Nudeltopf mit Speck und Brokkoli

© Philippe Vaurès-Santamaria

Zutaten für 2 Personen:

150 g Räucherspeckstreifen

12 TK Brokkoliröschen

200 g Pasta, vorzugsweise kurze Sorten

3 EL Zitronensaft

150 g. Sahne

2 EL Mascarpone

2 Minzeblätter

frisch geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer

Speckstreifen und Brokkoliröschen in einem großem Topf 2 Minuten anbraten.

Pasta, Zitronensaft und 500 ml Wasser zufügen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und 10 Minuten köcheln lassen.

Sahne, Mascarpone und gehackte Minze untermischen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Vorbereitungszeit: 15 Minuten

Garzeit: 15 Minuten

Anmerkung: Leckere Pasta-Variante, die ratzfatz auf dem Tisch steht, hat mir sehr gut gefallen, wird es zukünftig öfter geben.

Pasta & Sauce aus 1 Topf

Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin
Pasta Sauce aus 1 Topf von Emilie Perrin

Emilie Perrin: Pasta und Sauce aus 1 Topf

Fotos: Philippe Vaurés-Santamaria

Bassermann Verlag

Preis: 9,99 €

Bei Amazon bestellen

„Manchmal soll es lecker schmecken und auch schnell gehen!“

 Worum geht’s?

 Unter der Woche ist bei uns immer viel los, wir verbringen die Wochenenden fast immer in unserem Wochenend-Häuschen, da muss es mit dem Kochen am Abend schnell gehen, besonders, wenn es bei mir mal im Büro länger geworden ist. Brot am Abend ist leider nicht so mein Ding, weil ich auch oft die Mittagspause ausfallen lasse und wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag mit meinem Liebsten genießen möchte. Allein schon deshalb gibt es bei uns in der Woche sehr häufig Pasta, seit einigen Wochen bin ich jetzt aber auf die „One-Pot-Pasta-Methode“ umgeschwenkt, die ursprünglich aus den USA kommt und aktuell überall im Netz großes Thema ist. Das ist für mich auch die perfekte Lösung im Wanderurlaub, um nach einem anstrengenden und ereignisreichen Tag noch schnell was Leckeres auf den Tisch zu zaubern.

Das Prinzip ist ebenso genial wie einfach: Die Nudeln werden mit allen anderen Zutaten gleichzeitig in einem Topf gegart und am Ende gibt es immer ein leckeres Pasta-Gericht, das schnell auf dem Tisch steht und sehr aromatisch schmeckt. Dass dann der Abwasch auch viel schneller erledigt ist, versteht sich von selbst, schließlich haben wir ja nur einen Topf für alles benutzt.

 Was ist drin?

 Die in Frankreich sehr bekannte Bloggerin, Emilie Perrin, hat jetzt passend zu diesem Trend ein Kochbuch mit 30 Rezepten im Bassermann Verlag veröffentlicht.

©Philippe Vaurés-Santamaria/Bassermann Verlag

Im ersten Teil des Buches finden wir viel traditionelles, wie z. B. „Pasta mit Cocktail-Tomaten und Pesto“, „Nudeltopf mit Speck und Brokkoli“, „Pasta mit Ziegenkäse, Haselnuss und Bratwurst“, alles deftig und herrlich aromatisch. Insgesamt ist dieses Kapitel auch das umfangreichste und enthält deutlich mehr Rezepte als die weiteren Kapitel „Aus aller Welt“ und „Vegetarisch“, wo mich der „feurige Bohnentopf“ und die Orecchiette mit Walnüssen und Gorgonzola sehr angesprochen haben.

Ergänzt wird das durch Tipps der Autorin, die übrigens kurze Nudelsorten bevorzugt und  zur Vorsicht mahnt bei der verwendeten Flüssigkeitsmenge, die sollte immer exakt abgemessen werden und auch Brühwürfel, Kräuter und Gewürze als zusätzliche Aroma-Verstärker empfiehlt. Ich verwende hier gerne, ein selbstgemachtes Brühpulver, das ich im letzten Herbst mit meinem Dörr-Automaten selbstgemacht habe. Falls das nicht zur Hand ist, würde ich Brühwürfel in jedem Fall sehr vorsichtig einsetzen, nachwürzen kann man immer. Nützlich fand ich auch die Übersicht mit „Mengen und Entsprechungen“, die hilft wenn Waage oder Messbecher mal nicht zur Hand sein sollten.

