händler Ihres Vertrauens auf dem Wochenmarkt oder sogar aus dem eigenen Gemüsegarten bleibt Ihnen selbst überlassen, aber am liebsten Bio und mit guter Qualität. Ich bin erleichtert und gut zu wissen, denn ich habe nur einen kleinen Kräutergarten, mehr ist im Moment leider zeitlich nicht drin.

Die Auswahl an Rezeptideen ist groß und Produkte mit dem gleichen Erntezeitpunkt sind zu einem Kapitel zusammengefasst:

In den 15 Kapiteln wird viel an Inspirationen für Obst/Gemüse und Kräuter/Salate geboten, es geht inhaltlich z. B. um „Zarte Blätter“ (Kräuter), „Geheime Helden“ (Zwiebeln, Knoblauch u. Lauch), „Unterirdische Schätze“ (Wurzeln und Knollen), „Reifes Sommerobst“ (Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche u. Nektarinen), „Herbstfrüchte und Nüsse“ (Feigen, Trauben, Äpfel ….) und schließlich auch darum, wie die aromatische Fülle am besten konserviert werden kann.

Jedes der Rezept-Kapitel startet mit einer Übersicht der enthaltenen Rezepte, danach gibt es wertvolle Informationen über das Produkt im Garten. Jede Zutat wird mit einer kleinen Zeichnung und Hinweisen für die Pflege im Garten, Geschmack und die besten Einsatzmöglichkeiten vorgestellt, anschließend folgen die passenden Rezepte. Alle haben nur das eine im Sinn, die perfekte Kombi aus Produkt und Begleitern, immer mit dem Ziel den Eigengeschmack des Hauptdarstellers zu heben, dass das Ganze natürlich von möglichst frischen Zutaten mit hoher Qualität abhängt, versteht sich von selbst.

Wie sieht die Praxis aus – oder meine Erfahrungen?

Die einzelnen Gerichte sind einfach zuzubereiten und sehr häufig gibt es Variationen, Kombinationsvorschläge und praktische Tipps. Genauso stelle ich mir inzwischen ein perfektes Kochbuch vor, ich brauche keine Fotos, sondern ich will lernen mit Produkten umzugehen und optimale Partner und Kombinationen finden, aber nicht immer dieselben.

Ich habe einige Zeit für diese unerschrockene Haltung gebraucht und es ist dem einen oder anderen guten Kochbuch gelungen, mir hier Ängste zu nehmen. Als ich mich noch sklavisch an Rezepte gehalten habe, habe ich mich immer gewundert, warum bei mir im Küchenschrank, so viel rumsteht, was ich höchsten einmal gebraucht habe.

Ich glaube aber man braucht dafür Lehrer, die mit Leidenschaft und sehr viel Liebe am Werk sind, nur so kann man das vermitteln, herzlichen Dank für dieses schöne kreative Kochbuch liebe Alice Walters!

Was ich probiert habe:

„Auf Salz gebackene Kartoffeln mit Crème fraîche und Schnittlauch“

(Wunderbar im Geschmack, bei mir waren es aber lila Kartoffeln, Alice Waters verwendet eine rote Sorte, die waren auf meinem Wochenmarkt leider nicht zu bekommen.)

„Ganzer Wolfsbarsch aus dem Ofen mit Fenchellaub“

(Das schmeckte sehr lecker, aber wenn man Fenchelkraut benötigt, ist das sehr schwer zu bekommen. Das Zeug wuchert aber überall wie nichts Gutes in südlichen Gefilden. Dieses Rezept haben wir jüngst im Urlaub auf den Kanaren genossen, wo mir das Kraut bei einer Wanderung in die Quere kam, frischer Fisch ist da auch kein Problem. Ich muss unbedingt noch mal einen Versuch in meinem Kräutergarten damit starten, angeblich wächst das wie von alleine, vielleicht sollte ich mal den Standort wechseln….. Ansonsten ist das Rezept einfach perfekt für die Urlaubsküche und geht unglaublich schnell.)

