Labaneh mit Feigen und Halva

© Gräfe und Unzer Verlag / Wolfgang Schardt

Ich liebe Kardamom, aber dieser hat seine Tücken, wenn man zu viel davon erwischt (schmeckt seifig), hier nicht passiert. Insgesamt eine wunderbare Kreation in einem Kochbuch, das für kleines Geld uns das heutige kulinarische Israel erklärt. Das kann es bestens, weil die Autorin, absolut weiß was sie tut und wo sie hin will. P.S. Wer beim Halva und dem Granatapfelsirup nicht spart, hat noch mehr davon!

Quelle: Stav Cohen: Kochen wie in Israel

Fotos: Wolfgang Schardt

Verlag Gräfe und Unzer

Preis: 17,99 €

In diesem Dessert habe ich meine Lieblingszutaten vereint: cremigen Labaneh, der mit aromatischem Kardamom verfeinert wird. Dazu duftende Feigen und süße Halva – ein Gedicht!

Zutaten (für 4 Portionen):

Für das Labaneh

2 Kardamomkapseln

1 Bio-Zitrone

750 g griechischer Joghurt

(10 % Fettgehalt)

1 EL Zucker

Außerdem

8 Feigen

2 EL Granatapfelsirup

2 ½ EL Honig (z. B. Waldhonig)

3 EL Mandeln

40 g Halva (Sorte nach Wahl, arabisches oder türkisches Lebensmittelgeschäft)

Außerdem

1 Auflaufform (ca. 20 × 24 cm)

Zubereitung:

Die Samen aus den Kardamomkapseln herauslösen und im Mörser fein zerstoßen. Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale sehr fein abreiben. Die Zitrone halbieren, den Saft auspressen. Joghurt, Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, Zucker und Kardamom verrühren.

Die Joghurtmasse mittig auf ein sauberes Mulltuch oder Geschirrtuch geben. Die Ecken des Tuchs zusammenbinden. Das Säckchen in ein feines Sieb legen, dieses in eine Schüssel hängen und den Joghurt mindestens 24 Std. im Kühlschrank abtropfen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 200° vorheizen. Die Feigen waschen, abtrocknen und halbieren. Mit der glatten Fläche nach oben in eine Auflaufform legen. Mit 2 EL Zitronensaft, Granatapfelsirup und Honig beträufeln. Die Mandeln grob hacken und darüber streuen. Im Ofen (Mitte) ca. 15 Min. garen, bis die Feigen weich und schön gebräunt sind. Die Form aus dem Ofen nehmen.

Aus der Joghurtmasse vier große, lockere Nocken abstechen und auf Teller geben. Die Feigen mitsamt den Mandeln und etwas Sud hinzufügen. Halva in kleine Stückchen schneiden und darüber streuen.

Abtropfzeit: ca. 24 Std.

Zubereitungszeit: ca. 35 Min.

Pro Portion ca. 440 kcal

Donna Hay: Weihnachten festlich genießen

Donna Hay: Weihnachten festlich genießen

Fotos: Chris Court, Ben Dearnley, William Meppem, Con Poulos, Anson Smart

AT Verlag

Preis: 29,90 €

Gastgeben an Weihnachten mit Donna Hay geht schick, lecker und easy!

Worum geht’s?

 – oder erhöhen Sie den Spaßfaktor an Weihnachten…..

Der Countdown läuft bereits und in nicht wenigen Familien wird bereits heute in weihnachtlich besinnlicher Stimmung geschwelgt. Nur schade, dass wir im Gegensatz zu anderen Landsleuten, dass Fest der Familien-Feste häufig nur besinnlich und festlich zelebrieren. Da bleibt nicht mehr viel Platz für Spaß & Co. Der Stresspegel steigt genauso kontinuierlich wie die Erwartungen, die alle an ein solches Fest der Liebe haben…..