 Meine Erfahrungen:

 Besonders der Nudeltopf, aber auch die Pasta mit Ziegenkäse hat uns diese Woche schon sehr gut geschmeckt. Beide Rezepte waren in 30 bzw. 45 Minuten auf dem Tisch.

Kleine Bemerkung am Rande, bei „One-Pot-Pasta“ sind Aroma und Geschmack die wichtigsten Argumente, bitte erwarten Sie keine optischen Meisterwerke am Ende. Der eine oder andere farbliche Akzent, stellt sich da schon mal in den Dienst des großen Ziels und strahlt nicht mehr als wie eben kalt abgeschreckt und dann dem Gericht zugeführt.

Wer fühlt sich angesprochen?

 Für Vegetarier gibt es nicht ganz so viel Rezepte und besonders ambitionierte Hobby-Köche werden hier auch keine komplexen Rezepte finden, die sie so richtig fordern. Aber ehrlich gesagt, ist das für mich auch ein Widerspruch, bei „One-Pot-Pasta“ geht es um was ganz anderes, nämlich um aromatischen Geschmack trotz simpler Zubereitung und das Ganze auch mal ratzfatz. Eigentlich wollen wir das ja alle mal, egal wie ambitioniert wir sonst mit viel Zeit und Liebe am Herd stehen. Kochen ist ein sehr großes Hobby von mir, aber eben auch nicht mein einziges!

Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen und ich werde es definitiv mit in den nächsten Wanderurlaub mitnehmen, da habe ich es nämlich gerne deftig, wenn wir nach einer anstrengenden Wanderung nach Hause kommen. Außerdem weiß man nie was man in einer Ferienwohnung an Equipment da hat.

Lammbällchen mit Rote-Rüben Hummus

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Copyright Food Foto: © Wolfgang Hummer/Brandstätter Verlag

Quelle: Julia Kutas: City Picknick

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 25,– €

Beim Verlag bestellen

Zutaten für 4 Personen:

Lammbällchen:
1 Bund + 1 EL Petersilie
4 EL + 1 EL gehobelte Mandeln
1 Ei
1 EL Reismehl
1 EL Sambal Oelek
Salz, Pfeffer

Hummus:
200 g. getrocknete Kichererbsen
1 kleine rote Rübe (gemeint sind rote Bete
2 EL Olivenöl
Saft von einer Zitrone
1 KL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
1 EL Tahina (Sesampaste)
schwarzer Sesam zum Bestreuen

Kicherbsen über Nacht mit reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag abseihen und gut abwaschen In einem großen Topf in Wasser ohne Salz aufkochen. Ca. 30 Minuten kochen, bis sie weich sind. Abseihen und kalt abschrecken, abkühlen lassen.

Rote Rüben schälen und kochen. Abgießen und abkühlen lassen.

Petersilie waschen und hacken. Mandeln im Ofen oder in der Pfanne rösten. Alle Zutaten für die Bällchen gut vermengen, relativ stark würzen. Mit dem Pfeffer nicht sparen! Eventuell für einige Stunden mit einer Folie bedeckt kühl stellen, damit die Fleischmasse durchziehen kann.

Kleine Kugeln formen auf ein geöltes Blech legen und ca. 20 Minuten bei 200°C im vorgeheizten Ofen braten.

Abgekühlte Kichererbsen mit der roten Rübe, Öl, Zitronensaft, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Tahina und ca. 5-6 EL Wasser pürieren. Genügend Wasser hinzufügen, damit der Humus cremiger wird. Mit Sesam bestreuen.

Lammbällchen mit Petersilie und Mandeln bestreuen, die Bällchen schmecken warm ebenso gut wie kalt.

TIPP: Rote Rüben am besten mit Plastik-Handschuhen schälen, da sie sehr stark abfärben. Falls man doch ein paar Spritzer abbekommt: Mit Zitronensaft löst sich die Farbe am einfachsten!

