Schneller Käsekuchen

© EMF/Sabrina Sue Daniels

Quelle: Rose-Marie Donhauser: Einfach – Heimatküche

EMF Verlag

Preis: 24,99 €

 Eine schnelle Variante des All-Time-Klassikers, wir haben uns auch Rosinen und Zitronenaroma gegönnt und bei der Anzahl der Zutaten 5 gerade sein lassen. Das Puddingpulver sorgt für Stabilität und eine leckere Farbe. Beim nächsten Mal würde ich ein 1 Ei mehr wagen und das Backpulver auf 1 TL reduzieren. Hier ist man mit mehr auf der sicheren Seite.

 Zutaten für eine Springform mit 26 cm Ø):

3 Eier

1 TL + 250 g zimmerwarme Butter

200 g Zucker

1 kg Speisequark (20 % Fett)

1 Päckchen Backpulver

1 Päckchen Vanillepuddingpulver

 Tipp: Rosinen und Zitronenaroma unter den Quark rühren.

 Zubereitung:

Die Eier trennen. Die Eiweiße steif schlagen. Die Springform mit 1 Teelöffel Butter einfetten.

Butter, Zucker und Eigelb in einer  Rührschüssel cremig rühren. Quark, Backpulver und Puddingpulver unterrühren und den Eischnee unterheben.

Die Quarkmasse in die Form füllen. Anschließend den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 1 Stunde backen.

Zubereitungszeit: 15 Minuten

Backzeit: 1 Stunde Backzeit

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Rahmpfifferlinge mit Speck

© EMF/Sabrina Sue Daniels

Quelle: Rose-Marie Donhauser: Einfach – Heimatküche

EMF Verlag

Preis: 24,99 €

Unkompliziert, perfekt für ein schnelles Abendessen nach der Pilz-Jagd im Wald.

Zutaten (für 4 Personen):

500 g Pfifferlinge

1 Zwiebel

1 EL Butter

100 g Räucherspeck, gewürfelt

200 g Sahne

½ Bund Petersilie, fein gehackt

Zusätzlich: Pfeffer u. Salz

Zubereitung:

Die Pfifferlinge putzen, waschen und abtrocknen. Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Speck darin etwa 2 Minuten anbraten. Die Pilze dazugeben und braten, bis der Pilzsaft verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer

würzen. Dann die Sahne dazugeben, aufkochen und offen 3–4 Minuten einkochen lassen. Die Petersilie unterrühren und servieren.

Und dazu: selbstgemachte Semmelknödel oder einfach nur Nudeln wie bei uns, denn das Rezept probierten wir mit einem guten Pfifferlings-Fund nach einer anstrengenden Wanderung und nach 6 Stunden über Stock und Stein,brauche  ich keine komplexen Zutatenlisten mehr, sondern will einfach nur schnell was zu essen. Wer im Kühlschrank noch eine Flasche Weißwein hat, gönnt sich einfach noch einen Hauch Säure.

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Grund-Rezept Semmelknödel

Zutaten (für 4 Personen):

Brötchen (1–2 Tage alt)

250 ml heiße Milch

1 Zwiebel

1 EL Butter

2 Eier (S)

etwas Mehl

Zubereitung:

Die Brötchen  klein schneiden und mit heißer Milch begießen. Die Zwiebel  schälen und würfeln.

Die Butter erhitzen, die Zwiebel darin kurz andünsten und zu den Brötchen  geben. Die Brötchen  salzen, mit den Eiern verkneten. Nach Bedarf etwas Mehl unterkneten.

Aus der Masse mit feuchten Händen Knödel formen. In siedendem Salzwasser bei mittlerer Hitze 15 Minuten ziehen lassen. Die Semmelknödel herausnehmen und abtropfen lassen

Mein Trick 17: Wer sowieso schon Petersilie für die Rahm-Pfifferlinge besorgt hat, zwackt halt ein bisschen für die Semmelknödel ab. Die macht die Semmelknödel noch ein bisschen feiner und zu streng bei der Anzahl der Zutaten sollte man ja auch nicht sein.

