Täglich Früchte

Hugh Fearnley-Whittingstall: Täglich Früchte

Fotos: Simon Wheeler

AT Verlag

Preis: 28,– €

An apple a day keeps the doctor away!

Worum geht’s?

Die 650 g an frischem Obst und Gemüse, die die deutsche Gesellschaft für Ernährung als Tagesdosis empfiehlt, sind für sehr viele Menschen kaum zu schaffen, aktuelle Studien haben dies sogar noch einmal nach unten korrigiert und halten auch schon 400 g als ausreichend, um sich vor gefährlichen Herz- und Kreislauferkrankungen zu schützen. Ebenfalls nicht ganz einfach, wenn man bedenkt, dass bei fünf Portionen täglich, die die Forscher als günstig ansehen, eine Portion zwischen 80 und 130 g wiegen sollte, mit einem Apfel pro Tag also definitiv nicht zu schaffen. Smoothies können eine Alternative sein, aber mal ehrlich, wer schnippelt und püriert schon mit Elan in aller Herrgottsfrühe, wenn wir es gerade mal so aus dem Bett geschafft haben – ich definitiv nicht! Smoothies aus dem Supermarkt kommen mir aber deshalb nicht ins Haus, ich weiß schließlich gar nicht was da alles drin ist?

Wer ist der Autor?

Hugh Fearnley-Whittingstall ist eine Institution im britischen Fernsehen, in England höchst populärer Food-Journalist und Buchautor, der sich für biologische, saisonale und regional nachhaltig produzierte Lebensmittel einsetzt. Er betreibt das »River Cottage« in Devon mit Restaurant, Kochschule und großem Nutzgarten. Bisher sind acht sehr erfolgreiche Bücher von ihm erschienen. In diesem Buch möchte er uns gerne dafür begeistern, Früchten einen festen Platz bei unserer Ernährung und in unserer Küche anzubieten, um das Missverhältnis zwischen gesundheitlich sinnvollem und Realität nachhaltig zu beeinflussen. Mal schauen, ob er da an den richtigen Schrauben drehen kann?

Was ist drin – oder dieser Autor ist vielseitig und kann auch simple!

 Beim Blick auf den Titel hatte ich noch Zweifel, ob dieser Hugh sonst noch was das wirklich drauf hat und seine Ankündigung in die Tat umsetzten kann: Er blickt mich mit verschränkten Armen mit einem Apfel auf dem Kopf irgend verpeilt und skeptisch an? Das kann ja lustig werden, denke ich mir! Dieser Mann ist Brite, da gehört Understatement und Humor praktisch zu DNA. Ich lerne recht schnell, dass scheint irgendwie sein Markenzeichen zu sein, ein bisschen arglos in die Welt zu schauen, rein optisch könnte man ihn eher für einen Lehrer mit missionarischem Öko-Eifer halten, dennoch dieser Autor hat sich was vorgenommen und ihm gelingt die simple, unaufgeregte Alltagsküche mit Twist, das ist sein Tool-Set bei diesem Thema und seiner Ankündigung, ein schlagendes Argument, was bei mir für Begeisterung sorgt:

Ganze 160 Rezepte für Obst pikant oder süß in den Kapiteln „Sommerbeeren“, „Steinobst“, „Äpfel“, „Birnen & Quitten“, „Wildfrüchte“ und auch die Welt der weitgereisten Protagonisten, wie Feigen, Melonen, Trauben, Zitrus- u. tropische Früchte ist ihm nicht fremd. Im Bereich der „Spezialitäten“ wagt er einen Blick ins Früchte-Universum und macht uns vieles schmackhaft, was uns nur im Urlaub und im Wald schöne Augen macht, Maulbeere, Kaki & Co. und auch die Beeren des Walde lassen hier grüßen.  Er erklärt uns wie wir sie  behandeln sollten und ermuntert uns auch mal selbst kreativ zu werden und diese einfach mutig bei seinen Rezepten gegen etwas anderes auszutauschen. Schön, dass diesem Gentleman und schrägem Typen, den ich gerne als Missionar des Geschmacks mit einem Händchen für vieles bezeichnen möchte, zu Obst in jeder Geschmacks-Variante in der Alltags- u. Familienküche, aber auch wenn Gäste mit am Tisch sitzen jede Menge Spannendes einfällt.