Kichererbsen nie salzen, während sie kochen da sich sonst ihre Schale löst, Schale und Erbsen zu sortieren ist eine endlose Arbeit.

Anmerkung: Sehr lecker und vor allem blieben die Bällchen durch das Braten im Backofen wunderbar saftig, auch eine tolle Zubereitungsart, für Party taugliche Portionsgrößen!

City Picknick

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Julia Kutas: City Picknick

Christian Brandstätter Verlag

Preis: 25,– €

Beim Verlag bestellen

„Der nächste Sommer kommt bestimmt – oder entdecke Deine Stadt!

 Worum geht’s?  Ich liebe es wenn die Tage im Frühling wieder länger werden, die ersten Sonnenstrahlen uns verwöhnen und ich die Winterklamotten in den hintersten Winkel des Kleiderschrankes verbannen kann.

Endlich wieder ins Freie, sich am Abend ganz spontan mit Freunden im Park, am Main oder auf der Terrasse treffen und die Vorboten des Sommers genießen. Mit dabei die Picknickdecke und viele leckere Kleinigkeiten, ohne die ein schöner entspannter Abend nicht denkbar ist. Köstlich soll es schmecken, aber auch nicht zu viel Arbeit machen und natürlich gut transportierbar muss es auch sein.

Alle sollen auf ihre Kosten kommen, die Vegetarier und Veganer und hat die Freundin von Alex nicht eine Laktose-Intoleranz?

Selbstverständlich ist auch ein bisschen Show erlaubt, bei unserer alljährlichen Pfingstwanderung mit den Studienfreunden, hat der Kartoffel-Salat meiner Mutter nichts verloren, auch wenn er sehr gut schmeckt. Wenn ich aber die leckere „Prosciutto-Tarte mit Zucchini & getrockneten Tomaten“ dabei habe, dann habe ich echte Chancen, dass ich am Ende um das Rezept gebeten werde.

Wie sieht es aus?

 Stilsicher in altrosa und hübsch angezogen!

 Breites A5-Format in altrosa, vor mir liegt ein wunderschöner wertiger Pappband mit abgerundeten Ecken und sogar Fadenheftung. Der Clou ist aber die Fotobauchbinde mit einer schönen Collage von Fotos aus dem Buch von Julia Kutas. Sehr hochwertig und tolle Haptik!

Layout und Fotos sind modern und sehr geschmackvoll und vermitteln perfekt zum Inhalt ein Feeling von urban Street-Style. Die Fotos von Wolfgang Hummer mit Metropolen- und Park-Impressionen vor der Linse sind durch die verwendeten Filter sehr geschmackvoll und können diesen Eindruck noch verstärken. So sieht es aus, wenn Autorin und Fotograf perfekt zusammen arbeiten!

Besonders die tollen Piktogramme z. B. zu den Picknick-Basics oder auch einzelnen Rezepten haben mich total umgehauen, einfach wunderbar gemacht und ungeheuer geschmackvoll. Ich habe mich schon jetzt auf den ersten Blick in das Buch verliebt!

Was ist drin oder kulinarische Grüße aus the hidden kitchen?

 Vor sechs Jahren eröffnete Julia Kutas in einer versteckten Gasse der Wiener-Innenstadt ein Mittagslokal, vor dem sich direkt vom Start weg, gleich einmal regelmäßig zu den Stoßzeiten Schlangen bildeten. Daran hat sich bis heute nichts geändert und kürzlich ist ein zweites Restaurant direkt am Stadtpark hinzugekommen.

„Mir geht’s um ausgefallene Kombinationen“, sagt Julia über ihr Essen. Sie koche „einen Mix aus verschiedenen Kulturen“, erklärt sie. Experimente mit Kräutern, Aromen und unterschiedlichen Röstgraden sind ihr Metier (Ottolenghi lässt grüßen! Julia hat in London studiert.) Gemüse ist bei ihr der Hauptdarsteller und ergänzt durch Bulgur und Quinoa, Nüsse und Beeren hat sie ein Händchen für Essen das glücklich und satt macht und Energie liefert, ohne voll zu machen.

