Paella mit Garnelen und Merguez aus Spanien

© Melina Kutelas/Hölker Verlag

Paella mit Trick-Kiste: hier in Form der Merguez-Würstchen, die wunderbar Geschmack abgeben und bei uns deutlich einfacher zu beschaffen sind als die klassische Zutat Chorizo-Würste!

 Ich bin mit ca. 800 ml ausgekommen, hier hilft nur probieren, weil Einkochen und Alter, sowie Reis-Sorte die Menge an Brühe bestimmen und der persönliche Geschmack ebenfalls eine Rolle spielt. Generell kalkuliere ich mit dem Faktor 3.

Quelle: Martin Kintrup: Spice Kitchen. Einfach gut gewürzt

Fotos: Melina Kutelas

Hölker Verlag

Preis: 22 €

Zutaten (für 4 Personen):

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

2 rote Spitzpaprikaschoten

100 g breite grüne Bohnen

4 Merguez (würzige Bratwurst aus Lamm- und Rindfleisch; ca. 300 g)

500 g Black Tiger Garnelen (geschält und entdarmt)

800–900 ml heiße Gemüsebrühe

2 Döschen Safranfäden (à 0,1 g)

½ TL gemahlene Kurkuma

5 EL Olivenöl

2 Zweige Rosmarin

2 Lorbeerblätter

½–1 TL Pimentón de la Vera

(ersatzweise edelsüßes Paprikapulver)

250 g Paellareis (Arroz bomba; ersatzweise Risottoreis

– Zubereitungszeit und Brühemenge können leicht variieren)

100 ml trockener Weißwein

1 Bio-Zitrone

3 Stängel Petersilie

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Paprikaschoten längs halbieren, entkernen und klein schneiden. Die Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Würste in Stücke schneiden. Die Garnelen unter kaltem Wasser waschen und trocken tupfen. 800 ml Brühe mit Safran und Kurkuma verrühren.

2 EL Olivenöl in einer großen hohen Pfanne erhitzen, die Merguez darin anbraten, bis sie rundherum gebräunt sind. Die Garnelen zugeben und kurz rundherum mitbraten. Dann alles aus der Pfanne nehmen. Restliches Olivenöl erhitzen, Zwiebeln und Paprika darin andünsten, bis die Zwiebelwürfel glasig sind. Knoblauch, Bohnen, Rosmarin und Lorbeerblätter zugeben und kurz mitdünsten. Mit ½ TL Pimentón würzen, den Reis zufügen und alles kurz dünsten. Dann mit Wein ablöschen und diesen fast vollständig verkochen lassen. Die Safranbrühe angießen, die Wurststücke auf den Reis legen. Alles zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze zunächst 5 Minuten offen, dann 10 Minuten abgedeckt köcheln lassen. Danach die Garnelen auf dem Reis verteilen und alles weitere 5 Minuten abgedeckt garen, dafür gegebenenfalls noch etwas Brühe angießen.

Inzwischen die Zitrone in Spalten schneiden. Die Petersilienblätter abzupfen und in Streifen schneiden. Die Paella mit Salz, Pfeffer und Pimentón abschmecken, Rosmarin und Lorbeerblätter entfernen. Die Paella mit Petersilie bestreuen und die Zitronenspalten zum individuellen Abschmecken dazulegen.

Sollte noch Wein in der Flasche sein: Unbedingt dazu servieren.

Wolfsbarsch mit Runzelkartoffeln und Mojo verde

© Melina Kutelas/Hölker Verlag

Auf Honig in einer Mojo wäre ich selbst nicht gekommen, macht aber sehr viel Sinn! Die Zubereitung der Kartoffeln auf dem Blech konnte uns – wie die Räucherpaprika-Butter – für den Fisch ebenfalls überzeugen – dieses Rezept muss unbedingt mit in den bevorstehenden Wanderurlaub auf die Kanaren!