Neue Optionen, der Blick über den Tellerrand…

Der Autor ist ein unerschrockener, sehr kreativer britischer Koch und diese Nation hat jede Menge Erfahrung mit Commonwealth Kultur, da mischt man auch gerne „Sardinen mit Pflaumen und Soja-Sauce“, oder „Lammschmorbraten mit würziger Aprikosen-Sauce“. „Pflaumen-Zwiebel-Salat mit Chili, Limette und Minze“ kann mich aus seiner Küche genauso begeistern wie seine „Bratwurstäpfel“, die ich sicherlich auch meinen kleinen Neffen sehr gut servieren kann. „Geschmorte Quitte mit Kräutern“, herrlich einfach, die werde ich im Herbst gerne zu Lammkottelet servieren, ich suche schone so lange nach kreativen und einfachen Rezepten, um dieses fast vergessene Obst endlich köstlich und vielfältig wieder in meiner Küche zu etablieren. Der Mann denkt als ausgewiesener „Öko“ mit missionarischem Ansatz natürlich auch an Rezepte wie „eingelegte Senfbirnen“ und „Schlehensirup“ und hat mich damit mit meinem Hamster-Gen voll auf seiner Seite.

Zettel über Zettel wo anfangen, wo aufhören?

 Understatement statt Größenwahn – oder verpeilt ist so sympathisch!

 Ich hätte es Ihnen nicht zugetraut Mr. Fearnley-Whittingstall, dass Sie mich mit einer sehr großen Kochbuch-Bibliothek noch derart in Erstaunen und grenzenlose Begeisterung versetzen würden. Verzeihen Sie, aber das war nicht zu erwarten bei dem skeptischen Blick mit Milch-Bubi-Image. Wir in Deutschland zappen uns durch Koch-Shows, wo Köche die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben, Zweifel und Skepsis sind denen oft fremd und mit Ihrer Kreativität können es auch nicht alle aufnehmen. Wir lieben Siegerposen und markige Sprüche, die uns immer im besten Licht erscheinen lassen, dabei vergessen wir vielleicht das es nicht um Komplexität, sondern um Kreativität in der Küche geht, da können wir durchaus noch was von Ihnen lernen, denn Sie beherrschen diese Disziplin aus dem ff und können uns noch viele spannende Momente bereiten, ohne dass wir dabei gleich aufs äußerste herausgefordert werden was Technik und die Anzahl der Zutaten angeht. Mein Herz haben Sie erobert, aber viel wichtiger ist, ich möchte Sie in meiner Küche nicht mehr missen, denn ich brauche kreative Rezepte, die unaufgeregt und einfach mit wenigen Zutaten tagtäglich funktionieren. Ich habe es deshalb schnell gelassen, in Ihrem Buch, die Rezepte zu markieren, die ich nachkochen möchte, es sind einfach zu viele! Ihr schönes Kompendium zum Thema Obst bleibt bis auf weiteres in meiner Küche, ich lasse Sie da erst wieder raus, wenn ich ganz viele Ihrer Rezepte nachgekocht habe und das dauert fürchte ich, noch ziemlich lange. Ich bin bei Weltverbesserern ja ein wenig skeptisch, aber Ihnen nehme ich ab, dass Sie es schaffen, dass Früchte ein fester Bestandteil in unserer Küche werden und das nicht nur bei den süßen Genüssen.

Fazit: Dieses Buch hat sich in meiner Küche einen Stammplatz erobert! Wer es schafft mit einer übersichtlichen Anzahl von Zutaten und wenig Komplexität mir jeden Tag wieder solche Lust auf Rezepte mit Obst zu machen, dem muss ich uneingeschränkte Anerkennung zollen. Das versuchen viele, die meisten bleiben dabei beliebig oder können die eierlegende Wollmilchsau nicht liefern, weil sie nur mit Wasser kochen, bei diesem Herrn ist jede Menge Kreativität dabei, das überzeugt mich genauso wie sein unkomplizierter Koch-Stil. Vegetarier sind hier offenbar nur die zweite Wahl, viele der vorgeschlagenen süß und salzig Kombinationen funktionieren nur mit dem Kontrast Fleisch und Obst. Das ist mir auch schon bei einer weiteren Rezension zum Thema im letzten Jahr aufgefallen.

Small is the new big!

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Ilse König/Klara Monti/Inge Prader: Mini-Mania

Brandstätter Verlag

Preis: 19,90 €

Worum geht’s – oder ganz wie es uns gefällt!