 Das schöne Buch von ihr enthält eine geballte Ladung von ungeheuer kreativen Ideen für jede Gelegenheit und jeden Anlass und adelt damit nicht nur jede Picknickdecke, sondern neuerdings auch mein Kochbuchregal!

Es geht aber nicht nur um Picknicks sondern im Kapitel „Lunchbox to go“ finden wir köstliche Kleinigkeiten, die aus unserer Mittagspause einen Hochgenuss machen ,z. B. mit einem „Taboulé mit Mango“ oder einer „Zucchini-Walnuss-Suppe“ und die „Moussaka-Quiche“ ergänzt sie gerne mit Mascarpone, damit der Eigeschmack darin nicht zu dominant wird. Für ihre Quiches ist sie in Wien schon beinahe eine Institution, immerhin umfasst ihr Archiv inzwischen über 100 verschiedene Quiche-Rezepte, denn sie durfte ihre Mutter schon früh auf die jährlichen Reisen nach Paris begleiten und wo kann man das schließlich besser studieren als dort.

Julias Ideen für ein „Indoor-Picknick“, haben allesamt das Zeug aus jeder beliebigen Party ein Ereignis zu machen, von dem ihre Freunde noch Jahre sprechen werden.

Versuchen Sie doch mal die „Quiche mit Prosciutto & Feigen“ oder die „Lammbällchen mit Rote-Rüben-Hummus“, die können schnell aus einem langweiligen Abend einen unvergesslichen Abend machen!

Für das „Picknick mit Freunden & Familie“ werde ich mich in diesem Jahr beim traditionellen Pfingst-Picknick gerne bei ihren Rezepten für die „Prosciutto-Tarte mit Zucchini & getrockneten Tomaten“ und dem „Schokoladenkuchen mit Salzkaramell“ (mit Olivenöl im Teig) bedienen, denn alle Jahre wieder darf es zu diesem Anlass gerne was Besonderes sein!

Sie hat auch allerhand „Köstlichkeiten zum Verschenken“ parat, die es wirklich in sich haben. Herrlich das „Mohnpesto“, eine ungewöhnliche Idee und ein toller Begleiter für eine Käseplatte! Den „Zitronen-Orangen-Eisteesirup“ mit dem Hauch von Kardamom, werde ich definitiv dieses Jahr zu Weihnachten verschenken.

Auch für den „sonntäglichen Hangover“ sind ihr ein paar leckere Rezepte eingefallen, die jeden Langschläfer verzücken werden. Wie wäre es mit einem „Mango-Lassi mit Safran & Pistazien“ oder einem „Mandel-Nougat-Croissant“, das es derartig in sich hat, das es kurzfristig in das „böse Croissant“ umgetauft wurde.

Bei Julias Rezepten für das „Veggie-Picknick“ hat es mir die „Blumenkohl-Mandel-Pizza“ angetan.

Im Kapitel „Rooftop-Picknick“ zeigt uns die Autorin, dass sie auch beim Fingerfood die Nase vorn hat und offenbart ihre Schwäche für Tortilla, die locker, das langweilige Brötchen oder Baguette ausstechen kann. Ihr Rezept für „Süßkartoffel-Tortillas mit Feta und Minzpesto „ hat mich begeistert! Die „Mini-Limetten-Cheesecakes“ sind definitiv eine Option für den nächsten Kaffeeklatsch.

Julias Ideen für “Movie-Night-Snacks” funktionieren genauso an einem lauen Sommerabend im Garten wie an einem Winterabend eingekuschelt auf dem Sofa vor der Mattscheibe. Alles hat genügend Puste, dass es auch nach dem Film genauso lecker schmeckt wie zu Beginn des Abends. Mir gefallen der „Tandoori-Blumenkohl mit Minz-Salsa“ und die „Chicken Wings mit Sojabohnen-Guacamole“.

Wer ist die Autorin?

