Lammnacken, gebackenes Pitabrot, Feigen, Feta, Tomate, Gurke, Minze und Kalamata-Oliven

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Peter Gordon: Salat-Sensationen

Knesebeck Verlag

Preis: 29,95 €

Der Clou bei diesem Rezept ist das gegarte Lamm auf dem Pitabrot, solche Tipps machen für mich dieses Kochbuch so wertvoll, für uns genusssüchtigen Gerne-Kocher. Ich habe die Feigen frei mit Granatapfel ersetzt, ihre Saison kommt erst noch. Die Zitrone habe ich deshalb am Ende vorsichtiger eingesetzt. Definitiv wieder ein Keeper-Rezept für mich, der Sommer und die Feigen sollen nur kommen.

Dieser Salat gehörte zu den beliebtesten Gerichten des ganzen Fotoshootings – er hat derart verführerisch geduftet, dass er den Vormittag nicht überlebt hat! Ich habe Lammnacken dafür gewählt – eins meiner Lieblingsstücke –, Sie können stattdessen jedoch auch Lammlende, Lammsteak oder auch Reste einer Lammkeule verwenden. Schwarze Oliven eignen sich in diesem Fall besser als grüne.

Zutaten:

900 g Lammnacken, überschüssiges Fett und Sehnen entfernt

4 EL natives Olivenöl extra

3 oder 4 Pitabrote, je nach Größe, in Stücke gerissen

2 EL Rotweinessig

150 g Kalamata-Oliven

4 Tomaten

2 kleine Salatgurken, geschält und in Scheiben geschnitten

30 Blättchen Minze, zerzupft

200 g Feta (idealerweise aus 100 % Schafsmilch), grob zerkrümelt

½ TL getrockneter Oregano

6 Feigen (bei mir alternativ Granatapfel)

1 saftige Zitrone, in sechs Spalten geschnitten

Zubereitung:

Den Backofen auf 170 °C vorheizen. Einen Bräter bei mittlerer Temperatur auf den Herd stellen oder, falls Sie zum Braten eine Keramik- oder Glasform verwenden, eine Pfanne auf den Herd stellen.

Das Lammfleisch mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen und mit 1 TL Öl bestreichen. In den erhitzten Bräter oder die Pfanne legen und ringsum kräftig anbraten. Das Lammfleisch herausnehmen und das Pitabrot darin wenden, sodass es von Fett überzogen ist. Das Lammfleisch auf das Pitabrot in den Bräter setzen und im Ofen garen. Da Lammnacken etwas mehr Fett enthalten kann, funktioniert es am besten, ihn medium (rosa)  zu garen. Um diesen Gargrad zu erreichen, benötigt Lammnacken etwa 10 Minuten. Das Lammfleisch herausnehmen, in eine andere Form legen und 10 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen, dann in Scheiben schneiden und auf einen Teller legen, den ausgetretenen Fleischsaft auffangen und beiseitestellen.

Das Pitabrot mit dem Essig beträufeln, dann die Oliven und die Hälfte des restlichen Olivenöls hinzufügen und vermischen. Im Ofen backen, bis das Brot knusprig geworden ist, was 8–10 Minuten dauert, danach aus dem Ofen nehmen.

Während das Brot im Ofen backt, die Tomaten quer halbieren, dann die Samen vorsichtig herausdrücken und wegwerfen. Das Fruchtfleisch in Stücke schneiden und mit der Salatgurke, der Minze, dem Feta, dem Oregano und dem restlichen Olivenöl vermischen.

Von den Feigen die Stiele entfernen und, falls gewünscht, die Schale abziehen, dann in dicke Scheiben schneiden und zum Tomatensalat geben. Alles vermischen und mit wenig Salz abschmecken (der Feta ist bereits salzig) und mit ¼ TL grobem schwarzem Pfeffer übermahlen.

Zum Servieren den Tomatensalat auf dem knusprigen Pitabrot anrichten. Das Lammfleisch darauf verteilen und mit dem aufbewahrten Bratensaft beträufeln. Mit den Zitronenspalten servieren. Der Salat schmeckt am besten warm.

Grüne Papaya, grüne Mango, Chili, Kokosnuss, Limette und Tofu

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Quelle: Peter Gordon: Salat-Sensationen

Knesebeck Verlag

Preis: 29,95 €

Herrlich frisch, die süß-sauer Komponente passt perfekt. Fischsauce statt Salz für diesen Tipp bin ich dankbar, das Aroma wird voller. Palmzucker und Koriander mit Wurzeln dran gibt es im Asia-Laden.