Was wir von anderen lernen können…

Hört man der Australierin Donna Hay in ihrem Vorwort aufmerksam zu, dürfen zu Weihnachten bei dieser drei Lieblingszutaten nicht fehlen: Familie, Lachen und ein bisschen Verrücktheit. Ihre Jungs sind an diesem Tag (natürlich!) sehr früh wach, und nach den ersten Geschenken sausen alle Hays runter ans Meer, um eine Runde zu schwimmen. Erfrischt und mit Salz auf der Haut geht es zurück nach Hause zum Lunch. Mit ihren Schwestern bereitet die australische Koch-Ikone dann ziemlich entspannt bei einem Glas Champagner die Canapés vor. Diese Momente genießen alle am Weihnachtstag besonders und die Australierin gibt zu, dass sie zwar eine große Schwäche für festliche Mahlzeiten mit all dem schönen Drumherum hat – doch andererseits schon seit Jahren immer auf der Suche nach neuen Wegen ist, den Feiertagsstress in Grenzen zu halten und den Spaßfaktor zu erhöhen.

Was ist drin?

 Die versierte Köchin, Stylistin und Gastgeberin kann Weihnachten in allen Facetten!

 Die Fernsehköchin – das lässt sich ohne zu übertreiben – feststellen, ist eine Profi-Gastgeberin. Hay liefert immer eine Vielzahl von Ideen, wenn diese sich einem Thema annimmt, beherrscht dabei den geschmacklichen Twist, die Nuance an die bisher keiner gedacht hat und kann ebenfalls überzeugend optisch Akzente setzen, die die Gäste am Tisch so schnell nicht vergessen werden und für die Gastgeber trotzdem meisterbar bleiben. Das ist die Haysche Kern-Kompetenz bei der der erfahren ehemaligen Magazin-Herausgeberin, so schnell niemand was vormacht!

Hay’s mögen es deftig und süß an Weihnachten….

Den Inhalt ihres Weihnachts-Kochbuches unterteilt Donna Hay erstmal ganz schlicht in festlich oder in süß. Im ersten Teil geht es um die Bestandteile des klassischen Weihnachts-Menüs von Truthahn, über Schwein, bis hin zu Fisch & Meeresfrüchten und den Beilagen, ist hier alles dabei was man sich für einen leckeren Weihnachtsabend wünschen kann.

Ja, zum Weihnachtsbraten, aber auch zu Fisch, Gemüse und Beilage

Obwohl Sydney zu Weihnachten ganz andere Temperaturen aufruft, fühlt sich die Koch-Ikone den angelsächsischen Weihnachtstraditionen verpflichtet. Mit einem ganzen Strauß an unterschiedlich glasierten Schinken geht es los, die zudem mit einer vereinfachten Zubereitungsmethode, die natürliche Braten-Hemmschwelle bei mir überwinden, (schneller glasierter Schinken, Schinken mit Granatapfel-Orangen-Glasur etc.).

Ob Geflügel (Ingwer-Truthahn mit Birnen-Kartoffel-Gratin, Portwein-Pistazien-Hähnchen mit Quitten-Glasur, Ente im Gewürzmantel mit Kirschsauce, Schwein (Schweinerollbraten mit Sauerkirschfüllung, knuspriger Schweinebauch mit würziger Pflaumensauce) Fisch & Meeresfrüchte (Lachs mit Beten-Wacholder-Glasur und Meerrettich-Kartoffelpüree, gedämpfter Snapper mit Koriander-Gurken-Salat) Donna Hay favorisiert einfache und gelingsichere Zubereitungs-Optionen.

Dazu gibt es Gemüse (Honig-Mandel-Kürbis, Champagner geschmorte Thymian-Pastinaken) und Beilagen, zum Teil mit Wow-Optik (Kartoffel-Kräuter-Brot-Ring, knusprige Kartoffel-Blätter mit Oregano-Salz).

Süß und salzig beim Gebäck, das mag ich sehr!

Donna Hay teilt ihren Einsatz für ein köstliches Weihnachtsfest gerecht auf, Gebäck und Desserts spendiert diese ebenfalls noch mal gute 100 Seiten: In den Rubriken Christmas Cake (Cranberry-Feigen-Gugelhupf mit Lebkuchengeweih – wow, Butterscotch-Mini-Panettone mit Trockenobst und Ingwer) Christmas Pudding, Baiser-Kreationen (Zimt-Pekan-Pavlova) Schichtdesserts (Himbeer-Weiße-Schokolade-Schichttorte), Mince Pies, Shortbread (Himbeer-Shortbread-Schnitte), Lebkuchen zeigt sie nochmal ihr ganzes Können und bedient die ganze Bandbreite der kulinarischen angelsächsischen Weihnacht, die jedoch ebenso gerne Zutaten aus aller Welt nach Sydney einlädt. Toll, dass sie dabei auch herzhaft kann (Parmesankekse mit rosa Pfefferkörnern, Honig-Salbei-Cracker mit brauner Butter, Oliven-Thymian-Biscotti, Joghurtkekse mit Dill und Rosmarin). Der Mix aus traditionell und modern, kombiniert mit Ideen, die schnell funktionieren hat bei mir ins Schwarze getroffen. Wer – wie ich – auf üppige mit Alkohol getränkte Fruchtkuchen (Panforte mit Rauchmandeln und Kirsch, Mince Pies mit Früchten) steht, braucht dieses Buch sowieso!