Julia Kutas studierte Kulturmanagement in London, Kunstgeschichte in Wien, arbeitete in New York in der Kunstbranche, spricht fünf Sprachen und ist kompromisslos, was guten Geschmack betrifft. Herzhafte Speisen und Picknickkörbe gibt es in ihren beiden Wiener Läden hiddenkitchen CITY und PARK.

Die Fotos der Gerichte von Wolfgang Hummer ergänzen diesen grandiosen Eindruck perfekt, weil sie die Speisen richtig in Szene setzen und trotzdem authentisch und lebendig sind. Hier ist außerdem kein überkandidelter Food-Stylist am Werk, der den Spagat zwischen geschmackvoller Präsentation und wohldosierter Inszenierung perfekt beherrscht.

 Was ist besonders oder die Crowd-Funder haben es schon vorher gewusst?

Die Rezepte sind ebenso kreativ, wie geschmackvoll und funktionieren gut mit einem überschaubaren Aufwand. Hier zahlt es sich aus, das Julia inzwischen 2 Restaurants (hiddenkitchen) in Wien betreibt, die sich auf kreative Kleinigkeiten spezialisiert haben. Man merkt jedem Rezept an, das hier jemand mit viel Kreativität und hohem Anspruch an Genuss am Werk ist, der genau weiß, was wir heute von kreativem Catering erwarten und vor allem ungeheuer viel Erfahrung hat in der Umsetzung!

City-Picknicks ist der beste Beweis was herauskommt, wenn alle Beteiligten ihr Handwerk beherrschen und sich in ihrer Kreativität ergänzen.

Nichts ist beliebig, alles ungeheuer schön und so für mich noch nicht da gewesen, ich bin begeistert und freue mich sehr über dieses wunderbare Buch und die zahlreichen Genussmomente, die es mir beschert hat und damit meine ich nicht nur die kulinarischen!

Das tolle Buch von Julia Kutas ist über eine Crowd-Funding-Initiative entstanden.

Fazit: Definitiv ein Must-Have Buch, nicht nur für Picknick-Freunde, sondern für alle, die gerne mit allen Sinnen genießen und Wert auf geling sichere Rezepte mit Starqualitäten legen! Meine ohnehin schon hohen Erwartungen an das Buch wurden um einiges mehr übertroffen! Ich habe wirklich kein Rezept gefunden, bei dem ich überlegen musste, ob das etwas für mich ist, und der optische Augenschmaus, denn mir das Buch bereitet hat, war ebenfalls nicht zu verachten. Wenn weiterhin solche schönen Bücher gemacht werden, mache ich mir keine Sorgen um die Daseinsberechtigung dieses Mediums im elektronischen Zeitalter. Diese Bücher werden immer gekauft werden, weil sie uns etwas bieten, was wir woanders nicht bekommen!

 Großes Kino Julia!

Pasta alla vesuviana

Quelle: Marianne Zunner: One-Pot-Pasta
Verlag: Gräfe und Unzer

bei Amazon bestellen

©Gräfe und Unzer/Fotograf: Wolfgang Schardt
 

Zutaten für 2 Personen:
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 getrocknete Chilischote
3 Stiele Basilikum
1 EL Olivenöl
200 g Mafaldine
(Kochzeit 7 – 9 Minuten)
300 ml stückige Tomaten (aus der Dose)
Salz
½ TL getrockneter Oregano
125 g Büffelmozzarella
20 g Pecorino
(ersatzweise Parmesan)
1 Handvoll Rucola
Pfeffer

25 Minuten Zubereitung
Pro Portion ca. 700 kcal
30 g EW, 30 g F, 76 g KH

Schalotte sowie Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Chilischote fein zerbröseln. Das Basilikum waschen und trocken schütteln, Blätter abzupfen und beiseitelegen. Basilikumstiele, Öl, Nudeln, Schalotte, Knoblauch und Chili in eine große Pfanne mit hohem Rand oder einen weiten Topf geben. Die Tomaten und 450 ml kaltes Wasser dazu gießen. 1 TL Salz und den Oregano hinzufügen und alles zugedeckt bei starker Hitze zum Kochen bringen.

