Bulgursalat (Kısır)

© Yelda Yilmaz

Quelle: Yelda Yilmaz: Ein Tag in Istanbul
– Rezepte & Geschichten vom Bosporus

Ebenfalls ein Begleiter zur Grillparty bei Freunden, Bulgursalat ist inzwischen ja überall zu Hause, damit reißt man niemanden mehr zu Begeisterungsstürmen hin, hier war es anders, weil er sehr aromatisch und kräuterwürzig daher kommt. Das Rezept machte natürlich wieder die Runde, schön, wenn man so leicht ein Lob einheimsen kann, wieder ein Keeper-Rezept! Die Variante diesen in ein Salatblatt zu wickeln und mit Zitronensaft zu genießen hebt das Rezept noch mal in eine andere Demission, unbedingt probieren.

Jeder kennt Bulgursalat. Inzwischen bekommt man ihn sogar in Bäckereien als Snack angeboten. Viele kennen Kısır aber auch als Couscous-Salat. Couscous ist Grieß aus Hirse, Bulgur stammt wiederum vom Hartweizen. So gesehen sind Bulgur- und Couscoussalat eigentlich zwei unterschiedliche Gerichte. Wer aber keinen Bulgur parat hat, kann natürlich auch Couscous verwenden.

Die Kunst bei der Zubereitung eines Bulgursalates besteht darin, alle Zutaten ganz fein zu hacken. Und natürlich ist auch die große Menge an frischen Kräutern wie Minze und Petersilie für den aromatischen Geschmack verantwortlich. Am besten schmeckt Kısır in knackigen Kopfsalat gerollt und mit reichlich Zitronensaft beträufelt.

Zutaten (für 6 Personen):

500 g feiner Bulgur

(im Supermarkt auch als İnce-Bulgur gekennzeichnet)

Salz

3 EL Tomatenmark

3 EL Paprikamark (Biber Salçası)

1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1 TL Pul Biber (Chiliflocken)

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

3 Spitzpaprika (grüne und rote)

2–3 Lauchzwiebeln

1 Bund glatte Petersilie

½ Bund frische Minze

Saft von 2 Zitronen

4 EL Granatapfelsirup (Narekşisi)

3–4 EL Olivenöl

Außerdem:

Kopfsalat und Zitronenspalten zum Servieren

Zubereitung:

500 Milliliter Wasser zum Kochen bringen und etwa 5 Minuten wieder abkühlen lassen. Den Bulgur in eine große Schüssel geben und mit dem Wasser aufgießen. Zugedeckt 10 Minuten quellen lassen, dabei nicht umrühren! Etwas abkühlen lassen, dann mit 1 Teelöffel Salz, Tomaten- und Paprikamark, Paprikapulver, Pul Biber und Kreuzkümmel würzen.

Die Paprika von Samen und Scheidewänden befreien und in sehr feine Würfel schneiden. Die Lauchzwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Petersilie und Minze abbrausen, trocken schütteln und sehr fein hacken. Die Zutaten in die Schüssel geben und mit dem Bulgur (am besten mit den Händen) vermischen. Mit Salz, Zitronensaft, Granatapfelsirup und Olivenöl abschmecken.

Den Bulgursalat mit Kopfsalatblättern und Zitronenspalten servieren.

Hoedeopbap (Lachs-Sashimi-Salat)

© Gräfe und Unzer Verlag/ Fotograf Silvio Knezevic

Quelle: Young-Mi Park-Snowden: Kimchi Princess

Fotos: Silvio Knezevic

Gräfe und Unzer Verlag

Preis: 24,99 €

Sehr lecker, aber auch höllisch scharf! Der Kaviar war online zu einem vernünftigen Preis zu bekommen und hat Gottseidank kein Loch in die Haushaltskasse gerissen. Sehr schöne Kombination gibt es jetzt öfter, an der authentischen Schärfe werden wir langsam arbeiten.

Kennengelernt habe ich das Gericht mit Seebarsch, im Restaurant machen wir es wie hier mit Lachs, aber Hoedeopbap lässt sich natürlich auch mit
anderen Fischen variieren. Hauptsache, er ist superfrisch!

Zutaten (für 4 Portionen):

450 g Sushi-Reis*

Für die Chilisauce:

1 TL Sesam

2 Knoblauchzehen

5 EL Gochujang-Chilipaste*

3 EL Apfelessig

4 EL Reissirup*

½ EL geröstetes Sesamöl*

Für den Rettichsalat:

⅓ Daikon-Rettich* (ca. 350 g)

Salz

1 Knoblauchzehe

1 EL Gochutgaru-Chilipulver*

1 EL Apfelessig

1 EL Zucker

1 TL geröstetes Sesamöl*

Für die Toppings:

1 Salatgurke

40 g Feldsalat

60 g Rucola

440 g sehr frisches Lachsfilet (Sashimi-Qualität)

4 TL Capelin-Kaviar (Masago Black; ersatzweise eine andere Sorte Kaviar)

Zubereitung:

Den Reis nach dem Grundrezept auf S. 16 zubereiten.

Für die Chilisauce den Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis er duftet, und herausnehmen. Den Knoblauch schälen und fein reiben oder durchpressen. Sesam und Knoblauch in einer Schüssel mit den übrigen Saucenzutaten und 3 EL Wasser verrühren.

Für den Rettichsalat den Rettich putzen, schälen und mit einer Mandoline oder mit dem Messer in streichholzdünne Streifchen (Julienne) schneiden. Die Rettichstreifen mit dem Salz mischen und ca. 10 Min. ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen und fein reiben oder durchpressen. Das Wasser, das der Rettich gezogen hat, abgießen und die Rettichstreifen mit Knoblauch und den übrigen Zutaten für den Rettichsalat vermischen.

Für die Toppings die Gurke waschen und putzen. Die Schale rundum 1 mm dick abschälen und daraus ca. 7 cm lange, feine Streifchen (Julienne) schneiden (den Rest der Gurke anderweitig verwenden). Feldsalat und Rucola verlesen, waschen und trocken tupfen. Das Lachsfilet quer in dünne Scheiben schneiden.

Den Reis auf vier große Schalen aufteilen. Den Capelin-Kaviar in die Mitte setzen und Lachs, Rettich und Salat darum herum arrangieren. Die Sauce separat servieren. Vor dem Essen alle Zutaten mit der Sauce in der Reisschale gründlich mit einem Löffel durchmischen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Feldsalat mit karamellisierten Ziegenkäse auf Apfel-Traminer Relish

© Kerstin Getto/Hölker Verlag

Quelle: Kerstin Getto/Natalie Lumpp: Food Love & Wine

Fotos: Daniela Haug/ Kerstin Getto

Die besten Rezepte zum Wein

Hölker Verlag

Preis: 24,95 €

Eine unverschämt leckere Sache und eine tolle Vorspeise auch wenn Gäste mit am Tisch sitzen. Boskoop hat keine Saison, deshalb habe ich diesen mit einem Jonagold ersetzt und dann die Zuckermenge reduziert. Ich habe mir dieses wunderbare Rezept aber schon für die nächste Boskoop-Ernte vorgemerkt, denn es schreit geradezu nach einer Wiederholung.

Zutaten (für 4 Portionen):

Für das Apfel-Traminer Relish:

80 g brauner Zucker

100 ml Apfelessig

80 ml Traminer oder ein anderer lieblicher Weißwein

4 kleine Äpfel (z. B. Boskoop, ca. 400 g)

1 rote Zwiebel

1 rote Chilischote

1 EL Senfkörner

Salz und frisch gemahlener  schwarzer Pfeffer

Für den Feldsalat:

200 g Feldsalat

1 Schalotte

etwas Zitronensaft

4 EL trockener Riesling

2 EL neutrales Speiseöl

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 TL Honig

Für den Ziegenkäse:

4 Ziegenkäsetaler

2 TL brauner Zucker

Zubereitung:

Für das Relish Zucker, Essig und Wein in einen Topf geben. Die Äpfel schälen, entkernen, in fünf Millimeter große Würfel schneiden und sofort in die Essigmischung geben. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Die Chilischote längs halbieren, entkernen und ebenfalls fein würfeln. Senfkörner, Zwiebel- und Chiliwürfel in die Essigmischung geben. Unter Rühren kurz aufkochen lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Bei mittlerer Hitze ohne Deckel eine Stunde köcheln lassen, dabei immer wieder rühren. Das Relish sollte marmeladenartig einkochen und das Essigaroma verlieren. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

Den Feldsalat putzen und waschen. Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Mit Zitronensaft, Riesling, Öl, Salz, Pfeffer und Honig in einer kleinen Schüssel zu einem Dressing verrühren.

Die Ziegenkäsetaler dünn mit dem Zucker bestreuen. Den Zucker mit dem Flambierbrenner oder unter dem Backofengrill karamellisieren. Zum Servieren den Feldsalat mit dem Dressing mischen und mit  Relish und jeweils einem Ziegenkäsetaler auf einem Teller anrichten. Dazu passt frisches Baguette.

 Tipp: Das Relish hält im Kühlschrank ca. 2 Wochen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Kochzeit: 1 Stunde

Gegrillter Pulpo mit Yambohnen-Krautsalat und Maniok-Pommes

©Dan Goldberg/Christian Verlag

Quelle: Dan Goldberg, Andrea Kuhn, Jody Eddy: Cuba

Christian Verlag

Preis: 30,– €

 Die Yambohnenwurzel gab es zum Glück in einem Asia-Markt, geschmacklich ähnelt sie unserem Kohlrabi sehr und lässt sich sicherlich gut ersetzen. Pulpo habe ich das erste Mal zu Hause zubereitet und mir das Putzen der Krake erstmal im Video angeschaut. Beim Grillen haben wir drauf geachtet, dass der Grill wirklich schön heiß war und der Fisch nicht zu lange auf dem Grill lag. Bei dieser Kombination geht es überhaupt nicht um Würz-Raffinesse, was für einen Gewürz-Junkie und Kräuter-Fan, wie mich ungewohnt war. Zusammen hat alles aber gut miteinander harmoniert. Herausfordernd war den Pulpo knusprig zu kriegen, ohne das er dabei zu stark austrocknet. Für mich ein Gericht mit Challenge-Charakter, Anfänger tun gut daran, sich Hilfe im Internet zu holen, auch bei den Maniok Pommes gibt es einiges zu beachten, was im Buch leider zu kurz kommt.

Yambohnenwurzel, auch Jicama genannt, ist auf Kuba ein beliebtes Nahrungsmittel, das vor allem wegen seines erfrischenden Geschmacks sehr geschätzt wird. Hier wird sie mit gegrilltem Pulpo und Maniok-Pommes kombiniert, ein Gericht, das unweigerlich das Bild eines heißen Sommertages heraufbeschwört. Falls Sie es sich nicht zutrauen, den Pulpo selbst zu putzen, bitten Sie Ihren Fischhändler darum. In den meisten Fällen sind die Innereien und das Mundwerkzeug bereits entnommen, man sollte den Pulpo aber auf jeden Fall unter fließendem kaltem Wasser abbrausen und vor der Verwendung mit Küchenpapier trocken tupfen.

Zutaten (für 4 – 6 Portionen):

1 roher Pulpo (etwa 1,5 kg)

1 Zitrone, halbiert

1 Zwiebel, geschält, geviertelt

2 Lorbeerblätter

1 EL Salz, etwas mehr nach Bedarf

1 TL ganze Pfefferkörner

2 EL Olivenöl

frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Yambohnen­Krautsalat (Rezept unten)

Maniok­Pommes (Rezept unten)

Zubereitung:

Zum Putzen des Pulpos den Körperbeutel direkt unterhalb der Augen abschneiden und diese wegwerfen. Die Innereien und den Tintensack aus dem Körperbeutel ziehen und ebenfalls wegwerfen. Rings um die Kauwerkzeuge die Fangarme vom Körperbeutel trennen. Die Kauwerkzeuge wegwerfen. Körper und Fangarme können gegessen werden.

Den geputzten Pulpo mit Zitrone, Zwiebel, Lorbeerblättern, 1 EL Salz und Pfefferkörnern in einen großen Topf legen und so viel Wasser zugießen, bis er etwa 7–8 cm hoch bedeckt ist. Zum Kochen bringen und 45 Minuten bis 1 Stunde köcheln lassen, bis das Pulpofleisch so zart ist, dass es sich leicht mit einem Messer einschneiden lässt.

Den Pulpo aus der Flüssigkeit nehmen und auf ein Backblech legen, um ihn etwas abkühlen zu lassen. Dann in den Kühlschrank legen, bis er kalt und fest ist. Den Grill zum direkten Grillen auf hoher Temperatur anheizen. Den Pulpo so zerkleinern, dass 2–3 Fangarme zusammenhängen. Die Pulpostücke in eine Schüssel legen, mit dem Olivenöl übergießen und gründlich vermengen, damit es sich überall verteilt. Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Pulpo so kurz wie möglich grillen, er soll kräftig bräunen, aber nicht austrocknen. Mit Yambohnen­Krautsalat und Maniok­ Pommes servieren.

Yambohnen­Krautsalat

Zutaten (für 6 Portionen):

1 Yambohnenwurzel, geschält und geraspelt

½ Kopf Chinakohl, in feine Streifen geschnitten

2 Karotten, geraspelt

½ rote Zwiebel, in feine Streifen geschnitten

80 ml frisch gepresster Limettensaft (Limettensaft, bitte vorsichtiger einsetzten, diese Menge war für mich zu viel und hätte der Geschmacksharmonie nicht gut getan!)

3 EL hochwertiges Olivenöl

2 EL Zucker

Salz und frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

In einer großen Schüssel alle Zutaten außer dem Salz und dem Pfeffer vermengen. Den Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Verzehr mindestens 20 Minuten durchziehen lassen.

Maniok-Pommes

4 mittelgroße bis große Maniokknollen, geschält und in etwa 7,5 cm lange Stücke geschnitten

neutrales Pflanzenöl zum Frittieren

Salz

Zubereitung:

Maniok Pommes in einer Schüssel in kaltem Wasser einweichen, so dass das Wasser milchig weiß wird. Das ist wichtig, damit die Blausäure austritt. Das Wasser nochmal wechseln, die Maniok wieder wässern und dann abspülen

 In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Maniokstücke dazugeben und bei mittlerer Temperatur 20–25 Minuten sehr weich garen. Sie sollten sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen.

Die Stücke durch ein Sieb abgießen und wie Pommes frites in Stäbchen schneiden (etwa 7,5 cm lang und jeweils gut 1 cm breit). Falls die Maniokknolle eher schmal ist, könnte es praktischer sein, sie in Wedges zu schneiden, die sich ebenso gut frittieren lassen.

Einen großen, schweren Topf mindestens 10 cm hoch mit Öl füllen und dieses auf mittlerer Stufe erhitzen. Wenn eine Temperatur von 190 °C erreicht ist, die Maniokpommes zugeben. Es sollten nicht zu viele Stücke auf einmal ins Öl gegeben werden, da sonst die Temperatur zu stark absinkt. Daher die Maniokstäbchen gegebenenfalls portionsweise goldgelb frittieren.

Mit einem Schaumlöffel aus dem Öl heben und zum Abtropfen auf Küchenpapier legen. Mit Salz be­streuen, solange sie heiß sind und sofort servieren.

Salat mit Spargel und Freekeh

© Dan Perez/Gestalten Verlag

Quelle: David Haliva (Hrsg.): Neue Esskultur und Rezepte aus Israel und Palästina

Fotos: Dan Perez

Gestalten Verlag

Preis: 35,– €

Verblüffend einfache Kombination, aber manchmal ist gerade dass das Beste. Der würzige Geschmack des Spargels, der nussig-rauchigen Geschmack des Freekeh und die frische Note durch Petersilie harmonieren perfekt. Salz habe ich sparsamer eingesetzt, aber das ist Geschmacksache und bei der Menge für Chilischote kommen nicht so mutige sicherlich auch mit weniger aus. Uns hat es richtig klasse geschmeckt, gerne wieder.

„Freekeh“ ist ein mit Grünkern vergleichbarer gerösteter grüner Weizen mit einem herrlich rauchigen Geschmack. Er wird  im Frühling von den einheimischen Bauersfrauen den „Fellahin“ geerntet, bevor die Weizenähre ausgereift ist, und dann auf  dem offenen Feld geröstet. Freekeh wird als Füllung für Gemüse  und Fleisch oder auch in Salat verwendet. Man kann ihn in Läden kaufen, die Spezialitäten aus dem Nahen Osten führen, oder auch durch Couscous ersetzen, der ebenfalls gut auf – quillt, wenn er gekocht wird

Zutaten (für 6 Portionen):

Level: Einfach

300 g Freekeh

600 g dünner grüner Spargel
(gibt es online oder im arabischen oder türkischen Supermarkt)

1 Esslöffel Salz (ich habe weniger genommen)

1 Bund gehackte frische Petersilie

4 Esslöffel natives Olivenöl (ich habe mehr gebraucht)

extra 2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Saft von 1 Zitrone

½ Teelöffel fein gehackte frische grüne Chilischote, entkernt

1 Prise Salz

1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Den Freekeh in einem Sieb unter fließendem Wasser gut waschen. In eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und eine Stunde  einweichen, dann abgießen.

Die holzigen Enden des Spargels abschneiden und die Stangen  in 3 cm lange Stücke schneiden.

Eine große Schüssel mit eiskaltem Wasser füllen. In einem großen Topf Wasser mit einem Esslöffel Salz zum Kochen bringen. Den Spargel für 3 Minuten im kochenden Wasser blanchieren und dann mit einem Sieblöffel in das Eiswasser geben, damit er seine leuchtend grüne Farbe behält.

Den Freekeh in das noch kochende Wasser geben und für 5 Minuten  al dente kochen. Vom Herd nehmen, Freekeh in ein Sieb abgießen und  gut abtropfen lassen. Den Spargel ebenfalls abgießen und leicht andrücken, um überschüssige Kochflüssigkeit zu entfernen. Freekeh und Spargel in einer Servierschüssel anrichten, den Rest  der Zutaten unterheben und servieren.

Spargel-, Ei- & Haselnuss-Salat

©Jenny Zarins/Comfort Food, Prestel Verlag

Quelle: Russel Norman: Comfort-Food oder gute Laune Küche aus New York

Prestel Verlag

Preis: 32,– €

Geröstete Haselnüsse passen perfekt zu den Gewürzen und dem Spargel. Der Salat war geschmacklich toll, hm……

Wenn die Spargelsaison beginnt, bricht unter den Londoner Foodies für gewöhnlich eine leichte Hysterie aus. Da bleibt es nicht aus, dass Spargel schon im März auf so mancher Speisekarten auftaucht, doch dieser ist bei Weitem nicht so schmackhaft wie der richtige Frühlingsspargel. Traditionell endet die Spargelsaison am Johannistag. Übrigens gibt es einen etymologischen Mythos, dass das Wort „asparagus“ von „sparrowgrass“ (wörtlich: Spatzengras) kommt. Das Gegenteil ist der Fall. „Asparagus“ wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert zu „sparrowgrass“ verballhornt und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts so genannt.

Zutaten (für vier Personen):

50 g Haselnusskerne

1 TL Kümmel

1 TL Kreuzkümmel

1 TL Koriandersamen

1 TL schwarze Sesamsamen

Flockiges Meersalz und schwarzer Pfeffer

4 kleine Eier

Feines Salz

Mindestens 20 dünne Spargelstangen

1 Kopf Friséesalat

100 g Feldsalat

½ Bund Frühlingszwiebeln, schräg in dünne Scheiben geschnitten

6 EL Vinaigrette

Zubereitung:

Haselnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Öl einige Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun rösten (Das Rezept verwendet offenbar schon vorbereitete, geschälte Nüsse), dann herausnehmen und abkühlen lassen.

Ich röste diese allerdings gerne im Backofen (170°C Ober-/Unterhitze), dauert 10 – 15 Minuten, zwischendurch immer mal umrühren. Anschließend in ein sauberes Küchenhandtuch geben, einwickeln und mit dem Tuch gut bedecken. Jetzt bleibt der Dampf hauptsächlich innen, was beim Lösen der Schale nachher hilft. Nach etwa 5 Minuten die Nüsse im Handtuch zwischen den Händen gegenseitig aneinander reiben. Ruhig mit etwas Kraftaufwand. Bitte aber nicht wundern wenn die Schale nicht komplett abgeht, das ist normal, ein zweiter oder auch dritter Durchlauf ist aber empfehlenswert. Anschließend nochmal zurück in den Backofen und noch mal 5 – 7 Minuten hellbraun rösten. Solche Nüsse habe ich gerne im Vorrat, für 50 g. lohnt es nicht den Backofen einzuschalten.

In derselben Pfanne, Kümmel, Kreuzkümmel und Koriander rösten bis sie duften, darauf achten, dass nichts verbrennt. Die gerösteten Samen in einen Mörser geben (bei mir meine kleine elektrische Kaffeemühle) und mahlen. Nun die schwarzen Sesamsamen in dieselbe Pfanne geben und ebenfalls auf diese Weise rösten, jedoch nicht mahlen.

Haselnüsse, Samen sowie je eine Prise Salz und schwarzen Pfeffer mischen. Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, die Eier darin 6½ Minuten kochen, dann zum Abkühlen in Eiswasser legen. Die abgekühlten Eier vorsichtig pellen und beiseitelegen.

Einen weiteren Topf mit Wasser zum Kochen bringen und großzügig salzen. Die holzigen Enden des Spargels abbrechen und die Stangen schräg in Stücke schneiden. Die Spargelstücke in das kochende Wasser geben und nicht länger als 2 Minuten kochen. Abgießen und wie zuvor beschrieben in Eiswasser geben.