 Kleine Köstlichkeiten wie Tartelettes, Canapes & Co. stehen in der Gunst von Gästen – egal zu welchem Anlass – hoch im Kurs. Kein Wunder kleine Häppchen sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern garantieren jede Menge Überraschungen und Genuss und werden vielen Vorlieben gerecht: von süß bis salzig, cremig bis knusprig wird hier jeder nach seiner Fasson glücklich. Diese mundgerechten Bissen haben nicht nur das Talent, Vegetarier und Fleischesser, Gesundheitsfanatiker und Genießer mühelos ins Gespräch zu bringen, nein Minis sind perfekt für den Genuss ohne Reue, denn kleine Sünden sollten wir uns immer gönnen. Außerdem scheint es, dass sie häufig auch viel besser schmecken, als ein großes Stück und festlegen, ob wir nun süß oder salzig, vegetarisch oder nicht genießen wollen, müssen wir uns bei ihnen nicht, nein wir können nach Lust und Laune von einem zu anderen springen, ganz wie es uns gefällt.

Gästebewirtung 2.0 – ist das auch was für den Hausgebrauch?

 Hand aufs Herz, Fingerfood und Canapes, wer hat da nicht sofort die Befürchtung oje hoffentlich schaffe ich das  in der eigenen Küche? Irgendwie erscheinen dabei vor meinem geistigen Auge sofort Bilder von unglaublich schönen und filigranen Häppchen, adrett drapiert und bestimmt selbst gekauft und von Profis geschaffen. Klar finde ich die äußerst lecker und so viel passender und zwangloser für die nächste Party, aber bekomme ich das selbst ebenso hin, ohne dass ich Tage vorher in der Küche verbringe? Vorbereiten lassen sich diese leckeren kleinen Verführungen selbstverständlich schon viel besser, als das auf den Punkt frisch zu servierende Menü für die nächste Familienfeier oder den zwanglosen Abend mit einer illustren Gästeschar. Ich bin ehrlich, bei diesem kulinarischen Genre bekomme ich kalte Füße, ich bin weder Filigrantechnikerin noch möchte ich mich vor der nächsten Party Tage in der Küche verbarrikadieren und mit meinem Spritzbeutel verwachsen, entsprechend bin sehr gespannt, ob ich in Ilse König jetzt endlich eine kompetente Komplizin gefunden habe.

Was ist drin?

Frau König präsentiert sehr viele kleine Süden im Miniformat, entweder süß oder salzig und dirigiert uns mit einer spannende Motto-Reise, durch einen ganzen Himmel an kleinen Sünden zum Verwöhnen und Genießen, gerne auch in der gesunden Variante, mit aufregenden inneren Werten oder einfach easy peasy und Outdoor tauglich. Allen gemeinsam ist, dass mindestens eine Komponente gebacken wurde.

Partyküche im Zeitalter der Superlative – wie kriege ich das denn hin?

 Rasend einfach, rasend schnell und rasend gut
– mehr muss es gar nicht sein!

Hand hoch, wer das nicht möchte, bitte melden! Huch jetzt sehe ich aber gerade niemanden der sich hier als Spaßverderber oder als Schwarzseher outet. Wollen täten wir sie schon die Minis, aber wie kann das in der heimischen Küche als „One-Man/Woman-Show“ funktionieren? Und bitte schön so, dass alles ganz einfach vorzubereiten ist, wir nicht zu lange in der Küche stehen, sondern uns noch locker bevor die Gäste eintreffen,  ein Gläschen Sekt genehmigen können. Natürlich möchte ich auch, dass die Gäste später Schlange stehen, weil sie unbedingt das Rezept für die Citrus Cups mit den verschiedenen Curds, die Kirsch-Stracciatella Blossoms, die Bluecheese Cakelets, den Karottenkuchen XS, die Gravlax-Ladybirds, die Bocconotti mit ihrem leckeren Kern aus Nüssen und Schokolade, oder die super einfachen aber nicht minder köstlichen Nutty-Bites oder Käse-Crispies von mir wollen. Die verwöhnten Genießer unter meinen Gästen, möchte ich nicht mit Tomate-Mozzarella langweilen, sondern halte mich da lieber an die süßen Erdbeer-Caprese, aus Madeleine-Teig, gefüllt mit Frischkäsecreme und Erdbeere, und auch bei den Crostini-Chocolive-Chèvre oder den Diavoletti, das sind Tartelettes, die mit einer Füllung aus Erdbeer-Chili-Konfitüre begeistern können, ist für jede Menge Spannung auch bei den verwöhnten Gaumen gesorgt.