 Zubereitungszeit: 40 Minuten

Rose-Marie Donhauser: Einfach – Heimatküche

Rose-Marie Donhauser: Einfach – Heimatküche

EMF Verlag

Preis: 24,99 €

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht – oder wir wissen was wir tun und manchmal genauso wollen!

 Worum geht’s – oder Küchenklassiker against Facebook und Glotze

 Die Welt ist schneller geworden immer mehr stopfen wir in unsere Tage hinein. Büro, Familie, Hobby, Lieblings-Serie, wo wir natürlich keine Folge verpassen wollen, bloggen, Facebook-Freunde mit Likes versorgen und…..Das Alltägliche bleibt auf der Strecke, Kochen, nö, keine Zeit und wenn doch dann max. 30 – 45 Minuten, danach fängt meine Serie an. Bei Salat und vielen Pasta-Gerichten geht das noch auf, aber die guten alten Klassiker wie Rouladen, Königsberger-Klopse und Co. fallen durchs Zeit-Raster. Und nun, was machen wir jetzt, die Erinnerung an die super-leckere Roulade der Mama aus dem Gedächtnis streichen, ins Wirtshaus gehen, oder selber machen und Hilfe in Anspruch nehmen und auch mal Abstriche in Kauf nehmen?

Wer ist die Autorin?

 Rose Marie Donhauser wuchs in einem Landgasthaus im Landkreis Altötting/Oberbayern auf. Sie verbrachte ihre Lehrjahre in der internationalen Hotellerie, unter anderem im Hilton. Anschließend arbeitete sie als Köchin und Food & Beverage-Managerin. Nach über 15 Jahren in Schweden, Belgien, München – in den besten Hotels – hatte sie ein sicheres Fundament, um über Gastronomie und Kulinarisches schreiben zu können. Das nötige Handwerkszeug erlernte sie an der „Akademie der Bayerischen Presse“. Seit 1988 ist sie als Kochbuchautorin, Food- und Reisejournalistin sowie Restauranttesterin unterwegs. Sie war acht Jahre im Ressort „Essen und Trinken“ der /Abendzeitung/ München tätig, schrieb Artikel für Fachmagazine und war Ernährungsexpertin des RBB. Rose Marie Donhauser ist Jurymitglied bei den „Berliner Meisterköchen“, gibt ihre Erfahrung in Kochkursen weiter und trat in Kochsendungen der ARD und des SWR auf. Inzwischen hat sie mehr als 160 Kochbuchtitel veröffentlicht, von denen mehrere ausgezeichnet wurden.

Was ist drin – oder warum nicht mal auf Essentials vertrauen?

Rose-Marie Donhauser möchte das ändern, Genuss ist für sie nicht nur mit unzählige Zutaten, Schüsseln und Töpfe möglich, sie konzentriert sich deshalb in „Einfach – Heimatküche” auf die absoluten Essentials dieser Soul-Food-Gerichte: maximal sechs Zutaten, die den Klassikern der Mama recht nah kommen sollen. Bebilderte Zutaten und eine deutlich größere Schriftgröße machen das Projekt „Heimat-Ruckzuck“ zu einer Mission, für die wir definitiv keine Brille brauchten oder am Ende – “So ein Mist“- das wichtigste überlesen haben.