Dieser äußerst erfrischende Salat macht sich sehr gut als erster Gang eines Menüs oder Teil eines Hauptgerichts, genauso gut jedoch gekrönt von in Scheiben geschnittenem rohem Fisch, in Begleitung von kaltem pochiertem Hähnchen oder gebratener Ente oder sogar zu einem Schinkenbraten. Grüne Papayas und Mangos sind in Geschäften mit südostasiatischem Lebensmittelangebot erhältlich, können jedoch durch knackiges Gemüse wie Kohlrabi, Knollensellerie, Salatgurke (kleine Exemplare sind gewöhnlich knackiger) oder auch Äpfel und Nashibirnen ersetzt werden. Grüne Papayas können in der Größe variieren, für den Salat ist es jedoch nicht entscheidend, ob etwas mehr oder weniger verwendet wird. Eine Mandoline ist sehr hilfreich, um die Früchte in Juliennestreifen zu hobeln. Falls Sie keine ganze Kokosnuss bekommen können, kaufen Sie stattdessen nicht zu kurz geraspelte Kokosnuss oder Kokoschips. Wenn Sie sich nicht vegetarisch ernähren, probieren Sie auch einmal Fischsauce statt Salz als Würze – köstlich!

 Zutaten (für 8 Personen als Beilage):

4 EL heller Palmzucker, gerieben
(oder unraffinierter extrafeiner Zucker oder Demerarazucker)

2 TL fein abgeriebene unbehandelte Limettenschale

2 Zehen Knoblauch, geschält und fein gehackt

120 ml Limettensaft

350 g Seidentofu (falls fester Tofu verwendet wird, diesen fein reiben)

1 mittelgroßes Bund Koriandergrün, Blättchen in Streifen geschnitten, Stiele gehackt
(falls sich Wurzeln am Bund befinden, diese abwaschen, fein hacken und ebenfalls verwenden, sie schmecken köstlich)

1 grüne Papaya (à 500 g), geschält, halbiert, Kerne entfernt und das Fruchtfleisch in Juliennestreifen geschnitten

2 grüne Mangos, geschält, Fruchtfleisch vom Kern gelöst, in breitere Streifen oder Juliennestreifen geschnitten

2 mittelscharfe grüne Chilis, fein gehackt (Menge nach Belieben anpassen; eine gewisse Schärfe ist hier erwünscht)

2 Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten

40 Blättchen Minze, in feine Streifen geschnitten

Meersalzflocken

100 g Kokosfruchtfleisch, grob geraspelt und leicht geröstet
(siehe Seite 13 im Buch)

Zubereitung:

Für das Dressing den Palmzucker mit der Limettenschale, dem Knoblauch und 2 EL vom Limettensaft im Mörser zerstoßen, bis sich der Zucker auflöst. Den Tofu mit der Hand in den Mörser bröseln, dann den restlichen Limettensaft untermischen. Die Hälfte des Koriandergrüns unterrühren und bei Raumtemperatur durchziehen lassen.

In einer großen Schüssel das restliche Koriandergrün, die Papaya, die Mango, die Chilis, die Frühlingszwiebeln und die Minze vermischen. Ein Drittel des Tofudressings hin zufügen und untermischen. Probieren und nach Belieben mit Meersalzflocken nachwürzen.

Zum Servieren den Salat auf Teller verteilen. Mit dem restlichen Tofudressing beträufeln und mit dem Kokosfruchtfleisch bestreuen. Leicht gekühlt oder bei Raumtemperatur servieren.

Butternusskürbis mit Kokosnuss, Radicchio, Chicoree und Feta

© Lisa Linder

Quelle: Peter Gordon: Salat-Sensationen

Knesebeck Verlag

Preis: 29,95 €

So lecker, hier passt alles perfekt, der Kontrast zwischen Kürbis, Kokosnuss, Granatapfel und den bitteren Salaten ist perfekt. Schnittlauch hätte ich hier nicht erwartet passte aber sehr gut. Peter Gordon liefert auch noch eine perfekte Anleitung wie man die Kokosnuss von ihrer Schale befreit. Beim Olivenöl war ich aber etwas großzügiger, schließlich wollen Radicchio und Chicoree auch noch was davon. Ich habe frisches Kokosnuss-Fleisch verwendet, diese trockenen Kokosraspel die mag ich einfach überhaupt nicht. Der Trick mit Hammer und Backofen funktioniert gut, wenn man ein wenig unerschrocken ist, es empfiehlt sich aber einen Besen parat zu haben.