Quelle: Martin Kintrup: Spice Kitchen. Einfach gut gewürzt

Fotos: Melina Kutelas

Hölker Verlag

Preis: 22 €

Zutaten (für 4 Personen):

3 Zweige Rosmarin

2 EL feines Meersalz

800 g junge Kartoffeln

2 Bund Petersilie

1 Bund Koriandergrün

1 frische grüne Chilischote

2 Knoblauchzehen

1 Bio-Zitrone

130 ml Olivenöl

2 EL Weißweinessig

1–2 TL Honig

1 Msp. gemahlener Kreuzkümmel

Salz

frisch gemahlener

schwarzer Pfeffer

4 Wolfsbarschfilets

(mit Haut; à 150–200 g)

1 EL Mehl

20 g Butter

2 Msp. Pimentón de la Vera

(ersatzweise edelsüßes Paprikapulver)

 Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Rosmarinnadeln eines Zweiges abzupfen, fein hacken und mit dem Meersalz mischen. Die Kartoffeln gründlich waschen und noch tropfnass mit dem Rosmarinsalz einreiben. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech im heißen Backofen ca. 30 Minuten backen, bis sie weich und runzelig sind. Inzwischen für die Mojo verde die Blätter von Petersilie und Koriander abzupfen und grob hacken. Die Chilischote längs halbieren, entkernen und klein schneiden.

Den Knoblauch schälen und grob würfeln. Die Zitronenschale fein abreiben und den Saft der Frucht auspressen. Gehackte Kräuter, Chili- und Knoblauchwürfel sowie Zitronenschale im Blitzhacker oder mit dem Stabmixer mit 100 ml Olivenöl, dem Essig, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Honig, Kreuzkümmel und 1 Prise Salz zu einer feinen Soße verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken.

Die Wolfsbarschfilets unter kaltem Wasser waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Hautseite diagonal vier- bis fünfmal einritzen. Die Filets jeweils mit 1 EL Zitronensaft beträufeln, die Hautseite wieder trocken tupfen und mit Mehl bestäuben.

Restliches Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Filets darin bei nicht zu starker Hitze auf der Hautseite ca. 4 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Wenden und ca. 2 Minuten garen, sodass sie innen noch glasig sind. Butter in der Pfanne schmelzen, Pimentón und etwas Salz hineingeben. Den Fisch kurz in der Pimentón-Butter schwenken, die Hautseite ebenfalls damit beträufeln.

Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, überschüssiges Salz abklopfen. Kartoffeln mit einer Gabel leicht flach drücken, den Fisch darauf anrichten, mit den übrigen Rosmarinzweigen und mit der Mojo verde servieren.

Spanish Night Burger

© EMF/Tina Bumann

Großes Gaumenkino, bei der Chorizo bitte auf sehr gute Qualität achten, sonst lohnt die Arbeit nicht, die dieser Burger durchaus macht – Trotzdem jederzeit gerne wieder!

Quelle: Dusy: Ziemlich beste Burger

Fotos: Tina Bumann

Edition Michael Fischer

Preis: 15,– €

Das brauchst Du:

Für die Pattys:

480 g gemischtes Hackfleisch

(halb und halb) (s. S. 8)

Salz, Pfeffer

¾ TL Pimenton de la vera (nach Belieben)

Für das Aioli:

3 Knoblauchzehen

100 ml Milch

2 EL Dijon-Senf

2 TL Zitronensaft

150–200 ml Olivenöl

Salz, Pfeffer

1–2 Prisen Zucker

Außerdem:

je 2 gelbe und rote Spitzpaprika

1 Knoblauchzehe

Öl zum Braten

200 g Chorizo (am Stück)

4 große Blatter Kopfsalat

4 dünne Scheiben

Manchego-Kase

4 schwarze Burger Buns (s. S. 13, bei mir Grundrezept)

So geht’s:

Für die Pattys das Hackfleisch nach Wunsch mit Pimenton de la vera würzen, 4 Pattys daraus formen und kühlen (Entweder die gleich schweren Fleischportionen in einen Dessertring (10 cm) pressen oder das Fleisch zwischen Frischhaltefolie 1 cm dick ausrollen und dann mit einem 10 cm Ausstecher Pattys ausstechen. Ansonsten eine Kugel formen und platt drücken, Profis nehmen eine Burgerpresse. Die Pattys mindestens 30 Minuten kühl stehlen vor dem Braten).