150 traditionsreichen Rezepte aus der Alltagsküche sollen uns wieder mit der Küchen-Tradition unserer Mütter versöhnen, auch wenn wir uns entgegen anderer Generation vor uns, nur noch einen Bruchteil der Zeit dafür nehmen wollen: Wiener Schnitzel, Heringssalat, Sauerbraten und andere Klassikern werden auf 2017 getrimmt und versuchen, den Kampf um unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen, um sich endlich wieder in unseren heimischen Küchen zu etablieren, auch wenn es für diese Soulfood-Klassiker bedeutet, dass sie sich mächtig anpassen müssen, unser Zeitbudget ist knapp und wir sind busy, very busy, stundenlang am Herd stehen war gestern. Wir bekommen heutzutage im Supermarkt fast alles, was wir zum Kochen benötigen und uns die Arbeit in der Küche extrem erleichtern kann. Das geht vom Knödelteig aus der Kühlung bis hin zu fertig abgepacktem Hackfleisch, mit dem ich mich persönlich nicht anfreunden werde, denn der Metzger meines Vertrauens will auch von was leben und ich muss mein schwer verdientes Geld nicht nur an der Supermarkt-Kasse lassen. Manche dieser Discounter-Platzhirsche investieren es dann vielleicht in Kunst und werden dabei noch betrogen, mein Metzger investiert es in sein Geschäft und seine Familie, das ist mir lieber.

Praxistest – oder jedem das seine!

Ich habe mich gleich an mein persönliches -Soulfood gemacht und nehme mir die Freiheit, es auch mal beim alt bewährtem zu lassen:

Das Rouladen-Rezept geht für mich nicht, ich fülle die immer selber und werde das aus Gründen der Zeitersparnis auch nicht ändern, beim passsenden Rezept dafür bin ich mit Mälzer verheiratet, da passt klein Blatt zwischen uns, wir sind ein eingespieltes Team, da es ist es mir auch wurscht, dass der mehr als 6 Zutaten verlangt, gefüllt wird immer selbst, dann allerdings im großen Stil aufgekocht und die eine oder andere Portion eingefroren oder eingeweckt. Die selbstgesammelten Pilze wollen aber auch schnell und lecker nach einer Wanderung auf den Tisch gebracht werden und dann sind maximal 6 Zutaten und weniger Zeit in der Küche gerade richtig für mich. Mein Trick 17, war die Petersilie sowohl beim Pfifferlings-Ragout, wie bei den Knödeln zum Einsatz zu bringen, die Petersilie war ja schon mal gesetzt.

Fazit – oder für wen ist das was? Keep-Simple-Kochbücher erfreuen sich großer Beliebtheit, wir die Konsumenten wollen es so – oder zumindest die Mehrheit unter uns, die sonst ins Wirtshaus abwandern würde! Nach Feierabend am liebsten alles noch schnell im Supermarkt besorgt, den Fleischer gibt es dort ja auch, das Hackfleisch praktisch im Plastik-Pack und die Rouladen schon fertig gefüllt. Das ist die Realität, auch wenn das für mich und einige andere ein No-Go ist, ist das mehrheitsfähig und meine 80-jährige Schwiegermutter hat damit kein Problem. Sie isst zwar gerne an unserem Tisch selbstgemachte Semmel-Knödel und die schmecken ihr immer ausgezeichnet, aber richtig verstehen tut sie nicht, warum ich das überhaupt mache, für sie ist das heute einfach nicht unbedingt mehr nötig. Wer das genauso sieht und das ist ja partout nichts Schlechtes, sondern einfach nur die Anpassung an veränderte Lebensumstände, der ist bei diesem Buch richtig, es geht wirklich in erster Linie um ruckzuck Heimatküche und nicht um 2 -3 Stunden Küchendienst, dafür wird versucht, intelligent zu reduzieren, um das zu ermöglichen. Das funktioniert bei einigen Rezepten ordentlich auch wenn die Raffinesse dabei nicht immer auf die vollen Hundert Punkte kommt, sondern diese bei 70 % stecken bleibt. Die Ansprüche und Bedürfnisse sind unterschiedlich, wenn jeder das Rezept findet was er braucht, ist das Bestmögliche erreicht, die Leute kochen schließlich noch und sind noch nicht beim Lieferdienst oder der Koch-box gelandet. Ich gestatte mir gerne mal wieder einen Ausflug ins optimierte andere Lager, auch in diesem Buch hat es  bei den ausprobierten Rezepten funktioniert, mal abgesehen vom Rouladen-Rezept, da brauche und will ich keine Optimierung. Ich fühle mich den Genussverfechtern zugehörig und werde das von Fall zu Fall entscheiden, ich bin sowieso lieber in der Küche als vor der Flimmerkiste, denn ich bin ja eine bekennende Kochbuchsüchtige und kann verstehen, wenn nicht jeder nach dem Optimum strebt, sondern es manchmal nur das Bestmögliche ist. Ein Trend, der inzwischen auch bei Jamie angekommen ist, weil der die Zeichen der Zeit, genauso wie wir, nicht negieren möchte – es geht nicht um Abschaffung, sondern um Optionen, die manchmal einfach sein müssen, denn wir wissen was wir tun und manchmal einfach auch genauso wollen.