Solo als Vorspeise ganz köstlich, aber auch als Teil einer größeren Mahlzeit. Anstelle des Butternusskürbisses können Sie auch Gartenkürbis oder sogar Knollensellerie oder Pastinaken verwenden. Ich habe hier eine ganze Kokosnuss aufgebrochen (siehe Seite 13) und mit einem

Sparschäler vom Fruchtfleisch Späne abgeschält, Sie können aber auch eine beliebige Sorte Kokosraspel verwenden – kurze oder lange Raspel oder Späne. Falls Sie Feta nicht mögen, ersetzen Sie ihn einfach durch grob geriebenen Pecorino, Manchego, reifen Cheddar oder Parmesan.

Zutaten (für 4 Personen als Vorspeise oder für 6 Personen als Beilage):

600 g Fruchtfleisch vom Butternusskürbis, in große Stücke geschnitten

3 EL Kürbiskerne

½ TL Kreuzkümmelsamen

2½ EL natives Olivenöl extra

40 g Kokosraspel oder 100 g frisches Kokosfruchtfleisch,

geraspelt (siehe Rezepteinleitung)

½ Radicchio, längs halbiert

1 heller (oder roter) Chicoree

125 g Feta, zerkrümelt

2 EL klein geschnittener Schnittlauch

Ausgelöste Kerne von ¼ Granatapfel

1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Den Backofen auf 170 °C vorheizen.

Den Butternusskürbis mit den Kürbiskernen und den Kreuzkümmelsamen in einen Bräter geben, 1½ EL Öl und 1 EL Wasser hinzufügen. Mit etwas Salz (eher sparsam, der Feta ist bereits salzig) und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer bestreuen und vermischen. Im Ofen 20 Minuten rösten, dann die Kokosnuss unter mischen. Mit dem Rösten fortfahren, dabei den Inhalt des Bräters alle 10 Minuten durchmischen, bis der Kürbis Farbe angenommen hat und ohne großen Widerstand mit einem Messer eingestochen werden kann. Das sollte 30 – 45 Minuten dauern.

Den Radicchio in Einzelblätter trennen, die dicken weißen Ansätze entfernen. Die größeren Außenblätter in kleinere Stücke zupfen. Vom Chicoree das untere Ende abschneiden und den Chicoree in Einzelblätter trennen. Größere Blätter längs halbieren.

Zum Servieren alle Zutaten mit dem restlichen Olivenöl vermischen und ab schmecken.

Peter Gordon empfiehlt den Salat warm oder bei Raumtemperatur zu servieren.

 

Salat-Sensationen

Peter Gordon: Salat-Sensationen

Knesebeck Verlag

Preis: 29,95 €

Ein Kunstwerk oder prominente Vorschuss-Lorbeeren…..

Kein geringerer als Yotam Ottolenghi bezeichnet dieses Buch als ein Kunstwerk von der ersten bis zu letzten Seite! Er hat zweifelsohne Recht, das Buch Salat-Sensationen des australischen Kochs Peter Gordon ist ungemein hübsch, geradezu eine Schönheit mit hohem Anziehungspotential für mich. Ein Cover schlichtweiß mit goldgeprägter Schrift und fröhlich bunter Tuschzeichnung das hat was, ist ungeheuer elegant und macht mich richtig neugierig, ob es dahinter genauso vielversprechend weiter geht? Hr. Ottolenghi hat sich aber auch über den Kollegen geäußert, dem er die besondere Gabe attestiert, echte Innovationen und Genussfaktor vortrefflich und aufs Köstlichste zu kombinieren. Puh, das ist eine Ansage und das gleich direkt vom Start weg, da ist sich jemand seiner Sache sehr sicher. Nun ich kann es vorweg nehmen, nicht nur der bekannteste israelische Koch der Welt, sondern auch die britischen Leser und Kritiker und ganz besonders ich (dazu komme ich gleich noch) sind von diesem Buch mehr als angetan und haben es mit Lorbeeren überhäuft. Viele sprechen Neudeutsch gerne von Must-Have, ich habe es mir abgewöhnt, weil es alles oder nichts aussagt, hier erkläre ich dennoch sehr gerne, was dass für mich beim Thema Salat ausmacht, denn Sensation ist gut, wenn mir dann noch einer zeigt, wie das auch zu Hause funktioniert, sind die Superlativen auch kein Problem für mich.