Die Nudeln offen bei mittlerer bis starker Hitze ca. 12 Minuten kochen lassen. Dabei ab und zu umrühren, je mehr Flüssigkeit verkocht ist, desto öfter. Die Nudeln probieren. Sind sie nicht durch, bei Bedarf noch 3 – 5 EL Wasser hinzufügen und kurz  weiterköcheln lassen.

Inzwischen den Mozzarella abtropfen lassen und in kleine Stücke zerteilen, den Pecorino reiben. Den Rucola verlesen, von den harten Stielen befreien, waschen, trocken schütteln und nach Belieben etwas kleiner zupfen.

Die Basilikumstiele entfernen. Den Pecorino sowie die Hälfte des Mozzarellas unter die Nudeln heben und schmelzen lassen. Die Basilikumblätter fein schneiden und unterrühren. Mit Pfeffer würzen, restlichen Mozzarella sowie den Rucola darauf verteilen.

TIPP Büffelmozzarella ist mürber in der Konsistenz und schmeckt intensiver als Mozzarella aus Kuhmilch. Traditionell wird der „Mozzarella di Bufala“ in Kampanien, der Region um Neapel, produziert. Er wird „Mozzarella di Bufala Campana“ genannt und ist mit dem Herkunftssiegel DOP gekennzeichnet.

Anmerkung: Sehr lecker und so einfach,  gibt es definitiv jetzt häufiger bei uns und auch ein tolles Gericht für die Urlaubsküche!

One-Pot-Pasta

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Marianne Zunner: One-Pot-Pasta

Verlag: Gräfe und Unzer

Reihe: Küchenratgeber

Preis: 8,99 €

bei Amazon bestellen

„Pasta in bester Gesellschaft!“

Don’t believe the hype!“ warnten Public Enemy schon vor langer Zeit in ihrem gleichnamigen Song. Und sehr oft stellt sich im Nachhinein heraus, dass Skeptiker hier oft richtig liegen:

Viele Trends, die erst hochgejubelt werden, lösen sich nach der ersten Euphorie schon bald in Schall und Rauch auf. Und wie sieht es jetzt mit dem coolen Trend „One-Pot-Pasta“ aus, hält er wirklich was er verspricht, dass wir die Pasta ratzfatz auf dem Tisch haben, es köstlich schmeckt und der Abwasch auch schnell erledigt ist?

Worum geht’s? Der Clou bei der One-Pot-Pasta-Taktik ist schlichtweg simpel, die Nudeln kommen mit allen anderen Zutaten in einen Topf und köcheln mit den Weggefährten munter vor sich hin, dabei entstehen echte Aroma-Bündnisse und die Soße will auch nicht nachstehen und tut ihr Bestes, damit alles wunderbar aromatisch und cremig-sämig wird.

Am Ende wird der Koch oder die Köchin für den Wagemut auch noch damit belohnt, dass der Abwasch ebenso schnell gemacht ist, wir haben zum Kochen schließlich nur einen Topf gebraucht. Soweit so gut und wer da noch glaubt, dass One-Pot-Pasta-Konzept ist eine Eintagsfliege – dem rufe ich zu, nein ganz und gar nicht, wenn man die richtige Einführung hat!

Wie sieht es aus?  Praktische Klapp-Broschur, super schöne Fotos von Wolfgang Schardt und sogar eine Fadenheftung, das alles für 8,99 €, das nenne ich Schnäppchen!

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©Gräfe und Unzer/Fotograf: Wolfgang Schardt

Was ist drin?  Das Buch ist gut strukturiert und gleich die Umschlagklappe vorne zeigt mit einer schönen Fotomontage mit dem Titel „Gib mir fünf!“, was alles an Equipment gebraucht wird. Keine Angst, das sind alles Dinge, die jeder in der Küche hat (z. B. eine große Pfanne mit hohem Rand).

 Nicht nur Rezepte, sondern lernen – wie es funktioniert!

Jetzt schnell noch die „TIPPS UND EXTRAS“ anschauen, die uns Basics, ein Grundrezept mit anschaulicher Step-by-Step-Anleitung und den genialen „Pasta-Baukasten“ (nützliche Übersicht, die Zutaten, Mengenverhältntnisse und Garzeiten, sehr übersichtlich darstellt) liefern. Der Baukasten hat mir sehr gut gefallen, ich will ja nicht nur Rezepte nachkochen, sondern selber experimentieren und was mache ich im Wanderurlaub, wenn  der nächste Laden weit weg ist.