Vielen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar.

Nudeltopf mit Speck und Brokkoli

© Philippe Vaurès-Santamaria

Zutaten für 2 Personen:

150 g Räucherspeckstreifen

12 TK Brokkoliröschen

200 g Pasta, vorzugsweise kurze Sorten

3 EL Zitronensaft

150 g. Sahne

2 EL Mascarpone

2 Minzeblätter

frisch geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer

Speckstreifen und Brokkoliröschen in einem großem Topf 2 Minuten anbraten.

Pasta, Zitronensaft und 500 ml Wasser zufügen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen.

Sahne, Mascarpone und gehackte Minze untermischen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 15 Minuten

Anmerkung: Leckere Pasta-Variante, die ratzfatz auf dem Tisch steht, hat mir sehr gut gefallen, wird es zukünftig öfter geben.

Pasta & Sauce aus 1 Topf

Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin
Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin

Emilie Perrin: Pasta und Sauce aus 1 Topf

Fotos: Philippe Vaurés-Santamaria

Bassermann Verlag

Preis: 9,99 €

Bei Amazon bestellen

„Manchmal soll es lecker schmecken und auch schnell gehen!“

 Worum geht’s?

 Unter der Woche ist bei uns immer viel los, wir verbringen die Wochenenden fast immer in unserem Wochenend-Häuschen, da muss es mit dem Kochen am Abend schnell gehen, besonders, wenn es bei mir mal im Büro länger geworden ist. Brot am Abend ist leider nicht so mein Ding, weil ich auch oft die Mittagspause ausfallen lasse und wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag mit meinem Liebsten genießen möchte. Allein schon deshalb gibt es bei uns in der Woche sehr häufig Pasta, seit einigen Wochen bin ich jetzt aber auf die „One-Pot-Pasta-Methode“ umgeschwenkt, die ursprünglich aus den USA kommt und aktuell überall im Netz großes Thema ist. Das ist für mich auch die perfekte Lösung im Wanderurlaub, um nach einem anstrengenden und ereignisreichen Tag noch schnell was Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Das Prinzip ist ebenso genial wie einfach: Die Nudeln werden mit allen anderen Zutaten gleichzeitig in einem Topf gegart und am Ende gibt es immer ein leckeres Pasta-Gericht, das schnell auf dem Tisch steht und sehr aromatisch schmeckt. Dass dann der Abwasch auch viel schneller erledigt ist, versteht sich von selbst, schließlich haben wir ja nur einen Topf für alles benutzt.

 Was ist drin?

 Die in Frankreich sehr bekannte Bloggerin, Emilie Perrin, hat jetzt passend zu diesem Trend ein Kochbuch mit 30 Rezepten im Bassermann Verlag veröffentlicht.

©Philippe Vaurés-Santamaria/Bassermann Verlag

Im ersten Teil des Buches finden wir viel traditionelles, wie z. B. „Pasta mit Cocktail-Tomaten und Pesto“, „Nudeltopf mit Speck und Brokkoli“, „Pasta mit Ziegenkäse, Haselnuss und Bratwurst“, alles deftig und herrlich aromatisch. Insgesamt ist dieses Kapitel auch das umfangreichste und enthält deutlich mehr Rezepte als die weiteren Kapitel „Aus aller Welt“ und „Vegetarisch“, wo mich der „feurige Bohnentopf“ und die Orecchiette mit Walnüssen und Gorgonzola sehr angesprochen haben.