„Steckrüben-Pastinaken-Gratin“

(Schöne sättigende Mahlzeit, interessant, dass die süße von den Steckrüben so gut mit dem Chili harmonieren. Der Vorschlag der Autorin eine fruchtige Sorte wie z. B. das türkische Pul-Biber zu wählen, war goldrichtig. Beim nächsten Mal garantiert mit einer der viel versprechenden Varianten: Kardamom lieben wir auch und kann ich mir auch sehr gut vorstellen, oder vielleicht doch lieber Koriander oder Schwarzkümmel? Mal sehen, dass Rezept hat in jedem Fall sehr viel Potential!)

„Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen“

(Sehr, sehr lecker und keine Angst, da der Knoblauch nicht geschält wird, schmeckt die Soße auch nicht zu dominant nach Knoblauch.)

Und sonst?

Wer gleich Nägel mit Köpfen machen möchte, findet im zweiten Teil „Vom Samenkorn zur Samenernte“ auf knapp 44 Seiten viele nützliche Informationen zum Anlegen eines eigenen Obst- und Gemüsegartens.

Für mich eine konsequente Haltung, wenn man bedenkt, dass die Autorin in Amerika eine Wegbereiterin und feste Größe der Slow-Food-Bewegung ist.

Ich habe mit Interesse im Kapitel „Obst im Garten“ geschmökert, denn wir haben zwei Obstbäume im Garten unseres Wochenend-Häuschens, die bisher mit großem Engagement abgeerntet wurden, aber denen leider nicht viel Pflege zu Teil wird, weil wir uns da bisher gar nicht auskennen.

Wer ist die Autorin?

(c) Amanda Marsalis

Alice Waters – ist eine der einflussreichsten Köchinnen Amerikas. Seit den 70er-Jahren verwöhnt sie die Gäste ihres Gourmet-Restaurants „Chez Panisse“ im kalifornischen Berkeley mit ihren mediterran inspirierten Kreationen, für deren Zutaten ihr oberster Grundsatz „frisch, saisonal und biologisch“ gilt. Damit hat sie Köche (z. B. Nigel Slater und Jamie Oliver) auf der ganzen Welt inspiriert, ihre Rezepte sind einfach und schnörkellos, seit jeher arbeitet sie mit Produkten, die sie lokal von Bauern und Lieferanten in ihrer Umgebung kauft oder die in ihrem Küchengarten wachsen. Aroma und Geschmack der Zutaten sind für Alice Waters die zentrale Inspiration des Kochens.

Ihre Initiative „Edible Schoolyards“ (Essbare Schulgärten), die sich um eine bewusste und nachhaltige Ernährung bei Schülern durch die Anlage von Schulgärten bemüht, fand große Anerkennung und hat sie bis nach Washington gebracht, wo sie am weißen Haus im Auftrag des Präsidenten Obama einen Gemüsegarten an legte.

Was ist besonders – oder ein Buch, das vieles kann!

Das Kochbuch von Alice Waters hat mich überzeugt und begeistert:

  • weil es mit vielen Ideen für die kreative Küche mit regionalen Produkten für alle Geschmäcker und Vorlieben punktet und darüber hinaus, auch Lust auf einen eigenen Garten weckt.
  • es zeigt wie sensible Kulinarik und Kochen wirklich funktioniert, nämlich durch gute Produkte und Kreativität und ist damit ein überzeugendes Plädoyer für Nachhaltigkeit.
  • es mehr als nur Rezepte bietet, sondern ein Konzept offeriert, dass ebenso alltagstauglich wie praktisch ist und köstlich schmeckt.
  • es nicht einseitig auf die einzig heilsbringende Ernährungs-Philosophie fokussiert ist, es bietet was für alle Geschmäcker und Vorlieben: Vegetarier, Veganer, aber auch die Fisch- und Fleischliebhaber werden bedacht, insgesamt, gibt es allerdings weit mehr Rezepte die Fleischlos sind.

Fazit: Für mich ein echter Klassiker, der schon nach kurzer Zeit zu den Stars in meinem Kochbuchregal geworden ist. Ein kreatives und alltagstaugliches Grund-Kochbuch kann man immer gebrauchen!