Viel Kreativität und ein Konzept sind der Schlüssel
– und mehr geht auch nicht!

 Die Eiermilch legende Wollmilch-Sau das wäre genau die Lösung gewesen, hier alle meine Anforderungen und Wünsche zu erfüllen, es geht aber auch anders: hier kreiert jemand mit viel, viel Kreativität jede Menge aufregende Häppchen-Ideen, die nicht nur gut schmecken, sondern genauso für Glamour und jede Menge Abwechslung auf dem Party-Buffet sorgen. Damit das funktioniert, greift die Autorin ebenso gerne mal auf die ready-made Teige aus dem Kühlregal zurück. Wer es dennoch nicht lassen kann, findet im Anschluss an die Mini-Parade einfache und praxistaugliche Rezepte, wie man Mürbe-/Blätter- und Hefeteig & Co. geling sicher selbst herstellen kann. Außerdem schöne Ideen für Füllungen in Form von Curds und Marmelade und selbstverständlich muss die Karamell- und die Tomatensauce für den Pizzateig nicht jedes Mal aus dem Supermarkt kommen. Mir gefällt ebenfalls, dass das Buch sogar ein Rezept für ein selbstgemachtes Jelly im Angebot hat, müssen ja nicht immer die langweiligen Gummibären sein. So kann ich mit meinem Lieblingsfruchtsaft selbst experimentieren, und als Cracker-Fan muss ich unbedingt Ilses Ideen für Crispies, Craquelins und Olivenöl-Cracker ausprobieren.

Ein paar Tipps hier und da, die können nicht schaden!

 Ilse König hat selbstverständlich noch ein paar Tipps für den maximalen Erfolg parat und erklärt kurz wie Backzeiten und Backtemperatur sich zu den Minis verhalten. Alle Rezepte sind in der für sie jeweils am besten geeigneten Form gebacken worden. Wenn Ihr die passende Form nicht besitzt, kann jede andere Form verwendet werden, ggf. müsst Ihr nur ein bisschen hinsichtlich Backtemperatur und -zeit tüfteln, auch ein wenig Improvisationsgeist kann in meinen Augen nicht schaden. Zur Mini-Grundausstattung gehören für Frau König nur 3 Formen: Mini-Muffins, Mini-Tartelettes und Mini-Pies, diese kommen im Buch in unterschiedlichen Größen zum Einsatz.

Fazit: Minis sind quasi die Königsdisziplin in der Küche, was hier mit Bravour,  sehr viel Kreativität und ausgesprochenem praktischem Verständnis an die Frau oder den Mann gebracht wird! Das ist für mich bisher einzigartig, mich holt das schöne Buch hier voll ab, dabei ich bin überhaupt keine Basteltante in der Küche und habe diese Spezies bisher gemieden wie der Teufel das Weihwasser, obwohl ich sehr gerne für Gäste selber koche. Hier kriege ich für mich das Maximale geboten und kann mir das ebenso sehr einfach machen, zusätzlich staune ich über die schönen Fotos, die mir gleichzeitig als Deko-Ideen dienen. Layout und Präsentation machen Spaß, sind nützlich und ich bin begeistert, über die vielen neuen herrlich unkomplizierten Ideen! Also ich kann jetzt auch Minis, wenn Ihr Lust habt auch dabei zu sein, einfach mal reinschauen, es lohnt sich, wenn Ihr Spaß an neuen Ideen und interessanten Kombinationen habt.

Herzlichen Dank für die Übersendung eines Rezensionsexemplars.

Ich machs mir einfach

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Patrick Rosenthal: Ich machs mir einfach

Süßes, Mini-Kuchen, Desserts, Eis & mehr

TOPP Verlag

Preis: 14,99 €

ISBN: 3772479200

 „Ein Mann mit Händchen – oder ich mach‘s wie Patrick!“

 Wer backt?

(c)frechverlag_TOPP 7920_Bild_Patrick Rosenthal

 Patrick Rosenthal ist Blogger („ichmachsmireinfach“) und zwar einer der ganz besonderen Art: Er liebt es süß und außerdem macht er es sich gerne einfach. Ich auch Patrick, aber toll aussehen soll es auch und gut schmecken sowieso. Kalorien musst Du für mich nicht zählen, wenn alles andere stimmt!

Was ist drin?

 Patrick backt, liebt es eiskalt und ganz heiß, frühstückt, sorgt für leckere Desserts und widmet sich am Ende den kleinen Sünden. Dabei sind 60 Rezept-Kreationen herausgekommen, die obwohl sie in der Zubereitung nicht sonderlich kompliziert sind, so richtig was hermachen und vor allem für Überraschungen sorgen.

Patrick liebt die Inszenierung und lässt es farblich auch so richtig knallen!

Nein, der Mann ist kein Leisetreter, wenigstens nicht optisch, sein Brombeerkuchen kommt in Knall-Pink und die Füllung der Windbeutel darf auch schon mal hellblau sein, denn biedere Langeweile beim „Süßkram“, nicht mit ihm, das geht gar nicht!

Pimpen geht immer – aber Kalorien zählen verboten!

 Zum Beispiel  mit Karamell-Schokostücken im Brownie-Trifle, der seine Gäste zwar regelmäßig in Entzücken versetzt, auch wenn sie stets überzeugend vermitteln, dass sie es niemals schaffen werden, diese Köstlichkeit aufzuessen. Trotzdem werden hier jedes Mal persönliche Bestmarken und Rekorde gebrochen, denn bisher ist es jedem gelungen. Wenn es lecker schmeckt, ist auch eine buttrig-sahnige Kalorienbombe keine unbezwingbare Hürde und so gesellt sich Löffelchen zu Löffelchen, eigentlich wollte man den ja schon längst bei Seite schieben, aber nein, einer muss noch sein……

Lecker Patrick und so einfach und schnell gebacken!

Das Walnussbrot wird durch die Blaubeeren im Teig so richtig fruchtig und früh aufstehen muss ich auch nicht, denn Backpulver  und Öl im Teig machen es herrlich fluffig, auch ohne lange Vorbereitungszeit und die Haferflocken, das Dinkelmehl und die Walnüsse drin sorgen für den nötigen Crunch.

Wenn man sich nicht entscheiden kann nimmt man halt das Beste von beidem!

 Der Mann ist überaus kreativ und so wird aus Muffins und Donuts schnell mal eine neue Kreation, die er kurzerhand Muffnuts tauft. Diese sehen aus wie Muffins, schmecken aber eher wie ein Donut und sind dabei immer wieder sehr wandelbar, wenn man statt der Himbeermarmelade einfach eine beliebige andere Lieblingskonfitüre verwendet.

Patrick kann auch klassisch!

Zum Beispiel Clafoutis mit frischen Beeren. Lecker mit Sahne und Brombeeren im Teig und so einfach. Am besten gleich lauwarm genießen. Oder der Apfel-Zimt-Kuchen, der schon im Ofen so unwiderstehlich duftet, dass die Backzeit von 50 Minuten eine echte Herausforderung darstellen kann. Für Cheesecake wirft er gleich eine Party und hat mit Toppings wie Honig-Avocado, Mango-Kokosnuss und Rose-Himbeer richtig tolle Ideen wie dieser nicht nur lecker schmeckt, sondern auch richtig toll aussieht.

Was ist besonders – oder der Mann hat Händchen?

 Patrick Rosenthal versteht die visuelle Inszenierung aus dem ff und hat ein ausgesprochenes Händchen, dafür wie man mit Toffee-Pralinen und allerlei anderem aus dem Süßwaren-Regal im Supermarkt schnell und unkompliziert, aus einem eher biederem und langweiligem Kuchen oder Desserts etwas zaubern kann, was unsere Gäste so schnell nicht vergessen werden. Hier geht es bei weitem nicht nur um Optik, sondern auch geschmacklich setzt er gerne Akzente. Ein bisschen Mut sollte man aber schon mitbringen und weder vor Kalorien noch vor ungewöhnlich mutigen Farbkreationen zurückschrecken.

 Fazit: Tolles Buch für alle, die Süßes lieben, gerne auch mal was neues probieren und ihre Gäste mit wenig Aufwand in Verzückung setzten möchten. Kalorienzählen ist dabei verboten, aber das hat sich sowieso erledigt, wenn man erst Patricks Eiskreationen verfallen ist, die sind für mich seine Königsdisziplin!

Vielen Dank für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.