Inzwischen die Spitzpaprika längs vierteln, putzen und waschen, Knoblauch schalen und in Scheiben schneiden. Reichlich Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, darin die Paprika bei großer Hitze anbraten – sie dürfen ruhig schwarze Flecken bekommen! Knoblauch zugeben, salzen, pfeffern und die Hitze reduzieren. 75 ml Wasser zugeben und bei mittlerer Hitze zugedeckt 12–15 Minuten dunsten, gegen Garzeitende offen garen und öfter durchrühren, damit möglichst alle Flüssigkeit verdunstet. Anschließend vom Herd nehmen.

Für das Aioli alle Zutaten aus dem Kühlschrank nehmen – sie sollten Zimmertemperatur haben. Knoblauch schalen und grob hacken. Mit Milch, Senf und Zitronensaft und 1 roten, gebratenen Paprikastuck mit dem Pürierstab fein pürieren, dann Olivenöl erst tröpfchenweise zugeben und mit pürieren. Sobald die Masse cremiger wird, das Öl in dünnem Strahl zugeben, bis eine schone Creme entstanden ist. Aioli mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

Die Chorizo längs in 8 dünne Scheiben schneiden. In einer beschichteten Pfanne in wenig Olivenöl knusprig braten, herausnehmen und auf Kuchenpapier abtropfen lassen. Salat waschen und trocken tupfen

Die Pattys salzen, pfeffern und braten oder grillen ( ich habe sie durchgebraten und knapp 5 Minuten je Seite benötigt), währenddessen Buns halbieren und rösten (damit sie nicht durchweichen), Die Bun-Boden mit der Hälfte Aioli bestreichen. Die Pattys auflegen, darauf je 1 Scheibe Manchego legen, darauf die gebratenen Paprika verteilen, übrige Aioli daraufgeben und die Chorizoscheiben darüberlegen, mit je 1 Salatblatt obenauf abschließen, den Bun-Deckel auflegen und die Burger sofort servieren.

Frühlingserbsen, Chorizo & pochierte Eier

© Craig Fraser 2017 Aus: Mein portugiesisches Fest, Sieveking Verlag 2017

Quelle: Mimi Jardim: Mein portugiesisches Fest

Rezepte meines Herzens

Fotos: Craig Fraser

Sieveking Verlag

Preis: 36,–

Chorizo geht bei uns immer, ein leckeres Urlaubs-Abendessen, das wir zuletzt beim Wandern auf Teneriffa sogar zweimal gekocht haben, weil es richtig lecker schmeckt und sehr unkompliziert zuzubereiten ist. Ist jetzt in der Sparte Urlaubs-Keeper-Rezept fest etabliert. Eine kleine Änderung musste jedoch sein, statt Paprikapulver rosenscharf habe ich mit Rauch-Paprika gewürzt.

Als wir klein waren, mussten wir für frische Erbsen immer bis zur Erntezeit im Frühling warten – dieses Gericht war also etwas ganz Besonderes für uns. Es machte Spaß, die Erbsen zu palen und sich dabei mit Oma zu unterhalten. Dann kamen tiefgekühlte Erbsen auf, und vorbei war es mit dem Spaß und den langen Unterhaltungen. Aber wenigstens können wir heutzutage jederzeit diese köstlichen Erbsen mit pochierten Eiern essen.