Ups da ist ja noch was…..

Irritiert hat mich das im Buch viele nette Kreationen nicht unter dem Dach der Einteilung segeln….. Dafür jedoch von einem umfangreichen Register eingeholt werden. Mitten im Buch taucht eine Haysche Lieblingszutat, die Schokolade auf (Kaffee-Amaretti-Trüffel, Candy-Schokoladen-Riegel) und Rezepte mit Eiscreme (Sauerkirsch-Ingwer-Pistazien-Eistarte) und  Karamell (Karamell-Shortbread-Sandwiches) gibt es natürlich auch.

quick und fix by Donna Hay….

 Mit der quick und fix-Funktion optimiert die Australierin seit einiger Zeit die Inhalte ihrer Kochbücher und wird damit dem Zeitgeist gerecht, dass wir alle gefühlt immer weniger Zeit für alles haben….. (karamellisierte Zwiebel-Kartoffel-Türmchen, junge Karotten im Rohschinken-Mantel usw.).

Probiert & Verputzt:

 Thunfischdip mit Dukka

Sehr leckere schön cremige Beilage zu einem Welcome-Drink, der für Entspannung auf allen Seiten sorgt und zudem zack-zack auf dem Tisch steht!

Vielen Dank liebe Donna Hay für diese leckere und unkomplizierte Idee zum Start in die Christmas-Aktivitäten!

 

 

Honig-Mandel-Kürbis

Eine tolle Beilage zu allem, die mit herausstechender Optik zu punkten versteht. Lorbeerblätter am besten nur frisch verwenden, der Unterschied ist ziemlich groß. Der vegetarische Lieblings-Schwager wird sich hoffentlich freuen! P.S. der Trick von Ms. Hay mit den Stäbchen funktioniert super und sorgt für gleichmäßige Ein-Schnitte!

 

 

Schokoladen-Christmas-Cake mit Quittenglasur

Ein bisschen Rätselraten gab es bei der Backformgröße. Literangaben referieren nicht immer auf die richtige Modelle. Hier habe ich mich für eine 25er Gugelhupf-Form (Fassungsinhalt 2,8 Liter) entschieden, Update folgt!

 

 

 

Fazit: Einladung zu einer englischen Weihnacht mit Update und Ausflugsmöglichkeiten!

Für alle, denen an Weihnachten Kalorien total schnuppe sind, bietet Donna Hay einen sehr umfangreichen Strauß an leckeren Weihnachtsköstlichkeiten an, die runtergebrochen auf den Preis des Buches in allen Kategorien, für alle Geschmäcker und Zeit-Budgets viel zu bieten haben.

Es bleibt nicht nur klassisch, denn die ehemalige Magazin-Herausgeberin, weiß genau, was die Leute heute essen wollen und vor allem wie man das perfekt am Tisch in Szene setzen kann. Ein Honig-Mandel-Kürbis der als großer Bruder der berühmten Hasselback-Kartoffeln durchgehen könnte, soll bei uns den vegetarischen Schwager kulinarisch beglücken. Fleisch- und Fischesser kommen jedoch bei den Hauptgerichten am besten weg.

Man sollte vielleicht ein wenig Erfahrung haben, denn die Autorin liefert Vielfalt, verzichtet aber gerne auf jegliche Art von step-by-step Anleitungen. Ein paar Zutaten, das lässt sich nicht von der Hand weisen, gibt es nur online oder beim Feinkost-Metzger (Entenschmalz) vielleicht. Einmal hat für mich ein Rezept (Kartoffel-Blätter mit Oregano-Salz) nicht gepasst: 5,5 kg. Kartoffeln ist als Beilage für 12 Personen viel zu viel! Dafür hätten 2,5 kg gereicht, die dann ebenfalls locker in die offerierte Form (24 × 37 cm) gepasst hätten. Dann sollte man jedoch ebenso die Menge an Entenschmalz – immerhin stolze 300 g – überprüfen.