Ergänzt wird das durch Tipps der Autorin, die übrigens kurze Nudelsorten bevorzugt und  zur Vorsicht mahnt bei der verwendeten Flüssigkeitsmenge, die sollte immer exakt abgemessen werden und auch Brühwürfel, Kräuter und Gewürze als zusätzliche Aroma-Verstärker empfiehlt. Ich verwende hier gerne, ein selbstgemachtes Brühpulver, das ich im letzten Herbst mit meinem Dörr-Automaten selbstgemacht habe. Falls das nicht zur Hand ist, würde ich Brühwürfel in jedem Fall sehr vorsichtig einsetzen, nachwürzen kann man immer. Nützlich fand ich auch die Übersicht mit „Mengen und Entsprechungen“, die hilft wenn Waage oder Messbecher mal nicht zur Hand sein sollten.

 Meine Erfahrungen:

 Besonders der Nudeltopf, aber auch die Pasta mit Ziegenkäse hat uns diese Woche schon sehr gut geschmeckt. Beide Rezepte waren in 30 bzw. 45 Minuten auf dem Tisch.

Kleine Bemerkung am Rande, bei „One-Pot-Pasta“ sind Aroma und Geschmack die wichtigsten Argumente, bitte erwarten Sie keine optischen Meisterwerke am Ende. Der eine oder andere farbliche Akzent, stellt sich da schon mal in den Dienst des großen Ziels und strahlt nicht mehr als wie eben kalt abgeschreckt und dann dem Gericht zugeführt.

Wer fühlt sich angesprochen?

 Für Vegetarier gibt es nicht ganz so viel Rezepte und besonders ambitionierte Hobby-Köche werden hier auch keine komplexen Rezepte finden, die sie so richtig fordern. Aber ehrlich gesagt, ist das für mich auch ein Widerspruch, bei „One-Pot-Pasta“ geht es um was ganz anderes, nämlich um aromatischen Geschmack trotz simpler Zubereitung und das Ganze auch mal ratzfatz. Eigentlich wollen wir das ja alle mal, egal wie ambitioniert wir sonst mit viel Zeit und Liebe am Herd stehen. Kochen ist ein sehr großes Hobby von mir, aber eben auch nicht mein einziges!

Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde es definitiv mit in den nächsten Wanderurlaub mitnehmen, da habe ich es nämlich gerne deftig, wenn wir nach einer anstrengenden Wanderung nach Hause kommen. Außerdem weiß man nie was man in einer Ferienwohnung an Equipment da hat.

Lammbällchen mit Rote-Rüben Hummus

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Copyright Food Foto: © Wolfgang Hummer/Brandstätter Verlag

Quelle: Julia Kutas: City Picknick

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 25,– €

Beim Verlag bestellen

Zutaten für 4 Personen:

Lammbällchen:
1 Bund + 1 EL Petersilie
4 EL + 1 EL gehobelte Mandeln
1 Ei
1 EL Reismehl
1 EL Sambal Oelek
Salz, Pfeffer

Hummus:
200 g. getrocknete Kichererbsen
1 kleine rote Rübe (gemeint sind rote Bete
2 EL Olivenöl
Saft von einer Zitrone
1 KL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
1 EL Tahina (Sesampaste)
schwarzer Sesam zum Bestreuen

Kicherbsen über Nacht mit reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag abseihen und gut abwaschen In einem großen Topf in Wasser ohne Salz aufkochen. Ca. 30 Minuten kochen, bis sie weich sind. Abseihen und kalt abschrecken, abkühlen lassen.