Grünzeug avanciert zum Hauptdarsteller!

 Salate wurden bis vor einigen Jahren entweder in die Schublade Diätkost oder Beilage einsortiert, dazwischen war eigentlich nicht viel mehr möglich. Der australische Koch und Buchautor Peter Gordon beobachtet seit einigen Jahren ein gänzlich anderes Essverhalten bei den Gästen seiner Restaurants: Sich eine Portion oder kleine Gerichte zu teilen, ist zum Normalfall geworden, genau wie ein großer Gemüseanteil auf dem Teller, entsprechend diesem veränderten Anspruch wählen viele Menschen inzwischen gerne einen Salat als Hauptmahlzeit, auch wenn es sich dabei nicht zwangsläufig um dauerdiätende Zeitgenossen handelt. Wer so unterwegs ist, der will natürlich nicht mit schnöder Schonkost abgespeist werden, sondern wünscht sich Kreativität und Spannung in der Salatschüssel.

Wer sind die Autoren?

© Lisa Linder/Knesebeck Verlag

Peter Gordon wurde in Whanganui, Neuseeland, geboren. Sein erstes Kochbuch stellte er bereits im Alter von vier Jahren zusammen. Nach seiner Ausbildung zum Koch und einigen Berufsjahren ließen ihn Abenteuerlust und kulinarische Neugier zu einer einjährigen Asienreise aufbrechen, die seine Art zu kochen maßgeblich beeinflusste. Peter Gordon lebt in London und betreibt Restaurants in Auckland und London. Er hat schon zahlreiche Kochbücher verfasst und tritt regelmäßig im britischen Fernsehen auf, u.a. mit Jamie Oliver. Peter Gordon ist Träger des neuseeländischen Verdienstordens, der ihm von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste für die Lebensmittelbranche verliehen wurde.

Lisa Linder hat für viele führende internationale Zeitschriften und Verlage die ganze Welt bereist. Sie hat mit Jamie Oliver, Peter Gordon und Alain Ducasse gearbeitet und Bücher für Giorgio Locatelli und Michel Roux fotografiert und war als Kunstredakteurin für die australische Vogue tätig.

Was ist drin – oder wie geht ein aufregender Salat?

 Handelt es sich lediglich um ein paar Zutaten, die in einer Schüssel mit Dressing gemischt werden, oder ist es komplexer? In den Augen des Autors besteht ein Salat aus mehreren Zutaten, die individuell zubereitet werden und sich harmonisch ergänzen, entweder durch ihre sehr ähnliche oder ganz unterschiedliche Konsistenz und Farbe wie beispielsweise knusprig als Kontrast zu cremig. Manche Salate kommen als elegant angerichtete Arrangement daher, während andere bunt durcheinander gemischt serviert werden. Für die notwendige Harmonie setzt Peter kontrastierenden Geschmack ein oder bringt eine andersartige Konsistenz ins Spiel, das sorgt für ein rundes Gesamtergebnis, denn jeder gelungene Kontrast, ist der Anfang von etwas völlig neuem, so können die süßen geschmorten Trauben neben intensiver Zitrus-Säure oder feurige Chilis neben süßer Mango wahre Geschmacks-Abenteuer hervorrufen.

Was ist besonders? – oder ein Koch der uns lehrt was Geschmack ausmacht!

Ganze 100 Ideen für spannende Salatkreationen hat dieser Koch im Gepäck, dazu gehören ebenso „einfache Salate“, wie „Salate mit Gemüse und Körnern“, „Salate mit Gemüse und Käse“, „Salate mit Fisch“, „Salate mit Geflügel“, „Salate mit Fleisch“ und natürlich Rezepte für kreative Dressings.

Wie wär’s mit…..

 Kichererbsen, Feta,  pikante rote Zwiebeln mit Kreuzkümmel u. Minze

Nashibirne, Radieschen, Ingwer und Cashewkerne

Basmati-Safran-Reis mit Butternusskürbis, Tomate, Gurke u. Tamarinde

Butternusskürbis mit Kokosnuss, Radicchio, Chicoree und Feta

Gebackener Ricotta u. Röstkarotten mit Feigen u. rauchigem Mandelkrokant

Thunfisch mit Kokosnuss, Chili, Mango, Apfel und Limette

Brathähnchen mit Kumquats, schwarzem Knoblauch, Grünkohl u. Avocado

Lammnacken, gebackenes Pitabrot, Feigen, Feta, Tomate, Gurke, Minze u. Kalamata-Oliven

An alle Genuss-Süchtigen, ich hätte  Euch das ganze Inhaltsverzeichnis hier präsentieren können, würde aber lieber weiter unter Anleitung dieses kreativen Kochs an ultimativen Salat-Kreationen arbeiten, ich hoffe, das könnt Ihr verstehen….