Ansonsten alles super, denn Donna Hay hat drei unschlagbare Kernkompetenzen, sie kann köstlich mit Twist, auf den bisher niemand kam und sie versteht es immer, die Gäste optisch zu begeistern, ohne dass die Nachkocher technisch abgehängt werden. Zeit für ihre Kreationen dürfen wir uns aber schon reservieren. Wer weniger hat, schaut sich in den Rubriken quick und fix by Donna Hay um, die alle Kapitel komplementieren.

Besonders habe ich mich über die leckeren angelsächsisch geprägten Früchtekuchen gefreut, ein voll-umfängliche Register – nicht immer selbstverständlich und die Ausflüge in die Küchen der Welt, die uns die Australierin ebenfalls in diesem Buch gönnt.

Herzlichen Dank für die Übersendung als Rezensionsexemplar!

Tiroler Apfelstrudel

Final Countdown beim Strudel-Casting: Platz Nr. 1 geht an den “Tiroler Apfelstrudel“ aus dem Hause Peters in Berlin, die die saftigste Version über die Ziellinie geschoben haben – umhüllt von knusprig-buttrigem Mürbeteig – best Appel-Strudel ever!

Quelle: Peters: 365: Jeden Tag einfach kochen & backen

Prestel Verlag

Preis: 30,– €

Tiroler Apfelstrudel ist ein Wochenend-Projekt, da er etwas »tricky« zuzubereiten ist. Der Strudel wird mit jeder Menge Äpfel gefüllt, was ihn schön fruchtig macht. Der Teig jedoch ist buttrig-zart und weiß manchmal nicht, wie er mit der üppigen Füllung umgehen soll – und reißt. Dann heißt es, einfach Ruhe bewahren. Die Risse mit einem Löffel wieder schließen, weiterbacken und alles wird gut. Dieser Strudel schmeckt so gut, dass ich ihn für viele unserer Dinner-Partys backe. Falls man die Zeit dazu hat, sollte man die Vanillesauce selber machen (Rezept Nr. 6).

Zutaten (Für 8–12 Personen):

Für den Teig

300 g Mehl

150 g Zucker

1½ TL Backpulver

1 TL gemahlener Zimt

1 Prise feines Meersalz

150 g kalte Butter

1 Ei, verquirlt

Für den Strudel

560 g geschälte und entkernte

säuerliche Äpfel, jeweils in 8 Spalten und quer in sehr dünne Scheiben geschnitten

85 g Rosinen

50 g Semmelbrösel, geröstet

1¼ EL frischer Orangenabrieb

2½ TL gemahlener Zimt

1½ TL frischer Zitronenabrieb

2 EL Kirschwasser

1 EL frisch gepresster Zitronensaft

1 EL frisch gepresster Orangensaft

Mark von ½ Vanilleschote, frisch herausgeschabt

50 g Zucker

1 Ei, verquirlt

Puderzucker

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Butter dazugeben und mit einem Messer in ganz kleine Stücke hacken, dann alles zügig zwischen den Fingern zu Krümeln verreiben. Das Ei dazugeben und alles mit dem Rührgerät (Knethakenaufsatz) zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Den Teig zu einer dicken Scheibe formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 18 Minuten ins Gefriergerät legen.

Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen.

Für den Strudel in einer großen Schüssel Äpfel, Rosinen, Semmelbrösel, Orangenabrieb, Zimt, Zitronenabrieb, Kirschwasser, Zitronensaft, Orangensaft sowie Vanille mit den Fingern vermengen.