Rote Rüben schälen und kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

Petersilie waschen und hacken. Mandeln im Ofen oder in der Pfanne rösten. Alle Zutaten für die Bällchen gut vermengen, relativ stark würzen. Mit dem Pfeffer nicht sparen! Eventuell für einige Stunden mit einer Folie bedeckt kühl stellen, damit die Fleischmasse durchziehen kann.

Kleine Kugeln formen auf ein geöltes Blech legen und ca. 20 Minuten bei 200°C im vorgeheizten Ofen braten.

Abgekühlte Kichererbsen mit der roten Rübe, Öl, Zitronensaft, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Tahina und ca. 5-6 EL Wasser pürieren. Genügend Wasser hinzufügen, damit der Humus cremiger wird. Mit Sesam bestreuen.

Lammbällchen mit Petersilie und Mandeln bestreuen, die Bällchen schmecken warm ebenso gut wie kalt.

TIPP: Rote Rüben am besten mit Plastik-Handschuhen schälen, da sie sehr stark abfärben. Falls man doch ein paar Spritzer abbekommt: Mit Zitronensaft löst sich die Farbe am einfachsten!

Kichererbsen nie salzen, während sie kochen da sich sonst ihre Schale löst, Schale und Erbsen zu sortieren ist eine endlose Arbeit.

Anmerkung: Sehr lecker und vor allem blieben die Bällchen durch das Braten im Backofen wunderbar saftig, auch eine tolle Zubereitungsart, für Party taugliche Portionsgrößen!

City Picknick

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Julia Kutas: City Picknick

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 25,– €

Beim Verlag bestellen

„Der nächste Sommer kommt bestimmt – oder entdecke Deine Stadt!

 Worum geht’s?  Ich liebe es wenn die Tage im Frühling wieder länger werden, die ersten Sonnenstrahlen uns verwöhnen und ich die Winterklamotten in den hintersten Winkel des Kleiderschrankes verbannen kann.

Endlich wieder ins Freie, sich am Abend ganz spontan mit Freunden im Park, am Main oder auf der Terrasse treffen und die Vorboten des Sommers genießen. Mit dabei die Picknickdecke und viele leckere Kleinigkeiten, ohne die ein schöner entspannter Abend nicht denkbar ist. Köstlich soll es schmecken, aber auch nicht zu viel Arbeit machen und natürlich gut transportierbar muss es auch sein.

Alle sollen auf ihre Kosten kommen, die Vegetarier und Veganer und hat die Freundin von Alex nicht eine Laktose-Intoleranz?

Selbstverständlich ist auch ein bisschen Show erlaubt, bei unserer alljährlichen Pfingstwanderung mit den Studienfreunden, hat der Kartoffel-Salat meiner Mutter nichts verloren, auch wenn er sehr gut schmeckt. Wenn ich aber die leckere „Prosciutto-Tarte mit Zucchini & getrockneten Tomaten“ dabei habe, dann habe ich echte Chancen, dass ich am Ende um das Rezept gebeten werde.

Wie sieht es aus?

 Stilsicher in altrosa und hübsch angezogen!

 Breites A5-Format in altrosa, vor mir liegt ein wunderschöner wertiger Pappband mit abgerundeten Ecken und sogar Fadenheftung. Der Clou ist aber die Fotobauchbinde mit einer schönen Collage von Fotos aus dem Buch von Julia Kutas. Sehr hochwertig und tolle Haptik!

Layout und Fotos sind modern und sehr geschmackvoll und vermitteln perfekt zum Inhalt ein Feeling von urban Street-Style. Die Fotos von Wolfgang Hummer mit Metropolen- und Park-Impressionen vor der Linse sind durch die verwendeten Filter sehr geschmackvoll und können diesen Eindruck noch verstärken. So sieht es aus, wenn Autorin und Fotograf perfekt zusammen arbeiten!

Besonders die tollen Piktogramme z. B. zu den Picknick-Basics oder auch einzelnen Rezepten haben mich total umgehauen, einfach wunderbar gemacht und ungeheuer geschmackvoll. Ich habe mich schon jetzt auf den ersten Blick in das Buch verliebt!