Zutaten (Für 4 Portionen):

10 ml Olivenöl

etwa 200 g Chorizo, in Scheiben geschnitten

4 Scheiben Speck, gewürfelt

1 Zwiebel, geschält und gewürfelt

2 Knoblauchzehen, geschält und gewürfelt

500 g TK-Erbsen

½ TL Paprikapulver, rosenscharf (bei mir Rauch-Paprika- dulce)

15 g Zucker

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

2 Frühlingszwiebeln, in große Stücke geschnitten

4 Eier

1 kleine Handvoll frisch

gehacktes Koriandergrün

 Zubereitung:

In einem großen Topf das Olivenöl auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Chorizo und die Speckwürfel darin knusprig anbraten. Die Zwiebel und den Knoblauch zufügen und glasig schwitzen. Die Erbsen unter fließendem Wasser abspülen, abtropfen lassen und dann zusammen mit 125 ml Wasser, Paprikapulver, Zucker, Salz und Pfeffer sowie den Frühlingszwiebeln zufügen. Abgedeckt 10–15 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Erbsen gar sind. Mit einem Löffel vier Mulden hineindrücken, die Eier vorsichtig aufschlagen und in jede Mulde 1 Ei gleiten lassen. Die Eier würzen und etwas frisch gehacktes Koriandergrün daraufstreuen. Den Topf mit dem Deckel verschließen und die Erbsen noch so lang erhitzen, bis die Eier nach Belieben gegart sind.

Mimis Tipp:

Für eine vegetarische Version dieses Gerichts einfach Chorizo und Speck weglassen und stattdessen 1 Extraprise Paprikapulver, 1 fein gehackte Tomate und ½ EL Zucker untermischen

 

 

Quittenspeck (Dulce de membrillo)

© Günter Beer/Brandstätter Verlag

Quelle: Margit Kuntzke/Katharina Seiser (Hg.): Spanien Vegetarisch

Fotos: Günter Beer

Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Nachdem mir die Nachbarin unseres Wochenend-Häuschens im Hunsrück Quitten über den Zaun geschenkt hatte, habe ich lange überlegt, was ich daraus machen könnte: „Spanien Vegetarisch“ okkupiert seit Wochen einen prominenten Platz im Kochbuch-Regal der Küche unseres Wochenendhäuschens und bietet einige Ideen diese für unsere Breiten doch manchmal recht sperrige und Frucht zu neuen Ehren zu verhelfen. Das Konfekt hat schließlich das Rennen gegenüber dem maurischen Gemüseeintopf gewonnen, denn ich war auf der Suche nach einer herzhaft süßen Nachspeise für Frankfurter Wochenende-Besuch. Am Ende ein voller Erfolg, ob die Nachbarin aber noch mal so großzügig sein wird mit ihren Früchten bleibt dahin gestellt, die Familie war mehr als begeistert, als wir uns mit einem kleinen Gegen-Geschenk in Form von Quittenspeck revanchiert haben und meine Nachbarin hat natürlich nicht locker gelassen, bis ich ihr Margit Kunzkes herrliches Rezept dazu überlassen habe….

Schon die Griechen und alten Römer, die die Quitte nach Spanien brachten, liebten diese Süßspeise. Quittenspeck ist hervorragend als Begleitung zu gereiftem Käse oder einfach zu knusprigen Keksen geeignet.

Zutaten (für 4 Formen ca. 22 x 11 cm):

1 kg Quitten

ca. 250 g Äpfel, z.B. Reinette

750 g Zucker

Saft von 1 Zitrone

1 Stange Zimt

ca. . 100 ml trockener Weißwein

Zubereitung:

Flaum von den Quitten mit einem trockenen Tuch gut abreiben. Mit einem Sparschäler dünn abschälen. In Viertel schneiden. Harten Kernteil herausschneiden. Viertel in je 2–3 Stücke zerkleinern. Äpfel dünn schälen, vierteln. Kerngehäuse entfernen. Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Quitten und Äpfel in einen Topf geben, mit Zucker und Zitronensaft vermischen. Über Nacht zugedeckt stehen lassen.

Am nächsten Tag aufkochen. Zimtstange und Weißwein zugeben. 2–3 Minuten kochen lassen. Bei schwacher bis mittlerer Hitze 35–45 Minuten kochen, bis die Quitten weich sind. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt.

Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Zimtstange entfernen. Fruchtfleisch mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Wieder in einen Topf geben und auf den Herd setzen. Aufkochen und bei schwacher bis mittlerer Hitze weitere 35–45 Minuten zu einer festen Masse einkochen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Vorsicht, die Quittenmasse spritzt. Wenn ein Kochlöffel in der Mitte der Masse stehen bleibt, ist die Kochzeit beendet.