Salat-Labor 2.0 – oder Gegensätze ziehen sich an!

 Ein Salat profitiert von der Kombination unterschiedlicher Konsistenzen, von der knusprigen Komponente, die man durch die Zugabe von Nüssen oder Croûtons erhält, bis zur weichen Konsistenz von Ziegenquark oder einem Gemüsepüree. So sehr ein grüner Salat mit etwas Olivenöl und Zitronensaft als Beilagen-Salat gefällt – Peter weiß, dass sich die Begeisterung unserer Gäste in Grenzen halten wird, wenn wir diesen als Vorspeise servieren. Ergänzen wir auf seinen Rat hin jedoch ein paar gebratene Trauben, geröstete Sonnenblumenkerne und einige Parmesanspäne, sieht die Sache schon ganz anders aus!

Dieser Koch weiß wie es geht  und spart mit Tipps nicht!

Der Mann hat an alles gedacht und spart mit wertvollen Tipps zu Mengenangaben, Zutaten und Handhabung störrischer Zutaten wie z. B. frischer Kokosnuss nicht. Wenn ich nicht schon vorher überzeugt gewesen wäre, dass dieser Autor absolut weiß wovon er spricht und was er tut, ich wäre es jetzt. Auf nur 6 Seiten gibt es von Mr. Gordon mal geschwind einen umfassenden praktischen Rundumschlag, der es in meinen Augen locker mit jedem Fachseminar bei einem Profi-Koch aufnehmen kann. Er erklärt anschaulich mit Fotoleitung, dass man Kokosnüssen am besten mit einem Hammer zu Leibe rückt, um an deren köstliches inneres zu kommen und dass Sojasauce manchmal ein besserer Geschmacksgeber ist als Salz. Wie man die besten karamellisierten Nüsse erhält und das knusprige Schalotten und gerösteter Knoblauch sehr kräuterlastige Salate noch mal gehörig pimpen können. Genial einfach seine Idee das Dressing auch nicht nur mit Zitrone anzumachen, sondern den aromatischen Kick noch durch geriebene Zitronenschale zu ergänzen.

Praxis-Check – oder Knaller-Rezepte soweit das Auge reicht!

 Ich liebe kreative Küche, bin aber nicht zwangsläufig auf Salat abonniert, es sei denn, dieser wird mir als kreative Fusion-Küche präsentiert und Genuss kommt dabei nicht zu kurz. Da gibt es in diesem Buch kein halten und ich bin deshalb schwer und nachhaltig beeindruckt, von Rezepten und den vielen Tipps und Varianten. Probiert habe ich einen Salat mit Butternusskürbis, Kokosnuss, Radicchio, Chicoree und Feta, tolle Kombi aus süß liebt bitter. Beim Olivenöl war ich allerdings etwas großzügiger. Einen thailändisch angehauchten Salat aus grüner Papaya, grüner Mango, Chili, Kokosnuss, Limette und Tofu, herrlich frisch und ich bin dem Koch dankbar noch mal an die Fischsauce darin erinnert zu haben. Beim warmen Salat mit Lammnacken, war der Clou, dass der Nacken sich beim Garen schön an das Pita-Brot anschmiegen kann, jede Menge Aroma garantiert. Peter Gordon ist Profi, der Salat-Sensationen verspricht und auch hält, die Zutatenlisten sind umfänglich, das funktioniert auch nicht anders mit diesem Anspruch. Dieser Koch liebt es, in die vollen zu gehen und einige Rezepte sind gleich für 8 ausgelegt. Ein Buch für Salat-Genießer, die nicht nur nach Feierabend Salat servieren und sehr viel Wert auf kulinarische Überraschungen legen.