Was ist drin oder kulinarische Grüße aus the hidden kitchen?

 Vor sechs Jahren eröffnete Julia Kutas in einer versteckten Gasse der Wiener-Innenstadt ein Mittagslokal, vor dem sich direkt vom Start weg, gleich einmal regelmäßig zu den Stoßzeiten Schlangen bildeten. Daran hat sich bis heute nichts geändert und kürzlich ist ein zweites Restaurant direkt am Stadtpark hinzugekommen.

„Mir geht’s um ausgefallene Kombinationen“, sagt Julia über ihr Essen. Sie koche „einen Mix aus verschiedenen Kulturen“, erklärt sie. Experimente mit Kräutern, Aromen und unterschiedlichen Röstgraden sind ihr Metier (Ottolenghi lässt grüßen! Julia hat in London studiert.) Gemüse ist bei ihr der Hauptdarsteller und ergänzt durch Bulgur und Quinoa, Nüsse und Beeren hat sie ein Händchen für Essen das glücklich und satt macht und Energie liefert, ohne voll zu machen.

 Das schöne Buch von ihr enthält eine geballte Ladung von ungeheuer kreativen Ideen für jede Gelegenheit und jeden Anlass und adelt damit nicht nur jede Picknickdecke, sondern neuerdings auch mein Kochbuchregal!

Es geht aber nicht nur um Picknicks sondern im Kapitel „Lunchbox to go“ finden wir köstliche Kleinigkeiten, die aus unserer Mittagspause einen Hochgenuss machen ,z. B. mit einem „Taboulé mit Mango“ oder einer „Zucchini-Walnuss-Suppe“ und die „Moussaka-Quiche“ ergänzt sie gerne mit Mascarpone, damit der Eigeschmack darin nicht zu dominant wird. Für ihre Quiches ist sie in Wien schon beinahe eine Institution, immerhin umfasst ihr Archiv inzwischen über 100 verschiedene Quiche-Rezepte, denn sie durfte ihre Mutter schon früh auf die jährlichen Reisen nach Paris begleiten und wo kann man das schließlich besser studieren als dort.

Julias Ideen für ein „Indoor-Picknick“, haben allesamt das Zeug aus jeder beliebigen Party ein Ereignis zu machen, von dem ihre Freunde noch Jahre sprechen werden.

Versuchen Sie doch mal die „Quiche mit Prosciutto & Feigen“ oder die „Lammbällchen mit Rote-Rüben-Hummus“, die können schnell aus einem langweiligen Abend einen unvergesslichen Abend machen!

Für das „Picknick mit Freunden & Familie“ werde ich mich in diesem Jahr beim traditionellen Pfingst-Picknick gerne bei ihren Rezepten für die „Prosciutto-Tarte mit Zucchini & getrockneten Tomaten“ und dem „Schokoladenkuchen mit Salzkaramell“ (mit Olivenöl im Teig) bedienen, denn alle Jahre wieder darf es zu diesem Anlass gerne was Besonderes sein!

Sie hat auch allerhand „Köstlichkeiten zum Verschenken“ parat, die es wirklich in sich haben. Herrlich das „Mohnpesto“, eine ungewöhnliche Idee und ein toller Begleiter für eine Käseplatte! Den „Zitronen-Orangen-Eisteesirup“ mit dem Hauch von Kardamom, werde ich definitiv dieses Jahr zu Weihnachten verschenken.

Auch für den „sonntäglichen Hangover“ sind ihr ein paar leckere Rezepte eingefallen, die jeden Langschläfer verzücken werden. Wie wäre es mit einem „Mango-Lassi mit Safran & Pistazien“ oder einem „Mandel-Nougat-Croissant“, das es derartig in sich hat, das es kurzfristig in das „böse Croissant“ umgetauft wurde.