Den Teig mit einem Nudelholz zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem 35 × 30 cm großen Rechteck ausrollen. Die obere Frischhaltefolie entfernen und durch ein Stück Backpapier ersetzen. Die Teigplatte wenden und die zweite Frischhaltefolie entfernen. Die Apfel-Mischung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei rundherum einen 2,5-cm-Rand frei lassen, dann 50 g Zucker über die Apfel-Mischung streuen. Mithilfe des Backpapiers eine der längeren Seiten der Teiges bis kurz hinter die Mitte über die Füllung klappen. Das Backpapier von der oberen Teigkante lösen und nun die gegenüberliegende Seite über die Teigkante klappen, dabei die Kanten mittig überlappen lassen; das Backpapier ganz ablösen. Teignaht und Teigenden an beiden Seiten des Strudels mit den Fingern gut zusammendrücken. Ein frisches Stück Backpapier auf den Strudel legen, den Strudel mit den Händen oben und unten fixieren, dann den Strudel samt Backpapier schnell wenden und auf ein Backblech legen. Die Oberseite zügig mit dem verquirlten Ei einpinseln und etwa 35–40 Minuten im Ofen backen, bis der Strudel goldbraun und knusprig ist. In den ersten 10 Minuten den Strudel im Auge behalten – wenn der Teig reißt, die Risse mit der Rückseite eines Löffels verschließen. Den Strudel herausnehmen, mindestens 15 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen und warm oder kalt servieren, bevorzugt mit warmer Vanillesauce.

Mandelzigarren mit Honigglasur

© Matt Russel

Quelle: Nargisse Benkabbou : Casablanca

Fotos: Matt Russel

Südwest Verlag

Preis: 25,– €

Wunderbar, mit diesem tollen und unkomplizierten Rezept ist der türkische Bäcker meines Vertrauens und sein Baklawa draußen! Wenn ich gewusst hätte, wie einfach man sowas selber machen kann, ich hätte es eher gewagt. Meine eindringliche Bitte an alle „Nachbauer“, bitte kein billiges Orangenblütenwasser aus dem arabischen Laden mitnehmen, hier braucht es wirklich eine gute Bio-Qualität, sonst schmeckt alles zu parfümiert.

Wenn in Marokko süße oder herzhafte Füllungen in blättrig dünne Teiglagen gehüllt und zu kleinen Häppchen geformt werden, nennt man sie Briwat. Offiziell und streng genommen sind diese feinen Mandelzigarren also auch Briwats. Von allen unterschied lichen Sorten süßer Briwats sind das hier meine Favoriten. Sie sind unglaublich nussig und machen so süchtig, dass ich mich jedes Mal, wenn ich sie zubereite, wirklich beherrschen muss, nicht sofort die ganze Mandelpaste aufzuessen. Servieren Sie diese Zigarren mit marokkanischem Minzetee (siehe Seite 214).

Zutaten (ergibt 22 Stück):

300 g blanchierte Mandelkerne

2 EL Olivenöl

80 g Zucker

3 EL Orangenblütenwasser

½ TL gemahlener Ingwer

1 TL gemahlener Zimt

½ TL Salz

40 g weiche Butter

200 g Filoteigblätter

60 g Butter, zerlassen

300 g flüssiger Honig

gefriergetrocknete Beeren, gehackte Trockenfrüchte oder Nüsse zum Garnieren (optional)

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C, Gas Stufe 6) vorheizen. Die Mandeln auf einem Backblech verteilen und mit dem Olivenöl beträufeln. Im Ofen 10–12 Minuten rösten, bis sie leicht gebräunt sind. Dabei die Mandeln nach der Hälfte der Zeit wenden, damit sie gleichmäßig bräunen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Den Ofen nicht ausschalten.

Die Mandeln mit Zucker, 2 Esslöffeln Orangenblütenwasser, Ingwer, Zimt sowie Salz in den Mixer geben und mit der Pulse-Funktion sehr fein mahlen. Aber nicht zu lange bearbeiten, damit kein Mus entsteht.

Die Mandelmischung in eine Schüssel füllen. Die weiche Butter sorgfältig einarbeiten, bis eine geschmeidige Paste entsteht. Die Masse in 22 gleich große Portionen teilen und zu 7 cm langen Rollen formen. Mit Frischhaltefolie abdecken, damit die Masse nicht austrocknet.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Filoteigblätter mit einem scharfen Messer in etwa 10 cm x 25 cm große Rechtecke schneiden (es sollten insgesamt 22 Rechtecke entstehen). Mit einem sauberen Tuch abdecken, damit der Teig nicht austrocknet. Ein Teigrechteck mit einer kurzen Seite zum Körper auf einer Arbeitsfläche ausbreiten und mit etwas flüssiger Butter bestreichen. Eine Mandelrolle mittig auf die untere Kante setzen. Die beiden Seiten über die Mandelmasse schlagen und das Teigrechteck aufrollen, sodass eine kompakte Zigarre entsteht. Auf das Blech setzen, mit Butter bestreichen. Mit den anderen Teigblättern und Mandelrollen ebenso verfahren. Die Zigarren im Ofen in 10–12 Minuten goldbraun backen.