Fazit: Wer Salate nicht nur als Beilage servieren will, braucht das Buch, hier ist für jede Menge Spannung in unseren Salatschüsseln gesorgt. 6 Seiten reichen diesem Autor, um noch einen Fernkurs in Salat pimpen zu geben. Da fehlt nichts und macht aus ambitionierten Laien schon Semi-Profis. Außerdem 100 Salat-Ideen zum Niederknien, die Vorschuss-Lorbeeren erweisen sich zum Glück als beeindruckende Realität. Besser geht es nicht, wenn Ihr Genießer seid, Salat nicht nur aus diätischen Gründen esst und auch mal gerne in der Küche zaubert. Für mich das beste Buch, das ich zum Thema Salat in den letzten Jahren in den Händen gehalten habe und ich habe da durchaus noch das ein oder andere zur Auswahl.

Herzlichen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

 

Roastbeefsalat mit Äpfeln, Senfdressing, Radieschen und Zitrone

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Karin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Hier haben wir uns an das Original—Rezept gehalten und auch das Mohnöl verwendet, was wir hier sehr gut in der Paarung fanden. Nach dem Anbruch sollte man das Öl allerdings im Kühlschrank aufbewahren, in der geschlossenen Flasche ist es etwa 9 Monate haltbar.

Zutaten (für 2 Personen):

 Salat:

1 Apfel

8 Radieschen

2 Salatherzen

8 Scheiben Roastbeef

Dressing:

Saft einer Orange

Saft einer Zitrone

1 EL Weißweinessig

Süßungsmittel nach Wunsch und Geschmack (bei uns ein uns ein bisschen Honig)

1 EL grobkörniger Dijonsenf

4 EL Mohnöl

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

 Apfel und Radieschen waschen, in feine Scheiben schneiden, dann nochmals feinnudelig schneiden.

Für das Dressing alle Zutaten miteinander vermengen. Salatherzen, waschen, trockentupfen und fein schneiden. In das Glas legen.

Roastbeefscheiben auf der Arbeitsfläche auflegen, mit jeweils etwas Apfel-Radieschen-Masse belegen, einrollen, in das Glas stellen. Mit dem Dressing shaken.

Austauschvariante: statt Mohnöl passt auch Olivenöl.

Schweinebauch mit Asia-Kohlsalat

© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag
© Eisenhut & Mayer/Brandstätter Verlag

Quelle: Karin Stöttinger: Shaking Salad Low Carb

Fotos: Eisenhut und Mayer

Christian Brandstätter Verlag

Tolle Kombination bei der auch unser selbstgemachtes Pflaumenmus zum Einsatz gekommen ist, ganz zuckerfrei ist es nicht gewesen, aber für mich stand hier der Genussfaktor bei diesem Rezept voll und ganz im Vordergrund. Auch auf den Birkenzucker habe ich vorerst verzichtet und es erstmal mit normalem Zucker probiert. Chiaöl habe ich ebenfalls durch Olivenöl ersetzt, weil ich es nicht zu Hause hatte, werde ich aber unbedingt noch mal bei diesem Rezept ausprobieren.

 Zutaten (für 2 Personen):

Salat:

4 Scheiben dünn geschnittener Schweinebauch

etwas gestoßener Koriander

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Öl zum Braten

400 g Weißkohl

1 EL Birkenzucker

Saft einer halben Zitrone

2 EL Chiaöl

5 EL Reisessig

2 EL Currypulver

1 TL Chilipaste

1 Karotte

Dressing:

70 g zuckerfreies Zwetschkenmus

Saft einer Orange

Saft einer Zitrone

1 TL grob gestoßene Korianderkörner

Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 EL Sesamöl

2 EL Reisessig

Zubereitung:

Für das Dressing alle Zutaten gut miteinander verrühren.

Schweinebauch mit Koriander, Salz und Pfeffer einreiben und von allen Seiten braten. Strunk des Weißkohls entfernen, Kohlblätter in feine Streifen schneiden. Mit Birkenzucker, Zitronensaft, Chiaöl, Reisessig, Curry, Chilipaste und Salz vermischen.

Karotte schälen, mit dem Sparschäler feine Streifen abziehen. Zum Kohl geben, vermischen. Salat in die Gläser verteilen, mit Bauchfleischstreifen belegen. Dressing eingießen, shaken.

Austauschvariante: statt Chiaöl kann man auch Olivenöl oder Sonnenblumenöl verwenden, statt Reisessig Weißweinessig.

Selbstgemacht im Glas

3d_sigTomsich/Derndorfer/Fischer: Selbstgemacht im Glas
Zum Einkochen, mitnehmen &verschenken

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Im Glas ist vieles möglich!

Worum geht‘s?