Bei Julias Rezepten für das „Veggie-Picknick“ hat es mir die „Blumenkohl-Mandel-Pizza“ angetan.

Im Kapitel „Rooftop-Picknick“ zeigt uns die Autorin, dass sie auch beim Fingerfood die Nase vorn hat und offenbart ihre Schwäche für Tortilla, die locker, das langweilige Brötchen oder Baguette ausstechen kann. Ihr Rezept für „Süßkartoffel-Tortillas mit Feta und Minzpesto „ hat mich begeistert! Die „Mini-Limetten-Cheesecakes“ sind definitiv eine Option für den nächsten Kaffeeklatsch.

Julias Ideen für “Movie-Night-Snacks” funktionieren genauso an einem lauen Sommerabend im Garten wie an einem Winterabend eingekuschelt auf dem Sofa vor der Mattscheibe. Alles hat genügend Puste, dass es auch nach dem Film genauso lecker schmeckt wie zu Beginn des Abends. Mir gefallen der „Tandoori-Blumenkohl mit Minz-Salsa“ und die „Chicken Wings mit Sojabohnen-Guacamole“.

Wer ist die Autorin?

Julia Kutas studierte Kulturmanagement in London, Kunstgeschichte in Wien, arbeitete in New York in der Kunstbranche, spricht fünf Sprachen und ist kompromisslos, was guten Geschmack betrifft. Herzhafte Speisen und Picknickkörbe gibt es in ihren beiden Wiener Läden hiddenkitchen CITY und PARK.

Die Fotos der Gerichte von Wolfgang Hummer ergänzen diesen grandiosen Eindruck perfekt, weil sie die Speisen richtig in Szene setzen und trotzdem authentisch und lebendig sind. Hier ist außerdem kein überkandidelter Food-Stylist am Werk, der den Spagat zwischen geschmackvoller Präsentation und wohldosierter Inszenierung perfekt beherrscht.

 Was ist besonders oder die Crowd-Funder haben es schon vorher gewusst?

Die Rezepte sind ebenso kreativ, wie geschmackvoll und funktionieren gut mit einem überschaubaren Aufwand. Hier zahlt es sich aus, das Julia inzwischen 2 Restaurants (hiddenkitchen) in Wien betreibt, die sich auf kreative Kleinigkeiten spezialisiert haben. Man merkt jedem Rezept an, das hier jemand mit viel Kreativität und hohem Anspruch an Genuss am Werk ist, der genau weiß, was wir heute von kreativem Catering erwarten und vor allem ungeheuer viel Erfahrung hat in der Umsetzung!

City-Picknicks ist der beste Beweis was herauskommt, wenn alle Beteiligten ihr Handwerk beherrschen und sich in ihrer Kreativität ergänzen.

Nichts ist beliebig, alles ungeheuer schön und so für mich noch nicht da gewesen, ich bin begeistert und freue mich sehr über dieses wunderbare Buch und die zahlreichen Genussmomente, die es mir beschert hat und damit meine ich nicht nur die kulinarischen!

Das tolle Buch von Julia Kutas ist über eine Crowd-Funding-Initiative entstanden.

Fazit: Definitiv ein Must-Have Buch, nicht nur für Picknick-Freunde, sondern für alle, die gerne mit allen Sinnen genießen und Wert auf geling sichere Rezepte mit Starqualitäten legen! Meine ohnehin schon hohen Erwartungen an das Buch wurden um einiges mehr übertroffen! Ich habe wirklich kein Rezept gefunden, bei dem ich überlegen musste, ob das etwas für mich ist, und der optische Augenschmaus, denn mir das Buch bereitet hat, war ebenfalls nicht zu verachten. Wenn weiterhin solche schönen Bücher gemacht werden, mache ich mir keine Sorgen um die Daseinsberechtigung dieses Mediums im elektronischen Zeitalter. Diese Bücher werden immer gekauft werden, weil sie uns etwas bieten, was wir woanders nicht bekommen!

 Großes Kino Julia!