Nun geht es zu den Rezepten die Rubrik „PASTA CLASSICS“ hat schöne Ideen für die italienischen Klassiker, die wir alles so lieben.

 Lieblingsrezept: „Pasta alla vesuviana“

Pasta round the world!

Aber die Italiener haben nun wirklich kein Exklusivrecht auf die Pasta, deshalb finden wir im Kapitel „PASTA ASIA STYLE“, leckere Ideen für Asia-Fans.

Kreativität und Möglichkeiten ohne Grenzen!

Was tun wenn man Reste verwerten will oder das eigene Lieblingsgemüse in Szene setzen möchte, ganz einfach schauen Sie doch unter der Rubrik „PASTA FREESTYLE“ nach.

 Ohne Gluten geht auch!

Die Autorin hat an alles gedacht, mit der Rubrik „PASTA GLUTEN-FREE“ wird wirklich auch an die gedacht, die gesundheitliche Einschränkungen haben und mit ihren Lieben auf den Geschmack trotzdem nicht verzichten wollen.

Zum Abschluss die alte Bekannte mit dem Namen Register.

 Ein grünes Blatt bei den Rezepten ist ein Hinweis für den fleischlosen Genuss und kennzeichnet alle vegetarischen Gerichte, super dass das auch im Register farbig angezeigt wird.

Die Umschlagklappe hinten: hat noch mal zwei kleine Schmankerl parat die „Knackigen Begleiter“ (2 schöne Salatrezepte) und die heute bei Veganern und Gesundheitsbewussten so beliebten „Spaghetti aus Gemüse“.

Die Rezepte sind allesamt lecker, haben den nötigen Pfiff und sind sehr gut erklärt. Hier zahlt sich die Erfahrung von Autorin und Verlag aus!

Zutaten gibt es in jedem gut sortiertem Supermarkt.

Gut zu wissen: Insgesamt benötigen die Teigwaren ein wenig länger, als wenn man Sie mit viel Wasser kocht, man sollte immer wieder probieren und bei Bedarf ein wenig Flüssigkeit ergänzen!

 Wen freut es?  Mich! Und alle Pasta-Fans, die auch mal schwuppdiwupp für Freunde, Familie und Bekannte was Leckeres auf den Tisch zaubern wollen und bei der Zubereitung und beim Spülen hinterher nicht viel Arbeit haben wollen, aber auch den kreativen Genuss schätzen!

Die „Puristen“ und „Ewig-Gestrigen“, bei denen ohne 5 Liter Pasta-Topf nichts geht, können ja mal ein Auge zudrücken, oder es einfach selbst mal ausprobieren, Sie werden staunen!

Wer sind die Autoren?

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©Fotografin: Julia Hoersch

Marianne Zunner war viele Jahre Redakteurin im Koch-Ressort der Zeitschrift Für Sie und arbeitet heute als freie Journalistin für Food- und Frauenmagazine. Ihr Gespür für kulinarische Trends stellt sie immer wieder unter Beweis. Dabei überzeugt sie mit neuen und vor allem leckeren Rezepten, weshalb wir uns auf tolle Pasta-Gerichte aus einem Topf freuen dürfen.

Wolfgang Schardt (Fotos) einer der besten Food-Fotografen, die wir im Moment haben.

Was ist besonders? Mit der kostenlosen GU KOCHENPlus-App für iOS und Android:

Lassen sich ganz einfach Lieblingsrezepte aus dem schönen Buch von Marianne Zunner mit dem Smartphone scannen, in der App speichern und verwalten.

Fazit: One-Pot-Pasta ist kein Strohfeuer, sondern eine ernstzunehmende Alternative und das schöne Buch von GU hat seine Aufgabe mit Bravour gelöst! Ich habe mich sehr darauf gefreut und bin voll und ganz überzeugt.