Inzwischen den Honig mit dem restlichen Orangenblütenwasser in einem kleinen Topf verrühren und bei mittlerer bis starker Hitze heiß werden lassen. Sobald der Honig aufschäumt, die Hitze reduzieren, damit er nicht verbrennt.

Wenn die Zigarren fertig sind, sofort (immer mehrere gleichzeitig) 2–3 Minuten in den heißen Honig tauchen, bis sie goldbraun sind. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf einem Kuchengitter mit einem Bogen Backpapier darunter abtropfen lassen. Optional mit Beeren, Trockenfrüchten oder Nüssen bestreuen. Vor dem Servieren 30 Minuten abkühlen lassen.

Spicy Chocolate-Chip-Cookies

©Udo Einenkel/BLV Buchverla

Quelle: Henriette Wulff/Udo Einenkel: Eat the beat!

Fotos: Udo Einenkel

BLV Buchverlag

Preis: 20;–

 Feigen, Schokolade und Rosmarin sind eine klasse Besetzung. Ich habe mich getraut und ¼ TL Cayenne mit auf die Bühne geholt, das hat sich gelohnt und ist für mich damit ein „top ten“ Rezept!

Sie nennen sich »Schlaumeier«, aber mit ihrem gesungenen Schokokeks-Rezept haben sie sich als echte Küchenphilosophen erwiesen. Denn was Leib und Seele im Innersten zusammenhält, ist ein mit Liebe und Schwung gebackener guter Schokoladenkeks. Wenn man zum Song sorgfältig Henriettes Rezept für die Schokocookies mit Rosmarin und Feige durchliest, funktioniert das Konzept der Wise Guys einwandfrei. Da kann keiner widerstehen.

Zutaten (für ca. 32 Stück):

75 g getrocknete Feigen

75 g Zartbitter-Schokolade

(50 % Kakao-Anteil)

150 g Zucker

200 g weiche Butter

1 Eigelb

1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

300 g Mehl

Schalenabrieb von ½ Bio-Orange

3 TL Rosmarin, gehackt

Backblech, Backpapier

Zubereitung:

Zur Vorbereitung: Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Die Feigen und die Schokolade in circa 0,5 × 0,5 Zentimeter kleine Stücke schneiden.

Für die Cookies: Zucker, Butter, Eigelb, Vanillezucker und Mehl in eine Schüssel geben und mit einer Gabel verrühren, bis ein krümeliger

Teig entsteht. Diesen dann mit den Händen zu einer glatten Masse verkneten. Feigen, Schokolade, Schalenabrieb und Rosmarin gleichmäßig in den Teig kneten.

Aus dem Teig 32 gleich große Kügelchen formen. Diese mit der Hand zu runden, 0,5 Zentimeter dicken Talern drücken. Die Cookies mit großzügigem Abstand auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und 12 bis 15 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Reisflocken mit Orange-Curd und Shiro Miso

© Claudia Zaltenbach aus dem Buch „MISO“, Hädecke Verlag

Quelle: Claudia Zaltenbach: Miso

Rezepte – Kultur – Menschen

Hädecke Verlag

Preis: 29,– €

Miso gepaart mit süßem Orange-Curd, samtigen Reisflocken und knackigen Nüssen, geht nicht, geht super und schmeckt noch besser! Darauf muss man erst mal kommen, ich leider nicht, aber Claudia Zaltenbach, die hat die kulinarische Vorsehung im Gegensatz zu mir mit mehr Kreativität versorgt. Ich danke Dir – für diesen herrlichen geschmacklichen Ausflug – ich bleibe weiter auf Deiner Spur!