Topf vom Herd nehmen. Masse sofort ca. 4–5 cm hoch in flache, rechteckige Schalen füllen. Mit Backpapier bedecken und im Kühlschrank abkühlen lassen. Zum Servieren den Quittenspeck in mundgerechte Würfel oder Scheiben schneiden.

Linsen mit Süßkartoffeln und Kastanien

© Günter Beer/Brandstätter Verlag

Quelle: Margit Kuntzke/Katharina Seiser (Hg.): Spanien Vegetarisch

Fotos: Günter Beer

Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Die Steinpilzsaison ist dieses Jahr grandios im Hunsrück, also war es Ehrensache, dass wir diese auch mal in spanischer Version auf den Tisch bringen wollten, Die Pilze, Pastinake und Kastanien gehen eine unheimlich leckere Verbindung mit Zimt, Kardamom und Koriander & Co. ein und die Kräuter tun das ihrige, damit der Eintopf unverschämt lecker schmeckt: ein wunderbarer Gaumenschmaus ist das Ergebnis. Für uns ein Keeper-Rezept, vorausgesetzt die Steinpilze lassen uns auch in den nächsten Jahren nicht im Stich

Linsen, Süßkartoffeln, Steinpilze und Kastanien: ein typisches Herbstgericht mit überraschenden Geschmackskombinationen. Pastinake und Kastanien sorgen für die leichte Süße, die Gewürzmischung bringt einen Hauch von Zimt, Kardamom, Muskatnuss, Koriander und Kurkuma.

Zutaten:

240 g Pardina-Linsen, ersatzweise Berglinsen

200 g Esskastanien (bei uns die vakumierte Variante)

1 weiße Zwiebel (ca. 120 g)

3 Knoblauchzehen

200 g Süßkartoffeln

1 mittelgroße Pastinake (ca. 100 g)

ca.400 g frische oder 25 g getrocknete Steinpilze

2–3 EL Olivenöl nativ extra Meersalz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

½ TL gemahlenes Baharat (arabische Gewürzmischung, s. Tipps)

1 EL Tomatenmark

1 Bouquet garni (zusammengebunden aus je 1 Zweig Petersilie, Lorbeer, Bohnenkraut, Thymian)

3 Zweige Thymian

Zubereitung:

Linsen waschen und gut abtropfen lassen. Kastanien an der Spitze kreuzweise einschneiden. Für 3–4 Minuten in kochendes Wasser legen. Herausnehmen und so heiß wie möglich schälen. Zwiebel schälen und fein hacken. Knoblauchzehen schälen und mit einem schweren Messer leicht anquetschen. Süßkartoffeln schälen und in mundgerechte Würfel schneiden. Pastinake schälen und in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Frische Steinpilze putzen. Je nach Größe halbieren, in 4 mm dicke Streifen schneiden. Getrocknete Steinpilze 30 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen, abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Einweichwasser nachher zum Kochen verwenden.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Bei mittlerer Hitze Zwiebel mit 1 Prise Salz in 4–5 Minuten glasig anschwitzen. Süßkartoffeln, Pastinake und Knoblauch zugeben, salzen und pfeffern. Ca. 3–4 Minuten anschwitzen.

Steinpilze, Kastanien, Linsen und Baharat sowie Tomatenmark zugeben. Hitze etwas erhöhen und unter Rühren 2–3 Minuten kochen. Wasser (und durch ein feines Sieb geseihtes Einweichwasser von den Steinpilzen) angießen, bis es 1 Finger breit über dem Gemüse steht. Bouquet garni und Thymianzweige in den Topf legen.

Aufkochen und bei schwacher Hitze zugedeckt ca. 30–40 Minuten köcheln, bis die Linsen weich sind. Gelegentlich überprüfen, ob Flüssigkeit nachgefüllt werden muss. Heiß in Suppentellern servieren.

Tipps: Dazu wird ein Stück Brot (z.B. S. 208) oder Pan frito (S. 209) gereicht.

Bharat lässt sich aus ½ TL Kardamomsamen (ohne Kapselhülle), 1 TL Gewürznelken, ½ TL schwarze Pfefferkörner, 1 TL Koriandersamen, ½ TL gemahlenes Kurkuma, ¼ TL geriebener Muskatnuss, 1,5 TL Pimentón de la Vera, ¼ TL Chilipulver und ½ TL gemahlener Zimt selber herstellen. Die Gewürze in einer Gewürzmühle oder im Mörser fein zermahlen. Der Geschmack wird potenziert, wenn sie vorher in einer Pfanne ohne Fett kurz angeröstet werden, bis sie duften. Passt sehr gut zu Reis-, Linsen- oder Bohnengerichten.

Getränk: Petit-Verdot-Rosé, VT Castilla

Bedeutende Kartoffeln

(Patatas a la importancia)

© Günter Beer/Brandstätter Verlag

Quelle: Margit Kuntzke/Katharina Seiser (Hg.): Spanien Vegetarisch

Fotos: Günter Beer

Brandstätter Verlag

Preis: 34,90 €

Wir lieben Kartoffeln, wenn wir nach einer ausgedehnten Wanderung zurückkehren, diese sind mild, cremig, würzig und die leckere Panade hat Sucht-Potential!

 Der traditionelle Klassiker aus Nordspanien gehört an der Madrider Hotelfachschule zum Standardprogramm. Der Name ist wohl eher sarkastisch gemeint, da die Kartoffeln sich von normalen Bratkartoffeln nur durch die Panade unterscheiden. Die Kartoffeln sind außen knusprig und innen cremig zart.

 Zutaten:

800 g festkochende Kartoffeln

Meersalz

Mehl Type 405 zum Wälzen

2 Eier

6 EL Olivenöl nativ extra

Für die Paste:

2 Knoblauchzehen

6 Zweige Petersilie

1 Briefchen Safranfäden (0,1 g)

Meersalz

Und dann noch:

1 kleine Zwiebel

4 EL Olivenöl nativ extra

1 EL Mehl Type 405

180 ml trockener Weißwein

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Leicht salzen. Mehl in einen Teller füllen. Eier in einem tiefen Teller gut verrühren. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.

Kartoffelscheiben im Mehl wälzen, dann durch die Eier ziehen. Im heißen Öl von beiden Seiten bei mittlerer bis starker Hitze in 5–6 Minuten goldbraun braten. Vorsichtig nebeneinander auf eine Platte legen, damit die Panade nicht zerstört wird.

Für die Paste Knoblauch schälen und grob hacken. Petersilienblättchen abzupfen und grob hacken. Safranfäden mit etwas Salz im Mörser fein zerreiben. Knoblauch und Petersilie zugeben und zu einer glatten Paste zerstoßen.

Zwiebel schälen und fein hacken. Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel bei mittlerer Hitze im heißen Öl goldgelb anbraten. Mehl zufügen und gut verrühren. Unter ständigem Rühren die Paste zugeben. Wein angießen und mit dem Schneebesen einrühren. Ca. 3–4 Minuten kochen. Kartoffelscheiben vorsichtig in den Topf legen. Einmal aufkochen, leicht salzen und bei schwacher Hitze ca. 15–20 Minuten köcheln, bis die Kartoffelscheiben weich sind.

Mit einem Holzstäbchen probieren, ob die Kartoffeln weich sind. Dann sofort servieren.

Variante:

Ein ähnliches Gericht heißt Patas Viudas(Witwen-Kartoffeln). Hier wird zusätzlich eine in 1 cm breite Streifen geschnittene grüne Paprikaschote mitgeschmort, gewürzt mit Lorbeer und 1 EL edelsüßem Paprikapulver. Safran und Wein werden nicht verwendet. Letztere waren für Witwen zu teuer, statt Wein nahmen sie Wasser.

Getränk: junger Rotwein (Bobal), DO Utiel-Requena