 

 

Der dicke Rainer – so isst der Norden

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Rainer Sass: Der dicke Rainer – so isst der Norden

ZS-Verlag

Preis: 19,99 €

„Lecker kochen, aber ohne Gedöns!“

 Worum geht’s?  Rainer Sass, das bekannteste Fernsehkoch-Gesicht des Nordens, hat jetzt im Verlag Zabert Sandmann ein Buch mit schnellen unkomplizierten Rezepten aus seiner Fernsehsendung „So isst der Norden veröffentlicht.

Viele Rezeptideen sind auch leckere Interpretationen für eine moderne regionale Küche und die auf 320 präsentierte Sammlung ist sehr umfangreich, da pro Seite häufig zwei Rezeptvorschläge präsentiert werden.

 Was ist drin?  Die leckeren Rezepte gliedern sich in die folgenden Kapitel

Vorspeisen und Suppen

Salate

Gemüse & Co.

Pasta & Co.

Fisch und Meeresfrüchte

Geflügel und Wild

Fleisch

Süßes & Desserts

Register

Meine Lieblingsrezepte:

„Lachsforellenbrot mit Sellerie“

„Altländer-Hochzeitssuppe mit Tafelspitz“

„Steckrübencurry mit Basmati-Reis“

 Bei der Fülle von präsentierten Rezepten, gibt es aber noch sehr viel zu entdecken, ich freu mich drauf!

Wer ist der Autor? Fernsehkoch der ersten Stunde, Quasselstrippe aus dem Norden, Selfmademan am Herd. Seit über 25 Jahren pusht Rainer Sass mit seiner Show im NDR Quoten und Lachmuskeln. Eigentlich hat er Versicherungskaufmann gelernt, aber das Kochen ist seine wahre Leidenschaft. Seine Liebe zur heimischen Küche, insbesondere der norddeutschen, bringt er auch in seinen Rezepten – und somit auf dem Teller – zum Ausdruck.

Was ist besonders?  Rainer Sass gibt viele nützliche Tipps zu den Rezepten, die einen sofort spüren lassen, hier ist Einer am Werk, der liebt das was er tut und er möchte uns diese Liebe auch gerne vermitteln. Da ist kein abgehobener Fernsehkoch zugange, der schon lange keinen Supermarkt mehr von innen gesehen hat, geschweige denn noch selbst einkaufen geht. Nein Rainer Sass hat keine Küchen-Brigade, die für ihn schnippelt und vorbereitet, sondern er versteht es mit schnellen unkomplizierten Rezepten zu überzeugen, die wir uns auch zutrauen können.

Die Rezepte sind allesamt alltagstauglich und das meiste ist im gut sortierten Supermarkt zu erstehen.

Außerdem gibt es zwischendrin sehr unterhaltsame Portraits über Rainers liebste Einkaufsquellen, dabei finden wir den Stader Wochenmarkt genauso wie seine Lieblingsläden in Bremen und Hamburg und noch einiges mehr.

Alle Kuchen- und Torten-Rezepte wurden von 2 Frauen aus Rainers Heimatdorf kreiert, da hatte es mir die „Hugo-Torte“ gleich angetan, die muss ich unbedingt, für den nächsten Familien-Geburtstag backen.

Alles ist so konzipiert, dass es unkompliziert und schnell funktioniert, hat aber immer auch einen kleinen Kniff, der für Raffinesse sorgt und auch zu begeistern weiß. Schließlich kochen die meisten von uns nicht nur um nur satt zu werden, sondern wollen auch gerne mal bei ihren Lieben oder Gästen mit einer gelungenen Kreation punkten. Das ist das Metier von Hr. Sass, hier kennt er sich aus, ist er doch selbst nur Koch im Nebenberuf und kümmert sich vormittags immer noch um seine Versicherungsagentur.

Fazit: * * * * * Ein schönes modernes Kochbuch mit regionalem Einschlag, das sowohl Mutter und Schwiegermutter gefallen könnte und auch die Nichte, Freundin, Kollegin oder Nachbarin begeistern wird. Und ein Buch das viele Ideen liefert, um auch die Alltagsküche ein wenig aufzupeppen und das man auch gerne in die Hand nimmt, wenn Gäste ins Haus stehen.