Einkochen ist wieder hip, der Mief der 60ziger und 70ziger Jahre der dieses Thema stets begleitete hat sich längst verflüchtigt, denn heute geht es hier nicht nur um Vorratshaltung, sondern auch um saisonalen Genuss, bei dem man auch noch herrlich kreativ sein kann. Der Trend zur saisonalen Ernährung hat bei vielen das Bewusstsein dafür geweckt, im Sommer schon an den Winter zu denken und Marmelade, Kompott, Sirup und vieles mehr für unsere Keller-Regale zu produzieren. Bei mir fing alles mit einem Pflaumenbaum und einem Apfelbaum im Wochenendhäuschen an und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, mein Pflaumenmus im Supermarkt zu kaufen, auch wenn die Zubereitung schon ein wenig Arbeit macht. Inzwischen besitze ich auch einen Einkoch- und Dörrautomaten um die Steinpilzfunde zu konservieren und um Gemüsebrühpulver selbst herzustellen. Auch beim Kochen bin ich eher großzügig und Gulasch und Kürbissuppe und vieles mehr wird praktischerweise in großen Mengen produziert und die Reste, die nicht gleich verspeist werden, wandern in Einmachgläser. Das ist ungeheuer praktisch, wenn es mal schnell gehen soll und für mich die einzig vorstellbare Möglichkeit, auf konservierte Produkte zurückzugreifen, denn im Gegensatz zu Industrieprodukten, weiß ich genau was drin ist.

Was ist drin?

 Erst mal mit den Grundlagen vertraut machen und hier wird es uns einfach gemacht!

Nein Einkochen ist kein Hexenwerk, aber ein bisschen Know-How ist immens wichtig, damit sparen die Autoren nicht und bereiten es vor allem ungeheuer anschaulich auf: Wir erfahren im Schnelldurchlauf alles Wissenswertes zu den unterschiedlichen Konservier-Methoden, Ausstattung und Zubehör Füllvolumen, Glasformen, Deckeln und mehr.

Wissensvermittlung par excellence oder was ist für mich das beste Setting!

uebersicht

 In dieser Ausführlichkeit lassen das viele Bücher zum Thema vermissen, aber Nikolas Tomsich als Herausgeber des schönen Buches, ist vom Fach und bei Österreichs größtem Glashändler beschäftigt.  Auf sein Wissen und seine Erfahrung im Bereich Glas und Verschluss greifen Köche, Produzenten und Abfüller gerne zurück, neben Fachvorträgen und Schulungen zum Thema Verpackung von Lebensmitteln ist er selbst ein leidenschaftlicher „Einrexer“. Hier habe ich vieles neues erfahren und bin glücklich, dass dieser Aspekt einmal so ausführlich in einem Buch zum Thema präsentiert wird. Wunderbar auch die Übersichtstabelle „Einkochen auf einem Blick“, die sehr anschaulich für die jeweiligen Produkte die optimalen Garzeiten, Glasformen und Deckel präsentiert. Das macht Spaß und man merkt die Leidenschaft, mit der Verlag und Autoren Inhalte vermitteln wollen. Unter der Rubrik „Optimal Setting“ können sowohl Anfänger als auch Vorratshalter im größeren Stil, die für sie optimale Methode zum Einwecken herausfinden und erhalten nebenbei noch nützliche Tipps.

Alles was im Glas möglich ist!

Langschläfer, Berufstätige und Gartenbesitzer, hier kommen alle auf Ihre Kosten!

Die Autoren haben ganze Arbeit geleistet und holen hier viele ab, denn das Buch berücksichtigt im Rezeptteil, alles was im Glas möglich ist, nicht nur „Einkocher“ kommen auf Ihre Kosten, sondern auch Berufstätige, die ihr ihr Mittagessen im Glas vorbereiten und mit ins Büro nehmen. Mit wenigen Handgriffen wird ein leckerer Schichtsalat im Glas oder eine Suppe to go hergestellt, die praktischerweise direkt aus diesem genossen werden können. Singles sind froh, dass sie ihre Lieblingsgerichte auch in kleinen Portionen genießen können und keine Langeweile aufkommt. Für Picknick-Fans und Ästheten darf es auch gerne ein Kuchen oder ein Dessert im Glas sein. Langschläfer freuen sich, wenn sie gesund und lecker mit Smoothies & Overnight Oats den Weg ins Büro antreten. Gartenbesitzer und leidenschaftliche Gastgeber bekommen leckere Ideen, wie man unkompliziert und köstlich die Zeit von Saison zu Saison überbrücken kann oder auch Überraschungsbesuch lecker bewirten kann.