Strunk des Frisées entfernen und den Kopf vierteln, die Blätter in Eiswasser waschen und in der Salatschleuder trocken schleudern, dann mit Feldsalat, Spargel und Frühlingszwiebeln in eine tiefe Schüssel geben, Dressing darübergießen, gut vermischen und auf vier große Teller aufteilen. Eier halbieren und auf dem Salat anrichten. Alles großzügig mit dem Haselnuss-Sesam-Mix bestreuen und sofort servieren.

Vinaigrette

Wir streiten uns zu Hause über die Herkunft dieses Vinaigrette-Rezepts. Meine Frau behauptet, es sei ihres. Ich meine jedoch, es schon immer gekannt zu haben. Eigentlich spielt das aber keine Rolle, da es sich um einen jahrhundertealten französischen Klassiker handelt. (Die Prise Zucker macht übrigens den Unterschied. Also nicht vergessen!)

Zutaten (ergibt etwa 275 ml):

½ Knoblauchzehe, sehr fein gehackt

Flockiges Meersalz und schwarzer Pfeffer

½ TL feinkörniger Zucker

2 EL Dijon-Senf

200 ml Natives Olivenöl Extra

70 ml Rotweinessig

Zubereitung:

Gehackten Knoblauch mit je einer Prise Salz und Pfeffer und dem Zucker in ein sauberes Marmeladenglas geben. Senf, Öl und Essig hinzufügen, Deckel fest verschließen und mindestens 30 Sekunden kräftig schütteln. Das Dressing ist gekühlt bis zu einer Woche haltbar. Eine Stunde vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, da es im kalten Zustand etwas andickt. Vor Gebrauch nochmals schütteln.

Bunter Rohe-Rüben-Salat

© Simon Bajada

Quelle: Solla Eiríksdóttir: Pure

Fotos: Simon Bajada

Phaidon Verlag

Preis: 29,95 €

Bunter Rohe-Rüben-Salat

Dieser Salat war echt fein, Zwiebelpulver ist etwas was ich noch nie verwendet habe und auch hier habe ich lieber eine Schalotte im Dressing püriert, das war auch für die Konsistenz des Dressings ein Gewinn, und passte wunderbar zu den knackigen Aromen der anderen Zutaten. Die Salatzutaten sehr fein zu schneiden, war ein wertvoller Tipp, den ich nicht missen wollte.

Wenn wir schönes Essen betrachten, wecken wir unser Verdauungssystem, sodass man  sagen könnte, wir essen mit den Augen. Dieser Salat ist definitiv ein Augenschmaus. Hildur und ich schneiden die Bete-Knollen gern sehr fein auf, vorzugsweise mit einem Gemüsehobel oder dem Sparschäler. Das Gemüse wird noch geschmackvoller und weicher, wenn man es eine Weile im Dressing mariniert.

Zutaten (für 4 – 6 Personen):

300 g Rotkohl, in feine Streifen geschnitten

2 Karotten, in feine Scheiben geschnitten

1 Zucchini, in feine Scheiben geschnitten

5 Radieschen, in feine Scheiben geschnitten

1 Gelbe-Bete-Knolle, in feine Scheiben geschnitten

1 Bunte- oder Rote-Bete-Knolle, in feinen Scheiben

1 Birne, halbiert, Kerngehäuse entfernt, in feine Scheiben geschnitten

Kerne von 1 Granatapfel

50 g Pistaziene

10 getrocknete Physalis (Kapstachelbeeren)

4 EL fein gehackte grüne Kräuter,

wie Korianderkraut, Minze, Basilikum und Petersilie

Für das Dressing:

50 ml kalt gepresstes Walnussöl oder natives Olivenöl extra

3 EL Zitronensaft

3 EL Mandarinen- oder Orangensaft

1 EL Reisessig (oder Lieblingsessig)

1 TL Ras-el-Hanout-Würzmischung

1 TL Zwiebelpulver

1/2 TL Meersalz

Zubereitung:

Für das Dressing alle Zutaten in ein sauberes Schraubglas füllen, den Deckel verschließen und schütteln. Beiseite stellen. Den vorbereiteten Rotkohl, die Karotten-, Zucchini-,Radieschenscheiben sowie die vorbereitete Gelbe und Rote Bete in eine Schüssel geben. Das Dressing darübergießen und mit den Fingern in das Gemüse einmassieren. 15–20 Minuten marinieren.

Vor dem Servieren das Gemüse in eine Servierschale umfüllen. Die restlichen Zutaten darauf verteilen, unterheben und genießen.