„Vielleicht ist die Herstellung von Orange Curd nicht ganz passend für das schnelle Frühstück unter der Woche. Aber am Wochenende sind diese Reisflocken, die durch das helle Miso einen subtilen, leicht süß-salzigen Geschmack bekommen, perfekt für einen ausgiebigen Brunch. Und man kann mit verschiedenen Versionen dieses Reis-Porridges spielen: Mal mit einem Löffel Sahnejoghurt, mal das Curd mit gemischten Zitrusfrüchten, mit Körnern darüber, Chiasamen, Nüssen … der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.“

Claudia Zaltenbach

Zutaten pro Person:

Flocken:

40 g Reisflocken

1 TL Shiro Miso

1-2 EL Orange Curd (Rezept siehe unten)

Nüsse oder Samen zum Dekorieren, nach Belieben

Orange Curd:

3 Bio-Orangen, Abrieb und Saft

180 g Zucker

1 EL Speisestärke, gesiebt

3 Eier

100 g Butter, gewürfelt

Das Grundrezept für das Orange Curd ist mehr, als hierfür benötigt wird. Es hält sich im Kühlschrank aber problemlos bis zu einer Woche. Und es schmeckt sowohl als Brotaufstrich, als auch als Kuchenbelag.

Zubereitung Orange Curd:

Die Orangen heiß abspülen und abtrocknen. Schale abreiben, dann die Früchte halbieren und auspressen.

In einer Schlagschüssel über dem heißen Wasserbad den Zucker mit der Speisestarke, den Eiern und dem Orangensaft mit dem Handrührer auf niedriger Stufe mischen. Nun die Butter dazugeben und immer weiterschlagen.

Nach etwa 15 Minuten beginnt die Flüssigkeit einzudicken. Noch einige Minuten weiterschlagen und dann in sterilisierte Einmachglaser füllen.

Zubereitung Reisflocken:

Die Reisflocken in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser aufgießen, so dass das Wasser etwa 1 cm darüber steht. Das Shiro Miso einrühren und quellen lassen. Das Orange Curd esslöffelweise darauf geben und mit Samen oder Nüssen dekorieren.

Kernige Riegel mit Mandeln, Nüssen und Datteln

© Claudia Hirschberger, Arne Schmidt/Food with a View/Knesebeck Verlag

Quelle: Claudia Hirschberger/Arne Schmidt: Die grüne Stadtküche

Knesebeck Verlag

Preis: 29,95

Wunderbarer Zwischendurch-Snack auf einer Wanderung, nicht nur wir, sondern auch die Neffen lieben diese Riegel inzwischen als leckere Knabberei unterwegs.

Zutaten (ergibt 10 Riegel):

10 g feste getrocknete Mangoscheiben, grob gehackt

100 g Kakaobutter

1 EL Ahornsirup

1 TL gemahlene Vanille

1 TL frisch geriebene Zimtstange

1 TL Koriandersamen, frisch geröstet und fein gemahlen

Abrieb von 1unbehandelten Zitrone

5 getrocknete Datteln, entsteint und grob gehackt

70 g frisch geröstete Mandeln, grob gehackt

35 g frisch geröstete Haselnusskerne, grob gehackt

35 g frisch geröstete Walnusskerne, grob gehackt

2 EL Vollkornhafer-Flocken

2 rechteckige Schalen oder Boxen à etwa 9 x 16 cm

Butterbrotpapier

Zubereitung:

In einem leistungsstarken Blitzhacker die Mangoscheiben fein mahlen. Alternativ die Scheiben mit einem Messer fein vorhacken und anschließend in einer Gewürzmühle oder einer nicht mehr benötigten gereinigten Kaffeemühle mahlen.

In einem kleinen Topf die Kakaobutter bei niedriger Temperatur vorsichtig schmelzen, in eine Schüssel gießen und etwas abkühlen lassen. Erst den Ahornsirup und dann das Mangopulver, die Gewürze und den Zitronenabrieb unterrühren. Danach die Datteln, Mandeln, Nusskerne sowie die Haferflocken unterheben und alles gründlich vermischen.

Die Boxen mit dem Butterbrotpapier auslegen, die Masse gleichmäßig einfüllen und mit einem Löffelrücken fest andrücken. Über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Danach die Platten mithilfe des Papiers aus den Formen heben und jeweils in 5 Riegel schneiden. Luftdicht, kühl und dunkel gelagert halten sie sich etwa 2 Wochen.