Gastgeber können sich freuen, hier wird an alles gedacht!

 Tagelang frische Pizza das ist kein Problem, die Mini-Pizzen werden einfach im Glas vorgebacken und sofort verschlossen. Dann nur noch die Gläser dunkel und kühl lagern und 2 Tage später zum Aufwärmen herausnehmen und aufbacken. Flache Gläser eigenen sich nicht nur als Transportmittel, sondern sind auch preiswerte Backformen. Soll die Köstlichkeit anschließend transportiert werden, einfach Deckel aufsetzen und schon können auch die Bürokollegen oder Picknickfreunde in den Genuss von einem leckeren gebackenen Thymian-Ricotta kommen und Sesam-Zitronen- oder Mohnbutter mit Basilikum und Basilikum- Pinien-Eis mit Himbeer-Sauce machen im Glas auf jedem Buffet eine gute Figur.

Was gibt es denn?

 Carnivoren, Vegetarier, Veganer alle werden mit sehr kreativen Rezepten bedacht, hier mal eine kleine Kostprobe:

Aprikosen-Mango-Lassi

Erdbeer-Melonen-Fenchel-Smoothie

Marinierte leicht getrocknete Tomaten

Kalte Mandel-Knoblauch-Suppe

zitronige Rucola-Kartoffel-Suppe mit Croûtons

Quinoasalat mit Auberginen, Zucchini u. Feta

Asia-Nudelsalat mit Huhn u. Mandarine

Marokkanischer Rindfleisch-Gemüse-Topf

Heidelbeer-Tiramisu

Cremiger Erdbeer—Milchreis

Walnuss-Koriander-Pesto

Apfel—Basilikum Senf

Süssaure Asia-Pflaumensauce

Himbeer-Thymian-Ansatzessig

Honig-Senfgurken

Rotes Kimichi

herzhafte Leberwurst

Marokkanische Bratwurst

Wiener Saftgulasch

Rindfleisch-Curry

Himbeer-Bananen-Marmelade

Pfirsich-Marmelade mit Rosmarin

Birnenkompott mit Cassis.

Schokokuchen mit Salzpistazien u. Melone

Rhabarber-Ingwer—Sirup

Ananas-Minze-Sirup

Orangen-Wacholder-Likör

Rosen-Holunderblüten-Zucker

Diese Liste ließe sich noch eine Weile fortsetzen, denn die Auswahl der beiden Autorinnen ist ebenso stimmig wie kreativ, da macht einfach vieles Lust auf ausprobieren.

Was ist besonders? – oder Theorie geht auch anschaulich!

 Bei einem Kochbuch geht es ja auch immer um Wissensvermittlung und nicht nur um Rezepte. Häufig haben die meisten Bücher aber gerade hier ihre Schwächen. Manchmal wird uns da nur dürftig zusammengetragenes Wissen präsentiert, dass es nur begrenzt versteht die richtige Klammer für die Rezepte zu bilden, viel häufiger wird man da aber mit liebloser und wenig ansprechender Präsentation konfrontiert. In diesem Buch wurde für mich alles richtig gemacht, denn auch im Anhang wird nicht mit Tipps gegeizt und wieder alles sehr anschaulich und übersichtlich präsentiert. Die Rezepte sind kompakt präsentiert, hier wäre eine noch umfangreichere Information zur Haltbarkeit bei den unterschiedlichen Lagermethoden gerade für Anfänger sehr hilfreich gewesen und hätte mein Glück perfekt gemacht.

Fazit: Ein Buch mit vielen kreativen Rezepten rund um alles was im Glas möglich ist, der Theorieteil sucht seines Gleichen in dieser Anschaulich- und Ausführlichkeit ist mir das noch nicht begegnet. Jedem Kapitel wird außerdem noch mal das Wichtigste vorab vorausgestellt. Wer sich nur für das Haltbarmachen interessiert, bekommt sehr inspirierende Ideen und Rezepte, die Spaß machen, aber durchaus auch kompakt gehalten sind. Am besten sich auch mal bei den Salaten, Kuchen, Desserts und anderem umschauen, es lohnt sich! Außerdem haben wir es hier mit einem Buch mit herausragender Ausstattung, das auch mit optischen Reizen nicht geizt.

Vielen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars!